„Star Trek – Starfleet Academy“ – 1.05 – „Series Acclimation Mil“ – Review

Die Querverweise auf alte Trek-Serien haben zuletzt etwas geschwächelt. Klar, es gab metergroße Erinnerungstafeln („Da! Die Harry-Kim-Universität für Windelforschung!“), aber den ganz großen Anbiederungs-Schmonz musste man weiterhin bei PICARD suchen. Doch das ist nun vorbei. Unter dem Motto „Der Sisko ist nicht nur von Bajor, sondern da, wo DU ihn brauchst“ macht sich unsere Holo-Detektivin auf den Weg, um investigativ durch ein Museum zu laufen. Was ungefähr so sinnvoll ist, wie die Antarktis in einem Antarktis-Museum in Paderborn zu ergründen? – Doch tatsächlich findet man später auch metaphysische Spuren des Propheten-Tausendsassas. Aber vorher muss das entsprechende Hirnzentrum erst mit einer (simulierten) Alkoholvergiftung auf Trab gebracht werden…
Konsequent! Zukunftsweisend! Effizient! Produktivitätssteigernd!
Kurzum: Her mit dem Friedrich-Merz-Gedächtnispreis!
Jahrelang habe ich mir einen Wolf geschrieben, um zu erklären, warum man die Second-Screen- und die Tik-Tok-Generation mit den neuen Star Trek-Shows abholen möchte. Dass die Figuren versuchen, eine (gefühlte) Gefühlsrealität des Publikums abzubilden, indem man jede Hauptfigur als Unikum, Einhorn-Schmetterling und wertvolles Wesen darstellt.
Doch diese Arbeit kann ich mir ab jetzt sparen, da diese Episode das SO sehr nach vorne trägt, dass es auch der Dümmste versteht. Ich muss sagen, ich fühle mich … erleichtert? Nu-Trek ist endlich dort angekommen, wo es holpernd und polternd bereits die letzten Jahre hinabgerollt ist: Ins künstlerisch Bodenlose, gefolgt vom finsteren Tal der fehlenden Einschaltquoten.
„Ich bin der Lappen, der die Nacht umflattert. Ich bin der Spinat, der an deinen Zähnen hängenbleibt.“ – Wie das Intro von „Darkwing Duck“, aber etwas weniger ernst: Hier wird Selbstinszenierung noch doof geschrieben. Und wer nicht tanzend zur Schule geht, hat eh nicht alle Photonen auf der Palme.
– Unser Lieblingshologramm tanzt in Rück-, Vor- und Seitwärtsblicken. Und sie steppt, singt, gestikuliert und grimassiert wie ein Social-Media-Zombie auf Daumen-Entzug.
– Sie erwähnt, dass sie „einmalig“ sei auf dieser Welt, total „einzigartig“ und freut sich dabei einen Ast, so breit wie ihr Gewinnerlächeln. Schade, dass das vorher keinem aufgefallen ist? („Odo, Sie gibt es nur einmal hier.“ – „Juppiejey! Darauf eine Schlübberparty!“)
– An allen möglichen Stellen hagelt es Einblendungen, Bildchen, Animationen. Unsere Holo-Tante zeigt dann gerne auch mal drauf („Meterhohe Einblendung, wird gerne mal übersehen?“ *Erkennungs-Break-Dance start*), damit bloooß nichts untergeht, was als meterhohes Selbstbestätigungs-Monster auf den Franchisewellen schwimmt.
Das alles wird natürlich in einen größeren Kontext gesetzt. Am Anfang ist das noch die „Mission“: Unsere Holo-Facebook-Matratze soll nämlich gucken, wie die normalen Leute so druff sind. Ist ja nicht so, dass man Hologramme so programmieren könnte, EXAKT wie normale Menschen zu reagieren? Umso rätselhafter, warum ihre „Meister“, die sogenannten „Maker“ keinen Schimmer haben, was uns Fleisch- und Knochenklopse so antreibt.
Einfach mal das EIGENE verfickte Betriebshandbuch anlesen bzw. anfühlen?
„Wir schicken dich auf eine epische Mission, die uns helfen soll…“ – „Hey, ihr virtuellen Bros und Sisteressen! Ohne schwebenden Questmarker gehe ich nicht mal in die Kantine.“ – Data wäre Scholz… äh, stolz: Jetzt sind wir bei Star Trek schon sooo weit, das künstliche Wesen wissen wollen, wie es ist, ein, äh… substanzloser Pixelnebel zu sein?! Faszinierend.
Die Farbstrudel sprechen übrigens wie der brennende Busch in der Bibel („Musik? Gefühle?! Interessiert uns nicht! Wir wollen nur wissen, welche Gefühle – und vielleicht Musik? – die Fleischwesen besitzen!“).
Das ist natürlich 1-zu-1 aus „The Orville“ gemopst, wo Isaac ebenfalls Daten sammelt, um den Bedrohungs- und/oder Opfer-Faktor der menschlichen Spezies zu bestimmen.
Trotzdem ist die Idee ganz okay. Auch wenn ich mir denke, dass man das schon vor Jahrhunderten hätte lösen müssen? Und zwar in der preisgekrönten, leider nie ausgestrahlten Gerichtsepisode: „Wem gehört Holodoc?“
Aber auch hier verzeihe ich „Starfleet Academy“ mehr als den Vorgängerserien… Ja, das überkandidelte, entgrenzte Verhalten unserer Holo-Heuschrecke wirkt unreif und unnötig. Und ja, man könnte jederzeit fragen, warum man keinen 40-jährigen Bartträger/in erzeugt hat, um die Fleischwesen auszuhorchen?
Klar, der „Burn“ und neues Jahrhundert und so – aber wirklich logisch ist das alles nicht. Ein bisschen Hintergrundwissen hätte da nicht geschadet, so à la: „KIs waren lange verboten; haben wir aus Dune gemopst.“
Aber okay, es geht hier um eine patentierte „Suche“(tm). Irgendwas muss man ja verfilmen, wenn Alex Kurtzmans Zehnagel nicht in Reichweite ist?
Und WIR haben irgendwann ja auch nicht mehr gefragt, warum Data keine gescheite Gesichtsfarbe (= Schweinchenrosa) erhalten hat. Dafür aber drölfzig Zwillingsbrüder und Zwillingsväter.
„Hey, ich möchte ein Projekt in eure Richtung starten.“ – „Hey, so ein Zufall. Wir wollten ein Projektil in deine Richtung starten.“ – Treffen der Degenerationen: Im bajoranischen Latte-Macchiato-Tempel ist die Zeit der grauhaarigen Gruselpriester längst vorbei. Ab jetzt wird den Propheten gehuldigt, indem man auf Sitzsäcken ihr neuestes Videogame bespricht. Spoiler: Boooooring!
Auch die mangelnden Manieren unserer hüpfenden Holo-Glückspille hätte man einfach wegprogrammieren können: Denn hier labert sie ja einfach einen bajoranischen Sitzkreis voll („Kann ja auch sein, dass eure Religion Quatsch ist?“) und findet es generell okay, dass ALLE sich sofort um sie kümmern, wenn sie z.B. ein Schulprojekt brex.
Das kann ich aber besser ertragen als bei DISCO, SNW oder PIC, wo rebellische Figuren sich selbst die eigenen Ohren – im Badezimmerspiegel? – abgekaut haben, weil sie trotz Elite-Ausbildung völlige Narzisten waren.
Der Kern der Episode ist dann tatsächlich, dass sie das Schicksal von Sisko auflösen will. Hierfür fährt man Geschütze auf, für die eine alte Frau (= Alex Kurtzman) lange auf uralten Trek-Webseiten stricken musste:
– Es gibt eine Art Sisko-Museum. Natürlich echt mit Baseballschläger und Ball. Bei Picard gab’s eine einbalsamierte Tasse mit ranzigem Teebeutel?!
– Auch ein Bajoranischer Drehkörper steht da recht unmotiviert rum. Ein bisschen wertvoller als „gar nicht“ dürfte der doch schon sein?
– Cirroc Lofton (Jake Sisko) darf als Hologramm auftauchen und seinen Vater über den grünen Klee loben. Und wisst ihr was? Jedes Wort davon ist BERECHTIGT!
– Im Museum darf dann auch nicht der Schriftzug(!) vom Restaurant(!) von Siskos Vater(!) fehlen. Und der Hinweis auf die Spezialrezepte der Familie. Im Picard-Museum gab’s damals ein Earl-Grey-Kochbuch?
Zugegeben, das ist alles plump wie schlecht eingedicktes Jumbalaya. Und intellektuell befindet sich das auf einem ähnlichen Niveau wie das Raumschiff-Museum von LaForge bei PICARD („Defiant? Enterprise D? Egal, wir fliegen sie alle!“). Doch am Ende des Tages hat unsere Holo-Hupfdohle ja recht, wenn sie fast flennend vor den Mythen und Hinterlassenschaft des BEN SISKO steht – und sich klar wird, dass sie dagegen nur als feuchter Furz im Franchise-Gesicht dasteht.
Nachdem Picard damals demontiert hatte, musste ich HIER als Zuschauer mehrmals nicken und sagen: „Jawoll, endlich sacht’s mal einer!“
Ich kann allerdings verstehen, wenn man hier die Hasskappe trägt, weil es sooo schräg daherkommt. Hier geht es nämlich in die Richtung, dass man Benjamin Sisko quasi „beschwören“ will, statt mit wissenschaftlichen Methoden seinen Astralleib zu suchen. Wurmloch-Reste beim letzten Landregen versickert?
Und für die Suche diskutiert man ernsthaft(!), ob man ihn nicht mit Tomaten(!) anlocken könnte, weil Propheten-Geister es bekanntlich nicht mögen, wenn das Lieblingsrezept mit falsch deklariertem Biogemüse zubereitet wird?
