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„Avengers: Infinity War“ – Die Kritik für Tausend Helden

„Avengers: Infinity War“ – Die Kritik für Tausend Helden

Und weiter geht es im beliebtesten Genre aller indischen Spezialeffekte-Studios. Eigentlich wollte ich ja ab jetzt nur die Hälfte aller Marvel-Filme reviewen, was jedoch – nach einer kurzen Release-Zählung der letzten beiden Jahre – trotzdem drauf hinauslief, dass ich mehrere Filme im RÜCKSTAND war. Aber okay, immerhin geht es hier ja um einen Schurken, der das Schicksal des Universums bedroht… Wann hat man das zuletzt gehört, frage ich die Taubstummen unter euch?

INFORMATIONEN:

Regie: Anthony Russo
Jahr: 2018
Budget: 300 Mio Dollar

Poster
Das dreckig-gelackte Drei-Dutzend

Inhalt: Nach 97 Filmen und doppelt(?!) so vielen Abspann-Auftritten ist es nun soweit: Onkel Thanos greift die Avengers an, um sich die letzten Infinitysteine zu holen, die grenzenlose Macht versprechen. Schnell teilen sich alle unsere Helden in 4 bis 8 Gruppen auf (nicht nachgezählt; irgendwo dazwischen wird schon passen?), um verschiedene Dinge zu erledigen.

Doch schon zu Beginn wird die Riege der Helden gewaltsam ausgedünnt…

Besprechung:

Egal, was man von Superhelden, gottgleichen Infinitialrechnungs-Steinen und Bösewichtern mit hodenförmigem Kinn hält: Bevor wir hier in die Tiefen der Kritik einsteigen, muss man erst einmal anerkennen, wie viel Arbeit es kostet, drei Dutzend „Helden“, ein Dutzend Handlungsorte und mehrere große Kämpfe überhaupt irgendwie zusammenzuprokeln. Denn die Fragen „Warum sind die alle so verteilt?“ oder „Warum macht X nicht einfach sofort Fähigkeit Z?“ stellen sich tatsächlich nicht sooo oft, wie man es bei einem explosionsgewordenem Tourettesyndrom wie diesem erwarten könnte.

„Er kommt bald zu uns, der Stärkste der Starken!“ – „Ja, er ist rosa und trotzdem ganz hart!“ – „Wäre er noch mächtiger, müsste man eine US-Militärschule nach ihm benennen!“ – Die alten Sprüche aus der Fisherman‘s Friend-Reklame sind auch diesmal wieder geeignet, uns den Antagonisten vorzustellen.

Bei aller Häme, die wir hier sonst an den Tag legen („Haha! In dem Umhang sehen die alle aus wie Julius Cäsar. LOL!“), muss man den Autoren, Script Doctors und anderweitig Schizophreniegefährdeten hier erst mal ein Lob aussprechen. Hier ist verdammt viel Eddingfarbe am Flipchart des Writers‘ Room heruntergeflossen. Und obwohl inhaltlich so viel Zeug zusammengeschmissen wurde, dass man nach dem Zuschauen verdammt nahe an den Burnout rückt (*Benzin über sich schütt*), greift alles ganz passabel ineinander. Okay, die Geschwindigkeit, die Art, Form und visuelle Umsetzung des Ganzen ist sicherlich gewöhnungsbedürftig. Und ja, wir reden hierbei von jenem gewohnten „gewöhnungsbedürftig“, das sich im Internet schnell in Hitlervergleichen und Aluhut-Diskussionen hineinsteigert.

