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„Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu Episode 1, „Strange New Worlds“

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Als ich vor anderthalb Tagen die ersten Minuten von „Strange New World“ sah, musste ich erst mal für 24 Stunden pausieren. Denn zu groß war mein Schock über das Dargebotene („Waaa…? Die Schauspieler schauspielern und die Welt hat Worldbuilding?“). Nach einigen Sitzungen bei meiner lokalen Domina („Es ist nicht alles gut, du schmutziges Stück von einem Jubelperser!“) war ich jedoch bereit für den Rest der Folge. UND für eine Bluttransfusion, weil mich diese Pilotepisode in zwei Teile riss.


Zu Beginn kam ich mir vor, als hätte das dicke Kind, das seit Jahren in der Nachbarschaft Unfug macht, mich eines Morgens überrascht: „Ich habe Ihr Auto gewaschen, während Sie geschlafen haben, Sir! Und mögen Sie eigentlich Schokoriegel?“

Klar! Und wie ich Schokoriegel mag. Und Star Trek noch viel mehr!

Irgendwie hat sich letzteres bis hin zu Alex Kurtzman (oder seinen Betreuern) weiterverbreitet, denn der Start dieser Episode ist so gigantisch „gut“ für den New-Trek-Standard, dass man sich testweise die Augen mit einem scharfen Messer reiben möchte:

– Die Geschwindigkeit, mit der Pike und Spock auf Vulcan und im bayrischen Tiefschnee vorgestellt werden: Angemessen entschleunigt!

– Die Ernsthaftigkeit, mit der diese zumindest teilweise ausgebremsten und entwurzelten Figuren wieder zurück in den Dienst geholt werden, obwohl sie gerade (zurückhaltend präsentierte!) Frauengeschichten verfolgen: Weit jenseits der üblichen Discovery-Clownschule!

– Die Schauspielerei, die gerade bei Pike eine Mischung aus Weltschmerz, innerer Distanzierung und Barbier-Verachtung widerspiegelt: Grandios eingeführt im Kurtzman-Universum!

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„Pike-Schatz, willst du wirklich auf diese harte Mission gehen?“ – „Natürlich. Was sind schon 34 Kilometer Fußweg durch Tiefschnee, um Speck und Eier im Laden zu kaufen?“ – Auferstanden aus Ruinen: Klar erinnert diese Szene an Kirks späte Liebe zu Blockhütten und dauergeilen Sternenflotten-Captains (in ST7 war’s noch Picard), aber trotzdem wirkt dieser Ansatz so frisch wie Schnee im Kragen.

Frisch und modern wirkt Pikes weibliche Liebschaft, die aus irgendwelchen Gründen zurückgenommen und normal agiert, ohne aufgedreht darauf hinzuweisen, wie viel besser sie für den Job eines Captain Lebewesens geeignet ist.

Keine Zurechtweisung des Mannes, kein koffeinhaltiges Aufspielen, keine plötzliche Enthüllung, dass Pike an irgendwas schuld sein soll…

Kurz gesagt: Die letzten Franchise-Jahre wirkten plötzlich wie ein ferner (Hieronymus Bosch-)Traum!

Ja, man hat das Gefühl, gerade den Start eines J.J.Abrams-Trekfilms zu sehen, aber diesmal ohne die grenzdebile Actionsequenz, die manischen Powersprüche oder die krampfhafte Logik-Missachtung! Eben modernes Star Trek, bei dem man mit dem übertriebenen Abkotzen sofort aufhören möchte, um mal zu dem normalen Fan-Abkotzen vor 2009 zurückzukehren… (= „Hey, Internetforum! Auf Vulcan ist diese Lichtstimmung aus physikalischer Sicht gar nicht möglich!“)

Und auch der Grund des Dienstantritts kann sich sehen lassen: Eine fremde Rasse hat den Warpantrieb entdeckt – was eigentlich ein Grund für einen ersten Kontakt wäre. Doch blöderweise haben sie die Technologie ohne Umwege in eine furchtbare Waffe umgewandelt. – Äh, die irgendwas macht, was wir nicht SEHEN…?

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„Sie haben eine Warp-Bombe entwickelt.“ – „Äh… Quasi ein Beförderungsmittel, aber für einzelne Körperteile?“ – „Ja. Sie nennen es den ‚Russischen Transrapid‘.“ – Gerne hätte ich mehr über diese Technologie erfahren. Aber vielleicht ist es auch ganz gut, dass man nicht weiß, wie der Warpeffekt explodieren kann. Bei Kurtzman käme sonst als nächstes der „holografische Laser“ oder das „Atombomben-Hypospray“?

Das ist so eine tolle SF-Idee, dass ich nach 10 Minuten bereits hektisch nach den Autoren dieser Episode zu suchen begann. Okay, auf den ersten Blick ist es die übliche Mischung:

Akiva Goldsman (Teleplay)
Akiva Goldsman & Alex Kurtzman & Jenny Lumet (Story)

Doch halt, wer zum Henker ist Jenny Lumet, die immerhin so etwas Vernachlässigbares wie eine „Story“ beigetragen hat? Hat sie das Zeug, der Traum meiner schlaflosen Trekträume zu werden?

Auf dem ersten Blick eher nicht, denn in letzter Zeit hat sie nur Kurtzman-Schmutz auf dem Popkultur-Teppich verteilt („The Mummy“, „Clarice“). Umso bemerkenswerter ist es, dass ihre Grundidee sofort an eine solide Mittelklasse-Episode aus TNG oder VOY erinnert. Von mir aus auch aus ENT, aber ich will die gute Frau ja nicht beleidigen…

Doch weiter in der Episode.

Positiv gestimmt war ich besonders, als Pike am Schiff eintraf – was für einige Sekunden stark an „Star Trek – The Motion Picture“ erinnert. Doch so positiv ich den gequälten Blick von Pike fand (auch so Sätze, die man nicht jedem sagen kann?), so öde wirkte das CGI.

War das Shuttle im Schnee zuvor noch grandios eingefügt, so muss man hier leider feststellen, dass die Macher sich nicht trauen, Schiffe länger – oder gar von Nahem – zu zeigen. Was wohl erneut daran liegt, dass sogar „The Orville“ mit diesen texturkranken, schwammigen Low Poly/Low Art-Schiffchen den Weltraumboden aufwischt.

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„Die Mannschaft der ‚Archer‘ ist nicht auf dem Schiff.“ – „Alle beiden Personen sind weg? Ist das nicht unlogisch, schon von der Mannschaftsgröße her?“ – „Nö. Die dreizehn Beagle halten den Maschinenraum am Laufen!“ – Mit dem Archer aufs Fanherz gezielt: Die Stimmung ist Top, die Logik noch okay, der Fanservice so mittel. Bitte davon 3 Pfund einpacken, Frau Franchise-Fachverkäuferin!

Das fällt auch schon im Vorspann auf, der zwar gut wirkt, solange man Nebel oder abstraktes Zeugs zeigt, beim Schiff selbst aber nicht mal als PS5-Grafikdemo taugen würde. Irgendwas passt da nie mit den Oberflächen, bei denen man oftmals aufrufen möchte: „Hey, die Raumstation Babylon 5 ist endlich wieder da?!“ (Immerhin die letzte Hoffnung auf Frieden!)

In dieser Folge geht es aber vor allem um Pike, der trotz der Standard-Mission ständig an seine Zukunft als Ganzkörperklumpen im Rollstuhl denken muss. Seine Blicke und sein Dialog über den Tod waren hierbei ebenfalls gut und erinnerten an den Beginn von „The Cage“ – wobei der beratende Spock enorm logisch und feinfühlig rüberkommt. Keine Spur war mehr zu sehen vom crazy Visions-Assi, der Burnham damals noch was über Raumanzug-Engel vorgeweint hat!

