Film- und Serienkritiken

Der Latinum-Standard des Star Trek Universums

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„Star Trek – Starfleet Academy“ – 1.01 – „Kids These Days“ – Review

„Star Trek – Starfleet Academy“ – 1.01 – „Kids These Days“ – Review

Was sollen wir noch für Worte finden? Die nunmehr vierte Kurtzman-Trekserie beginnt halt einige Jahre nach deren Ankündigung, während vier weitere Serien vermutlich entwickelt und/oder wieder verworfen werden. Hier ist dank franchiseseitiger L(i)eblosigkeit ja stets das volle Programm beim Produzenten-Bingo angesagt… – Daher will ich auch nicht lange um den heißen Schrei herumreden, nicht über die lange Gerüchteküche einer „Academy“-Serie (immerhin seit den 90ern) philosophieren und auch nicht Panik-Reaktionen nach den ersten 178 Trailern aufwärmen. Schreiten wir gleich zur Review-Tat.


Der Start ist ebenso vielversprechend wie wenigabliefernd:

Eine halb verhungerte Mutter – nebst Sohn Caleb – muss wegen Mundraub vor Gericht. Ebenso wie ihr moppeliger Weggefährte (nennen wir ihn „Mister Schweinebacke“), der für ein Stück Brot sogar einen Starfleet-Offizier ermordet hat.

Komisch, irgendwie scheint Mama damals nicht bemerkt zu haben, dass ihr Toast-Dealer ein total Wahnsinniger ist? Was schwer zu glauben ist, da Schweinebacke sofort mit Sprüchen wie „Unterernährung lässt deine Wangenknochen zur Geltung kommen, harhar!“ auf den Hype-Train in Sachen „eigenes Ego“ aufspringt.

„Wahahahaaa! Mutti muss in den Low-Security-Knast!! MICH trifft es zwar härter, aber wenn ich erst mal die Cartoon-Lache aktiviert habe, stoppt mich nur die Suppe! Muahaarr!“ – Willkommen in der Lach-haft: Schweini hat natürlich eine ernsthafte Antagonisten-Motivation. Nämlich kichern, ohne sich am eigenen Zungenbelag zu verschlucken.

Der Sohn Caleb kommt natürlich erst mal in die Obhut der Sternenflotte – Jugendämter und Kinderheime sind nämlich im Burn geplatzt? Aber ist okay, nur nur bei Sternenflotte gibt es sinnfrei eingeworfene DS9-Anspielungen zum Trolltarif (Holly Hunter: „Hey, du wirst deine Mutter nicht mehr sehen. Dabei fällt mir ein: Kennst du die Gänseblümchenfelder auf Bajor?“).
Nur Sekunden später setzt ein Sandsturm die ganze Einrichtung außer Gefecht, was nicht nur unspannend ist, sondern auch – Sand im Dramagetriebe? – für einen 15-jährigen Sprung in die Zukunft sorgt.

Dort prügelt sich Caleb erst mal brutal mit Shuttle-Piloten, die ihn auf einen Knastplaneten bringen wollen. Und ja, das sind so stinkende Reinklopp-Fressen mit Seifen-Allergie. Eben die üblichen Visual-Checkbox-Schurken, die sich von Hänflingen allzu gerne verhauen lassen, wenn es dem Story-Derevat dient.

Hier sollen wir halt lernen: Klein Caleb ist trotz Sojamilch-Fleck an der Nasenspitze ein gaaanz Harter. Das erkennen wir auch am triumphalen „Juuchaaaah!“-Gebrüll während des Shuttle-Beinahe-Absturzes.

„Autsch. Komm zur Elitelegion derer, deren Eltern Geschwister sind. DAS haben sie gesagt, als sie mich anwarben. Kapiert habe ich das bis heute nicht.“

Wenn man etwas Positives an diesen 15 Minuten finden möchte, könnte man die Effekte und die Stimmung erwähnen. Das ist zwar immer noch die selbe SFX-Fettsuppe wie sonst, stilistisch der selbe Pups wie bei DISCO, PIC und Section 31 (man bedenke nur mal die vergangenen Jahrhunderte dort) ABER ab und zu erkennt man mal was. Und ein paar Licht-, Szenen- und Kamerawechsel sind immerhin durchschnittlich. Man ist heutzutage mit sooo wenig bereits (weniger un)zufrieden?

Holly Hunter ist hier in jeder zweiten Szene sehr präsent. Ihre Figur – Nahla – ist dabei so eine Mischung aus mehreren Welten: Mehrere hundert Jahre alt, gutmütig, aber doch unglücklich über das Kinderverschickungs-Programm von Starfleet. So ganz greifen kann ich sie dabei nicht: Zwar wirkt sie durch ihre etwas ziellose Mimik, Gestik und das Nuschel-Englisch irgendwie (positiv-)schräg, andererseits schleicht sich der Gedanke ein, dass Holly Hunter nach einem Haushaltsunfall mit einem ACME-Amboss eventuell einfach „günstig“ zu haben war? („Iff haaabe immfer noch eine fieeese Beule davon! Bruuudaaaa!“)

Sofort danach wirkt sie abermals anders, Lederklamotten sei dank. Hier bekommt Caleb von ihr eine „letzte Chance“. Natürlich nuuur, weil Nahla dafür sorgte, dass er seine Mutter für 15 Jahre nicht sah. – Und komischerweise wirken auch diese Szenen ganz nett. Sie passen zwar wenig zu Star Trek, aber wenn man „Planet Trek – The Generic Motion Picture“ als Titel verwenden würde, wäre es okay-banale Unterhaltung für Leute mit Second Screen in ihrer Schlafmaske.

„Okay, warum soll ICH für ein Rehabilitations-Programm in Frage kommen?“ – „Keine Ahnung. Die Tür zu deiner Zelle stand offen. Und ich dachte, hier wohnt mein Friseur.“ – Zukunft ist für alle da: Die Inszenierung erfreut weiterhin mit versteckten Lavalampen in den Fußleisten und 2-3 verborgenen Dampfmaschinen. Aber vielleicht waren auch diese Items einfach … Auserwählte?