„Mein Vater war der beste Mann der Welt! Nur er konnte stundenlang auf einem Drehkörper reiten, ohne herunterzufallen. Und er war ein sorgender Daddy! Guck, er hat mich sogar gegen Corona impfen lassen. 182 Mal! Mit einem Baseballschläger!“ – Ehre, wem Ehre entfährt: Auch Dinge, die normal sein sollten, werden hier in den Mittelpunkt gestellt. Aber okay, Benjamin HAT ja wirklich Milliarden von Leben gerettet. Das muss man anerkennen. Äh… Was machen eigentlich gerade die Leute im Putin-Museum gegenüber?
Dass Avery Brooks hier NICHT als Schauspieler zugegen ist, hilft aber, auf Abstand zu der „Handlung“ zu gehen. Und die „Handlung“ als reinen Teenie-Liebesbrief an eine viel bessere Serie zu betrachten.
Man muss sogar DANKBAR sein, dass es so viel um den Sisko geht. Die Nebenhandlung um Captain Akes Kollegen, der das Meer erwärmt(!), damit die Beschützer-Aale einer Alien-Delegation (nein, ich denke mir das nicht aus!) sich dort wohlfühlen, hätte da vermutlich MEHR Gehirnzellen gefressen.
Was meinst du dazu, Benjamin? Wie bitte? Mehr Knoblauchpulver an die Oetker-Pizza? Wie ihr befehlt, oh Herr!
Das geht dann soweit, dass die Führungsriege in einer Art … Deppen-Rollenspiel den diplomatischen Empfang vorbereitet. Nur echt mit Furzgeräuschen aus dem gekochten Blähfisch, Küchenutensilien am Mund, wildem Gekicher und einem fast heulenden Chef von der Kriegs-Akademie. („Buhuuu, ich bin als schwacher, trotteliger, schwitzender Mann konzipiert worden – und weiß nicht, warum mich keiner Ernst nimmt?!“)
Diese Minuten meines Lebens bekomme ich NUR mit 1,21 Gigawatt und einem DeLorean zurück!
„Guck mal, wenn meine Holo-Körper gammelige Kartoffeln angesammelt hat, kann ich machen, dass die Blumen auf dem Tisch eingehen. Hauch!“ – „Dies erfordert einen sarkastischen Blick meinerseits. Mann, bin ich heute wieder Kultfigur.“ – Heinz Erhardts Erben: Wenn die Serie erst mal loslegt, verhaftet sich die Humorpolizei vor lauter Kichern gegenseitig.
Natürlich versucht man, die Sisko-Geschichte irgendwie mit unserer Holo-Heulsuse zu verknüpfen.
Das ist einfach: Beide Leben waren vorherbestimmt UND sie sind Abgesandte. – Das muss reichen für den „Reim dich, oder ich schlag dich“-Marathon.
Okay, so übel fand ich den Ansatz tatsächlich nicht, zumal die Holo-Heilsbringerin ja wirklich künstlich erschaffen wurde und etwas vollbringen soll, was ebenso rätselhaft wie (beinahe religiös) schwachsinnig ist. Auch wenn letzteres eher am Drehbuch liegt. – Dumm ist nur, dass man es vollkommen übertrieb und sie dann in der Disco irgendwas von wegen „Jaaa, Boxkampf! Wie beim Sisko damals!!“ brüllte. Gut, da war sie „betrunken“, aber so weit kommen wir noch, dass wir den Hirnschaden einer Figur als Entschuldigung für schlechten Fanservice heranziehen?
Machen wir bei Trump ja langsam auch nicht mehr…
Das letzte Drittel der Episode geriet dann arg schwach. Ohne Asbach-Figuren und Querverweise auf coolere Charaktere trägt sich nix hiervon. Man schleppt sich durch bunte Lichter aus dem Regenbogenverleih, gestaltet sich die eigenen Augen – durch pflichtschuldige Drag-Queen-Auftritte – durchaus woke und tolerant, wundert sich über die „Große Techno-Nacht“ am Disco-Eingang (die nachfolgende „Love-Parade“ am Warpkern nicht vergessen?) und sucht die bräsigen Trek-Elemente der 60er- bis 2000er-Jahre mit einer total oberhippen Lupe.
„Hey, lass uns noch was trinken!“ – „Keine Lust, bin schon wieder geil auf Sex.“ – Tanz in den Brei: Hier geht um Freundschaft und Gemeinsamkeiten. Schade, dass vorher keine Episoden kamen, die uns auf derartiges vorbereitet hätten? *auf vorherige Szene zeig, in der ein Charakter Konfetti auskotzt*
Dazu kommen Jey-Dens männlicher Flirtpartner an der Bar, die nervenden Goons vom Kriegsministerium („Ihr habt doofe Ohren!“ – „Bah! Selber Ohren.“) oder Calebs Kuss mit der Rattigen…
Das alles sind nur Streif- und irre Blinklichter auf dem Weg zur Episodenausfahrt. Zumal das Comedy-Timing von Caleb echt an schlechtes Kasperletheater erinnert. Schon weil sein Auge immer so komisch rumspringt, als hinge es an einem Stoff-Faden. Hatte seine gemopste Mutti etwa sein Schauspieltalent in der Handtasche mitgehen lassen?
Am Ende läuft dann der Schleim in dicken Strömen durch das Seerosenbecken der Akademie: Unsere Holo-Hirnige schlägt dann ein altes Buch von Jake Sisko auf, aus dem dann die Buchstaben rausfliegen. Huuui! – Vermutlich denken die derzeitigen Autoren, dass „Lesen“ tatsächlich so funktioniert?
Und wieso DANN eine Vision von Jake auftaucht, macht auch kaum Sinn. („Hä? Ich dachte, DU hättest mich herbeigezaubert? Egal: Lass uns darüber reden, wie besonders wir alle sind.“)
Das wird dann nur noch getoppt von einer Dax-Nachfolgerin, die weise durch die Handlung schwebt. Die sagt natürlich erst am ENDE, wer sie ist, bevor sie in der Großen Pause verschwindet. Da hat der aggressive Zeigefinger an meiner Schläfe mehr Impact gehabt? (Aua…)
„Ich bin Sieglinde Dax. Ein Nachfolger von Curzon. Du darfst mich aber gerne ‚Alter Mann‘ nennen.“ – Eine geht noch, eine geht noch rein: Der Dax-Parasit ist auch in hunderten von Jahren noch überall drin! Da kann sich Jeffrey Epstein eine Scheibe abschneiden.
Die letzten Szenen ließen mich verdattert zurück. Unsere Holo-Selbstfindungs-Fee grient begeistert in die Kamera, spricht mit Benjamin Sisko („Wenn du mal vorbeikommen magst: Gerne!“) und wartet darauf, dass der Abspann noch ein fettes „Danke an Avery Brooks“ einbaut.
Da hatte ich kurz Angst, dass Avery in den letzten Wochen einen tragischen Unfall beim Lampenaufhängen hatte?!
Aber nein: Die Macher wollten einfach nur ihre 11 Millionen Dollar teure Bewerbung abgeben, damit der störrische Altstar auch mal wieder vorbeischwebt.
Um Religion, Philosophie und Vermächtnisse ging es da nur am Rande.
Fazit:
Dass die Episode den alten Benjamin Sisko wie einen vergoldeten Gaul durch die Manage schiebt, finde ich tatsächlich GUT.
Auch, wenn alles davon billigst herbeigeplappert wurde und man fast auf ein Oujia-Brett wartet (nach dem Flaschendrehen mit Zungenkuss-Zwang selbstverständlich), versucht man hier NICHT, die alte Figur zu demontieren. Oder arg umzuschreiben.
Und wenn doch, dann nur, weil die Schlagworte einem langsam auf das Langzeitgedächtnis schlagen. („Hä? Er hat gerne gesegelt? Ach ja, aber doch nur im WELTRAUM? Einmal?!“)
Trotzdem verzeihe ich angesichts solcher Heldenverehrung auch die langweilige Nebengeschichte um die „Maker“, die unserer Holo-Haubitze in einer Virtual Reality was vom Pferd erzählen.
Und weil ich gut drauf bin, übersehe ich fast die Muppet Show am Abendbrottisch. Und den recht ziellosen Bar-Abend mit Sinnfrei-Klopperei. Und die Tatsache, dass nicht mal EIN Absatz von Jake Siskos Hammerbuch vorgelesen wurde.
Im Ernst, wenn man einfach ALLES Schlechte übersieht und NUR noch auf die Verweise auf alte Sachen blickt, hat man viel mehr Spaß hiermit.
Es wirkt fast so… als… als könnte das sogar das langfristige ZIEL von Nu-Trek sein?!
(*verschwörerisch in Kamera blinzel und von zwei Wurmlochpropheten abgeführt wird*)
Glückwunsch! Nach all der Zeit mit dem Kurtz kann ich es selbst kaum glauben, aber diese Folge war für mich tatsächlich NOCH bizarrer und qualvoller als sonst. Muss man erst einmal hinkriegen. Nicht schlecht.
…
Äh, also DOCH schlecht, meine ich. Und wie. Meine Herren.
*rausgesupptes gehirn wieder ins ohr drück*
Das Übel beginnt mit einer Montage von Holo-Sam, wie sie selbstsicher (glaube ich, mit ihren Gesichtsausdrücken komme ich nicht ganz klar) durch die Akademie stampft und dabei von allen Kadetten respektvoll angeglotzt wird. „Coole“ Spitznamen, alberne Kindergarten-Schrifteinblendungen, Klingonen im Damenrock, Glitter-Bananenkotze (!) und sinnlose Tanzeinlagen inklusive. Der größte Twist war dabei für mich, dass es sich um KEINE selbstverherrlichend Fantasie von ihr handelte. Oh, Mann.