ABER: Irgendwie hatte der Film mich dann doch. Das liegt aber ausnahmsweise nicht an den rasanten Kämpfen, nicht an den (diesmal) ganz guten Spezialeffekten und nicht an den ironischen Sprüchen von Star-Lord oder Iron Man. Nein, er funktioniert, weil hier Charaktere tatsächlich sterben. Teilweise einfach so, mit einem sprichwörtlichen oder auch ganz realem Fingerschnippen. Und das fügt dem ganzen Gekloppe, Gestöhne und Familiengequatsche erstmals auch eine gewisse Relevanz hinzu. Selbst, wenn im nächsten Film in Zeitlöchern rumgestochert werden sollte, um alle wieder aufstehen zu lassen („Ach, der drölfte Stein macht den Tod … äh… tot? Das hätten sie doch eher sagen können, Doctor Strange!“), so stehen gewisse Momente hier auch erst mal für sich. Und für dich. – Ja, für uns alle, denen die Unverwundbarkeit der Helden seit anderthalb Jahrzehnten mächtig auf die Zwiebel geht.

Der Tag, an dem „8×4“ nicht nur der Name für eine Deodorant war: Diese Liste ist nicht gaaanz korrekt, was ich allerdings erst nach einer kurzen Google-Recherche genau wusste. Es wäre durchaus möglich gewesen, dass Ant-Man und Hawkeye mitspielen, ich es aber nicht bemerkt habe. – Im Ernst, fängt es SO an, bevor man irgendwann sinnfrei den Küchenherd anmacht und ohne Hose durch den Park geht? Bitte sagt mir, dass meine Verwirrung nur so ein Marvel-Ding ist!

Okay, man muss nicht jeden Ort der Geschichte mögen. Zum Beispiel fand ich Tyrion (Peter Dinklage) in der Rolle des Riesen(!) mit eigener Zwerg(!)sonne(?!) eher doof statt kultig. Und auch wenn Thor ein paar Bänke (oder Banken) im Fitnessstudio mehr stemmen kann als der muskulöse Durchschnittsarnold, so bezweifle ich doch, dass er die Karussell-Raumstation um diesen Stern mit reiner Muskelkraft wieder zum Laufen bringen kann. Aus dieser Szene suppte tatsächlich schon mehr Autorenverzweiflung als bei mir gerade, wenn ich versuche, das Gesehene vernünftig zu beschreiben. – Im Ernst, die Raumstation WAR doch ein großes Karussell, oder?

Und auch bei der finalen Schlacht um Anakonda (oder wie diese Black-People-City doch gleich heißt) hätte man vielleicht auf ein paar ablenkende Kleinigkeiten verzichten können. Wobei ich hier allerdings schon wieder verstehe, dass man ein paar tausend Hundealiens(?) und wildgewordene Schaufelrad-UFOs(?) durchs Bild rollen musste. Schließlich hätte man sonst nicht noch mal alle Helden mit ihren Fähigkeiten gesehen – und Thor etwas zu schnell am Ort des wirklich finalen Kampfes. Zu sehr darf man aber ab diesem Zeitpunkt eh nicht mehr drüber nachdenken, denn Thanos hätte mit seinem Realitätsstein einfach selbst reinspazieren und sich den letzten Klunker holen können. Kann mir doch keiner sagen, dass der sich nicht unter dem Schutzschild durchbuddeln konnte. („Ich bin nicht der Oberschurke, den ihr sucht!“ *Jedi-Geste vor Wachleuten mach*)

Doch halt! Ich will hier nicht in Logikdiskussionen abdriften. Das wäre in etwa so sinnvoll wie im Hallenbadbecken seine Füße zu föhnen. Und zum ersten Mal seit Langem habe ich dazu auch keine LUST. Was man dem Film auch irgendwie als Verdienst anrechnen kann. So eine „If / When“-Denkschleife in meinem Gehirn röstet sich ja auch nicht von alleine.

„Dank der Macht der Infinity-Steine werde ich dich so sehr schlagen, dass du … dass du … für 2 Minuten K.O. bist, während ich die anderen Helden für 2 Minuten K.O. schlage!“ – Infinity Time Management: In zig Szenen verpasst es Thanos irgendwie, die schwächeren Helden einfach zu zerbröseln. Aber vielleicht dachte er auch einfach, dass er einen verkleideten Kasper doppelt sehen würde? – Oder halt dutzendfach…?

