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Der Latinum-Standard des Star Trek Universums

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Lieber Quanten statt Quoten – Der Star Trek Zuschauerzahlen-Check 2026

Lieber Quanten statt Quoten – Der Star Trek Zuschauerzahlen-Check 2026

Zack, Fakt— Mauken auf den Tisch! Während andere “Journalisten“ im Internet (Hallo, GameStar!) für schwafeliges Trek-Lob („Starfleet Academy ist nicht kindisch oder lächerlich, nur ganz selten unlogisch.“) meiner Vermutung nach gerne unheilige Kurtzman-Schecks entgegennehmen (nur echt mit Schwefelgeruch), bleiben wir hier von Zukunftia natürlich der Fels in der seriösen Brandung, die unbestechliche Eiche im Wind und der… der… Dings wo total viel Integrität hat. Zeit jedenfalls, unsere Quoten-Einschätzung von 2022 noch einmal aufzufrischen und unserem geliebten Franchise einen neuen Befund auszustellen. Spoiler: Es sieht nicht gut aus. *besorgt gegen pulsmessgerät klopf*

Ein Klap & Spark Symbioseartikel.

Hauptquelle ist auch dieses Mal wieder der Google-Trend, welcher uns erlaubt, das Suchinteresse ALLER Kurtz-Serien seit 2017 („Ich war dabei, als das beknackteste Zeitalter der Menschheit begann.“) direkt miteinander zu vergleichen. Neu hinzugekommen ist dieses Mal das Interesse bei YouTube.

Neuere Infos zu den Quoten von Starfleet Academy stützen auf Daten von Luminate, einem der „führenden Anbieter für die Erfassung und Auswertung von Marktdaten in der Unterhaltungsbranche“. Luminate ist Teil der Penske Media Corporation, zu welcher wiederum Variety, The Hollywood Reporter, IndieWire und Deadline Hollywood gehören, welche nicht wenige Artikel zu Trek-Events veröffentlichen. Dies machte mich zuerst misstrauisch, aber so bewertete IndieWire die Academy-Pilotfolge mit einer wenig begeisterten C+, weswegen ich deren Quoteninfo mal als glaubwürdig einstufe.

Verdammt, was in diesen Medienkonglomeraten an Inzucht abgeht ist schon eindrucksvoll. Erinnert mich an irgendwas.

Und die guten alten Nielsen-Ratings dürfen auch nicht fehlen. Früher noch via speziellen Geräten am Röhrenfernseher, heute… via speziellen Geräten am Flachfernseher. PLUS millionenfacher Mithilfe von „Big Data“ aus verschiedenen Quellen wie Smart-TVs, Smartphonen und andere Set-Top-Boxen. Gut, dass wir alle die Datenschutzerklärungen immer vorher gründlich durchlesen (besonders Seite 744!).


Aber fangen wir mit dem Klassiker Google Trends an. Deren Zahlen kann Paramount ja nicht vor uns verstecken und das Suchinteresse bei Google sehe ich sehr wohl als starken Richtwert an, wie es denn quotentechnisch aussehen könnte.

Das Interesse ist hier ein Wert von 1 bis 100. Die 100 ist also das größte bislang gemessene Interesse, welches auch weiterhin beim Piloten von Star Trek Discovery existierte. Ihr ahnt vielleicht, in welche Richtung dies gehen wird…

Interesse an den Pilotfolgen (dann stets am höchsten):

– Star Trek Discovery (2017): 100
– Star Trek Picard (2020): 60
– Star Trek Lower Decks (2020): 11
– Star Trek Prodigy (2021): 4
– Star Trek Strange New Worlds (2022): 41
– Starfleet Academy (2026): 31

Klicken für große Version:

Viele Wellen um Nichts: Am meisten überrascht noch der „starke“ blaue Ausschlag am Ende dieser Statistik. Und ja… Mir ist durchaus klar, dass hier ein Hautverfärbungswitz versteckt ist… (Geschlechtskrankheit? Blaues Auge für Kurtzman?)


Das Suchinteresse bei YouTube ähnelt dem obigen schon sehr, eine auffällige Ausnahme ist dabei aber die 3. Staffel von Star Trek Picard. Vermutlich wollten wohl viele noch einmal die alte TNG-Crew sehen, für ein Abo hat das Interesse dann aber auch wieder nicht gereicht. Nachvollziehbar.

