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„Star Wars – Ahsoka“- Review zu Episode 1.01

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Nachdem New-Trek mir oft null gefällt, gehen wir mal auf das andere Franchise mit dem Shareholder-verordneten Bonus an Ausverkauf & Lieblosigkeit: Star Wars. Nachdem ich „Boba Fett“ & „Obi-Wan“ wegen schlechter Kritiken habe ausfallen lassen („Mandalorian“ war toll, machte mir leider trotzdem keinen Spaß…?) und ich für „Andor“ keine Zeit hatte, steigen wir einfach mal beim neuen Zungenbrecher-Namen ein. Und falls dieses Review irgendwie nicht online geht, reviewe ich einfach die nächste Serie. Die paar Tage könnt ihr ja auch noch abwarten?


Inhalt: Wisst ihr besser als ich. Ende des Imperiums. Diverse Gefangene/Befreite. Verschwundene Figuren. Mythosse. Böse Buben im Hintergrund. Rebellische Personen investigieren ruhelos. Großer Krieg (Ver. 14.0) droht.


Besprechung:

Als jemand, der in den letzten Monaten nur Star Trek-Produktionen gesehen hat (wird man so zu einem … Siff-Lord?), musste ich natürlich staunen, wie toll die erste Episode hier aussah:

– Die Kulissen wirken [w/f]ertig und ändern sich auch alle paar Meter innerhalb eines Schiffes. Schwafelrunden vor den immer gleichen Düster- oder Glänze-Flächen sind selten.

– Die Schiffe haben wuchtigen Wumms. Fast mag man an echte Modelle denken. Woanders wird man mit Texturen abgespeist, die mit Feenstaub und Weltraumnebeln zusammengehalten werden.

– Menschen haben hier unterschiedliche Uniformen an. Oder sind gar keine Menschen.

– Beleuchtung, Timing, Schnitte und Kameraperspektiven wirken wertig. Wenn ich alle paar Sekunden einen geeigneten Screenshot „finde“, machen Serien generell etwas richtig.

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„Diese Ruine wird dein … Ruin sein! Taschakkah, bei der Macht von Grayskull.“ – Kein Humor, bis trotzdem einer lacht: Solche Dialoge fallen definitiv NICHT. Und ich bin mir unsicher, ob dieses Bierernste mir bei Star Wars extrem GUT oder GAR NICHT gefällt. Darüber müsste ich nach der ersten Folge echt noch mal schlafen. Glück gehabt: Was anderes kann man danach eh nicht machen?

Wer Ahsoka ist, warum sie so krass ist & wichtige Infos hat, weiß ich „natürlich“ nicht. Oder habe es vergessen, weil mein Hund das Lore-Video gefressen hat. Was mich unbeleckt an die Sache herangehen lässt.
Wobei ich vorab skeptisch war, weil es bei SW anscheinend nur zwei Arten von Leuten gibt:

1.) Leute, die voll krasse Fähigkeiten haben und alle umhauen können (für die Jedi oder das Imperium).

2.) Leute, die wichtige Baupläne, Routen, Codes oder Sternkarten auf ihrem Zehnagel tätowiert haben und daher Leute aus Kategorie 1 zur Unterstützung brauchen.

3.) Personen, die angeblich irgendwas anderes wollen/können, am Ende aber in Kategorie 1 oder 2 fallen, wenn man ehrlich ist.

Tja. Und Ahsoka ist eher die Kämpferin. Und trotzdem schlau.

Sie löst z.B. in Alientempeln irgendwelche Säulen-Dreh-Rätsel, die bei „Uncharted“ wegen schlechter Innenbeleuchtung durchgefallen waren. Auch fräst sie sich durch den Boden, um irgendwo reinzukommen (Hashtag Lichtschwert-Fahrstuhl). Irgendwie sexy guckt sie auch, was wohl am Augenaufschlag liegt. Und zwar VOR und NACH dem Kampf mit aggressiven Droiden – der übrigens richtig gut inszeniert ist. Eben eine starke Heldin für den weiblichen & männlichen & wahlgenitalen Zuschauer.

Und das meine ich gar nicht negativ.

Nur: Es muss natürlich noch etwas Charakter dazu kommen, sonst ist es (zumindest bei mir) Essig mit dem großen Binge-Marathon.
Und in Bezug auf die Charakterwerte ist die erste Episode eher entschleunigt. Manche sagen „Es nimmt sich Zeit“, andere vielleicht „Mach schneller, muss die anderen 42 SW-Serien noch gucken!!“…

Wichtig ist hier nicht Ahsoka als Person, sondern die gefundene Sternkarten-Kugel, die Identität von den beiden Jedi-Cosplayern, der verschwundene Turnvater Jahn Grandmaster Thrawn und natürlich… der Schlüssel für die erwähnte Sternkarten-Kugel.

