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Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.04, „Memento Mori“

, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.04, „Memento Mori“

Zugegeben: Als moderne TV-Story nehme ich den dieswöchigen Platt-Plot nur ungern an. Aaaber als vorsichtiges Versöhnungsangebot hat diese Ansammlung an Grunz… Grundstimmungen durchaus was zu bieten… Diesmal geht es um die Gorn, die neuerdings in düsteren Umgebungen Kolonisten einsammeln, um diese an ihre Facehugger Babys zu verfüttern. Und nur Pike kann dagegen etwas machen! – Da er aber viel zu tun hat, delegiert er das an seine jungen Frauen und kann dafür die nächsten 2 Jahre länger ausschlafen. (*Sänfte für Hoden in Rollstuhl installier*)


Inhalt: Die Gorn haben Hunger. Daher naschen sie mal gerade die Hälfte eines Siedlerstammes weg. Na’an fühlt sich dadurch an ihre Vergangenheit erinnert („Hey, MICH wollten die doch auch frittieren?!“) und gibt Pike wertvolle Ratschläge, als es zum Katz-und-Maus-Spiel mit den angreifenden Schiffen kommt.

Besprechung:

Das Miese an dieser Folge ist, dass sie nur ein simples U-Boot-Drama zeigt, das sich wenig um die Charakterisierung der Gegner schert.

Das Gute an dieser Folge ist, dass sie nur ein simples U-Boot-Drama zeigt, das sich wenig um die Charakterisierung der Gegner schert.

Ja, angesichts der wirren Storys der letzten Wochen (= Lichtkrankheit versus Planetengeister) muss man das schon fast als Vorteil werten. Mit komplexen gesellschaftlichen Themen haben es die Macher ja nicht so, sodass man die bisherigen Charakterplots („Alle mochten mich nie!“) auch direkt galaktisch ausweiten kann („Die Gorn mochten uns nie – oder halt nur mit lecker Soße.“)…

, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.04, „Memento Mori“

„Hey, guck dir diese Schweinerei an!“ – „Ja! Die Opfer hatten alle illegal auf den Behindertenparkplätzen geparkt.“ – Die ganze Blutwurst weggelutscht: Die ersten Einstellungen dieser Folge erinnern an Szenen einer gewissen Filmreihe mit Sigourney Weaver. Oder sollten wir sie hier lieber … „Si-Gorn-ey“ nennen? – Harhar, ich liebe diesen Job bei Zukunftia!

Weiteres aber jetzt in Stich-, Schlag- und sonstigen Punkten:

– Uhura fällt besonders mit lockeren Sprüchen aus der ersten Berufsschul-Klasse auf: „Challenge excepted“ raunt sie da schon mal, wenn der höherrangige Offizier von ihr etwas möchte. Ich werde das mit meinen Chefs demnächst auch mal probieren: „Jojojoooo! Kopierer bedienen, null Problemo! Keine Panik auf der Papier-Titanic!“

– Das Tragen der Pins, die an Verstorbene erinnern, ist ein schönes Detail. Und grooob passt es auch in den militärischen Kontext, wo man mit fünf Salutschüssen in den Kartoffelsalat (? – Kenne mich null aus!) der ehrenvoll Gefallenen gedenkt. Andererseits musste ich aber wieder schmunzeln, als ich mir das im TNG-Kontext (oder gar TOS!) vorstellte. Trauermanschetten bei Riker? Ein geändertes WhatsApp-Bildchen bei McCoy? Unvorstellbar!

– Wenn man die Geschichte aus der Ferne betrachtet, ist sie teilweise … merkwürdig.
Die Krankenstation ist z.B. angeblich komplett kaputt (auch die Handgeräte?!), aber Licht und alle anderen Computer drum herum schnurren wie ein Kätzchen? Und die schwerwiegenden Verletzungen lauten „Blut am Bauch“ und das technische Problem bei den Torpedos kann man mit „Alle putt, bis auf einen“ benennen?

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„Hey, das Kind im Nachbarbett hat eine schlechte Klausur geschrieben. Und Probleme mit den Eltern!“ – „Dann gebt ihm MEIN Morphium. Und die Crackpfeife.“ – Kranke Station: Die Heldenhaftigkeit der verletzten Number One ist nett, bringt die Geschichte aber wenig weiter. Andererseits fühlte es sich niemals so passend an, jeden Screenshot einer SF-Serie mit dem Dateinamen „Strange“ zu benennen…

– Die Verletzung von Hemmer habe ich auch nicht verstanden: Der hat EINEN Arm angequetscht und hält sich den mit dem anderen Arm? (Damit der nicht abfällt?) Und weil er nicht mehr beidhändig auf den Monitor patschen kann, sitzt er 5 Meter entfernt (Im Covid-Lockdown gedreht?) und gibt Anweisungen, deren Ergebnisse er selber nicht ablesen kann/will? – Man kann doch auch einfach SAGEN, wenn man frühverrentet werden will!

– Die U-Boot-Stimmung im Braunen Zwerg fand ich generell gut. Was aber nach dem bunten Discovery-Blödsinn à la „Captain, wir sind in eine Feuerwerk-Party geraten!“ auch nicht schwer war. NOCH besser wäre es gewesen, wenn die Details ausgearbeitet worden wären. Das Knarren des Schiffes hörte man z.B. zu kurz. Und dass ein Torpedo, der 100 Meter vom Schiff entfernt explodiert, auf der Brücke GAR KEINE Druckwelle erzeugt, war irritierend.

– Apropos „Brauner Zwerg“: Dass der plötzlich neben einem Schwarzen Loch parkte, kam etwas überraschend. Von mir aus hätten die sich gegenseitig umkreisen können. Ich würde ja auch keine Verfolgungsjagd auf der Autobahn drehen und dann 15 Minuten später enthüllen: „Die Autobahn war übrigens auf der Venus!“

– Uhura will sich am liebsten abklatschen (mit sich selbst), weil sie es geschafft hat, eine Tonerpatrone am Schiff zu wechseln? Wobei… Es war unter erschwerten Bedingungen, denn sie musste ja wissenschaftlich rauskriegen, welche NICHT brüllend heiß ist.

, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.04, „Memento Mori“

„Uhura, Sie müssen das für mich zuende bringen. Ich kann es nicht selber tun!“ – „Oh Gott, ist das mit Ihren Plattfüßen während des Angriffs wieder schlimmer geworden, Hemmer?“ – „Nein, ich bin stockblind, du dumme Pute!“ – Blindes Vertrauen: Spannend war das Abenteuer hier nicht. Dafür haben die Hemmer-Fans unter den Trekkies jetzt aber wieder neue Kultsprüche des Charakters zum Ablachen. („Er hat ‚Rekonfigurieren‘ gesagt! Ich schmeiß mich weg!“)

– Das Detail mit der Rotverschiebung eines sich entfernenden Objekts war nicht wichtig, gefiel mir aber gut! Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass die Serie(n) endlich den lange von mir eingeforderten 14-Jährigen eingestellt hat, der 30 Sekunden auf Wikipedia googeln kann.

– Etwas unnötig war aber der Hinweis von Spock an Pike, dass die beiden geopferten Kadetten notwendig waren. Nach 500 Episoden muss man das nicht mehr mit einem klischeehaften „War doch logisch“ kommentieren, finde ich. Aber gut, für die neuen Trek-Fans, die gerade versuchen, mit einem Staubsaugerschlauch die Klimaabgase am eigenen Enddarm zu reduzieren, ist die Erklärung von derlei Härtefällen sicher notwendig?

– Die Gorn waren mir etwas zu plump dargestellt. Die sind also ein Raumfahrervolk, das zwar hochtechnologische Schiffe baut, aber andere Aliens frisst? Klar, in der Science Fiction ist das nicht unüblich, aber bei Star Trek schon… Allein aus Effektivitätsgründen.
Kein Nahrungsreplikator, keine Nutztiere? („Herr Gorn-Professor! Bauen Sie bitte ein hochkomplexes Raumschiff mit Subraumantrieb.“ – „Natürlich, diese intellektuelle Kulturleistung wird dem Fressen von Gehirnen erst den rrrichtigen Kick geben!“)

– Ich fasse mal zusammen, was mit den entkommenen Siedlern passiert ist: Die hörten ein „Klingeln“ (war das jetzt an der Tür?), dann wurde alles „blurry“ (Long Covid?). Dann wachten sie auf und alle anderen waren „weg“ (immerhin das Blut dagelassen). Zwischendurch gab es ein „Klickgeräusch“ (Gorn-Kiefer?), das aber nur ein(?) Kind gehört hat. Danach flog man mit dem Raumschiff in der Gegend rum, wobei Alarmsignale nicht üblich/möglich sind. – Hm… Ich glaube, an diesem Ablauf gibt es nichts zu bemängeln.
(*Sternenflottenprotokoll zurück in Kloschüssel leg*)

, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.04, „Memento Mori“

„Die Gorn… Ich erinnere mich an nichts… Aber ich weiß nur, dass wir hier für sie tagelang anstehen sollen.“ – „Um Körperteile abzugeben?“ – „Ne, um eine Playstation 5 zu ergattern.“ – Endlich mal ein Crossover zu anderen Franchises: Gut, dass manche Aspekte der Story nicht so spannend sind, dass man sich die Fingernägel abkauen will. Dann bleibt nämlich mehr für die GORN!

– Etwas fragwürdig erschien mir die Logik, nach der Pike extrem passiv wirkte. Weil die Gorn-Expertin (Na’an) natürlich die einzige ist, die Entscheidungen treffen kann. Das hatte fast schon Burnham-Charakter, war aber immerhin besser gespielt: „Ich als Gorn-Sonderbeauftragte der Bundesregierung empfehle stets das Ausweichmanöver Ceta-B! Da kennen wir Überlebenden nix.“

– Na’an hatte natürlich auch Visionen von einem getöteten Kameraden. War zwar nicht gaaanz so schmalzig wie in Discovery – und das Überprüfen von dessen Rasur hat mir sogar Spaß gemacht (ein bisschen nah dran, das Gesicht?).
Tja. Aber was dieses Erzählelement angeht, bin ich eben ein gebranntes Kind. (*abwechselnd auf Alex Kurtzman und brennendes Dorf zeig*)

– Zu viel wurde es mir aber, als Spock schon wieder(!) zur Gedankenverschmelzung greifen musste, um Infos aus Na’ans Gehirn abzugreifen, die ich schon wieder vergessen habe. Und muss das jetzt bei jedem Problem sein? Windowspasswort oder Einkaufzettel vergessen, schon hat man fremde Finger am Kopf…?

