Film- und Serienkritiken

Der Latinum-Standard des Star Trek Universums

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„Star Trek – Starfleet Academy“ – 1.03 – „Vitus Reflux“ – Review

„Star Trek – Starfleet Academy“ – 1.03 – „Vitus Reflux“ – Review

Na, diese Typen von der Kriegsklasse – schräg gähnenüber – haben sich einfach zu viel erlaubt! Fies gucken UND dann noch Streiche mit dem Transporter- und/oder Propagandastrahl? Das schlägt dem Fass den Hoden aus! Daher formieren sich Caleb und seine Jungs (rund um die viel cooleren Mädchen) und hecken dreimal einen Gegenplan aus, der viermal gehörig schiefgeht. Doch nach fast 60 Minuten gelingt ein Streich, der gefühlt vor 70 Minuten schon angekündigt wurde. – Puh, ich hoffe, jemand hat sich dieses „Modernes TV“ beim Patentamt sichern lassen?


Ich muss sagen: Diese Serie gefällt mir immer besser!

(*unauffällig restliches Dosenbier in Kaktus gieß*)

Und ich meine das sogar ernst. Denn inzwischen sehe ich das kaum noch als „Star Trek“, sondern als belanglose Teenie-Serie, die mir zeigt, zu was moderne Digitalkameras, Latexmasken-Manufakturen und Plastikgießereien in der Lage sind.

Nein, das hier will kein Shakespeare sein (nicht mal die klingonische Übersetzung davon!), sondern so eine Art „Dawson’s Creek“ für Leute, die früher immer die Schaufenster von Abercrombie & Finch mit der Nasenspitze eingefettet haben. – Ja, hier darf der Bully noch seinen Gegnern einen Basketball auf die Nase werfen, während seine Mitläufer ein gegluckstes „Harrharr. Voll auf die Zwölf, Brudi!“ von sich geben. Natürlich mit der Sinnfreiheit, die man in diesem Alter mit sich rumträgt.

(„Ups, das Anpöbeln hat eine Erektion bei mir ausgelöst. Aber ich bin doch ein Mädchen?!“)

Äh, ich nehme schon an, dass diese 20- bis 30-Jährigen alle 12- bis 16-Jährige darstellen sollen? Aber das ist okay. In der darstellenden Kunst ist ja bekanntlich ALLES möglich, nur getoppt von der eigenen Phantasie.

Und MEINE gibt mir gerade folgenden Satz vor: „American Pie 19 – Wie ein warmer Wurmlochkuchen“…

„Hey, ihr da! Ihr seht aus, als könntet ihr einen Photonentorpedo nicht vor einer rekursiven Inversionsgleichung unterscheiden.“ – „Na warte, dir maul ich aufs Hau!“ – Ein Kinderschreck in eigener Sache: Auch WIR mussten in der Ausbildung lernen, dass Wettstreit und körperliche Fitness eine gute Voraussetzungen für saubere Exceltabellen und makellose Powerpoint-Präsentationen sind.

Dass die Leute vom Kriegscollege dann (z.B.) Vulkanier und Romulaner sind, ist mir irgendwie egal. ICH bin ja nicht rassistisch! ICH sehe da nur Dumpfbacken mit Plastikhelmen und Mental-Vermüllung. Ja, selten hat man sich mehr an 90er-Jahre-Highschool-Movies erinnert gefühlt, selten wurde meine Rewatch-Vorfreude auf „Stiflers Mum“ und „Heimscheißer“ so sehr geweckt.

Und da ich sooo offen bin, verzeihe ich sogar, dass unser Drill Instructor Jem-„Dieses Tetracel-White-Küchlein haben gar nicht sooo viele Kalorien“-Hadar mit ihrer Leibesfülle nicht für sportliche Aktivitäten geeignet scheint. Aber das ist ja eher eine typische Eigenart vieler Sportlehrer… Wäre halt nur schön gewesen, wenn sie sich – zur Erweiterung des Parodie-Effekts – noch ein paar Fluppen angezündet hätte?

Noch positiver gestimmt war ich aber wieder, als die Kadetten aus der Umkleidekabine gebeamt wurden. Einfach so, weil die Bösen vom „War College“ das wollten. Halbnackt gebeamt auf öffentliche Treppen, in Labore, in den Teich, sogar auf anderen Leute drauf.
Irgendwie befreite mich das. Wie oft hatte ich mir doch gewünscht, dass man Burnham-Story einfach Burnham-Story sein lässt – und sie einfach im Schlübber in einer Sahnetorte erscheint.

