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Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.09- „All Those Who Wander“

, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.09- „All Those Who Wander“

Zuerst muss ich euch sagen, dass Kollege Sparkiller sich für dieses Wochenende entschuldigt. Es gibt diesmal keinen Meinungskasten von ihm. Er meint, dass er keinen Bock auf „oberflächliche, emotional manipulative Science Fiction“ habe. Das habe ich ihm dann durchgehen lassen, aber gefragt, ob er wenigstens „Strange New Worlds“ reviewen wolle. Aber er meinte, dass das fast „genauso schlimm wie Orville“ sei. Kann man nix machen. Da muss ich mir eben alleine den Facehugger-Facepalm verpassen.


Inhalt: Uhura, La’An, Pike, Spock und ein paar unwichtige Männer wollen ein abgestürztes Schiff untersuchen. Doch leider haben sich die Überlebenden in einer Art Zigeunersoße gewälzt und alle Gliedmaßen abgeworfen. (Ich weiß echt nicht, warum man sie „Überlebende“ nennt) Doch durch ausgiebiges Schleichen und Flüstern kann man vielleicht einige davon retten. Leider beginnt aber sofort der „Alien“-Filmabend mit den Teilen 1 bis 3, weswegen alle bleiben müssen. Nämlich bis zum „Predator“-Filmabend.


Okay. Horrorepisode mit Space-Monstern. Klassische Star-Trek-Stärken. Endlich zurück zu den Wurzeln – von einem ganz anderen Franchise…?

Egal! Verderben. Blut. Verzweiflung… Das lasse ich mir nicht zweimal sagen! (*Doom 3 und Quake 4 mal wieder installier*)

Bevor ich loszocke, hier meine Eindrücke:

– Na, das geht ja gut los… Uhura lustwandelt im Zeitraffer durch die Kantine und faselt von „Hopes“ und „Dreams“. Die ja bekanntlich wichtig sind, nachdem die Eltern besoffen mit dem Shuttle vor die Kastanie gedonnert sind. Bei so was erwarte ich inzwischen fast die Brückenmeldung: „Captain, wir detektieren ein riesiges Poesiealbum in Sektor 3!“

, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.09- „All Those Who Wander“

„Uhura, Sie dürfen demnächst das Schiff verlassen, freuen Sie sich?“ – „Ich weiß nicht. Muss mein Ersatzmann denn wirklich auf einer Sänfte reingetragen werden, während ihm Weintrauben aus einem Replikator in den Mund rollen?“ – Identifikationspolitik statt Personalausweis: Diese Gespräche haben wir jetzt schon hunderte Male erlebt. Und jedes verdammte Mal will ich Amnasty International anrufen, weil es so dramatisch ist. („Ja, eine Frau! Unglücklich! Wenn ich es Ihnen doch sage!!“)

– Und obwohl der Captain in jeder freien Minute seine Crew lobt und von „Familie“ und „Wer muss heute den Opa wickeln?“ schwafelt, bekommt die Serie es nicht hin, einen glaubwürdigen Ton zu treffen. Die wollen mir doch z.B. nicht einreden, dass Uhura unsere(!) Erika(!) nach all der Zeit mit „Darf ich offen sprechen, Sir?“ anspricht!
Wir sollten diesen anrasierten Sprüchegenerator eh nicht zu sehr vermenschlichen…

– Sie tun es wieder… Als der leicht dickliche, männliche Kadett vor(!) Uhura befördert wurde, war mir klar, dass dies nicht gut für seine Gesundheit sein würde. Und auch nicht für seine Intelligenz. Oder seine Manieren. Und das schon so 20-30 Jahre vorher, bei seiner Geburt…? Ist das schon so eine Art von Zeitreise? Oder gibt es so eine Art rückwirkenden Quanten-Effekt beim Treffen mit „starken Frauen“?

– Die Effekte lassen nach. So sah das abgestürzte Schiff in manchen Einstellungen wieder wie ein Photoshop-JPEG aus, auf das man mit einem grauen Pinsel drübergestrichen hat (weil: Schatten). Wo ist das tolle, im Schnee landende Shuttle aus Episode 1 hin? Hatte es keine großen Brüder, Schnief?

– Die Folge hatte mich schon verloren, als klar war, dass man eine Horrorepisode auf einem dunklen Schiff sehen würde. Auf welche Weise sollte Kurtzmans Truppe mich bei so einem abgedroschen Thema überraschen können? Mit der innovativen Art, mit der man die Taschenlampen rumschwenkt? Aber okay, vielleicht sollte man vorher die Anzahl an Schleusen raten, die man überbrücken, gewaltsam öffnen oder ratlos anstarren muss.

– Die Mannschaft ist also mutmaßlich „infiziert mit Gorn-Eiern“? Da habe ich mich kurz an meiner Milch verschluckt und kaputt gelacht. Zum Glück konnte Kollege Sparkiller mich danach reparieren.

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„Oh Gott, so viel rennen! Warum muss beim Drehbuch-Klauen eigentlich immer jeder Fotokopierer im Gebäude ausfallen?“ – Laufkundschaft: Seht ihr das Alien im Bild? Nein? Kein Wunder, ICH verdränge es auch…

– Nachdem man das Kind namens Newt gefunden hat, muss die Crew (also die Film-Crew von Kurtzman) erst mal die 80er-Jahre-Screenshots im Autorenraum aufhängen.
Danach findet man dann auch das Newt-Äquivalent dieser Episode.