Hier hatte ich allerdings inhaltlich erstmals Dinge zu bemängeln: Pike sieht etwas zuuu oft seine zukünftige Horrorfresse im Whiskeyglas aufblitzen. Und spätestens, wenn man NACH dem angeteaserten Reaktorunfall ein drittes Mal das stöhnende Schmelzgesicht mit dem „Töööteee miiich“-Look erträgt, muss man genervt raunen:

„Langsam aaahne ich was. Kann es sein, dass Pike seine Zukunft als morseblinkendes Hackbällchen nicht prickelnd findet?“

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„Da isser wieder! Seit Tagen starrt er mich an! Was kann ich nur tun?!“ – „Aufhören, auf jeden Alltagsgegenstand faltbare Handys draufzukleben UND billige Horrorfilme in Dauerschleife laufen zu lassen?“ – Traumata sind der Traum meiner Träume: Hoffentlich übertreiben es die Macher nicht. Ich will nicht, dass Pike in jedem Klospülungs-Wasserwirbel sein zukünftiges Gesicht erkennt.

Positiv fand ich die zurückhaltende Vorstellungsrunde zu Frau Singh (eine sehr professionelle, unterkühlte Frau), zu Uhura (kurz zum Captain umgedreht, dann wieder wech), dem neuen Schiffsarzt (die erste ECHT wirkende Umarmung unter Kurtzmans Oberkörper-Quetsch-Ägide) und die Vorstellung der jungen Schwester Chapel. – Wobei ausnahmsweise auch lose erklärt wird, warum eine „einfache“ Schwester hier etwas besonderes ist. Nämlich durch die etwas speziellere Ausbildung.

Da verzeihe ich sogar den Blödsinn, dass man vor TOS/TNG per Spritze(!) das genetisch(!) bedingte Aussehen(!) einer Person ändern kann, um unerkannt eine fremde Kultur zu besuchen. Die gute alte Gummimaske hätte es da auch mal getan! Von mir aus am futuristischen 3D-Drucker direkt auf die Haut gesprüht – oder so was.

Hier hatte die Episode aber schon derart viele Pluspunkte gesammelt, dass die mittelgute Endbewertung unausweichlich wurde.

Alleine die knackige Erörterung zu der „Warp Bombe“, die Analyse beim Eintreffen am Planeten und die trekkige Abwehr eines Raketenangriffs (Schilde hoch, minimaler Schaden, weiter geht’s) wirkten wie ein Sommerurlaub in bessere Zeiten des Franchises. Zeiten, in denen nicht alle paar Minuten eine neue Technologie erfunden werden muss, damit der rechte Fuß vom Drehbuchautoren mit dem Langeweile-Wippen aufhört.

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„Ich bin die neue Krankenschwester des Schiffsarztes. Aber da ich bereits seit zwei Tagen an Bord bin, nennt mich der Schiffsarzt auch scherzhaft ‚Schiffsarzt‘!“ – Das blonde Powerpaket kann bei der Post abgeholt werden: Chapel wirkt sexy und sympathisch. Ich hoffe nur, dass sie gerne ihre Blumen mit Leitungswasser gießt? Nicht wie alle Figuren bei STD mit dem Zeug aus den Augenwinkeln?

Spätestens hier wollte ich nachschauen, wer das alles so besonnen inszeniert hat. Tatsächlich war der Regisseur Akiva Goldsman, der bisher eher mit mittelmäßigen Arbeiten aufgefallen ist (und Krawalldrehbüchern zu pseudophilosophischen Blockbustern). Aber okay, anscheinend hat der Mann ein Händchen für klassisches Trek, wenn man ihn lässt!
Bitte lasst ihn, jaaa?

Zu große Hoffnung darf man aber trotzdem nicht haben, denn das übliche Kurtzman-Muster zeichnete sich bereits ab, als Pike, Singh und Spock auf dem Planeten den Bürgerkrieg beobachten:

Frau Singh hilft beim Überwältigen von zwei Lullis, bevor Pike den Befehl dazu gibt – Wobei sie immerhin die „Permission to act fast“ erfragt. Nach dieser Nummer überredet sie die beiden Männer wortreich, die Überwältigten aufs Schiff zu beamen.

Was okay wäre, WENN die beiden Chefs dabei nicht wie begossene Informatiklehrer dastehen würden, denen von 15-jährigen Computer-Kids die Welt des Programmierens erklärt wird. In den alten Serien hätte es dafür einen späteren Einlauf im „Captain’s Room“ gegeben („Ich befürworte Ihr Engagement, aber bitte halten Sie sich etwas zurück!“), aber bei Kurtz-Trek ist es bereits so eingesickert, dass es mir selber beinahe nicht aufgefallen wäre.

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„Wieso mussten wir gerade DIESE fremden Zivilisten überwältigen? Von einer Sekunde auf die andere?“ – „Wir wussten doch nicht, ob in der Fußgängerzone jemals ein weiterer Fußgänger auftaucht.“ – Logik für Nicht-Vulkanier: Zu lange nachdenken darf man über diese Szenen nicht. Was mir aber erst beim längeren Nachdenken/Schreiben auffiel. Am besten guckt IHR die Serie, während ihr KEINE Satirewebseite betreibt?

Und ein „bisschen“ doof wird es danach auch noch, als BEIDE sedierte Aliens plötzlich aufwachen und einer wie bekloppt durchs Schiff rennt. Was anscheinend nur Chapel im Laufschritt beheben kann. („Sicherheitsdienst! Bereitmachen, sich beim Zusehen vor Lachen den Bauch zu halten!“)

Noch seltsamer ist, dass der panische Mann im Fahrstuhl sofort beruhigt ist, als Uhura (immerhin ein Alien für ihn!) von „Ragball“ spricht – und der Mann zu einem Fachgespräch zu Ballspielen ausholt. Sollte ich jemals auf einem außerirdischen Raumschiff aufwachen, werde ich hoffentlich ebenfalls nach einer Minute über meine liebsten Episoden „Better Call Saul“ sprechen wollen. („Ach so, Sie kennen auf Foringe Prime gar keine Anwälte?!“)

Leider fällt hiernach die zweite Hälfte der Folge qualitativ ab.

Denn der „First Contact“ und die „Warp-Bombe“ werden nicht für spannende Gespräche benutzt. Stattdessen geistert man in fremden Bunkeranlagen rum, wo auch mal eine Gruppe Angestellter verkloppt werden muss. Die auch gleich (Ellenbogen-)passgenau vor den Helden stehen bleibt.

Einfach mal unerkannt bleiben und die weggleitende Gesichtsmaske clever erklären, das war zu viel verlangt?

Auch fand ich die lockeren Sprüche der befreiten „Number One“ („Alles in Butter, oh Knorke-Captain. Roger-Roger-Papoger!“) etwas doof. Es fing doch alles so ernst und unironisch an?

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„Hey, was machen Sie hier?!“ – „Wir sind auf einer diplomatischen Mission, Sir. Alles weitere besprechen wir mit Ihrem Nasenbeinbruch.“ – Clever, diese Drehbücher aus dem Profiwrestling: Da die Mannschaft unerkannt bleiben muss, muss man nicht diplomatisch mit den Aliens diskutieren. Vielleicht sollte Kurtzman jede Folge auf einem First-Contact-Planeten spielen lassen?