Die USS Athena wirkt gar nicht mal hässlich auf mich. Aber auch nur, weil man nach dem fliegenden Pizzaschneider (Discovery) schon neuronal auf „Nudelsieb“ eingestellt war? An den dünnen Haltestreben sollte man aber arbeiten. Nicht, dass mal etwas Schweres dagegen knallt? Das Bedienhandbuch für Photonentorpedos oder so…

Okay, die kilometerlangen(!) Warpgongeln schweben wieder frei hinter dem Schiff UND sehen aus wie Engelsflügel, aber: immerhin wird man beim Warpsprung nicht von gegenläufig rotierenden Flursystemen zerstückelt wie bei DISCO. Manchmal sind es eben die kleinen Dinge…

Das Innere gefiel mir ebenfalls besser als gedacht. Während man bei DISCO noch in blauschwarze Nebel- und Neonschwaden blickte, gibt es hier immerhin das gute TNG-Grau, gemischt mit Hotellobby-Rot und Weitblick-Bonus. Hier kann das große (real gebaute!) Set glänzen. Die Musik ist ebenfalls toll. Aufbruchstimmung, die Melodei zum Träumen.
Jetzt auf Klassik Radio.

Etwas seltsamer kam aber bereits die weibliche Jem’Hadar rüber. („Push-Ups auf dem Boden! NOW!“) Hier wurde sich im Internet aber bereits genug lustig gemacht („Hey, Moment, die ist ja DICK? Die könnte das ja nicht?!“), so dass ich auf weitere Kratzkopf-Kommentare verzichte. Ich glaube auch nicht, dass DAS ein Problem für die Serie sein wird. Das brüllende Grauköpfchen ist da neben den Gruselgestalten der letzten 8 Jahre (Doctor Jurati!) eher noch auf der interessanten Seite zu verbuchen.

Betet ihr eigentlich – wie ich – immer noch für die Seele vom Andorianer namens Hemmer, Staffel 1 von „Strange New Worlds“?

Überraschend auch, dass der ganze Beginn auf mich recht „fluffig“ und „harry-potterig“ wirkte. Hier trägt die blitzsaubere, ruhige Inszenierung dazu bei, dass man trotz Klamottenwechsel(!) per Blitz-Beam, loser Sprache („Motherfu…“), Grimassenschneiderei, hölzernen Jungdarstellern und Albernheiten („Ich habe meinen Kommunikator verschluckt.“) irgendwie gute Laune bekommt.

Und hier schließe ich sogar den Jungklingonen ein, der fast verstörend wirkt mit seiner extrem finsteren Stimme, den sanften Augen und dem Hang zur anti-kriegerischen Vogelbeobachtung.

Im ernst, das wirkt alles SEHR viel besser als in den beknackten Trailern, zumindest zu Beginn.

*Bonusstern für Objektivität ins Filmkritiker-Heftchen kleb*

Leichte Abzüge gibt es aber für das Konzept von Hologramm-Kadetten, die als 17-Jährige programmiert wurden. Hier stellen sich so viele Fragen! Erstellen wir jetzt künstliche Lebensformen am Fließband? Und gibt es auch Sexpuppen mit eigenem Bewusstsein, die „es“ einfach gerne tun? – Irgendwie ist es aber auch wieder konsequent, dass dies vermutlich nie adäquat aufgegriffen wird. Denn bei Voyager war das ja auch stets eher Gefühls- als eine „Das klären wir mal detailliert“-Sache.

„Was, ich habe Würmer im Wanst? Dabei habe ich mein Pfützenwasser stets an zertifizierten Replikatoren erstellen lassen!“ – Bitte nennen Sie die Art des humoristischen Durchfalls: Alt-Trekkies bekommen hier natürlich Kulleraugen, die zur Zimmerecke hochstarren. Doch ICH hatte hierbei die beste Laune seit seeehr vielen Episoden Kurtzman-Trek. (Bis auf das eine Mal, wo die neue Folge da war – und mein Internet für 5 Tage ausfiel)

Deutlich ärgerlicher wird es dann, als man die Bullies von der „bösen Parallelklasse“ kennen lernt. Die sind halt einfach böse, weil Voldemort denen in die Kapuzenkappe gekackt hat? Fast bedenklicher kommt aber der Holodoc daher, der anscheinend immer sofort auftaucht, wenn die gemessenen Stresshormon-Level auf dem Flur ansteigen?! (#GeorgeOrwell, #Wirdniewiedererwähnt)

Eher Kurtzman-Klischee ist dann der plötzliche Angriff der sirrenden Drehtorpedos (Fiiiieeep-Dröööhnn), gefolgt von einem bösen Megaschiff mit Zackenfront. Ich weiß, dass das überraschend sein SOLLTE, aber bei DS9 hat man nach 30 Minuten immerhin gewusst, dass da Cardassianer lauern könnten. – Hier ist das eher der übliche Angriff von bitterarmen Bösewichten mit Billionärs-Technik.

In diesem Fall ist’s natürlich Commander Schweinebacke vom Episodenbeginn. Wobei der mit seiner sprunghaften Gaga-Art immerhin unterhaltsam wirkt. Erste „Erfolge“ hat man diesbezüglich ja bereits in der dritten Staffel von „Picard“ gefeiert. („Drehstuhl, Zigaretten, fettige Haare! Huiii! Ein typisches Wechselbalg eben?“)

Die Inszenierung mit all den Verletzten, der Panik und den verdienten Kadetten-Sporen ist auch hier noch makellos, aber allein die Erinnerung an ca. 30 ähnliche Geschichten seit 2017 sorgte für mein erstes Gähnen. Auch ging mir die Superhelden-Ähnlichkeit etwas an die Nerven: Da ist die hübsche Kluge mit dem Spontan-Durchblick, das Alien, das auf der Hülle spazieren kann, das Hologramm, der per Handauflegen ganze Systeme neu programmiert… Dazu kommen hektisches Rumrennen, Zeitnot, krawallige Countdowns bei der rhythmischen Konsolenmassage, und, und, und.

„Wenn ich auf dem Weg zum Dingsbums-Kondensator nicht mindestens 500 Kilokalorien verbrenne, muss ich heute Abend ohne Lipgloss zu Bett.“ – Lehrjahre sind keine Herren/Damen/Transgenderjahre: Um was wetten wir, dass alle weiteren Episoden diese Actionsequenzen nicht übertrumpfen werden? Ganz zu schweigen davon, dass es wieder mal deutlich schlechtere Effekte hageln wird? (*weiteren Inder am Computer festbind*)

So darf jeder mal kurz glänzen, seine Einmaligkeit zur Schau stellen und amüsante Szenen ernten („Einen Jem’Hadar verarztet man immer nur mit Kreuzschlitz-Bewegungen, merk dir das!“ – „Ich bin ein Klingone, kein Drill Sergeant. HAHA, Drill. Wegen dem Schraubenzieher. Verstehste?!“)

Das hauchdünne Oberthema ist auch am Schluss noch unser Caleb-Lausebub, der immer noch seine weggesperrte Mutter vermisst – was ja irgendwie auch die Schuld von Schweineopa Fettbacke ist. Ich „freue“ mich schon auf die ebenso passenden wie plumpen Anspielungen auf Trumps „I.C.E.“-Mördertruppe in den nächsten 1-2 Staffeln?