Klicken für große Version:

Die grünen Picard-Ausschläge sind hier generell etwas präsenter. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass der Name „Picard“ generell im Zusammenhang mit dem Wort „Star Trek“ eingegeben wird – von seinen Fans der 80er- und 90er-Jahre? Klar, das ist natürlich nur eine fiese Unterstellung, die dünner daherkommt als Patrick Stewarts Sprechstimme seit 2020.


Davon abgesehen sind klare Daten von Streaming-Anbietern nur schwer zu bekommen. Zurückgreifen können wir aber auf die bereits erwähnten Marktdaten-Rausklauber Luminate, insbesondere bei diesem Artikel.

Und hier müssen wir zähne- und pobackenknirschend rauslesen: Starfleet Academy macht sich besser als seine Vorgänger. So hat Academy rund 1/3 mehr Zuschauer als New Worlds oder gar Picard. Was ich PERSÖNLICH nur schwer glauben kann, zum einen durch die eher verhaltene Begeisterung vor der Academy-Premiere und zum anderen ganz besonders im Vergleich zur Vorfreude auf Picard (wir waren ja noch jung und naiv). Es würde mich doch sehr überraschen, dass man auf unsere pickeligen Kadetten mehr gewartet hat als auf unseren glatzigen Kapitän der Herzen.

Stark… *duden aufschlag*… relativiert wird der Akademie-Erfolg auch durch den Vergleich mit anderen Serien. So schauten im selben Zeitraum rund 16,1 Millionen Menschen die erschreckend plumpe Propaganda-Serie der Ölindustrie „Landman“, während es beim Trek-Überflieger ganze 2,1 Millionen waren. Beziehungsweise 2,5 Millionen laut MoviePilot mit der eigentlich selben Quelle. Hust.


Die aktuellen Nielsen-Ratings (12. bis 18. Januar 2026) gleichen dagegen schon einer Vermisstenanzeige:

Wir haben doch keine Zeit! Diese Statistik listet Serien in geglotzten Millionen von Minuten auf. Was trotzdem nicht sehr beeindruckend ist, da müssten ihr mal Kollege Klaps Pornhub-History sehen! Oder… äh… besser nicht. *schauder*

Rausnehmen müsste man eeeeeigentlich auch UNSERE geschauten Zwangsminuten, also 2 x 60 Minuten pro Folge, haben wir ja bestimmt nicht zum Vergnügen gemacht. Und vielleicht auch die ganzen Rentner, die während „Agatha Christie’s Seven Dials“ und „Landman“ den Löffel abgegeben haben und auf deren TVs dann einfach Academy weiterlief. Soooo nicht, Paramount!


Fazit: Mit unserem geliebten Trek geht auch es auch weiterhin bergab, aber nicht so kurz und schmerzlos wie damals bei Captain Kirk. UND ganz bestimmt wird es nicht von einem Spock und seinen Raketenstiefeln gerettet.
Natürlich, einigen gefällt der neue Trek auch weiterhin. Gerne, ist ja nicht verboten. Was ich selber nur völlig unverständlich finde. *enttäuscht auf selbstgezimmertes foltergerät zeig*

Aber zählen wir einfach mal die reinen „Augen auf Star Trek“, wird der Puls langsam schwächer. Und mal ehrlich, großartig ANDERS wird es unter der Führrrung von Alex Kurtzman wohl nicht mehr. Klar, „Section 31“ war ein gelungenes Experiment, welches— *prust* — nee, hab nur Spaß gemacht. EINER muss es ja.

Doch es wird wohl einfach Zeit für einen ordentlichen Personalwechsel. Nein, Firmenwechsel! Kein Kurtzman! Kein Skydance! Um Paramount werden wir nicht herumkommen, aber wenn Alex den Wert des Franchise noch weiter runterprügelt, dann könnte sich vielleicht ja DOCH ein ganz neuer Macher einkaufen. Kein Witz, mittlerweile würde ich sogar Disney vorziehen, wenn sogar eine Spock-Actionfigur mehr Quoten als Academy reinholt. Und man kann sagen, was man will, aber den STIL von Star Wars hat das Maushaus schon sehr konsequent durchgehalten.

Beim Trek hat man diesen wohl aus Versehen verschluckt. (Haaar, Insider!)


