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„Star Wars – The Rise Of Skywalker“ – Die Kritik

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Endlich gibt’s hier mal wieder echte SF! Nicht dieses Zeug, das Kurtzman in seiner alten Smoothiemaschine schreddern musste („Oh, das Sternenflotten-Grundgesetz? Rein damit, für den Geschmack!“). Doch irgendwie bin ich mir nicht sicher, ob sich das Nachholen des 9. SW-Filmes gelohnt hat? – Ich meine: Jede einzelne Szene wäre höchstens als Zwischensequenz in einem Star Wars-Videospiel geeignet? Man hätte nur die verschiedenen Elemente ausweiten („Sammle 50 Teile des heiligen Dolches!“) oder stupides Aufleveln hinzufügen müssen (= „Mache irgendwas, um Level 60 zu rechtfertigen!“).


Inhalt: Der eigentlich tote Imperator meldet sich kurz per Broadcast-Ansprache: Er sei jetzt wieder da und böser als zuvor! Allerdings wird uns das nur im Vorspann per Schriftzug erzählt, die Ansprache selbst hören wir nicht. Kylo und Rey begeben sich nun also auf die Suche nach dem Unkaputtbaren. Wobei Kylo bereits nach 1,5(!!) Filmminuten dort ankommt – und Rey sich erst durch mehrere Schnittfassungen dieses Kunstwerks wühlen muss.

Doch zuallererst habe ich hier einen Datenkristall für euch. Ich spiele ihn mal mit meinen kaputten Deus-Ex-Machina-Toaster ab… (*Klack*)


J.J. Abrams: „Oh nein, oh nein! Ich weiß nicht, wie ich das alles auflösen soll. Ich habe mich schon 20 Minuten in meinem Pool aus polierten Diamanten hingesetzt, aaaber mir fällt nichts ein… Der Imperator ist doch tot, soll aber wieder mitspielen? Ich bin mir nicht sicher, ob ich mit diesen Vorgaben von der Gaby aus dem Marketing wirklich arbeiten kann.“

Kathleen Kennedy: „Nun ja, wie wäre es mit KLONEN? Snoke könnte einer sein. Und der Imperator auch. Zeig doch einen Bottich mit Einmach-Bösewichten und fertig! Von Snoke am besten gleich zwei, damit man das nicht übersieht. – Wofür auch immer die da sein sollen. Für jedes Imperiums-Bundesland einen eigenen?“

J.J. Abrams: „Hm. Die Idee ist ja gut. Aber was ist, wenn ich irgendwas mal NICHT mit Klonen regeln kann? Wenn man mal z.B. schnell Infos von einen Ort an den nächsten verschicken möchte?“

Kathleen Kennedy: „Dann gibt es doch noch diese schönen Visionen! Rey und Kylo unterhalten sich da ja gerne mal in der Zwischenwelt. Und da wir schon mal dabei sind: Die können sich als Vision auch gerne gegenseitig bekämpfen. So richtig mit Laserschwert. Und Gegenstände wie z.B. eine Halskette übergeben. So eine Art ‚Force-DHL‘! – Kuuuuult?“

J.J. Abrams: „Klingt verführerisch. Also quasi so, wie die Transporter bei den neuen Trek-Filmen funktionieren? Da bin ich ja immer noch mächtig stolz drauf!“

Kathleen Kennedy: „Zu Recht! Dass da noch vorher keiner drauf gekommen ist… Alles Idioten, Ihre Vorgänger!“

J.J. Abrams: „Danke. Aber da fällt mir noch was ein: Was ist denn, wenn wir mal gerade keinen Klon und keine Vision benutzen können? Wenn man mal Infos oder Gegenstände direkt aus dem Ar… äh… aus der Vergangenheit braucht?“

Kathleen Kennedy: „Pfff… Dann tauchen halt Geister auf und ziehen irgendwelche geheimen Items aus dem Mauerwerk? Zum Beispiel Luke. Der könnte dann auch seinen alten Gleiter aus dem Wasser auftauchen lassen, damit Rey wieder wegkommt, nachdem sie ihren eigenen absichtlich kaputt gemacht hat? Lichtschwerter, geheime Dolche und andere Post-It’s kann man dann ja auch prima in alten Abstellkammern positionieren?“

J.J. Abrams: „Genial! Abnehm-Ärzte lieben diesen Trick! – Aber ich bin mir irgendwie noch unsicher. Was ist, wenn all die Geister mit Kräften, die Visionen, Materialisationen und Klone nicht jede Szenen auflösen können? Ich brauche dringend einen Plan E, so scheint es mir…“

Kathleen Kennedy: „Verständlich. Man will sich ja nicht in den Burnout schreiben, haha. Wie wäre es dann mit einer neuen Fähigkeit? Man könnte durchs Handauflegen auch tödliche Verletzungen heilen? Dann ist eh alles egal, was vorher schiefgelaufen ist?“

J.J. Abrams: „Stimmt. Aber das geht doch nur, wenn Rey einigermaßen fit ist? Was ist, wenn sie angeschlagen ist und daher nicht jeden SOFORT heilen kann?“

Kathleen Kennedy: „Das ist doch nun wirklich easy. Dann müssen halt alle Jedi, die jemals verstorben sind, mit ihr Kontakt aufnehmen und ihr zusätzliche Kräfte leihen. Das ist dann quasi sogar eine Mischung aus der Geister-, Force- und Visions-Lösung! Oscarverdächtig, möchte ich meinen.“

J.J. Abrams: „Hui! Sie sind wirklich begabt, das muss ich schon sagen. (*anerkennend nick*) Aber ich mache mir trotzdem Sorgen um die Motivation der Helden. Irgendwie wirkt das alles jetzt billig zusammengestöpselt und beliebig, oder?“

Kathleen Kennedy: „Ach was! Die sind im Zweifel alle miteinander VERWANDT. Der Imperator mit Rey, der Klon vom Imperator sowieso. Kylo hängt da auch mit drin, Han Solo, Darth Vader und seine Putzfrau gleichermaßen. Und was die Motivation angeht: Die sollten wir entweder gar nicht erwähnen oder alle paar Minuten ändern. Sonst wird unser Film womöglich noch langweilig.“

J.J. Abrams: „Klingt gut. Diese Ideen klonen bestimmt ganz viele Millionen auf unser Konto. Harrharr!“

Kathleen Kennedy: „Harrharr. Ich liebe Ihren Humor, Herr Abrams. Vor allem, wenn er so WAHR ist.“

J.J. Abrams: „Danke. Aber ich bin trotzdem noch nicht gaaaanz überzeugt. Jetzt haben wir so viele Elemente, die man jederzeit und an jedem Ort blindlings einsetzen kann, aber wir haben einfach zu viele Figuren drum herum. Die stören doch im Zweifel beim ganzen Rumzaubern und Visionen-Bekommen?“

Kathleen Kennedy: „Hm… Dann machen Sie das doch einfach so, dass Rey die ganze Zeit irgendwelche Wahnvorstellungen hat und vor ihren Freunden wegläuft. Wenn die z.B. mit ihrem Raumschiff starten wollen. Oder ihr Fahrzeug mal kurz für einige Minuten reparieren müssen. Am besten wäre es sogar, dass sie GAR nicht mit denen interagiert, sondern komplett ihr Ding durchzieht. Ist ja schließlich eine starke Frau!“

J.J. Abrams: „Sie haben recht. Aber ich muss gestehen, dass ich trotzdem Bedenken habe. Für all diese Lösungen benötigen wir ja teilweise mehrere Sekunden Zeit! Die müssten wir womöglich von den sinnfreien Actionszenen abziehen? Was ist, wenn es mal NOCH schneller gehen muss? Wenn selbst eine Turbovision immer zu lange dauert, da man z.B. gerade im Kampf ist?“

Kathleen Kennedy: „Das ist doch nun wirklich einfach! Dann bekommt man telepathisch ein starkes Gefühl der Trauer, weil exakt in dem Moment zuuuufällig eine andere Hauptfigur an Altersschwäche gestorben ist.“

J.J. Abrams: „Genial! So machen wir das… Aber noch mal was anderes: Manchmal reicht es vielleicht nicht, irgendwelche Schnitzeljagd-Infos auf alte Dolche zu kritzeln? Und dann müssen die Figuren den gesuchten Ort trotzdem ganz schnell finden?“

Kathleen Kennedy: „In diesem Fall empfehle ich, dass der Gleiter der Helden abgeschossen wird, die dann alle 50 Meter weit durch die Luft fliegen, unverletzt in einer Art Sumpf fallen (dem einzigen in der ganzen Wüste, wenn’s geht) und nach dem Versinken in einem Höhlensystem rauskommen, wo alle Infos bereits wild ausgestreut sind? Von dem ehemaligen ‚Chauffeur(!) vom Imperator‘, wenn ich mich nicht irre?“