Im Ernst, man muss es gesehen haben, um dieses unglaubliche Ausmaß an generierter Cringe-Energie zu verstehen.
Der Hauptplot besteht dieses Mal daraus, dass Sam etwas Ärger mit ihren Holo-Vorgesetzten vom Holo-Planeten hat. Denn aus irgendeinem Grund können diese zwar ein menschliches Hologramm erschaffen, raffen aber gleichzeitig nix von unseren Eigenarten („Waruuum werden die hungrig, Bruuuda?!“). Warum kann man dies nicht einfach online nachschlagen? Oder denen das einfach erklären?
Und deren Problem mit Sam wirkte jetzt auch nicht sonderlich science-fictionisch („Girl, was für Kurse suchst du dir denn aus? Häkeln und Klöppeln!? Da muss ich glatt mein wütendes Rotlicht einschalten!“). Dies stürzt Sam jedenfalls in eine tiefe Sinnkrise und in einem besonders krampfig konstruierten Moment mittels eines DS9-Kinderbuches (!) zieht sie eine Verbindung zu sich und Benjamin Sisko. Sind ja beide Abgesandte, da hat man viel gemeinsam. Zum Beispiel den Titel und… öh…
DAS bringt jedenfalls Sam auf die Idee, mal den örtlichen Bajor-Fanclub (!) zu besuchen. Und diese Idee wird zudem mit einer holografischen Glühbirne (!!) symbolisiert. Ganz großer Humor, schmeiß mich weg. Der Club selbst ist auch nur eine Sammlung von plumpen Fanservice-Klischees („Bist duuu von Bajoooor?!“), wie eigentlich die ganze Episode. In Academy ist man davon ja sowieso umzingelt und darf keine Schranktür aufmachen, ohne dass man von Anspielungen auf vergangene Serien verschüttet wird.
Was kurz danach auch mit dem „Benjamin Sisko Museum“ (!) auf die Spitze getrieben wird. Aber schon witzig, dass dieses tatsächlich im Stil von echten Ausstellungen präsentiert wurde. Will sagen, endlose Texttafeln, eine erschreckend abgeranzte Uniform hinter Glas und ein paar olle Requisiten („Seine Schreibmaschine! Hach.“). Hat mich direkt an eine besuchte Game of Thrones Expo erinnert. Nur schlechter.
Und einer der Drehkörper der Propheten steht tatsächlich in New Orleans rum? Haben die Bajoraner nix dagegen? Und wieso sah der übler aus als die DS9-Version?
Den Jake-Darsteller konnte man übrigens auch noch bekommen, nachdem für das Gesicht von Avery Brooks wohl kein Geld übrig war. Tatsächlich witzig, dass man bei Jake auf den gruseligen 90er-Klamottenstil bei DS9 eingegangen ist.
Der Nebenplot um ein Probe-Dinner der „Erwachsenen“ (ich nenne sie nur zur Unterscheidung so) an der Akademie ist ebenfalls sehr sinnfrei und ähnlich „lustig“. Warcollege-Chef Kelric ist stark am schwitzen, da eine außerirdische Spezies sich lerntechnisch austauschen will. Und weil er für diese den Ozean aufwärmen (?) wollte, damit sich deren Bodyguard-Aale (?!) wohl fühlen. Wie alle Außerirdischen sind diese in ihren Bräuchen aber extrem unflexibel („Kein extra Käsemesser?! Dies bedeutet KRIECH!!!“), weswegen der ganze Auftritt vorher geprobt werden muss. Ein Suppenlöffel mit Loch, Mini-Megafone (?) sowie ein furzender Blobfisch (!) sind auch dabei, um auf den fan-tas-tischen Humor in dieser Serie noch einmal einzugehen. Hatte richtig Bauchschmerzen nach dieser Folge.
…
Nee, wirklich. Nur aus anderen Gründen.
Aber ihr merkt es auch, oder? Diese Folge ist fast schon eine Parodie von sich selbst, so over-the-top bescheuert ist hier alles. Dazu kommt noch der sehr wirre Schnitt, wo Sam auch einfach mal sinnfrei anfängt zu tanzen oder man über die Notwendigkeit von Tomaten in Gumbo diskutiert (!), was bei mir wirklich das Gefühl ausgelöst hat, langsam aber sicher verrückt(er) zu werden. Habe die meiste Zeit ungelogen mein Sofakissen fest an mich gedrückt um durch diese Episode zu kommen. Sowas übernimmt doch keine Krankenkasse.
Spätestens beim Besuch der Rave-Bar (?) konnte ich dem Gezeigten gar nicht mehr folgen. Sam overacted und taumelt durch die Gänge, nachdem sie ihren „Shots-Counter“ hochgedreht hat (!) um, wie ich vorsichtig vermute, in den Spuren von Benjamin Sisko zu wandel— torkeln, weil dieser vor Hunderten von Jahren die selbe Bar besuchte. Welche aber anders hieß? Irgendwann liegt sie auch AUF der Bar und gibt Glückskeks-Sprüche von sich, da das Sisko-Schicksal ja IRGENDWIE mit ihrem eigenen zu tun hat?! Erwähnte ich schon die Shots mit dem sehr seltsamen War College Vulkanier? Ist all dies vielleicht nur das Ergebnis einer massiven Kneipen-Tour der Autoren mit Blackout?
Humor-Topmaterial auch hier wieder, als Caleb an Sams Einstellungen rumspielt und plötzlich Marschmusik und Jodeln (!) zu hören ist. Wer zum Henker ist hier die Zielgruppe, Leute??
Fazit: Irgendwann möchte ich die Kurtz-Autoren mal live erleben. Deren tägliche Interaktionen, die Treffen im Schreiberling-Raum, deren Austausch an „Witzen“ (benötigt eigentlich mehr Anführungszeichen). Danach kann man vielleicht zumindest VERSTEHEN, warum insbesondere Academy so seltsam ist. Diese geballte Menge an Gaga-Ideen wie Glitter-Kotze, Furz-Fischen, Blasmusik, Morgenlatten, besoffenen Hologrammen und schwebenden Glühbirnen könnte man bei einer Nicht-Trek-Serie ja noch als faszinierenden Trash verzeihen, aber hier fühlte ich mich persönlich beleidigt. Was durch den starken DS9-Anteil noch schlimmer wirkte, unseren alten Kuuult sollen die gefälligst in Ruhe lassen. Zumal es inhaltlich auch sehr erzwungen wirkte („Der Abgesandte? Das bin ich doch aaaauch?!) und nur auf sülzige und austauschbare Belanglosigkeiten hinauslief. Da hätte man mit wenig Umschreiben aus Sisko auch Picard machen können („Hallo, ich bin Sam! Sie waren doch der Borg-Abgesandte, richtig? Wie passend, ich bin ja Kubus-förmig!“)
Bin jedenfalls froh, dass ich mich mit der Vergabe der GANZ schlechten Bewertungen zurückgehalten habe. Im Vergleich zu dieser Episode war der Rest davor nämlich richtig anspruchsvo— ordentli— durchschnittli— nicht ganz so kacke.
Verdammt, ich LOBE einfach zu viel! Meine größte Schwäche!









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„Star Trek – Discovery“, Kritik zu 4.03, „Choose To Live“
Star Trek TNG – 1.23 – „Die schwarze Seele“ („Skin of Evil“) Review
Ich habe bei jeder Nu-Trek Serie gebangt: Werden sie sich auch an meiner Lieblingsserie DS9 vergreifen?
Werden die Schauspieler dieser wunderbaren Serie sich auch als geldgeile Opportunisten erweisen wie die Brückencrew der Next Generation, der Holodoc und Seven of Nine?
Und jetzt geht es los? BITTE, BITTE NICHT!
By the way: Im kulinarischen Wettstreit hat Gumbo-Sparkiller klar gegen Klapo gewonnen.
Das Gericht aus der kreolischen Küche heißt Jambalaya! Mit a!
Ich kotze wegen dieser Folge.
Aber keinen Glitter.
Das ist auf dem Niveau für 5jährige… Warum kommt Space-Jesus nicht am Ende jeder Folge rein und drückt Dir nochmal die Moral von der Geschichte, wie He-Man es einst tat.
Ich habe damals drei Jahre gewartet, bis endlich die erste Staffel TNG im ZDF lief (die zuvor erschienenen paar VHS-Kassetten mit der seltsamen Hamburger Synchro möchten wir vergessen). Ich halte es locker durch, SFA erst dann zu schauen, wenn sie sich endgültig als Kultserie etabliert hat.
Obwohl Kurtzman-Trek in den letzten neun Jahren deutlich weniger Episoden hervorgebracht hat als Berman-Trek in einem entsprechenden Zeitraum, fühle ich mich ein wenig erschlagen und habe das Gefühl, mit dem Anschauen gar nicht mehr hinterherzukommen, selbst wenn ich WOLLTE.
Und während mir der Name Cirroc Lofton und dessen Synchronsprecher für den Nebendarsteller des Jake Sisko nach fast 30 Jahren noch immer sofort einfallen, habe ich, von wenigen Ausnahmen abgesehen, keinen Schimmer, wie die Darsteller und die Charaktere der neuen Serien heißen.
Ich war allerdings anfangs auch kein DS9-Fan und habe die ersten drei Staffeln erst nach Worfs Eintritt in die Serie nachgeholt. VOY war damals ebenfalls nur ein 45-minütiger Freitag-Abend-Auftakt in der Studenten-WG und stank in meiner damaligen Wahrnehmung gegenüber TNG ziemlich ab.