Natürlich müssen wir auch den Elefanten(-Man) im Raum ansprechen. Nämlich das Problem, dass so viele Figuren mitspielen, dass die Schicksale nur im Telegramm-Stil besprochen werden können: „Meine Hulkfähigkeit ist kaputt STOPP! Wir müssen reden STOPP!“ – Das führt unter anderem dazu, dass der Tod eines Charakters zu Beginn (der lustigerweise mein Liebling war; wegen seiner Lustigkeit!) völlig in Vergessenheit gerät und vom einem bestimmten Helden nicht mehr groß beweint oder mit Sprüchlein garniert werden kann. Wobei man durchaus erwähnen sollte, dass Waschbär Rocket hier den intimsten und nachdenklichsten Dialog des Filmes halten darf. Wohlgemerkt: Ein CGI-Waschbär, der einfach an den richtigen Momenten ratlos dreinblickt! Nur gut, dass Stanley Kubrick das nicht mehr erleben muss…

Wenn man sich aber erst mal von dem Gedanken löst, dass jede Figur hier ausreichend beleuchtet werden soll, hat man überaus kurzweilige 2,3 Stunden vor sich. Hier geht es eben nicht mehr pseudomäßig um die Last der Vergangenheit (= Mein Vater wurde getötet, deshalb muss ich heute alle verkloppen!“), sondern ganz konkret um die pseudomäßige Last der Zukunft (= „Wenn ich meinen Vater nicht verkloppe, werden ALLE getötet!“)… Das sind nur marginale Unterschiede, aber dennoch genug, um hier emotional etwas mehr zu empfinden. Spätestens, wenn Thanos die Zeit und die Realität(!) ändern kann, ist man schon deswegen gespannt, weil man wissen will, wie sich die Autoren rein handwerklich aus dieser „Hier hilft auch kein Kloppen mehr“-Zwickmühle rauszwacken. Das triggert bei mir eine Neugier, die deutlich über die Kindergarten-Story mit all ihren Bauklotz-Subplots hinausgeht.

Tiefsinn kann ich der ganzen Story wirklich nicht bescheinigen. Die Motivation des Bösewichts lautet z.B. „Wenn die Hälfte tot ist, sind alle anderen froh“. Okay, das könnte ich höchstens verstehen, wenn wir uns über einem begrenzten Raum unterhalten würden. Mit sehr schlechtem Düngemitteln und extrem unmotivierten Landwirten. Da wir hier aber zig Planeten sehen, die so weit entwickelt sind, dass der Spruch „Unser Volk braucht Raum!“ nur fragendes Kopfschütteln hervorrufen dürfte („Na, dann flieg halt mit deinem Raumschiff weg?“), wirkt das Überbevölkerungs-Argument von Thanos gleich doppelt lahm. Auch wenn er natürlich zig Beispiele aufbietet, die ihm die Autoren freundlicherweise aufgeschrieben haben – Elba V! Kreptzpopel! Schnortz IV!

„Hey, wer seid ihr Clowns denn?“ – „Treppen reparieren können die jedenfalls nicht.“ – „Auch nicht der Typ in dem Eisenanzug?“ – „Ich mach DICH gleich zur Treppe, Schwarzlöckchen!“ – Noch so ein Spruch, Figurenbruch: Eigentlich sind die Vorstellungsrunden zwischen den Helden, die sich noch nicht kennen, auf eine nette Art doof. Das hat die deutsche Bud-Spencer-Synchro damals auch nicht anders gelöst. Und für alle anderen Adjektive als „doof“ ist bei Infinity War eh keine Zeit…

Aber immerhin HAT Thanos überhaupt ein Motiv! Tatsächlich schafft man es diesmal, dem doofen Antagonisten ein paar nette Facetten abzuringen. Er darf z.B. weinen, sich um ein Kind kümmern und um seine Ideen werben. Das ist natürlich alles oberflächlich und „marvelistisch“, aber wer diesen Fiesbold ablehnt, weil ihm seine Ideen zu behämmert erscheinen, müsste nach dieser Logik eigentlich auch zum Holocaust-Leugner mutieren. Von daher: Thanos ist der beste Marvel-Bösewicht bisher. Mit Abstand. Seine religiöse Verblendung ist einfach glaubwürdiger als 24/7-Wutausbrüche und lautes Rachegeschrei. Hier hat man von den 300 Millionen Dollar Produktionskosten endlich mal 20 Dollar (= geschätzter Wert) sehr gewinnbringend in Zusatzdialoge investiert.