– Weil das noch nicht (ent)spannend genug ist, plaudern die Crewmitglieder erst mal GAR NICHT mit dem gefundenen Kind, sondern beginnen sofort ihre Selbst- und Fremdtherapie. Da kennt der vibrierende Alarm des Fitness-Armbands kein Erbarmen:

„Der Kollege Duke, der hört oft nicht richtig zu.“ (Bei den Doof-Dialogen unter „Selbstschutz“ abzuheften?)
„Spock, ein bisschen Madness würde Ihnen auch mal guttun.“ (Immer gut, wenn junge Frauen einem Alien spontan ausgedachte Gefühlsdefizite ausreden.)
„Hemmer, ich würde Sie demnächst vermissen, wenn ich gehen würde – was noch nicht klar ist.“ (Und ICH würde dieser Serie vermissen, wenn sie GUT wäre – und endlich endete.)
„Wenn du Freunde willst, musst du Leute an dich heranlassen.“ (Diese Drehbuch-Füchse! Man lernt echt in jeder Episode was über sich selbst!)

Es ist also offiziell: Wir sind im tiefsten Discovery-Sumpf angekommen, wo selbst in der größten Gefahr irgendwer unsicher ist, ob man als zwanzigjährige Frau mit dreißigjähriger Berufserfahrung genug Freunde finden wird, um das Universum zu retten – und rechtzeitig zum Namenstag genug Prosecco im Haus zu haben. Ja, DAS sind diese utopischen Fragen, die schon Stanislav Lem und Philip K. Dick umgetrieben haben! (= „Träumen Androiden von elektrischen Partyeinladungen?“)

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„Sorry, ich habe den Translator gegessen. Daher hat die ‚Alien‘-DVD nur noch polnische Untertitel.“ – Dieser Mann hat einen Fehler gemacht: Er hat sich beim Alien-Bukkake nicht mit geschredderten Picard-Drehbüchern den Mund nachgespült. Dabei weiß doch jeder, dass das innerlich alles abtötet (*auf sich selbst zeig*).

– Der Doctor nennt das fremde Mädchen „meine Tochter“, damit der Zuschauer kapiert, dass er sich gerade fragt, ob das Girl gerade seinen Führerschein in der Weltraumanomalie macht – oder vielleicht schon im dortigen Pflegeheim ist? Sehr plump jedenfalls! Demnächst werden die Figuren sich vermutlich NUR NOCH über Freud’sche Versprecher unterhalten? So eine Art „Seine Arme weit“, nur mit Fickel- und Familien-Themen?

– Spock erschreckt sich, weil Pike plötzlich – nur echt mit „Kladong“-Soundeffekt – an seine Schulter fasst. („Sorry… Hihi, so schreckhaft?“) Krass, wie die das machen! Für all diese Klischees müssen die doch irgendwie einen DIN-A3-Notizzettel am Set gehabt haben? Und wieso witzelt man auf einem Schiff voller Leichen überhaupt rum? Aber vielleicht entdecken gerade alle, dass das den Hormonhaushalt so schön ankurbelt. Was dann auch ALLE Gespräche danach erklären würde. („Überall liegen Arme und Beine und Köpfe… Schnell, man gebe mir einen One-Night-Stand, Lechz!“)

– Die Alien-Schlüpfszene auf der Krankenstation (nebst weiterer Details) ist so dreist geklaut, dass ICH als Autor mich schämen würde. Im Ernst, gehen die stolz nach Hause und sagen sich: „Alien 2, der war ja nicht perfekt. Ridley hatte sich ja nicht verloren, um sich finden zu müssen“?

– Bei dieser Unverschämtheit mag man schon gar nicht mehr fragen, nach WAS dort M’Benga und Chapel eigentlich die (gefühlte) halbe Stunde gescannt/geguckt haben. Ja, es ist klar, dass die Eier im Körper schwer zu finden sind, aber ehrlich, Leute…! Man ahnt es, und es sind sogar äußere Merkmale vorhanden. Das wirkte so professionell wie zwei Augenärzte, die dem Patienten zur Sicherheit zuerst die Hoden abschneiden.

– Die Szenen, in der Duke (Dude?) gekillt wird, hat mich auch nicht überzeugt. Erst wird er von oben angepiekt, dann halb aufgefressen, dann seitlich weggezogen. Angeblich von ZWEI Biestern, die laut Filmlogik wohl zwischen 10 und 20 Zentimeter groß sein müssten. Man sieht nämlich NIX hinter ihm, als er fortgleitet. Aber vielleicht wurde er von Michael J. Fox auf einem Hooverboard weggezogen?

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„Sie müssen durchhalten, Sie haben noch so viel vor sich! Ihren ersten Kuss! Ihre erste Diät! Ihre Anklage wegen Unerlaubt-eine-Sprecherolle-gehabt-haben!“ – Es trifft stets die Besten: Dieser Mann hatte was anderes verdient. So, wie er von der Episode behandelt wird, hätte er ehrwürdig von einem Bolzenschussgerät getötet werden müssen. Mit der Star-Trek-Fanfare.

– Auch bekommt man kein Gefühl für den Raum (Luke, Gang? Andere Nische?). Und warum Spock und Pike aus zwei Metern Entfernung (oder waren es schon zehn?) nix treffen, weiß nur der Klischee-Klabautermann.

– Bevor ich es vergesse: Ja, einzelne Szenen sind okaaay gemacht. Die Musik passt, die Lichtstimmung und auch die Schauspieler (Chapel!) tun ihr bestes. Das Blut klebt perfekt an der Wand und fällt dort nicht runter (Nagel?). Und die Kamera steht schief, wie es sich gehört, während der Müll brav auf dem Boden liegt.