– Die Rückblick-Sequenz war wie der Film „Aliens“ – aber für Emos. Zumal ich den Satz „Run, La‘an, run!“ unfreiwillig komisch fand. Aber es war trotzdem schön. Das neumodische Star Trek hat eh sehr viel von Forrest Gump?

, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.04, „Memento Mori“

„Spock, warum haben Sie mich gerade jetzt hierher gebracht?“ – „Sie hatten doch bei der Krankenkasse eine Psychotherapie beantragt, La’an? Was denken Sie, für WEN wir diese ganzen Raumschiffe bauen?“ – Feuer und Flamme für Psychopharmaka: In diesem Rückblick erkennt La’an, dass sie nichts falsch gemacht hat. Tja, sie ist halt komplett anders als die Autoren dieser Serie?

– Die Erwähnung von Burnham war im Kontext der Gehirn-Besuchszeit zwar erklärbar, sorgte aber trotzdem für einen kurzen Fluchtreflex. Und dass Spock „offiziell“ keine Schwester hat, empfinde ich angesichts ihrer Berühmtheit nach Staffel 1 eh als Gaga.

– Wir lernen heute über die Gorn: „Sie sind nichts Übernatürliches. Aber sie sind trotzdem Monster.“ – Vielen Dank für diese feinsinnige Analyse, Frau „Fox News“-Moderatorin. Könnte man bei den Borg ja auch so sagen? „Sie sind nichts Esoterisches. Aaaaber sie sind Frankensteins Monster!“

– Der Sinn der ganzen Story-Übung war übrigens, dass man manchmal Menschen opfern oder zurücklassen muss (Ach? Daaafür sind diese großen Steine auf dem Friedhof?). Und dass Überlebende von Massakern es nicht leicht haben (Ach? Dafüüür gibt es Schiffspsychologen, so rein optional?)…
 
, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.04, „Memento Mori“

„Und Pike, was meinen Sie dazu?“ – „Hm. Etwas breit für einen Rollstuhl, finde ich. Und das Loch, wo der Oberkörper rausguckt, das fehlt auch!“ – Verlust ist, wenn man trotzdem feucht pupst: Was wir diesmal gelernt haben, wird mit einem Satz zum Schluss gesagt: „We survived“. Hoffentlich ist La’ans Trauma damit … gegessen? („Oh Gott! Er ‚gegessen‘ gesagt! Die Gorn, die GORN, waaah!“)

Alles in allem also eine Episode, die keine starke SF-Idee aufweist (äh, wäre eh die ERSTE seit Kurtzman?), aber dennoch eine nette „Mood-Folge“ abgibt.

Ich werte das ganze Gedöns mal als Entschuldigung für die ganzen Marvel-„Look alike“-Storys der letzten Jahre. Immerhin probieren sie es immer wieder mal, Stimmung aufkommen zu lassen, nachdem man mit Bestimmung pur gescheitert ist.

Diese Episode ist quasi eine grundsätzliche Ansage der Marke „Ja, wir können auch U-Boot!“

Und da ich ein Mann mit Herz bin, will ich das durchaus wertschätzen.

Doch man muss immer daran denken, dass man zwar verziehen kann, aber Kurtz-Trek VERGESSEN, das kann ich (noch) nicht. Vor allem, wenn Spock um seine Schwester heult („Niemand kennt sie. Also auch ICH nicht, Schnief.“) oder La’ans Dauertrauma nach 4 Folgen bereits einen vorläufigen(?) Höhepunkt findet.

Oder war es ein doppelläufiger? Keine Ahnung… Sooo viel Gewalt!

, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.04, „Memento Mori“

„Christopher Nolan? Sorry, nein, der wohnt hier nicht mehr.“ – Gravitation für Raum/Zeit-Messies: Dieses Schwarze Loch ist gut gelungen. Und wissenschaftlich ausnahmsweise relativ haltbar.
Was ist denn los? Ist Kurtzman in Kur?


Fazit:

Am Ende des Tages ist diese Episode einfach nur ein Häschenwitz:

„Hattu Blutverlust? Muttu operieren!“
„Hattu Schiff kaputt? Muttu reparieren!“
„Hattu Trauma im Kopf? Muttu 5 Minuten drüber reden!“

Selbstverständlichkeiten – The Movie ?
Ein bisschen schon… Und wenn man wollte, könnte man sich auf 1-2 Sterne runterfaseln, weil NICHTS hiervon den alten Warp-Kessel zum Kochen bringt.

Dennoch sehe ich die hier gezeigte Spar-Dramaturgie für (Star Trek-)Geschichtsvergessene eher in der Tradition der ersten TNG-Episoden: Doof, aber immerhin schön kultig klumpig.

Auch Tasha Yars Erlebnisse auf dem Straßenkampf-Planeten waren schließlich der Auftakt zu besseren Storys!

Toll war aber wirklich die Verfolgungsstimmung, so 5 Minuten lang.

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Muss das jetzt nicht Schaumloch heißen?!?, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.04, „Memento Mori“
In sich abgeschlossene Folgen sind schon schön. Man schleppt keinen Frustballast in der Rübe mit sich rum und ist allein dadurch toleranter, was Kritikpunkte angeht.

Dabei sind diese doch unser Marken… Meckerzeichen!

Gut, ein bisschen nörgeln will ich trotzdem. Für EUCH!

– Die sinnlosen Sternzeiten scheint man von TOS übernommen zu haben. Oder ich habe das System nicht verstanden. Die Entfernung zur Erde multipliziert mit dem Geburtstag des Produzenten?

– Das Runterbeamen auf den Planeten hätte man eigentlich weglassen und durch einen kurzen Scan („Alle wech!“) ersetzen können. Aber Splatter-Alex hat wohl auf diese leicht übertriebenen Blutspuren bestanden um seine zweite Berufung als Serienkiller (Haha?) zu verheimlichen.

– Die geretteten Kolonisten hat man nach der Schleusen-Szene (wie schon die Feuerwesen eine Folge zuvor) arg schnell vergessen. Hätte zumindest einen kleinen „Was wird nun aus ihnen?“-Moment am Ende erwartet. Dachte für einen Moment deswegen auch, die waren EBENFALLS nur ein Trick/Hologramm der Gorn.

– Was Frau Chef-Kolonist über den Angriff erzählt hat („Explosion am Himmel! Schrilles Geräusch! Feuerregen!“), hätte eigentlich ein gutes Intro für diese Folge abgegeben statt dem Logbuch-Schwafler der Woche. Von wegen Show statt Tell und so. Hätte den Leuten auf dem Planeten nebenbei auch etwas mehr Tiefe verliehen. Hat mal jemand die Telefonnummer von der Autoren-Butze? Wo lernen diese woken Jungspunde denn heutzutage das Erzählen von Geschichten?! *faust richtung kalifornien schüttel*

– Dass La’an schon vom Schnalzen einer Zunge gleich den Gorn-Trauma-Anfall bekommt lässt die Dame nicht sehr stabil wirken. Darf man deswegen in der Nähe von Überlebenden einer Gas-Explosion auch nicht mehr furzen?

– Was wollte man mit dem Hologramm der Gorn am Mond aussagen? Oder meinte man eine Tarnvorrichtung und dem Autoren ist nur der Begriff nicht eingefallen? („Da! Ein… Dings… so ein Vorhangteil, wie… wie bei Harry Potter!“ – „Was sagen Sie, Mr. Spock?“ – „Meine Güte! Du weisst schon! Wenn Zauberer was wegmachen! Hokos Pokus! Vielleicht sogar Fidibus!“)

Aber ansonsten war schon alles sehr ordentlich. Die Story wirkte wie eine Mischung aus der Nebel-Schlacht in „Zorn des Khan“ und TNGs „Disaster“ (inklusive Frachtraum-Lüftung), welcher man problemlos folgen konnte. Nach Picard („Alarm! Die Halb-Borgs attackieren den Weinberg und Soongs Urgroßvater hat Jean-Luc mit dem Auto überfahren!“) muss man halt auch mal selbstverständliche Dinge loben („Ich bin beim Gucken nicht verrückt geworden. 10/10 Punkten!“).

Fazit: Die Alex-Wurzeln bemerkt man weiterhin. Die Geschichte baut nicht aufeinander auf, sondern besteht immer nur „Und dann passiert dies… und daaaann passiert das…“ Szenen mit ohne spürbares Langzeitgedächtnis. Es existiert kein Handlungsbogen, sondern ein schmaler Tunnel(blick), durch welchen Story-Elemente oft keinen zufriedenstellenden Abschluss erhalten.

Aber vielleicht ist sowas auch durch die höchst effektive Gorn-Sprache in der Übersetzung verloren gegangen…

*hektisch die taschenlampe an und aus knips*

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

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Artikel

von Klapowski am 27.05.22 in Star Trek: Strange New Worlds

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Kommentare (87)

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  1. Scholli67 sagt:

    Und kein einziges Wort über den Hund. Na wenn das der JP sieht, dann könnt ihr euch aber warm anziehen!

    War das denn nun wirklich, wie an anderer Stelle behauptet, ein defakto 1 : 1 Abklatsch der DS9 Episode „Starship down“?

  2. BergH sagt:

    tach auch !
    Netter Folge, so mit 2,5-3 Sternen, damit man kann man leben.Mir hat es ein wenig gefallen und war Klassen besser, als die letzte Folge.
    Wenn das weiter so aufwärts geht, bekommen wir Stasr Trek.

    Si – Gorn – Ey !

    Muahahahahahahahahahahah

    (G)ruß BergH

  3. FrankseinBruder sagt:

    Wo bleibt eigentlich die Kritik zur ersten Episode der neuen Kurtzman-Trek Serie „Star Trek: Deep Space 19“, „The Secret of the Prophets“?

    • JP1957 sagt:

      Mir gefiel die erste Folge.

      Erstaunlich, dass auch solche Wesen wie die Propheten mit Traumata zu kämpfen haben.

      Ich vermute aber, dass der Sisko ihnen wird helfen können.

      Antworten
    • FrankseinBruder sagt:

      Ja, ich war auch überrascht. Aber ob Will Smith als Captain Sisko wirklich funktioniert, bleibt abzuwarten. Tony Shalhoub als neuer Odo gefällt mir aber ganz gut.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Den Tony könnt ich mir fast auch als Garak vorstellen. Aber ein Sakrileg wäre es trotzdem.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Die Jambalaya, die er da im himmlischen Tempel zusammengebruzzelt hat, sah zumindest ganz gut aus.