J.J. Abrams: „Japp! Ein Uber-Fahrer soll das sein. Oder ein normaler Taxifahrer, muss man mal gucken. – Aber brauchen wir dann nicht noch ein paar zusätzliche Gefahren? Das geht ja dann doch alles sehr schnell.“

Kathleen Kennedy: „Klar! Chewbacca geht während eines Notstarts für eine Zigarettenpause um die Ecke und wird mal gerade von den Bösen eingesackt. Aber dann bitte nur er alleine. Und dann wird sein Schiff durch Rey zerstört, aber irgendwie doch nicht. Und dann ist er halt wieder da! Muss man beim ersten Schauen nicht unbedingt verstehen, finde ich…“

J.J. Abrams: „Naaaa gut… Aber jetzt haben wir ja nur Visionen, Prophezeiungen, Klone, praktische Familienzugehörigkeiten, neue Fähigkeiten, Zufälle, Gespenster, erfundene Helfer aus der Vergangenheit, wirre Ortswechsel, praktische Telepathie, hilfreiche Tode, rätselhaft umgangene Tode, vollgemalte Items aus dem Nirgendwo und einen fix erfundenen Sith-Masterplan von vor Jahrzehnten. – Gibt es nicht irgendwas TECHNISCHES, was für handfeste Dramatik sorgen könnte?“

Kathleen Kennedy: „Zum Beispiel, dass jedes Schlachtschiff jetzt eine planetenzerstörende Waffe hat? Oder dass man dank der Macht den kompletten Himmel eines Planeten mit Blitzen eindecken kann? “

J.J. Abrams: „Ups. Stimmt. Da hätte ich natürlich selber mal für 5 Sekunden drüber nachdenken können…“

Kathleen Kennedy:  „Nicht so schlimm. Manchmal steht man halt mal für 4,5 Sekunden auf dem Schlauch.“

J.J. Abrams: „Sie haben mich beruhigt. Aaaber so wirklich überzeugt bin ich noch nicht von der Geschichte, die ich im Kopf habe. Wieso findet Kylo z.B. seinen magischen Wegweiser-Stein zum geklonten Imperator in einer Steintruhe im Wald? Wieso hat den einer da hingelegt? Und wieso muss Rey für IHREN Ersatz-Stein überhaupt durch die Weltgeschichte tingeln? Hätte der Typ, der von dem Versteck wusste, den damals nicht einfach mitnehmen können? Oder war der Informant gar nicht in dem kaputten Todesstern drin? Und wenn NICHT, woher wusste er dann, dass das Ding in der Ruine überhaupt noch rumliegt? Buuuuh, unser Film ist schlecht und macht keinen Sinn!“

Kathleen Kennedy: „Aber nein, mein kleines Regengesicht! Nicht weinen! Komm mal schön an Mamas Dolch… äh… Brust. – So, besser?“

J.J. Abrams: „Nein. Das ist alles DUMM. Diese erfundenen Figuren, diese unsäglichen Deus-Ex-Machinas, dieser völlige Irrsinn, dieses Mystik-Geschwafel, diese ständigen Ortswechsel. Mein Gott, wir haben viel zu WENIG von all dem!“

Kathleen Kennedy: „Sie könnten recht haben. Zum Beispiel diese Zigtausenden an Sternenzerstörern, die sie erwähnten… Wir wollten doch ursprünglich mal erwähnen, welche ARBEITER die eigentlich unerkannt gebaut haben sollen? Und wo das Material her kommt?“

J.J. Abrams: „Hm. Diese Erklärungen besser weglassen?“

Kathleen Kennedy: „Aber so was von!“

J.J. Abrams: „Sie haben recht… Aber hmm… Jetzt haben wir immer noch keinen Story-Arc für Finn, den Dingsbums und den Typen mit den Haaren, der immer so laut brüllt?“

Kathleen Kennedy: „Für den Dingsbums bitte eine Romanze andeuten. Aber nur ein paar Sekunden! Und die Frau darf auch kein Interesse haben. Und kein Gesicht. Echte Powerfrauen zeigen ihre Schönheit nicht und lassen sich durch Romantik auch nicht einlullen.“

J.J. Abrams: „Sie wissen so viel über die Menschen. Das hilft mir sehr. Bedenken Sie: Ich bin früher im Zirkus als menschlicher Drehbuch-Fotokopierer aufgetreten. Da ich alte Sachen so gut verwursten kann!“

Kathleen Kennedy: „Dann tun Sie das bitte auch bei den Gesprächen zwischen Rey und dem Klon-Imperator! Das kann gerne Eins-zu-Eins aus Episode 6 geklaut sein, als Luke kurz zweifelte.“

J.J. Abrams: „Prima Idee. Aber damals gab es dann ja noch keine Reittiere?“

Kathleen Kennedy: „Bitte was?“

Kathleen Kennedy: „Na, irgendwie müssen die Rebellen doch gegen die Armada an feindlichen Schlachtschiffen ankommen. Da dachte ich an Pferdchen, die über die Hülle trampeln.“

Kathleen Kennedy:  „Pffff… Okay… Ich will Sie ja nicht verärgern, Herr Abrams, aber: Sie machen sich um ihren blöden Film einfach viel – zu – viele – Gedanken!“


 
Sagen wir, wie es ist: Gegen dieses Machwerk wirkt der umstrittene 8. Film wie ein Goldbarren auf dem Abrams-Schrottplatz. Hatte man vor zwei Jahren wenigstens noch eine Geschichte, der man gut folgen konnte, so bekam ich hier nicht mal DAS. Jeder Schauplatz wird so schnell vorgestellt und wieder abgefrühstückt, dass man das Gefühl hat, in einem billigen Fahrgeschäft zu sitzen. Nur, dass auf dem Rummelplatz niemand freiwillig zweieinhalb Stunden warten würde, bis der letzte Pappkamera aus der Ecke gesprungen und „Buh!“ gemacht hat.

der aufstieg skywalkers kritik, „Star Wars – The Rise Of Skywalker“ – Die Kritik

„Rey, tut es dir weh, wenn ich hier drücke?“ – „AU!“ – „Und hier?!“ – „AUU!!“ – „Und mit dem Finger ins Auge?!“ – Konsequent weitergepennt: Kylo agiert hier so vorsichtig vorwärtstastend wie Abrams bei seinem Film. Im Gegensatz zu Reys Schlummer-Sterbung könnte das für das Franchise aber viel töter ausgehen?

Jede Figur verschießt hier mit dem Schrotgewehr konfuse Pläne, die sich nach einem kurzen Nachdreh-Hickser (und Nahdrehs soll es ja haufenweise gegeben haben)  wieder ins Gegenteil verkehren. So wird z.B. aus „Bitte töte mich, bittebittebitte! Dafür habe ich mich extra noch mal klonen lassen!“ plötzlich wieder ein „Na gut, dann mache ich DICH eben kaputt, harrharrharr!“

Ja… Die komplette Geschichte fühlt sich so sehr nach Alex Kurtzman an, dass es fast schon unheimlich ist: Figuren werden ständig falsch interpretiert oder einfach vergessen. Was einem aber durch wilde Schnitt-Orgien, minütliche Ortswechsel und dem allgemeinen Ranz-Geschmack hundertfacher Nachdrehs zum Glück besonders LEICHT gemacht wird.

Etablierte Hintergrundgeschichten stellen sich plötzlich als Lüge, Fehlinterpretation oder überhyptes Gerede von Vorgestern heraus. Beliebte Nebenfiguren (Lando) werden geherzt und geküsst, während „Pflicht-Asiatin“ das Sprachrohr in der Statistenreihe mimen darf. Alles für den Fan. Alles für den Dackel. – Überhaupt tingeln wichtige und unwichtige Figuren im Minutentakt über den Bildschirm, ohne irgendwas zu tun zu haben. Für das Mystik-Blabla und die heiligen Google-Maps-Wegsteine hätte man doch auch ein Bankschließfach verwenden können?

der aufstieg skywalkers kritik, „Star Wars – The Rise Of Skywalker“ – Die Kritik

„Ich werde mich ab jetzt ‚Skywalker‘ nennen. Nach Luke.“ – „Warum denn das, kleinen Mädchen?“ – „Fragen Sie ihn doch selbst!“ (*Geist hochhalt*) – Schmier dich ran und nenn‘ dich „Rey Margarine“: Fanservice kann ruhig mal billig sein, aber wenn man in der Geldbörse wirklich nur nach Kupfermünzen fischt, ist irgendwas schief gelaufen.

Wer war doch gleich die Blechkameradin, die am Ende NICHT umarmt werden darf? – Egal, war bestimmt eine starke Frau…

Und wer war der Zwerg, der C3PO die „böse“ Sith-Sprache beigebracht hat? – Na „Zwerg“ halt, das steht doch im letzten Satz!