– Aber was würde man sagen, wenn das hier die Pilotfolge einer Horror-Serie wäre, die NICHTS mit Star Trek zu tun hat? ICH jedenfalls hätte bei diesem Lutschbonbon aus alten Styroporkugeln schon viel früher aufgegeben. Wer das hier gut bewertet, muss sich also fragen lassen, ob man sich hier von Chapels und Pikes schönen Brüsten hat blenden lassen. („So ungewohnt für eine Trek-Folge! Toll! Normalerweise ist nämlich nur 50% der Handlung geklaut…“)

– Äh, doofe Frage… Warum sehen die heranwachsenden Gorn so komplett anders aus als die, die wir bereits kennen? Klar, das Aussehen kann sich noch stark ändern, aber irgendwie hatte ich die Gorn eher als arthritische Hüft-Steiflinge im Kopf. Nicht als wild rumspringende Resident-Evil-Hunde mit Echsen-Skin.

– Muss das sein? Kirk motzt Spock an, weil der nicht genug um das tote Weißbrot trauert? Bei Pille hatte das wenigstens Stil und passte zur Situation. Hier hingegen muss man an Teenie-Slasher denken, wo die blonde Barbie sich drüber beschwert, dass die anderen im Alarmzustand nicht so rhythmisch bumsen können.

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„Schnell, denk an ihre einzige Schwäche!“ – „Ja, aber ich habe keine Penispumpe dabei!!“ – Captain, wir brauchen zwei frische Reißverschlüsse: An irgendwas erinnert mich dieses Bild… Gab es nicht in „Austin Powers“ eine ähnliche Szene?

– Der Schluss mit den sich schließenden Türen und dem Weglocken ist übrigens an „Alien 3“ angelehnt. Nur für den Fall, dass jemand hier die 50 Internet-Videos verpasst hat, die bis zum Erscheinen meines Reviews kursieren werden. Major Grin, übernehmen Sie!

– Spock muss echt den Ärger in sich aktiv ZULASSEN („Mein Rückblick zu deinem Rückblick. Die Gedanken sind frei, keiner kann sie erraten… Oooohm.“), nur um ein Alien aus der Ecke zu locken? Hat der Mann jetzt auch eine Renn- und Schrei-Behinderung?

– Auf die „Predator“-Falschfarben-Sicht (oder auch „Terminator“) hätte ich eeecht verzichtet. Aber okay, wenn einem nix mehr einfällt, was man mopsen kann, nachdem einem nix einfiel… Was hätten die Autoren auch sonst nehmen sollen? Etwa andere Farben oder Geruchsmoleküle und Schallwellen, die da rumschweben? – Nein, das wäre zu crazy und hätte Beschwerde-Postkarten bei CBS bedeutet.

, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.09- „All Those Who Wander“

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht. Aber dieses Bild würde ich im Kunstmuseum gerne aufhängen. Es steht sinnbildlich für die gesamte erste Staffel dieser Serie!

– Sie lassen Hemmer sterben. Sie lassen Hemmer sterben.
Sterben!
Das ist das dümmste, was die Serie sich bisher erlaubt hat – auch wenn sein Holo-Zwilling ihn sicher bald ersetzen wird. Oder er sonstwie den „Culber macht“.

, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.09- „All Those Who Wander“

„Ich werde sterben, es gibt keinen anderen Weg.“ – „Hemmer! Wir könnten Sie im Transporterpuffer aufbewahren, bis wir ein Heilmittel finden!“ – „Seien Sie nicht albern. Das nächste allmächtige Weltraumgehirn ist ganze 0,5 Lichtjahre entfernt!“ – Verwerfung in eigener Sache: Hemmer wird gleich springen. Aber das ist okay. Denn eine 19-jährige Kolumbianerin mit „Kann ich gut Kochen?“-Selbstwertproblem kann ihn ersetzen.

– Nicht nur, dass er sich mit einem Vulkanier-Gruß verabschiedet (Spock und er haben ja auch oft genug zusammen Dart gespielt und in Quarks Bar gesessen?) und es so überflüssig wie kitschig wirkte, nein! Man nimmt der Serie ohne Not die diverseste und interessanteste Figur.
Blöd nur, dass man mit solchen Leuten nix anfangen kann, wenn’s mal wirklich hart auf fresh kommt.

(Andererseits war der schon seeehr männlich und weiß. Da muss man schon RICHTIG blind sein, um das auszugleichen. Wie hat der noch mal jede Konsole – auch auf fremden Schiffen – bedienen können? Per Pieps-Geräusch-Bingo?)

– Immerhin sagte er Uhura noch mal vor dem Todessprung, dass sie sich „öffnen muss“.
Perverses Schwein, das.


Am Ende dieser Folge bleibt nur Kopfschütteln. Nie zuvor hat man es gewagt, so dreist zu kopieren. Und das sogar noch in einer unpassenden Mischung aus Body-Horror und schmalziger Selbstfindung. Motto: Jeder darf mal ausrasten und in Existenzkrisen verfallen, solange man sich gegenseitig die Flöhe vom Fell sammelt. – Affig!

, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.09- „All Those Who Wander“

„Und was machen wir jetzt?“ – „Also ich gehe nirgendwohin, solange dieser grünblütige Teufel nicht eine Emotion zeigt. Uuund einen Kartentrick!“ – Dorfdeppentreff sucht Dorf: Das alles zieht sich wieder unangenehm in die Länge. Da sind die vier Gorn ja bald erwachsen? Ja, hinter der Tür habe ich sie bereits über ihre Pflegeversicherung sprechen gehört!

Was kommt als nächstes? Spock und Uhura wollen heiraten, aber ein Predator-Wesen hält das Schiff auf Trab? Captain Pike verwandelt sich nach einem Transporterunfall in eine Fliege, während Uhura entdeckt, dass sie Frauen nicht nur sexuell rattengeil findet?

Geht man mal eine Sekunde weg von dem Gedanken, dass sie hier „mal was ausprobieren“ wollten, brummt einem der Schädel, wie unselbstständig und führerlos das Franchise geworden ist. Zwei, drei Folgen strengte man sich an, damit danach alle Dämme brechen und Herr Hanswurst und Kollege Kackstiefel irgendwelche Drehbücher verfassen können, die bei der Qualitätskontrolle unglücklich am Mülleimerdeckel hängen geblieben sind.