Von mir aus auch mit der Dick&Doof- bzw. Comedy-Dudel-Musik, die man uns HIER vorsetzt. Ein guter Künstler weiß eben, was er anbietet – und was zu diesem Produkt passt. Volle Punktzahl!

„Hey, ich war doch gerade noch auf der Casting Coach von Alex Kurtzman?!“ – Wenn der Selbstbräuner den Transporterpuffer verklebt: Dieser Prank mag nicht das sein, was wir von modernem Star Trek wollten. Aber ich bin froh, dass wir uns endlich einig sind, welche Filmgattung bei Secret Hideout am besten bedient wird. – Äh, Namensvorschläge für dieses Genre bitte seitlich in meinen Tanga reinschieben, jaaa?

Besonders positiv muss ich erwähnen, wie lange man das LSD-Gefühl durchhält. Bei DISCO, PIC und SNW wurde das ja immer durch die „unkonventionellen“ Weltraumelemente unterbrochen, aber hier gibt es z.B. einen Pilz (Ha! Eine Psylocibin-Anspielung?), der Worte nachplaudert (ja, es ist tatsächlich DAS hier, nur als Lebensform), was zum großen Gegen-Streich wird.

Wie kam man darauf? Ist ein Audiokommentar zu dieser Folge denkbar?

Ich hätte kein Problem damit, Kollege Sparkiller Geld dafür ausgeben zu lassen.

Gut, die minutenlange Erklärung für das Holodeck-Abknallspiel brachte mich dann leider wieder raus. Aber dafür konnte ich mich innerlich über die Militarisierung von Star Trek aufregen! So mit dem Stichwort „Kindersoldaten“ und so… Herrlich, wenn das Gehirn ohne Kaffee total wach wird? – Bei dieser Kampfsimulation wird nämlich zwischen Feuer, Lärm und Chaos gekämpft. Kein Laser-Tag mit TNG-Drögigkeit.

Ob die Macher verstanden haben, dass das alles „Starship Troopers“ ohne Botschaft und ohne zweite Ebene ist?
Auch dieses Element des Ignorierens besserer kultureller Vorbilder: Spannend!
Und das Knacken dieses Rätsels ist hart wie Kruppstahl?

„Mein Team ist aufgerieben worden!“ – „Wie heißt dein Team, mein Freund?“ – „The TNG-Fanboys.“ – Gewaltspirale als Verhütungsmittel: Es ist logisch, dass man Kadetten auf den Ernstfall vorbereiten will. Komisch ist nur, dass man DAS ernst nimmt, die Hausaufgabe in Episode 2 (der Schleimpilz) aber wie eine vernachlässigbare Clownerei wirkte, die man buchstäblich über Personen drübergeschüttet hat…

Apropos Gewaltverbrechen: Die Art, wie Caleb beim Sport flirtet, sollte man besser nicht auf einem amerikanischen Supermarktparkplatz ausprobieren. („Das haben wir noch nie gesehen. 18 Schussverletzungen. Aus unterschiedlichsten Richtungen.“)

Unser Schönling neckt und baggert, nervt und jammert gleichzeitig. Klar, wer braucht schon eine feste Charaktereigenschaft, wenn man seine Mudder an das Regime verloren hat, das einen jetzt zu einer Militärkarriere zwingt? Ich bin mir auch sicher, dass KEINER der anderen Kadetten ein Elternteil verloren hat. Wie groß wäre denn bitteschön die Wahrscheinlichkeit? Eins zu Zwanzig eventuell? – Astronomisch klein!

Aber er hat heute noch viel auszustehen… So wird sein erfolgreicher Run in der Holokrieg-Spielothek zu einer lächerlichen Veranstaltung zusammen geschnitten. Auf dem Hauptbildschirm, von den Bösen vom Kriegs-College. So sind sie eben, die Gewaltlüsternen mit den runtergezogenen Augenbrauen.

Aber keine Sorge, wenn es ERNST wird, ballert man Schulter an Schulter, bis die Orionsyndikat-Normandie in blutiges Grün getaucht ist. Das sehen wir hier zwar nicht, aber garantiert in einer der nächsten Folgen, wetten?