Das geht so weit, dass ich die Hintergrundgeschichte des Piloten komplett vergessen(!) habe. Ihr wisst schon, dieser freundliche Dreitagebart ohne die kultigen Harrison-Ford-Sprüche! War der schon immer dabei oder ist irgendwann bei Chewie aus dem Pelz gefallen und einfach dabei geblieben? Und hatte Finn jetzt irgendwelche Jedi-Kräfte, oder was sollte der unkultige Moment, in dem er das richtige Raumschiff auswählen musste? „Ich füüüühle da was… Furrrrzzz… Schon vorbei. – Da geht es lang, Leute!“

Nehmen wir auch mal die Szene auf dem Wüstenplaneten: Man mischt sich unter das einheimische Volk, das wild tanzend rumspringt („Hey, ist das tooooll hier! Okay, jetzt aber schnell weg von hier!“). Nur um dann Sekunden später man Lando Calrissians Wohnwagen zu gehen („Hey, du bist ja ein netter, herzlicher Mann! Okay, jetzt aber schnell weg hier!“). Doch statt mit Lando unerkannt in die Wüste zu fahren, schnappen sich einen Gleiter und werden von Sturmtrupplern verfolgt („Die sehen ja toll aus. Schnell weg damit!“), die komischerweise keinen Schweber haben, sondern altmodisch rumfahren(!) müssen. – Was dann noch mal wichtig wird, wenn man sie abhängen will…

Ständig müssen alle dringend irgendwo hin, weil ein „Artefakt“ oder ein „Dolch“ das befohlen haben. Weil das aber noch nicht lang genug geht, müssen Texte noch in der „verbotenen“ Sprache daherkommen. Denn sonst müsste man ja nicht C3PO umprogrammieren (nur echt mit roten Augen; der Abramas ist schließlich ein Kumpel von Kurtzman) und den armen Roboter sogar sein Gedächtnis verlieren lassen! Was an sich schon ein Charaktertod ist, der schmerzhaft zu kurz kommt…

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„Ich finde, wir haben zu viele Rebellen-Gleiter geschickt. Die tausend Kreuzer sind ja fast schon besiegt! Zumindest unsere Lieferfahrzeuge, Einräder und fliegenden Einhörner können schon wieder nach Hause, oder?“ – Ungleichgewicht nicht nur bei meinem Cortisolpiegel: Wenn die Kräfte so ungleich verteilt sind, kann ich Kämpfe nicht ernst nehmen. Oder gar in die „wache Welt“ hinein. Schnarchzzzz….

Auch eigentlich interessante Ideen wie den New-Order-Überläufer, den man einfach mal hätte mitnehmen können, werden partout nicht durchgezogen. Dabei hätte ich es begrüßt, wenn alle Helden mal einen der anderen Seite bei sich hätten. Der hätte ja dann mit geheimen Strategien oder Zugangscodes glänzen können. Und sei es nur, damit die Helden nicht unter jeder Weltraum-Tanne ein hilfreiches Item finden müssen!

Nein, lieber entsorgt man Figuren, die man nur aus Komplettismus noch mal zeigen wollte, in einer Nebensatz. Und wenn es darum geht, in die feindliche Basis einzubrechen, dann genügt eine Brosche mit gespeicherter Sicherheitsfreigabe. Am Landedeck ist dann natürlich weniger los als in einem Bären-Popo nach einer Corona-Zwangsräumung, so dass die ungleiche Truppe überall(!) unbehelligt hinlatschen kann. Wieder mal…

Kurzum: Die komplette Handlung ist ein zusammengestoppeltes Durcheinander aus halbgaren Referenzen, wundersamen Rettungen, verpassten Charakterszenen, extrem bekloppter Langzeitpläne (okaaaay, der Imperator WOLLTE jahrzehntelang als tot gelten?) und Actionszenen, bei denen alles so egal ist, dass einem Lichtschwert schlaff runterhängt. Was Rey fühlte oder wollte, habe ich bis zum Schluss nicht begriffen. Ernsthafte Frage: Hatte die überhaupt längere Dialoge mit irgendwem? Ich kann mich nach 24 Stunden nur noch an verkniffene Gesichtszüge erinnern, weil die unglaubliche Macht so unfassbar mega-krass-groß ist, dass die sich nur durch die Augenbrauen artikulieren kann. – Michael Burnham, bist du’s?

der aufstieg skywalkers kritik, „Star Wars – The Rise Of Skywalker“ – Die Kritik

„Was waren ihre letzten Worte, Günther? Sag es uns doch bitte, Schnief!“ – „Irgendwas mit ‚Macht‘s gut, ihr Trottel.‘ Äh… Soll ich die letzte hysterische Lache auch nachmachen?“ – Sterbenslangweilig: Ich habe ja nicht viel bei Leias Abschied erwartet, aber das ist auch kein Grund für „WENIG“, oder?

Spätestens, wenn fünf Fantastilliarden an Sternenzerstörern über dem Planeten hängen, um von ein paar Rebellen auf Reittieren(!) in Schach gehalten zu werden, ist der Underdog-Gedanke auch arg überstrapaziert. Nichts gegen eine feindliche Übermacht, aber wenn die Bösen trotzdem NICHTS auf die Reihe kriegen, weil z.B. ihr Funktürmchen Schluckauf hat oder die komplette Flotte ein Update fährt, dann schalte ich auch mal fix die Birne aus.

Visuell war das auch alles recht generisch. Statt Szenen wirken zu lassen oder visuell behutsam einzuführen, ballert man einfach mit dem ganz großen Planetenzerstörer auf Spatzen… – Ein bisschen Episode-1-Racer, ein wenig Verfolgungsjagd im All, einen Happen mit Wellensurfen, eine fix gezeigte Alien-Stadt… Alte Schauplätze, Lightspeed-Zapping durch verschiedene Locations (Sandwurm nicht vergessen!) und allerlei mehr.

Apropos Planetenzerstörer: Jetzt hat ja jedes Schlachtschiff einen. Das Prinzip, sich ins endlos Bedrohliche zu steigern („Und wenn die gleich ZWEI Planeten zerstören, die durch Tesafilm zusammenhängen?“), funktioniert nur leider nicht, wenn’s nur seelenlose Wiederholungen sind.

Es gäbe noch Stoff für einen viel längeren Artikel, aber hey: Ihr kennt doch Abrams inzwischen… Er ist der besser bezahlte Kurtzman und dementsprechend könnte selbst ein saftiger Verriss niemals dem Werk „gerecht“ werden… Außerdem müsste ich für einen längeren Artikel schon kapiert haben, worum zum Geier es in den drei Filmen eigentlich GING. Abgesehen vom Offensichtlichen natürlich (= Bud-Spencers-artiges Backpfeifengewitter durch Laserstrahlen).

der aufstieg skywalkers kritik, „Star Wars – The Rise Of Skywalker“ – Die Kritik

„Aaaarg!! Sie kommt zu mir! Die frische Idee kommt! Schnell, mehr Steckdosen für meinen restlichen Finger!“ – Geistesblitze: Hier sehen wir J.J.Abrams, wie er sich krampfhaft etwas Frisches und Unverbrauchtes für diesen Film einfallen lässt. Schade nur, dass alle beide Ideen (= Droiden mit Pizzaschublade und magische Dolche mit Stift und Papier dran) aus dem Film wieder rausgeschnitten wurden.


Fazit: Lieber Zuschauer, Sie sahen soeben:

Eine so lachhafte Montage an zusammenhanglosen Szenen, dass man sich im Nachhinein mit Blumenstrauß bei den „unseriösen“ YouTubern entschuldigen muss, die Wochen vor dem Kinostart von täglichen Neudrehs berichtet haben.

Anders ist dieses Debakel nicht zu erklären. Es sei denn, das gesamte Produktionsteam wurde alle 7 Tage gegen die eigenen Klone ausgetauscht, bei denen die Gedächtnisübertragung entweder schiefgelaufen ist – oooder man sich zwischendurch mit eingelagerten Amöben-Erinnerungen beholfen hat.

Apropos Klonen: Warum das bei New-Trek und New-Star-Wars sooo ein Thema ist (Culber wurde ja auch vervielfältigt, Picard, Data und Dahj sowieso, den Rest erledigen Spiegeluniversen), das würde ich gerne mal in einer psychologischen Bachelorarbeit aufgedröselt sehen.

Immerhin bin ich neugierig auf die anderen 5 bis 95 verschiedenen Schnittfassungen, die es geben soll. Selten habe ich mehr auf einen Leak hingefiebert als diesmal.

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

(Einen halben Stern gibt es für alle ALTEN Designelemente, Art- und Schiffsdesigns; die sind weiterhin super!)