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„Haben wir alle Anspielungen und Querverweise in die Maschine eingepflegt, Huyang?“ – „Der Admin sagt, dass sie dieses befriedigte Rülpsen von sich gegeben hat, Meisterin.“ – Platz da, jetzt rollt die Franchise-Walze: Ich mag ja nicht jeden Verweis kapiert haben, aber allein das lange Zeigen von (z.B.) verschiedenen Lichtschwert-Modellen und die Kunstpause nach gewissen Namen sagen mir: Hier dürfen Fans genüsslich in die eigene Hose greifen.

Ja, meint ihr etwa, wir finden ein wertvolles Artefakt und fangen dann direkt mit dessen AUSWERTUNG an? Wie lange läuft so eine Thrawn-Suche im Schnitt? 3 Jahre?

Und dann wäre da noch die nächste Hauptfigur. Commander Sabine Wren. Die saust lieber mit dem Schwebemotorrad über den Highway, statt an der Jahresfeier zur Befreiung vom Imperium teilzunehmen. Tja, starke Figuren wollen lieber den Wind in den Haaren spüren, statt sich bei Zeremonien auf geländerfreien Schwebeplattformen vor dem Wind zu fürchten.

Auch nach 30 Minuten habe ich noch keine Ahnung, was außer dem einmalig hingenuschelten Satz „Gibt sonst Krieg“ eigentlich auf den Spiel steht. Außer der Gefahr, dass ich mir die Namen falsch merke:
Der verschollene Ezra. Die neckische Sabine. Der staatlich zugelassene Kuuult-Droide Huyang. Der Politik-Opa (HIER bin ich mir sicher in Bezug auf den Namen). Ein gewisser Baylan Skoll. Eine Welt namens Arcana. Nicht zu vergessen die „Hexen von Dathomir“. – Noch eine Kelle Buchstabensuppe, Schatz?

Klar, alles wichtige Figuren und Orte. Streng nach Drehbuch-Statuten auf Links, Rechts oder Mittendrin gebügelt. Dramaturgisch sinnvoll angeordnet? Sicherlich. Aber mitreißend und mit einem Quäntchen Seele vermischt? Eher weniger.

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„Schneller, ich muss heute noch 12.000 Kubikmeter Unabhängigkeit und 300 Kilometer Selbstbewusstsein registrieren lassen!“ – Unter den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein: Bürofachkraft Sabine hat heute mal vor der großen Unabhängigkeitsfeier Feierabend gemacht. DAS sind die Dinge, wo man als Zuschauer mitfühlen kann. DAS und das verspielte Durchschlittern unter geparkten Raumgleitern.

Das müffelt für mich wie frisch ausgepackte Hardware aus China. Nach Styropor, Ozon und diesem Fabrikgeruch, bei dem man sich fragt, ob man für eine Playstation 5 wirklich Lungenkrebs riskieren möchte.

Zumal – und das sage ich als großer „Breaking Bad“- und „Sopranos“-Fan – sind die Dialoge 30-40% zu laaangsam vorgetragen. Was kein Problem wäre, wenn Inhalt oder Schauspielerei auf einem hohen Level wären. Aber weder emotional noch inhaltlich passiert hier was Herausragendes.
So dass ich immer wieder geistig abschaltete, wenn gesichtsgelähmte Krassheits-Avatare ständig von (k)alten Zeiten schwärmten:

„Jemanden auszubilden ist herausfordernd. (Kunstpause) Bestimmt hatte es dein Meister manchmal schwer mit dir.“ (Sehr lange Kunstpause)

„Anakin schloss meine Ausbildung nie ab.“ (mittlere Kunstpause, eingespielte Lacher und Ausflipp-Rufe der Fans. Sie hat Anakin gesagt!)

Dieses humorfreie Herumreiten auf Ausbildungen, Geschichtsbüchern, abgebrochenem Training, verlorener Ehre, Ritualen und Exilen kommt mir eh dröge vor… Klar, für japanische Traditionalisten muss das der Himmel sein („Oh, eine Samurai-Serie mit Plastiktüten auf dem Kopf! Banzaaai!“), ich finde es dramaturgisch aber öde.
Game of Thrones hat das alles 15 Stufen besser gemacht?