„Haha, guck mal, die mussten zwischendurch hektisch und schreiend laufen! Wo hat man das schon mal gesehen?!“ – „Äh, in jeder anderen Sportart?“ – „Haha, genauuu! Andere Sportarten! Andere Sportarten, aber die für Loooooser!“ – Mobbing auf Mordor-Niveau: Was jetzt sooo furchtbar lächerlich an diesen Szenen war, weiß keiner. Ein paar „Deine Mudder“-Witze mit Strichmännchen hätten da vielleicht mehr Eindruck geschunden?

Bis hierher hätte ich tatsächlich noch eine bessere Benotung gezückt.
Denn: Wir alle haben dreimal zu je 30% gelacht, die hübschen Jungs und die brauchbaren Mädels angeschmachtet und uns die dicke Plauze gehalten. („HAHA! Die sind ja gar nicht perfekt in Sport!“)

Aber allein der Blick auf die verbleibenden Minuten ließ meine 2-Sterne-Bewertung im offenen Hosenschlitz förmlich versteinern. „Echt jetzt?! Noch mal 30 Minuten, bis die 1:02 Stunden voll sind? Außerdem gibt es NOCH eine Ballersequenz, diesmal in den Kirschbaumkulissen?“

So langsam kam mir das erste Mal seit Serienstart das Gefühl, dass man eventuell … äh … gar keine Geschichten erzählen will? Dass man nur Edelkulissen und Kurtzmans Bewerbung auf die nächsten 10 Jahre Premium-Science-Fiction vorgesetzt bekommen soll?

Aber nein, sagte ich. Das konnte nicht sein. Zu viel sprach dagegen. Beispielsweise die Schnuckeligkeit von Hauptfigur „Genesis“ (toller Star-Trek-Name übrigens. Da gab’s doch mal eine NOCH heißere Bombe dazu?). Oder den tollen Eyeliner der scharfen Schwarzhaarigen! Und dann die grüne Tante mit dem Schlafzimmer- und Englischer-Rasen-Blick!

Wie konnte ich so oberflächlich sein und an der Serie zweifeln?

„Keine Bewegung, Sir! Und behalten Sie Ihre holografische Zielscheibe da, wo ich sie sehen kann!“ – Oh, ein richtiges Ma(r)skottchen: Das hier ist nur eine Art „Counter Strike“, um die 60-jährigen Gamer des Jahres 1999 abzuholen.

Auch die Kanzlerin ist natürlich immer noch offen gegenüber ihrer Truppe, dem allgemeinen Gemecker über das ständige Chaos zum Trotz. Denn: Solange die Frau quer über Fußbänke und Sofas liegt, ist alles entspannt und spaßig.

Am Ende wird dann noch mal in verbotenen Räume eingebrochen und DNA geklaut („Sir, ihre Halsschlagader ist sooo warm!“), fast geknutscht und bei einer explosiven Pflanzeninvasion vermutlich ein paar Leute getötet.

Halt diese Momente, wegen denen wir die „Lümmel von der letzten Bank“ früher so gerne geschaut haben.

„Hey, das Gewächs will mir etwas Sargen?“ – Tod dem Kriegscollege: In der nächsten Einstellungen werden Leute von unnachgiebigen Ranken gepackt und von innen gegen die Fensterscheibe gepresst. Für jemanden, der seit Jahren in seinem Arbeitszimmer die neueste Kurtzman-Episode anschauen muss, ein völlig normaler Freitag…

Und jetzt entschuldigt mich. Ich habe eine phantastische 720p-Laserdisc-Fassung von DS9 von einem netten älteren Herrn erhalten. Kollege Sparkiller? Einhaken und in mein Schlafzimmer?

Ich ziehe auch das Tribblekostüm an, das du so magst!


Fazit:

Klar, man könnte hier auch locker 0 bis 0,5 Sterne geben.

Es gibt keinerlei ernstzunehmenden Konflikte, keine ausgearbeiteten Figuren, keine glaubhafte Ausbildung. Nur Actiongewemmse der Familie Ballerstaller. Und billiger Wettstreit mit den Leuten vom „Kriegscollege“.

Warum auch immer DIESE Unterscheidung neuerdings notwendig ist.

Aber das hier hier ist innerhalb des ST-Universums sooo drüber, dass man Respekt zollen muss. Nach dem jahrelangen Widerstand der Alt-Trekkies und dem Einschalt-Widerstand der anvisierten Neu-Fans versucht man es hier tatsächlich noch mal mit Popmusik, unreifem Gehampel und einer spielerischen Militarisierung, die automatisch zwanzig Bonus-Kritikpunkte hinzufügt.