SPARKS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Ein Knast für die Sinneder aufstieg skywalkers kritik, „Star Wars – The Rise Of Skywalker“ – Die Kritik
Wie, bitte? Ihr wollt den letzten Star Wars Film bei euch zu Hause nachspielen?
Kein Problem, hier ist eine einfache Anleitung:

Springt ohne erkennbare Reihenfolge von Sofa zu Sofa (= Planeten) und schreit dabei möglichst plumpe Sprüche wie „ER IST WIEDER DA!“, „WIR MÜSSEN ES FINDEN!! “ und „OH, NEIN, ER IST TOT??!“.
Gleichzeitig haut ihr euch noch alle zehn Minuten auf den Kopf, um die Verwirrung beim Ansehen zu simulieren.

Fertig. Diese selbstgemachte Ka(c)kofonie der Sinne stellt für ein wesentlich günstigeres Budget eine durchaus vergleichbare Nachbildung der (275) millionenschweren Episode IX Kinoerfahrung dar: Eine wilde Ansammlung von lauten Bildern und Geräuschen, welche von einem nicht nummerierten Drehbuch aus der Disney-Abteilung „Zielgruppen Analyse für Merchandise Absatzoptimierung“ zusammengehalten werden.

Wodurch es tatsächlich Sinn macht, warum sich der einleitende Wandertext zu Beginn auf, kein Scherz, ein einmaliges Fortnite-Event bezieht. Wie, es gibt Zuschauer, die das gar gesehen haben? Egal, als ob sich am Ende dieser Trilogie überhaupt noch jemand größere Gedanken zum INHALT machen wird
(„Chewie ist tot!? Buhuhuuu!!! Aber die trauen sich was!!

Ha-ha-ha, doch nicht tot! Was für ein Twist!! Kuuuult!! A++ von 10 Punkten!!!“).

Das Nachdenken sollte man sich hier so oder so mal… öh… überlegen. Denn gibt es dafür überhaupt Material? Palpi ist wieder da, weil… warum nicht? Wurde zwar mangels Vorrausplanung niemals angedeutet, aber ein Snoke im Einmachglas reicht doch für ein wohliges „Alles ergibt einen Sinn!“-Gefühl locker aus.
Aber im Ernst, mittlerweile kann man doch wirklich nicht mehr anzweifeln, dass Disney die neue Trilogie nach dem Rechte-Einkauf so schnell wie möglich in den Kinobesucher-Trog werfen wollte. Alberne Kleinigkeiten wie eine schöne und vor allem durchplante Story braucht man für so etwas halt nicht, wenn der Verlauf des eigenen Aktienkurses für die Chefetage doch viel spannender ist.
(Ihr wollt trotzdem Beweise? Gerne, hier hier ein heimlich gefilmtes Video der Verhandlungen.)

Schließlich reicht auch eine simple Schnitzeljagd („Ihr braucht den Glotzimator um die Koordinaten zum Slymvast-System zu finden, wo ihr in den Unterhosen von Kn’ll Kobb die Karte in den unbekannten Vaswai’sich-Sektor entdecken werdet!“) und das erneute… äh… eralte Aufwärmen einer plötzlichen Wendung („Ich bin dein… Opa! Nee, im Ernst. Die Autoren sind wirklich so abgebrüht.“).

Trotzdem sind doofe und/oder geklaute Ideen nicht das Hauptproblem dieses Films, bot „Episode 7 – Eine noch neuere Hoffnung“ doch selbst damit noch ein gewisses Maß an Grundunterhaltung (Mann, bin ich wieder großzügig heute!). Aber wirkte dort alles noch irgendwie verständlich und handwerklich „filmig“, beschoss man das Publikumsgehirn im letzten Teil der Trilogie einfach mit der vollen (Schrot)Ladung. Ortswechsel & Actionssequenzen geben sich ohne Begrüßung die Klinke in die Hand, damit man gar keine Zeit hat auf das wackelige Wachsmalstift-Storygerüst zu achten, welches diese zusammenhält („So… viel. So… bunt. Das muss… doch gut sein?“).

Und war man damit erfolgreich?
Nnnjjjaaa…
Mit „nur“ etwas über einer Milliarde Kinodollar war der Aufstieg von diesem Skywalker nicht mehr ganz sooo pralle. Aber man darf dabei nicht die spätere Verwurstung in Sachen Merchandise, Heimkino, Ausstrahlungsrechte & Co. vergessen. Selbst REWE zahlt ja etwas dafür, um seine Knibbelbilder unter das Klopapier hamsternde Volk zu bringen. Ich bin ja bestimmt auch nicht der einzige hier mit Babu Frik Bettwäsche, oder? ODER?!

Fazit: Episode 9 ist ein weiteres Paradebeispiel für lieblose „Cashgrabs“, welche von nüchternen Rechenschiebern zusammengestellt wurden. Der Witz, dass man eine K.I. zum Schreiben solcher Stories benutzt hat, wirkte hiermit noch nie so glaubhaft. So gibt es kaum Momente, in welcher eine Figur echte Tiefe verliehen wird. Wie auch, wenn der Film und der eigene Verstand wie bei einem Transformer-Film nie zur Ruhe kommt. So bietet er gleichzeitig zu viel und trotzdem zu wenig. DAS muss man erst einmal schaffen!

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Artikel

von Klapowski am 05.04.20 in Filmkritik

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Kommentare (56)

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  1. G.G.Hoffmann 2.0 sagt:

    Aber aber.
    FRÜHER war Star Wars doch auch schon scheiße, seien wir mal ehrlich. Das hat doch niemand für die Story, oder die komplexen Charaktere geschaut. War ja alles nur Holzschnitzartig. Da muss man die rosa-Brille auch mal abnehmen. Die einzige Tiefe die hier zu erwarten ist, ist jene, in die man den Bösewicht katapultiert, denn die gleichen Leute, die Todessterne erfanden, kamen bis heute noch nicht auf die Idee mal ein Geländer zu konstruieren. Ich persönlich habe den Film jedenfalls daheim auf dem Beamer mit alternden Freunden genossen. Das Gruppenkuscheln im Anschluss war so herrlich, dass ich dem ganzen Event, inklusive Film (welcher war’s noch gleich?) nur absolute Höchstwertungen geben kann.

  2. G.G.Hoffmann sagt:

    Tut mir leid. Ich kann den Rezensionen weitgehend nicht folgen. Bekanntermaßen gehe ich immer an jede Produktion, die ich mit meiner Aufmerksamkeit beehre, extrem wohlwollend heran, um auszuschließen, dass ein ganz mieses Gefühl bei der Sache nicht allein meiner altersbedingt miesepetrigen Art geschuldet ist.

    Bei Star Wars 9 bin ich trotz offensiver Feierlaune jedoch mehrfach im Kino weggenickt, so dass ich einige Teile des Films bis heute nicht kenne. Erinnere mich nur, bei der Szene, als alle vom Wüstensand verschluckt wurden, gedacht zu haben: „Ein schönes und würdiges Ende.“

  3. schoenerAndi sagt:

    Ich bin kurz auf den Fake-Hoffmann reingefallen… geile Nr.!

    Zum Film:
    eine mindestens so große Enttäuschung, wie das Finale von GoT! Nicht nur, dass fast Nichts einen Sinn ergibt, meistens versucht man gar nicht etwas zu erklären.
    Nur mal ein kurzer Versuch:
    – woher kommen all die Sternenzerstörer und warum hat nur einer diese seltsame Boje zur Navigation?
    – ist Palpatine ein Klon, bzw welcher davon war/ ist ein Klon? Warum warnt er seine Gegner bevor er startklar ist? Wollte er sterben um Rey zu „übernehmen“? Kann er überhaupt sterben?
    – was sollte dieses Fluchtmanöver zu Beginn? Daran hat nichts Sinn ergeben!
    – wer hat wann warum und für wen die Dolche und sonstigen Hinweise hinterlassen?
    – warum dichter man Leia JETZT noch schnell an eine Jedi-Meisterin zu sein? Das kaufe ich ihr nicht ab.
    – die Überreste vom Todesstern… der komplette Thronsaal ist noch da??? Warum sind die Teile nicht auf Endor? Ich sehe mir Episode VI an und da gibt es nur Endor! Wozu dieser Planet? Oder Mond? Nur wegen der
    – Pferde? Auf einem Sternenzerstörer? Nee!

    Und das war noch nicht alles, aber es macht keinen Spaß daran zu denken! Ich glaube den Film kucke ich nie wieder…

  4. Lorien sagt:

    Wow, seit ihr auf einem masochistischem Trip?
    Ich meine, erst gebt ihr euch die Kante mit dem „geistreichen“ Ergüssen des Kurtzman-Chabon-Picard-Trek und nun legt ihr gleich NOCH eine Schippe drauf und verätzt euch die letzten überlebenden Hirnwindungen mit dem Dünnschiss des Lehrmeisters von Kurtzman-Padawan, dem JarJar Abrams Sith und seinem nicht minder geistlosen Ebrochenem, mit dem die Kennedy-Abrams-Johnson Clique Star Wars endgültig den Todesstern, äh …stoß versetzt hat.