Das ist natürlich alles ganz nett(?) gemeint und im Rahmen von Kurtzmans Möglichkeiten auch das Maximum des Machbaren, aber im Prinzip fehlt langsam eine neue Geschmacksrichtung. Selbst Rick Bermans Dauerbrenner-Trek hatte nach sechs Jahren TNG viel krassere Neuausrichtungen (DS9) parat.

Daher: Selbst wenn man sich die Quoten hier (erneut) schönrechnet, ist es schon aus künstlerischen, emotionalen und prinzipiellen Gründen „Time for a change“. Denn irgendwann ist auch die letzte alte Suppe ausgelöffelt, sind die letzten Copy&Paste-Tasten ausgenudelt, ist der allerletzte Billigautor zum Schnellseminar geschickt.

„Deine Mutter hat mir eh nie gefallen. Zu wenig Screentime. Zu wenig Salz in ihren Tränen, die ich trank.“ – „D-Du bist ein Monster! Nie werde ich vergessen, wie du dem Straßenhändler nach dem Weg gefragt hast, ohne Danke zu sagen!“ – Kindgerechte Handlung für ungerecht behandelte Kinder: Gleich geht der große Klopp los. Den kleinen Klopp gab es schon zwischen der Handfläche und unserer Stirn?

„Wow, das ist also die Sternenflotte in San Fransisco?!“ – „Nein, das ist nur deren Empfangs-Hologramm. Das Haupthaus liegt ungefähr 93 Grinseanfälle weiter hinten.“ – Endlich Dar’Heim, wie Alienrassen zu sagen pflegen: Unsere frisch entbackenen Heldinnen glotzen rasch mein Wohnzimmer leer…? Gut, dass ich meine Hose hochgezogen hatte!

Und so bleibt es bei einem sehr gemischten Gefühl in den letzten Minuten… Irgendwie hat man sich über all das schon zu oft aufgeregt. Ebenso, wie man sich über manche Positivpunkte schon viel zuuu sehr gefreut hat („DA! Ein zeitgemäßer Effekt! Haltet ihn!!“).

Dass man hier eher eine junge Zielgruppe ansprechen will, ist sogar eher GUT anstatt schlecht. So startete ich mit derartig niedrigen Erwartungen („Was sollen die schon machen? Legosteine replizieren?“), dass ich von der Umsetzung eher positiv überrascht wurde („Hey! Junge Menschen können sich ja wirklich noch entwickeln. Hatte ich selber ganz vergessen, hust.“).


Fazit:

Hut ab!

Angesichts der Kackigkeit, die von den Trailern versprüht wurde, ist dieser Pilotfolge erstaunlich rund: Die Charaktere wirken trotz Grünspan an den Ohren und TikTok-Schauspielerei erschreckend lebendig und sympathisch. Hier kann sich der Regisseur gerne meinen zugeworfenen Luftkuss an die Körperbacken seiner Wahl heften!

Der Harry-Potter-Effekt kommt hier voll zum Tragen. Selbst dem nervigsten Underdog gesteht man hier seine Schwächen und Sprücheklopferei zu. Sogar das Comedy-Timing stimmt. Und noch dazu sehen viele Kulissen ungewohnt übersichtlich aus. (*fassungslos den doppelten Boden an der Brille such*)

Blöd nur, dass ich in den letzten 30 Minuten geistig komplett abgeschaltet habe.

Man kann sie einfach nicht mehr sehen, diese rachelüsternen Overacter, die erst mit Partikeleffekten das Schiff zumanschen (was war das nochmal? Nanobot-Nutella?), weswegen alle hektisch an zehn Stellschrauben drehen, wonach dann der Fiesling im Flur verhauen wird (ab dem 15. Tritt in den Bauch wird jeder wieder zum Pazifisten?), der dann irre lachend/grunzend/drohend abzieht.

Die viel zu lange Nachbesprechung nebst Staun-Musik passte dann auch eher auf ein Serienfinale nach 30 Episoden Laufzeit – und nicht als Ende einer Pilotfolge.

Somit bleibt eine unterhaltsame erste Pilotfilm-Hälfte, die erwartungsgemäß in KEIN Science-Fiction-Drama mündet (man denke nur an Q in TNG oder die Wurmlochwesen bei DS9), sondern sich gegenseitig die Luftröhre eindellt, wo noch kein Handkantenschlag zuvor gewesen ist.

Ich ahne jetzt schon, wie drittklassig das endet…

Aber trotzdem: 2 Sterne, wem zwei Sterne gebühren!

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Sparfleet Kakademy
So stieg ich aus dem ersten Kreise nieder,
Zum zweiten, der des Raumes minder faßt,
Und mehr des Wehes, mehr der Jammerlieder.
– Dante Alighieri


Raaah! Jetzt bin ich schon wieder hier?!

Ich kann mich noch erinnern, wie ich nach dem Versenden meines letzten Meinungskastens in ein tiefes Koma der Verzweiflung gefallen bin. Es war so schön. Der graue Regenvorhang dieser Welt zog sich zurück und verwandelte sich in silbernes Glas…

Und nun?! Wieder derselbe verhunzte Kack-Käse, nur NOCH schlimmer! Und wer darf es sich wieder antun? ICH! Nur um EURE perversen Review-Fantasien zu befriedigen! Der Kurtz soll euch holen, buhuuu!

Aber schön, meinetwegen. Mir doch alles egal. Lassen wir es noch einmal ordentlich knallen! Vor allem meinen Kopf gegen die Tastatur.

*von tränen aufgeweichten zettel mit notizen rauskram*

Fangen wir mal mit der Optik an. Discovery gesehen? Strange New Worlds? Jau, ist derselbe Mampf mit der vollen Kanne Lensflare. Wohl um die dieses Mal irgendwie NOCH scheissigeren Spezialeffekte zu übertünchen. Kein Witz, denkt man sich die Augenwischerei mittels Waberfilter und nerviges Gefunkel weg, sind wir technisch wieder auf dem Stand der frühen 2010er.