Zumal sich das alles wieder unangenehm zieht. Warum über 50 Minuten verballern, wenn man nur Stoff für 30 hat? Das macht 0 Sinn! Man kann sich dann ja gerne in der Mitte treffen (15?) und gut ist’s!

Ich finde die ganzen Tropes, Hommagen und Klischees auch nicht unterhaltsam. Egal, ob Spock geschockt einen klappernden Deckel betrachtet und danach von Pike gekitzelt wird („Buhaaa! Kleiner Emotions-Check!“), der übliche Latten-Sepp nicht mal DREI normale Sätze sagen darf, bevor er stirbt („Ich möchte nicht sterben, Captain… WAAAH, ich sterbe-sterbe-poberbe!!“) oder Kinderdarsteller, hübsche Aliens und Set-Ideen vollkommen verschenkt wirken: All das kann ich auch nicht mehr unter „War doch unterhaltsam, Klapo!“ abheften.

, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.09- „All Those Who Wander“

„Oooh, hat das ganze Monstergedöns meinen armen Spock verschreckt?“ – „Ja, Schnief. Wie stecken SIE das eigentlich so gut weg?“ – „Ich fasse seit 3 Wochen immer unbemerkt an deinen Penis, wenn ich nervös bin.“ – Emotion für’n Hohn: Spock hat Angst, dass seine dunkle Seite an ihm haften bleibt! Aber dann findet er die Waschmaschine für seine dreckigen Unterhosen… und alles ist gut.

Nein, so etwas macht mich wütend. Vor allem, wenn am Ende so schnarchnasige „Charaktermomente“ reingeschrieben werden, bei denen Spock sich nur in Chapels Armen wieder beruhigt (wäre doch toll gewesen, wenn das NICHT geschieht?) und Hemmer sich gefühlt extrem auf seine Abschiedsrede gefreut hat.

Weswegen man bei seinem Runterstürzen fast das Rumflattern des ausgedruckten Redescripts erwartet.


Fazit:

Wenn man sich dieses „Werk“ schönreden will, kann man das sicherlich schaffen.

Es genügt, irgendwelche Haken auf die Horror-Liste zu setzen. („Im Dunkeln sieht man nix – super gemacht!“)

Aber hier liegt sooo wenig Eigenleistung vor und so viel Missachtung der Trek-Wurzeln, dass man im unteren Bereich der Wertungsskala fast die Minus-Sterne auspacken will. Direkt aus dem Bauchgefühl.

Nein, das sind keine Gorn, La’An ist nicht Sigourney Weaver – und die ewigen Gespräche à la „Niemand mag mich, weil ich mich hasse!“ machen es noch schlimmer.

Daher mal zwei Wertungen…

Als SF-Produkt generell und ggf. Hommage:

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

Als eigenständige, zeitgemäße Trek-Episode:

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

Weitersagen!

Artikel

von Klapowski am 01.07.22 in Star Trek: Strange New Worlds

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Kommentare (45)

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  1. Serienfan sagt:

    Eine Einleitung, die einen Orville-Verriss anteasert.

    Ich bin gespannt! :-)

    • Kazairl sagt:

      Bin auch gespannt, ich jedenfalls kann sagen, dass das für mich eine der besten Charakterfolgen der Serie war und weder oberflächlich noch manipulativ.

      Antworten
  2. CaptainTomahawk sagt:

    Lacht nicht mehr über mich, aber muss mich hier als Alien-Nichtkenner outen und fand die Episode daher unterhaltsam. Bis gerade.

    • Klapowski sagt:

      Ich lache nicht, finde es aber … interessant.

      Noch nie einen anderen SF-Space-Horror gesehen? „Sunshine“, das furchtbare „Nightflyers“ oder diese ganzen Billig-Filme à la „Cargo“ (Schweiz, 2009)? Oder die Orville-Episode kürzlich?

      Zumal mich echt interessieren würde, was jetzt so spannend war. Stimmung und Horror kam da bei mir nicht auf. Dafür war das Produktionslevel (trotz aller Fortschritte ab ENTERPRISE in 2002-2004) immer noch zu niedrig – und wenn nicht, wird das Ganze ja ständig konterkariert durch „Wenn ich kurz helfe, habt ihr mich dann liiieb?“-Gespräche.

      Antworten
    • Der Mike Der Mike Der Mike sagt:

      Sei froh, wenn Du die genialen Originale kennen würdest,
      wären die Göbbel-Eimer (Plural!!) ähnlich überlaufen wie bei uns.
      Allein die Idee das man Kumbaja-Gesprächszirkel
      auf einem fremden Planeten abhält,
      der tote zerstückelte Kameraden,
      in einem blutverschmierten Raumschiff,
      mit schockstarren Überlebenden,
      und mehreren Alien-Monstern beinhaltet,
      ist realitätsfremder als die letzte Zahl von π (PI) nennen zu wollen.

      Antworten
    • CaptainTomahawk sagt:

      Tatsächlich, habe ich so „Space-Horror“ oder sogar allgemein „Horrorfilme“ überhaupt nicht in meinem Kuck-Repertoire. An sich mag ich so Schnetzelei rein um des Schnetzel-Willens halt eher nicht. Daher fand ich die Folge hier halt nicht sooo schlecht (wobei ich ja nicht ganz die Welt der Popkultur ignoriere und das Schlüpfen der Gorns schon eine Gewisse Art des Deja-Vus erzeugte).