Vielleicht ist die heutige Art, Star Trek zu produzieren, zu vermarkten und zu konsumieren, nebst umfassender Vor- und Nachbereitung jeder Folge auf dutzenden Webseiten und Kanälen, auch ein wenig destruktiv. Früher hatte man eine zweiteilige Inhaltsangabe in der TV-Zeitung und hat die Folge anschließend noch 10 Minuten mit den Mitsehern besprochen, um sie als eher gut oder eher langweilig zu bewerten. Heute kommt man kaum umhin, mit zahllosen, sehr ausführlichen Meinungen darüber konfrontiert zu werden, wie unglaublich großartig oder furchtbar eine Episode war.
Meine persönliche Erfahrung ist vor diesem Hintergrund, dass man Episoden etwas entspannter schauen kann, wenn sich im Netz die erste positive und negative Aufregung gelegt hat und man die Staffeln oder ganze Serien en bloc schauen oder sich die bestbewerteten Folgen heraussuchen kann.
„Obwohl Kurtzman-Trek in den letzten neun Jahren deutlich weniger Episoden hervorgebracht hat als Berman-Trek in einem entsprechenden Zeitraum, fühle ich mich ein wenig erschlagen und habe das Gefühl, mit dem Anschauen gar nicht mehr hinterherzukommen, selbst wenn ich WOLLTE.“
„Star Trek“ ist nichts für Weicheier, sondern die größte Saga, die das Fernsehen bis heute hervorgebracht hat.
Du machst das schon richtig. Rückblickend überschätzte und seit Jahrzehnten tote Serien wie „Firefly“, also im Kleinkindalter verstorbene Möchtegern-Franchises, denen das wertlose und überstrapazierte Attribut „Potenzial“ anhaftet, sind quasi wie der leicht verdauliche Abendbrot-Brei im Altersheim energieloser Filmfans.
„fast 30 Jahren noch immer sofort einfallen, habe ich, von wenigen Ausnahmen abgesehen, keinen Schimmer, wie die Darsteller und die Charaktere der neuen Serien heißen.“
Keine Sorge, das MÜSSEN nicht die ersten Anzeichen für abgestorbene Fan-Begeisterung sein. Vielleicht hast Du ja Glück und es ist einfach nur die weitaus weniger bedrohliche Altersdemenz. Ich halte die Daumen! :-)
(Und jetzt alle zum Üben: Ake heißt der Captain. Drei Buchstaben. Das schaffen wir!!!)
„„Star Trek“ ist nichts für Weicheier, sondern die größte Saga, die das Fernsehen bis heute hervorgebracht hat.“
Selbstverständlich hinter dem Sandmännchen, der Springfield Story, General Hospital, Zeit der Sehnsucht, Die Simpson (Oh Gott, ich muss noch alle 37 Staffeln nachholen!), Dr. Who, Sesamstraße, Law & Ordner + CSI, Star Wars, MCU …
Kommt auch darauf an, was man unter „größte“ und „Saga“ und „TV hervorgebracht“ versteht (Laufzeit, Episoden, Budget, Umsatz, Gewinn, kultureller Einfluss, nur im Vergleich zu anderen Prime-Time-Big-Budget Realserien?).
Star Trek hatte im TV und im Kino auch immer mal wieder längere Pausen, so dass das Jubiläum „60 Jahre Star Trek“, ein wenig irreführend ist.
Star Wars hat in den letzten Jahren mehr Realserien-Episoden hervorgebracht als Star Trek seit 2017. Ich vermute, auch mit mehr Erfolg. Man muss das neue Star Trek nicht aus Prinzip niedermachen (wie beispielsweise auf dem YT-Kanal „Der Ich“ jahrelang geschehen), aber auch nicht fortwährend kritiklos bejubeln wie auf Trekcore und Trekmovie. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Ich persönlich finde es weniger interessant und faszinierend als Roddenberry-/Berman-Trek. Letzteres schien mir – jedenfalls insgesamt, von zahlreichen auch dort anzutreffenden Augenrollern abgesehen – ernsthafter, erwachsener und tiefgründiger. Selbst wenn man in Kurtzman-Trek einmal gute Drehbücher mit interessanten Ideen hat, wird mir das durch zu viel sinnlose Action, oberflächliche Sprüche und der „Wir lösen jedes Problem in 30 Sekunden, dank unserer Crew aus superschlauen 23-jährigen Nervensägen“-Haltung, verdorben.
Ich glaube, man hat aus der „Beliebtheit“ des Charakters Wesley Crusher die falschen Schlüsse gezogen, wenn man seit DSC meint, die gesamte Schiffscrew müsse heutzutage aus Wesley Crushers bestehen. Angefangen von Tilly über Michael „Supergirl“ Burnham, bis hin zu LaForges Töchtern („Mein Vater ist der beste Ingenieur der Welt. Meine Vater ist eine Legende. Erwähnte ich bereits, dass mein Vater der Beste ist? Mein Vater ist übrigens Geordi LaForge. Habe ich alles von meinem Vater gelernt. Eine Legende, by the way.“ – Geordi: „Kein Computer, NICHT EINMAL (!) meine Tochter könnte uns hieraus fliegen…“). Habe ich immer ein bisschen Kotze im Mund bei solchen Sprüchen.
„Star Wars hat in den letzten Jahren mehr Realserien-Episoden hervorgebracht als Star Trek seit 2017.“
Willkommen in Zeiten der „alternativen Fakten“! Und „Rechnen“ ist ja eh nicht mehr zeitgemäß und vermutlich rassistisch.
Ich als auf die 60 zueilender weißer Mann bin da leider noch zu sehr „old school“ und komme bei „Star Wars“ auf 85 „Real-Episoden“ (die überwiegend nur „halbstündig“ waren).
Bei „Star Trek“ hingegen zähle ich seit 2017 bislang 130 Folgen (die ausnahmslos „einstündig“ sind). Die Short-Trek-Folgen und den „Section 31“-Film habe ich dabei nicht mitgerechnet.
Bei „Star Wars“ sind noch 12 „Ashoka“-Folgen offen, mehr ist trotz der „vermutlich mit mehr Erfolg“ gelaufenen Serien offenbar nicht geplant.
Bei „Star Trek“ sind noch 31 Episoden offen, nämlich 15 „Academy“-Folgen und 16 SNW-Folgen.
Ich hab mich auch schon gewundert. Star Wars mehr Episoden als Star Trek? Bei Star Wars kamen immer nur kurze Staffeln, bei ST schonmal Staffeln mit 10 Folgen oder mehr.
„Ich als auf die 60 zueilender weißer Mann bin da leider noch zu sehr „old school“ und komme bei „Star Wars“ auf 85 „Real-Episoden“ (die überwiegend nur „halbstündig“ waren).“
Stimmt. Hatte mich verzählt.
„Stimmt. Hatte mich verzählt.“
Verständlich, die Zahlen 85 und 130 liegen ja ziemlich dicht beieinander. :-)
„Man muss das neue Star Trek nicht aus Prinzip niedermachen“
Nein, Du machst lieber aus Prinzip die Vergangenheit nieder, damit Deine Gegenwart besser dasteht.
Daher versuchst Du unentwegt, „Star Trek“ von früher schlecht und kleinzureden. „Star Trek“ war „schon immer schlecht“ und „schon immer überschätzt“ und „schon immer erfolglos“, und natürlich irgendwo hinter „Sandmännchen“ und „General Hospital“, die vermutlich viel mehr „Worldbuilding“ betreiben als „Star Trek“.
Klar doch.
Und wenn Du heute mit den Serien nicht nachkommst, dann liegt es nicht an Dir, sondern natürlich nur daran, weil es heute bei all den Eintagsfliegen-Ministaffeln so wahnsinnig viel mehr Sehenswertes gibt, und weil Wiki nun auch indische Serien auflistet, die in den „All you can watch“-Massen-Streaming-Sumpf gespült werden, was Deine These „heute gibt es mehr als früher“ bestätigt.
Meine Einstellung zum Nu-Trek ändert gar nichts daran, dass ich Deinen Ausführungen „alles war schon immer schlecht“ nach wie vor entschieden widerspreche, so wie ich mich auch heute noch immer über die „jetzt werden die Karten neu gemischt“-Plattitüden auf Serienjunkies lustig machen würde.
So neu ist mein Nu-Trek-Verhalten übrigens nicht. Ich stand lange DS9 skeptisch gegenüber und konnte erst über die späteren, besseren Folgen auch die Anfangs-Episoden wertschätzen. Es ist aber ein Unterschied, ob ich Qualitäten neu entdecke, oder ob ich mit der Einstellung rangehe: „War ja immer schon alles scheiße, daher ist das neue so viel schlechter auch nicht.“
Diese Unterstellungen sind unzutreffend. Diese Ansichten habe ich nie vertreten.
O je … erwartet uns jetzt eine Zitatensammlung aus acht Jahren Zukunftia?
Aber ich sollte nicht meckern, ich arbeite ja auch schon länger an einem Essay über Serienfans Häutungen und Rage-Posts hier.
Bist echt cringe, Bro!
(Ups, hab zu viel SFA geguckt.)
Der Dank an Avery Brooks macht doch nur Sinn, wenn er die letzten Sätze selbst gesprochen hätte. War das seine Stimme? Wenigstens hat er wohl verboten, abgebildet zu werden, denn sonst hätten sie in diesem „Museum“ seine Uniform nicht nur auf einer Kleiderpuppe gehabt.
Eine große Chance wurde vertan: SAM hätte Bizeps & Co. als „The Kotz Niners“ zu einem Spiel auf dem „Field of Dreams“ einladen müssen, gegen die „Black War College Sox“. Damit hätte man so mind. 55 Minuten der Folge sinnvoller füllen können. Sympathisch einzig, dass sich Reno mehrmals weigert, den senilen Bullshit mitzumachen.
PS: Der und Ich werden die Folge dann wohl knorke finden und sich die Bluray-Box für ihr Regal kaufen.