Da fragt man sich langsam, wie „Strange New Worlds“ solche TNG-Folgen wie „Das Standgericht“ inszenieren würde…? („Ich haue Ihnen die Zähne raus, dann wird ihre minutenlange Aussage nicht gewertet!“) Oder was wäre mit „Das zweite Leben“? („Ich muss mich täglich prügeln, damit die falschen Erinnerungen mit etwas Negativem verknüpft werden!“) Oder was wäre mit „Wem gehört Data?“ („Wir könnten in seine gewalttätigen Gedanken eintauchen, um festzustellen, dass er wie ein Mensch denkt!“)

Meine Hoffnung, dass das Konzept eines „Volks der Woche“ zu weniger Gewalt und Stumpfsinn führt, relativiert sich leider jetzt schon…

Auch ist der GRUND für die Warp-Bombe so dämlich, dass es diese Episode für mich enorm abwertet: Das Volk hat in einem Lichtjahr Entfernung diverse Warpsignaturen aus einem „Discovery“-Staffelfinale empfangen (keine Ahnung mehr, was da los war). Und somit konnten sie innerhalb von Monaten nicht nur die Warptechnologie entschlüsseln, sondern per Reverse-Engineering auch gleich eine Bombe entwickeln.

Dass dadurch zumindest Teile der Alien-Elite WISSEN muss, dass es Außerirdische gibt, lasse ich mal großzügig außen vor.
Man hätte doch mit denen direkt REDEN können, nicht erst am Ende?

Die Herleitung ist so beknackt, als wenn die USA ein UFO auf dem Mond beobachten würde. Und durch die Teleskopdaten innerhalb von Monaten eine Bombe entwickelt, die auf Schwerelosigkeit basiert.

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„Verdammt, die Fremden haben gesehen, wie sein Fake-Ohr wieder vulkanisch geworden ist!“ – „Naaa toll, jetzt entwickeln sie eine Waffe, die auf Knorpeln und Ohrenschmalz basiert!“ – Zum Brüllen: Vergisst man mal die merkwürdige Urschrei-Sequenz mit Spock („Picard“-Rewatch oder watt?), wirkt manches überhastet. JEDE Idee hätte man mit einem anderen Kniff logischer machen können.

Ich betone es aber trotzdem noch mal gerne:

Die erste Hälfte der Folge war für Kurtzman-Verhältnisse … grandios. Grandios im Aufbau, grandios im Timing, grandios für alle, die mindestens noch mal ENT- oder VOY-„Qualität“ sehen wollten.

Leider schleicht sich aber bereits in der zweiten Hälfte der alte Schlendrian ein – wobei der in Form des Mega-Feminismus durchaus gewollt ist. So stehen alle männlichen Hauptfiguren gerne weise (und beratend) in der Gegend rum, während die vier jugendlichen Powergirls gerne rennen, schnelle Entscheidungen treffen oder sich direkt mit „Sister“ (kein Witz) begrüßen!

Nichts gegen tolle Frauen, aber es kann auch gerne mal eine ÄLTERE von denen an Bord sein? Oder eine, die nicht aus dem Klonlabor stammt? – Und das sogar im doppelten Sinne… Denn erstens wollte ich den Namen „Singh“ (oder Soong) eigentlich erst wieder bei meiner eigenen Beerdigung hören, und zweitens: Abgesehen von der Frisur kann ich La’an Noonien-Singh und Erica Ortegas kaum auseinander halten.

Oder besitzt eine von beiden nur eine „9 von 10“ auf der Power-Skala? Dann hätte ich immerhin ein erstes Unterscheidungsmerkmal.

Und irre ich mich, oder hat Christine Chapel mit La’an geflirtet?

Mal wertfrei und total tolerant nachgefragt: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass KEINE der drei Frauen lesbisch ist? Deutlich kleiner als die Wahrscheinlichkeit, dass alle drei bisexuell sind, oder? Ja, eigentlich sollte einen das gar nicht interessieren, aber da es die Produzenten ständig so interessiert, kann ich einfach nicht aus meiner deren Haut…

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„Captain, ich messe eine unglaublich geniale Ausstrahlung, eine überragende Intelligenz und unfassbare Selbstsicherheit.“ – „Haben Sie die Schiffssensoren wieder auf sich selbst gerichtet?“ – „Oh. Sorry. Mein Fehler.“ – Fehlerfrei und Spaß dabei: Eigentlich mag ich die neuen Figuren. Das Problem könnte aber werden, dass sie selbst ebenfalls ganz begeistert von ihnen sind.

Das Ende lässt mich zwiegespalten zurück.

Ruckzuck diskutiert Pike eine Runde mit der Präsidentin, die aber nicht von ihrer Waffe lassen will. („Abführen! Nicht, dass das hier eine Dialog-getriebene Episode wird!“) Eine Minute später lässt der Captain die Enterprise über der Stadt schweben, was im Turbomodus für Frieden auf dem Planeten sorgt, da alle nun wissen, dass es größere Dinge gibt.

Klar, das könnte gut funktionieren, war aber so schnell aus dem Hut gezaubert, dass ich es nicht clever fand. Warum zeigt sich die Sternenflotte dann nicht auf JEDEM Planeten vor der Warp-Ära, weil auf JEDEM garantiert Konflikte schwelen werden? Und ist es dramaturgisch gut, im Handstreich die Erste Direktive (auch wenn die erst bei TNG so wichtig wurde) zu opfern, nachdem man 40 Minuten lang groß rumgeschlichen, rumversteckt und rumverkleidet hat?

Ist das nicht ein wenig lahm, einfach die Regeln zu ändern, was dann zufällig(?) faulen Drehbuchautoren zugute kommt? Und ist das nicht das Revisions-Dauermuster, das eigentlich immer so NERVT? („Picard ist kein Androide, sondern ein Klon.“ / „Pilzsprünge schädigen das Myzelnetzwerk jetzt doch nicht mehr!“)

Klar, schlau gebrochene Regeln können spannend sein. Aber wenn das ohne Konsequenzen oder komplett aus dem NICHTS passiert, ist das so aufregend wie ein 100-Meter-Lauf, bei dem ein Kandidat das Motorrad auspackt. („Naaa gut, aber nur dieses eine Mal, okay?“)

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„Lieber Zuschauer, dieses Raumschiff wird eine neue Ära unter unseren beiden verstrittenen Fraktionen begründen. Sie wird blühend und episch sein!“ – „Aber eher episch.“ – „Nein, mehr blühend!“ – „EPISCH!“ – „Nein, BLÜHEND.“ (*Knuff, Zack, Klopp*)

Dass die Folge danach noch über 13 Minuten weitergeht, war eine „interessante“ Wahl.

Klar, wir konnten dadurch bereits das Trauma von Frau Singh antesten, das irgendwie unmotiviert bei der Nachbesprechung runtergeleiert wurde („Da wir gerade von Feiern reden… FEIERN durften wir im Gorn-Konzentrationslager eher selten.“), aber so was macht mich dann immer misstrauisch. Zumal die eigentliche Planetenhandlung echt mager ausfiel, wenn man die Spaß-Szenen, Kennenlern-Sequenzen, Rollstuhl-Visionen, Frauengeschichten und Frauen-erzählen-Geschichten-Geschichten mal außen vor lässt.

Zugegeben, die Pike-Ansprache am Ende war GUT. Etwas zu GUT (mit einer fertigen Videopräsentation auf globalen Großbildschirmen?!), aber GUT.