Wenn man großzügig ist.

Bin ich aber nicht! Denn manche Szenen wie der anfängliche Außenposten der Föderation wurden anscheinend von der Babylon 5 Resterampe geklaut. An den maximal fünf Polygonen sticht man sich ja ein Auge aus, wenn man sie vor lauter verwaschenen braunen Murks überhaupt erkennen kann!

Aber immerhin ist man konsequent, sehen die echten (bzw. CGI-erweiterten) Kulissen ja genauso schlecht aus. Nach Föderation sieht z.B. der Außenposten jedenfalls kein bisschen aus, eher wie der karge Lagerraum eines Gelsenkirchener Dönerladens. Überhaupt wechselt auch in dieser Folge/Serie die Farbpalette mal wieder zwischen Kack-Braun und Piss-Gelb, um sich zwischendurch mutig an depressiver Blässe zu versuchen. Da lacht das Auge! Oder wie nennt man das, wenn da ganz viel Blut raus läuft?!

Emotional geht es am Anfang mit Captain Aka (einer der Hauptfiguren) ähnlich ab. Die Mudda der Hauptfigur arbeitet mit Bösewicht beim Klauen zusammen, weswegen sie von der Föderation in ein Reha-Camp gesteckt wird. Was sich gar nicht soooo schlecht anhört, finde ich. Blöd nur, dass man ihr trotzdem sehr taktlos das eigene Kind in einer dramatischen Szene entreißt, so ganz ohne Tschüss sagen (!). Muss anscheinend ganz schnell gehen, vielleicht fliegt ihr Shuttle gleich ab? Oder funzt das heutzutage beim Jugendamt genauso? („10 Sozialstunden, so! Wachen, schafft sie mir aus den Augen!“ – „Neeein, mein Sohn! Er hat doch nur miiich!!!“ *in ketten aus dem raum gezerrt werd*)

Die Föderation hat anscheinend auch arge Personalprobleme, weswegen Aka nicht nur als Richter auftritt, sondern direkt auch als Sozialarbeiter ran muss. Zwar kein guter, da (Kind) Caleb nach fünf Minuten wech ist, aber trotzdem. Gut, dass im 24. Jahrhundert noch Kein-Geld für Troi in der Portokasse übrig war.

Zeitsprung! Sohn Caleb ist jetzt groß und stark mit dicken Muckis und Dank unserer Captain Aka mit einer düsteren Vergangenheit ™ plus Rachegefühle. Kann ich nachvollziehen, geht mir mit meinem Musterungsarzt von damals ganz ähnlich („Doktoooor Rickert! Da musste ihr Finger gar nicht reeeeein!“ *mit zusammengekniffenen arschbacken die faust dem himmel entgegen schüttel*).

Caleb ist jedenfalls voll Gangster und wird zu einem Alien-Gefängnis gebracht. Aber, mal ehrlich, lediglich drei stämmige Wachen für so einen coolen Typen? Richtig vermutet, nur einen Moment hat er das Shuttle auch schon unter seiner Kontrolle gebracht. Von ein paar läppischen Kollisionen mit einem Berg mal abgesehen, lustiges Rotieren inklusive. Ganz schön lächerli— abgefahren!

Im letzten Augenblick wird er aber von einem Riesenschiff reingetraktort und seine Flucht vereitelt, die Besatzung hat wohl erst nur zugeguckt um zu sehen wie es ausgeht. Würde ich auch so machen. Auf jeden Fall sehr spannend, dieses Star Wars. Stop! Star Trek, sorry. Schon seit einer Weile etwas schwer auseinanderzuhalten.

Calebs Schrei nach Freiheeeit ist schon ein komischer Moment, um das Serien-Logo zu zeigen, aber nach 13 Minuten war es einfach Zeit dafür. Sieht auch ganz gut aus, schon schlechteres bei Fanfilmen gesehen. Aber nicht oft. Vegas Pro?

Danach sehen wir auch endlich mal Bajor, wie es kennen und lieben. Dort arbeitet Aka nämlich in einer Kindertagesstätte für niedlich-kitschige Alienkinder mit Schaukel und Eis essen. Und auch der Pissfilter strahlt wieder wie nie! *seufz* Nie kommt ein Gul Dukat, wenn man ihn mal braucht.
Im Ernst, warum Bajor, wenn thematisch nix davon auftaucht? Warum hat Admiral Vance eigentlich eine bajoranische Uniform an? Müsste ich tatsächlich mehr aufpassen? Unverschämtheit!

Vance verrät ihr dann, wo der wilde Caleb ist. Also schnell das Eis aufgegessen und ab zum düsteren Gefängnis. Durch „Bla Fasel Abkommen“ kann Aka ihn dann direkt mitnehmen, nur noch schnell seinen Maulkorb abmachen (Was für ein Draufgänger!) und ihm vorlügen, dass sie „15 Jahre nach ihm gesucht hat“. Also an jeder Eisdiele im Quadranten, oder wie?

Keine Überraschung, als vorbestrafter Krimineller ist Caleb NATÜRLICH absolutes Top-Material für die neue Sternenflotten-Akademie („Ey, du ohne Schulbildung! Wolle Offizier werde?!“). Und wenn man sich all die anderen Durchgeknallten ansieht, meine ich das sogar ERNST!
Denn die restlichen Co-Stars dieser Serie haben einfach alles. Also, abgesehen von normalem Sozialverhalten („Hand schütteeeeln, Brudaaaa?!“) und gesunden Menschenverstand. Ob ein Halb-Klingone / Halb Jem’Hadar (!), ein Teenager-Hologram (?), ein schüchterner Klingone (so doof, dass ich es fast schon kultig finde!), die bitchy High School Diva (?) oder ein glitzeriger Fisch-Mensch aus einem unveröffentlichten „Twilight“-Nebenplot, unsere gesellschaftlich verkümmerten Trek-Autoren in Kalifornien haben dieses Mal so richtig Überstunden gemacht. Ich kann kaum abwarten zu erfahren, welchen von denen ich MEHR hassen werde! Wie wäre es z.B. mit Aka, welche ihre dreckigen Stiefel immer auf dem heiligen Captains Chair abwischt? Schööön!

Archaisch normal wirkt dagegen schon unser Holodoc, dessen Darsteller Picardo seine Rolle tatsächlich nicht verlernt hat.