Es ist seine Stimme, es ist allerdings ein Text, den er für eine Spoken words CD eingesprochen hat, der passt aber schon ganz okay. Das hat der Kurtzman irgendwo im Interview gesagt…
Immerhin gibt es jetzt eine Perspektive für die kommenden Folgen.
Denn wo ein „Sisko-Museum“ existiert und Dax präsent ist, kann auch eine „Miles O’Brien – Maschinenhalle“ nicht weit sein, wo der doch mal an der Akademie unterrichtet hat.
Sicherlich gibt es auch ein „Dr.Julian Bashir – Stipendium“ für besonders begabte Student*innen, immerhin hat der vor 800 Jahren bahnbrechende Forschungsergebnisse erzielt.
Und hat hier nicht neulich jemand geschrieben, dass es das „Quarks“ jetzt als Kette auf der Erde gibt?
Storytechnisch fällt den Autoren ja eh nichts ein, so ließen sich ganze Folgen füllen.
In der deutschen Fassung ist es nicht seine gewohnte Stimme, weil Jörg Hengstler leider 2024 gestorben ist.
Wow, Sam toppt ja mit Leichtigkeit Sylvia Tilly und Keiko O’Brien in der Liste der nervigsten und überflüssigsten Star Trek Uschis, das muss man erstmal schaffen!
Keiko O’Brien war zwar als Partnerin von Miles eine Katastrophe und der arme Mann konnte einem echt leid tun. Aber sie mit Silvia „That’s The power of math, people“ Tilly zu vergleichen, geht doch etwas zu weit
Zu Keiko und ihrer Rolle als herrische und kratzbürstige Ehefrau gibt es übrigens eine semi-wissenschaftliche Untersuchung, deren Ergebnis einige überraschen könnte:
https://www.womenatwarp.com/is-keiko-obrien-the-worst-a-discourse-analysis/
„Star Trek“ in der Midlife-Crisis?
Und was hat es mit „Monaco Franze“ und „Perry Rhodan“ zu tun?
Antworten auf diese Clickbait-Fragen gibt es in diesem Video:
DS9 also auch noch bespuckt, geschrottet und vollgekotzt. Lang lebe das neue Trek.
Was für ein Troll mittlerweile.
Diese Folge stellte zumindest den ernsthaften Versuch dar, die Welt aus der Perspektive eines absolut fremdartigen Wesens darzustellen.
Einer Photonischen Lebensform, künstlich erschaffen und erst ein paar Monate alt.
Das empfand ich teilweise als gelungen und teilweise als ziemlich wirr. Mag daran liegen, dass man nie genau weiss,was wirklich geschieht und was nur in ihrer Phantasie.
Die Szenen mit ihren Auftraggebern erinnerten mich ein wenig an Mork vom Ork.
Wenn man sich anschaut, welche rasante Entwicklung KI in den vergangenen 15 Jahren und insbesondere in den vergangenen drei Jahren, seit große Sprachmodelle wie ChatGPT für die breite Öffentlichkeit zugänglich sind, genommen hat, sind die Möglichkeiten, die sich in 5, 10, 50, 100, 300 oder gar 900 Jahren bieten werden, schlichtweg unvorstellbar und eine „photonische Lebensform“ schon für die kommenden Jahre und Jahrzehnte denkbar, nicht erst im nächsten Jahrtausend.
Ein Computer wie der Schiffscomputer in TNG, DS9 und VOY sowie der Holodoc dürften bereits heute kein Problem mehr darstellen (von der „harten“ Holoprojektion des Docs abgesehen), was die Drehbuchautoren von SciFi-Produktionen vor erhebliche Probleme stellt. Einerseits müssen sie Technologien entwerfen, die der unseren noch einmal weit voraus sind, andererseits darf es nicht in Fantasy und völlig unbegrenzte Möglichkeiten abdriften.
Die beliebte Storyline „Videobeweis“ ergibt schon im Jahr 2026 kaum noch Sinn, weil wir uns spätestens seit diesem Jahr ständig mit der Vorfrage konfrontiert sehen, ob ein Video echt oder fake ist, zumal die heute bereits auf Social Media geposteten KI-Videos, obwohl von Laien mit öffentlich zugänglicher, oft sogar kostenloser Software erstellt, teilweise so echt wirken, dass man sich ausmalen kann, wozu professionelle Produzenten (außer Disney; die können es einfach nicht) und die großen Geheimdienste in der Lage sein werden.
Heute schon wieder einen Artikel auf Golem gelesen, dass die bösen toxischen Fans an allem schuld sind.
Schließlich war man ja schon immer progressiv und wir sind ja viel zu alt, um das zu verstehen!
Aber ab wann ist etwas nicht mehr nur „progressiv“ (oft reiner Selbstzweck ohne Ästhetik oder Vision), sondern absichtlich scheisse / bößartig scheisse und geisteskrank? Das sage ich nicht gerne so hart, aber warum sollte ich Star Trek Hauptschule noch irgendwas Geistreiches schulden?
Manch einer könnte sagen, das sei halt eine „spezielle Folge“. Ja, genau, langsam besteht alles aus speziellen Folgen …
Oder fragen wir auch im Kontext einer Gesellschaft, die weiter ist als wir: Warum so ein Hologramm?
Warum eigentlich körperliche Attribute, die bei einem Mann schonmal keine Frau der Welt dazu bringen könnten, sich für ihn zu interessieren – aber bei einer Frau ist das ja dann „Body Positivity“. Plus freiwillig auf Fast-Down-Syndrom? Voll niedlich!
Absurd. Ich will meine Trek-Babes aus den 80ern und 90ern.
Warum? Revanchismus, Drang nach Deutungshoheit oder einfach Macht?
Diese SAM fühlt sich also mit Sisko verbunden, weil er Abgesandter war, und sie wurde ja auch abgesandt…
Oh, boy.
Ich bin Fahrer eines Autos: also mit Michael Schumacher verbunden, denn: der hat ja auch gefahren!!!
Dax ist auch noch da. Und es ist im Kontext doch nur korrekt, dass es (sie/er) jetzt (auch) eine PoC-Frau als Wirt hat – so wie gefühlt die Mehrheit aller wichtigen Figuren seit DISCO unbedingt nicht-männlich, nicht-binär oder nicht-weiß sein mussten (die Gegenbeispiele Pike, Spock und Kirk konnte man LEIDER nicht abändern, weil die zu wichtige Eckpfeiler von Star Trek sind).
Für mich werden die alten Helden schon durch ihre jetzige Anwesenheit bei SFA geschmälert! Das entsteht einfach automatisch aus dieser bescheuerten „BURN“-Story. Dax, der Holo-Doc, die mehrere Hundert Jahre alte Captain Acme (okay, die ist (noch) nicht wirklich „Held“). ALLE haben während der fast 100 Jahre nach dem Brand nichts zur Aufklärung beitragen können?
Nicht nur eine Gruppe, ein Planet, ein System, eine Föderation, ein Quadrant, eine Galaxie war unfähig – NIEMAND konnte dem auf den Grund gehen, bis endlich BURNHAM wie ein Engel auftauchte? NIEMAND konnte eine andere, risikoärmere Antriebsmöglichkeit erdenken? Diese Schreibe ist einfach SHIT – und jetzt wühlen sie freudig weiter darin herum, suhlen sich; jeder kriegt was ab!
Hat übrigens jemand das Gesicht von Sisko gesehen? In der Szene kurz vorm Abspann, mitten in den Wolken über der Skyline?
Nein? Gut! Denn das würde irgendwie bedeuten, er „guckt sich alles an“, seit 800 Jahren (und schifft ab und zu mal runter), macht ansonsten aber auch nichts. Quasi ein „Q“ im read-only-Modus. Beim Klodeckel-Barte des Propheten!
Noch zu SAM: Paul Scheer und die Leute von NTSF:SD:SUV:: sollten Kurtzman verklagen.
Das war wenigstens noch „echter“ Klamauk mit jeder Menge (Ex-)Star Trek-Darstellern!
tach auch !
Rückblickend überschätzte und seit Jahrzehnten tote Serien wie „Firefly“
Hömma, das ist der BergH aber ganz anderer Meinung !!
Firefly wurde vom Network ganz fies verhungern gelassen. Imho war es genial
Ich dachte immer Moppel-Merida wäre das nervigste, was ST zu bieten hat, aber diese
POC-Nicht-Barbie schlägt sie u m Längen.
Ausser Tanzen und Grimassen ziehen kann die ja gar nichts.
Der Rest wurde schon erwähnt.
Schlechteste Folge von STSA ever.
Gruß BergH
Man kann nur innständig hoffen, dass Herr Osteried nie einen Liebesbrief geschrieben hat. Bekommen hat er augenscheinlich nie einen ernstgemeinten.
https://www.golem.de/news/starfleet-academy-ein-liebesbrief-an-deep-space-nine-2602-205025.html
In dem großartigen Sachbuch „The Making of STAR TREK: Deep Space Nine“ von Judith Reeves-Stevens und Garfield Reeves-Stevens steht, dass Blaupause für DS9 die Western-Serie „The Rifleman“ war, die in Deutschland unter dem Titel „Westlich von Santa-Fe“ lief.
Das Neue an „The Rifleman“ war, dass sich die Serie um einen Revolverhelden drehte, der zugleich alleinerziehender Vater eines kleinen Jungen ist. Erziehungsfragen und Western-Action sollten gleichwertig gegenüber stehen.
Das soll Avery Brooks veranlasst haben, die Rolle anzunehmen. Außerdem wollte er Sisko als sehr sanftmütigen Vater zeigen, weil seiner Meinung nach afroamerikanische Väter in Serien damals immer viel zu streng und autoritär gezeigt wurden.