  5. Data+und+Lore+sein+Bruder sagt:

    Mein ganz großes Problem bei der Sache.

    Viele moderne Drehbücher sind offensichtlicher Blödsinn. Es ergibt nichts einen Sinn.

    Trotzdem sind Abrams und Co. hochgefragt und hochbezahlt.

    Warum? Kommt das wirklich gut an? Gibt es keine Besseren?

    Star Wars, die wichtigste Franchise des Disney-Konzerns – warum hat da niemand kontrolliert? Bei den Superheldenfilmen klappt es doch auch?

    Was ich mir jetzt von euch wünschen würde wäre ein Review zum Mandalorianer.

  6. Großer Mumpitz sagt:

    Krieg der Sterne war doch schon durch, als kleine Teddybären halfen, nochmal einen Todesstern in die Luft zu jagen.

    • Zuse sagt:

      Das sah damals im Kino aber zig Mal besser aus als das Orginal.

      Heute werden die Effekte scheinbar immer unguckbarer, außer bei The Orville: Man sieht Schiffe und Welten bestens präsentiert. Modernes ST und SW dagegen Wackel-Lensflare-overcrowded Nothing. Das dafür noch zu dunkel.

      Antworten
    • Nummer 6 sagt:

      Hatte aber mit Abstand die beste Imperator-Szene (die in Episode IX sooo schlecht kopiert wird)

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      So nämlich! Schon 1983 sagte ich zu meinen Klassenkameraden: „Das ist nicht mehr mein Star Wars!“

      Aber ich glaube, aus der Mülltonne heraus hat mich niemand gehört.

      Antworten
    • Zuse sagt:

      Für mich war der 3. Star Wars Film ein Geniestreich, hatte er doch die ersten Beiden zusammengeführt und sah einfach geil aus auf der großen Leinwand.

      Das war Kino-Magic, selbst die beklopten Ewoks waren ertragbar.

      Antworten
  7. Serienfan sagt:

    Spannend finde ich die Frage: Ist das nun auf gleiche Art „schlecht“ wie „Star Trek: Picard“, oder ist das auf völlig andere Art schlecht?

    Ich möchte vorausschicken, dass für mich „Star Trek: Picard“ schon noch in völlig anderen Gefilden des Missratenen herumgeistert. Das ist wirklich eine Serie, die an Demenz leidet, weil sie am Ende ALLES vergisst, was zu Beginn als großes Thema eingeführt wurde. Wieso gibt es nur einen Androiden-Picard, wenn die Serie zuvor unermüdlich erklärt hat, dass immer ZWEI gleichartige Androiden erschaffen werden müssen? (Aus Gründen, die sowieso der reinen Phantasie überlassen sind.) Ist jetzt nur Soji die „Tochter“ von Data, oder auch alle auf dieser Kolonie? Und wenn nur sie die Tochter ist, was unterscheidet sie von den anderen? Und wieso interessiert sich Data so gar nicht für sie, auch nicht, als er mit Picard in der Schwarzen Hütte von Twin Peaks herumsaß? Wäre ein Zusammentreffen von Data und Soji nicht ein Pay-Off gewesen, auf den die Serie hingearbeitet hat? (Das wäre mir lieber gewesen als das Outing von Picard.)

    Und auch filmisch hat Abrams doch schon deutlich mehr auf dem Kasten als die offenbar absolut untalentierten Regisseure von „Star Trek: Picard“ (zu denen ich, bei aller Sympathie, übrigens auch Frakes zähle).

    Die Parallele sehe ich vor allem darin, und sorry für die derbe Sprache, aber WENN es eine Zeit für Derbheit gibt, dann jetzt: Erst fickt man die Fans von hinten, nur um ihnen dann mit Fanservice Zucker in den Arsch zu blasen. Nur dass sich bei „Star Wars“ Johnson und Abrams diese Arbeit aufgeteilt haben, während Kurtzman schon mal gerne beides gleichzeitig tut.

    • JP1957 sagt:

      Ich habe mich an dieser Stelle an ein Interview mit Robert Zemeckis erinnert, das er vor einiger Zeit gab und in dem er begründete, warum es kein Zurück in die Zukunft IV, V, VI trotz zahlreicher Angebote geben würde.

      Aus Wertschätzung und Respekt gegenüber dem „Werk“.

      Es gibt sie noch, diese Menschen.

      Antworten
  8. Knubbelnase sagt:

    Einmal Reis mit Skywalker bitte.
    Danke für das Opfern der Hirnzellen.
    Im Moment gibt es fast nur noch Filme, bei denen ich nach dem sehen glaube, an extremer Demenz zu leiden.
    Gut, Picard haben wir alle unbeschadet überstanden und festgestellt, das eine Hirnzelle reicht, um den Tiefgang auszuloten.
    Das „Ich bin deine Tante-Luke“ Filmzeug existiert selbstredend nur, um Geld aus den Taschen zu ziehen, das ist ja klar. Aber wenn ich schon verarscht werde, dann doch bitte mit allem Komfort.
    Aber gut, meine Rache wird folgen. Zu Ostern gibt es 2001, Stalker und Solaris. Damit sich mein Hirn wieder auf menschliches Niveau einpendeln kann.

    • JP1957 sagt:

      Arrival, District 9, Contact, Alien I, Der Marsianer, Lautlos im Weltall, …

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Das möchte ich noch mit Attraction 1 und 2 ergänzen, wunderbare, russsiche Scifi.

      Antworten
    • Knubbelnase sagt:

      Ja, schau ich mir die Liste an, das wird ein kurzweiliges Ostern.Attraction ist gut gemacht und etliche andere russische SF ist im Netz zufinden.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Ehrlich gesagt: Wenn ich sage, dass die aktuellen „Lucky Luke“-Comics immer grauenhafter werden, dann nützt es mir auch nichts, wenn mir jemand empfiehlt, dass ich mir stattdessen ja auch „Deadwood“ ansehen kann.

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      Auch andere Mütter haben schöne Töchter. Wenn die etablierten Franchises nur noch Müll liefern wie momentan kann man sich doch anderweitig umsehen.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Russisches Scifi ist im Moment groß im Kommen und abgesehen von platten Dialogen sehr empfehlenswert. ich würde sogar jenen Avengersverschnitt empfehlen, der mit dem Bären.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Wow!

      Wo kann ich bitte niederknien vor so viel Weisheit?

      Es gibt also auch andere gute Filme und Serien. Vielleicht am Ende sogar Bücher???

      Das ist ja unfassbar, und muss ein völlig neues, noch nie dagewesenes Phänomen sein.

      Angesichts solcher vor Erkenntnis strotzenden Weisheiten muss natürlich jegliche Diskussion über Fortsetzungen Jahrzehnte alter Popkultur schlagartig verstummen.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      @Serienfan: Ich weiß jetzt nicht, wie viel Satire in deinem Post steckt, aber wenn alte, etablierte Fandoms schwächeln, kann man entweder warten und hoffen, dass alter Glanz zurückkehrt (bei Disney-SW und Kurtzman-Dreck eher unwahrscheinlich) oder man kann sich neueren Fandoms widmen oder eben komplett in der Vergangenheit verweilen. Ja, ich mag Roddenberry Trek und schaue ihn gerne und ja, ich mag gewisse SW-Filme, aber man kann auch Neues versuchen, oder soll dein Post heißen, besser Altes als Neues?

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      @Serienfan,

      sogar Hörbücher und Hörspiele gibt es, man muss das Angebot halt nur wahrnehmen. Inwiefern man dann zwangsläufig aufhören muss über das schlechtere Angebot zu diskutieren kann ich dir nicht sagen, den Rückschluß hast du gezogen.

      Antworten
    • Knubbelnase sagt:

      @Serienfan.
      Deine Kommentare sind ja nun eher dümmlich. Kein Mensch auf der Welt kennt alle Filme und Tipps, welche SF Filme sehenswert scheinen, sind doch freundlich gemeint.
      Deinen Kommentaren entnehme ich, das DU alles weisst und alles kennst. Schön für dich. Hier gibt es etliche, die nicht alle Weisheit der Welt gepachtet haben und auf deren Hinweise und Ratschläge freue ich mich. ( Was ich von deinen kindlichen Kommentaren nicht erwarte )

      Ja, und selbst die „russischen Avangers mit Bär“ lassen sich gut ansehen und sind sogar so unperfekt, das es Spaß macht, ihnen beim Scheitern zuzuschauen.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      @Kazairl

      Meine Reaktion auf Weisheiten wie „auch andere Mütter haben schöne Töchter“ war natürlich überspitzt, denn den meisten ist das ja wohl klar, dass es auch neben Star Trek und Star Wars qualitativ Hochwertiges gibt.

