Film- und Serienkritiken

Der Latinum-Standard des Star Trek Universums

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„Star Trek Discovery“ – 1.14 – „Flucht nach vorn“ – Kritik

„Star Trek Discovery“ – 1.14 – „Flucht nach vorn“ – Kritik

Eine Folge noch, dann ist Jahresende – zumindest, was die Discovery-Reviews hier angeht. Und zu unserer großen Überraschung sehen wir diesmal KEINE sofortige Zeitreise in den Nordwest-Bereich der Politfolge. Stattdessen will man erst mal unverbömblich… äh, unverbindlich GUCKEN, was die Klingonen so für einen Planeten haben. So von innen betrachtet halt. Bis es aber so weit ist, müssen alle möglichen Leute erst mal miteinander sprechen. Was gar nicht mal so schlecht ist, weil mein Therapeut nichts mehr über Actionsequenzen in Paralleluniversen hören kann. Und SEIN Therapeut auch nicht.

Inhalt: Die Klingonen sind dabei, den Krieg zu gewinnen. Nur ein Großangriff auf die Basis des Feindes kann jetzt noch die Wende bringen. Doch die Crew der Discovery ist traumatisiert, recht bocklos und kaut noch an Monaten an schlechten Dialogen. Können alle untereinander sich wieder vertrauen lernen?

Besprechung:

Die ersten 10 Minuten gefielen mir. Sogar richtig gut! Münder bewegten sich vorschriftsmäßig, äußerten Worte der Scham, des Bedauerns, Genesungswünsche und Pläne für die Zukunft. Obwohl es nur völlig normale Szenen waren, die das Geschehene einordneten sollten (Was wird mit Tyler? Geht Burnham erst mal einen Schnaps trinken?), so hatte ich fast das Gefühl, in einer normalen, „dialog-driven“ Serie zu verweilen, nicht in einem geheimen Testgebiet für Massenvernichtungs-Schwafeln.

Okay, Tylers rätselhafte OP wirkt immer noch ähnlich doof wie in den letzten Episoden („Die DNA wurde vollkommen maßgeschneidert verändert. Und dann haben sie mit einem alten Kartoffelmesser mein Herz in kleine Teile zerschnippelt! Wollen sie ein Stück?“ *Gummibärchentüte aufhalt*), aber ich will mich nicht beschweren, wenn der Quatsch mit diesen Szenen endlich sein Ende nimmt. Und soll ich euch was sagen? – Ashs Reintegration ins Crewgefüge ist sogar richtig knorke gelungen! Sein Gespräch mit einem sehr coolen, aber auch sehr traurigen Stamets: Premium! Tylers leidender Gang in die Kantine, wo er erst mal alleine sitzt: Passend! Tillys ganz kleine Annäherungsversuche: Süß! Ich hätte mir fast vor Freude auch eine halbe Hautfarben-Kiwi auf die Stirn geklebt, als ich sie da sitzen sah.

„Hey, Tyler, darf ich mich auch zu dir setzen? Ich wollte dir schon immer mal erzählen, was ich früher an dem Schiffsarzt gehasst habe!“ – „Haha, mehr gehasst als an diesen harten Pommes? Erzähl, schwarzes Random-Crewmitglied Nummer 3!“ – Jeder liebt Kant(ine): Die Crew tut sich erstaunlich leicht damit, zu vergeben und zu vergessen. T‘Kuvma würde sich angesichts von so viel Nächstenliebe im Grabe umdrehen, wenn er denn jemals existiert hätte…

Im Ernst, ich kann gerade gar nicht so viel schwärmen, wie ich weinen möchte! Bin ich zufällig aus einem zynischen Spiegeluniversum in eins gefallen, das dutzendfach vom (Drehbuch-)Papst gesegnet wurde?

Ja, sogar nach 20 Minuten ist diese Episode vor allem eines: Ruhig erzählt, psychologisch glaubwürdig, bar größerer Logikfehler. Dass man das Spiegeluniversum erst mal geheim hält, weil man niemanden damit verwirren wird, dass die tote Oma vielleicht auf der „anderen Seite“ eine überaus verwegene Piratin namens „Werner“ ist: Nachvollziehbar! Die ungezielten Angriffe der Klingonen, die sich nur gegenseitig zu übertrumpfen versuchen: Für so eine Rasse eeetwas lahm, aber im Gesamtbild gruselig passend! Und dass die Sternenflotte erst mal überaus kritisch ist, als die Discovery-Crew wieder auftaucht, ist ebenso verständlich und realistisch. Immerhin ist die Spiegel-Discovery ja an der Autobahnraststätte gleich in ein paar Klingonen-Wohnwagen gerauscht und wurde dabei zerstört. Das hat alle leicht verwirrt.

Ja, die erste Hälfte dieser Episode bringt etwas, was wir seit 13 Folgen kein einziges Mal hatten: Eine Crew, die sich findet, dabei auch mal unter’m Bett durchsaugt und in vermeintlich langweiligen Dialogen geerdet wird. Keine Szene wirkte zu platt, kein Dialog zu gestelzt. Burnham glotzt nicht wie altes Fladenbrot aus der Wäsche, in das ein Gewichtheber mit der Pranke reingegriffen hat, Stamets sabbert nicht doof rum, Saru macht kein Angst-Lulu unter sich und sogar der Aushilfsarzt darf ein paar klärende Worte sagen. – Ist die Vorschlagsliste für den Literatur-Nobelpreis eigentlich schon in Stockholm angekommen? Ich hätte da eine Drehbuchautorin, die dringend in goldenen Lettern draufgehört!

„Sie wollen sich in das Höhlensystem im Planeten Kronos begeben und dort … WAS genau tun?“ – „Taktische Informationen sammeln.“ – „So wie Nero in Star Trek 11, als rote Analyse-Materie in den Planeten Vulcan einspritzte?“ – „Hey, für durchsichtige Leute seid ihr ganz schön hellsichtig!“ – Besprochen ist besprochen: Für die vermutlich doof-brutale Auflösung in der nächsten Episode kann diese hier ja noch nicht viel. Von daher gibt es hier 7 von 10 Punkten auf der Spätere-Kriegsverbrechen-Verschleierungs-Skala.