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BS

Artikel

von Sparkiller am 15.02.26 in Star Trek

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Kommentare (33)

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  1. G.G.Hoffmann sagt:

    Da ich nach wie vor dem altmodischen Gedanken anhänge, dass TV-Produzenten mit ihren Produkten Geld verdienen möchten, ist mir nach wie vor ein Rätsel, wie die – vergleichsweise – schwachen Quoten von Kurtzman-Trek in den vergangenen fast neun Jahren mit dem Budget für die rund 150 bereits abgedrehten Episoden der Realserien korrespondieren. Die Produktionskosten sollen ja bereits bei DSC rund 8 Millionen Dollar pro Episode betragen haben und inzwischen auf rund 10 Millionen Dollar pro Folge gestiegen sein. Rechnen wir durchschnittlich einmal mit 9 Mio. Dollar, hätte man – nur an Produktionskosten – in 9 Jahren über 1,3 Mrd. Dollar investiert. Von dem ganzen Tätärä drumherum (Events, Werbung, etc.) einmal abgesehen.

    Wahrscheinlich fehlt es mir einfach an betriebswirtschaflichen und steuerrechtlichen Kenntnissen, um zu begreifen, wie man solches Summen durch Streaming-Abos, TV-Lizenzen und DVD/Blu-ray-Verkäufe, etc., wieder einspielt und auch noch Gewinn macht, wenn das Zuschauerinteresse eher gering ist und man die Serien selbst Nischensendern wie Tele5 und Pluto TV wie sauer Bier anbieten muss („Biiiitte… 59,- Euro Sendelizenz pro Folge ist doch nicht zu viel!!“).

    Dies alles vor dem Hintergrund, dass Paramount/CBS sich seit über 10 Jahren weigern, DS9 und VOY in HD zu veröffentlichen, weil das ja genauso viel kosten könnte wie vier Folgen NuTrek und sich angeblich nie wieder amortisiert.

  2. JP57 sagt:

    Danke für die Fleißarbeit.

  3. Serienfan sagt:

    Ich stimme Sparkiller zu, wobei ich seinen Beitrag nicht gelesen habe. Aber er wird schon mit allem Recht haben.

    „Ois hod amoi a End“ meinte Meister Eder, als 1973 der Pumuckl im letzten Original-Radiohörspiel endgültig aufs Meer zurück ging und der Meister Eder allein nach München heimkehrte.

    Für den Kinofilm von den „Dungeon & Dragons“-Machern sehe ich auch keine Erfolgs-Chancen. Ich wüsste auch wirklich nicht, was „Star Trek“ im Kino jetzt noch ausprobieren sollte, um den erhofften berühmten „Mainstream“-Erfolg zu haben.

    Die alten Männer aus Korsika haben keine Lust mehr, sich etwas anzusehen, dafür kommentieren sie aber den ganzen Tag Dinge, von denen sie nur entfernt was aufgeschnappt haben. Vom Hate-Watch zur Hate-Ignoranz. Ist letztlich auch nur die nächste Stufe einer breiten, gesellschaftlichen Abwärts-Spirale. Andere Franchises wie „Herr der Ringe“, „Star Wars“ oder „The Witcher“ haben’s da auch nicht besser.

    Noch mehr enttäuschen mich aber aktuell die wenigen Fürsprecher der Serie, von denen leider gar nichts kommt. Entweder schweigen sie, oder sie zählen Easter-Eggs auf, oder sie lassen sich mit idiotischen Aussagen wie „Star Trek war schon immer woke“ (Spoiler: Nein, war es nicht, war es NIE) aufs Glatteisen führen.

    Aber wie gesagt: es ist eh egal. Die Unterhaltung der Zukunft wird auf TikTok laufen und zu 99% von irgendeiner K.I. kommen.

    Das Jahr 2030 werden fast alle alten Franchises nicht mehr erleben. Einschließlich der Zukunftia-Seite, deren Klickzahlen sicher auch ihren Zenit überschritten haben dürften.

  4. Calvero sagt:

    Ich gehe mal davon aus, dass die beiden Zukunftia genauso wenig wegen irgendwelcher Klickzahlen machen, wie du deine Derrick-Videos? Ist halt ein kleines feines Hobby, das die Seele streichelt.