      Ich finde es ja amüsant, dass ein berechtigter Verriss und das Bedauern darüber, dass ein einst originelles Franchise durch Inkompetenz der Macher an die Wand gefahren wurde, von vielen als Hilferuf missinterpretiert wird, Alternativvorschläge zu erhalten.

      Ich las zum Beispiel (Corona sei dank) vor einigen Tagen Dostojewskis Roman „Der Idiot“. Aber nie würde ich auf die Idee kommen, in einer Diskussion über „Star Trek: Picard“ zu schreiben: „Lies doch „Der Idiot“. Das ist intelligent, hat schillernde, klar definierte Charaktere, einen komplexen Überbau, das permanente Erläutern ethischer Prinzipien und eine klar durchstrukturierte, komplexe Gesamthandlung, also alles, was „Star Trek: Picard“ nicht hat.“

      Wenn beim „Literarischen Quartett“ ein Buch verrissen wurde, dann wurde es verrissen. Man ging nicht dazu über, 20 Ersatz-Romane vorzuschlagen, die man stattdessen lesen soll. Das KANN man machen, wenn jemand um einen Tipp bittet. Aber als Antwort auf einen Verriss?

      Ich brauche keinen Hinweis auf „andere Töchter“, weil ich gar nicht auf der Suche danach bin. Und ich denke, Leute wie Klapo usw. sind das auch nicht.

      Oder glaubt irgendwer, Klapo schreibt einen Verriss zu „Star Wars“, weil ihm anderweitige SF nicht bekannt ist?

      Antworten
    • Knubbelnase sagt:

      @Serienfan.
      <<>>
      Immer schön elitär bleiben oder? Sorry, aber warum sollte man anderen nicht weiterhelfen. Jede Erzählung ( ob nun Film, Hörbuch oder Buch ) basiert auf ein paar einfachen Regeln, die je nach Können dann umgesetzt werden.
      Und ja, auch bei einem SW Verriss sind Hinweise angebracht, was man sich alternativ ansehen kann. ( Zumal es ja keine eigene Rubirk „Sehenswerte SF Filme“ gibt)
      Ansonsten lese ich deine Bemerkungen ( Kritiken ) zu den Filmen gerne, da diese fundiert sind.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Ich finde serienfans Kommentare ja sonst auch sehr gut und erhellend, aber in denen hier scheint etwas durch, das sonst nirgendwo zu finden ist und es ist keine gute Charaktereigenschaft, die hier zu Tage tritt. Eher wirkt es wie Überheblichkeit.

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      @Serienfan,

      es zwingt dich auch absolut niemand diese Hinweise aufzunehmen. Du kannst einfach deinen elitären Scrollfinger einsetzen und weiter deine arroganten Kommentare zum Thema rausblöken. Ich hätte damit absolut kein Problem. Ansonsten schau ich momentan tatsächlich wieder Star Trek und zwar Ent und DS9 im Review, dazu Kingdom, Castlevania, Altered Carbon (und Resleeved) sowie Bonding. Und wenn dich das nicht interessiert ist mir das tatsächlich scheissegal.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Beschwerden

      liebe poster … hier und im vorhergehenden klapo beitrag hat sich inzwischen ein ton eingeschlichen, den ich als zukunftia frischling (erst ab discovery dabei) sonst nicht kenne.

      „scheissegal“ gehört hier einfach nicht hin und wenn jemand etwas anderes meint, ist mir das scheissegal!

      jegliche beschwerden über überheblichkeit und gereiztheit in irgendwelchen posts sind per pilznetzpost an das corona virus zu adressieren … hier gehören sie nicht hin.

      im übrigen sind satire (die gab es früher auch in den kommentaren) und überheblichkeit untrennbar miteinander verbunden, schließlich verfügt der satiriker über kenntnisse, die der dämliche leser nicht hat.

      um mit g.g.hoffmann zu sprechen: man kann das natürlich auch ganz anders sehen und ob 12 oder 25 jahre – wissenschaft ist letztendlich auch nur eine meinung.

      amen und aus.

      rücksturz zur erde mit jeannie faktor 3.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      „Scheißegal“ ist tatsächlich keine Floskel, die ich als Drehbuchautor für Zukunftia-Dialoge wählen würde. Ich habe mal kurz in die „Franchise-Bibel“ zu unserer Webseite geschaut. Da, wo quasi der allgemeine Stil für unsere Seit… „Serie“ festgelegt wird.

      Und da wurde vom großen Gene Klappenberry im Jahre 2001 festgelegt (bereits aus altdeutscher Schrift übersetzt):

      „Es empfiehlt sich stets, als geistreiche Replik eine Gleichnis, eine Parabel oder eine unterhaltsame Geschichte anzubringen. So ist es z.B. empfehlenswert, statt ‚du arroganter Spast‘ so etwas zu erwidern wie: ‚Ich bin mir nicht sicher, ob du mit Tuvok verwandt bist, aber ich habe unlängst etwas von ihm in dir erhascht‘. Gerne darf dies auch mit einem ironischen ‚Sie Unhold‘ oder ‚Wüstling!‘ unterstrichen werden.“

      Weiter heißt es:

      „Arroganz und Besserwissertum sind ERWÜNSCHT, muss man sich aber verdienen. Und so sei es, dass jene gefeiert und lobpreist werden, welche die anderen Kommentatoren der Dumm- und Borniertheit überführen, ohne selbst einen einzigen (sichtbaren) Stein geworfen zu haben.“

      In Kapitel II kommt dann noch was über „dicke Hupen“ und „nackte Weiber“, aber das hatte Gene Klappenberry wohl nur eingebaut, weil Sparkiller damals noch heterosexuell war.

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      Kapitel 2 gefällt mir gut aber dass Sparki nicht mehr Hete ist ist doch nur ein fieses Gerücht.

      Antworten
    • Skapo sagt:

      „dicke Hupen“ und „nackte Weiber“…
      Sind das nicht die Stichworte die Du manchmal für BergH fallen lässt? Damit der als treuer Leser „bei der Stange“ bleibt?

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Um es mit den Worten eines sehr weisen Mannes (Donald Trump) auszudrücken:

      „Ich bin ein sehr großer Fan von BergH. Er macht einen phantastischen Job, einen wirklich unglaublichen Job. Ich kenne ihn lange und alle, die mich kennen, können bezeugen, wie phantastisch der Job ist, den er macht. Er mag nackte Frauen und/oder Kleiderständer mit weiblichen Rundungen. Das ist okay. Jeder mag nackte Frauen. Das ist okay, das ist phantastisch, das ist unser Job!“

      Ich wollte eigentlich noch was dazu schreiben, dass ihr alle mal (wieder) netter zueinander sein sollt, aber das MUSS ich ja eigentlich nicht. Um das zu erkennen reicht es ja schon aus, wenn einige oben noch mal reinlesen und sich darüber klar werden, dass ihre Meinung objektiv FALSCH und unzulässig war.

      Vor allem die, die MICH kritisiert. Falls da irgendwas in der Art dabei war.

      Ich kann nämlich nicht mehr seitenlang Kommentare nachholen, seitdem mich „Picard“ und Star Wars so sehr verblödet haben, dass ich die Pro-Kommentare ernsthaft(!) nicht mehr kapieren kann.

      Das liest sich für mich neuerdings irgendwie alles so:

      „Die neuen Sachen sind nicht schlecht, weil früher auch ALLES schlecht war. Niemand würde z.B. eine Raumstation ernsthaft ‚Todesstern‘ nennen, Leute! Tjahaa, gar nicht schlecht von mir erarbeitet, oder?“

      Oder auch:

      „Es gibt keine ‚woken Serien‘, der Grund, dass Männer neuerdings den Frauen die Schuhcreme ablecken, ist rein auf die geschmackliche Veränderung von brauner Lederpflege zurückzuführen.“

      Ich muss aber auch gestehen, dass ich im Moment immer sehr müde bin. Muss dieses Kurkuma-Virus sein.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Hier tritt wieder ein bekanntes Missverständnis zutage. Niemand hat behauptet, die neuen Sachen seien deshalb nicht schlecht, weil frühere Serien ja auch schon entsprechenden Unsinn gezeigt hätten.

      Vielmehr wurden hier mitunter Vergleiche mit den älteren Serien gezogen und behauptet, dieses und jenes habe es früher nicht gegeben, weshalb es damals besser gewesen sei. Das war in vielen Punkten nachweislich falsch.

