Film- und Serienkritiken

Ernsthafte Kritiken zu Film und Serie.

In eigener Sache: Zukunftia wird diskriminierungsfrei!

„Ist das Frauen-in-Filmen-Thema nicht so was von 2016, wegen Ghostbusters?“, fragte mich Kollege Sparkiller kürzlich. Und hier zeigt sich schon, was bei Zukunftia falsch läuft! Alte, weiße Männer wie Schwarzkill… Sparkiller bekommen nicht mit, dass Frauenrechte weiterhin mit Füßen (Schuhgröße 45,5) getreten werden: Sind „Captain Marvel“-Kritiker Sexisten? Wird STD wegen dem diversen Cast nicht der verdiente Erfolg zuteil? Muss James Bond nicht längst eine Frau sein? – Und auch WIR hier müssen einiges ändern!

Kollege Sparkiller weiß eben nicht, was in der Medienwelt schief läuft…

Ständig werden Frauen, Schwarze, Schwule und Behinderte sooo weit ausgegrenzt, dass sie schon fast als Astronauten durchgehen. Doch zum Glück werden die Verfehlungen der Medienindustrie stets aufgezeigt:

– So wurde erst kürzlich kritisiert, dass der nächste Ghostbusters-Film auch wieder Männer in den Hauptrolle hat. Leslie Jones (die schwarze Figur in „Ghostbusters“ aus 2016) beschwerte sich bitterlich darüber, dass sogar die Story „ihres“ Films zukünftig übergangen werde. Die Besetzung von Männern in den Hauptrollen sei etwas, „das Trump tun würde“.

– Mehrere Personen beschwerten sich darüber, dass die Frauen in der letzten Staffel „Game of Thrones“ zu schlecht dargestellt wurden und zu wenig Dialog hatten. Was natürlich das GRUNDproblem der letzten Staffel war; schreiberisch war da ja alles erste Sahne.

Und das sind nur zwei aktuellere Beispiel jener Hexen (und Hexeriche), die jeden Tag durch die Twitter- und Facebook-Timelines gejagt werden.

Doch wir müssen gar nicht mit dem Finger auf Hollywood zeigen, denn auch bei uns, auf Zukunftia, ist einiges (bzw. alles?) im Argen!

Wir haben unseren Betriebsrat einmal gebeten, unsere Versäumnisse offen und ehrlich zu skizzieren. Die Statistik, die wir zurückbekamen, war erschütternd! So kam unter anderem heraus, dass Redakteur und Webdesigner Sparkiller seit Jahren das sogenannte „Blackfacing“ betreibt, das aus gutem Grund in Medien- und Menschenkreisen als absolutes No-Go gilt.

In dem Bestreben, der Redaktion einen diversen Anstrich zu geben, verwendet mein schändlicher Kollege seit Jahren das Bild eines Mannes afroamerikanischer Herkunft. Und selbst, wenn er dies aus Gründen der Wertschätzung tun sollte, so bleibt immer noch das Problem der kulturellen Aneignung, die wir schon aus dem Bereich der Mode, der Yogastellungen, Haarschmucks und Wand-Tattoos kennen. Hier die ungeschminkte Statistik zum Thema „Personelle Redaktions-Zusammensetzung“:

Doch auch inhaltlich hat Zukunftia längst den Pfad des guten Geschmacks verlassen. So fiel bei einer Auswertung der Artikel auf, dass unsere bei Trekkies (und anderen fetten Menschen) sehr beliebte Seite höchst geschmacklos und sexistisch herüberkommt. So müssen sogar externe Schreiber angeheuert werden, um der Seite zumindest gelegentlich einen nicht-toxischen Anstrich zu geben:

In den letzten Tagen förderten mehrere Social Justice Warriors (Neudeutsch: „SJWs“) auch noch weitere Versäumnisse des Medienunternehmens zutage:

– So schaffte es z.B. der gesamte Führungsstab (= Klapowski) nur durch einen Trick, die Frauenquote von 50% einzuhalten! Hierzu klemmte er die Hälfte der Zeit seinen Penis komplett zwischen seinen Oberschenkeln ein und brüllte mit verstellter, unangenehm hoher Stimme „Ich bin ein schööönes Määäädchen!“

– Bis vor wenigen Jahren wurden inhaltliche Versäumnisse in den zu kritisierenden Filmen/Serien noch mit „Das ist voll schwul!“ tituliert, was 10% der empörten männlichen Leser zu der Beschwerde hinriss: „Also äääch find‘ die Folgäää ja ganz schnuckelig, mein Schääätzchen!“ – Leider ohne Erfolg.