*haken auf zettel mach*

Okay, das war mein vertraglich festgelegtes Lob.

Kaum angekommen hackt Caleb auch schon das Com-System in einer Sekunde (Ich übertreibe. Es war weniger!) um seiner Mudda eine Nachricht zu schicken. Interessant dass dies möglich ist, wenn man GAR KEINE Ahnung hat, wo sich diese aufhält.

Neben dem Haufen an Kadetten scheint die Brückencrew auch noch regelmäßig aufzutauchen? Auf jeden Fall eine Menge Charaktere, welche man sich erst einmal merken muss. Hat schon bei Discovery sehr lange gedauert, bis ich die Namen von Michael, Sauron… äh… Saru, Stammel— Stamets… äh.. .dieser Dicken… und dem Arzt, der mich immer an (T)Raumschiff Surprise erinnerte, auswendig gelernt hatte. Hoffentlich schaffe ich es dieses Mal. Also, bevor Serie wieder vorbei ist. Oh, ein schöner Gedanke!

Bei der Einweihungsrede gibt es übrigens auch eine schöne große Ehrenwand mit den wichtigsten Persönlichkeiten der Akademie! Wie zum Beispiel Wesley Crusher. Erinnert ihr euch noch? Dieser Typ, der dabei half einen Shuttle-Unfall mit einem toten Kadetten zu vertuschen? Die wohl auch nicht. Glück gehabt, Wes.

Auf dem Flug zur Erde treffen wir übrigens wieder auf den hibbeligen Bösewicht vom Anfang, Nus Braka. Gesundheit.

Dieser hat Calebs Funkspruch abgefangen, da er gerade ZUFÄLLIG in der Gegend war. Mal wieder ganz schön klein, dieses Universum. Überhaupt toll, wie stark diese Nuss… der Nus ausgeleuchtet wird. Bereits zu Beginn erfuhren wir nämlich, dass er voll gemein ist und beim Schiffe ausrauben auch Leute ermordet. Und… das war es dann auch schon. Dies holt man aber nach, denn dieses Mal will er… das Akademie-Schiff ausrauben, selbst wenn er dabei Leute ermorden muss. Das ist schon eine ganz große Charakterzeichnung, weswegen wir ihn wohl auch auf ein Regel mit Nero („Ich bin böse weil alle tot sind!“) und Krall („Ich bin böse weil mich keiner gefunden hat!“) stellen können. Was für eine Ehre! Pluspunkte auch für den Handlanger von Nus mit Mistkäfer-Kopp (!).

Glücklicherweise können unsere mega begabten Kadetten den Tag retten und Bösi wieder vom Schiff werfen. Und als Bonus macht man SEIN tolles Schiff auch noch kaputt. Gut, man hätte vielleicht mal vorher schauen können, ob sich darauf nicht Geiseln, Nussis Ehefrau oder sonstige Unschuldige befinden, aber wir arbeiten ja auch nicht für eine schluffige Gutalien-Organisation oder sowas. Und wie soll man so ganz ohne Zerstören auch coole Sprüche ablassen, hääää?!

Mal echt jetzt, diese Kadetten sind bereits so begabt und toll, die müssten eigentlich ihre EIGENE, coolere, Akademie starten. Mit Blackjack und Nutten. Besonders Caleb, welcher diesen alten Offizierssäcken nur so das Technobabble um die runzligen Spitzohren haut. Deadass!

Nach einem harten Schnitt (Äh, wie steht es um das Schiff? Irgendwelche Toten? Ging ja ganz schön ab vorhin… Hallo? Keiner? Okay…) befinden wir uns auch schon im Orbit der Erde und dürfen uns einen schnulzigen Kitsch-Song über „Flowers in your Hair“ anhören. Macht die Effekte dabei nicht besser, aber… äh… ja, macht es halt nicht. Öhm.

Fazit: Mit einer letzten Demütigung in Form eines „Directed by Alex Kurtzman“ endet erneut eine New-Trek-Pilotfolge. Und? Waren wir überrascht? Hatten wir etwas anderes erwartet? Eigentlich nicht. Und DOCH war es etwas anders. Fast schon wie eine Parodie auf eine Kurtz-Serie wurden unsere bisherigen Beschwerden (Bescheuerte Charaktere, Stories für anspruchslose Hohlbirnen, hässliches ALLES-Design) konsequent ausgebaut. Die Bedrohung war fade wie hohl („Ich bin es, der Bösi! War gerade in der Gegend zum Schiffsteile klauen!“), die Motivation des Helden hohl wie fade („Mudda! Warum bist du aus dem betreuten Wohnen abgehauen?! Und warum habe ich dich eigentlich nie besucht??“).

Zugegeben, das GANZ GROBE Konzept einer Serie rund um die Akademie hat sogar was. Wollte man deswegen wohl auch schon in den 90ern mal machen. Aber das hier? Das Ganze erinnert an „New-Trek für junge Erwachsene“, Glitzer-Wassermann und Diva namens „Genesis“ inklusive, weswegen wir uns wohl auch schon auf diverse Love Triangles freuen dürfen.

Ob sich Teenager-Hologramm Sam wohl an die Jem’Hadar Tante ranwerfen wird?! *lechz*

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BS

Artikel

von Klapowski am 16.01.26 in Star Trek: Starfleet Academy

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Kommentare (41)

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  1. Serienfan sagt:

    Wow! Das ist ja für Klapo- und Sparkiller-Verhältnisse geradezu eine Lobeshymne.

    • Grinch1969 sagt:

      Keine Ahnung was die beiden für Drogen nehmen aber die Realität ist absolute und unglaubliche Scheißigkeit. Dr erste Versuch lief bis ca. 4 Minuten, der zweite bis ca. 20 Minuten Bis ich diese gehirngefrorene Grütze abgebrochen habe. Schaut den Scheiß bitte weiter. Ihr habts echt verdient.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Your pain runs deep. It must be exposed and reckoned with. It must be dragged from the darkness and forced into the light.

      Antworten
    • JP57 sagt:

      @Serienfan:Langsam mach ich mir Sorgen um Dich.

      Antworten
    • DerSascha sagt:

      Danke für die ST V Referenz. Einen Film, der meiner Meinung nach zu unrecht („Bäääh, den hat der Shatner gemacht!“) als schlecht gilt („Aber der ist von Shatner gemacht!“).

      Antworten
  2. derSascha sagt:

    Wer war noch mal der Hemmer?
    Hat der nich die Cousine von dat Lisbeth geheiratet?