Selbst nach 30 Minuten ist noch keine Peinlichkeits-Polonaise zu verzeichnen. Im Gegentum: Die Admiralin zeigt sich überaus willensstark und erwachsen. Alleine ihr Gespräch mit L’Rell, in dem sie emotional, aber nicht weinerlich argumentiert, hätte man früher nur bekommen, wenn wir diese Sätze während des Schauens selbst auf ein Blatt Papier gekritzelt hätten. Ja, sie bedankt sich sogar artig für die Infos, dass die Klingonen niemals mit dem Töten aufhören werden. Und dann dieser Plan, der einen Sprung in das Planeteninnere von Kronos vorsieht, um diesen von Innen aus zu kartografieren! Eine Idee, die ebenso genial wie durchführbar erscheint. – Äh, entschuldigt, dass ich bei so viel Standard-Schreiberling-Kompetenz ein kleines Heiligenbildchen anfertige. Finde ihr die Autorin hier drauf denn gut getroffen? (*Butterbrotpapier hochhalt*)

Auch die Imperatorin, sonst eher ein luftleerer Reinraum für rumfliegende Klischeetrümmer, durchschaute Burnham und ihre Motive recht flott – zog sie aber nicht nur damit auf, sondern versuchte sie ernsthaft zu manip… zu unterstützen. Auch das Gespräch von Sarek mit der Imperatorin: Sahne! Die Besprechung der Führungsoffiziere untereinander: Sahne mit leckerem Fettrand! Stamets, der langsam wieder ins Leben zurückfindet und sich neue Sporen holen will: Knusprige Sahne mit einer zarten Sahne-Sahne-Soße dazu! – Ja, wer sich hier nicht eine Überdosis Laktose einfängt, hat wahrlich kein Herz mehr.

Endlich zeigt sich, wie wenig manchmal nötig ist, um aus einem schlechten Drehbuch ein Gutes zu machen: Man muss nur ein paar zusätzliche Dialogszenen reinwerfen, den Schauspielern vorher keine ungetesteten Pilzmischungen verabreichen („Äh, ob ich mich nach dem Essen stundenlang im Kreis drehen kann? Wieso fragen Sie?“) und schon komme ich beim Suche nach Nörgelpunkten an sämtliche Grenzen meines bescheidenen Universums, ob nun mit Zynismus verspiegelt oder nicht.

„Wir sind im Krieg. Der Logik zufolge könnte jeder Abschied der Letzte sein.“ – „Oh, okay. Dann rufe ich nächste Woche noch mal durch? Nach dem Freitagseinkauf oder so?“ – Ab mit Schied: Wer die Zeichen richtig deuten kann, der ahnt schon, dass Sarek hier mehr weiß, als er zu wissen vorgibt. Vielleicht hat TOS-Spock ihn angerufen und ihm gesagt, dass auf seiner Seite des Franchises der „Klingonenkrieg“ nur eine kleine Uneinigkeit mit den Zoll-Modalitäten der beiden Völker war?

Und als dann plötzlich Michael Burnham mit Ash Tyler darüber sprachen, ob und wie sie wieder zusammen sein könnten, da geschah … etwas … Magisches! Ein Funke aus reinem Interesse glomm vor mir auf, leuchtete in einem hoffnungsgrünen Schimmer und landete wie ein Popel aus Qualität dann auf meinem Hemdkragen. So viel wurde in dieser kurzen Szene gespielt: Ashs Hoffnung, dass Michael nicht böse sein würde, Burnhams Hoffnung, das alles endlich abschließen zu können, durchmischt mit den Traumata der Kindheit. Und mit der Erkenntnis, dass es sich nicht mehr ganz so romantisch durch den Transporterraum kullern lässt, wenn man erst mal die Hand des anderen an seinem Hals spürte (es sei denn, man hat dafür bezahlt).

Voq mag wech sein, aber dadurch ist Tyler noch lange nicht wieder Tyler. Das ist realistisch und erwachsen. So wie Tilly, die passend bemerkte, dass Ash schon froh sein kann, wenn er nicht den Rest des Lebens in einem Labor verbringen wird. Mit so etwas kann ich mitfühlen, mitdenken, mit-einschalten-in-Staffel-2.

Schade nur, dass zwei Szenen diese grandiose Laberparade ganz erheblich störten:

Eine davon war die Pilzstory auf dem kargen Planeten. Im Ernst, die pumpen einfach ein paar „Dinger“ in den Boden, die wie eine Mischung aus CGI-Fahrradschläuchen und einer Terra-X-Animation von 2009 aussehen und schooon wuchert der ganzen Planet untenherum mit den erwünschten Schwammerln zu, die dann nach dem alten Stefan-Raab-Motto („Wir – haben – doch – keine – Zeit!“) die Atmosphäre mit mehr Pollen anreichern, als Stamets vor Freude essen kann. Dagegen war der „Genesis-Torpedo“ aus dem zweiten Kinofilm eher von der gemütlichen Sorte, oder?

„So, einmal an der Lampe reiben, schon ist der ganze Wüstenplanet vollgewachsen. Was sagen Sie dazu, Burnham?“ – „Puh. So viele Pilze zwischen den Beinen hatte ich nicht mehr, als ich mit Tyler geschlafen hatte!“ – Herbstverstärker: Diese Gewächse wachsen vor allem deshalb so schnell, weil die Sonden von oben an den Stielen gezogen haben. Übrigens ein uraltes Geheimrezept erfolgreicher Sammler.