Nicht mal das eher „untypische“ Ende mit Sabine – nach einem schnellen Kampf – hat meine Gucklust noch mal beflügelt. Im Gegenteil:

„Ach, dann ist die also erst mal weg? Na toll, einen Namen umsonst gemerkt! Ich bin raus.“

, „Star Wars – Ahsoka“- Review zu Episode 1.01

„Sag deinem Schöpfer schon mal Lebewohl!“ – „Dem Gotte Mammon? Ist das nicht unser aller Schöpfer!?“ – Die Franchise-Flamme bei der Geduldsfadenröstung: Irgendwie sind Lichtschwert-Kämpfe eine interessante Sache. Man hinterfragt sie nicht, kann sich aber auch nicht vorstellen, dass es bei Star Trek in JEDER zweiten Folge einen Bathlet-Kampf geben müsste.

Mir ist klar, dass Ahsoka ein Kultcharakter ist, der sich waaahnsinnig viel aufgebaut haben muss. Unter anderem hohe Epilepsiequoten bei Zuschauern der animierten Serie(n)?

Aber als Quereinsteiger, der einfach nur ein grimmig dreinschauendes Tentakelköpfchen sieht, das sich ebenfalls als Klischee-Kellnerin verdingt, muss ich sagen: MUSS man das abfeiern, oder macht man das nur, weil man auf der SW-Convention sonst was mit dem (Pf)Lichtschwert verpasst bekommt?


Fazit: Ihr fandet dieses Review oberflächlich und nichtssagend? – Na dann: Willkommen bei „Ahsoka“. Wo diese beiden Adjektive nicht nur zu Hause sind, sondern jeden Tag rauschende Partys mit Ihren Franchise-Futzis feiern.

Ja, die Serie sieht gut aus, macht SW-Ultras möglicherweise froh und hat die üblichen Zutaten an Bord (= böse Fake-Jedis auf der Durchreise; Schnitzeljagd mit Schnetzelschwertern durch mehrere Space-Sektoren), aaaber so wirklich frisch und spannend mag’s nicht wirken.

Und ich HABE schon 97% aller neuen Serien-Episoden verpasst – und bin trotzdem gelangweilt vom ewig gleichen Erzählmodell (= alle krass außer Mutti; süße Roboter & Haustiere geben emotionalen Rückhalt; die Bösen spielen gern Verstecken; die Guten verlegen ihre Karten und Autoschlüssel am anderen Ende der Galaxie).

Charakterstudien, neue Horizonte („Hey, sollen wir mal was komplett OHNE Jedis und Imperium spielen?! Was ist mit dem zweiten Planeten von Links?“) oder Action mit „Aha“- und „Oho“-Effekt habe ich nicht gefunden.

Stattdessen ist das alles in Episode 1 schon so lahm und formelhaft, dass man sich lieber das Gewürzboard von Sabine anschaut – oder andere Details im Hintergrund. Und gerade die erste Episode sollte doch Lust auf’s Weiterschauen machen?

Somit verzichte ich auf die zweite Episode, die ich eigentlich auch noch sehen wollte müsste.

Aber ICH habe auch nur eine begrenzte Anzahl Augen zum Einschlafen zur Verfügung!

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Fanservice ohne Ende. Und ohne Sinn., „Star Wars – Ahsoka“- Review zu Episode 1.01
Es fing gar nicht schlecht an. Zwar wurde die Star Wars Hitliste zum Abhaken stark strapaziert („Raumschiffe! Finsterer Meister mit Praktikanten! Lichtschwerter-Gemetzel!“), aber Effekte und Stimmung flimmerten einem schon sehr kinomäßig entgegen. Was mittlerweile aber auch nicht mehr soooo ein tolles Kompliment darstellt?

Das abbruchreife Story-Gerüst erinnerte dagegen stark an Episode 9, wo man auch von einem Ort zum nächsten hetzt, um irgendwelche uralten Geheimnisse zu lüften, die eigentlich gar nicht so alt sind („Schau! Der Sarkophag von Tutanchamun! Endlich werden wir herausfinden, wer mir mein Steam Deck geklaut hat!“).

Die Dialoge sind nicht besser als in einem Marvel-Film („Das Schicksal bestimmt unseren Weg! Wir müssen uns opfern, um zu gewinnen! Wir müssen leiden, um zu triumphieren!“ – „Okay, Pizza mit extra Ananas. Geht klar.“). Die Bösen halten böse Ansprachen, die gepeinigten Helden murmeln gepeinigt vor sich hin. Der Ratschlag-Droide spricht nur in Ratschlägen. Niemand wirkt wie eine existierende Person und rattert dabei nur seine lahmen Klischee-Sätze herunter. Was man verzeihen könnte, wenn es wenigstens mal ein paar Gags geben würde. Aber alle sind ernst oder niedergeschlagen oder halt der Standard-Finsterling-Karl-Heinz mit grimmiger Fresse. Kurz, als Gelsenkirchener möchte ich endlich mal etwas ANDERES sehen!