– Trotz mehrfacher schriftlicher Aufforderung weigerten sich die beiden Redakteure bisher standhaft, Bonuspunkte für „Starke Frauenrollen“ zu geben, für „Diverse Casts“ oder „Das Zeigen von intersexuellen Flüchtlingen in SF-Geschichten“. Auch diesbezügliches Marketingmaterial der Filmfirmen wurde ignoriert oder gar mit Gummi-Penissen(!) lachend in den Papierkorb geschoben.

– Beide Redakteure belästigen sich in regelmäßigen Abständen sexuell selbst.


Verteilung und Anzahl der Personen, die angaben, eine andere männliche Person in der Redaktion zu schätzen (man konnte sich jedoch selbst nennen):


Abschließend bleibt uns nur, vor euch, den LeserInnen endlich Besserung zu geloben und hart an uns zu arbeiten (richtig, riiichtig hart, Baby!). Denn wir alle sollten stets versuchen, bessere Menschen zu werden – oder ihnen wenigstens (kulturell aneignungsfrei) nachzueifern.

Was ist mit euch? Wurdet ihr schon von uns verletzt und wenn ja, wo genau? Nervt es euch, dass Frauen und andere Krüppel noch immer benachteiligt werden? Seid ihr selber welche und wollt hier mal einen Gast… äh… Chefbeitrag verfassen?

Meldet euch! Denn nur gemeinsam können wir die Welt zu einem Ort machen, der er nie sein wird!


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von Klapowski am 02.06.19 in Intern

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Kommentare (10)

  1. G.G.Hoffmann sagt:

    Wenn wir uns einmal auf den Film- und Fernsehbereich beschränken, so beklagen Frauen zurecht, unterrepräsentiert zu sein. Andererseits sind sie in Sachen Murks überrepräsentiert. Will sagen: wenn die Mehrheit der Zuschauer die Arbeiten von Frauen im Schnitt eher nur so mittelgut findet, kann man das nicht auf die Männer schieben, die weniger als 50% der Bevölkerung ausmachen. Denn wenn die Produkte mehr Frauen als Männer ansprächen, müsste der Erfolg an den Kassen und bei der Kritik genauso ausfallen wie bei Produktionen, die eher von Männern für Männer konzipiert werden.

    Und so steht es auch Frauen selbstverständlich frei, Film- und Satiremagazine ins Leben zu rufen und zu betreiben oder zum neuen James Cameron, Quentin Tarantino oder Ridley Scott zu werden. Allein, mir ist kein einziges Beispiel bekannt.

    Ich fände es aber irgendwie unfair und bevormundend, Frauen in Genre zu zwingen, die sie offenbar nicht interessieren und/oder nicht beherrschen, nur um „weiblicher“ zu werden.

    • Klapowski sagt:

      Daher befürwortet Zukunftia das sogenannte „Pflichtjahr für Frauen – in Männerberufen“!

      Damit wir Männer uns nicht mehr schlecht fühlen müssen, weil so viele Frauen nicht Mathematikerinnen, Satirikerinnen und Medienmogulinnen werden WOLLEN, sind wir für eine Quote, die Frauen dazu zwingt, entgegen des Klischees zu arbeiten.

      Ihr wollt Tierpflegerin, Ernährungsberaterin oder Chefsekretärin werden? – Dann muss leider ein gewisser Anteil dieser Interessentinnen herausgefiltert werden, um in vermeintlichen Männerjobs zu werkeln. Physiker! Atomspalter! Verpackungsentwickler!