Und den ganz große Klopper stellte natürlich die Imperatorin dar, die aus irgendwelchen grenzdebilen Beklopptologen-Gründen mal gerade zur neuen Original-Georgiou ernannt wurde. Warum? Ist die Sternenflotte personell schon so ausgeblutet, dass man für diese Mission mal schnell jemand Fach- und Dimensionsfremdes herbeirufen musste? Jemanden, dem garantiert nicht weiter zu trauen ist, als Lorca in einer Zwangsjacke zu spucken imstande wäre? Gab es keine anderen Kandidaten, um diese Mission durchzuführen (die vermutlich am Ende wieder mit einem „Scherz“ wie der völligen Vernichtung des Planeten enden wird), als ein verspiegelter Comic-Witz, der nur deshalb mitgenommen wurde, damit Alex Kurtzman sich nachts nicht weinend in seine Stofftiere (= Explosionswölkchen mit süßen Äuglein) kuscheln muss?

Hier wittere ich nach den psychologischen Premium-Pioretten dieser Episode bereits wieder das alte Gaga-Gagh. Das kann und wird nicht gutgehen und vermutlich sogar zum Bruch zwischen Burnham und Sarek führen. Immerhin hat der mit der Imperatorin gesprochen und sich danach fast liebreizend von Michael verabschiedet. Wenn DER nicht mindestens 20 Tonnen „Planeten-Ex“-Spray im Laderaum versteckt hat, dann fresse ich einen klingonischen Spion in der Tarnform eines Besens…

Gerade diese Aussicht ist sehr bedauerlich, war doch 95% der Episode damit beschäftigt, glaubwürdige Szenarien aufzustellen. Ich habe das starke Gefühl, dass man der Autorin hier einfach noch einen ganz besonderen „Arbeitsauftrag“ mit auf den Weg gegeben hat. Quasi erst die Psychologie-Fachbücher unter die Arme drücken, um dann laut feixend zu rufen, dass man nicht vergessen soll, im Supermarkt die Oma von der Rolltreppe zu stoßen. Für den besonderen Kick nach der schweren Prüfung sozusagen…

„So, ich bin dann wieder da. War gar nicht richtig tot, nur monatelang verfault. Meine Krankenversicherung weiß auch schon Bescheid. Also dann… Energie!“ – Das doppelte Ach-Gottchen: Spiegel-Georgiou ist die einzige, deren Pobacken auf einen Captain‘s Chair passen, der von Saru mit 500 Millilitern süß-saurer Soße verunstaltet wurde.

Und so ist das Schlechteste an dieser Folge nicht die Tatsache, dass man (gefühlt!) zum allerletzten (und besten!) Mal über bestimmte Dinge reden wird, sondern, dass ich jetzt schon eine sehr konkrete Ahnung habe, wie man den Krieg enden lassen wird. Und das lässt mich besorgt sein. – Seht IHR zufällig auch schon die Imperatorin aus einer Bodenluke in einen planetarischen Lavakern fallen? Ich frage ja nur…


Fazit: Was hier an schwerwiegenden moralischen Gesprächen aufgefahren wurde, sucht seinesgleichen und hätte glatt das Potenzial für noch höhere Wertungsweihen besessen. Leider türmen sich jedoch bereits wieder die Schatten von Doofor am Horizont auf – und versprechen unmoralische Kloppereien und erwartbare Verratsmomente für Episode 1.15.

Aber da diese Folge nicht viel dafür kann, MUSS ich einfach 3 von 5 Punkte geben. Ja, Herr Richter, sie hat mich quasi dazu gezwungen!

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Dann lieber die Kriegsgeschichten vom Oppa...
Gnaaah! Blaaah! Mag nicht mehr Meinungskästen für Discovery schreibeeeen!

Finde es ja, ganz ernst gemeint, echt beeindruckend, wie viel Kollege Sülz dort oben immer wieder zu einer Story erzählen kann, welche in Sachen Geschwindigkeit maximal mit wackeligen Babyschritten vor sich hintappst. Kleines bisschen Tyler-Schnulz, bisschen Klingonen-Geplänkel und dazu die übliche Portion Pilz-Auflauf. In. Fast. Jeder. Episode.

Kein Wunder, dass mir jeder Montag mittlerweile wie diese eine Szene aus „Und täglich grüßt das Murmeltier“ vorkommt. Der Unterschied ist nur, dass einige dieser Dauerschleife der unterirdischen Unterhaltung sogar etwas abgewinnen können. Von mir aus gerne, aber trotzdem mal über eine Hirnspiegelung nachgedacht?

Denn was haben wir in dieser Folge erfahren:
– Klingonen sind echt blutrünstig und machen alles kaputt
– Das Myzel-Netzwerk erlaubt schnelles Rumfliegen
– Michael und Ash haben eine traurig-tragische Beziehung („Wer bist du eigentlich? Ash Tyler? Oder ein aus Menschen- und Klingonenteilen bestehendes Albtraumwesen? Hach, warum passiert so etwas IMMER nur mir?!“)
– Leute aus dem Spiegeluniversum = Skrupellos

Ganz neue Erkenntnisse also, welche vorher noch nieeee gezeigt wurden. (Sarkasmus muss ich ja nicht mehr extra kennzeichnen, oder?) Oder jemals interessant waren. Der Klingonenkrieg wurde nie richtig ausgearbeitet („Diese Michael hat unseren Aussenhüllen-Hausmeister umgenietet! Rachääää!“), Myzel-Malte ist ein universelles Instrument zur Plot-Rettung („Boaah, ist doch schon 10 Sekunden her, dass wir die Pilze auf dem Mond dort angepflanzt haben. Was dauert denn da so lange?!“), Myler (Michael + Typer, verstehst?) zünden etwa so gut wie Trump und die Queen im Bett und die Story mit der Imperatorin als Strategen-Ersatz wirkt spätestens dann extrem bekloppt, wenn man sich mal überlegt, wie man in Sachen Geschichte überhaupt dorthin gekommen ist.