  3. BergH60 sagt:

    tach auch !

    @Serienfan
    Gute Besserung ;-)

    Ansonsten : Die übliche Kurtzman Grütze mit etwas besserer Optik.
    Die heilige Jägerin wusste allerdings zu gefallen. (Holy Hunter ;-) )

    Der Doctor auch. Ansonsten:
    Ein Klingone der ein ehrhaftes Leben sucht?
    Also Bitte.
    Über den Rest decke ich mal den Mantel des Schweigens;
    Besser ist das.

    Gruß BergH

  4. logan3333 sagt:

    Oh, verzeiht mir, mein blutendes Star Trek Fandom, dass ich so schwach und so sanft war, gegenüber den Schlächtern der Ideale und des Canons von Trek. Sie ruinierten das beste SciFi Universum aller Zeiten. Wehe denen die Star Treks Blut vergossen haben. An den Wunden die Abrams und Kurtzman geschlagen haben, prophezeie ich einen grausamen Fluch, überall Käse und Zerstörung in allen Teilen von Paramount, mit sehr viel vergossenen Blut, Zerstörung und den kruden Werken des Käses. Produzenten von Secret Hideout werden angsterfüllt dabei lächeln nach dem ihre Schöpfungen zerrissen und gevierteilt werden, durch die Pfoten des Käses. Und der großartige Captain Archer mit dem Geist der Rache aus dem Holodeckfinale an seiner Seite verkündet er mit fester Stimme durch die Hallen von Paramount, dass die Enterprise aus der Hölle aufgestiegen kommt, Mord ruft und die garstige Bestie des Käses entfesselt.

  5. BergH60 sagt:

    tah auch nochmal !
    Nadem einige Stunden vergangen sind :
    Bei der Ankunft der ADinges aufg der Erde kam mir ein bischen Kotze hoch.
    Das Lied von Scott MCKenzi gehört in dieses Fränscheiss, wie ich auf eine Versammlung minderjähriger Schwangere.

    Das war imho echt ein Griff ins Klo.

    Gru? Bergh

    @Logan81 (3*3*3*3)

    Bei Abrams kann man sich noch streiten, ob das gut war.(War es imho teilweise)
    Kurtzman Trek ist aber durch die Bank weg doof. Mit Ausnahmen bei Lower Decks und Strange New Worlds.

    Enterprise erscheint einem aus heutiger Sicht teilweise echt gut. Die Serie hat nur nie ihre Pace , ihre Richtung gefunden.

    Gruß BergH

  6. Kazaril sagt:

    dieser komische Song am Ende der ersten Folge ist mir auch so richtig übel aufgestoßen, das hat so gar nicht reingepasst und ich hab mich ernsthaft gefragt, ob wir jetzt in eine billige TV-Schnulze abgedriftet sind.

  7. frank sagt:

    wo bleibt eigentlich die kritik zu 1.02?

  8. frank sagt:

    hmmm…

    ich habe mal aus reiner neugier in die erste folge reingeschaut, bis zu der szene, in der holly caleb zur akademie ‚überredet’…

    also…

    ich fand’s gar nicht mal so schlecht…

    ok, ich hatte zu keinem zeitpunkt das gefühl, daß es sich um ’star trek'(tm) handelt, nichts, aber auch wirklich gar nichs hat auch nur im entferntesten irgendwas mit dem gemein, was ich unter ’star trek‘ verstehe… aber so als generischer science fiction streifen war es (bis zu der besagten szene, wohlgemerkt! keine ahnung, was danach noch kommt!) gar nicht mal so schlimm…

    und vielleicht ist das ja auch absicht?

    • Serienfan sagt:

      Wieso hört man als Fan auf zu schauen, obwohl man es „nicht schlecht“ findet?

      Wieso erwähnt Klapo mit keiner Silbe die Rückkehr zum 16:9-Format, obwohl er mal in einem ganzen Artikel über die „schwarzen Balken“ gemotzt hat?

      Wenn immer wieder festgestellt wird, dass „wir“ nicht mehr die Zielgruppe sind: vielleicht sind „wir“ es ja zu Recht nicht mehr.

      Antworten
    • Sparkiller sagt:

      „vielleicht sind „wir“ es ja zu Recht nicht mehr“

      Nee, das Interesse am Kurtz-Trek sackt seit Disco permanent ab, weil es halt scheisse ist. Da können selbst bezahlte Artikel wie in der GameStar nicht weiterhelfen. Auch, wenn man selbst darin die Vorgehensweise ändern muss („Überraschung! Neue Trek-Serie gar kein Müll?!“):

      https://www.gamestar.de/artikel/starfleet-academy-ueberrascht-star-trek-fans,3446336.html

      Google Trends bietet da einen guten Einblick, welchen Paramount nicht verstecken kann („Zuschauerzahlen? Total veraltet, bei uns geht es um… äh… Viral Engagement und Social Impact Values. Genau!“).

      Best-Wert ist weiterhin der Disco-Pilot mit 100/100 Interesse. Picard kommt auf 62/100, Strange New Worlds auf 43/100 und die Prognose von Academy liegt aktuell bei 25/100.

      Da geht noch was, Alex.

      Antworten
    • frank sagt:

      @Serienfan:

      „Wieso hört man als Fan auf zu schauen, obwohl man es „nicht schlecht“ findet?“

      wie meinst du das jetzt? als irgendwas-mit-recht arbeitender solltest du dich klarer ausdruecken… ;)

      meinst du die folge? oder die serie?

      und warum fan? ich habe mich doch erst neulich selbst aus dem fandom gekickt, als ich festgestellt habe, dass mich die zuletzt ausgestrahlte staffel SNW (war es die dritte???) ueberhaupt nicht interessiert, und ich sie deshalb auch noch gar nicht gesehen habe.

      und was das nicht weiterschauen der folge betrifft: dude! es war ein uhr nachts! da bin ich tot! es war nur, wie gesagt, reine neugier, die mich dazu bewog, mal reinzuschauen. und ja, ich fand’s in meinem schlaftrunkenen delirium ’nicht schlecht‘. aber: es war keineswegs fesselnd, so dass ich einfach weiter schauen ‚musste‘! und wer weiss, wie ich die serie finde, sollte ich sie mal wieder im vollbesitz meiner kognitiven faehigkeiten (weiter) anschauen…

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    • G.G.Hoffmann sagt:

      Mir ist nach wie vor ein Rätsel, wie man finanziellen Erfolg im Streaming-Zeitalter misst und woher die hunderten Millionen Dollar kommen, die man seit 2017 in Kurtzman-Trek investiert hat. Wenn man nach DSC, PIC und SNW noch reichlich Geld für eine weitere Serie hat (aber nicht einmal ein paar Millionen Dollar für eine HD-Umsetzung von DS9 und VOY investieren möchte), scheint sich Kurtzman-Trek zu rechnen und ist vielleicht beliebter als Berman-Trek-Fans wahrhaben wollen.