Die einzelnen Szenen auf dem Planeten wirkten zudem vielfältig, fast teuer. Alleine die Übergänge und die Masken waren wohl das aufwändigste, was man bisher von Kurtz-Trek sah. Auch wenn man wieder extrem nah an unserer Zeit klebte (World War 3! Amerika!), was der Serie aber erlaubt sei. Man muss ja auch nicht krampfhaft Aufstände vor dem Kreml zeigen, wenn die Macher da kulturell nicht gaaanz verwurzelt sind.

, „Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu Episode 1, „Strange New Worlds“

„Ich will mich ja nicht in Ihre Kultur einmischen oder reinreden. Daher haben wir kurzhand 5 Millionen Wahlscheine mit Stimmen für die RICHTIGEN Kandidaten in die aufgestellten Urnen gebeamt.“ – Besser reinreden als blöd aus dem Fenster gucken: Es mag sein, dass Pike etwas zu weit geht. Aber dafür muss er der Sternenflotte später einen langen Rechtfertigungsbericht einreichen. (Und zwar 500 x per Copy&Paste den Satz „Ich wollte es halt so.“)

Somit bleibt eine Episode mit viel Pathos, hohem Budget und einem Drehbuch, das sich mit aller Gewalt (haha, „Gewalt“) gegen die bekannten Negativpunkte der derzeitigen Macher auflehnt.

Möge die Serie damit erfolgreich sein. So wie unser Kampf für mehr Menschlichkeit.
Oder für mehr Unmenschlichkeit.

Je nachdem, was die Mehrheit demokratisch entscheiden wird..?


Fazit:

Wäre dies hier eine Folge aus der Mitte der Staffel, so wäre ich beruhigt und zufrieden.

Doch da es wie immer der aufwändige „Köder“ ist, fällt auf, dass die Macher für normale Durchschnittsfolgen enorme Anstrengungen werden leisten müssen.

Man spürt fast die gigantischen Zahnräder, die hier EINMAL eine positive, vielfältige Botschaft rausquetschen müssen – ohne es schmalzig zu übertreiben. Oder gar zu konterkarieren.

Und ja, mit vereinten Kräften hat man es am Ende geschafft, eine halbwegs brauchbare Episode rauszudrücken.

Aber da dies nicht den normalen Stuhlgang-Gewohnheiten der Macher entspricht, dürfen wir uns schon auf die Traumata der starken Frauen (und von Pike) „freuen“.
Ebenso wie auf niedrigere Budgets, offensivere Frauenpower und seltsamere Spock-Verhaltensweisen?

Und auf „rustikalere“ Außenmissionen ohne Politiker, Schleichbonus und Videopräsentationen?

(*vorsichtig auf Phasergewehr zeig*)

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Alte Wurst in neuer Pelle, „Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu Episode 1, „Strange New Worlds“
Schnüff. Riecht ihr das?

Der Geruch einer neuen Kurtzman-Serie!

Ein seltsamer Mix aus Tränen, abgeriebenen Backenzähnen und durch all die Funken im Nostalgie-Bereich unseres Gehirns entstandener Qualm.

Eines vorweg: New Worlds ist auf jeden Fall eine Kurtzman-Serie. Der Look (Verwaschen). Der Schnitt (Hektisch). Die Erzählweise (Verworren). Auch ein (weiterer) Neubeginn kann all dies nicht übertünchen, wenn wieder so viele der vorherigen Macher mit dabei sind.

Aber wie einige bereits bemerkt haben, ist die Energie zu Beginn einer Staffel noch spürbar höher und der Schwachsinns-Pegel vergleichsweise niedrig.

Daher habe ich dieses Mal auch nur drei Kugelschreiber für Notizen verbraucht…

– In der netten Schnee-Hütte von Hippster-Kirk (inkl. Bart) geht es ganz schön retro ab. Optisch knapp 250 Jahre alte Windräder, noch ältere Sci-Fi-Filme auf dem Standard-Flachfernseher und ein Wählscheiben-Telefon (!) auf der Anrichte. Kommt dann auch ein „Mit wem darf ich Sie verbinden?“ beim Abnehmen?

– Ist es wirklich kein Problem, als Captain eines Raumschiffes einfach NICHT ans Telef— an den Kommunikator zu gehen? Als Sternenflotten-Admiral würde ich mich ja fragen, ob Kirk gerade dienstfähig ist. Oder von Klingonen entführt wurde und in diesem Moment alle Geheimnisse der Föderation verrät. Ach, nee, der will bestimmt nur seine Spiegeleier in Ruhe aufessen. Sonst wird er wieder muffig und fragt, warum zur Hölle ich ihm auf den Zeiger gehe.

– Wie genau funktioniert das nochmal mit ohne Geld in der Zukunft? Bekommt auf Anfrage jeder seine 1000 Hektar Cowboy-Ranch oder einen netten Weinberg?

– Die USS Archer hatte insgesamt DREI Besatzungsmitglieder?? Ist das nicht etwas wenig für ein Schiff, welches gar nicht mal soooo klein war? Muss man deswegen an Bord mehrere Jobs machen? Gleichzeitig die Dilithium-Kristalle polieren UND in der Küche das kostbare Olivenöl gegen Piraten vom Orion verteidigen?

– Ja, das Intro ist nett und die Musik gefällt mir besser als bei den beiden anderen Serien. Aber mal ehrlich, welchen Anteil hat hier wieder der Nostalgie-Faktor? Wie viel „Gutfind“ basiert auf der Kreativität von Menschen aus den 60ern? Und können wir BITTE endlich diesen verwaschenen Düsterfilter abschalten?

– Haben Vulkanier vorher schon dieses alberne „Anfrage!“ – „Antwort!“ Gedöns bei Unterhaltungen gemacht und nicht nur bei Computern? Aber die Existenz von vulkanischen „Knatter-Klamotten“ mit Ausschnitt (!) bei Frauen finde ich interessant. T’Pol hatte sowas ja sogar permanent an (Lechz!). Aber so wird in den ersten zehn Minuten schon einmal klar gemacht, dass Kirk und Spock nicht schwul sind und ihre Frauen für die Enterprise links (und sogar mitten in der Begattungshaltung) liegen lassen.

– Einen schönen Enterprise-Rundflug mit epischer Mucke habe ich wirklich vermisst, das kann uns auch Muffel-Pike nicht versauen. Puh, dieses Nostalgie-Schild blinkt aber gerade ganz schön grell, arggh!

– So auch bei dem arschigen Crew-Mitglied Noonien Singh, welche schon wegen ihres Gesichtsausdrucks von TNG-Picard mehrmals täglich zurechtgestutzt worden wäre. Aber wir müssen schließlich die Top-10-Klischees des Kirk-Trek abklappern, warum also nicht auch Khaaaaan?! Mal gespannt, was ihr diesbezüglicher Hintergrund ist. Ob sie Dr. Soong als Mentor hat?

– Die Kulissen sind schon aufwändig, das „Zehn Vorne“-Äquivalent würde mit seinem 60er-Look sogar endlich mal zum restlichen Trek-Canon passen. Diese Widersprüche ärgern mich sowieso. Discovery mit Details wie Hologrammen und auch New Worlds mit seiner Riesen-Enterprise widersprechen gewollt und unnötig den bereits bestehen Trek-Fakten, während ST:Picard uns z.B. originale Uniformen präsentiert. Aber ALLE Kurtz-Serien spielen im selben Universum, was ein zwangloses Herauspicken von Trek-Rosinen (?) demonstriert, welches mir beim Schauen besonders auf den Zeiger geht. So in Richtung „Mist, unser neuer Scheiß interessiert niemanden, also her mit den Nostalgie-Pflastern!“.

– Man hat die USS Archer also bewusst leer zurückgelassen? Und die Sternenflotte WARUM nicht darüber informiert?