      Es kann ja nicht sein, dass eine ganze Personengruppe (bewusst oder unbewusst) einem plumpen Klischee folgt. Ich fühle mich inzwischen ja selbst angegriffen, wenn mein Mülleimer im Büro von einer Frau geleert wird. Ich möchte die dann immer schütteln und ihr ein medizinisches Fachbuch in die Hand drücken. Was leider daran scheitert, dass ich die Sprache unserer Reinigungskraft nicht identifizieren kann.

      Ich halte es für wichtig, dass wir Fragen stellen! Wir müssen OFFEN die Frauen in Pflegeberufen fragen, was ihnen einfällt, sich kampflos dem Patriarchiat zu beugen. Und ich bin für ein ehrliches, dialogbereites Anspucken von Verkäuferinnen, Callcenter-Damen und Friseurinnen. WIR wollen doch auch, dass ihr Krebs heilt!

      Und die aktuellen Hollywood-Blockbuster zähle ich zu dieser Krankheit auch einfach mal dazu…

    • G.G.Hoffmann sagt:

      Vielleicht liegt es daran, dass Männer eher zu Besessenheit neigen. Um Großes zu schaffen, gleich in welchem Bereich, genügt nicht Intelligenz und Fleiß – beides haben Frauen reichlich -, vielmehr muss man auch mächtig einen an der Klatsche haben und die Gefahr in Kauf nehmen, komplett zu scheitern und sich zum totalen Vollhorst zu machen. Und davon scheinen mehr Männer als Frauen betroffen zu sein; was natürlich auch im negativen Sinne gilt.

    • Serienfan sagt:

      Hier ein schönes Beispiel für die Unterrepräsentiertheit von Frauen im Film:
      https://youtu.be/wgoGSFyU7CM

  2. Nestroy sagt:

    Zukunftia und diskriminierungsfrei, der war gut. ;)

    Aber dieses ganze hyperemotionale Gewäsch von „kultureller Aneigung“ und „Women first“ ist auch reichlich übertrieben, wenn nicht sogar letzteres eine neue Art der fraulichen Bevormundung?

    Frauen sind klug und stark, die brauchen keine Männer (oder überemanzipierte Geschlechtsgenossinnen), die ihnen sagen, wo sie nicht noch schnell Betriebsrat (pardon, Betriebsrätin!) werden müssen, um endlich ERNST (nein, nicht der, der aus Spaß geworden und jetzt sieben Jahr‘ ist) genommen zu werden.

    Beide Geschlechter müssen einfach gleichwertig miteinander umgehen, dann kann jeder werden, was er/sie will und alle sind glücklich. Wollen die meisten Frauen nicht Mechanikerinnen werden, dann lasst sie eben. Will eine Frau die nächste Stevin Spielbergin werden, dann lasst sie eben. Jeder erreicht alles mit den entsprechenden Talenten für betroffenes Metier, da ist und sollte es egal sein, ob dieses Strichmännchen dann einen Strich mehr (Y), oder weniger (X) hat.

    Ja und kulturelle Aneignung und deren Debatte ist sowieso Blödsinn, das merkt man schon, wenn man den verlinkten Artikel liest. Wer von uns war als Kind nicht mal als Indianer verkleidet?
    Oder wollen die jetzt ernsthaft einem Indianer verbieten jodeln zu lernen und Lederhosen und Gamsbarthut zu tragen, nur weil er ein riesen Bayernfan ist? Unerhört! Und erst diese pösen pösen Amis, die sich gerne über genanntes Thema echauffieren, dann aber brav aufs Oktoberfest in Cincinnati gehen, ohne je selbst mal einen Tag als Deutscher im sächsischen Wäldle verbracht zu haben! Genauso sieht Auf-andere-zeigen-es-selbst-aber-nicht-besser-machen in seiner feschesten Form aus.

    • Eddi sagt:

      Mein lieber Nestroy,
      wie kann man denn nur so dermaßen falsch liegen.
      Du verkennst den wichtigsten Punkt – der Herr Klapowski hat so eloquent(schreibt man das so?) in Worte gefasst was schlichtere Gemüter wie ich nur dumpf empfinden können – es geht nicht darum, nein, es DARF nicht darum gehen, was Frauen wollen oder Gott bewahre worin sie gut sind.
      Es geht darum was sie wollen SOLLEN.