Fazit: Durch immer gleiche Ereignisse hat man einfach keine Gelegenheit, der Serie doch noch etwas abzugewinnen. Mag man Folge 1, 2, 3, 4 oder 5 nicht (= irgendwas mit Klingonen, Pilzen und Beziehungen), dann kann man hier auch keine Begeisterungsstürme mehr von sich erhoffen. Aber man hat ja einmal laut „Archer“ gesagt, dass reicht manchen vielleicht schon dafür. Minimale Pluspunkte würde ich höchstens noch dafür geben, dass die alten und bekannten Sachen einem recht flott erzählt wurden. Aber dafür gibt es ja schon Großeltern.

Wertung: 4 von 10 Punkten

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von Klapowski am 05.02.18 in Star Trek: Discovery

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Kommentare (36)

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  1. WolfBlitzer sagt:

    3 von 5 Punkten für die Faschotrekserie Discovery?

  2. Counselor der Einheit sagt:

    Nur Pimperatorin TschuTschu kann den brutalstmöglichen Vernichtungsfeldzug gegen die Klingonen anführen, ab auf den Captain’s chair mit ihr. Da muss man als Admiral schon mal zurückstecken können.

    Interessant, dass das Sicherheitsrisiko aus der Paralleldimension sofort ihre Mimik wiedergewinnt und dabei sogar ein Lächeln rausquetscht. Was eine neue (alte) Frisur und das Kommandosesselchen so ausmachen! Aber das wusste auch Admiral Kirk schon, dass es auf dem Stuhl am schönsten ist. :-D

  3. Cronos sagt:

    Zumindest gehts nicht immer weiter bergab. Die Folge war halbwegs ok. Jetzt müsste sich die Serie noch extrem steigern und alles wäre gut. Ich hoffe einfach mal, das dies passiert.

  4. G. G. Hoffmann sagt:

    Ich empfand die Folge ähnlich hoffnungsvoll wie Klapowski. Die erste Episode, die sich für mich ein wenig nach dem alten Star Trek Universum anfühlte, sich Zeit nahm, das Schiff näher vorstellte, Nebendarsteller hervorhob, etc. Wenn ich es richtig gesehen habe, gab es in dieser Folge erstmals keine Schlägerei und Schießerei.

    Völlig daneben war zwar wieder der „wissenschaftliche“ Teil (in 5 Minuten zu einem passenden Mond, binnen 30 Sekunden eine neue Pilzfarm). Aber im übrigen sah ich die Folge auf dem richtigen Weg.

  5. Dario Cueto sagt:

    Das war endlich mal altes Trek-Feeling. Dass den ganzen neumodischen Disco-Fans da das große Jammern kommt, sollte klar sein. Ich fande die Folge ebenso fantastisch, auch mit der Endszene. Denn mal ehrlich: Dass wir hier einen inkopetenten Admiral haben, die fragwürdige Entscheidungen trifft, ist ebenso typisch Star Trek.

    Auch wenn nächste Woche wieder die große Mary-Sue-Show aus Doofenheim in Absurdistan kommt: Diesmal war es toll. Lasst uns das genießen!

  6. Mario D. sagt:

    Unglaublich. Ein Zukunftia-Review, das besser ist als das bei Serienjunkies.

    Die Folge war für sich genommen in Ordnung. Die Stimmung und das Tempo waren okay. Leider leidet sie unter dem Gesamtkontext. Hätte man den Klingonenkrieg glaubwürdig gezeigt anstatt der ganzen Sporen- und Spiegeluniversiums-Folgen, wäre die dramatische Situation, diese Stimmung der Verlorenheit, die auch aufgrund des Soundtracks momentweise fast an BSG erinnert hat, glaubhafter gewesen. Aber so ist es halt nur eine weitere Zwischensequenz in einem Computerspiel, wo nun das letzte Level bevorsteht. Nur dass man es halt nicht selber spielen kann.

    Ja… ich glaube, in etwa so fühlt sich die Discovery-Story an — als würde man die Cutscenes eines Spiels betrachten, aber ohne das eigentliche Spiel mitzubekommen. Da fehlt dann auch in den gelungenen Momenten was.

  7. phip sagt:

    Ich weiß nicht, ob ich froh sein soll 13 Folgen durchgehalten zu haben, um in dieser Folge ein wenig Trek zu sehen, oder mich schämen sollte vorher 13 Folgen Dumm-Dumm konsumiert zu haben. Leider ist die erste Staffel eine Story-Arc und man kann sich nicht einfach eine Folge herauspicken. Aber doofe Dialoge gab es heute auch hier. Saru war ganz schön sauer als er erfahren hat, dass Michael ihn angelogen hat und es doch Kelpiens im anderen Universum gibt. BlaBla…sparen…bla…Schmerz…

    Es scheint mir der arme Ash ist zum zweiten Mal ohne ordentliches Counseling in die freie Wildbahn entlassen worden, obwohl sich Cornwell auf dem Schiff befindet, die ihn „mal eben“ durch seine Strapazen begleiten könnte. Und Michael auch, sie will/bekommt keine Hilfe. Jetzt werden die zerbrochenen Gestalten Qo’noS von innen erkunden und dabei wird garantiert nichts schief laufen. Ich bereite mich schon mal seelisch und mental auf mehrere Facepalm-Momente im Staffelfinale vor. Georgiou wird Qo’noS auslöschen wollen und Micheal wird ihr schon wieder den Gehorsam verweigern …

    Ob dann auch die Bombe auf Praxis installiert wird, die in VI hoch gejagt wird?

  8. Edain sagt:

    Naja, dass die Wertung hier besser ist als bei Serienjunkies, ist ja fast erwartbar – wenn der Reviewer bei SJ für jeden Orgasmus, den er wegen einer Explosion, einem unglaubhaften Nahkampf oder einem Gore-Effekt hat, die Wertung raufschraubt, wars klar, dass bei Abwesenheit von ebendem die Wertung leidet.

