Lieber Quanten statt Quoten – Der Star Trek Zuschauerzahlen-Check 2026

Zack, Fakt— Mauken auf den Tisch! Während andere “Journalisten“ im Internet (Hallo, GameStar!) für schwafeliges Trek-Lob („Starfleet Academy ist nicht kindisch oder lächerlich, nur ganz selten unlogisch.“) meiner Vermutung nach gerne unheilige Kurtzman-Schecks entgegennehmen (nur echt mit Schwefelgeruch), bleiben wir hier von Zukunftia natürlich der Fels in der seriösen Brandung, die unbestechliche Eiche im Wind und der… der… Dings wo total viel Integrität hat. Zeit jedenfalls, unsere Quoten-Einschätzung von 2022 noch einmal aufzufrischen und unserem geliebten Franchise einen neuen Befund auszustellen. Spoiler: Es sieht nicht gut aus. *besorgt gegen pulsmessgerät klopf*
Ein Klap & Spark Symbioseartikel.
Hauptquelle ist auch dieses Mal wieder der Google-Trend, welcher uns erlaubt, das Suchinteresse ALLER Kurtz-Serien seit 2017 („Ich war dabei, als das beknackteste Zeitalter der Menschheit begann.“) direkt miteinander zu vergleichen. Neu hinzugekommen ist dieses Mal das Interesse bei YouTube.
Neuere Infos zu den Quoten von Starfleet Academy stützen auf Daten von Luminate, einem der „führenden Anbieter für die Erfassung und Auswertung von Marktdaten in der Unterhaltungsbranche“. Luminate ist Teil der Penske Media Corporation, zu welcher wiederum Variety, The Hollywood Reporter, IndieWire und Deadline Hollywood gehören, welche nicht wenige Artikel zu Trek-Events veröffentlichen. Dies machte mich zuerst misstrauisch, aber so bewertete IndieWire die Academy-Pilotfolge mit einer wenig begeisterten C+, weswegen ich deren Quoteninfo mal als glaubwürdig einstufe.
Verdammt, was in diesen Medienkonglomeraten an Inzucht abgeht ist schon eindrucksvoll. Erinnert mich an irgendwas.
Und die guten alten Nielsen-Ratings dürfen auch nicht fehlen. Früher noch via speziellen Geräten am Röhrenfernseher, heute… via speziellen Geräten am Flachfernseher. PLUS millionenfacher Mithilfe von „Big Data“ aus verschiedenen Quellen wie Smart-TVs, Smartphonen und andere Set-Top-Boxen. Gut, dass wir alle die Datenschutzerklärungen immer vorher gründlich durchlesen (besonders Seite 744!).
Aber fangen wir mit dem Klassiker Google Trends an. Deren Zahlen kann Paramount ja nicht vor uns verstecken und das Suchinteresse bei Google sehe ich sehr wohl als starken Richtwert an, wie es denn quotentechnisch aussehen könnte.
Das Interesse ist hier ein Wert von 1 bis 100. Die 100 ist also das größte bislang gemessene Interesse, welches auch weiterhin beim Piloten von Star Trek Discovery existierte. Ihr ahnt vielleicht, in welche Richtung dies gehen wird…
Interesse an den Pilotfolgen (dann stets am höchsten):
– Star Trek Discovery (2017): 100
– Star Trek Picard (2020): 60
– Star Trek Strange New Worlds (2022): 41
– Starfleet Academy (2026): 31
Viele Wellen um Nichts: Am meisten überrascht noch der „starke“ blaue Ausschlag am Ende dieser Statistik. Und ja… Mir ist durchaus klar, dass hier ein Hautverfärbungswitz versteckt ist… (Geschlechtskrankheit? Blaues Auge für Kurtzman?)
Das Suchinteresse bei YouTube ähnelt dem obigen schon sehr, eine auffällige Ausnahme ist dabei aber die 3. Staffel von Star Trek Picard. Vermutlich wollten wohl viele noch einmal die alte TNG-Crew sehen, für ein Abo hat das Interesse dann aber auch wieder nicht gereicht. Nachvollziehbar.
Die grünen Picard-Ausschläge sind hier generell etwas präsenter. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass der Name „Picard“ generell im Zusammenhang mit dem Wort „Star Trek“ eingegeben wird – von seinen Fans der 80er- und 90er-Jahre? Klar, das ist natürlich nur eine fiese Unterstellung, die dünner daherkommt als Patrick Stewarts Sprechstimme seit 2020.
Davon abgesehen sind klare Daten von Streaming-Anbietern nur schwer zu bekommen. Zurückgreifen können wir aber auf die bereits erwähnten Marktdaten-Rausklauber Luminate, insbesondere bei diesem Artikel.
Und hier müssen wir zähne- und pobackenknirschend rauslesen: Starfleet Academy macht sich besser als seine Vorgänger. So hat Academy rund 1/3 mehr Zuschauer als New Worlds oder gar Picard. Was ich PERSÖNLICH nur schwer glauben kann, zum einen durch die eher verhaltene Begeisterung vor der Academy-Premiere und zum anderen ganz besonders im Vergleich zur Vorfreude auf Picard (wir waren ja noch jung und naiv). Es würde mich doch sehr überraschen, dass man auf unsere pickeligen Kadetten mehr gewartet hat als auf unseren glatzigen Kapitän der Herzen.
Stark… *duden aufschlag*… relativiert wird der Akademie-Erfolg auch durch den Vergleich mit anderen Serien. So schauten im selben Zeitraum rund 16,1 Millionen Menschen die erschreckend plumpe Propaganda-Serie der Ölindustrie „Landman“, während es beim Trek-Überflieger ganze 2,1 Millionen waren. Beziehungsweise 2,5 Millionen laut MoviePilot mit der eigentlich selben Quelle. Hust.
Die aktuellen Nielsen-Ratings (12. bis 18. Januar 2026) gleichen dagegen schon einer Vermisstenanzeige:

Wir haben doch keine Zeit! Diese Statistik listet Serien in geglotzten Millionen von Minuten auf. Was trotzdem nicht sehr beeindruckend ist, da müssten ihr mal Kollege Klaps Pornhub-History sehen! Oder… äh… besser nicht. *schauder*
Rausnehmen müsste man eeeeeigentlich auch UNSERE geschauten Zwangsminuten, also 2 x 60 Minuten pro Folge, haben wir ja bestimmt nicht zum Vergnügen gemacht. Und vielleicht auch die ganzen Rentner, die während „Agatha Christie’s Seven Dials“ und „Landman“ den Löffel abgegeben haben und auf deren TVs dann einfach Academy weiterlief. Soooo nicht, Paramount!
Fazit: Mit unserem geliebten Trek geht auch es auch weiterhin bergab, aber nicht so kurz und schmerzlos wie damals bei Captain Kirk. UND ganz bestimmt wird es nicht von einem Spock und seinen Raketenstiefeln gerettet.
Natürlich, einigen gefällt der neue Trek auch weiterhin. Gerne, ist ja nicht verboten. Was ich selber nur völlig unverständlich finde. *enttäuscht auf selbstgezimmertes foltergerät zeig*
Aber zählen wir einfach mal die reinen „Augen auf Star Trek“, wird der Puls langsam schwächer. Und mal ehrlich, großartig ANDERS wird es unter der Führrrung von Alex Kurtzman wohl nicht mehr. Klar, „Section 31“ war ein gelungenes Experiment, welches— *prust* — nee, hab nur Spaß gemacht. EINER muss es ja.
Doch es wird wohl einfach Zeit für einen ordentlichen Personalwechsel. Nein, Firmenwechsel! Kein Kurtzman! Kein Skydance! Um Paramount werden wir nicht herumkommen, aber wenn Alex den Wert des Franchise noch weiter runterprügelt, dann könnte sich vielleicht ja DOCH ein ganz neuer Macher einkaufen. Kein Witz, mittlerweile würde ich sogar Disney vorziehen, wenn sogar eine Spock-Actionfigur mehr Quoten als Academy reinholt. Und man kann sagen, was man will, aber den STIL von Star Wars hat das Maushaus schon sehr konsequent durchgehalten.
Beim Trek hat man diesen wohl aus Versehen verschluckt. (Haaar, Insider!)



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Da ich nach wie vor dem altmodischen Gedanken anhänge, dass TV-Produzenten mit ihren Produkten Geld verdienen möchten, ist mir nach wie vor ein Rätsel, wie die – vergleichsweise – schwachen Quoten von Kurtzman-Trek in den vergangenen fast neun Jahren mit dem Budget für die rund 150 bereits abgedrehten Episoden der Realserien korrespondieren. Die Produktionskosten sollen ja bereits bei DSC rund 8 Millionen Dollar pro Episode betragen haben und inzwischen auf rund 10 Millionen Dollar pro Folge gestiegen sein. Rechnen wir durchschnittlich einmal mit 9 Mio. Dollar, hätte man – nur an Produktionskosten – in 9 Jahren über 1,3 Mrd. Dollar investiert. Von dem ganzen Tätärä drumherum (Events, Werbung, etc.) einmal abgesehen.
Wahrscheinlich fehlt es mir einfach an betriebswirtschaflichen und steuerrechtlichen Kenntnissen, um zu begreifen, wie man solches Summen durch Streaming-Abos, TV-Lizenzen und DVD/Blu-ray-Verkäufe, etc., wieder einspielt und auch noch Gewinn macht, wenn das Zuschauerinteresse eher gering ist und man die Serien selbst Nischensendern wie Tele5 und Pluto TV wie sauer Bier anbieten muss („Biiiitte… 59,- Euro Sendelizenz pro Folge ist doch nicht zu viel!!“).
Dies alles vor dem Hintergrund, dass Paramount/CBS sich seit über 10 Jahren weigern, DS9 und VOY in HD zu veröffentlichen, weil das ja genauso viel kosten könnte wie vier Folgen NuTrek und sich angeblich nie wieder amortisiert.