    PS: Erinnert sich eigentlich jemand an den 1. Versuch? https://www.gog.com/de/game/star_trek_starfleet_academy

    • Serienfan sagt:

      Ich bezweifle ein wenig, ob Klapo und Sparkiller nach dem Ende von „Star Trek“ auf „Derrick“-Reviews umschwenken werden, auch wenn es vielleicht ihre gemarterten Seele „streicheln“ würde.

      Zwischen der dritten SNW-Staffel und den aktuellen Folgen herrschte auf Zukunftia jedenfalls schon eine arge Funkstille. Alle anderen Franchises wurden auf Zukunftia längst aufgegeben. Kein „Doctor Who“, kein „Pluribus“, kein „Marvel“, kein „Star Wars“… Nur noch das todgeweihte „Star Trek“.

      Antworten
    • Agentbauer sagt:

      P.S. Das Spiel war insgesamt erstaunlich gut, und es gab sogar die echten TOS Kirk, Chekov und Sulu.
      Über eine Starfleet Academy Serie in dem Stil hätte ich mich sehr gefreut, das Spiel wurde auch von Fans für Fans gemacht. Zumindest kommt es mir so vor.

      Antworten
    • Kazaril sagt:

      @Serienfan: For all Mankind wurde auch nie besprochen, was schade ist.

      Antworten
    • Kazaril sagt:

      @Serienfan: Jammer’s Reviews finde ich bislang richtig fair wenn es um Reviews geht.

      Antworten
    • false frank operation sagt:

      …wo bleiben eigentlich die fehlenden 10 besten Sci-Fi-Filme der 2000er?
      (Oder waren es die zehn Schlechtesten??)

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      @ Kazaril

      Stimmt! Ich hatte keine Ahnung, dass es „Jammer’s Reviews“ noch gibt!

      Und die Kommentare… WOW! Nicht nur, dass sie von Leuten stammen, die es offenbar geschafft haben, 60 Minuten ihres Lebens dem zu widmen, wovon sie noch immer glauben, Fan zu sein, es gibt sogar ein paar intelligente Anmerkungen!

      Antworten
    • Kazaril sagt:

      Bei Jammer’s Review lese ich richtig gerne die Kommentare. Da lieben Personen wirklich eine Sache und sehen sowohl das Positive als auch das Negative und formulieren es in langen Kommentaren aus.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Auch wenn ich immer Jammers-Kommentarbereich das vereinzelte Gejammer über die „Sexszene“ (!!!) in der aktuellen Folge schon amüsant finde.

      Wenn das eine Sexszene war, dann war „Der Denver-Clan“ ein Hardcore-Porno.

      Antworten
    • Marlie sagt:

      Schade, dass hier anscheinend außer diesem Sparkiller niemand etwas zur Symbolik dieser tollen Szene geschrieben hat.

      Antworten
    • frank sagt:

      @Marlie

      wozu? es gab dem, was dieser Sparkiller schrieb, doch nichts hinzuzufügen…

      außer vielleicht, daß deiner logik folgend fortan jeder vergwaltiger sich mit ‚ich habe ihr doch nur ein angebot der intimität gemacht‘ erfolgreich wird verteidigen können…

      Antworten
  5. G.G.Hoffmann sagt:

    Immerhin sind die Derrick-Videos meist beliebter als die Star-Trek-Besprechungen, die früher unter dem Motto „Guck ich nicht, ist aber trotzdem scheiße“ und heute mit dem neuen Wahlspruch „Wer NuTrek nicht schaut, ist kein echter Fan“ präsentiert werden.

  6. BergH60 sagt:

    tach auch !
    Da ich nach wie vor dem altmodischen Gedanken anhänge, dass TV-Produzenten mit ihren Produkten Geld verdienen möchten, ist mir nach wie vor ein Rätsel, wie die – vergleichsweise – schwachen Quoten von Kurtzman-Trek in den vergangenen fast neun Jahren mit dem Budget für die rund 150 bereits abgedrehten Episoden der Realserien korrespondieren.

    Ich verstehe es auch nicht. Kurtzman muss doch Fotos von den Geldgebern haben,oder ungeschwärzte Seiten
    der Epstein Files.
    Anders kann ich mir deren Treue zu einem recht erfolglosen ShowRunner nicht erklären.

    Das mit dem KI generierten Kontent lässt mich echt schaudern und auf Alpträume warten.
    (Danke dafür)

    Ansonsten danke für die erhellenden Statistiken und Kurven.