      Unabhängig von unzutreffenden Behauptungen und verklärenden Lobhudeleien über die alten Serien kann man selbstverständlich der Auffassung sein, DSC und PIC seien für sich betrachtet Müll und schlecht geschrieben.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      „Vielmehr wurden hier mitunter Vergleiche mit den älteren Serien gezogen und behauptet, dieses und jenes habe es früher nicht gegeben, weshalb es damals besser gewesen sei. Das war in vielen Punkten nachweislich falsch.“

      Ich glaube, dass das hier niemand jemals BINÄR betrachtet hat?

      Also nie nach dem Motto: „Früher war ALLES toll“ oder „Früher hat es unlogische Dinge NIE gegeben“.

      Ich habe das stets so verstanden, dass es um die MENGE an Unsinnigkeiten ging. So kann man natürlich durchaus sagen, dass Picard FRÜHER schon unzureichend gezeichnet war (z.B. in den Filmen anders als in Staffel 1+2).

      Aber musste man früher noch 5 bis 20 Jahre warten, um festzustellen, dass er Kinder „jetzt lieber mag“ oder Jean-Luc plötzlich „Explosionen/Waffen mehr gerne hat als damals“, so kann man heute halt im 5-Minuten-Takt zusehen, wie eine Figur von „Genie“ zu „hirnverbrannt“ und wieder zurück wechselt.

      Klar, natürlich gab es das DAMALS auch schon. So bin ich z.B. fest davon überzeugt, dass Riker in Staffel 1 von TNG ein wahnsinniger Irrer war, der aus einer Nervenheilanstalt entkommen ist (man beachte nur die seltsamen Zuckungen, wann immer etwas Ungewöhnliches geschieht). Aber ob man das nun mehrmals pro Staffel erlebt oder sich jemand alle paar Minuten „seltsam“ verhält, ist doch ein Unterschied?

      Von daher kann ich diese binäre Sichtweise selten nachvollziehen. So nach dem Motto: „Was stören euch 20 Folgen mit Pilzantrieben, wenn Picard einmal mit der GEDANKENKRAFT vom ‚Reisenden‘ durchs Universum gebrettert ist?“

      Ich mag ja ein völlig weirder Typ sein, aber der Unterschied zwischen 20 und 250 Minuten von … halt IRGENDWAS erscheint mir immer noch ein Deutlicher zu sein.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Ich glaube, wir reden aneinander vorbei. Ich widerspreche Dir gar nicht. Ich habe nur kritisiert, dass hier immer wieder einzelne Aspekte und Szenen der neuen Serien als beknackt hervorgehoben wurden (das ist in Ordnung) und gleichzeitig behauptet wurde, so etwas Bescheuertes habe es früher nicht gegeben (was oft falsch war).

      Erst gestern habe ich DS9: Heilige Visionen (5×10) gesehen, welche vielerorts als ein Highlight der 5. Staffel gelobt wird. Ich habe mir andauernd DSC-Charaktere mit diesen Dialogen vorgestellt, allen voran Burnham anstatt Sisko. Die Episode ist ein komplettes Drehbuchdesaster und bekäme als DSC-Folge wahrscheinlich nicht einmal einen halben Stern.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      „Ich glaube, wir reden aneinander vorbei.“

      Ich möchte sogar darum bitten! Alles andere würden mein Hirn explodieren lassen.

      „Ich habe mir andauernd DSC-Charaktere mit diesen Dialogen vorgestellt, allen voran Burnham anstatt Sisko. Die Episode ist ein komplettes Drehbuchdesaster“

      Da ich neuerdings Wert auf Quantifizierung lege (auch, um nochmals meinen obigen Punkt hervorzuheben):

      Ich nehme an, in dieser DS9-Episode gibt es fünf schräge Dialoge und zwei etwas seltsame Entscheidungen?

      Ist das vergleichbar mit den fünfzig schrägen Dialogzeilen und den zwanzig seltsamen Entscheidungen pro Picard/STD-Folge?

      Und ich übertreibe hier noch nicht mal böswillig. Ich saß ja früher – in den 90ern – auch oft da und dachte mir mehrmals pro Folge „Das können die doch nicht ernst meinen“, immer davon ausgehend, dass es nicht viel schlimmer kommen kann.

      Doch neuerdings habe ich das Gefühl so schnell & oft, dass mir die damaligen Kritikpunkte fast lächerlich erscheinen.

      Das geht schon bei so kleinen Unsauberkeiten los. Zum Beispiel, dass Dr. Jurati nach mehreren Tagen im Raumschiff behauptet, sie hätte da noch „kein Fenster“ gesehen – vermutlich immer im Flur geschlafen? Hatte sie kein Quartier wie das befensterte, das z.B. Rios besitzt?!

      Und solche Dinge gibt es halt ständig. Wer sagt, dass es das FRÜHER nicht gegeben habe (wer war das hier doch gleich? Serienfan? JP1957? Die anderen?), irrt natürlich.

      Oder diese Person hat sich im Rahmen einer argumentatorischen Zuspitzung erlaubt, die anderthalb Fälle außen vor zu lassen, in denen Worf den Fahrstuhl nicht gefunden hat. Niemand hat doch ernsthaft behauptet, dass es dümmliche Dinge damals zu 100% und nie-nie-niemals-nicht gab. – Was man ja auch gar nicht kann.

      So habe ich jede ST-Folge mehrmals gesehen (bis auf ENT und Voy) und erinnere mich trotzdem nicht an alles.

      Antworten
    • Zuse sagt:

      Neuer ist besser, wie wir bei How I Met Your Mother gelernt haben: Der 2-Jahres-Rachenputzer schlägt den 18-Years-Single-Malt, oder nicht?

      Genau: NICHT!

      Wenn ABC in Serie XYZ scheiße war, warum muß dann in der darauf aufbauenden Serie 123 987 noch scheißier sein?

      Ich als denkender Mensch würde sagen: Nö, man könnte daraus lernen und das besser machen (wie The Orville). Oder man klatscht Schrott in die Welt wie SW 7-9 und neues Trek.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Klapo

      Ach so. Du meinst, Doofheit käme im Newtrek gehäufter vor als früher. Ich bin mir nicht sicher. Man hat ja bislang nur den Ersteindruck von relativ wenigen Folgen. DSC und PIC zusammen genommen noch keine 40 Episoden aus drei Jahren. Anscheinend bin ich auch der einzige hier, der die beiden DSC-Staffeln nebst Bonusmaterial auf Blu-ray noch ein zweites Mal geschaut hat. Und man sieht – wie bei den anderen Serien auch – mit ein wenig Abstand und weniger Erwartung über manches beim zweiten Mal hinweg und kennt bereits die Zusammenhänge wie auch die Charaktere besser.

      Wenn man einmal ganz nüchtern die Geschichten und Dialoge betrachtet und sich als Episode einer der anderen Serien vorstellt, ist das oftmals gar kein großer Unterschied. Ich glaube den Schauspielern, einschließlich Patrick Stewart, sogar, dass sich das auf dem Papier vielfach „clever & smart“ liest.

      Die Probleme liegen daher aus meiner Sicht nicht vorwiegend in den Skripts und schon gar nicht in der wie immer ausgesprochen liebevollen sowie detail- und kenntnisreichen Ausstattung (hier lohnt sich wirklich ein Blick in die Blu-ray-Specials), sondern in der furchtbaren Inszenierung und den teilweise grauenhaften Schauspielern, allen voran Sonequa Martin-Green, aber auch Anthony Rapp. Zudem stimmt das Pacing der Serien nicht. Vieles wirkt an den falschen Stellen entweder zu langsam oder zu gehetzt.

      Wenn etwa Burnham mit gewohnt tränenverschleierten Augen „stundenlang“ Saru versichert, er sei der mitfühlenste und geilste Typ ever, obwohl die beiden sich kaum kennen, oder Sarus Steinzeitschwester mal eben lernt, ein Shuttle zu fliegen, dessen Technik ihrer geistigen Entwicklung und Bildung um Jahrtausende voraus ist, wirkt das – zumindest so wie es inszeniert ist – nur so mittelgut. Ähnlich hat man in „Into Darkness“ Kirk und Spock die umgekehrte Sterbeszene aus ST2 nicht abgenommen, weil sie ohne entsprechende Vorentwicklung stattfand.

      Das haben wir aber auch häufig in den alten Serien. Es liegt also an der Art der Inszenierung, die den Charakteren völlig übertriebene und unveranlasste Gefühlsausbrüche abverlangt. Die Charaktere der alten Serien waren – im wahrsten Sinne des Wortes – cool, während man heute keine Episode mehr ohne acht Liter Tränen inszenieren kann. Sicher, auch früher hat Janice Rand mal geschluchzt. Aber dann hat Kirk ihr den Po getätschelt und alles war wieder gut. Troi war ständig von Gefühlen überwältigt – deshalb auch kein Fanliebling und Ziel von Spott -, wirkt im Vergleich zu Burnham aber wie ein Hort an Stabilität.