– Wieso wurden überhaupt die drei Torpedos auf die Enterprise abgefeuert, glücklicherweise erst 0,3 Sekunden nach dem Hochfahren der Schilde? Und auf die Archer, das schwächere Schiff, nicht?

– Dr. M’Benga ist bis jetzt mein Favorit. Anscheinend frei von Traumata (vielleicht ein Fehler von den Autoren??) und grundsätzlich sympathisch. Chapel dagegen ist wohl die New Worlds Version von Discoverys Reno, inklusive trockene Sprüche und allgemeine Schrulligkeit mit Schnuckel-Bonus. Die Chance zum Fan-Liebling zu werden liegt daher auch bei 91%.

– Den eigentlichen Alien-Plot habe ich, in alter Kurtz-Tradition, nicht wirklich verstanden. Warum ist die Archer-Crew ohne Verkleidung auf den Planeten gebeamt? Was war mit deren Warp-Signatur? Wieso hatte sich Nummer 1 mit den Aliens geprügelt? Wollte man wirklich mit einem Löffel ein Loch für ein Transportersignal buddeln, was danach aber nicht mehr von Belang war? Das Angucken von Raumschiffen durch ein Teleskop reicht aus um Warp-Technik (!) nachzubauen, welche sich DARIN (!!) befindet? Also nicht nur Anti-Materie sondern auch das ganze Drumherum? In nur knapp 2 Jahren??

– Die Moral-Lektion hatte schon was trekkiges. Gut, warum Pike ein Sprichwort um Elefanten und afrikanische Eingeborene für die beste Wahl hielt, erschließt sich mir nicht ganz („Madam Präsident, denken Sie nur an die Vernichtungskraft einer Warp-Bombe! Wie wir Menschen zu sagen pflegen: Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen!“ – „Captain, vergessen Sie nicht: Holzauge, sei wachsam.“ – „Sehr richtig, Mister Spock! Was ich damit ausdrücken will: Wat mutt, dat mutt!“).

Fazit: Ja, es ist frisch und neu und funkelt ganz toll. Und dann noch die klassische TOS-Musik, die klassischen Uniformen, Trikorder und der ganze andere Kram (klassisch) zum Draufzeigen mit „DAS KENNE ICH DOCH?!!?“-Garantie. Aber wenn man diese Nostalgie-Schutzschicht mal abwischt, dann erkennt man recht schnell wieder all die selben Zutaten, mit welchen man uns schon beim Schauen von Picard und Discovery vergiften wollte. Verworren erzählte Geschichten, ganz viel Drama und das Verwässern von allen Star Trek Idealen. Gefühle werden oft an erster Stelle gestellt („Was? Der Kommunikator piepst und es geht vielleicht um Menschenleben? Bin doch schlecht drauf und will erst mein Ei essen. Unverschämtheit!“) und die berufliche Professionalität der alten Zeiten („Erstkontakt verboten? Dann lasst uns doch ALLE auf den Planeten beamen, warum auch immer?!“) muss mit der Lupe gesucht werden.

Hey, also genauso wie bei den Autoren!

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

Nachtrag: Nun geht es also mit der nächsten Serie weiter. Oft nicht ohne Nebenwirkungen, wie man bei manchen unserer Leser („Produziert doch erstmal eure eigene Serie, bevor ihr immer nur meckert??!“) merken kann.

Vielleicht ein guter Moment um einmal in sich zu gehen und zu überlegen, ob man sich diesen Stress noch weiterhin antun möchte. Eure (geistige) Gesundheit ist uns schließlich am wichtigsten.

Auch Kollege Klap möchte zu diesem Thema noch kurz etwas loswerden:



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Artikel

von Klapowski am 08.05.22 in Star Trek: Strange New Worlds

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Kommentare (39)

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  1. JP1957 sagt:

    Schönes Video von Sparkiller.

    Übrigens: Noch 25 Tage … dann startet die Orville.

    Das stehen wir durch.

  2. DerFalke sagt:

    Ist Euch die Ukraineflagge in der Demo aufgefallen? Die ganze Episode scheint recht spät gedreht worden zu sein und ist eine Reaktion auf den Ukrainekonflikt. Die Flagge sieht man auf dem LCD Bildschirm mit der TV Übertragung.

    Zeitindex 28:09 Min

    • Vulpe sagt:

      Ja das ist mir auch aufgefallen. Kann aber auch im Nachhinein eingefügt worden sein, bzw. davon gehe ich sogar aus.

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Die Fahne, die dort geschwenkt wird, ist blau-weiß.
      Die ukrainische Landesflagge ist blau-gelb, sollte es die Fahne sein, die sich als Symbol der Protestbewegung sieht, müsste sie weiß-blau-weiß sein.
      Ich nehme eher an, hier handelt es sich um einen Zufall anstatt gewollter Postproduction.
      An sich ist der Folgeninhalt ja schon beeindruckend aktuell, aber ich denke nicht, dass das geplant worden ist.

      Antworten
  3. DerFalke sagt:

    Meine Kritik:

    Technisch hat mich die Epidode umgehauen. Leider nur technisch.

    Zunächst einmal wird man wieder mit Expositiontalk erschlagen. Es fragt sich, ob das tiefe Ausloten der Hauptfiguren in der Pilotepisode sein muss. Es handelt sich doch hierbei nicht um eine Dramaserie. Die Handlung muss quasi Woche für Woche wieder bei Null anfangen. Wenn da jedes Mal die ganzen Traumatas und Hintergründe der Figuren aufgearbeitet werden, bleibt eben, wie im Piloten, nur noch 50% der Episode übrig, um die Handlung abzuspulen. Hinzu kommt, dass ich jetzt verstanden habe, dass Pike seine Zukunft kennt und in jedem spiegelnden Objekt seine Knusperversion der Zukunft sieht. Das sollte jetzt aber nicht in jeder Episode passieren, weil es nervt.

    Und natürlich darf der alte weiße Pike, der schon die Hauptrolle besetzt, keine weiteren hellen Männer, bzw. überhaupt Männer auf der Brücke haben und die weiblichen Figuren haben das Burnhamsyndrom. Autoritätsallergie. Ich sage dem Captain schon, was er zu tun hat. Das feministische Grundprogramm von Kurtzmantreck geht in die nächste Runde. Die Ausrede, dass Burnham die Hauptfigur ist und deswegen aus dramaturgischen Gründen immer Befehle gibt, obwohl sie nicht den Rang hatte, gilt hier wohl nicht. Es sei denn Pike ist nur die Nebenfigur in dieser Serie. Und natürlich fällt auf, dass jede zweite Einstellung ein United Colors of Benetton Poster sein könnte. Auch typisch Kurtzmantreck.

    Dennoch. Auf kurzer Distanz können die Kurtzman-Autoren besser erzählen als auf Staffelbögen. Es bleibt aber eine durchschnittliche Star Trek Episode. Das Design ist gut, Anson Mount ist gut, jetzt fehlen noch gute Drehbücher.

    • Ichwieder2 sagt:

      Doch. Figurenexposition muss sein. Und zwar vernünftig. Damit man schon nach wenigen Folgen die Figuren kennt und nicht nach 4 Staffeln nur weiss… ja, der schwarze Doktor war schwul und wie die beiden da vorne auf der Brücken hießen, weiß das noch irgendwer? Oder der Mann da hinten rechts… Oder…

      Antworten
  4. Cronos sagt:

    Och, ich war zufrieden. Das war endlich mal wieder Star Trek und nicht Scheiß-Dreck. So kann es wegen mir weitergehen Ok, wahrscheinlich war diese Episode wirklich nur der Köder und ab jetzt geht es bergab. Aber was solls? Wenigstens mal eine gute ST-Episode nach… äh… vielen Jahren.