Am Ende hat die Serie dann Sisko zur Gottheit gemacht, Sisko hat sich nicht einmal von Jake verabschiedet, und auch sein ungeborenes Kind hat er zurückgelassen. Brooks war darüber so verärgert, dass er sich bis heute nicht zu DS9 äußern will.
Die SFA-Episode „Series Acclimation Mil“ hat nun wieder Sisko als den Vater und Menschen ins Zentrum gerückt. Es ging mehr darum, was er für Jake war als das, was er für die Bajoraner war. Die Bajoraner machen aus Sisko einen gesichtslosen Schemen, einen nicht greifbaren Mythos, und unterdrücken den Menschen, der Sisko war. Diese Folge widmete sich dem Menschen Sisko, das Drehbuch war mit Avery Brooks abgestimmt worden.
Leider bleibt der Beitrag von Osterried recht oberflächlich, seine Beispiele dafür, warum diese Folge ein „Liebesbrief“ war, macht er an Äußerlichkeiten fest.
Aber angesichts des substanzlosen Schwachsinns, den inzwischen „Fans“ von sich geben, und bei dem Videoblogger, die sich für DS9-Fans halten, glauben, nicht einmal bei dieser Folge lohne sich eine ausführlichere Auseinandersetzung, wird man bescheiden. Ich kann nur feststellen: Ein Franchise, das solche „Fans“ hat wie zurzeit „Star Trek“, braucht wirklich keine Feinde mehr.
@Serienfan:
imho existiert ein grundlegendes missverstaendnis. da du ja beschlossen hattest, das neue star trek (aka ’nu-trek‘) zu moegen, fokussierst du dich darauf, was die serie, respektive deren folgen, ‚wollen’…
die (ehemaligen) ‚fans‘ sehen aber zusaetzlich, was die serie ‚ist‘! und schon allein durch die dadurch zu tage tretenden diskrepanzen erklaert sich eigentlich hinlaenglich, wieso die ‚fans‘ so negativ eingestellt sind.
@frank: Seit ein paar Tagen – wie konnte das nur passieren? – bin ich Mitglied der FB-Gruppe „Star Trek Fans Deutschland“ (10000 Mitglieder).
Zu meiner Überraschung (und meinem Unverständnis, da ich Serien nicht voraussetzungslos „mag“, bevor ich sie beurteile) wird STA dort in ca. der Hälfte der Kommentare hochgeschätzt und fanatisch verteidigt, die andere Hälfte lehnt sie deutlich ab.
„So negativ“ scheint es also nicht auszusehen bei den „Fans“.
Das Ende von DS9 hatte damals einen schalen Nachgeschmack hinsichtlich Siskos Verbleib, ja.
Ich bin mir auch nicht sicher, wie man das ohne grundlegende Änderungen besser hätte gestalten können.
Vielleicht für einen Epilog ihn nochmal auf der Station auftauchen lassen, vorgeblich unwissend, wie er dahin kam. Und mit den Hauptfiguren, zuvorderst Jake, würdige Abschiedsszenen aufnehmen. Am Ende kommen alle nochmal zusammen – doch dann ist er plötzlich wieder weg (wo er gerade noch war, taucht ein neuer Drehkörper auf… sowas in der Art).
Bei einer Sache bin ich mir aber sehr sicher: so eine nachträgliche, gönnerhafte Einordnung durch aktuelle Serienbeteiligte von Kurtztrek hat DS9 nie gebraucht. Und mögen die sich selbst noch so sehr als „Fan“ betrachten/bezeichnen wollen.
@frank: „da du ja beschlossen hattest, das neue star trek (aka ’nu-trek‘) zu moegen“
Über diese Formulierung kommen ja Du und andere so gar nicht drüber weg, weshalb ich mir überlege, den Satz auf ein T-Shirt drucken zu lassen.
Scheint mir was typisch Deutsches zu sein. Hätte ich geschrieben, ich hätte beschlossen, Nu-Trek nicht zu mögen, ich wäre auf große Zustimmung gestoßen. Dann würde ich handeln wie Klapo und Sparkiller, bei denen Nu-Trek selbst bei zugestandenem Lob kategorisch an der gläsernen Decke der 2 Punkte stecken bleibt. Ist auch legitim, wenn halt auch recht negativ.
Etwas mögen heißt nicht, es generell gut zu finden. Man kann auch etwas trotz, manchmal sogar wegen seiner Schwächen „mögen“.
Und gerade „Starfleet Academy“ liefert genug Detailverliebtheit, Ideen, Frische und weit über Fan-Service hinausgehendes „Verstandenhaben“ von „Star Trek“, dass ich mich ohnehin spätestens jetzt schwer ins Kurtzman-Trek verliebt hätte. Allein die Szenen mit Holly Hunter und Paul Giamatti in der jüngsten Folge waren so gut geschrieben und gespielt, dass ich auch beim mir noch immer favorisierten Berman-Trek nur sehr wenige Szenen finde, die an diese Höhe heranreichen.
Jeder kann machen, was er will. Aber wer behauptet, „Star Trek: Starfleet Academy“ sei noch nicht einmal eine Erörterung wert… Mögen oder nicht, den kann ich als Fan nicht mehr ernst nehmen.
Und ja: wer sagt, zehn Episoden im Jahr würden ihn als Fan „überfordern“, auch nicht.
Ist alles legitim. Aber man ist dann GARANTIERT kein Fan mehr. Das wäre so, als würde ein Robbie-Williams-Fan sagen: Für das neue Album habe ich keine Zeit, das hole ich in fünf Jahren nach.
@Serienfan: „Jeder kann machen, was er will.“
Aus meiner langjährigen Praxis als Leiter einer Einrichtung des Gesundheitswesens möchte ich doch an dieser Stelle meine Bedenken formulieren … nicht zuletzt, weil hier auch Pubertierende mitlesen.
Uneingeschränkt zustimmen kann ich jedoch der Aufforderung, nicht reflexhaft Neues, und sei es eine Fernsehserie, abzulehnen.
Gerne erinnere ich mich dabei an eine Aussage einer beeindruckenden Persönlichkeit, die ich im Rahmen einer meiner zahlreichen Preisverleihungen kennenlernen durfte:
„Wenn man jemand ohne Grund Scheiße findet, sollte man vielleicht einfach mal mit ihm reden. Oft findet man dann sogar mehrere Gründe.“ (Klaus Kinski)
Das ist leider das große Problem: Nur weil ein Name dabei steht, Kurtzman, wird es von vielen als scheiße abgetan, das ist schon sehr engstirnig, vor allem bei einer Serie wie Star Trek, die Akzeptanz, Toleranz und das Aufgeschlossensein für Neues so oft als Thema hat.
Genau.
Ab und zu ein abgeschlagener Kopf oder ein ausgestochenes Auge sollte man als Trekkie tolerieren, auch wenn es neu ist … ähm … gerade, weil es neu ist … man ist ja schließlich aufgeschlossen.
Ich persönlich toleriere nicht nur, dass Führungsoffiziere der Föderation Kadetten jetzt öffentlich demütigen und zum Klo schrubben schicken, sondern befürworte es als Mitarbeiter im Bildungswesen ausdrücklich.
Wir brauchen endlich wieder Role-Models, die zeigen, dass die Erziehungsmethoden des 23.Jahrhunderts Irrwege waren.
@Klaus-Jürgen W. mit dem Kinski-Zitat
Vielleicht schaue ich deswegen Discovery noch zu Ende… und finde dabei manchmal sogar noch mehr dieser Gründe, als schon in den Klapo+Sparki-Reviews drinstehen.
@JP1957: Das mit den per Schulterzucken „gewürdigten“ Todesfällen im NuTrek fing für mich in der 3. Folge DISCO an, als die Shuttle-Pilotin beim Ausflug auf die Aussenhülle (zum Parasiten-Putzen, war das wirklich so??) dann einfach so „weg“ war.
Gut, im Pilotfilm war auch schon genug davon, z.B. der unausgegorene Plan, den Ober-Nuschler zu kidnappen… den Rest konnte man noch so unter „Kriegshandlung“ abnicken. Naja, fast…
*kopfschüttelnd* Du bist ganz offenbar kein Trekkie mehr … Dir fehlt die Aufgeschlossenheit für Neues und die Toleranz gegenüber Verhaltensweisen, die Deinem engen Wertekodex nicht entsprechen!
Geh mal in Dich!
„Nur weil ein Name dabei steht, Kurtzman, wird es von vielen als scheiße abgetan“
Was sie ja dürfen.
Komisch ist nur, dass das Gegenteil, nämlich voreingenommene Aufgeschlossenheit, auf so viel Unverständnis und Empörung stößt.
Scheint mir fast so, als wäre voreingenommenes Hassen in dieser Gesellschaft mehr anerkannt als voreingenommenes Mögen.
„Brooks war darüber so verärgert, dass er sich bis heute nicht zu DS9 äußern will.“
Wer angeblich fast 30 Jahre später noch nicht über ein vielleicht etwas missglücktes Serienfinale hinwegkommt, obwohl Sisko insgesamt eine sehr interessante Entwicklung durchlaufen hat, hat vielleicht ein anderes Problem. Brooks Auftritt in Shatners Doku „The Captains“ war ja schon vor Jahren sehr speziell. Brooks hat sich nach dem Ende von DS9 fast komplett als TV-/Filmschauspieler zurückgezogen. Vielleicht haben ihm seine Gagen aus 176 Episoden gereicht, um den Rest des Lebens mit ein paar Jazzabenden, Vorlesungen und Lesungen verbringen zu können.
„Brooks Auftritt in Shatners Doku ‚The Captains'“
Auch dieser Auftritt fand nur unter der Bedingung von Brooks statt, sich nicht zu DS9 zu äußern.