      Wobei ich da insofern etwas milde gestimmt bin, dass es heute einfach unendlich schwer ist imho überhaupt noch neue Stoffe zu entwickeln. Spontan, gäbe es eine Geschichte, die Euch einfällt, die es so oder so ähnlich noch nirgendwo anders gibt? Find ich kaum vorstellbar. Eher könnte man vielleicht mal versuchen durch unvorhersehbare Twists eine Folge aufzuwerten. Was aber hier imho auch durch den Tod eines Hauptcrew-Charakters ja passiert ist (sofern es dann auch so bleibt…) – den ich endlich mal etwas symphatischer fand als zu seiner Einführung und direkt entsorgt…

      Auch die (meisten) Charaktermomente in der Folge fand ich jetzt so schlecht nicht. Natürlich sind wir wieder bei einer heulenden Schwarzen angekommen, ja. Und die Trauerrede für Hemmer hätte ich wohl von Cpt. Pike erwartet und nicht von Uhurua, die mal drei Tage mit ihm zusammen Dienst geschoben hat.
      Dennoch wirkte es irgendwie von der Chemie her und von Crew-Teamwork glaubhafter wie das Allermeiste was man uns bislang so im NuTrek serviert hat.

      Also ja, ich bleib dabei, die Folge hatte für mich einen guten Unterhaltungswert.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      „Spontan, gäbe es eine Geschichte, die Euch einfällt, die es so oder so ähnlich noch nirgendwo anders gibt?“

      Finde dieses Argument nachvollziehbar – aber IMMER schwierig.

      Wirklich neu ist ja nie etwas – was den Autoren aber nicht die Ausrede liefern sollte, GAR NICHT mehr kreativ zu sein. Oder alte Sachen frisch zu mischen.

      Würde man mir den Auftrag geben, Space-Horror in einem abgestürzten Schiff zu schreiben, würde ich dieses „Eier-im-Bauch“- und „Auffress“-Thema eher vermeiden.

      – Man könnte die Crew auch nur zombifizieren (so eine Art Wachkoma), damit die Personen instinktiv bei den Eiern rumliegen, damit diese warm bleiben und schlüpfen.
      – Oder die Eier liegen offen rum und die befruchtenden Sporen entstehen im platzenden Gedärm der Opfer.
      – Oder die Infizierten werden zu einer überdimensionalen Milchdrüse, die Nahrung für die Babys produziert.
      – Oder man wird einfach lebendig vorverdaut.

      Wie bei allen Sachen gilt: Wenn man sich nicht 5 Minuten hinsetzt und das Brainstorming beginnt, kommt natürlich nur alter Käse raus.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Captain: „Spontan, gäbe es eine Geschichte, die Euch einfällt, die es so oder so ähnlich noch nirgendwo anders gibt?“

      Schau Dir mal „The Boys“ an … das gabs noch nie.
      Oder Jessica Jones … zumindest Staffel 1 fand ich verflucht innovativ.

      Oder aus einem anderen Genre „Unorthodox“.

      Antworten
    • CaptainTomahawk sagt:

      Oder man wird wie neulich von einem Ding in der Wand angespuckt?
      Wer hat sich an der Stelle denn nicht schon gedacht „na war doch klar“?

      Sicher, so wie Du es beschreibst ist es nicht EXAKT die Szene… Aber Alien schlüpft aus Ei…
      Oder Alien schlüpft… Sind wir nicht schon hier an der Kopie der Story?

      Das meine ich damit. Das andere ist doch auch nur „geringfügige“ Modifikation.

      Ob nun der interstellare Flug „Warp“ oder „Hyperdrive“ heisst… bleibt ein interstellarer Flug.

      Antworten
    • CaptainTomahawk sagt:

      Hä? The Boys gabs noch nie?
      Normalos die gegen Superhelden aka Mutanten sind gab es noch nie?
      Hust, X-Men, hust.
      Das neue hier ist, es kommt arg viel Splatter drin vor, wo noch Verletzungen, die Wolverine verpasst, wie aus einer Pflasterwerbung für Kinder aussehen…
      Ansonsten… Superhelden sind mal gar nix neues, oder?

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Die Frage nach „Spannung“ finde ich ja immer besonders spannend.

      Es gibt eine „Bonanza“-Folge, die ist eine Eins-zu-Eins-Kopie des Western-Klassiker „12 Uhr mittags“. Hoss übernimmt dabei in einer fremden Stadt die Rolle von Gary Cooper.

      Ich finde die Folge höchst unterhaltsam und spannend, obwohl ich natürlich das Vorbild erkannte. Ich frage mich also, ob neue Ideen so zwingend sind, um Spannung zu erzeugen.

      Bei sowas entsteht natürlich nie mehr als unterhaltsamer Durchschnitt. Aber unterhaltsamer Durchschnitt ist mir immer noch lieber als langweiliger Dünnpfiff, wie ihn mir Serien wie „Star Trek: Picard“ vorsetzen.

      Im Moment hüpfe ich panisch auf jeden Nadelbaum, wenn mir jemand sagt, er wolle mit „Star Trek“ was „Neues“ machen. Ja, ich leide noch immer unter Long-Kurtzman. ER ist schuld, dass ich das hier zunächst für ECHT gehalten habe: https://youtu.be/GOoqnhn_6I0

      Das heißt natürlich nicht, dass ich deswegen scharf auf auserzählte Figuren in einem auserzählten Zeitabschnitt von „Star Trek“ bin.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Dass alte gute Ideen besser sind als schlechte neue, sehe ich auch so.

      ABER man tut dabei immer so, als wenn das alles naturgegebene Wahrheiten wären. So sei das halt, es gibt nix Neues.
      Und das sei auch ganz normal. Nicht zu ändern. Unmöglich. Teuer. Aufwändig. Unnötig auch.

      Wäre ich der Produzent oder Showrunner von STD/PIC/SNW, gäb’s keine Staffeln, bei denen man zu 90% das Gefühl hat, es anderswo schon hundertmal gesehen zu haben.