  5. Ichwieder2 sagt:

    Ich teile einige Ansichten, dass wieder bekannte Elemente (tragische Hintergrundstory, Figuren haben Traumata) auftauchen – aber nicht alle angesprochenen Kritikpunkte oder „Nörgel-Effekte“ kann ich nachvollziehen.

    Etwa die Einrichtung bei Pike mit Wählscheibentelefon… Es ist halt eine Antiquität. Auch bei uns stehen oder hängen manchmal Objekte aus vergangenen Jahrhunderten herum ohne dass sofort einer schreit: Alles Fake! Du lebst doch gar nicht mehr in 1890.

    Windmühlen für Strom. Ja, mag cringy wirken, wenn man sagt, man hat doch die schicken Reaktoren. Soll aber vielleicht das Äquivalent zu unseren Blockhütten im Wald sein, die auch oft keine Stromleitung haben, obwohl auch wir schon Strom aus Atomenergie gewinnen können.

    Und warte, Ihr geht immer ans Telefon, wenns klingelt? Auch, wenn Ihr wegen einer krassen Geschichte möglicherweise krankgeschrieben oder dienstunfähig seid? Jaaa, man hat mich erstmal für ein halbes Jahr wegen meiner psychischen Probleme beurlaubt, aber wenn mein Chef anruft, weil doch irgendeiner halt wieder den Nachtdienst am Sonntag machen muss, geh ich eben sofort ran.

    Und… Hmm… wie nennt man Telefonieren denn in der Zukunft? Hey, kommunizier‘ mich mal an? Ich meine, ich handiere doch auch jeden Tag. Oder wie nennt Ihr das, wenn Ihr per Handy mit wem sprecht? Warte, wir nennen das auch anrufen, obwohl es Handy heißt? Also kann der Vorgang, wenn man per Communicator mit jemandem spricht aber auf jeden Fall nicht mehr telefonieren heißen?
    Wahrscheinlich werden wir aufgrund der bisherigen Erfahren einfach zu sehr zum Nitpicking erzogen…

    • Sparkiller sagt:

      „Pike mit Wählscheibentelefon… Es ist halt eine Antiquität“

      Ja, klar, hab ich mir schon gedacht. Aber Pike mit seinem Retro-Museum fiel mir halt auf. Hätte man wenigstens witzig machen und SOWAS da rein stellen können:
      https://readersdigest.de/media/zoo/images/altes_orangefarbenes_telefon_mit_waehlscheibe_und_hoerer_5c59e903e078ec814a4f87a035d5b5c9.jpg

      Frage mich sowieso, warum Trek-Captains immer so stark in der Vergangenheit verwurzelt sind. Kirk wünscht sich im Nexus auf eine fast identische Holzfällerhütte, Picard in die kitschige Weihnachtsfeier mit Rüschen und Sisko fängt im altehrwürdigen Familienrestaurant an Krabben zu pulen.

      Wobei, bei Janeway fällt mir dazu gar nix ein. War das was? Puderperücken anprobieren mit Oma? Rückblenden in den Folterkeller vom Familienschloss?

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Also bitte … wenn ich das richtig in Erinnerung habe, steht Janeway auf Leonardo da Vinci. Es gibt ein eigenes Holodeckprogramm, das Janeway mehrfach aufruft.

      Bei Sisco wär mir in erster Linie seine Leidenschaft für Baseball und Musik aus den 50er Jahren (Vic Fontaine) eingefallen.

      Antworten
  6. Agentbauer sagt:

    Das war mit Abstand das beste Star Trek Erlebnis seit der letzten Folge ENT und Picard S2 EP1.
    Guter Einstieg, Vorstellung der Crew wurde ordentlich eingebaut, Story war in Ordnung, sogar die Enterprise wurde vorgestellt.
    Aber mein Gott, wie schlecht ist die CGI. Die Enterprise sieht in Star Trek-Der Film 1000 x besser aus, und der Film ist 43 Jahre alt… baut einfach ein Modell, das altert einfach besser, mit Stop-Motion und CGI zusammen wird das vielleicht noch was…
    Mir fehlen allerdings neue Ideen, das Beste von NuTrek, was SNW zumindest eine Episode lang ist, basiert auf einem abgelehnten Piloten von 1964… und der wurde abgelehnt, weil er zu anspruchsvoll war. Zu anspruchsvoll wird Kurzmurx-Trek eher nicht und vielleicht verarbeiten sie ja sogar ein paar Drehbücher, die für Phase 2 geschrieben wurden, aber ich befürchte, alles was vom Kurzen und Co.kommt, wird wieder übertrieben unnötig woker Mist.
    Anson Mount ist echt gut als Pike, weißer alter Mann oh je, Quotenweißer?
    Bislang bin ich jedenfalls positiv überrascht, aber bei Picard S2 EP1 bin ich auch drauf reingefallen… Gut angefangen und stark nachgelassen. Auf Folge 2 bin ich gespannt.

    • Serienfan sagt:

      Hier möchte ich kurz mal versuchen, ein paar hartnäckige Mythen zu korrigieren:

      „The Cage“ war ein hochambitioniertes Meisterwerk, das noch heute fasziniert.

      Aber die Episode entstand in einer Zeit, als sogar der Farbfilm im Fernsehen noch immer Neuland war. Hätte man für die Serie „Bonanza“ nicht eigens eine neue Art von Farbfilm-Negativ entwickelt, wäre ein Drehen in Farbe damals nicht möglich gewesen.

      Die Dreharbeiten von „The Cage“ dauerten zu lange und waren zu teuer. Es war unklar, was Anlauf-Aufwände waren, und was permanente Aufwände waren. Der „zweite Pilotfilm“ sollte zeigen, dass es Roddenberry schneller und billiger hinbekommt, sodass man eine Produktion für 26 Folgen pro Jahr wagen konnte. Dass das Studio noch weitere Wünsche äußerte (mehr Action), die Roddenberry zum Teil erfüllte (keine Frau als „Nummer Eins“), zum Teil ignorierte (kein Spock), zeigt nicht, dass der Pilotfilm „abgelehnt“ worden war.

      Der zweite Pilotfilm bewies, dass „Star Trek“ als Science-Fiction-Serie im vorgegebenen zeitlichen und finanziellen Rahmen machbar war.

      Und „The Cage“ wurde natürlich auch gesendet, und zwar eingebettet in einen Zweiteiler, damit die Kontinuität gewahrt blieb.

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    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      „The Cage“ wurde wohl eher gesendet, weil man tatsächlich in Produktionsschwierigkeiten geriet. Mit relativ wenig Aufwand hatte man damit gleich zwei Folgen fertig. Und die Ausgaben für Versuch 1 monetarisierten sich auch, irgendwie.

      Faszinierend ist der Pilot auf alle Fälle. Aber ich bin auch froh, dass die Serie so nie realisiert, er also, äh, „abgelehnt“ wurde. Jedenfalls so lange, bis verzweifelte wie talentfreie Star-Trek-Produzenten fast 60 Jahre später auf die glorreiche Idee kamen, darauf zurückzugreifen.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Dass man die Serie so nicht umsetzte, ist eindeutig ein Glücksfall.

      Umso eindrucksvoller aber, wenn man sich ansieht, was unter Kurtzman daraus wurde.