      Vielleicht produziert die wachsende Zahl an Streaming-Anbietern aber auch einfach planlos teuren Content und mischfinanziert diesen mit den Abonnenten insgesamt, ohne dass man bestimmten Serien und Filmen konkreten Umsatz zuordnen kann. Der Verkauf physischer Medien geht immer weiter zurück, so dass man auch daran nicht den Erfolg einer Produktion ablesen kann. Teilweise werden Produktionen von Streaming-Diensten gar nicht mehr auf physischen Medien vertrieben. Was hat Beispielsweise Netflix davon, einen 200 Millionen Dollar Film wie „The Gray Man“ (ich saß bei der Kinopremiere 2022 ganz allein im größten Saal des Cinestar-Kinos) nicht auf Blu-Ray zu veröffentlichen und so wenigstens noch ein bisschen zusätzlichen Umsatz zu generieren?

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    • Serienfan sagt:

      „Nee, das Interesse am Kurtz-Trek sackt seit Disco permanent ab, weil es halt scheisse ist.“

      Wie ich immer sage: Gegen Überdruss gibt es leider kein Heilmittel. Und da ist es auch egal, wer ihn angeblich verursacht haben mag.

      Das gilt für alles, auch für das Leben. Schon das Geistwesen Es sagte zu Perry Rhodan: „Ihr erwartet Großes von der Unsterblichkeit. Bis die Enttäuschung kommt. Am Ende bleibt nur noch die Entstofflichung.“

      Früher war die Frage an Fans: „Wenn es so schlecht ist, warum schaust du es dennoch?“

      Diese Frage fand ich immer albern.

      Inzwischen muss man fragen: „Wenn du es unterhaltsam fandest, warum schaust du es dennoch nicht?“

      Diese Frage halte ich für berechtigt.

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    • G.G.Hoffmann sagt:

      Aus meiner Sicht liegt der Fall so, dass es eben NICHT unterhaltsam ist und viele das Interesse noch viel schneller verloren hätten, wenn nicht „Star Trek“ draufstünde. Von DSC habe ich mir immerhin noch die ersten beiden Staffeln angesehen, von LD und Prodigy jeweils ein paar Folgen. Ich denke nicht, dass ich ohne das Label „Star Trek“ überhaupt Interesse an diesen Serien gehabt hätte. Selbst PIC und SNW leb(t)en weniger von ihrer Qualität als von einem gewissen Wiedererkennungswert. Ob diese Serien viele Gelegenheitszuschauer anziehen, die mit Star Trek ansonsten nichts am Hut haben, weil die Serien generell „unterhaltsam“ seien, bezweifle ich.

      Wenn ein Großteil eines Franchises, dessen Fan ich bin, mich nicht mehr interessiert – ohne Verbitterung und zur Schau getragener Ablehnung, sondern schlichtweg aus Gleichgültigkeit -, ist es vielleicht einfach nicht unterhaltsam.

      Wenn mein Tag 48 Stunden hätte, würde ich es wahrscheinlich trotzdem schauen. Wenn man jedoch wählen muss, mit welchen Filmen und Serien man seine knappe Freizeit vor dem Fernseher verbringt, ist das neue Star Trek meist nicht die erste Wahl.

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    • Bolleraner sagt:

      Ich beobachte allgemein einen Qualitätsrückgang bei Serien. Derzeit suche ich fast schon verzweifelt nach einer neuen Show zum Bingen, doch da gibt es aktuell nichts.

      Die letzten Serien, die mir gefielen, habe ich durch Zuruf hier bei Zukunftia entdeckt.

      Was guckt ihr denn so interessantes derzeit?

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    • JP57 sagt:

      Mit etwas aktuell Interessantem kann ich nicht dienen.

      Die letzte „aktuelle“ Serie, die mich so gefesselt hat, dass ich sie gleich zweimal hintereinander geschaut habe, war „Daisy Jones and the six“, tolle Charakterzeichnung, tolle Musik, tolle 70er Jahre Optik.

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    • Bolleraner sagt:

      Top, danke! Genau solche Empfehlungen habe ich mir erhofft, nur her damit!

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    • G.G.Hoffmann sagt:

      Ich fand jüngst „Suche nicht nach mir“ auf Netflix recht kurzweilig. War aber nur eine Mini-Serie.

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    • Serienfan sagt:

      Ich empfehle allen, die hier schreiben, TikTok.

      Ich selbst verfolge es nicht, es ist aber total erfolgreich und wird angeblich von ganz vielen Leuten sehr gerne gesehen!

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    • Bolleraner sagt:

      Beide Serien sind genau mein Ding. Nach solchen Sachen habe ich in letzter Zeit lange vergeblich auf eigene Faust gesucht. Gerne mehr derartige Empfehlungen! Vielen Dank!

      An Tik Tak habe ich keinerlei Interesse. Gibt’s denn keine Möglichkeit mehr, sich außerhalb dieser KI-verseuchten Narzisstenplattformen über anspruchsvolle Unterhaltung zu informieren? Irgendwo muss es doch noch einen Platz geben, der nicht von mehr oder weniger gesponsorten Influenzern durchsetzt ist.

      Eine zeitlang wurde hier auch über andere Filme und Serien neben Star Trek geschrieben. New Trek ist ja die reinste Qual. Ich wäre für unabhängige Kritik sogar bereit finanziell zu unterstützen. Schon mal über Patreon nachgedacht?

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    • JP57 sagt:

      Wer weiß, vielleicht gibt es ja Hoffnung für Dich.

      Ich habe jüngst als Gastbeitrag die hymnische Kritik eines leider inzwischen völlig vergessenen deutschen SF-Films an Klapo geschickt, in dem Schauspielgrößen wie Curd Jürgens und Hildegard Knef tragende Rollen spielten!
      Damit wir hier auch mal über guten Stoff sprechen können.

      Aber wer weiß, ob Klapo überhaupt noch seine Mails liest?