    Und war ja tatsächlich eine schöne Folge – auch wenn nicht alles goldgepresstes Latinum war (bei weitem nicht), haben diese „Schwächen“ trotzdem noch die Folge in einem positiven Sinn nach vorne gebracht: wenn der Dialog zwischen Burnham und Tyler ein bisschen kitschig war, durften die beiden endlich mal gefühlt vier Minuten charakterzentriert spielen. Wenn der Sporenanbau auf dem Planeten ein bisschen „Hex hex“ war, brachte es doch wenigstens ein bisschen sense of wonder in eine Serie, die bis jetzt von der Faszination Weltraum/Scifi nichts transportiert hat.

    Aber ja, die Aussicht auf einen „Oh, Mirror-Georgiou hat einen Massenvernichtungsplan im Gepäck“-Plot hinterlässt einen fahlen Nachgeschmack.

  9. TillysPickel sagt:

    Ich fand die Episode genauso schlecht wie den Rest der Staffel. Es war einfach nur eine Brückenepisode oder ein Zeitfüller etc. Nur weil Archer mal erwähnt wird, habe ich kein Trekfeeling.

    Die ganze Pilzgeschichte war dramaturgisch wieder zum fremdschämen.

    ich kann da keine qualitative Steigerung erkennen.

  10. Dario Cueto sagt:

    Warum ist das mit den Pilzen „zum fremdschämen“? Wenn man 30 Jahre später die Möglichkeit hat einen Planeten so dermaßen mit Atmosphäre, Flora und Fauna zu terraformen, wie es im Projekt Genesis geschehen ist, ist es doch absolut plausibel, dass man 30 vorher ein paar Pilze auf einen Mond pflanzen kann. Und wurde der Mars nicht auch schon zu Archers Zeiten einem terraforming unterzogen um dort eine Kolonie zu errichten? Warum soll dieser Teil hier also „fremdschämen“ sein?

    Trek-Feeling kam auch nicht auf, weil Archer erwähnt wurde. Sondern weil die Charaktere endlich mal keine saudummen Dialoge hatten. Weil sogar recht plausible psychologische Szenarien aufgemacht wurden und obendrein gab es den bereits erwähnten sense of wonder. Was, wenn nicht das, ist denn Star Trek sonst?

  11. Michael Burnhamm-Brücher sagt:

    Ich bin inzwischen zu zynisch geworden. Burnhams Forderung nach „politischem Asyl“ für Weltraumhitler und den Umstand, dass Tyler – selbst wenn er wirklich geheilt sein sollte – relativ ungestört mit ’ner Fußfessel an Bord der kriegswichtigen Discovery rumlaufen darf, fand ich jetzt dramaturgisch nicht so prickelnd. Nachdem man den Klingonen in ihm beim ersten Mal nicht festgestellt hat, wäre ich jetzt nicht 100 Prozent sicher, dass das beim zweiten Mal nicht passieren kann. Auch wenn Dr. Klingon garantiert hat, dass Voq jetzt weg ist. Aber, wie gesagt, inzwischen bin ich zynisch und schlechte Sicherheitsprotokolle auf dem Raumschiff sind, zugegeben, schon immer sehr Star Trek gewesen.

    • Michael Burnhamm-Brücher sagt:

      Jetzt habe ich meine Editierzeit verpasst. Was mich auch immer noch stört: Das ist jetzt die 12,5te Folge, die einfach auf einem Schiff spielt, in den immer gleichen, schlecht ausgeleuchteten Räumen und Korridoren, wo man rumsteht und uns alles erzählt, was passiert und wie wir empfinden sollen. („150.000 Waisen auf Eintopf VII zu Kleinkindpüree verarbeitet worden.“) Ich glaube, bei DS9 war das während des Krieges ähnlich, aber 2018 fände ich es schon toll, wenn ich vom Krieg mehr gezeigt bekäme als eine Raumstation, die weniger Graffiti auf sich hat, als ein durchschnittlicher Intercity im Hauptbahnhof Wuppertal. Ich meine damit nicht „Massakerszenen mit viel Blut“, aber vielleicht irgendetwas, das ein Gefühl für den Krieg gibt, ohne dass uns irgendwann eine dreiminütige „ist jetzt irre wichtig“-Rede um die Ohren gepfeffert wird. Eine regelmäßige Holopostkarte von Lt. Dittmeyers umgesiedelten Eltern?

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Es gibt zwei Arten, wie man die Grausamkeiten eines Krieges eindrucksvoll inszenieren kann: entweder episch (wie z.B. den Drachenangriff in die Reihen der Lennister-Armee in Staffel 7 von Game of Thrones) oder indem man schlichtweg die Auswirkungen des Krieges auf die Soldaten und Zivilbevölkerung zeigt. Oder mit einer Kombination aus beiden.

      Discovery ist diesbezüglich jedoch unentschlossen. Action beschränkt sich auf Faust- und Phaserkämpfe, die man bei Matrix und von Marvel-Filmen abgeschaut hat. Demgegenüber fehlt für epische Weltraumschlachten anscheinend das Geld. Denn entgegen den Angaben der Produktionsseite, dies sei eine der teuersten Serien ever, sind 6-8 Mio Dollar pro Episode für heutige Verhältnisse und insbesondere für eine SciFi-Serie eher Low Budget. Das macht nichts, solange man dazu steht und versucht, aus wenig das Beste herauszuholen, so wie einst TNG, das hochwertiger aussah (insbesondere auf Bluray) als es wirklich war. Aber DSC versucht, wie eine Kinoproduktion auszusehen und erweckt dabei den Eindruck, mit schlechter Beleuchtung den Mangel an finanziellen Mitteln zu verbergen. Ganz furchtbar finde ich z.B. die Kombination von CGI und Realfilmaufnahmen. Wenn man beispielsweise aus den Fenstern der Discovery hinausschaut und die vorbeiziehenden Sterne bei Warpgeschwindigkeit sieht bzw. den „Warptunnel“, hat man das vor 30 Jahren bei TNG wesentlich autentischer hinbekommen. Hier sieht es aus wie eine billige PC-Game-Produktion. Bunte Farben flackern hell vorbei, ohne dass dies Auswirkungen auf die Beleuchtung im Inneren des Schiffes hat.