So viel Starrsinn – gepaart mit irrsinnigen Geldausgaben für die guten Kulissen – muss man einfach belohnen!

Die Amis… äh… die Trek-Macher meinen es tatsächlich ernst mit dem Zerschmettern der eigenen Kniescheiben. Und wer bin ich, diese Art von Edeltrash (im Gewand der selbstbestimmten Selbsttötung) schlechter als DISCO zu bewerten?

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Beverly Trek, 90210

Wiiiiiiiiihhhh!!! Girls, Girls, die neue Folge ist daaaa!

Und alle sind wieder soooo cool, trotz soooo viel Drama!

Besonders dieser Darem, unser Fitness-Bro? Wie er am frühen Morgen vor dem Workout mit seinen Eiern spielt? So hot, am i right?! Dagegen kann die olle Janeway mit ihrer Kaffeetasse doch einpacken. High-Five, Team Protein-Shake!?!

Ja, in Star Trek wollen wir unsere jungen, knackigen Kadetten so richtig schwitzen sehen (*lechz*), besonders alle zusammen in der Turnhalle der High School… öh… Akademie . Und Caleb geniert mal so richtig die doofen Slytherins vom Warcollege am Kletterseil. Bei DEN Armen kein Wunder! *schmacht*
Ob Picard sich damals auch so flott da hochgezogen hat?

Worum es in dieser Folge überhaupt geht?! Keine Ahnung, aber es gibt voll konkrete Pranks, bro! Die vom Warcollege beamen z.B. ihre Rivalen einfach quer durch die Akademie, so ganz ohne zu fragen. Fände ich persönlich ziemlich unkrass, dieses aufgezwungene Entkörpern, da hätte sich Pille wohl etwas aufgeregt. Aber is’ doch nur Spaß, Bruder! Schaut nur, wie Holo-Merida im Akademie-Teich landet, hohoho! Komisch, dass SIE keinen Bauchfrei-Anzug bekommt aber Muskel-Caleb dafür sogar ziemlich nackisch gezeigt wird. Ich dachte wir sind hier beim Kurtz voll relaxt und körperpositiv und so!? Boooring!

Der Folgentitel „Vitus Reflux“ kommt übrigens von einer Alien-Pflanze. Zu Beginn wird uns noch erzählt, dass diese irgendwie empfindlich in Sachen Gefühlen ist, später scheint man dies aber auch schon wieder vergessen zu haben. Okay, kommt am Ende noch kurz für den Schlussgag vor, aber wirklich befriedigend (ge)fühlte es sich nicht an. Wofür war eigentlich das Nachplappern gut?

Denn der eigentlich Hauptplot ist da schon wesentlich trekkiger: Herr Dings will Captain des Laser-Tag Teams der Akademie werden, Frau Bumms aber auch. Überraschenderweise raufen sich am Ende nochmal alle zusammen für den Prank de la Prank an den Warcollege-Verlieren. Von diesem blöden Lernen haben wir eh schon viel zu viel gesehen, das waren ja fast schon zwei Minuten insgesamt. Was der Zuschauer WIRKLICH sehen will sind schließlich endlose Phaser-Kämpfe auf dem Set von X-Men 3:

Caleb nutzt diesen natürlich direkt noch, um sich an seine schnuckelige Betazoid-Perle ranzuschmeissen. Die sind ja auch einfach nur cute together, ob die Dame das jetzt will oder nicht. Anscheinend nicht, aber sag das mal einem MANN! *auf einziges brusthaar zeig*

Weniger cute ist für mich dagegen der ständige Urin-Farbfilter. Herrscht an der Akademie 24 Stunden am Stück Sonnenuntergang, oder wie?

Mal unter uns, hat Captain Ake eventuell ein leichtes Alkoholproblem? Ihr gesamtes Verhalten würde so nämlich durchaus Sinn ergeben. Was natürlich nicht ihr ewiges Barfußlaufen entschuldigt („Apropos Fungus!“) und erst recht nicht dass sie beim Besuch des Warcollege-Kanzlers erst einmal sein Sofa mit ihren versifften Quanten einreibt. Pfui, Deibel!