      Typisch woke war natürlich, dass jetzt eine Ferengi-Frau die Bar führte. Immerhin haben die Autoren nicht vergessen, dass sie nackt sein musste.

      Antworten
  4. Jens sagt:

    ***** Aggressive Werbung ***** (extra für JP)

    https://www.youtube.com/watch?v=jscvwHBNZsk&t

    **** Aggressive Werbung Ende ****

  5. Neuer Fan sagt:

    Es ist ja alles schön und gut, aber trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass die Serie fast nur aus Frauen besteht, die sich auch nicht wirklich unterscheiden. Und der männliche Cast wirkt künstlich zurückgehalten. Das wäre alles nicht schlimm, wenn die Zielgruppe Frauen wären. Aber selbst dann können diese Frauen wirklich null mit dem weiblichen Cast aus Voyager oder DS9 mithalten. Wenn hier also irgendeine Botschaft vermittelt werden soll (natürlich soll es das, wer hat im Woke-Zeitalter noch Illusionen?), ist das eigentlich ein Bärendienst.

    • Scholli67 sagt:

      Nein, es spiegelt die moderne Frau wider. Die sind jetzt so. ;-)

      Antworten
    • Vulpe sagt:

      @Scholli67 Ach wie sind wir denn?
      @Neuer Fan
      Ich weiß was du meinst. Mir ist eine Janeway auch lieber als eine Nr.1 mit schlecht aufgespritzen Lippen und optimierter DNA ohne Anti-Sepsis-Gen. Ernsthaft, die krieg doch ein Haufen Kohle, warum lässt die sich das nich korrigieren?
      Gegen Chapel hat bisher wohl niemand was? Achso ja, die gehört auch eher in die Kategorie „Frau als Assistentin die zwar nix zu sagen hat aber gerne aushilft und geil aussieht“.

      Ich persönlich fand die Folge eigentlich wirklich gut. Hab aber auch noch nie (bewusst) einen U-Boot Film gesehen, vielleicht liegt es daran. Fands gut das auch mal jemand stirbt.
      Die Szene, in der das eine Gornschiff von dem anderen abgeschossen wird, war meiner Meinung nach echt gut geschauspielert. Man hat in ihrem Gesicht mehr gesehen als 3 Folgen Discovery in Tränen ausdrücken.

      Die Wertung ist meiner Meinung nach im Vergleich zu den letzten beiden Folgen irgendwie unverhältnismäßig/“unfair“. Just sayin. :)

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      @Vulpe
      „Wir“ sind wie Pike: Weicheier.

      Gegenfrage: Wie sind wir denn heute drauf? Chapel is Ok weil Assistentin, das ist unsere Ansicht?
      Projiziert da einer ganz dolle?

      Bei passender Gelegenheit werde ich mal gegen Chapel meckern, die ist nämlich total doof.
      So, ich koch mir jetzt Schokopudding um meinen inneren fünfjährigen ruhig zu stellen.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Was ist denn hier los? Macht dieses angeblich nicht ganz so schlechte Kurtzman-Trek etwa Leute verbal aggressiv?

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Na sicher, wenn man plötzlich nicht mehr alles in der Luft zerreißen kann, merkt man, dass es einem eigentlich gar nicht um Star Trek geht, sondern um das ausbleibende Niedermachen-Können. Was ganz total doofes.

      Antworten
    • Vulpe sagt:

      @Scholli67
      Ich bin ne Frau und hab deswegen gefragt was du meinst mit „Nein, es spiegelt die moderne Frau wider. Die sind jetzt so. ;-)“.
      Ich hab nichts gegen die Figur Chapel, außer das manchmal leichte Tilly-Vibes rüberkommen -aber alles noch im Rahmen des verdaubaren.
      Finde es trotzdem interessant:
      „Frau auf Brücke/mit Kommando“ -> Woke
      „Frau als Krankenschwester“ -> Kein Problem

      @Ichwieder2 Danke für die Analyse, nur doof das ich die Folge gelobt hab und sogar die Wertung unfair finde. Total doof von mir echt.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      :-) Gut beobachtet!

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      @Vulpe, Du warst nicht gemeint, aber das Zitats- und Beantwortungssystem ist hier….. ausbaufähig. Ich habe auf Kazairl geantwortet.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Meine verehrte Vulpe,
      ha, sowas passiert, wenn man einfach so mal so Gender assumed. Ist das korrektes NeuSprech?

      Möglicherweise solltest du dir mal in Gedächnis rufen wo du dich hier rumtreibst.
      Wir sind hier ja nicht nur, wie der JP zu recht immer wieder erwähnt, auf einer Qualitätsseite sondern auch auf einer Satireseite. Steht angeblich irgendwo im Impressum oder so.
      Von daher ist es nur bedingt ratsam, jedes hier gestammelte Wort für bare Münze zu nehmen. Sonst kommt noch jemand und unterstellt uns frankophobe Neigungen, nur weil wir des öfteren unserem Frust über die verdammten Froschfresser Luft machen.
      Hin und wieder versucht sich mal einer an Ironie oder ähnlichem. Gut, das scheitert in der Regel kläglich, aber hey, der Versuch zählt ;-)

      Wie du zu der Schlussfolgerung gelangt bist, dass für den gemeinen Star Trek Fan mit Y-Chromosom „Frau auf Brücke/mit Kommando -> Woke“ ist, würde mich rasend interessieren. Oder galt das nur für die HIER rumlungernden Dreibeiner?

      Das Problem mit NeuTrek ist nicht „Frau auf Brücke“ sondern „DIESE Frauen auf Brücke“.
      Ich, und scheinbar auch rudelweise andere, mögen die nicht nicht weil sie Möpse haben, sondern weil sie scheiße sind, nicht nur als Menschen, sondern noch viel, viel schlimmer, scheiße als fiktive Charaktere.
      Keine der NeuTrek-Trullas kann einer Kira Nerys das Wasser reichen oder einer Janeway oder einer B’Elanna Torres, selbst Keiko O’Brian würde mit denen den Boden wischen.
      Bei den Herren der Schöpfung sieht es ja auch nicht besser aus. Flitzpiepen und Knallchargen wohin man auch guckt.

      Es geht auch nicht darum, dass die Charaktere alle nett sein müssen, damit ich mich auch ja mit ihnen identifizieren kann, das ist heutzutage angeblich total wichtig.
      Bei DS9 war mir anfangs außer O’Brian auch niemand sympatisch, aber die waren auf interessante Art unsympatisch, sie haben neugierig gemacht.
      Bei NeuTrek war ich nur bei zwei Charakteren etwas neugierig, Saru und Lorca und wir wissen alle was für ein erbärmliches Ende beide genommen haben, was danach noch übrig blieb waren Nervensägen.

      Also so lange da nicht ein paar alte, weiße, cis-normative, heterosexuelle Männer, die wissen wie man MENSCHEN schreibt, das Steuer übernehmen, werd ich mit dem was die da veranstalten wohl nicht warm werden.
      Und bis dahin ist es mir wurscht ob die Mädels auf dem Chefsessel sitzen oder dem Käpt’n nur den Kaffee bringen.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Toller satirischer Beitrag … endlich mal wieder einer in der Kommentarspalte.

      Antworten
    • Neuer Fan sagt:

      @Vulpe
      Bei Janeway habe ich nie an ihren Fähigkeiten als Captain gezweifelt, sie wirkt einfach würdevoll, seriös und voll im Saft, ohne Schnörkel. Ihr verletzliche Seite hält sie eher privat und bleibt bei fast allen Konversationen eine Dame von Reife. Major Kira kann sich genauso schnell beweisen und Jadzia, die kann alles und verzaubert auch noch alle mit ihrer puren Weiblichkeit. Eher ins New Trek passt Torres, aber auch die fällt eher durch saubere Kompetenz auf und lässt nicht bei jeder Gelegenheit die Klingonin raushängen.

      Kurzum: Die Damen von damals wissen, dass sie auf einem Schiff der Sternenflotte sind oder eine Raumstation in einem fragilen politischen Umfeld führen müssen und lassen nur sich nur wirklich selten zu Schludereien oder Befehlsverweigerung hinreießen – wenn, dann hat das immer einen ordentlichen Grund.

      Die Frauen bei New Trek oder auch Disney Star Wars sind erst einmal unausstehliche Giftzwiebeln und wirken komplett instabil, würde ich niemals einstellen. Das Crewgefühl ist zwar bei SNW wenigstens halbwegs vorhanden, aber nie könnte ich denen abkaufen, dass die mal richtig zusammenwachsen und einfach mal so effizient zusammenarbeiten wie es beim alten Trek der Fall ist.
      Niemand war damals zu 100 % perfekt, aber er (bzw. sie) stand für Probleme gerade und wuchs über sich hinaus für die Sache der Sternenflotte. Das erwarte ich halt von Menschen im 23. oder 24. Jahrhundert.
      Wenn ich die Leute von heute sehen und hören möchte, muss ich nur auf die Youtube-Trends gehen. Diese Art zu reden, diese ekelhafte Über-Coolness, die möchte ich bei ST einfach nicht sehen, macht eure eigene Serie. Und wenn Orville trotz aller doofen Witze ernsthafter rüberkommt, vor allem auch bei den weiblichen Figuren, dann ist auch dieser Trek-Versuch wieder nur eine Gurke. Wollt ihr Frauen wirklich wie überhebliche Rotzgören rüberkommen? Dann ist es eure Serie.

      Antworten
    • Vulpe sagt:

      @Neuer Fan
      Ich versteh nicht ganz welche meiner Aussagen dich dazu bewogen hat mir das jetzt alles zu erzählen/erklären?
      Also an welchem Punkt dieser „Kommentarschlacht“ habe ich gesagt das ich die Frauenrollen in New Trek viel besser finde und/oder die von damals nix können?
      Nirgends. Lass dein Frust wo anders rauß – und wenn du schon deinen Frust unbedingt hier raußlassen möchtest dann doch bitte mit was sinnvollem.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      „Ich versteh nicht ganz welche meiner Aussagen…“

      Sie fühlen sich halt angegriffen, wenn jemand ihre Vorstellung vom „Woke-Zeitalter“ hinterfragt … noch dazu aus weiblicher Perspektive^^.