    Gruß BergH

    • Serienfan sagt:

      „ist mir nach wie vor ein Rätsel“

      Weil Du, so wie Sparkiller, als Blinder im Nebel stocherst und von der Farbe redest.

      Es erinnert mich an „Die totale Erinnerung“, als Michael Ironside zu seinem Chef sagt „ich dachte…“, und der Chef explodiert: „Wer hat Ihnen gesagt zu denken? Sie haben gar nicht genug Informationen, dass es sich für Sie lohnt zu denken!“

      Das gilt für uns. Wir haben nicht genug Informationen.

      Anders als andere Franchises hat „Star Trek“ offenbar eine noch recht gut funktionierende Verwertungskette. Kurz nach der Exklusivität auf Paramount+ kann man die Serien auf iTunes und Prime zum Download kaufen. Kurz darauf sind sie auf Blu-ray erhältlich.

      Und nachdem Tele5 nun sämtliche „Discovery“-Folgen gezeigt hat, läuft nun künftig im Free-TV „Star Trek: Strange New Worlds“. Die Quoten sind scheißegal, Tele5 wird wissen, was es tut. Fakt ist, dass dies permanent Einnahmen für Paramount generiert.

      Nur auf die Abos von Paramount+ zu gaffen, ist Blödsinn. Genauso wie es albern ist, heute noch über die angeblich schwachen Kinoeinnahmen von „Star Trek V“ zu labern. Inzwischen hat dieser Film sicher Milliarden eingespielt, Shatner meinte sogar, alle Classic-Filme lägen inzwischen eh gleich auf.

      Manchmal geht es nur darum, eine Marke am Leben zu erhalten. Die Erstauflage von „Perry Rhodan“ schreibt sicher auch keine schwarzen Zahlen, es geht um das Aufrechterhalten der Marke. Der Milliarden-Deal mit den „South Park“-Machern lag sicher auch nicht daran, dass „South Park“ so viele Abos generiert. „South Park“ schafft es erst recht in keine Top10.

      Fakt ist: Wir wissen nichts. Lego hat BlueBrixx kürzlich bei den „Star Trek“-Rechten überboten. Die Enterprise D von Lego war bereits im November ausverkauft, was angesichts des Weihnachtsgeschäfts zeigt, dass Lego offenbar bei der Produktionshöhe viel zu skeptisch war.

      Den Vertrag mit Kurtzman zu verlängern, wäre für Paramount vermutlich die billigste und am wenigsten aufwendige Lösung. Immerhin hat Kurtzman trotz Pandemie und Streiks immer pünktlich geliefert, und er hat ein Talent dafür, seine Serien teurer aussehen zu lassen als sie sind.

      Insofern könnte Kurtzman vielleicht sogar gar nichts Besseres passieren, als wenn Nu-Trek über die Verwertungsketten ein leichtes Plus generiert, ansonsten aber keine großen Sprünge macht. Das wären regelmäßige Einnahmen, auf die Paramount nicht verzichten will, während für neue Investitionen mit völlig neuen Machern das Geld fehlen dürfte.

      Aber wie gesagt: Wir haben nicht genug Informationen, als dass es sich für uns lohnt zu denken.

      Antworten
    • Kazaril sagt:

      Ich habe mich eh gewundert, dass Google Suchtrends als Quelle herangezogen werden. Die sagen so ziemlich gar nichts wirklich aus und sind, wenn dann nur Momentaufnahmen ohne Relevanz, weil nicht jeder, der die Serien guckt, auch danach sucht. Die Trends hier sind eh nichtmal vollständig. Die Animationsserien werden vollkommen vernachlässigt und alleine dadurch wird dieser Versuch, einen logischen Rückschluss auf die Beliebtheit der Serien zu machen, null und nichtig.

      Antworten
    • Sparkiller sagt:

      „weil nicht jeder, der die Serien guckt, auch danach sucht“

      Es wurde das Interesse an den Pilotfolgen durch die größte Suchmaschine der Welt gemessen.

      Dann kann ich z.B. auch Wahlumfragen als Quelle für unzulässig erklären, weil darin ja nicht JEDER Wähler gefragt wurde.