      Und wenn ich einfach meine SF-Kurzgeschichten-Bücher aus den 80er-Jahren aufschlagen müsste, um daraus Ideen zu KLAUEN, die nie filmisch umgesetzt wurden.

      In den ersten Staffeln TNG war jede Idee in dieser Form quasi „neu“ im TV.

      Schade, dass man es nicht mal mehr versucht.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Der Frasier Trailer ist das, was Kurtzi gerne machen würde, wenn er denn was könnte.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Captain: Das Neue an The Boys ist, dass sie uns eine (mögliche) Welt zeigen, in der es Superhelden tatsächlich gibt.

      Superhelden als Angestellte eines Konzerns, die massiv vermarktet werden/ sich vermarkten lassen.

      Nein, das gabs tatsächlich noch nie und gibt die Möglichkeit, den aktuellen Kapitalismus in all seinen Absurditäten und Abgründen zu zeigen.

      Und einen Superhelden, der auf Muttermilch steht (und die zeigen das sogar, die Wahnsinnigen!) gabs auch noch nie.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Klapo nimmt mir mal wieder das Wort aus dem Mund!

      Wenn ein Serienkonzept wie „Star Trek“ keine neue Ideen mehr finden kann, weil ohnehin alles schon einmal da war, dann kann die Popkultur einpacken.

      Ich bin übrigens ein großer Fan davon, eine bekannte Idee in einer „Star Trek“-Version zu bringen. So wie ja „Starship Mine“ quasi die TNG-Fassung von „Stirb langsam“ war.

      Spannung allerdings hat sehr wenig mit „neuen Ideen“ zu tun. Sie ist überwiegend Handwerk. Ich bin der festen Überzeugung: Ein Autor, der aus einer alten Idee kein spannendes Drehbuch schreiben kann, der schafft das erst recht nicht mit einer neuen Idee.

      Antworten
    • Der Mike Der Mike Der Mike sagt:

      „Warp“ oder „Hyperdrive“ … ist im Kontext des jeweiligen Universums schon ein starker Unterschied.
      Wie genau funktiert’s, welche Distanzen/Geschwindigkeit/Voraussetzung/Gefahren???
      Lieber Star Wars Warp Drive oder Perry Rhodan Sprünge als WH40K Warp :o

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Ist es das? Dann ist es doch auch ein erheblicher Unterschied ob ein Alien ausschlüpft oder vier Gorn!

      Antworten
    • dartsarrow sagt:

      @JP1957 Also so neu ist die Idee von vermarkteten Superhelden nicht. Sie wird schon in Watchmen aufgegriffen (zugegebenermaßen aber nur an der Seitenlinie):
      Dollar Bill ist ein zwar kein „echter“ Superheld, wird aber von einer Bank entsprechend gesponsert und geht letzten Endes in einem Einsatz drauf, weil sein Umhang sich in der Drehtür verklemmt.
      Und Ozymandias ist sogar der Besitzer seines eigenen Konzerns und verkauft sich selbst als Spielfigur.

      Antworten
    • Der Mike Der Mike Der Mike sagt:

      „Ansonsten… Superhelden sind mal gar nix neues, oder?“
      Kein Unterschied zwischen THE BOYS und X-MEN? Oder gar LOGAN oder LEGION?
      Wer das nicht zu unterscheiden mag/kann…
      Da liegen Welten dazwischen,
      nicht nur feine Nuancen.

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Ach, echt, da sind Unterschiede? Homelanders Fähigkeiten ähneln nicht beispielsweise frappierend denen Supermans?

      Auch die anderen Figuren…Maev ist die Wonder Woman (hier also DC Anleihen mit den beiden), Flash ist A-Train, Deep wohl sowas wie Aquaman… usw usw

      Hommage? Zufall? Ripoff?

      Gibt es nicht innerhalb des MCUs auch schon Figuren von Iron Man und Superhelden-Comics?
      Hier findet also auch schon eine „Vermarktung“ statt… und vermarktet die Stark Industries mit Iron Man nicht auch Ihren eigenen „Helden“?

      Antworten
    • Der Mike Der Mike Der Mike sagt:

      >Ichwieder2 sagt:
      >Ach, echt, da sind Unterschiede? Homelanders Fähigkeiten ähneln nicht beispielsweise frappierend denen Supermans?

      Really? Wow, ist mir gar nicht aufgefallen…
      Jetzt wo Du es schreibst.
      Ich glaube A-Train ähnelt Prince Aqua oder Namorman.
      Und The Deep dem Quick oder Flashsilver … oder so ähnlich ;)
      Im Ernst, nicht erkannt was die Autoren da mit dem Genre machen?
      „Auf dem Kopf stellen“ ist schon fast eine unverschämte Untertreibung.

      Zur Folge „All Those Who Wander“ (More like „All Those Who wOnder“)
      Ich hätte mich, wie andere auch angemerkt haben, auf eine Star Trek Lösung des Scenarios/Problems gefreut.

      Kann deshalb Klapos 0,5 Wertung nur absolut zustimmen!

      Antworten
  3. Neuer Fan sagt:

    Oh je, das wird ja immer schlimmer. Gucke es sonst immer am Releaseday und nun habe ich nur noch The Orville – wenn da ein Veriss kommt, wäre es etwas schade, die emotionale Manipulation in der aktuellen Folge hat mich da schon ein bisschen geil gemacht ^_^ (NUN IST ABER GUT, hab doch das Kotwort gesagt!1)
    Aber zu diskutieren gibt es vieles, also bin ich gespannt.

  4. BergH sagt:

    tach auch !

    – Sie lassen Hemmer sterben. Sie lassen Hemmer sterben.
    Sterben!