      Einen Kritikpunkt möchte ich aus einem Kommentar bei Trekmovie aufgreifen: könnte jemand mal Sarek die Ohren am Kopf ankleben? Das sind Vulkanierohren und keine Fledermausflügel.

      Antworten
    • suiriso sagt:

      Du willst doch nicht etwa, dass die Serie jetzt auf einmal mit „Show, don’t tell“ anfängt?! ;)
      Jetzt brauchen die Autoren ja auch nicht mehr mit den Basics von gutem Writing ums Eck kommen…

      Und Sareks Ohren sind mir in dieser Folge auch extrem aufgefallen. Gäb es die Serie in 3D, dann wäre man beim Schauen sicher mehrfach in Deckung gegangen. :D

      Antworten
  12. Serienfan sagt:

    Da kann man ja direkt froh sein, dass die Discovery nicht per Pilzsuppen-Hypersprung im Star-Wars-Universum gelandet ist. Dann wäre jetzt Snoke der Captain der Discovery.

  13. Raketenwurm sagt:

    Okaye Folge, tatsächlich. Wobei mich die Schauspielerei von Burny & Ashy weiterhin nicht überzeugt. Bei ihrer gemeinsamen Szene ging es mir Mario D. – das wirkte wirklich wie eine Cutscene aus einem neumodischen Action-RPG. Der eine sagt was und tritt einen Schritt nach vorn, woraufhin die andere nichts sagt und einen Schritt nach hinten tritt… Das ist gut gemeint und wäre für ein Computerspiel völlig ausreichend, für eine echte Serie ist es aber dann doch zu sehr Augsburger Puppenkiste.
    Und ja, die Schnellpilzzüchtung fand ich auch sehr problematisch. Zumal ich mich nun frage, wieso man überhaupt eine Folge vorher etabliert hat, dass die Pilze an Bord hinüber sind. Nur, damit man sie per fetziger CGI-Sequenz eine Folge später wieder im Eilverfahren zurückbringt ? – das verstärkt alles weiter den Eindruck, dass die Autorenarbeit sehr chaotisch abgelaufen sein muss. Da gab es scheinbar einen Hauptplot, aber dann durfte wohl auch jeder Autor nach Belieben superdramatische Storywendungen in sein Script schreiben, und der nächste Autor musste dann sehen, wie er das wieder zurückbiegt, damit der Hauptplot noch funktioniert. Und herausgekommen ist dann eben diese Staffel, mit all ihren Plot-Irrwegen, bei der man bei jeder Folge hinterher fragt „Und WIESO wurde das nun extra vor ein/zwei Folgen so erzählt, wenn es nun gar keine Auswirkung mehr hat ?“. Das werden beim Rewatch auch die Discovery-Fans einsehen müssen, dass da eben sehr viel doch nicht später noch sinnvoll aufgelöst wurde oder irgendwo hingeführt hat, sondern einfach nur Füllmaterial war. Was sehr schade ist, denn man sieht es an dieser Folge; wenn man das ganze Füllmaterial durch Charakterszenen und halbwegs gehaltvolle Gespräche ersetzt, kann die Serie ganz passabel sein.

    Fürs Finale sehe ich im übrigen aber auch wieder schwarz. Natürlich wird Captain Fiesewichtin die Klingonenwelt wegbomben wollen, und sicherlich wird sie von Michael samt Gutmensch-Crew daran gehindert, vielleicht ja sogar tatsächlich noch per Zeitreise, sollte der Bombenplan erstmal klappen. Dann darf Tyler’Kuvma seinen Heimatplanet retten und den Frieden verkünden, und die Föderation sieht ein, dass humanistische Werte eigentlich doch ganz knorke sind. Und das alles wurde uns erzählt mit einer Handlung, die über gerade mal 80 Ecken, Universen und Zeitzonen verlief. Wer sich über sowas beschwert, der soll halt lieber…Raumschiff Orion gucken ! So !

  14. Trötmann sagt:

    Ich bin ja schon heil froh gewesen, dass nicht sofort zu Beginn der Folge direkt auf den nächsten Stern zubeschleunigt wurde um dort beim Rumschwingen 8 Monate zurück in die Vergangenheit zu reisen und die Schwangerschaft on Tilly (die ist doch schwanger oder war sie immer schon so dick?) … ähh ich mein natürlich den Krieg zu verhindern. Oder wenigstens zu gewinnen.

    Davon ab kann ich die ganze Story nicht ernst nehmen, zu oft muss ich mir die Hand vor die Stirn klatschen.
    Wieso rennt Tyler einfach so frei rum? Achso klar, der hat jetzt nen Babyphone dabei, da kann nix schief ge(nick)hen.

    Warum ist die Imperatorin der absolute VIP an Board, dem es an keinen Annehmlichkeiten mangeln soll??? Achso ja klar, nach 2 Gesprächen machen wir sie dann doch direkt einfach zum Captain des wichtigsten Schiffes der Föderation, warum auch nicht? Die ist ja total vertrauenswürdig, man kennt sich ja schließlich auch schon ewig…

    Pilzfarm… sag ich nix zu – krieg ich Hefeblähungen von.

    Einzig Michael und Tyler fand ich mal ausnahmsweise nicht nur nervig, sondern nachvollziehbar.

  15. schoenerAndi sagt:

    Also ein Fehler ist mit Sicherheit die Begrenzung des Krieges auf eine Staffel!
    Wie schnell jetzt plötzlich eine Strategie zum Sieg über die Klingonen ersonnen und umgesetzt wird… vorher hat man noch schnell eine verlorene Raumbasis mit (echt schlechtem) Klingonen-Graffiti gezeigt – is ja alles so episch und tragödisch (nicht)!