      Antworten
    • Vulpe sagt:

      @JP1957
      Den Eindruck habe ich auch.
      Alternativ möchte man halt die Chance zum Mansplaining nutzen. :)

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Und genau die Art dümmlicher Sprüche veranlasst dann wohl den einen oder anderen Herrn dir seinen Standpunkt darzulegen.
      Hast du jetzt tatsächlich den Kreisschluss zu „Die sind jetzt so.“ geschafft?

      Antworten
    • Vulpe sagt:

      @Scholli67
      Ich versuche das mal auf das wesentliche runterzubrechen:

      NeuerFan: Zu viele Frauenrollen die nicht den Erwartungen/der Zielgruppe entsprechen. + vermutliche Woke-Botschaft eher negativ fürs Frauenbild.

      Scholli: Moderne Frauen sind halt so.

      Vulpe: Wie sind moderne Frauen denn? + Zustimmung NeuerFan + Provokante Aussage „Frau auf Brücke“ vs. „Krankenschwester“

      Scholli: Provokante Aussage von Vulpe ist Projektion und deswegen nichtig.

      Vulpe: Erläuterung der Provokanten Aussage

      Scholli: Alles nur Satire und provokante Aussagen sind normal + Erklärung zu NeuerFans Beitrag [dem ich zugestimmt habe]

      NeuerFan: Erklärung zu NeuerFans ersten Beitrag [dem ich zugestimmt habe]

      Vulpe: Fragestellung warum für ein Standpunkt erläutert und verargumentiert wird, der nie angezweifelt wurde [zugegeben provokant formuliert- aber Scholli hat ja selbst betont, dass das Teil der Zukunftia-Philosophie ist]

      Scholli: Du bist selbst schuld und beweist damit meinen Punkt.

      Ich versuchs mal anders:
      Was konkret hättest du dir gewünscht/hättest du erwartet?
      Das ich mich (thematisch) auf eine Seite stelle, die gar nicht meiner Ansicht entspricht, um dir bequeme Angriffsfläche zu bieten? Nö.

      Antworten
  6. Kazairl sagt:

    Mal eine Verständnisfrage über die Gorn hier, da ich die Folge noch nicht geguckt habe: Wird eigentlich geklärt, wie es sein kann, dass zu James Kirks Zeiten, also nach SNW, die Gorn offenbar unbekannt sind (in der Konfrontation mit ihnen wurde ihr Raumschiff als unbekanntes Raumschiff bezeichnet), zu Pikes Zeiten aber scheinbar mehrere Begegnungen mit ihnen stattgefunden haben? Haben die Serienmacher das Source Material absichtlich ignoriert oder gar nicht erst geguckt?

  7. Kazairl sagt:

    Mit anderen Worten: Sie retconnen den Erstkontakt mit den Gorn, der zu James Tiberius Kirks Zeiten stattfand. Das ist nie ein gutes Zeichen wenn ein Fandom so etwas tut. Ich hab schon keine Lust mehr, diese Serie überhaupt anzugucken. Ist es denn so schwer, bestehenden Kanon nicht zu verletzen?

  8. FordPrefect sagt:

    Auch diese Folge ist nicht gut.
    Ich kann den Hype um diese Serie nicht verstehen.

    Die Gorn lauern jetzt also anderen Spezies auf um sie ihren Kindern zum Fressen vorzuwerfen?
    Sorry, aber was ein quatsch.
    Das wars dann wieder endgültig mit optimistischer Zukunft.
    Von den ganzen Implikationen für das Zusammentreffen von Kirk mit den Gorn mal abgesehen.

    Super Uhura ist also nicht nur Hoshi, sondern auch nicht ausgelastet mit der Kommunikation und möchte auch Ingenieurin werden?

    Bei dem ganzen Blut und der Art, wie die geretteten Flüchtlinge über die Gänge geschlurft sind habe ich ja zuerst an eine weitere Infektions/Zombiefolge gedacht.

    Pike muss sich mal wieder von Miss KAAAAHN seinen Job erklären lassen.

    Gut das Number One, äh Sorry Una (WOW wie kreativ und Witzig) ein paar Explosionsspliter in den Bauch bekommen hat und deswegen zur Krankenstation musste. Sie wäre echt hilfreich gewesen die Energie der Explosion des AP350 Prozessors aufzunehmen. Wir merken uns, Warpkernexplosionen sind für X-Woman kein Problem, ein paar Splitter im Bauch ist ihr Kryptonit.

    Die Gorn stellen eine geniale Falle, die Schilde der Enterprise sind unten, können auch nicht so schnell hochgefahren werden, das Überraschungsmoment ist auf ihrer Seite, sie können den Antrieb Zerstören, die Lebenserhaltung, die Schildgeneratoren oder Waffen der Enterprise… Naaaaa Anfängertaktik, sie zerstören das Transportschiff, damit die Enterprise vorm 2. Angriff die Schilde hochfahren kann, wo bleibt denn da sonst der spass…

    Man will vielleicht zeigen, dass die Gorn wirklich Gnadenlos sind indem sie Schiffe opfern um die Position der Enterprise zu erfahren und Schiffe zerstören die Möglicherweise Kompromittiert sind. Aber so vom Materialverbrauch eher unpraktisch, besonders da die Zeit für die Gorn gespielt hat. Sie hätten einfach noch eine Handvoll Schiffe holen könne und außerhalb des Gasriesen gewartet biss die Enterprise wieder auftaucht. Selbst voll repariert hätte sie keine Chance gegen mehrere Schiffe gehabt.

    Michael musste natürlich im Mindmelt auftauchen, ahh wie tragisch, wir vermissen sie alle.

    Der Bruder von Miss Kaaaahn hat also ein Morsealphabet der Gorn entschlüsselt.
    Eine Spezies die Warpfähig ist kommuniziert noch mit Lichtsignalen, mit Morsecode Lichtsignalen in einer extrem langsamen Frequenz die man schön mitschrieben kann?
    Wow die Spezies aus Folge eins freut sich gerade wie Bolle über die neuen Möglichkeiten.

    Eine taktisch denkende und gnadenlose Jäger Rasse haut nach 10 Sec mit einem Schulterzucken ab ohne mal kurz zu scannen ob das Schiff das sie gejagt haben und 2 eigene Schiffe geopfert haben, ob dieses Schiff nicht doch noch da ist.

    Daredevils Charakterentwicklung zum unsympathischen Arschloch funktioniert hervorragend. Aber er ist ja ein Genius, der darf das.

    Fazit nach 4 Folgen.
    Ich habe keine Lust mehr.
    Es ist und bleibt Kurtzman Blödsinn in hübscheren Farben.
    Nicht eine der Folgen Begeistert mich sie nochmal zu schauen. Nicht eine der Figuren ist irgendwie Sympathisch. Nicht eine der Folgen regt in mir die Lust dieses Universum weiter kennen zu lernen.

    • FordPrefect sagt:

      Und ich kann auch dieses Argument nicht mehr hören, dass es auch mal schwache Folgen gab in den anderen Serien.
      Die Folgenanzahl wurde von 26 auf 13 pro Staffel reduziert. Die kosten pro Folge belaufen sich auf 2 stellige Millionenbeträge, da ist kein Platz für schwache Folgen.
      Jede Folge die – bei einer objektiv realistischen Bewertung – unter 7/10 kommt, ist eine Katastrophe für das Franchise, weil es einfach nicht genug Folgen pro Staffel gibt die das wieder auffangen.

      Und diese Serie hatte noch keine starke Folge. Kurtz-Trek hatte noch KEINE starke Folge.

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Auch diese Folge ist nicht gut.
      Ich kann den Hype um diese Serie nicht verstehen.

      Die Gorn lauern jetzt also anderen Spezies auf um sie ihren Kindern zum Fressen vorzuwerfen?
      Sorry, aber was ein quatsch.
      Das wars dann wieder endgültig mit optimistischer Zukunft.
      Von den ganzen Implikationen für das Zusammentreffen von Kirk mit den Gorn mal abgesehen.

      –> Mir wird es fein vorgeworfen, wenn ich „menschliche“ Maßstäbe bei anderen Rassen ansetze. Hier wiederum ist das natürlich völlig klar, dass ein raumfahrendes Volk nicht die Individuen einer andere Spezies essen? Wir fliegen zwar bisher nur zum Mond, essen aber auch Kühe, Hühner und andere Lebwesen. Wie passt denn das zusammen? Würden wir Wesen, die wir auf einem anderen Planeten vorfinden ggfls. nicht auch der Nahrung zuführen?

      Super Uhura ist also nicht nur Hoshi, sondern auch nicht ausgelastet mit der Kommunikation und möchte auch Ingenieurin werden?

      –> Sie ist quasi ein Azubi, da wird man mal hier und mal da eingesetzt.

      Bei dem ganzen Blut und der Art, wie die geretteten Flüchtlinge über die Gänge geschlurft sind habe ich ja zuerst an eine weitere Infektions/Zombiefolge gedacht.

      –> Wissen wir, wie lange der Evakuierungszustand gedauert hat? Ernstgemeinte Frage, hab ich nicht mitbekommen. Ist es so unwahrscheinlich, dass Sie ausgemergelt sind?

      Pike muss sich mal wieder von Miss KAAAAHN seinen Job erklären lassen.

      –> Sie hat die Position der Sicherheitschefin. Hat Picard immer alle Hinweise von Worf ignoriert?

      Gut das Number One, äh Sorry Una (WOW wie kreativ und Witzig) ein paar Explosionsspliter in den Bauch bekommen hat und deswegen zur Krankenstation musste. Sie wäre echt hilfreich gewesen die Energie der Explosion des AP350 Prozessors aufzunehmen. Wir merken uns, Warpkernexplosionen sind für X-Woman kein Problem, ein paar Splitter im Bauch ist ihr Kryptonit.

      –> Andere Physiologie, kein Mensch. Kann da so sein. Kannst Du es widerlegen? Keine menschlichen Maßstäbe ansetzen.

      Die Gorn stellen eine geniale Falle, die Schilde der Enterprise sind unten, können auch nicht so schnell hochgefahren werden, das Überraschungsmoment ist auf ihrer Seite, sie können den Antrieb Zerstören, die Lebenserhaltung, die Schildgeneratoren oder Waffen der Enterprise… Naaaaa Anfängertaktik, sie zerstören das Transportschiff, damit die Enterprise vorm 2. Angriff die Schilde hochfahren kann, wo bleibt denn da sonst der spass…

      –> Wissen die Gorn, wie die Schildtechnologie der Sternenflotte funktioniert? Vielleicht war die Logik, das kleinere und schwächere Schiff zu zerstören, um die Enterprise zu beschädigen? Woher sollten die Gorn wissen, dass die Enterprise dadurch wieder Schilde hochfahren konnte? Später können Schiffe Schilde auch weiter ausdehnen, um andere Schiffe zu schützen.