Da verzeihe ich dann auch, dass ich bis heute nicht weiß, was dieser rote Vision-Charakter jetzt eigentlich drauf hat (ist „Opferschaf“ eine gültige Berufsbezeichnung?), warum Scarlett Johansson ihren zweiten Gesichtsausdruck schon wieder zuhause vergessen hat oder warum der sterbende Heimdahl (Sorry, war‘n Spoiler) genau wusste, dass er Hulk im Haus von Doctor Strange absetzen musste.

(Auf die vollständige Aufzählung der weiteren Einträge meiner Liste „Warum man Infinity War definitiv auch scheiße finden kann“ verzichte ich an dieser Stelle. Kann ja sein, dass ich mal wieder eine Buchtrilogie plane…)

„Groot, nimm die Beine vom Sitz! Willst du da etwa Wurzeln schlagen?“ – Die Guardians of the Galaxies lassen mich hier etwas ratlos zurück: Einerseits verhalten sie sich hier wie die letzten Vollhonks, auf der anderen Seite aber wie ganz normale Irrenanstalt-Insassen auf dem sonntäglichen Freigang. Aber warum sollte es einen über Gebühr stören? Die sind ja „nur“ 16,6667 Prozent des Casts.


Fazit: Ein Film, der bei weitem nicht perfekt ist. Jedoch vermeidet er die üblichen Kritikpunkte der anderen Marvel-Marshmellows und verzichtet auf lachhafte Spezialeffekte („Age of Ultron“), vergessenswerte Gegenspieler (wie beispielsweise … äh… keine Ahnung?) oder uncoole Wiederholungen (Loki verarscht alle; Hulk rettet immer den Tag). Kleinere Durchhänger und Streckungen gibt es zwar haufenweise, aber am Ende fühlt sich die Story dann doch relevant an. Was zu 90% an dem recht düsteren Ende liegt…

Im Ernst, das ist sooo düster, das kann unmöglich so bleiben! (*Realitätsstein warm rubbel*)

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

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Artikel

von Klapowski am 14.09.18 in Filmkritik

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Kommentare (14)

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  1. hitzestau sagt:

    Auf die Frage woher Heimdahl weiss, wohin er Hulk schicken muss… schau Dir mal den Film Doktor Strange an, der übrigens überraschend gut ist, dort die liegt die Antwort der Frage verborgen.

    • Klapowski sagt:

      Ah, okay. Den habe ich sogar gesehen, aber wie das bei Marvel-Filmen so ist: Man vergisst die Details sofort wieder, wenn man nicht den ganzen Tag im Hulk-Kostüm rumrennt („Hihi, guck mal! Einfach so lange nicht gewaschen, bis ich grün wurde!“). Aber irgendwas war da kurz mit den Thor-Leuten, stimmt schon. – Klingelstreich?

      Entgegen BergHs Meinung denke aber trotzdem nicht, dass man alle Filme gesehen haben muss. Ich gehe sogar so weit, dass es pupsegal ist, in welcher Reihenfolge man die Dinger schaut. Die persönliche Motivation wird einem sowieso noch mal zu Beginn erklärt („Welt retten!“), wenn sie denn nicht völligst selbstverständlich ist („Tothauen statt totgehauen werden.“)…

      So werde ich demnächst auch erst mal „Black Panther“ nachschieben, zu dessen Vorgeschichte ich bei „Infinity War“ auch keine offenen Fragen hatte. Der ist halt schwarz und haut Leuten aufs Maul. Mir hat da inhaltlich wenig gefehlt.