    Da fehlen noch 26 Ausrufezeichen, ansonsten bin ich bei Klapo: Eine über-inspirierte Folge (PLagiatus Giganticus)

    Der Rest ist gesagt !
    Bäääähhhhhhhhhhhhhh
    Ich schaui jetzt den Tatortreiniger, da ist das Blut besser verteilt.

    Gruß BergH

    • Agentbauer sagt:

      Das habe ich auch überhaupt nicht verstanden, und das war so unnötig wie nur was. Ich fand den Charakter Hemmer, genau wie Klapo, als den interessantesten der ganzen Serie. UND DEN LASSEN SIE STERBEN, ERNSTHAFT.
      Sonst gibt es nicht viel zur Serie zu sagen, ist vielleicht ein backdoor pilot für eine Alien Serie… ist typisch Kurtzman Dreck (Trek) wird von Folge zu Folge billiger produziert und inhaltlich dünner…
      P.S. wo bleibt die Kritik zu A Tale of two Topas? Das war eine super Star Trek Charakterfolge

      Antworten
  5. Der Mike Der Mike Der Mike sagt:

    Danke für die schwache und gerechte NULL KOMMA FÜNF Wertung!
    Als Action-SF-Fan: Die Folge hatte alles was gut sein KÖNNTE!
    Alien/Predator/Terminator „Anleihen“…
    Was für ein gefühlsduseliges Geschwurbel mit dämlichsten Charakteren daraus gemacht wurde,
    ist wahrlich erbärmlich.
    So eine Folge ist, wie ein HardcoreTrekkieFreund (Hallo Markus) immer schreit, BULLSHIT! und ZEITVERSCHWENDUNG.
    Kurtzmans Copy&Paste Plagiatsorgie mit Selbstfindungssermon kann doch nicht Real Star Trek sein wollen?!?
    Das Monster/Horror-Scenario ist ja okay, aber wie hätte eine Roddenberry-Crew + Captain die Crux gelöst?
    Und der „Sinnlos im Weltraum“ Tod Hemmers ist Schwachfug.
    Scheint so als ob Mount in den Schreiber-Raum gegangen ist und der Black Bolt Schrei hat ALLE Hirne dort gemuscht.
    Kann Wanda Maximoff nicht vorbeikommen und uns in eine Realität warpen in der es keinen Kurtzman & seine Ja-Sicher-Cheffe-Posse gibt???

    So… zum Runterkommen spritze ich mir jetzt Valium IV ins Auge… und hoffe auf Besserung nächste Woche…

  6. Kazairl sagt:

    Ich hab die Folge noch nicht mal gesehen, sondern nur Ausschnitte und Reviews und kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Gorn komplett versaut wurden.
    Der Erstkontakt wurde ignoriert, plötzlich sind sie die alles mordenden Bestien (wo sie doch eigentlich auch eine raumfahrende, vernunftbegabte Spezies sind) und ihre Kinder kommen aus anderen Wesen heraus.
    Das wäre sogar noch hinnehmbar, wenn wir annehmen würden, dass die Gorn irgendeine Art parasitäres Insekt als Vorfahren hatten, aber ich nehme mal an, dass Team Kurtzman nicht mal soweit gedacht hat, sondern einfach nur die Idee von Alien „cool“ fand.
    Rein storytechnisch betrachtet soll hier wohl eine Art Abscheu gegen die Gorn erschaffen werden, was auch hätte wirken können, wenn es besser geschrieben wäre und die Gorn nicht so sporadisch in dieser Serie genutzt worden wären.
    Und wieso unterscheiden sich eigentlich die Kinder der Gorn so sehr von den Erwachsenen? Gibt es noch eine Art Larvenstadium, das die Gorn durchlaufen und dann sehen sie wie Erwachsene aus?
    Empathie jeglicher Art scheint auch verflogen oder außer Mode zu sein?
    Ich meine, wir haben es hier mit dem Nachwuchs einer intelligenten Spezies zu tun und doch wird er wie normale Raubtiere behandelt?
    Hätte man das nicht anders lösen können und müssen als zu versuchen den zu killen?
    Sorry, es ist mir egal, wie diese Spezies ihre Kinder bekommt und ob es Sinn macht.
    Nachwuchs zu töten ohne über Alternativen nachzudenken erscheint mir so Anti-Star Trek wie kaum etwas zuvor.
    Ich muss einfach auf die 2. Folge der dritten Orville-Staffel verweisen.
    Dort wurde eine konsequente Lösung für ein ähnliches Problem gefunden, die zugegebenermaßen nicht perfekt war und neue Probleme erzeugte, aber man hat sich die Mühe gemacht, die Wesen nicht gleich zu töten, eben weil sie intelligent waren.
    Mich stößt die Idee einfach ab, dass der Gorn-Nachwuchs, egal wie er geboren wird oder wie raubtierartig er dabei wirkt, in so un-Star Trek-mäßiger Manier behandelt wird.
    Ich habe nichts gegen Scifi mit Horrorelementen, der Film Life zB gehört zu meinen Favoriten in diesem Bereich, aber hier stößt es mich so dermaßen ab, dass ich diese Folge gar nicht gucken möchte und englische Reviews feiern diesen Kurs auch noch, den SNW hier geht.

    • Vulpe sagt:

      Genau das habe ich mir auch gedacht. Also dieses Gorn-Welpen-Gemetzel war schon sehr un-trekkig.
      Obwohl man schon zugeben muss, das die meisten Menschen in der Situation mit Gewalt reagieren würden.
      Niemand würde bei kleinen aggressiven leichenfressenden Monstern erstmal versuchen ein Kinderlied zu singen. Wobei Uhura da vielleicht hätten glänzen können.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Wäre ja eigentlich eine tolle Idee für ein trekkiges Ende gewesen?