      Bei Kurtzman fehlten durchgehend Atmosphäre und Phantasie. Es kam noch nicht einmal jemand auf die Idee, mehr von der Menagerie zu zeigen, die im Original dann wohl doch an ihre Budget- und Machbarkeitsgrenzen gestoßen war. Der Ersatz für Susan Oliver war ein Fehlgriff, der später nur noch durch die neue Guinan übertroffen wurde.

      Zur Story in der Kurtzman-Fortsetzung kann ich nichts sagen, ich konnte nämlich beim besten Willen keine finden. Mehr als ein „könntet ihr mal im chaotischen Kopf von Spock nach ein paar Hinweisen suchen?“ – „aber gerne doch, jederzeit“ war da nicht.

      Aber so ist das halt, wenn man versucht, in vermeintliche Story-Lücken was reinzupressen. Ich warte schon auf „Obi Wan“, der sich wahrscheinlich zwischen Episode 3 und 4 ein paar Dutzend mal mit Darth Vader zum Kaffeekränzchen getroffen hat.

      Antworten
  7. BergH sagt:

    tach auch !

    Hat nicht Kirk auch mal gegen die erste Direktive verstoßen,
    als er den Chicago-Mafia-Dingens Planeten einfach übernahm. Damals ,als ein Buch oder so, das ganze Nachahmer Volk versaute.
    Ich fand die erste Folge auch nicht schlecht, die verschwommene CGI erinnerte stark an TOS /Standard Orbit um irgendeinen Planeten).
    das kann man heute natürlich besser.

    Das mit den starken , aufmüpfigen jungen Damen ging mir auch eine wenig queer. <–hähä

    Ansonsten kann das auf dem Niveau bleiben, oder besser werd.

    Warten wir auf Holo, Holu, Holunder ähhh Hulu und the Orville.

    Gruß BergH

    • JP1957 sagt:

      Damit Du nicht umsonst suchst … Orville wird in Deutschland bei Disney+ laufen.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Dann hoffe sich sehr, dass dieses klärende Boli gegen den Kurtzman-Wahnsinn auch wirklich pünktlich am 2. Juni in Deutschland kommt!

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Hoffen wir, dass Orville unter Disney nicht die klassischen Schwächen vieler Disney-Produktionen annimmt. Anhand des Teasers/Openings bin ich aber sehr zuversichtlich, denn anders als Teaser zu Kurtzman-Trek fand ich das tatsächlich gut.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      The Orville ist keine Disney Produktion. Wird nur da in Deutschland gezeigt.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Technisch gesehen schon, ich meine zumindest die Postproduktion fand unter Disneys Regide statt, da Disney das Franchise schon erworben hatte zusammen mit Fox.

      Antworten
  8. Knut sagt:

    Ich lasse mich von einer einzigen Folge, die bis zur Hälfte solide ist, sicherlich nicht mehr einlullen. Was man niemals vergessen darf: Es handelt sich um einen STD-Ableger. Als solcher fußt er auf Quatschereignissen, die auch in der Nachbetrachtung keinerlei Sinn ergeben. Vor dem Hintergrund kann ich mich gar nicht auf Strange New Worlds einlassen, weil ich mich ansonsten auch auf STD einlassen, es akzeptieren und legitimieren müsste.

    • Serienfan sagt:

      Als Kind habe ich mich immer maßlos geärgert, wenn sich Pinocchio wieder und wieder von Fuchs und Kater übers Ohr hauen ließ, wenn sich Charlie Braun wieder und wieder von Lucy im letzten Moment den Ball wegziehen ließ, und wenn die Schlümpfe wieder und wieder auf das explodierende Geschenk reinfielen.

      Ich dachte immer: Wie kann man nur so blöd sein, sich immer wieder auf die gleiche Art verarschen zu lassen?

      Allmählich sollte ich mich fragen, was mein Kind-Ich zu der immer wieder neuen Hoffnung beim Kurtzman-Trek sagen würde.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Ich glaube, wir nähern uns dem Problem.

      Antworten
    • frank sagt:

      es hat jetzt nichts mit star trek zu tun, aber mit alex kurtzman schon:

      the man who fell from earth

      nach der ersten folge dachte ich mir so: ‚war doch ganz ok. mal schauen, was daraus wird‘. im abspann dann der schock: alex kurtzman! ‚das kann doch nicht sein!‘, dachte ich mir so… wie kann jemand auf der einen seite nur grandiosen muell fabrizieren, und auf der anderen dann doch einen bis dato recht hinnehmbaren science-fiction produzieren?

      bei der zweiten folge war ich dann schon vorsichtiger, aber sie war aehnlich wie die erste folge ganz ok und noch recht unterhaltsam, wenn auch schon mit abstrichen…

      nach der dritten folge ueberlege ich mir ernsthaft, ob ich weiter schaue. so unfassbar dumm!

      ich erkenne ein muster…

      ps: alte schauspieler koennen auch gut sein, obwohl sie aehnliche verfallserscheinungen zeigen, wie sie bei patrick stewart zu tage treten. der unterschied ist nur, dass bill nighty niemals darunter litt, sich fuer einen grossartigen darsteller zu halten, sondern er sich immer selbst gespielt hat. aber das immer mit viel spass und leidenschaft…

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Kurtzman kann auch gute Sachen produzieren, es kommt halt nur selten vor. Bei einer meiner liebsten Serien (Transformers Prime, wunderbare Transformersserie mit teilweise echt düsterer Story und sehr guten Charakteren) war er Co-/Executive Producer, ebenso wie bei Fringe, einer sehr guten Sifi-Serie.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Das post-moderne Erzählen, bei dem es nur noch darum geht, Erwartungshaltungen zu unterlaufen und mit möglichst vielen Anspielungen um sich zu werfen, mag bei Serien wie „Alias“ eine Zeit lang funktionieren, und auch das Marvel-Multi-Kasperlzeug fährt ja ganz gut damit.

      Ich bezweifle, ob man wirklich viel Talent braucht, um sich willkürlichen Quatsch aus den Fingern zu saugen und mit Anspielungen zu garnieren. Wenn man es dafür braucht, dann hat es Kurtzman.

      Bei Serien wie „Star Trek“ oder „Doctor Who“, in denen die Fans eine sinnvoll erzählte Geschichte erwarten und die etablierte Hintergrundstory auch nicht gerne nur für den Schockeffekt in reinen Quatsch umgemodelt sehen wollen, funktioniert es halt nach wie vor nicht.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Deswegen ist ja so traurig. In Transformers Prime und Fringe hat Kurtzman ja bewiesen, dass er auch nicht post-modernes (und damit auch gutes) Erzählen kann, nehme aber mal an, dass die anderen Beteiligten da auch dran schuld waren, dass da was Brauchbares rauskam, wobei gerade Orci ja in den selben Kreisen wie Kurtzman verkehrt.

      Antworten
  9. danny sagt:

    ich musste diesen dreck nach 7 minuten ausschalten. es widert mich an.

  10. bergh60 sagt:

    tach auch !

    @danny
    Warum? Ein paar Fakten wären schon schön.

    Denn im Vergleich zu STD und PIC war diese Pilotfolge gar nicht mal so schlecht.
    Gründe wurden genannt.