      Wenn in DSC oder PIC etwas Emotionales passiert, müssen stets die Gesichter ALLER Crewmitglieder abwechselnd gezeigt werden, damit der Zuschauer auch weiss, das jetzt alle gleichermaßen berührt sind. Das geschieht ungefähr fünf Mal pro Folge und hat das Potential eines running gags wie „Riker sits down“.

      Das ist aber nur Ausdruck einer allgemeinen Entwicklung in Filmen und Serien und fiel auch bei Star Trek nicht vom Himmel. Allerdings wirkt der Bruch noch einmal besonders stark, weil es eine 12-jährige TV-Pause gab. Wäre nach ENT bis 2017 lustig weiter durchgefilmt worden, würden wir vermutlich auch einen schleichenden Qualitätsverlust beklagen (wie schon zwischen 1993 und 2005), hätten das aber nicht als so starken stilistischen Einschnitt empfunden.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @ggh

      „Wenn in DSC oder PIC etwas Emotionales passiert, müssen stets die Gesichter ALLER Crewmitglieder abwechselnd gezeigt werden, damit der Zuschauer auch weiss, das jetzt alle gleichermaßen berührt sind. Das geschieht ungefähr fünf Mal pro Folge und hat das Potential eines running gags wie „Riker sits down“.

      Das ist aber nur Ausdruck einer allgemeinen Entwicklung in Filmen und Serien …“

      das ist dann der punkt, wo man hilflos die arme in den himmel streckt und verzweifelt aufseufzt. darum ging es neulich schon einmal und als ob all die guten argumente gegen diese absurde these nie genannt worden wären, behauptet ggh ungerührt erneut dasselbe.

      ich verzichte jetzt auf die aufzählung all der – erfolgreichen und preisgewürdigten serien der letzten 15 jahre – die die aussage widerlegen und verweise nur auf den absoluten höhepunkt von „show, don`t tell“ in The Crown, wo eine einzige Träne von Queen Elizabeth eine ganze Szene füllte.

      im übrigen: auch in den 80ern und 90ern gab es – im gegensatz zu tng – schrottserien, in denen dauernd geheult und betroffen geguckt wurde.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Ja, Jay-P. Ich habe auch die ganze Zeit gedacht: „Weshalb ist Burnham nicht ein bisschen mehr Elizabeth II.?“

      Und ich fand „Marriage Story“ auch viel geiler als „Star Wars 9“, weil Kylo Ren in dem Ehedrama kein Lichtschwert hatte.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @ggh

      da bin ich ja beruhigt.

      ich werde also nie mehr hören müssen, dass picard und discovery in den charakter- und gefühlsszenen deshalb so schwach sind, weil es halt einen allgemeinen qualitätsverlust in filmen und serien seit den 90ern gibt.

      bin stolz auf dich!

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Offen gestanden, JP, fand ich auch „Sex and the City“ besser als ENT. Habe mich immer gefragt, weshalb Hoshi und T’Pol so wenig über Anal- und Oralverkehr plaudern. Das wäre, äh, deep gewesen.

      Auch war „Ally McBeal“ eindeutig tiefsinniger als VOY und „Fackeln im Sturm“ realistischer als TNG. Die „Bill Cosby Show“ war zur gleichen Zeit sogar wesentlich lustiger. Und ALF war viel schlagfertiger als Jay-Al und hatte mehr Haare.

      So gesehen war Star Trek eigentlich schon immer schlechter als andere Serien, die zeitgleich liefen.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @ggh

      es ist wirklich hoffnungslos. da formuliert er

      „Das ist aber nur Ausdruck einer allgemeinen Entwicklung in Filmen und Serien …“

      und dann soll es anscheinend doch nicht a l l g e m e i n sein, sondern sich nur auf ein genre beziehen.

      oder wie oder was?

      Antworten
  9. Grinch1969 sagt:

    Star Wars war schon immer eine ziemlich fleischlose Geschichte die auch durch Episode 5 und 6 nicht besser wurde und die Macht war schon immer genau das was gerade gebraucht wurde. Das einzig interessante an SW sind die Fans die sich imposant und fuchteinflößend immer wieder dieselben Geschichten erzählen wie genial diese Filme doch gewesen wären. Bei genauerem hinsehen ruckelts da aber an ziemlich vielen Stellen. Angefangen bei eher mäßigen Schauspielern (Hamill und Fisher) und einigen schnellen Anpassungen in Ep. 5 und 6 in Bezug auf Familie und Beziehungen um vermeintliche „Tiefe“ in die Geschichte zu bringen. Die Episoden 1 bis 3 und 7 bis 9 haben nie existiert. Lasst uns passieren, wir sind nicht das gesuchte Review….

  10. bergh sagt:

    tach auch !

    das es meine Verehrung weiblicher Schönheit so weit gebracht het. [Träne im Augenwinkel zedrück]
    Zum Film ist alles Wesentliche gesagt.

    Zu den Tipps zu SF.
    Ich will gant unbedingt Tipps dazu.
    Es gibt so wenig Gutes.
    Arrival war seit langem mal ei Film der mich umgehauen hat.

    Ansonsten: russische SF ? Da fällt mir Saljut 7 ein. Sowas wie Apollo 13 auf russisch mit Happy End.
    Der war sauspannend und gut. Beruht allerdings zum Teil auf einer wahren Geschichte, also eher eine biographische , Dokumentation ;-)

    Im Gegensatz zu GGH bin ich allerdings der Meinung, dass es schon an den Scripten liegt. Wenn Schreiberlinge visuelle Bilder malen,
    kommt meistens Mist dabei raus. So wie STD und STP.
    Von der Inszenierung und dem Pacing will ich gar nicht mal reden, da gehe ich mi t GiGi konform.

    Gruss bergh

    P.S. Ich stehe gar nicht so auf Grosse H….. Vom ästhetischen her sind die meist mit 9,81 m/s^2 gestraft.(nicht mir zwei ff lesen :-) ) Aber wie angedeutet kann mich weibliche Schönheit schon mal von den Schwächen einer Serie eines Films ablenken. Manchmal glaube ich , dass das von den Macher so gewollt ist.
    Wenn aber übertrieben wirdund es gepresst wirkt werde ich das weiter beanstanden. Kelly gepress Ihr versteht?.

    • Kazairl sagt:

      Attraction 1 und 2 seien dir empfohlen wenn du wirklich gute russsische Scifi gucken willst (beide müssten bei Amazon Prime zu finden sein). Zu sehen ist eine Mischung aus District 9 und Indepencene Day, nur ohne die Bay typischen Zerstörungen und eben im modernen Russland angesiedelt.

      Antworten
  11. Zuse sagt:

    WallofText = Unlesbar = ungelesen.

    Was soll so ein Scheiß?

    Sagt, was Ihr wollt in Form, die man lesen kann.

    KISS

    Keep It Small and Simple!

  12. bergh sagt:

    tach auch !

    Sagt, was Ihr wollt in Form, die man lesen kann.

    Zuse mach den Kopf zu !

    :-)
    So recht ?

    Gruß BergH

  13. G.G.Hoffmann sagt:

    Ich finde nicht, das Star Wars bereits auserzählt ist. Ich würde mir eine vierte Trilogie wünschen. Es gäbe noch so viele gute Ideen:

    Der Imperator wurde nicht wirklich von Rey besiegt, sondern nur ein Klon. Der Echte hat einen neuen Todesstern bauen lassen. Allerdings nicht in der Größe eines kleinen Mondes, sondern in der Größe eines erdähnlichen Planeten. Den haben 500 Millionen Androiden in der Rekordzeit von 3 Jahren aus dem Material… egal. Jedenfalls ist das Imperium wieder da und besitzt zusätzlich 40.000 (!!) Sternenzerstörer mit 1 Million (!!!) Jägern und 4 Millionen Sturmtrupplern.

    Aber Rey entdeckt fernab einen Planeten, auf dem 200.000 Jedi überlebt haben. Diese haben gemeinsam weitere Jedi-Superkräfte entwickelt und können fliegen, sogar im Weltraum. Und mehrere Wochen die Luft anhalten und die Körpertemperatur halten. Die Jedi fliegen also der Flotte des Imperiums entgegen und schneiden mit ihren Lichtschwertern Löcher in die Brücken der Sternenzerstörer, so dass alle „Bösen“ hinausgeblasen werden. Die Waffen des Imperiums können ihnen nichts anhaben, weil sie einen körpereigenen Abwehrschild entwickelt haben. Darth Vader (Machtgeist) ist machtlos gegen Luke Skywalker (Machtgeist). Die epische Schlacht dauert auf der Leinwand 57 Minuten und wird ausschließlich per CGI am Rechner erstellt.

    Fände das super geil. Vielleicht könnte auch Patrick Stewart ein Cameo bekommen.

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