      Die Mannschaft hockt eingekesselt von 4 Baby-Gorn in der Ecke. Dann beamen sich 2 erwachsene Gorn runter, zischen und gestikulieren, bis die Viecher sich brav zu ihnen gesellen.

      Und am Ende übersetzt der Translator: „Tut uns leid. Eigentlich legen wir seit Generationen wert darauf, dass unser Nachwuchs mit veganen Fleischersatz-Bergen großgezogen wird.“

      Man vereinbart weitere diplomatische Kontakte und verabschiedet sich mit einem höflichen „Tschö, ihr Säugetier-Abschaum“.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      @Klapo: Das klingt kreativer als das, was eigentlich in der Folge passiert ist.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Mir kommt zwangsläufig eine der besten TOS-Folgen in den Sinn, die auch scheinbar bösartige Aliens drin hatte und am Ende war es alles nur ein Missverständnis, Horta und ihre Kinder. So behandelt man das richtig und ich fasse es nicht, dass Jahrzehnte später eine SNW Folge rauskommt, die lieber alles auf gorige Weise killt als zu versuchen irgendeine Art von Koexistenz zu schaffen, was schon bei Hortas Spezies gelang und die ist noch fremdartiger als die Gorn. Himmelherrgott nochmal, sie haben es sogar geschafft, dass Hortas Spezies in die Sternenflotte integriert wurde. Warum wird also nicht mal versucht, irgendeine Art von Diplomatie zu bewerkstelligen? Die Gorn werden irgendwie als abgrundtief böse porträtiert und zwar schon als frisch geschlüpfte Wesen. Es wird nicht mal der Versuch gestartet, dieser Spezies Tiefe abseits des Gore-Faktors zu verleihen.

      Antworten
    • Vulpe sagt:

      Ich weiß nicht genau woher dieses Zitat/diese Phrase whatever kommt, aber:
      Galactus der Weltenfresser verschlingt Welten um zu überleben. Ist er böse?

      Klar würde ich mich jetzt nicht unbedingt mit einem Wesen anfreunden, welches Eier in mich legt. Trotzdem ist das halt deren Art der Fortpflanzung. Das haben die Gorn sich vermutlich auch nicht selbst ausgesucht.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Dieses Schwarzweißdenken (das ich übrigens bei Orville in keiner Folge gesehen habe) ist so typisch Kurtzman-Trek. Die Gorn brauchen andere Lebewesen um sich zu vermehren, können also nichts dafür, dennoch werden sie in SNW als etwas Böses dargestellt. Von TOS wissen wir, dass die Gorn empfindsame Wesen sind, den Menschen nicht ungleich, wahrscheinlich etwas stark territorial orientiert, aber schon TOS und TAS wussten diese Spezies in Grautönen darzustellen. Kurtzmans Team ist dazu offenbar nicht fähig.

      Antworten
    • Der Mike Der Mike Der Mike sagt:

      >Kazairl sagt:
      >@Klapo: Das klingt kreativer als das, was eigentlich in der Folge passiert ist.

      Zu 1.000.000% AMEN !!!

      Antworten
  7. Sparkiller sagt:

    Was war das denn? „Aliens“ mit der Seelsorger-Couch im Handgepäck?

    Oder war das beim Alt-Trek auch schon so, dass man bei jedem Vorfall „Psychologie für Einsteiger“ auspackt und erstmal eine Runde, pardon, „Gefühls-Gruppenwichsen“ veranstaltet?

    Kann die Crew nicht wenigstens einmal professionell und ohne emotionale Implosion ihren Job machen? („Oh, nein, ein Warpkernbruch! Das erinnert mich an Weihnachten auf der Erde, als Vater alle seine Finger beim Nüsseknacken verloren hat!!“ *schluchz*)

    Hat von euch eigentlich jemand etwas erkannt, als man die kaputte Crew ausserhalb des Schiffes gezeigt hat? Das sollte wohl die große Enthüllung sein, aber ich sah da nur einen Haufen verschneiter Kohlebriketts??

    • Kazairl sagt:

      Ich weiß nicht, inwiefern du im englisch-sprachigen Bereich unterwegs bist, aber da wird die Folge schon teilweise als innovativ bezeichnet, eben wegen dem düsteren Kurs und dem Body Horror. Alles, was ich sehe, ist ein Plagiat eines besseren Werkes, mal wieder, und dieses Mal hat man sich nicht mal die Mühe gegeben, das zu verschleiern.

      Antworten
    • Neuer Fan sagt:

      >englisch-sprachigen Bereich
      Hab mir mal da das Reddit angesehen. Holla, die Waldfee. Dann lieber in deutsche halb abgestorbene, aber mit Liebe umsorgte Billig-Rezensionsseiten und -Formate. Däniel und Dschens auch gut. Die Anglos scheinen immer gleich abzucryen, ziemlich leicht zu attacken auf den feels, aber gehört ja zum guten Ton.
      Ich hasse lieber alles sofort und herze dann die guten Ausnahmen <3

      Antworten
  8. frank sagt:

    wo bleibt eigentlich die kritik zu 1.10?

  9. BergH sagt:

    @Frank

    Du hast es so gewollt , da hast‘ Du es :
    – Endlich mal wieder eine Zeitreisestory
    – Captain Pike liegt mal wieder falsch falsch
    – Captain Kirk auch
    – Sam Kirk ist wieder mal über******
    – Una hat die falschen Gene
    – Gene Roddenberry würde sich im Grab umdrehen
    – Erica ….. Selbst Picard hätte ihr die Armlehne von seinem Stuhl über den Schädel gezogen
    – Endlich wieder eine Raumschlacht
    – Eine flotte Flotte nach der anderen taucht auf
    – Und Alles wird in Puff aufgehen, weil Pike einen Brief löscht.

    Ich gebe mal vorsichtige 2 von 5 Gummiohren

    Gruß BergH

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