      Die Vertreter der Götter der sozialen Gerechtigkeit auf Erden haben nun mal beschlossen, dass die Dreibeiner das Maß aller Dinge sind, haben sie auf ein Podest gestellt, auf dass das Weibsvolk ihnen huldigen und nacheifern möge und erst wenn sie in allen Belangen genauso sind, haben sie die finale Stufe der Erleuchtung erreicht und können endlich wahrhaft stolz und glücklich sein – für immer!

      Manche Menschen muss man eben zu ihrem Glück zwingen und Frauen scheinbar besonders.
      Daher unterstütze ich Klapos Ruf nach einem Pflichtjahr – was für Uroma gut war, kann für die moderne Urenkelin ja nicht schlecht sein.

      Ein sanfter Schubs in die richtige Richtung oder auch ein Schlag auf den Hinterkopf wird
      die moderne Frau schon davon überzeugen, dass es nur zu ihrem besten ist.

      Auch wenn es seltsam aussehen mag, dass wir Männer den Frauen immernoch sagen müssen wo es lang geht, dies soll unsere letzte Handlung als unterdrückendes Patrichat sein.
      Es ist ja für einen guten Zweck!

      P.S. ich sollte bei der Schokolade etwas kürzer treten, das hat seltsame Nebenwirkungen

      P.P.S. Klapo, was um Himmels Willen hat denn diesen Artikel verursacht?

    • Nestroy sagt:

      „P.P.S. Klapo, was um Himmels Willen hat denn diesen Artikel verursacht?“

      Das würde mich auch interessieren!

  3. Cronos sagt:

    Ach du je. Das die Lage bei Zukunftia so schlecht ist, hatte ich nicht vermutet. Die Firma besteht also nur aus Männern die keine sinnvollen Artikel verfassen können und von sich selbst sexuell belästigt werden. Das ist echt tragisch.

    Aber ich glaube an das Gute im Menschen. Sparkiller und Klapowski schaffen das schon.

    Ach, Moment. Es gibt doch noch Schildhilde. Das ist doch eine Frau, oder? Die könntet ihr doch fest anstellen oder es zumindest behaupten und schon würde die Frauenquote massiv ansteigen. Dito die Anzahl der guten Beiträge.

  4. JP1957 sagt:

    „Was ist mit euch? Wurdet ihr schon von uns verletzt und wenn ja, wo genau?“

    Also ich wurde hier schon mal verletzt, bin jetzt aber zu faul nachzuschauen, wann und wo das war.
    Im übrigen habe ich irgendwo gelesen, dass das eine Satireseite ist … deshalb hab ichs schnell vergessen.

    Dieser Beitrag hier ist – um eine Frage von oben zu beantworten – entstanden, weil Klapowski und Sparkiller in der GoT und Discovery und The Orville freien Zeit nix anderes einfällt!

    Dann schreibt man was über Frauen.

    Und nur dann.

    Das Problem bei den satirischen Beiträgen zu den von Klapo angesprochen Themen ist in meinen Augen nicht, dass sie derb und heftig und schmerzhaft sind (das ist gute Satire immer), sondern dass es Typen gibt, die tatsächlich üble Frauenfeinde sind und dabei glänzende Augen kriegen.

  5. Lorien sagt:

    Lach… sehr schön satirisch aufgearbeitet was leider momentan allgegenwärtig hysterische Realität ist.
    Insbesondere in den sozialen Medien wird mit fanatischem Eifer dieser SJW-Wahn betrieben.
    Noch wie kam mir die Welt so (reverse) rassistisch und sexistisch vor seit ich lebe.
    Wenn man z.B. den hohen Tieren bei Lucasfim zuhört, geht es anscheinend nur noch um Herkunft und Geschlecht und nicht mehr das Talent.
    Es sei inaktzeptabel, das so viele Männer hier arbeiten, wird da geblubbert, als hätten die nicht durch ihr Interesse am Job und deren Talent dafür den Arbeitsplatz bekommen in rationaleren Zeiten…
    Selbstverständlich heult keiner, dass zu wenig Frauen bei der Müllabfuhr oder auf dem Bau seien. Wo bleibt da die Frauenquote?
    Echt kranke Zeiten.

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