      Antworten
  2. bergh60 sagt:

    tach auch !

    Und das ist mein größter Kritikpunkt an den Marvel Filmen.
    Hat man einen verpasst, versteht man die Motivation, Handlung, wasweissdenn ich beim nächsten Film nicht.
    Ob das Absicht ist, um mich immer wieder ins Kino, Netflix,Prime, wasweissdennich zu locken?

    Gruß BergH

    • Serienfan sagt:

      Ich bin ja immer wieder beeindruckt, dass eine so durchdachte und figuren-orientierte Serie wie „Lost“ immer schwer gescholten wurde, weil die Autoren vielleicht nicht fünfmal ausbuchstabiert haben, warum der steinerne Fuß nur vier Zehen hatte, während den willkürlichen Brainstorm-Marvel-Filmen stets die präziseste Planung und die komplexeste Verbindung unterstellt wird.

      Dabei werden Motive und Beweggründe bei Marvel doch jeden früh neu ausgewürfelt. Nehmen wir allein die wohl durchdachte Grüppchen-Bildung im „Captain America: The Winter Soldier“. Captain America als Ex-Soldat will niemanden, der ihm vorschreibt, was zu tun ist. Ironman als neoliberales Unternehmer will unbedingt einen politischen Zirkel, der ihm sagt, wo es lang geht.

      Wäre natürlich umgekehrt VÖLLIG undenkbar gewesen!

      Und da in den Marvel-Filmen die Figuren im Minuten-Takt dem Goldfisch-Kurzzeit-aufs-Handy-guck-Marvel-Publikum erklären, warum sie gerade was tun, ist es natürlich UNERLÄSSLICH, vorher alle 500 Filme gesehen zu haben, sonst blickt man natürlich nicht mehr durch, weshalb es eigentlich bereits nach zwei Minuten niemanden mehr interessiert, dass Loki jahrelang in der Gestalt von Odin unterwegs war (wo er dann nur ein paar Partys gefeiert hat).

      Also: Wer glaubt, man müsse Facebook komplett von vorne bis hinten lesen, denn nur DANN könne man den hoch wichtigen Beweggründen der Laberärsche auch wirklich gut folgen, der glaubt wahrscheinlich auch, dass man alle Marvel-Filme kennen muss, um „durchzublicken“.

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    • Cronos sagt:

      Nein, nein. Man muss schon alle in der richtigen Reihenfolge anschauen. Sonst kapiert man nix mehr und braucht ein Bier mehr um noch durchzublicken.

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    • Bolleraner sagt:

      Mit Lost habe ich ebenfalls Frieden geschlossen. Seit der Ausstrahlung von Staffel 6 nun zum ersten mal am Stück gesehen. Da gibt es vor allem im Vergleich mit anderen Serien kaum was zu meckern. Natürlich gab’s auch Schwächen, die waren zumeist aber vorübergehend (Beginn Staffel 3) und laut Wikipediaeintrag sogar gewollt.

      Die Serie steht nun (wieder) mit oben dabei in meiner persönlichen Top 3.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Die ausgeklügelte Storyline bei Marvel wird davon bestimmt, mit welchem Schauspieler welche Vertragsverhandlung geklappt hat.

      Das Zusammenwürfeln von möglichst vielen Figuren ist der Versuch, im heutigen Explotation-Kino überhaupt noch so etwas wie einen „Event“ zu schaffen. Es gab im Kino die Monumental-Phase, die Sex-Phase, die Splatter-Phase, die CGI-Phase … und jetzt geht es darum, so viele Figuren wie nur möglich in einem Film unterzubringen.