Für Brooks war es klar sehr viel mehr als „nur ein Serienfinale“. Er wollte als Vorbild in seiner Vaterrolle dienen.
Daher war es in der Episode auch so schön, dass Jake sagte: „I know his recipes, his passions, and the example he set for me as a father, so that when I became a father myself, I was able to love my children the way he loved me.“
Und am Ende sagt Sam in den Himmel: „I’m not sure if it matters to you that who you were, who you became,
and the mystery of your fate changed the life of a girl who wouldn’t even know your name until 800 years after you vanished, but that’s what happened. (…) And I can never really tell you how much you mean to me. (…) Thank you for sharing your life with this universe. Thank you for creating an amazing son, for loving him into being his best self. Everyone should have a dad like you. If you ever want to talk… I’m here, Benjamin.“
Gefolgt von Avery Brooks Stimme und der Einblendung „Thanks, Avery“ war dies am Ende auch an Avery Brooks gerichtet, der ja mit Kerrice Brooks (ja, die Schauspielerin von Sam heißt zufälligerweise auch Brooks mit Nachnamen) telefoniert und ihr alles Gute gewünscht hat.
„Und ja: wer sagt, zehn Episoden im Jahr würden ihn als Fan „überfordern“, auch nicht. Ist alles legitim. Aber man ist dann GARANTIERT kein Fan mehr. Das wäre so, als würde ein Robbie-Williams-Fan sagen: Für das neue Album habe ich keine Zeit, das hole ich in fünf Jahren nach.“
Eine sehr engstirnige Definition von „Fan“. Ich habe seit dem Ende der 2. ENT-Staffel 2003 vieles von Star Trek nicht mehr „live“ verfolgt, sondern manchmal erst Monate oder Jahre später geschaut. Das hatte verschiedene Gründe: berufliche, familiäre, persönliche. Dennoch habe ich, genau wie Du, von fast allen Star Trek Produktionen (DSC Staffeln 3-5 und Sektion31 fehlen) physische Medien im Regal, von VHS über DVD, Blu-ray und UHD-BD inkl. aller Special Editions und Sekundärproduktionen, jede Serie und jeden Film in allen verfügbaren Formaten, Schnitt- und Synchronfassungen. Ich würde auch alles zum x-ten Mal in 8K kaufen. Ist man kein echter Fan mehr, wenn man einige Produktionen für uninteressant hält oder sie lieber später en bloc schauen möchte als sich über Jahre mit kleinen Häppchen zu begnügen?
Selbst die Älteren hier (also fast alle) kennen TOS und die ersten Filme wahrscheinlich nicht von der Erstausstrahlung im ZDF bzw. vom Kinobesuch. Ich habe TOS erstmals Ende der 70er im Fernsehen wahrgenommen, natürlich nicht alle Folgen gesehen und verstanden habe ich es ohnehin nicht. Auf die Filme bin ich erst mit Star Trek IV aufmerksam geworden, habe aber erstmals mit ST6 einen Film im Kino gesehen (alleine, schnüff, niemand sonst wollte ihn schauen).
Aus meiner Sicht ist es deshalb nicht erforderlich, sich augenblicklich auf jede neue Veröffentlichung zu stürzen, um als Fan zu gelten. Ich schaue mir lieber eine Episode bei passender Stimmung an (und ja, ich bin weiterhin ein Fan physischer Medien mit hohen Datenraten bei Bild und Ton), als sie sofort nach Erscheinen schnell irgendwo auf einem mobilen Gerät „wegzukonsumieren“. Ich kann auch vielen Produktionen, mit denen ich früher nicht warm geworden bin, heute mehr abgewinnen. Vielleicht sogar irgendwann DSC.
Abgesehen davon: so wie Du bis vor zwei Jahren NuTrek und dessen Befürworter hier und auf Deinem Kanal fast ausnahmslos verrissen hast, musst Du andere jetzt nicht darüber belehren, was einen echten Fan ausmache. Mach doch statt dessen mit Deinem heutigen positiven Blick ein Rewatch-Video zu DSC-, PIC- und SNW-Episoden, die Du damals auseinander genommen hast.
„eine sehr engstirnige Definition von Fan.“
Wenn man das Wort nicht zu einer bedeutungslosen Worthülse wie das Wort „Hobby“ verkommen lassen will, die einzige Definition, die brauchbar ist.
Stell Dich der Erkenntnis. Die Allermeisten verlieren im Verlauf ihr Lebens jegliche Begeisterungsfähigkeit. Hobbys, Leidenschaft, Fansein… all das geht dahin und wird durch langweilige, antriebslose Spießigkeit ersetzt, die dann oft auch noch als „erwachsen werden“ schöngeredet wird.
Vorbei sind die Zeiten, in denen man lieber 48 Stunden auf Schlaf verzichtet hätte, als die neueste Folge zu verpassen. Als man lange Wege durch schneebedeckte Kleinstadtstraßen wanderte, nur um den aktuell erschienenen Heftroman am Bahnhofskiosk zwei Tage früher zu ergattern. Als man bis früh um 5.00 Uhr in einem Final-Fantasy-Spiel gegrindet hat, nur um eine bestimmte Waffe kaufen zu können.
Ich erinnere mich, wie ich einst gebannt mit Freunden auf einer hundert Mal kopierten TNG-VHS-Kassette den aktuellen „Gambit“-Zweiteiler von TNG sah, der gerade erst in den USA gelaufen war.
Das war damals, als es 52 Folen pro Jahr gab, und man dennoch gefühlt eine Ewigkeit warten musste, bis CIC endlich wieder Folgen als englische Videos veröffentlichte.
Und jetzt kriegen wir all dieses „Star Trek“ für vergleichsweise lächerliche Summen in höchster Qualität auf dem Silbertablett. Wer da seinen Arsch nicht hochkriegt, braucht sich keine Ausreden ausdenken, denn es gibt keine.
Irgendwann hört das Fansein halt für die meisten auf. Aber das ist kein Grund zur Beunruhigung. Es heißt nur, dass man mit einem Fuß bereits im Grab steht! :-)
Egal, was man von Kurtzman-Trek halten mag, so divers und vielfältig hatten wir Star Trek im Fernsehen noch nie. So viele Serien, aus denen man auswählen kann. Das werden viele noch vermissen, wenn Kurtzman erstmal kein Star Trek mehr macht.
„Du bis vor zwei Jahren NuTrek nd dessen Befürworter fast ausnahmslos verrissen hast“
Diese Unterstellungen sind unzutreffend.
„Das werden viele noch vermissen, wenn Kurtzman erstmal kein Star Trek mehr macht.“
Vor allem die Hater mit ihren substanzlosen Hate-Videos werden es vermissen.
Ansonsten glaube ich nicht, dass es „viele“ sein werden, die Nu-Trek oder „Star Trek“ generell vermissen werden. Die Leute haben doch jetzt schon kein Interesse an einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Trek-Universum, das zeigt ja allein das Forum hier mehr als deutlich.
Die wunderbare Khan-Hörspiel-Reihe hat vermutlich außer mir keiner gehört.
Dass „Prodigy“ (zu meiner maßlosen Überraschung) im Grunde eine Fortsetzung von „Star Trek: Voyager“ war, hat niemanden interessiert.
Die Leute jammern nach Jahren über irgendwelche vereinzelten Gewaltszenen, die es schon lange nicht mehr gibt, nicht einmal im „Section 31“-Film, der auch eine FSK-Freigabe „ab 12 Jahren“ hatte.
Aber das ist ein Muster. Sobald Kurtzman einen Kritikpunkt beherzigte, scheint es niemanden zu interessieren.
Die Leute jammerten, „Star Trek“ brauche Einzelfolgen. Jetzt haben ALLE aktuellen Realserien Einzelfolgen, „Starfleet Academy“ verzichtet sogar komplett auf „previously on“-Sequenzen… egal. Das nächste Haar in der Suppe wartet schon.
Die Kurtzman-Producer können noch so viel auf Optimismus, auf Canon, auf Einzelfolgen, auf bunte Helligkeit, auf Gewalt-Verzicht oder was auch immer setzen, also all das, was gestern noch mit viel Geschrei gefordert wurde… Es ist egal. Die Suche nach dem Haar in der Suppe geht weiter, und wenn die Sucher erfolglos ist, wird eben weiter auf den Sünden der Vergangenheit herumgeritten, während das Neue aus Voreingenommenheit oder Trägheit oder beidem ohnehin meist ignoriert wird.
Wie gesagt: „Star Trek“ wird enden, von ein paar Kinoflops abgesehen. Und „vermissen“ werden es nur wenige. Außer natürlich Leute wie Nerdrotic, die Hassvideos mit den stets gleichen Phrasen zum erfolgreichen Geschäftsmodell gemacht haben.
Ja, das waren interessante Zeiten, als der einzig Lieferant der neuesten Trek-Folgen, die noch nicht in Deutschland liefen, eine schmierige Videothek am Bahnhof in der nächstgrößeren Stadt war, die genau zwei Exemplare der Kassette besaß. Gerne erinnere ich mich auch daran, in den Kellern fragwürdiger Fantasy-und-SciFi-Läden stundenlang nach neuester Trek-Literatur, -Software und -Figuren gesucht zu haben. Noch immer stehen die Micro-Machines-Raumschiffchen auf meinem Schreibtisch, die ich nach langer Suche irgendwann in einem abgelegenen Spielzeugladen gefunden habe. Heute bekommt man sie auf ebay nachgeworfen. Wie alles, was damals in Ermangelung von Online-Shops für besonders selten und wertvoll gehalten wurde.
Will man diese Zeiten zurück? Man trauert doch allenfalls der Jugend nach, aber nicht den damit verbundenen Mühseligkeiten vergangener Tage. Vielleicht war aber auch die Suche nach dem Seltenen interessanter als das Produkt selbst.