      Man will vielleicht zeigen, dass die Gorn wirklich Gnadenlos sind indem sie Schiffe opfern um die Position der Enterprise zu erfahren und Schiffe zerstören die Möglicherweise Kompromittiert sind. Aber so vom Materialverbrauch eher unpraktisch, besonders da die Zeit für die Gorn gespielt hat. Sie hätten einfach noch eine Handvoll Schiffe holen könne und außerhalb des Gasriesen gewartet biss die Enterprise wieder auftaucht. Selbst voll repariert hätte sie keine Chance gegen mehrere Schiffe gehabt.

      –> Wissen wir ebenfalls nicht die Intention. Vielleicht waren die Vorräte an Board aufgebraucht und man brauchte dringend Nachschub und opferte eben ein paar Individuen um die Masse zu retten. Erneut: Keine menschlichen Taktiken und Verhaltensweisen ansetzen bei einer fremden Spezies.

      Michael musste natürlich im Mindmelt auftauchen, ahh wie tragisch, wir vermissen sie alle.

      –> Zwiespältig. Völlig ohne Erwähnung wäre es ja vielleicht wieder ein Meckergrund für einen Kanonbruch gewesen. Zumindest passt hier dann so das Worldbuilding.

      Der Bruder von Miss Kaaaahn hat also ein Morsealphabet der Gorn entschlüsselt.
      Eine Spezies die Warpfähig ist kommuniziert noch mit Lichtsignalen, mit Morsecode Lichtsignalen in einer extrem langsamen Frequenz die man schön mitschrieben kann?
      Wow die Spezies aus Folge eins freut sich gerade wie Bolle über die neuen Möglichkeiten.

      –> Wir haben Handys, Satelliten, Navis, Digitalkommunikation – und dennoch verwenden Schiffe noch ein Echolot. Die Technik des Echolots hat die Enterprise hier gerettet. So unwahrscheinlich, dass in einem Szenario, in denen ggfls. auch bei den Gorn sämtliche Sensoren gestört sind, auf eine alte Technolgie zurückgegriffen wird als Fallback?

      Eine taktisch denkende und gnadenlose Jäger Rasse haut nach 10 Sec mit einem Schulterzucken ab ohne mal kurz zu scannen ob das Schiff das sie gejagt haben und 2 eigene Schiffe geopfert haben, ob dieses Schiff nicht doch noch da ist.

      –> Wenn die Parameter darauf hindeuten und es ggfls. keinen anderen Schluss zulässt, als das die Zerstörung der Enterprise war… warum nicht?

      Antworten
    • FordPrefect sagt:

      Ich war kurz versucht auf alles einzeln zu antworten, aber im Endeffekt kann ich dir in einem Punkt zustimmen. Wir wissen es nicht, warum sich die Gorn so verhalten.
      Dummerweise gibt es nun schon 5 Jahre Kurtz-Augenausreiß-Trek, der eine gewisse Herleitung für die folgenden Entwicklungen erlaubt. Daher fürchte ich, dass meine Interpretation des gezeigten und eben noch nicht gezeigten näher an der Wahrheit liegt.
      Ich wünsche mir ja, dass es eine vernünftige Einführung einer Spezies gibt die sich mal ganz anders verhält als wir es kennen. Nur stehen die Chancen dafür eher schlecht.

      Außerdem hätten sie sich dafür auch eine komplett neue Spezies ausdenken können, statt die Gorn.
      Die Moral der Kirk Gorn Folge war eben, exakt das was Miss Kaaahn in der Folge zitiert (Annährung durch Empathie) nur um es dann sofort mit dem Arsch einzureißen und zu sagen „They are Monsters!!1111!!“
      Miss Kaaaahn ist ein tickende psychische Zeitbombe die sich weigert psychologische Hilfe anzunehmen um BADASS zu wirken. Nach ihrem Snap in dem Tunnel ist das Letzte wo sie hingehört auf die Brücke.

      Oha Uhura ist erst Cadet, ich war irgendwie auf Lieutenant. Da ist es okay, wenn sie mal alles anschaut. Ich finde ihre Kenntnis von 37 Sprachen trotzdem gnadenlos Überqualifiziert. Geht es auch eine Nummer kleiner bei den Charakterentwicklungen?

      –>
      Würden wir Wesen, die wir auf einem anderen Planeten vorfinden ggfls. nicht auch der Nahrung zuführen?

      Ja und zwar Wesen wie du sie beschreibst, Kühe, Schweine, Hähnchen und Illyrianische Breitmaulelche. Alles Nutztiere.

      Auch wenn ich es als Mensch eher nicht so lecker finde Menschen zu essen, ergibt sich aus der „Gorn Frist Mensch Prämisse“ ein großes logistisches Problem.
      Der Aufwand neue Humanoide zu beschaffen ist gigantisch höher als ein Schnitzel aus Tönnies Fabriken zu bekommen.
      Im Zweifel sind die Humanoide auch noch mindestens Technologisch und Waffentechnisch ebenbürtig.
      Wir wären alle ziemlich schnell Veganer, wenn das Schlachten eines Schweins mindestens ein Menschenleben bedeutet.

      Von der Möglichkeit Fleisch in Bioreaktoren oder gar Replikatoren herzustellen mal ganz abgesehen.

      Das ist genau so ein typischer Kurtz-Blutbad-Trek Punkt, Schockeffekt vor Logik.

      Antworten
    • Torim2010 sagt:

      Replikatoren gibt es in TOS noch nicht. Aber das jemand auch nur etwas Ahnung von Star Trek Technologie hat und weiß was wann möglich wäre ist so gut wie unmöglich.

      Antworten
    • FordPrefect sagt:

      Verzeihung, ja in TOS gibt es nur Nahrungsverteiler. Aber es ist nicht ganz geklärt wo denn die Nahrung genau herkommt und man bestellt ja quasi per Codekarte.
      Es sieht zumindest schon so aus als ob da schon eine gewisse Automatisierung hinter steckt und nicht ein Koch in einer Großküche wie bei Enterprise.

      Antworten
  9. Ichwieder2 sagt:

    Was würde jetzt uns – in den Augen einer fremden Spezies – so sehr überlegen machen im Gegensatz zu unseren „Nutztieren“? Unsere Kraft? Unsere Ausdauer? Unsere Intelligenz auf der Skala von „nicht jede Rakete zum Mond kommt an“ vs. insterstellaren Reisen?

    Nehm‘ doch mal dem modernen Menschen für ein paar Wochen den Strom oder sein Gas weg (und das meine ich jetzt nicht auf aktuelle geopolitischen Entwicklungen bezogen). Wie lange würd das gutgehen. Um mal so ein Szenario zu entwerfen: Ausserirdische Rasse, die uns gerne als Nahrung hätte, kommt vorbei und legt weltweit die Stromversorgung lahm. Was dann? Ich glaube nicht, dass es sehr lange dauern würde, bis diese Aliens dann relativ seelenruhig Menschen „ernten könnten“.

    Kennste den Gag vom Hundeflüsterer? Wenn ein Alien sehen würde, dass wir hinter unseren Hunden hergehen und ihre scheisse in ein Beutelchen packen und wegwerfen – was würden diese Aliens glauben, wäre hier der Boss der beiden Spezies?

    Die Gorn haben hier in der Folge eine Kolonie angegriffen. Wir gross wird da die Gegenwehr gewesen sein?

    Aus welcher logischen Konsequenz heraus erwartest Du, dass eine andere Rasse irgendwelchen Nahrungsreplikatoren entwickeln können wird? Warum sterben denn bei uns viele Tierarten aus, weil die etwa im Meer überfischt werden. Sollten man dem Menschen nicht auch bereits jetzt schon genug Intelligenz dafür zusprechen, dass es dazu nicht kommt?

    Kommt es aber, und wir rotten weiterhin täglich zig Arten aus, ob gewollt oder ungewollt, weil die Lebensräume drumherum vernichtet werden.

    Was berechtigt uns jetzt dazu, anzunehmen, dass einen raumfahrende Spezies aber unbedingt diese Entwicklung durchmachen muss? Und sich nicht einfach… Menschen holt, weil die total lecker sind und man die bisher nicht auf dem Gornplaneten erfolgreich züchten konnte?

    • FordPrefect sagt:

      Was würde jetzt uns – in den Augen einer fremden Spezies – so sehr überlegen machen im Gegensatz zu unseren „Nutztieren“?
      –>
      Intelligenz, die Möglichkeit der Kommunikation, die Wissenschaft, die Möglichkeit der Weitergabe von Erlernten. Teamwork, Empathie.
      Wir haben uns einen Planeten untertan gemacht.
      Gegen eine Interstellare Rasse die uns Angreift hätten wir natürlich im Moment noch nicht den Hauch einer Chance.

      Aber wir sind ja im 23.jhd und im Star Trek Universum, zumindest behauptet das Kurtzman.

      Die Gegenwehr einer Kolonie wird sicherlich überschaubar gewesen sein. Etwas zum Abschrecken von Piraten, aber nichts das einem Kriegsschiff lange standhält. Das heißt aber nicht, dass das „Ernten“ von Humanoiden ab jetzt einfacher wird.
      Wie erwähnt, Föderation und Gorn sind Technologisch auf ähnlichem Level. Noch 2-3 Ernten und man hat einen Krieg am Hals für ein bisschen Menschengulasch.

      Aus welcher logischen Konsequenz heraus erwartest Du, dass eine andere Rasse irgendwelchen Nahrungsreplikatoren entwickeln können wird?
      –>
      Aus der Logischen Konsequenz, das WIR bereits ohne Probleme Fleisch in Bioreaktoren züchten können, es soll sogar in den nächsten 10 Jahren eine Massenproduktion möglich sein. Und wir sind noch nicht mal fehlerfrei regelmäßig zum Mond kommen, wie du richtig erwähnst.
      Mit einem bestimmten technologischen Stand ist es quasi unmöglich etwas nicht zu Erfinden.