Fazit: Sorry, aber die nächste Folge setze ich wohl mal aus. Kaum zu glauben, aber selbst Discovery (!) hatte trotz allem Murks immerhin im KERN noch etwas mit Sci-Fi zu tun. Aber das hier ist nur noch College Drama mit einem dünnen und vorwiegend gelben Trek-Tarnanstrich. Geschichten um (Spät-)Teen-Liebesbeziehungen, morgendliche Gym-Bro-Rituale mit Eier anfassen und „geile Pranks“ in Unterwäsche holen mich persönlich nicht wirklich ab. Berücksichtigt man diese drei Folgen und alle Kurtz-Vorgängerserien kann man wohl ziemlich sicher behaupten, dass es da keinen Qualitätssprung mehr geben wird… *auf franchise-trümmerhaufen zeig*

Oder soll ich unserer Beziehung doch noch eine Chance geben? Ich wurde bis jetzt ja nur… *nachzähl*… 138-mal geschlagen?

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

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BS

Artikel

von Klapowski am 23.01.26 in Star Trek: Starfleet Academy

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Kommentare (7)

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  1. Serienfan sagt:

    Laserdiscs hatten eigentlich nur 480p bzw. etwas, das 480p entsprochen hat. Aber DS9-Laserdiscs hatte ich auch!

  2. Chris sagt:

    Sorry, aber ich bin zu alt für diesen Scheiß…
    meinte mein achtjähriger Sohn zu der Folge

  3. JP57 sagt:

    „Nein, das hier will kein Shakespeare sein (nicht mal die klingonische Übersetzung davon!), sondern so eine Art „Dawson’s Creek“ für Leute, die früher immer die Schaufenster von Abercrombie & Finch mit der Nasenspitze eingefettet haben. – Ja, hier darf der Bully noch seinen Gegnern einen Basketball auf die Nase werfen, während seine Mitläufer ein gegluckstes „Harrharr. Voll auf die Zwölf, Brudi!“ von sich geben.“

    An dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich eine Zeitlang begeistert „Dawson’s Creek“ geschaut habe und zwar zu einem Zeitpunkt, zu dem ich längst kein Teen mehr war.
    Nicht, weil ich mit dem Erwachsensein nicht klarkam, sondern weil ich zu der Zeit eine Fortbildung machte, in der Transaktionsanalyse (Eric Berne + Co.) eine wichtige Rolle spielte und mir auffiel, dass die Autoren von Dawsons Creek offenbar Dialoge 1:1 aus den Anleitungen für konstruktive Kommunikation übernommen hatten.
    Das klang zwar oft aus den Mündern von Dawson, Joey, Jen und Pacey ein bisschen altklug, beeindruckte mich aber doch.

    Deshalb: Den Academy Schrott mit Dawsons Creek zu vergleichen, halte ich für unangebracht und so etwas wie Schadenfreude („Harrharr. Voll auf die Zwölf, Brudi“) hätte in Dawsons Creek unmittelbar stundenlange Therapie-Gespräche der ProtagonistInnen zur Folge gehabt.

    Ansonsten: Danke für die Besprechung.

  4. AdmiralHeinzWescher sagt:

    eine ernstgemeinte frage bitte:

    wieso läuft k*tzmann trek noch? was hat der in seiner klebrigen w*chshand? die epstein files in der paramount edition?

    bezüglich youtube: die offiziellen klicks (deu/eng) der 1. akademie folge sind besch*ssen. 99% der kommentatoren hassen es. jetzt endlich sichtbar, da die kommentarspalte (hihi) geöffnet ist. bei dem discovery müll war dies ja noch mehr muschi-bubu, dank geschlossener kommentare. alle review channels zerreißen es. und die haben allerdings mehrere 100.000 bis 1.000.000 klicks akkumuliert (schlaues erstsemesterfremdwort!).

    wie geht das im sogenannten kapitalismus? daß so ein unbeliebtea scheißpr*dukt staffel um staffel, serie um serie, bis zum erbrechen seit knapp 10 jahren verlängert wird? die verantwortlichen sehen doch die zahlen. das wäre doch früher(tm) nach 2 staffeln weggewesen. und der „autor“ gleich mit. also mit weg. was ist da los im streamingzeitalter. liegt es daran, daß irgendein scheich manfred seine drölf fantastillionen öl-dukaten in einen streaming-sender pumpt? wenn ja, was hat der davon? außer eine ehemals beliebte marke zu zerschrotten?

    sorry, falls das hier schonmal ausführlich erörtert wurde. bin dankbar für hinweise und/oder links zu diesem thema. gegebenenfalls auch zu anderen seriösen heimseiten.

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