      Habe aber auch mal Lower Decks und Prodigy hinzugefügt, weil ohne ja alle anderen Werte (warum auch immer) null und nichtig wären („Du hast die Partei der Verjüngungsforschung vergessen!“):

      – Star Trek Discovery (2017): 100
      – Star Trek Picard (2020): 60
      – Star Trek Lower Decks (2020): 11
      – Star Trek Prodigy (2021): 4
      – Star Trek Strange New Worlds (2022): 41
      – Starfleet Academy (2026): 31

      Diese Top-Werte lassen mich jetzt natürlich voll schlecht aussehen, hömma.

      Antworten
    • Sternentrekker sagt:

      Ich vermute, dass dort Investoren mit sehr tiefen Taschen mitspielen, die einfach ihre Ideologie in der Serie sehen wollen und darauf scheißen, ob das Gewinn macht. Grob gedacht, aber wer sich etwas über ESG informiert, könnte das annehmen. Oder: Eine vergleichsweise „gute“ Serie wie Lower Decks und die Nostalgie-Fake-Serie Picard. Die dritte Staffel wurde sogar von kritischen Influenzern gefeiert, die sonst kein gutes Haar an NuTrek lassen wegen viel banalerer Gründe. Vermutlich floss auch da Geld oder die Nostalgiemasche wirkt immer noch. Da fand ich ja Staffel 1 und 2 noch origineller. Ich habe es ja auch geguckt, umsonst natürlich, hab mich auch von der Nostalgie ködern lassen. SNW schafft manchmal den Spagat zwischen annehmbar und fürchterlich. Academy ist aber nur fürchterlich, mit Ansage. Das ist absichtlich scheisse, kann mir keiner erzählen, dass da jemand drüberschaut und das so absegnet.

      Naja, bestimmt nur eine Verschwörungstheorie. Vielleicht ist es ja alles erstklassige Unterhaltung und ich verstehe es nur nicht. Pah.

      Antworten
    • JP57 sagt:

      @Sternentrekker: „Ich vermute, dass dort Investoren mit sehr tiefen Taschen mitspielen, die einfach ihre Ideologie in der Serie sehen wollen und darauf scheißen, ob das Gewinn macht.“

      Du weißt aber schon, dass David Ellison inzwischen CEO des Unternehmens ist, zu dem Paramount gehört.
      Und dass dieser Ellison seit dem Wahlsieg Trumps diesem in den Hintern kriecht und z.B. zugesagt hat, DEI-Programme im Unternehmen zu kürzen?

      Deine Vermutung ist deshalb absurd.

      Ich persönlich fand aber eh noch nie, dass Kurtzman irgendeine Ideologie versucht zu propagieren. Dafür hat er zu wenig Hirn und handwerkliches Geschick.

      PS: Ich wurde vor Abschicken des Kommentars gerade wieder gefragt, ob ich ein Mensch sei. Ich finde, dass gerade eine Seite wie Zukunftia woke genug sein sollte, um hier auch Aliens, Hologramme, Androiden oder sonstige Lebensformen mit Bewusstsein zu tolerieren!

      Antworten
  7. Kazaril sagt:

    Ich frag mich ja, warum es mit Star Trek angeblich bergab geht trotz des vielen Contents? Ich denke, dass es daran liegt, dass so gut wie niemand mehr positive Dinge in den Serien finden möchte, diese positiven Dinge sind vorhanden, werden aber konsequent übersehen, weil eben Kurtzman draufsteht. Zwanghaft wird versucht, alles schlecht zu reden und später wird man sich dann wundern, warum kein Star Trek Content mehr kommt, es wurde eine angeblich vorhandene Schlechtigkeit herbeigeredet, die den Serien nicht gerecht wird und dadurch wird Star Trek gerade in den Untergang geredet. Selten habe ich so viel unnötigen Hass in einem Fandom gesehen und ich war in den tiefsten Tiefen des Star Trek Fandoms unterwegs als die Sequels eingeschlagen sind.

    Woran ich festmache, dass Star Trek unter Kurtzman nicht so schlecht laufen kann, wie gerne angenommen: Star Trek Strange New Worlds Staffel 3 kriegt eine 4k Bluray, das kriegen nicht viele Serien oder Filme heutzutage.