      Das wird auch in Star Trek durch die Vulkanier und ihre First Kontakt Regel sehr gut dargestellt. Eine Spezies die Warpfähig ist, hat einen bestimmten technologischen und gesellschaftlich Moralischen Stand erreicht um mit anderen Spezies in kontakt treten zu können.

      In the Orville wir das auch sehr gut beschrieben, der religiöse Fundamentalismus der Krill sollte eigentlich nicht existieren, weil sie eine Interplanetare Spezies sind. Ich bin gespannt ob und wie dieses Paradox aufgeklärt wird. Wahrscheinlich lerne ich sogar noch was dabei.

      Und hier liegt der Hase im Pfeffer, ich behaupte nicht, dass es unmöglich ist, das die Gorn die Humanoiden als Nahrung sehen. Ich behaupte nur, dass extrem viel dagegen spricht, das so eine Spezies existiert. Und das sich die ganzen Autoren nicht im geringsten im klaren sind, was sie sich da für ein Ei gelegt habe um das ordentlich zu begründen.
      Besonders da sie bisher nicht mit viel logischen Begründungen positiv aufgefallen sind.

      Antworten
  10. JP1957 sagt:

    Ich bin total begeistert über die Diskussion, die sich hier entwickelt hat … endlich kann ich meinen zunehmend skeptischen Freunden wieder erklären, warum ich ein Trekkie bin und bleibe.

    Auf welch hohem Niveau hier von Trekkies Fragen der zukünftigen interstellaren Entwicklung diskutiert werden … etwa die Frage, ob sich fremde Völker gegenseitig aufessen werden oder nicht.

    Respekt.

    Das ist eben eine echte Qualitätsseite.

    Und immerhin nähern wir uns auch nach dem Verschwinden von Schildhilde vor Monaten wieder der Erfüllung der Frauenquote von 5,5 %.

    • Ichwieder2 sagt:

      Stimmt, passt nicht ins theoretische Weltbild – alle Aliens, die vorbeikommen, sind voll lieb. Die Borg habt Ihr aber auch als Trek-Kanon akzeptiert, oder? Warte… jagut, Assimilation ist ja so viel besser :D

      Auch Du hast die Möglichkeit, mal nichts zu schreiben, wenn Du nichts beizutragen hast.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Wow, wow, wow … so gehts los … Cancel Culture auf Zukunftia, nur weil man sich nicht dem woken kannibalen Zeitgeist anpassen will???

      Dabei habe ich Dich doch gelobt für Deine Ernsthaftigkeit!

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Die Frage ist berechtigt, ob eine hoch entwickelte Spezies wie die Gorn wirklich keinen zumindest einfacheren Weg findet, die Nahrung der Nachkommen zu sichern.

      Es erinnert mich an die „Voyager“-Episode „Phage“, als die Vidiianer eingeführt wurden, die aufgrund einer Seuche auf Organ-Jagd waren, wobei sie diese Organe spezies-übergreifend genetisch umwandeln konnten, was dann schon zu der Frage führte, ob sie dann nicht hätten auf Nutztiere ausweichen können. Zum einen aus moralischen Gründen, zum anderen einfach deshalb, weil hier keine Gegenwehr zu erwarten wäre.

      Dennoch war „Phage“ kein sinnloser Unsinn. Großartig waren die Szenen, in denen der völlig verängstigte Neelix nach und nach zu begreifen beginnt, dass er vielleicht den Rest seines Lebens mit einer holografischen Lunge im Arztzimmer der Voyager verbringen muss.

      Zudem wurde in „Phage“ die Frage aufgeworfen, ob es nicht sehr anmaßend ist, die Handlungen einer ums nackte Überleben kämpfenden Person moralisch zu verurteilen. Sehr überzeugend wirkte auch die Hilflosigkeit von Janeway, als sie erkennt, dass sie Motura die gestohlene Lunge nicht einfach wieder wegnehmen kann, ohne Motura dadurch zum Tode zu verurteilen. Janeway sagt, sie verfüge im Gegensatz zu Motura nicht über „den Luxus“, über moralische Bedenken hinwegsehen zu können.

      Ich glaube, viele würden über Widersprüche nicht so viel lamentieren, wenn sich der „Sinn“ einer Idee aus der nachfolgenden Story ergeben würde. Genau das scheint aber im Kurtzman-Trek noch immer nicht zu geschehen.

      Antworten
    • FordPrefect sagt:

      Die Motivation hinter der Assimilation ist eine ganz andere. Da werden auch mal Drohnen oder Cuben geopfert um dem ziel der Perfektion näher zu kommen. Die Borg sind eine wunderbar ausgearbeitet Spezies die ganz anders sind. Selbst eine Borgkönigin kann man im sinne einer Bienenkönigen/Ameisenkönigin akzeptieren. Aber leider haben sie es ja dann in Pikkert versaut.

      Exakt, viel Widersprüche fallen auch nicht so stark auf, wenn es im gesamten Kontext Sinn ergibt.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Amüsant finde ich ja: Die Angst, von einem Monster gefressen zu werden, ist ja so eine Ur-Angst, die eher tief in uns steckt, während sie im Alltag des modernen Menschen keine Rolle spielt. Daher ist diese Angst eher ein Thema des Horror-Genres, das ja traditionsgemäß „irrationale“ Ängste anspricht, die irgendwie noch immer grundlos in uns schlummern.

      Die Angst vor Assimilierung, vor Identitäts- und Kontrollverlust, ist viel mehr eine „moderne“ Angst, die daher auch besser zum Science-Fiction-Genre passt.

      Antworten
  11. Serienfan sagt:

    Also: Alles, was ich bislang über diese Serie gelesen habe, hat mich mehr als abgeschreckt.

    Auf eines möchte ich aber kurz eingehen. Auf einer Seite mit dem suspekten Namen „serieslyawesome.tv“ habe ich folgende Inhaltsangabe gelesen:

    „Und auch wenn man dem Gegner eigentlich nicht entliehen kann, so kann man die Gravitation des schwarzen Loches in der Mitte des Giganten für eine heimliche Flucht nutzen… oder so. Wenn man das einfach so runterschreibt, klingt es ziemlich bescheuert, aber trotzdem funktioniert es in der Serie. Vielleicht nicht mehr für jeden Science Fiction Fan, aber für die Star Trek Gemeinschaft allemal, denn das, was wir hier sehen, ist das klassische Star Trek ABC.“

    Das finde ich erstaunlich.

    Ich denke, wir erleben hier eine neue Generation, die „Star Trek“ nach all den Jahrzehnten nicht nur rein gar nicht begriffen hat, sondern die offenbar auch intellektuell nicht mehr in der Lage ist, „Star Trek“ zu begreifen.

    Und dieser Generation gehört keineswegs nur Kurtzman an.

    Ich habe in meinem Leben hunderte von „Star Trek“-Rezensionen und Inhaltsangaben geschrieben. Nicht einmal bei den dümmsten aller Episode wurde mir erst beim Wiedergeben des Inhalts klar, wie ohne Sinn alles ist. Manches war dumm, vieles nicht. Es war aber nie ohne Sinn. Und daher hatte ich auch niemals Probleme, die gesehenen Bilder in Worte zu fassen.

    Nun haben wir eine neue Zuschauer-Generation, die keinen Sinn mehr benötigt. Die völlig unreflektiert Filme „binged“.

    Filme und Serien, wie sie Producer wie Kurtzman herstellen, sind inzwischen das cineastische Pendant zu Lorem-Ipsum-Blindtexten, die auf legasthenische Zuschauer treffen. Es prasseln Bilder und Action auf diese Generation von Zuschauern ein, die dies dann tatsächlich (oder zumindest für eine erstaunlich lange Zeit) für eine Story halten.

    Jetzt verstehe ich auch, warum man unbegreiflicherweise dauernd auf bekannte Begriffe wie „Uhura“ oder „Gorn“ zurückgreift, obwohl damit nichts gewonnen ist und nur unnötige Widersprüche erzeugt werden. Diese Begriffe sollen im Lorem-Ipsum-Text vorgaukeln, dass es um „Star Trek“ geht.

    • G.G.Hoffmann sagt:

      „Diese Begriffe sollen im Lorem-Ipsum-Text vorgaukeln, dass es um „Star Trek“ geht.“

      Eine recht späte Erkenntnis, die sich einem bereits seit 20 Jahren aufdrängen könnte. Ich dachte, es bestünde Einigkeit unter „Alt-Fans“, dass mit dem Ende der Berman-Ära – aus meiner Sicht eigentlich bereits mit dem Ende von VOY – auch das alte Star Trek endete und mit Abrams- und Kurtzman-Trek etwas ganz Neues erschaffen wurde, das zwar Star Trek im Namen trägt, aber nicht mit Roddenberry-/Berman-Trek vergleichbar ist.

      Deshalb tut man sich meiner Meinung nach mit Vergleichen keinen Gefallen. Ich finde ENT als Prequel unsinnig, ebenso DSC und SNW. Und PIC ist sogar als Sequel nicht gut geschrieben und inszeniert. Über die Kelvin-Zeitlinie muss man gar nicht erst sprechen. Ich habe jedenfalls seit mehr als 20 Jahren kein „echtes“ Star Trek mehr gesehen, also deutlich länger als die rund 10 Jahre von 1990 bis ca. 2000, in denen Star Trek in Deutschland einen gewissen Hype erlebt hat und ein in sich weitgehend schlüssiges Universum bildete (die unregelmäßigen TOS-Ausstrahlungen und -Filme in den 70er/80ern klammere ich einmal aus).

      Man könnte ja auch nicht eine Neuauflage von „Columbo“ (Gott möge das verhüten!) mit Peter Falks Ermittler vergleichen. Bereits die 1. und 2. Columbo-Ära mit Falk unterschieden sich deutlich voneinander. Auch die Neuauflagen von Dallas, Denver-Clan, Magnum, haben ja herzlich wenig mit den Serien aus den 80ern zu tun, obschon zum Teil die gleichen Charaktere mitspielen.

      Deshalb halte ich es auch nicht für sinnvoll, die neue Star Trek Ära in die Memory Alpha aufzunehmen und krampfhaft den Versuch zu unternehmen, eine einheitliche Föderations- und Charakter-Historie zu schreiben. Das Star Trek ab ENT passt einfach nicht zu TOS/TNG/DS9/VOY und schafft 1000 unauflösliche Widersprüche und offene Fragen. PIC mag man als Fortschreibung der Geschichte von Jean-Luc & Co. inhaltlich noch akzeptieren können (womit nichts über die schriftstellerische Qualität der Drehbücher gesagt ist). Die Prequels spielen nach meinem Dafürhalten jedoch allesamt in einem Paralleluniversum und fallen in die Kategorie „schmagdassonich“.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Hier wirfst Du aber alles durcheinander. Remakes, Reboots, Sequels, Prequels.