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  9. 20thcenturyman sagt:

    Es ist nicht verwunderlich, dass sich die Serie nicht nach Star Trek anfühlt.

    Tausend Jahre sind vergangen.

    Das heutige Deutschland fühlt sich ja auch nicht nach dem Hochmittelalter der Ottonen an.

    • Sparkiller sagt:

      „dass sich die Serie nicht nach Star Trek anfühlt. Tausend Jahre sind vergangen“

      Komisches Argument. TNG auch weniger trekkig, weil später als TOS?

      Hat ja nix mit dem Look zu tun, sondern mit den vermittelten Werten, Erforschung, Wissenschaft usw.
      Oder wie in Academy jemand sagt: „Ich habe meinen Kommunikator verschluckt!“

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    • frank sagt:

      @20thcenturyman:

      was ist das fuer ein argument??? selbst heute verhalten sich manche (die meisten?) menschen immer noch wie die neandertaler!

      scnr

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  10. Halbnerd sagt:

    Ja, so etwas hatte ich erwartet. Immerhin wohl nicht schlechter als DISCO, aber das war auch wirklich schwer zu unterbieten.

  11. Kazaril sagt:

    Ich hab jetzt auch Folge 2 angefangen und habe eine Frage: Soll das wie eine Parodie sein oder warum sieht die ganze Serie so aus als wäre es eine Parodie einer Parodie?

  12. Kazaril sagt:

    „Cringe die Serie“ passt so sehr für Folge 2 und die Serie bislang.

  13. Kazaril sagt:

    Lower Decks soll ja eigentlich die Parodie sein, aber dort werden Themen besser behandelt als hier, auch die Sternenflottenakademie, die nur am Rande eine Rolle spielt, wird dort um einiges besser proträtiert. Wie kann es sein, dass eine offizielle Parodieserie das besser macht als die Serie, die keine Parodie sein soll?

  14. JP57 sagt:

    Ach, was waren das für Zeiten, als bei Zukunftia über die dritte Staffel von The Orville gestritten wurde und Leute wie xxxx (Datenschutz) offenbarten, dass sie nicht wussten, wer Dolly Parton ist.

    Jetzt ist sie 80 geworden und wurde allüberall gewürdigt. Z.B. auch hier:

    https://www.tagesschau.de/kultur/dolly-parton-134.html

  15. MSTGA sagt:

    Die Trump Administration schreitet ein!

    Endlich Schluss mit dem linksgrünversifften woken Nu-Trek!!

    Stephen Miller, charismatischer stellvertretender Stabschef von Präsident Trump fordert Paramount+ auf, einzuschreiten.

    Neuer Verantwortlicher für das Franchise soll William Shatner werden!

    Make Star Trek Great Again!

    https://www.msn.com/en-us/news/politics/stephen-miller-calls-for-star-94-to-save-massive-franchise/ar-AA1Uk1j6

  16. jcneal sagt:

    Ich hätte da jetzt doch noch ein paar „technische“ Fragen zur Pilotfolge.

    Wie viele neue Spezies wurden kurz genannt, ohne dass man vorher je davon gehört hätte? Oder erinnere nur ich mich nicht mehr, und die wurde schon in Star Trek bekannt gemacht? Ist ja keine grundsätzliche Kritik an „neuen“ Spezies, sondern betrifft die Art und Weise der Einführung, und wie grundlegende Informationen dem Zuschauer zugänglich gemacht werden. Z.B. der Oberbösewicht Paul Giamatti (Name: Baka? Waka? Kakka?) ist auf einmal superstark und erwähnt während des Zweikampfes, warum. Kann es mehr „lazy writing“ geben?

    Der Kadett auf der Außenhülle (Name oder gar Spezies konnte ich mir auch nicht merken; eine Art Formwandler, der menschlich aussehen kann) kann also kurze Zeit im Vakuum überleben. Toll.
    Und dann kriegt er explizit ein Kehlkopf-Mikrofon, weil „man im All ja keinen Schall hört“. Toll-Klug!
    Nur leider wird: a) Sprache von Stimmbändern mit Schall ERZEUGT, nicht nur übertragen, und b) die Stimme dadurch total verfremdet – vielleicht war das im O-Ton so? Ansonsten ist das: stets bemüht, aber nicht zu Ende gedacht. Tolle Wurst.

    Dann die „holografische Spezies“, also das Hologramm mit der Mickey-Mouse-Frisur. Erstmal Bonuspunkt dafür, dass ausgerechnet diese Figur ein Hologramm ist, das Äußere frei wählbar – ein Funken Selbstironie der Macher?
    Beim Angriff von Kakka fallen die medizinischen Notfall-Hologramme aus. Der Doktor hat ja seinen mobilen Holo-Emitter und kann deshalb unabhängig funktionieren. Aber wie läuft das bei der Hologramm-Kadettin? Hat sie auch (oder hat jede Person der „Spezies“) einen mobilen Emitter? Das wird mit keinem Wort thematisiert.
    Möglicherweise wird sowas in der Serie noch angesprochen; aber erstmal wirkt es unausgegoren.
    Weiß noch nicht, ob ich überhaupt weitergucken will.

    • Serienfan sagt:

      Darem Reymi ist ein Khionianer, eine Art Fischwesen, das menschliche Gestalt annehmen kann. In seiner Fischform kann er Druckunterschiede bis zu siebentausend Pfund sowie Temperaturen von bis zu −271 Grad Celsius aushalten, weshalb er bis zu acht Minuten lang ungeschützt im Vakuum des Alls überleben kann.

      Sam ist eine Kasqianerin, ein photonisches Wesen, das eigens für die Mitgliedschaft bei der Sternenflotte erschaffen wurde.

      Genesis Lythe ist zur Hälfte Dar-Sha, zur anderen Hälfte Mensch. Bislang ist nicht bekannt, ob sie irgendwelche besonderen Fähigkeiten hat, oder ob sie wie zum Beispiel die Bajoraner einfach nur ein wenig anders aussieht.

      Der Rest sind bekannte Spezies bzw. Mischformen aus bekannten Spezies.

      Zum Vergleich möchte ich darauf hinweisen, dass es zu Zeiten der „Next Generation“ auch nicht gleich in jeder Serie vor nagelneuen Spezies im Hauptcast wimmelte. TNG hatte eine Betazoidin (plus dem Androiden Data), DS9 hatte Odo als Gestaltwandler, und Voy hatte Neelix als Talaxianer und Kes als Ocampa.

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