    • Sternentrekker sagt:

      SNW hat am Anfang wenigstens so getan, als wolle es normales Trek sein. Wurde nur später völlig uninteressant, weil es wieder irgendwelche „Experimente“ machen wollte und die Dekonstruktion von Spock verzeihe ich nicht. Mit richtigen Sets statt Unreal-3-Engine-Bloom-Flare-1.2er-Bokeh-LED-Gaymingrechner-Optik und mehr Fokus auf sprachlich höheren Stil und gute Dialoge hätte es zumindest Wiedersehwert.
      Aber so: Für mich kein Kanon. Ich fühle mich da einfach nicht zuhause, alles in dieser sterilen Augenkrebs-Umgebung, das Crewgefühl kommt nur marginal auf, weil jeder mit seinem scheiss Trauma und Dauerproblemen, keine Hierarchie, keine militärische Disziplin, Zoomerslang. Und Käptn Frisur ist eigentlich gar nicht richtig anwesend, das Sagen haben die verzogenen Gören. Und was die aus meiner hübschen Uhura gemacht haben … naja, paar Mädels sind ganz passabel, mit der Fernandez oder wie auch immer sie hieß, würde ich auch einen saufen. Die sind da ja immer besoffen, würde die Mädeld so abfüllen und dann kommt sicher ein guter Lesbenporno zustande.

      Aber die Dateien der Serie habe ich längst gelöscht, sowas muss nicht in mein Archiv und schon gar nicht auf Blu-Ray hier rumstehen – würde meine Sammlung eher degradieren.

      Natürlich gab es auch beim richtigen ST schlechte Folgen – aber das war dann eher Geschmacksache, keine absichtliche kulturmarxistische Schlamperei um irgendwas zu beweisen. Und dann eine Folge von vielen.
      Ich frage mich echt, wo das Geld hingeht, in Production Value wohl nicht.
      Star Wars kriegt von Disney immerhin den amtlichen Star Wars Look.

      Antworten
  8. 20thcenturyman sagt:

    Ich reviewe gerade Voyager und muß feststellen, dass es da unglaublich dämliche Folgen gab.Wirklich grauenvoll.Aber auch herausragende. Letztere fehlen in den neuen Serien. Bei ihnen werden dieselben erzählerischen Tiefen erreicht, die Höhen leider nicht
    Da konnte Jeri Ryan auch nichts mehr herausreißen.

  9. bergh60 sagt:

    tach auch !

    Kannst Du das oben mal in Deutsch übersetzen?
    (So schreibe ich mit 3 Glass Rotwein.)

    Aber zugegeben Jerri Ryan war und ist mehr, als ihre Schönheit.

    Gruß BergH

    • Skapo sagt:

      Glaub ich gern, obwohl bei Voyager ihre Oberweite schon sehr in Szene gesetzt wurde. Mit ihrer Uniform(?) oder was das für eine „Spezialkleidung“ hätte sein sollen? Warum keine normale Sternenflotten Uniform? Hatten die Maquis-Leute ja auch. Oder irre ich mich da?
      Jedenfalls: Ein Schelm, wer böses dabei denkt… ;-)

      Antworten
    • Agentbauer sagt:

      Der Doktor sagt, Seven musste das wegen ihrer Borgvergangenheit tragen. Und wenn der Doktor in seiner unglaublichen Brillianz das sagt, muss es stimmen….
      Dass es pubertierenden Jungs auch gefallen hat, war Zufall.

      Antworten
    • DasNarf sagt:

      Mir hat es nie gefallen, anscheinend habe ich die Pubertät übersprungen. Das war zu plump und offensichtlich auf „Sex sells“ gebürstet.

      Dabei hatte sie das gar nicht nötig, Madame Ryan gehörte zum professionelleren Teil des Casts und auch ohne den Pornofummel hätte sie gut ausgesehen.

      Antworten
    • Skapo sagt:

      Mir war das ehrlichweise auch „zu viel“. Glaub sogar, das sie in einer Sternenflottenuniform sogar noch besser ausgesehen hätte. War bei Troi ja auch so. Zumindest meiner Meinung nach…

      Aber mein „Crush“ (sagen das die jungen Leute noch so?) war ohnehin eher Major Kira… was auch immer das über mich aussagt ;-)

      Antworten
  10. Michel sagt:

    Bei ihrem Outfit war vollkommen klar, welche Zuschauergruppe damit angesprochen werden sollte (exakt derselbe „Kniff“ mit T‘Pol in „Enterprise“). Neben diesem ärgerlich durchschaubaren Eye Candy haben beide Figuren (sic!) aber glücklicherweise häufig für gute Geschichten gesorgt, weil Autoren und die Darstellerinnen tatsächlich was drauf hatten.

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