      Die „Dallas“-Fortsetzung war gar nicht übel, fatalerweise wenig erfolgreich.

      Auch verdient der in „Star Trek“ errungene Intellekt vielleicht doch ein wenig mehr Respekt als eine Serie wie „Der Denver-Clan“, auch wenn ich zugeben muss, dass das Sequel „Die Colbys“ immerhin mehr Sinnhaftigkeit und wohl auch mehr Raumschiffe hatte als „Star Trek: Picard“.

      Ich würde mir wünschen, die Macher des höchst unterhaltsamen Films „Top Gun: Maverick“ würden „Star Trek“ übernehmen. Hier haben wir das perfekte Sequel. Man steht zu den Figuren. Man steht zu dem, was manch einer für naiv oder gar überholt halten mag. Aber technisch ist man voll und ganz auf der Höhe der Zeit, was der „Top Gun: Maverick“ nutzt, die Flugsequenzen nicht nur eindrucksvoll, sondern auch unglaublich spannend zu inszenieren.

      Antworten
  12. JP1957 sagt:

    „Ich denke, wir erleben hier eine neue Generation, die „Star Trek“ nach all den Jahrzehnten nicht nur rein gar nicht begriffen hat, sondern die offenbar auch intellektuell nicht mehr in der Lage ist, „Star Trek“ zu begreifen.“

    Geeeeeenauuuuuuuuuuu!

    Und deshalb gibt es inzwischen ja auch Leute, für die gornige Kannibalen vergleichbar mit borgigen Assimilierern sind.

    Aber cineastische Legastheniker … das ist schon hart am frühen Morgen!

    • Serienfan sagt:

      Eine Meldung, wann wir im rückständigen Deutschland die Episoden zu sehen bekommen, wäre mir allerdings lieber gewesen!

      Apropos: Ich will gnädig sein, denn ich vermute, Du gehst gerne in den Fressmüll-Laden mit dem goldenen M, aber anders als bei Patrick Stewart, bei dem die falsche Namens-Schreibweise allmählich zur rebellischen Pflicht wird, hat es Seth MacFarlane als Star-Trek-Geist-Erretter doch verdient, richtig geschrieben zu werden. :-)

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Asche auf mein Haupt … das hätte nicht passieren dürfen.

      Zum ersten (Solidaritäts) Essen bei McD seit 40 Jahren war ich neulich – als ich erfahren habe, dass sie in Russland ihre Läden dicht machen.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Da müssten die schon das Orville-Happy-Meal mit MacFarlane-Autogramm und exklusiver Orville-UHD-Blu-ray-Box anbieten, dass man mich in den Mc ohne A in der Mitte lockt! :-)

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      @ JP
      Du bringst dich absichtlich näher ans Grab weil die Russen jetzt gesünder leben?
      Ich hab das Gefühl mir fehlen wichtige Informationsschnipsel.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Scholli: Das ist einfach der kategorische Imperativ, nach dem ich lebe und beurteile.

      Würden alle Firmen sich so verhalten wie McD und als Reaktion auf Angriffskriege die Bude zu machen, hätten wir Friede auf Erden.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Zweifellos.

      Amerikanische Produkte, Filme und Serien wären dann aber auch erst mal vom Tisch.

      https://youtu.be/wUEr7TayrmU

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Also wenn sich Twitter und Twitch auch noch aus Russland zurückziehen, wären die Russen nicht nur körperlich sondern auch geistig das gesündeste Völkchen in Europa.
      Das wäre doch eher eine Belohnung, oder?
      Können wir das bitte, bitte auch haben?
      Sind die Autobahnen Richtung Polen und Tschechien eigentlich Ok? Frage für einen Freund …

      Antworten
    • Pillepalle Pumpernickel sagt:

      McDonalds! Wehr dich! Verkauf nicht bei Russen! Find ich echt stark. Kann man sich als Boomer durchaus mal zwei MCRib gönnen, für die gute Sache.
      Irgendwie kann ich mich über die dritte Staffel von the Orville nicht so richtig freuen. Wo es doch heißt, es sollte die letzte ihrer Art werden. Wer weiß, vielleicht übernimmt Alex Kurtzman danach den Laden.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Das geht mir leider auch so.

      Auch wenn Staffel 3 nicht das letzte ist, was wir von „The Orville“ zu sehen bekommen (und davon gehe ich durchaus aus): Wann sollen denn die nächsten Folgen kommen?

      Frühestens im Herbst wird man sich mit Seth MacFarlane auf weitere Folgen einigen. Dann wird er schreiben, dann wird es dauern, passende Termine für den Hauptcast zu finden, und dann gibt es die zwei Jahre Nachbearbeitung, die Perfektionist Seth MacFarlane braucht. Immerhin hat er selbst mehrfach betont, die Verzögerung habe nicht nur an der Pandemie gelegen.

      Vor 2024, eher 2025 wird da garantiert nichts Neues nachkommen.

      Das ist einfach für eine Serie zu wenig.

      Es wird ja dauernd schwandroniert, Disney mache einen Fehler, das Kino permanent mit Marvel-Filmen zu überschwemmen. Komisch nur, dass dieser „Fehler“ unentwegt Einspielrekorde erzeugt.

      Wir haben nun mit der dritten Staffel insgesamt 36 Orville-Folgen, verteilt auf sechs Jahre (2017 bis 2022). Man stelle sich mal vor, in sechs Jahren wären nur 36 TNG-Folgen gelaufen. Ich bin mir absolut sicher: Ein Hype wäre auf diese Weise nicht entstanden.

      Die akute Gefahr, die Serie entweder mit großer Verzögerung zu sehen, oder mit irgendwelchen Dateien aus dunklen Gefilden vorlieb nehmen zu müssen, dämpft meine Vorfreude sogar so weit, dass ich mir noch nicht einmal die Jubel-Videos von Egotastic Funtime ansehen mag.

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      Das ausgebremste Momentum von The Orville ist eine Sache. Die Qualität und das Schwimmen gegen den Zeitgeist eine andere. Letzteres stimmt mich besonders optimistisch: MacFarlane legt es auf Langzeitwirkung an, nicht auf den Hype.

      Marvel ist mördererfolgreich. Doch schon heute darf man attestieren: Erlischt der Hype, bleibt nichts übrig vom einst stolzen MCU als eine Kuriosität seiner Zeit. Zeitlose Klassiker sehen anders aus. Nämlich mehr wie The Orville.

      Egotastic FunTime mag ich mir dennoch nicht so gerne ansehen. Bei aller Sympathie – ich wünsche ihm allen Erfolg – ist mir J.P. bisserl zu blauäugig und fanbubig. (Wenn auch authenthisch, im Gegensatz zu W.W.)

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Leider muss ich Dir hier widersprechen. (Sorry für die Off-Topic Orville-Diskussion, aber für „Strange New Worlds“ interessiert sich halt kein Mensch.)

      „The Orville“ braucht offenbar den Hype, um die hohen Produktionskosten zu rechtfertigen. Und ich habe leider auch den Verdacht, dass Seth MacFarlane den großen Erfolg ebenso für sein Ego braucht. Nur dann will er offenbar weitermachen.

      Gerade wenn „The Orville“ immer nur alle Jubeljahre für wenige Episoden kommt, muss immer wieder aufs Neue so ein Hype entfacht werden. Ob davon eine „Langzeitwirkung“ ausgeht, bezweifle ich. Sowas mag bei Actionfilmen wie „James Bond“ funktionieren.

      Die aktuellen Event-Serien leiden ja gerade darunter, sich nur noch über das große Ereignis zu definieren. Vorbei sind offenbar die Zeiten, in denen man nach „Best of Both Worlds“ wieder zur Bottle-Show zurückkehren konnte. Daher funktioniert ja „Star Trek“ auch im Kino viel schlechter als im Fernsehen, weil das Kino viel mehr das große Ereignis braucht.

      Inwieweit sich also die dritte Staffel der Serie wirklich gegen den Zeitgeist stellt, bleibt daher abzuwarten. Bislang habe ich leider den Eindruck, dass sich die dritte Staffel eher aktuellen Action-Konventionen verpflichtet sah.

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    • G.G.Hoffmann sagt:

      Die „Unsitte“, zwischen zwei Staffeln 1-2 Jahre vergehen zu lassen, statt, wie früher, nur eine Sommerpause von 3-4 Monaten, ist ja leider seit einigen Jahren der Trend bei vielen Serien und einerseits dem hohen Produktionsaufwand, andererseits dem Umstand geschuldet, dass Staffeln heute oftmals nur noch 6, 8, 10, 13 Folgen haben und nicht die früher üblichen ca. 26.

      Sofern man eine Serie nicht „live“ verfolgt, sondern abwartet, bis diese weitgehend oder komplett „versendet“ wurde, ist das wenig problematisch – abgesehen davon, dass die Darsteller oftmals schneller altern als ihre Figuren oder in der Handlung – wie bei PIC – zu große unerklärte Lücken sind.

      Es gibt, insbesondere dank HBO und Netflix, in jüngere Zeit auch durch neue Streamingdienste, viele großartige Serien aus den letzten 20-25 Jahren, die es teilweise noch zu entdecken gibt und die man dann binge-watchen kann – falls man nicht den Großteil seiner Freizeit vor dem TV verbringt und diese schon vor Jahren alle gesehen hat. Und auch ein Re-Watch einer älteren Serie ist oft noch lohnend.

      Insofern habe ich keine Probleme damit, wenn Serien wie „The Orville“, oder auch Star Trek in den letzten 5 Jahren, eine eher zähe Produktion aufweisen. Ich empfinde es oft als befriedigender, eine Serie komplett und befreit von aktueller Kritik zu schauen als mich ein viertel Jahr lang Woche für Woche durch Cliffhanger zu quälen, nur um dann erneut 1-2 Jahre warten zu müssen, um zu erfahren, wie es weitergeht.

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    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      Ja, Hype und so ist vom kaufmännischen Standpunkt Mittel der Wahl, keine Frage. Als Fan bin ich aber froh über die Geduld, mit der offenbar die Folgen und Staffeln produziert werden. Etwas nostalgisch denke ich auch an das Original: Star Trek etablierte sich ja auch erst mit den Wiederholungen als Kult & Welterfolg.