    Gruß BergH

    • Torim2010 sagt:

      Ich habe es überhaupt nicht eingeschaltet.
      Gründe?
      Pike ist für mich genauso verbrannt wie Spock.
      Das Stummelchen. Das Schreiben wird auch hier nicht besser werden.
      Mensch aus der Religionsfolge: Sie kommen nicht von diesem Planeten.
      Pike doch doch wir kommen von den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen oder so.
      Ich wüsste nicht das je ein anderer Captain weiter auf die erste Direktive gepocht hat, nachdem er schon enttarnt wurde.
      Oder auch das fragen nach einem Flugmanöver.
      Früher hat man einfach ein zufälliges Manöver vom Computer durchführen lassen.
      Hier: Fähnrich Dings sagen sie ein Manöver: Alpha 1
      Pike: Fähnrich Sowieso: Alpha 2
      Pike: Der nächste: Alpha 3
      Pike: Weiter: Omega Delta
      Pike : Hoecker, sie sind raus!
      Einfachste Abläufe und Erklärungen bekommen die nicht hin.
      Technisches Verständnis haben die auch keines, also alle Maschinenraum Folgen werden wieder irgendein Hokuspokus werden.
      Nein danke, ich werde mich damit nicht beschäftigen.
      Abgesehen davon wirken die fast alle als ob die noch extrem grün hinter den Ohren wären. Setzt man so Leute auf das Flaggschiff?
      Ein Hypospray verändert das Aussehen in eine andere Spezies?
      1. würde das ändern des Genoms nur dazu führen das neue Zellen verändert werden.
      2. ist das ändern des Genoms durch eine Injektion genau das was Schwurbler einer Injektion andichten. Ob gewollt oder nicht spielt da keine Rolle.
      3. wären Nanoroboter wieder genau das was ich auch an allen anderen Serien bemängelt habe. Was ist zu der Zeit überhaupt möglich und es würde spätere Technik weit in den Schatten stellen. Wie der Engelanzug der mehr kann als alle Technik 900 Jahre später.
      4. warum sollte das nach xy Stunden wieder nachlassen?
      Wenn ich mich recht erinnere sind Vulkanier in der Öffentlichkeit sehr zurückhaltend und das einzige was man von ihnen kennt ist das berühren mit den Händen.

      Nur mal so soll ich noch weiter machen?

      Antworten
  11. Kazairl sagt:

    Bin gespannt, wie sie den doch recht guten Anfang versauen. War ja bislang immer so.

    • Serienfan sagt:

      Ein Spock mit gebräuntem Muckibuden-Körper, der halbnackig im Bett mit einer Vulkanierin rumkugelt und der angeblich die nur wenige Jahre jüngere Version des grün-blassen, hageren Nimoy sein soll, reicht also noch nicht?

      Antworten
    • Torim2010 sagt:

      Mir schon.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Dass weder Quinto noch Peck den Nimoy-look-alike-Wettbewerb gewinnen, liegt auf der Hand. Das kann ja auch nicht unbedingt ein Kriterium sein. Aber auch Nimoy war mal „oben ohne“ zu sehen, nämlich in „Schablonen der Gewalt“ und wirkte allenfalls gegen den damals schon etwas pummeligen Shatner schmalbrüstig. Im Western Catlow (1971) war er sogar einmal ganz nackt zu sehen und offenbarte eine ziemlich durchtrainierte Figur.

      Antworten
  12. bergh60 sagt:

    tach auch !
    Tja genau das steht zu befürchten.

    Gruß BergH

  13. frank sagt:

    wo bleibt eigentlich die kritik zu 1.02?

    • Scholli67 sagt:

      Auf den Frank ist eben Verlass :-)

      Antworten
    • Casika sagt:

      Moinsen… Auch wenn mir das „Kurtzi-gebnis“ wohl nach Disco und Onkel JL klar sein dürfte, bin ich doch neugierig!!!

      Nun meine Frage… Wie und wo kann ich denn das Material auf mein TV bekommen welcher im deutschen Wohnzimmer hängt! Muss ich echt auf paramount+ warten, oder wo versteckt sich der serienschlingel im WWW?!

      Antworten
  14. FordPrefect sagt:

    Puhhhh, also ich sehe hier nur Verbesserungen im Detail, kein wirkliches rütteln am Kurtzman „Konzept“.
    Das Schiff ist hübsch ausgeleuchtet und hat eine okaye Mischung aus Modernen und TOS Elementen.
    Man versucht jetzt einzelne Episoden, weil übergreifende Storys die Autoren einfach nicht können.
    Es wurde 10 Sekunden um das Schiff im Raumdock geflogen.
    Man versucht eine Befehlsstruktur auf der Brücke zu simulieren.
    Die Charaktere sind erstmal okay, aber ich glaube ich werde Probleme haben die Dame von der Sicherheit und die Dame an der Navigation auseinander zu halten.
    Der Vorspann ist Hübsch, aber die Musik ist langweilig, alles was an dem Vorspann in Erinnerung bleibt sind alte Star Trek Elemente. Und warum ist er zweigeteilt. erstmal ein 15 Sekunden Star Trek Logo und dann viel später nochmal ein richtiger Vorspann. Muss das jetzt so für die Generation TikTok?

    Die Folge an sich war auch eher mäßig, was mich sofort gestört hat, die Einführung, das abholen von Pike. Das passiert exakt so in jedem Beliebigen 3. Teil einer Actionfilmreihe, wo der Held aus dem Ruhestand geholt werden muss. Wäre es kein Shuttle sondern ein typischer Amerikanischer Bell Helikopter, das hätte keinen Unterschied gemacht. Noch dazu wo wirklich 0 Gefühl da war, dass es in der Zukunft spielt. Fast 400 Jahre alte Windräder, wenn Materie-Antimaterie Annihilation zur Verfügung steht?

    Das gleiche, das sind nicht Spock und seine Verlobte, das ist ein Pärchen aus einer Standard US Sitcomm. Küssen? Wow, sie können es einfach nicht.

    Wir geben den Fans einen Rundflug um das Schiff, nur um dann 20m vom Schiff entfernt doch zu Beamen und kein Dockingmanöver zu zeigen?

    Und das Shuttel heißt Stamets. Ja klar, Geheimhaltung und so, Spock hatte nie eine Schwester, aber wir Nennen unsere Shuttle nach einem Botaniker den es nie gegeben hat.

    Hey, Wald im Weltall, warum war Moppel Merinda im 32Jhd nochmal so begeistert davon?

    Wieso hat ein Raumschiff das 1/2 der Größe der Enterpreise nur 3 Besatzungsmitglieder? Die dann auch noch alle das Schiff verlassen? Bei TOS gab es öfter den Plotpoint, das niemand mehr zurück kann, wenn alle von Bord sind.

    Das DNA verändern zum ändern des Aussehens ist ja schon wie erwähnt großer quatsch, eine Maske hätte länger gehalten und weniger Probleme gemacht.

    Wenn dieses Volk durch das Beobachten von Lichtblitzen innerhalb von 3 Jahren Photonentorpedos und das Warpkonzept Reverse-Engineeren konnte, sollten sie sofort in die Föderation aufgenommen werden. Man stelle sich nur vor, was sie machen, wenn sie beobachten wie sich ein Bord of Prey enttarnt oder die Lichtblitze analysieren die Q beim Fingerschnippen macht.

    Warum musste Pike dann noch die pathetische Rede halten, die beiden Völker haben doch schon miteinander geredet. In anderen ST Serien wäre da Schluss gewesen Happy End. Ne wir müssen noch eine Gottgleiche Helden-Verehrung der Enterprise auf dem Planten zeigen und dann noch das gegenseitige auf die Schulter klopfen. Arrrg.

    Und dann diese dauernden Einblendungen von Pikes Vision Seiner Zukunft.
    Warum macht er sich überhaupt sorgen? Ich dachte der Zeitkristall ist Bindend? Kann er nicht Bungejumping in ein Schwarzes Loch machen? Im sollte doch bis zu der Reaktorexplosion nichts passieren?

    Immerhin, niemand hat geheult.

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