      Die Idee ist noch nicht einmal neu: https://youtu.be/6KLf-PjcxQg

      Antworten
  3. G.G.Hoffmann sagt:

    So viele „Haupt“-Charaktere in einen einzigen Film zu packen, ist komplett lächerlich. Genauso gut könnte man Star Trek und Star Wars mixen, sämtliche jemals aufgetretenen Figuren aus allen Serien und Filmen in einen Streifen packen und behaupten, jetzt habe man aber den ultimativen Film gedreht, weil jeder einmal 30 Sekunden zu sehen war und zwei Sätze stammeln durfte.

    Überhaupt ist dieser Superheldenquatsch (einschließlich X-Men) tricktechnisch und erzählerisch am Ende. Das ist immer das gleiche in grün (und blau, rot, schwarz, Hauptsache farbenfroh). Wie oft haben wir in den letzten 18 Jahren den ultimativen, wirklich allerletzten, alles Gute und Böse zerstörenden, finalen, finalen, finalen Endkampf gesehen? Mit viel Bumm und Kaputt, herumfliegender Materie in allen erdenklichen Farben und Formen? Und vor allem mit „Bösewichten“, die HAHAHAHAH! diesmal aber wirklich, wirklich, endgültig alle vernichten werden?

    Wenn Klapowski herausstellt, dass Charaktere „tatsächlich sterben“, kann das doch in Anbetracht der endlosen Wiederauferstehungswunder in der heutigen Blockbuster-Welt kein Qualitätskriterium sein. Wann war das letzte Mal bei erfolgreichen Filmreihen wirklich jemand endgültig tot? Und wann hat einen der Tod eines Charakters in solchen Filmen jemals berührt? Die Respawnen doch bevor der Filmprojektor kalt ist.

    • schoenerAndi sagt:

      Dem kann ich voll und ganz zustimmen:
      die Filme langweilen nur noch, weil alles nur noch wiederholt wird! Und was in der Review als Pluspunkt dargestellt wird ist doch in Wahrheit die größte Schwäche des Films: all die vielen Tode sind doch umkehrbar und werden wieder rückgängig gemacht werden, weil einfach zu viele gestorben sind… hätte es insgesamt 2-4 getroffen, wäre ich den Machern noch auf den Leim gegangen. Aber so… das ist einfach zu billig! Und ich hatte wirklich die kleine Hoffnung, dass der Film eine Art Ende markieren wird.
      Aber solange Geld zu verdienen ist, wird die Maschinerie weiterlaufen. Leider!

      Antworten
  4. bergh60 sagt:

    tach auch !

    Das letzte Mal mit Relevanz:
    Star Trek II / III, da hatte das relevanz, aber danach…………….

    Gruss BergH

  5. Onkel Hotte sagt:

    Ihr beschwert euch seit Jahren über die Qualität der Superheldenfilme aber konsumiert sie dennoch immer und immer wieder ?
    Wie war noch gleich der ausgelutschte Spruch: Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
    :)

  6. ONMA sagt:

    Dieser Film ist so beliebt bei allen Menschen. Und dieser Artikel ist so nett vor allem zu diesen Avenger Liebhaber Sie fügen eine Menge Informationen zu ihnen und sie würden wirklich gerne diesen Artikel.

  7. Kosh Naranek sagt:

    Kann mir erklären warum Thanos so dumm ist nur die Hälfte der Bevölkerung zu liquidieren, wenn er das Universum für überbevölkert hält?

    Als ich geboren wurde, hatte die Erde etwas über 4 Milliarden menschliche Einwohner. Heute, knapp 40 Jahre später, gehen wir auf die 8 Mrd zu.
    D.h. alle 40 Jahre (meinetwegen auch 50 oder 60), verdoppelt sich der Bestand.

    Thanos wird ganz schön beschäftigt sind und ziemlich oft irgendwelche spitzen Gegenstände in sich gebohrt bekommen, wenn er mit der Taktik langfristig dafür sorgen will, dass die Schädlinge nicht überhand nehmen.

    Warum nicht gleich 98% oder so. Dann wäre doch deutlich mehr Zeit, um gemütlich auf der Veranda zu sitzen.

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