      Leider teile ich deine Sorge über die Action-Gigantomie, die mit III kommen könnte. Vor Kurzem hatte ich den Auftakt zu Staffel II nochmal gesehen. Kleines Kammerspiel mit feinen Figuren können Orville und MacFarlane offenbar sehr gut; ich fands wunderbar. Möge es so bleiben.

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    • Serienfan sagt:

      Ja, der Auftakt zur zweiten „Orville“-Staffel war wunderbar.

      Nur zur Erinnerung (sanftmütig-bescheidene Werbung): https://youtu.be/Xvmi_hmwWO8

      Der Auftakt zur dritten Orville-Staffel scheint die Anti-These zu „Ja’loja“ zu sein, was aber nicht zwangsläufig schlecht sein muss.

      Natürlich ist in der Produktion der „Masse“ auch viel Durchschnittliches dabei. Ich bin aber fest überzeugt: Gerade die durchschnittlichen Episoden erfüllen eine wichtige Funktion, denn sie vertiefen die Verbindung mit den Charakteren, und zwar auf eine Weise, wie es in Mini-Serien oder Filmen nicht möglich ist.

      Verzichtet eine Serie darauf, wird das Gefälle zum Kino (das man nicht wegdiskutieren kann) eher größer als kleiner.

      Der Event-Charakter hat auch den Nachteil, dass eine eher durchschnittliche Folge wie „Blood of Patriots“ negativer ins Gewicht fällt.

      Antworten
  13. JP1957 sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=6bedldR8tZ0

    Jetzt sind wenigstens alle Episodentitel bekannt!

    Endlich erfahren wir mehr über unseren geliebten Avis – gleich in einer Doppelfolge.

    Die letzte Folge heißt übrigens „Future unknown“ … interessant.

  14. frank sagt:

    wo bleibt eigentlich die kritik zu 1.05?

  15. Scholli67 sagt:

    ooopsi

  16. BergH sagt:

    tach auch !

    @Frank
    Eine nette Folge mit einer wirklich gut aufgelegten Crew,
    die zu allen Späßen bereit war.
    Bisschen Lower Decks.
    Eine Prise vulkanische Erotik.

    Good Cop bad Cop Elemente.

    Gut wieder hatten die „Mädels“ einen Haufen an Screentime,
    aber Spock als Frau war auch nicht schlecht.
    A la switch , die Frau im Manne.
    (Ihr erinnert Euch ?)

    IMHO eine rundum gelungene Folge,
    die mich richtig gut unterhalten hat.

    Logiklöcher und Plottholes waren auf niedrigem Niveau.
    Dafür war das Humor-Niveau fast schon zu hoch.
    Ich wurde mal so 3-4 Gummiohren von Klapowski erwarten. Und so 43 von Sparkiller.

    Was will der grantige, alte, weiße Mann mehr?

    Gruß BergH

    • Serienfan sagt:

      „Was will der grantige, alte, weiße Mann mehr?“

      Du hast mich gerufen? Ich will „The Orville“!

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Ich kann schon mal sagen: Die erste Folge lohnt sich, schöne Charakterfolge, zentriert um Isaac und die Nachwirkungen des Kaylon-Angriffes auf die Erde. Die Folge ist auch emotional, aber die richtige Form von emotional, nicht wie sie uns Kurtzman in jeder seiner Serien zeigt. Es ist wirklich erstaunlich, wie stark man sich mit der Trauer und dem Hass der Figuren verbunden fühlt, wenn sie wie bei Orville durch Seth wunderbar eingeführt wurden. Die Frage nach dem Schicksal und dem Verbleib von Isaac auf der Orville ist so wunderbar dargestellt, dass ich mich frage: Warum kann Kurtzman Charaktere nicht so gut schreiben (lassen)?

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Zu ergänzen wäre noch: ja, es gibt Action-Szenen und ja, auch hier sind Traumata vorhanden, verursacht durch den Konflikt mit den Kaylon, aber beides wird anders als bei Kurtzman Star Trek plausibel dargestellt und die Traumata werden auch nicht so mal kurz erklärt und super schnell gelöst oder unlogisch aufgelöst, nein, diese Traumata sind oft bleibender Natur oder der Hass auf Isaac, weil er Kaylon ist, so tief sitzend, dass er nicht binnen einer Folge aufgelöst werden kann.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Sorry, aber in der Folge gibt es weit und breit kein Trauma.

      Ein Trauma ist ein nicht steuerbares Verhalten, das durch ein davon losgelöstes Erlebnis verursacht wird. Jemand war für einen Tag in einem Fahrstuhl eingesperrt, und er fühlt seitdem stets Beklemmungen bei engen Räumen. Oder Picard: Seine Mutter hat sich umgebracht, weshalb er generell beziehungsunfähig wurde.

      Nichts davon gab es in der „The Orville“-Episode.

      Ach ja. Deine Anmerkung „ja, es gibt Action-Szenen“ würde ich als Understatement bezeichnen. Und wieso klingt das bei Dir so euphemistisch? Hat Dich die Action im Kurtzman-Trek so traumatisiert, dass Du sie generell als etwas Negatives siehst? :-)

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      So kann man es sagen, Kurtzman-Trek und seine schlecht durchdachte und vor allem nicht angebrachte Action und Gewalt haben mich schon etwas verschreckt, sodass ich gut choreographierte und angebrachte Action zu würdigen weiß und das hat die erste Folge der 3. Staffel. Fand sie richtig gut, viel besser als das meiste Scifi, was uns Fernsehen und Kino in den letzten Jahren geboten haben. Würde gerne wissen, wie du sie fandest? Anhand deines Posts deute ich, dass du sie schon gesehen hast? Zum Thema Trauma: Da muss ich dir recht geben. Es gibt zwar Hass auf Isaak und die Kaylon, aber so subil, dass einem das im Vergleich zu Kurtzman-Trek schon richtig guttut so etwas gut Ausgeführtes zu sehen

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Hab ich sie gesehen? Ja! Und zwar auf legale Weise. Ich habe sie mir von jemanden geben lassen. (Wo der sie herhatte, ist mir natürlich völlig unbekannt.)

      Mein Urteil: Dazu wird es ein Video geben. :-) Das wird es allerdings erst geben, sobald es in Deutschland eine legale Möglichkeit gibt, die Folge zu sehen. (Sich per VPN ins englische Disney+ einzuloggen ist zwar legal, aber das zähle ich nicht dazu.)

      Hass auf jemanden, der einen Böses angetan hat, hat ja nichts mit einem Trauma zu tun. Und es ist ja auch nicht so, dass die Figuren über diese eine Emotion definiert werden.

      Also, keine Sorge. Seth MacFarlane verfolgt eine eindeutigige und radikale Zero-Kurtzman-Strategie.

      Ach ja, sorry, aber ich handle aus einem inneren Zwang heraus: Jetzt musste ich erst JP über die Schreibweise von „MacFarlane“ belehren, jetzt Dich – ist schlimm, ich weiß, aber ich bin nun mal auf einem Orville-Kreuzzug. Es wird Isaac geschrieben. So wie bei Newton. :-)

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Kein Problem, passiert mir gelegentlich, dass ich Isaak und Isaac verwechsel und Steward und Stewart, also danke für den Hinweis. Versuche, das in Zukunft nicht mehr zu verwechseln^^

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Grade einen Satz online gelesen, dem ich so nur zustimmen kann: „Many of the threads of “Electric Sheep” seem reminiscent of Star Trek: The Next Generation, in the best way possible“. Orville Season 3 ist (zumindest in Folge 1) das, was Picard hätte sein sollen, eine Weiterentwicklung, keine Negierung, wie es PIC mit den Charakteren gemacht hat.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Ich hab die Folge grad gesehen und stimme dem Satz überhaupt nicht zu.

      Spätestens mit dieser Folge ist The Orville etwas ganz Eigenes – großartig … und diese Bilder – phantastisch.

      Und was für ein Einstieg für „Charly“ – was für ein interessanter Charakter!

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Freu mich auf das Video … und werde es aggressiv bewerben ;-)

      Bin gerade erst auf ein Interview gestoßen, dass mich The Orville noch ein bisschen besser verstehen lässt … falls Du es noch nicht kennen solltest:

      https://www.scifinews.de/news/serien/the-orville-2017/interview-die-produzenten-von-the-orville-sprechen-%C3%BCber-epische-ausma%C3%9Fe-und-gro%C3%9Fe-auftritte-in-der-new-horizons-staffel-r13830/

      Darin ganz zum Schluss:

      “ Nur um das klarzustellen: Die Serie ist nicht abgesetzt.

      David Goodman: Die Serie ist absolut nicht abgesetzt.

      Jon Cassar: Entschieden nicht.

      David Goodman: Absolut nicht. Das ist endgültig.“

      Das macht Hoffnung.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Nicht abgesetzt, ist ja schön und gut aber wenn es aktuell keine konkreten Planungen für die nächste Staffel gibt, macht mich das nicht unbedingt hoffnungsfroh. Wäre nicht die erste Serie die nicht abgesetzt aber auch nie fortgeführt wurde.
      Dreieinhalb Jahre auf die dritte Staffel zu warten war schon hart und ob sie sich das noch ein weiteres mal leisten können, möchte ich fast anzweifeln, Klar, die Hardcore Fans würden wieder einschalten aber die ganzen Gelegenheitszuschauer sind irgendwann weg, weil sie die Serie längst vergessen haben.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Aus einem Kommentar unter der Review auf Talking the Orville … das Interview selber habe ich aber noch nicht gesucht:

      „Tom Board
      vor 8 Stunden
      I just saw an interview with Seth from yesterday and he mentioned The Orville has already had 6.6 million views. They are absolutely crushing it.“

      Antworten
    • O.o.t sagt:

      @JP1957:

      Hab das Interview gesehen, falls dieses gemeint war.

      https://www.youtube.com/watch?v=VZRPcCHb6FM

      Allerdings bezieht sich Seth mit den 6.6 Mio Views da auf den Trailer bei YouTube, nicht auf die neuste Episode…

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Ja, hab ich vor 5 Minuten auch festgestellt. Schade.

      Antworten
  17. Scholli67 sagt:

    Ein kurzer Beitrag zum Thema Befehlsstruktur oder wie man das nennt. Kann oder darf Käpt’n Hecht sowas auch?

    https://www.youtube.com/watch?v=_R4TjCp_4tQ

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