    Was hatten wir sonst noch an theoretisch großen Geschichten?
    Burnham trägt ihre Schuld mit sich
    Neuer Antrieb wird erfunden
    Tarnsystem wird verbreitet und gleich wieder durchkreuzt
    Mehrere Hauptfiguren sterben (endgültig?)
    Ein Spion wider Willen
    Das Alternativuniversum

    Vieles davon hat ja für sich genommen echt Potential…
    aber hier geht’s einfach drunter und drüber! Alles wird viel zu schnell und teilweise unlogisch abgehandelt.

    Ich könnte mir folgendes Ende für Staffel 1 wünschen WENN die Macher Wort halten und eine abgeschlossene Geschichte erzählen:
    Am Ende wird die Discovery vernichtet und alles was mit ihr zu tun hat als streng geheim eingestuft! Die entsprechenden Akten könnte man dann in dem Geheimdepot aus Indiana Jones einlagern.

    Nur so könnte noch halbwegs der Bogen zu TOS gespannt werden. Die Sternenflotte ist ja praktisch nicht mehr vorhanden und muss neu aufgebaut werden und sämtliche Technik die nicht in den Kanon passt könnte verschwinden.

    Ob das dann gut sein kann… eher nicht, weil ich viel zu wenig mit Schiff und Crew anfangen kann.

    Schade drum…

    • Michael Burnhamm-Brücher sagt:

      Ich bin gerade eh erstaunt, dass wir (sofern nicht der Zeitreise-Parallelwelt-Wareintraum-Reset-Knopf gedrückt wird) einen riesigen Krieg haben, der die Föderation an den Rand des Untergangs bringt, bei dem Millionen umkommen, bei dem Kirk und Konsorten schon im Dienst sein müssten, und zehn Jahre später sind alle relativ relaxt auf Entdeckungsfahrt, blödeln locker rum und Kriegstraumata gibt es nicht.

      Da würde auch „war nur noch genug da, um Föderationsraumschiffe aus Pappmache und Sperrholz zu bauen“ als Erklärung nur mäßig reichen.

      Aber gut, ist ein Prequel und das ist der Preis des Erfolges.

      Antworten
    • WKT sagt:

      Das kann auch nicht funktionieren. Das Grundproblem von DIS… … … eines der vielen Grundprobleme von DIS ist, dass die TOS-Zeitlinie eigentlich schon präsent ist und wir auch recht genau wissen, wie die aussieht. („Talos IV-Tabu“, „The Cage“ z.B.)
      Die einzige sinnvolle Lösung wäre für mich, den Produzenten von Disco lebenslanges Berufsverbot zu erteilen und die 1. Staffel als geheim einzustufen und weitere Ausstrahlungen und Verbreitung unter Strafe zu stellen.

      Antworten
    • schoenerAndi sagt:

      Ach und das Hyper-Terraforming habe ich in meiner Aufzählung vergessen! Schneller als in der Bibel und warum die genau das passende Equipment an Bord hatten darf man auch nicht fragen!

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    • Nitpicker sagt:

      Man merkt schon recht deutlich, dass sich die Autoren zur Vorbereitung auf Discovery bestenfalls eine Best-Of-Trek-Liste angeschaut haben. Die bestand wahrscheinlich aus „Die alte Enterprise“, „Sieg oder Niederlage“, „Ein Parallel-Universum“, „Ein Jahr Hölle“ und „Irgendwas mit Klingonen (Teil 2)“.

      Das sind eben die Episoden mit denen der vorsichtige Trekkie ständig in seinem Umfeld hausieren geht, weil mit dieser Auswahl die Wahrscheinlichkeit kopfüber in die Toilette getunkt zu werden etwas geringer ist als beispielsweise bei Episoden wie „Picard macht Urlaub“ „Picard macht wieder Urlaub“ und „Picard macht diesmal keinen Urlaub, gründet aber einen Buchclub auf dem Holodeck (Teil 1).“

      Kein Wunder, dass so ein Autor/Produzent/Wasauchimmer denkt, Star Trek sei im Kern eigentlich eine Kriegsserie. Die Autoren haben einfach wiederholt was sie bei den „Klassikern“ gesehen haben. Dass diese Kampf-Episoden aber eben so besonders waren, weil sie so selten vorkamen und dass der Charme einer Crew eigentlich auch von den B-Plots etwas dröseligerer Episoden kommt wird dabei übersehen. Schade. Oder auch nicht. Denn die Masse findet das oberflächliche Ergebnis ja nun total knorke. Somit hat es Star Trek in die Modern(d)e geschafft. Und ist damit so Beliebig wie alles andere geworden.

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    • suiriso sagt:

      Wenn man bedenkt, wie viele Story-arcs bereits in 15 Folgen verwurstet worden sind:

      – Klingonenkrieg (Inkl. transklingonischem Doppelagenten)
      – Sporentechnologie
      – Paralleluniversum
      – Zeitreise

      Da wäre, wenn man die Geschichte etwas bedächtiger und mit mehr Blick auf Charaktere und ihre Entwicklungen erzählt hätte, Stoff für mehrere gute Staffeln drin gewesen.

      Aber nein, man musste im Hasenficktempo von Höhepunkt zu Höhepunkt eilen (pun intended) und jetzt weiß sicher selbst nichtmal, was und wie man in Staffel 2 noch erzählen will. Ich meine, wenn man schon Mitte der ersten Staffel das Universum vor der Vernichtung bewahrt hat, was soll da noch kommen? Paar unbekannte Planetchen mit ner neuen Spezies entdecken wär da schon etwas billo …

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    • Counselor der Einheit sagt:

      Apropos Ficktempo:

      Immerhin gab es bisher satte drei Sex-Events, wenn ich das recht im Kopf habe. Also deutlich mehr, als was man von Altherren-Trek so gewohnt ist:
      – die Klingonennummer
      – Frau Admiral mit unterstelltem Personal
      – Michaela mit Evil Ash

      Aus der Wertung fallen raus:
      – Dr. Homofürst und Stamets (mehr als Zahnbürsten reinschieben war leider nicht drin) :-D

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    • Grinch1969 sagt:

      Sorry aber was hatten denn die Szenen mit Sex zu tun?