Deshalb stehe ich nicht mit einem Bein im Grab, sondern in der Zukunft und halte es mit William Shatner, der auch mit fast 95 Jahren noch wunderbar agil ist, sich für alles interessiert und einfach sagt: „Ich will noch nicht gehen, es gibt noch so viel zu entdecken.“
Man muss aber nicht alles, was unter dem Label „Star Trek“ erscheint bejubeln – auf der anderen Seite aber auch nicht hassen. Ich verstehe nicht, wie Du das intellektuell redlich mit Deinen früheren Beiträgen und Videos unter einen Hut bekommst.
Also mir ist der Nerdrotic egal. Is schon ein Depp, oder? Das Kurtztrek braucht überhaupt nichts beherzigen, was wir (angeblich) gefordert haben. Ich will nicht dass plötzlich „Martok“ gesagt wird. Es hätten ruhig Geschichten ohne Spock, Soong und… oho, Sektion 31 sein dürfen. Es kommt vielleicht ein bisschen plötzlich, aber ich bin dafür, die Schuldfrage zu stellen! Und dass wir dem Kurtztrek recht geben!
(Die Fans sind Schuld! Immerhin schneidet das Spiegeluniversum mit am besten ab).
„Will man diese alten Zeiten zurück?“
Ich schreibe einen langen Beitrag darüber, wie viel besser und bequemer heute alles ist, und Du kommst mir mit so einer Phrase. Aber genau das passt auch irgendwie zum heutigen Umgang mit „Star Trek“.
Um es für Dich auszubuchstabieren.
Da ist jemand, der früher ohne Hilfsmittel einen hohen Berg erklommen hat und der sich heute noch einbildet, das immer noch tun zu können und zu wollen. Inzwischen hat man eine goldene Rolltreppe gebaut, aber selbst diese goldene Rolltreppe ist dem Bergsteiger zu mühselig.
Hoffman, daher die Frage: Darf sich so jemand noch immer Bergsteiger nennen, oder macht er sich was vor?
Nicht nur bei Dir muss ich stets an gewisse Figuren aus „Asterix in Korsika“ denken, die längst nicht mehr an den Dingen teilhaben können oder wollen, die dafür aber den ganzen Tag auf der Bank hocken und reichlich in einer Mischung aus Vorurteilen und Hörensagen ihre stets gleichen Kommentare abgeben. (Den genau DAFÜR haben sie sehr wohl Zeit.)
Ich sehe keine Zielgruppe mehr für „Star Trek“.
Die jungen Leute begnügen sich mit TikTok und K.I., und erinnern mich dabei an das dumme Gör aus „Toy Story 4“, das lieber mit abgewetztem Plastikbesteck spielt als mit professionell erstelltem Spielzeug.
Und die Senioren von Korsika? Die bringen den letzten Sargnagel.
Da beginnt die jüngste Folge mit einer Szene, bei der ein Mann körperlich in eine Frau eindringt, dann aber panisch zurückschreckt, wenn die Frau mental in ihn eindringt. Man könnte ja was über die Symbolik der Szene sagen.
Stattdessen gibt es Ignoranz, Gejammer über „Fäkal-“ und Jugendsprache, und selbst bei den SFA gewogenen Leuten von Trekculture wird im Potcast gejammert, dass eine Sexszene nicht zu „Star Trek“ passt.
So KANN das nix mehr werden.
Das Beispiel mit der „goldenen Rolltreppe“ finde ich putzig.
Als wenn man früher zu Fuß einen Hügel, einen kleinen Berg neben der Stadt erklommen hatte. Man war dort mit ein paar Gleichgesinnten und konnte sich an der Ruhe, der guten Luft und dem Ausblick erfreuen. Man hat vielleicht mit der Polaroid oder der geliehenen Kleinbild-Kamera max. 24 Bilder gemacht, von denen vielleicht die Hälfte was geworden ist. Aber es sind wertgeschätzte Erinnerungsstücke.
Dann hat es sich irgendwie herumgesprochen, der „Geheimtipp“ wird zur Empfehlung und irgendwann zum Trend, überregional bekannt (z.B. durch Sendungen wie „the Big Bang Theory“, um kurz das Beispiel zu verlassen). Daraufhin wittern Marketing-Menschen ein Geschäft, investieren in eine Rolltreppe, vielleicht noch in einen Merch-Store und (geruchsintensiven) Fast-Food-Laden am Gipfel.
Heute, dank der genannten Rolltreppe, drängeln sich dort auf einmal jede Menge Deppen, Tik-Tokker, Gören, Influencer… und alle mit neuesten Smartphones an Selfie-Sticks. Sie machen unablässig Aufnahmen, in 4-8k Topquali, Panorama-360°-Fotos, mit HDR-Farbraum… Jeder kommentiert, postet/podcastet/livestreamt und ist laut dabei. Alles ist überall verfügbar – aber außer ihren Followern („Fans“) interessiert es keinen mehr, denn es hat einfach keinen inneren Wert!
Die ursprünglichen Gipfelstürmer schauen sich das Treiben aus einiger Entfernung an und denken für sich vielleicht: „Was ist nur aus unserem Hobby geworden?“
wo bleibt eigentlich die kritik zu 1.06?
tach auch !
Wirklich?
Hier :
Hanky Panky Hechel
Schwere Aufgabe
MacGyvern Lel 99
Fight, fight,fight
Labern
Fight Fight
Labern
Noch mehr Labern
Trauer
aus.
So mittlere 1,0 Gummiohren (von 5) Folge
Mit zuviel Gelaber.
Gruß BergH
Mir stellt sich die Frage, ob es einen Unterschied macht, ob unsere Generation guckt oder nicht? Wahrscheinlich schon. Es hat die Diskrepanz wahrscheinlich sogar verschärft, weil unsere Generation die Produktion erst lohnenswert macht.
Ich kann Serienfan dahingehend verstehen. Es macht ja keinen Sinn, dass über Jahrzehnte in unseren Kult, in Beschissen, investiert wird. Natürlich ist es eine miserable Entscheidung der Macher… Stop! Sie kõnnen es einfach nicht anders o besser und den Zeitgeist muss man irgendwie positiv sehen.
Wunderbar, wie lebhaft es hier wieder geworden ist und wunderbar, was man mit satirischem Blick hier erleben darf.
Zwei Zukunftia-Urgesteine, die alle Star Trek – Synchronstimmen der letzten 60 Jahre kennen und ein bisschen weiter oben verbissen darüber diskutieren, wie hoch die Anzahl an Serien/ Staffeln/ Folgen sein darf, die man ausgelassen hat, ohne den Status als „Fan“ zu verlieren.
Vernichtende Zitate von Heroen deutscher Schauspielgeschichte.
Investigative Triumphe, die – Na, wenn das so ist – zur völligen Neubewertung einer Folge führen („Avery Brooks hat mit Holo-Sam telefoniert und ihr alles Gute gewünscht!!!“)
Brillante Wortneuschöpfungen wie „voreingenommene Aufgeschlossenheit“, die einen selbstkritisch darüber nachdenken lassen, die eigene aufgeschlossene Voreingenommenheit zu überdenken.
Schließlich die ermutigende Erkenntnis, dass die menschliche Lernfähigkeit bis ins hohe Alter fortbesteht. Da schrieb ein Kommentator namens „Serienfan“ vor eineinhalb Jahren nach der letzten Folge von Discovery:
„Vom Dystopie-Trash zum Heile-Welt-Kitsch. Diese Autoren haben wirklich nichts ausgelassen, um uns bis zuletzt zu beweisen, dass sie „Star Trek“ nie begriffen haben und auch nie begreifen werden.“
Und schreibt hier und heute:
„Und gerade „Starfleet Academy“ liefert genug Detailverliebtheit, Ideen, Frische und weit über Fan-Service hinausgehendes „Verstandenhaben“ von „Star Trek“, dass ich mich ohnehin spätestens jetzt schwer ins Kurtzman-Trek verliebt hätte.“
Danke, Zukunftia!
@Serienfan: „„Du bis vor zwei Jahren NuTrek nd dessen Befürworter fast ausnahmslos verrissen hast“
Diese Unterstellungen sind unzutreffend.“
Mal abgesehen davon, dass Dir inzwischen auch die Rechtschreibung nicht mehr gelingt (in einem anderen Kommentar von Dir ist aus einem Podcast ein „Potcast“ geworden) ist Deine Antwort an GGH der Gipfel der Realitätsverleugnung.
Hast Du doch – wie oben schon zitiert – nach der letzten Discovery Folge hier auf Zukunftia – rigoros, wie bei Dir üblich – geurteilt:
„Vom Dystopie-Trash zum Heile-Welt-Kitsch. Diese Autoren haben wirklich nichts ausgelassen, um uns bis zuletzt zu beweisen, dass sie „Star Trek“ nie begriffen haben und auch nie begreifen werden.“
GGH’s Aussage war also alles andere als „unzutreffend“.
Auffällig bei Dir ist, dass offenkundige Fehleinschätzungen/ Fehlleistungen von Dir durch Schweigen, bestenfalls Leugnen übergangen werden.
@Serienfan
Dabei hieß es vor nicht einmal zwei Jahren hier noch von Dir:
„Ich habe wenig von „Strange New Worlds“ gesehen.“
„Was „Strange New Worlds“ angeht: Bei dem wenigen, das ich sah, sehnte ich mich nach der zweiten Picard-Staffel zurück.“
Ich glaube, so träge, ignorante Menschen kann man GARANTIERT nicht als Fan bezeichnen. So KANN das nix mehr werden.
Die Figuren sind so unglaublich unsympathisch, dass einen das Zusehen gruselt. Zudem sind sie auch noch lächerlich. So, und jetzt „The expanse“ gucken…..