      Gesehen hat man nüscht ausser einen Ansatz von Klingonenbrüsten. Bei der Truppe habe ich aber auch noch kein Individuum gesehen von dem ich gerne reale Sexszenen serviert bekäme. Gerade Burnham und Ash haben den rauhen Charme eines Wischmops nach getaner Arbeit.

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    • G.G.Hoffmann sagt:

      Ich kann mich auch an keine Sexszene erinnern, die über Rikers Blümchenbestäubung hinaus ging. Da die Serie Altersfreigabe 13 bzw. 12 bekommen wollte, sind explizite Sexszenen wie bei HBO nicht drin. Herausgeschlagene Zähne, abgetrennte Glieder und Massenvernichtungswaffen sind o.k. Aber ein unbedeckter Nippel könnte Teile Bevölkerung verunsichern.

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  16. Bolleraner sagt:

    Ich fand die Folge an sich auch gut. Licht und Schatten liegen bei Disco dicht, oder besser von Folge zu Folge beieinander.
    Ich stellte mir beim Sehen auch die Frage: „Das ist jetzt echtes Trek, oder?“ Fast. Eine Sache hatte der Folge unabhängig der bereits angesprochenen Merkwürdigkeiten gefehlt: Das heimelige Gefühl eines Raumschiff/-station/-dorfes. Bei allen Serien bis exklusive ENT war das Schiff/ die Station ein weiterer Hauptdarsteller. Selbst die mir verhasste Voyager hatte trotz ihrer dämlichen Crew Charakter. Disco hat davon leider noch weniger als die Tiger’s Claw aus Wing Commander 3. Trotz ähnlicher Kulisse.

  17. Jako sagt:

    Im Transporter Raum wird eindrucksvoll gezeigt, dass dieser vollkommen unnötig ist.
    Da beamt Admiral die Imperatorin spontan in ihr Quartier, als diese gerade nicht auf der Transporter-Plattform steht.

    Hoooray… wozu sind die ganzen Dinger im TP denn nun noch da? Deko?

    • Counselor der Einheit sagt:

      Das Zauberwort heißt „site-to-site transport“. Ist aber irgendwie total energiefressend/uncool oder so. Warum man die Tante nicht mal eben wieder auf die Plattform geschubst hat, versteh ich auch nicht.

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    • Serienfan sagt:

      Naja, der arme Techniker im Transporter-Raum hat ja nun eh einen ziemlichen Scheißjob, da ist es doch nett, wenn wenigstens ab und zu mal jemand vorbei kommt. :-)

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  18. Susan sagt:

    Nach den überraschend guten Wertungen hier (Lacher bitte selber einfügen), hab ich mich tatsächlich genötigt gefühlt, mir die Episode anzuschauen. Immerhin konnte durchschnittliches VOY-Niveau erreicht werden, was schonmal etwas ist.
    Wegen der Logiklöcher: Da wüsste ich gerade nichteinmal wo ich anfangen soll. Daher lassen wirs lieber ;)
    Positiv zu bewerten ist übrigens, das ich nach ca. 10 ausgelassenen Folgen nicht unbedingt das Gefühl habe, viel verpasst zu haben. Und auf einen Mirror-Universe-Arc kann ich eh gut verzichten –
    passt also.
    Irgendwie erinnert mich die Serie übrigens an Star Trek Online. Vielleicht wegen der CGI. Oder der äääh… Handlung, oder wie die das nennen. Egal. Mal sehen wie das so weitergeht.

    • Serienfan sagt:

      Du meinst die Voy-Episode, in der man der Borgqueen das Kommando der Voyager übergeben hat, damit die Heimreise besser klappt. Wenn es diese Folge gab (mir ist sie gerade entfallen), dann hat DIS tatsächlich Voy-Qualitäten.

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    • Raketenwurm sagt:

      Titel dieser Voyager-Folge: „Das Übergeben“.

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    • Serienfan sagt:

      Originaltitel dann: „Command“. Oder irgendein anderer Ein-Wort-Titel. Haben die damals bei Voy gemacht, damit es für die ganzen Karteikarten nicht zu viel Arbeit macht, den Titel einzufügen. (Kein Witz.)

      Heute, im digitalen Zeitalter, lässt man sich bei DIS nicht Lumpen und macht ellenlange Titel.

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    • Susan sagt:

      Scorpion 1&2 ;)

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  19. disco very blöde..... sagt:

    „Die einzige sinnvolle Lösung wäre für mich, den Produzenten von Disco lebenslanges Berufsverbot zu erteilen und die 1. Staffel als geheim einzustufen und weitere Ausstrahlungen und Verbreitung unter Strafe zu stellen.“

    Um es mit Frank Drebin zu schreiben: BINGO!

    Die „Autoren“ sind einfach in ihren größer/schneller/bester (weiblicher, dunkler…) gefangen. Unter Rettung des Universums läuft nix mehr, schon müssen es alle Multiversen der drei Zeitlinien sein.

    Der „Klingonenkrieg“ wurde nach dem Zeitsprung einfach völlig überrissen. Großteil der Föderation eingenommen, Starbase besetzt… ach egal, machen wir wieder rückgängig. Vielleicht durch eine kleine Erpressungsintrige? Und die Klingonenärzte machen die ganzen putten Leute dann auch wieder ganz! Vielleicht mittels Knochensäge und Schlachterbeil – so wie auch Tyler „gemacht“ wurde?
    Und die Tarnvorrichtung – war die jetzt enttarnt (Disco hatte die Daten) aber die Klingonen waren TROTZDEM überlegen? Oder wurde die Tarnung nicht neutralisiert -dann wäre der Kriegserfolg logischer- aber dann hat die 8-Monats-Zukunfts-Disco IMMER NOCH DIE DATEN… es ist zum Haareraufen, wie diese Autoren sich innnerhalb von 2 Folgen in eine Sackgasse schreiben können und dann ohne Not gleich in die Nächste stolpern.

    BINGO! Disco very geheim jetzt, nix Kirk weitersagen.

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