Höchstwertungen wird all dies natürlich nicht verhindern, denn dafür hat sich der Fanservice zu sehr breit gemacht. Die Crew von Star Wars Rebels endlich in ECHT! Nicht eine… nicht zwei… nicht drei, nein, VIER Power-Frauen im Rampenlicht, subtile Powerfrauen-Mucke inklusive! Eine davon ist zwar böse, aber vielleicht ist sie am Ende ja doch nur ein doofer Mann?! Nur Spaß – aber wenn der Kopp beim Gucken anfängt auf solche Details zu achten, dann ist man in Sachen Geschichte nicht wirklich gefesselt.

Optisch sieht zwar alles sehr aufwändig aus, aber das virtuelle Set hat einen sehr eigenen, künstlichen, Look, der mir mittlerweile eher negativ auffällt. Vor allem, nachdem man das wesentlich greifbarere „Andor“ gesehen hat. Nicht nur deswegen meiner Meinung nach die bislang beste Star Wars Serie.

Fazit: Standard-Fankost in bekannter Verpackung ohne Überraschungen. Visuell nett, aber komplett blutarm und ohne den Mut das Franchise um etwas Neues zu erweitern. Die Story ist absolutes Minimum (Karte finden. Karte entschlüsseln. Karte klauen lassen. Karte zurück holen.) und sorgt zumindest in diesen ersten beiden Folgen für niedrigen Blutdruck.

Und dabei rät mir mein Arzt aus dem selben Grund bereits, auf das Gucken von Strange New Worlds zu verzichten.

*vergeblich nach puls such*

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HUMOR
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Artikel

von Klapowski am 26.08.23 in Serienkritik

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Kommentare (38)

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  1. Darkk sagt:

    Seh ich auch so. Lahm ohne Ende und mit den üblichen Tropes.

    Wieso gibts nun dauernd irgendwelche uralte Karten, die einem mitteilen wo sich ein aktueller Charakter aufhält? Ergibt null Sinn.

    Andor kann ich Dir auf jeden Fall empfehlen. Ist wirklich gelungen, aber auch recht anspruchsvoll. Im Gegensatz zu den sonstigen SW-Serien sollte man eher aufmerksam dabei sein :)

  2. Neuer Fan sagt:

    Rauschte bei mir nur so durch, Anfang war prima mit dem neuen Lauftext – dezent anders und retro.
    Aber dann hatte ich auch das Problem, dass die Charaktere nix machen oder sagen, was mir nun groß gefällt (oder missfällt).

    Missfallen gab es nach der tollen Raumschiff-Protzerei: Diese Ruinenshow war peinlich, ist das irgendwie zufallsgeneriert auf der Unreal-Engine? Lichtschwert-Droiden sahen in Episode 3 viel geiler aus. Ahsoka selbst hat eine merkwürdige Maske, sie sah auch bei Mandalorian aus wie eine CGI-Figur. Die nette grüne Dame ist da viel realistischer. Die freche Göre (sogar mit Gamergirl-Zimmer-Equivalent), die kann sofort wech. Genauso wie diese völlig respektlose Musik dazu. Das kann man einfach nicht machen. Sie ist eben nicht meine Erika, die ich langsam ins Herz schließe … Halt, was?!

    Das „Crewgefühl“ kommt noch nicht auf. Man zeigt auch nix vom Rest-Imperium oder der neuen Republik, außer ein paar Klischeeschnipsel, aber Universe-Building bleibt aus. Das haben sie in zwei sehr langsamen und inhaltsleeren Folgen nicht geschafft – der Rest wird schwierig, man muss eben die Vorgängerserien geschaut haben, um denen da was abzukaufen.

  3. Kazairl sagt:

    Mein größtes Problem mit dieser Serie ist, dass man nicht mit den Figuren mitfühlen kann, kalt, hölzern, dann dieses typische Disney-Rumgebitche der Hauptfigur Sabine (und ja, die Serie müsste eigentlich Sabine heißen, mal wieder) und zum Schluss setzen die Serienmacher voraus, dass man sowohl Clone Wars als auch Rebels gesehen hat und gerade bei Rebels ist es ein Problem, da die Serie nicht wirklich für jeden was ist. Fazit: Fehlstart

    • HerbergsVater sagt:

      Ich kenne beide Serien sogar, warum ich oder irgendwer sich deswegen jetzt aber eine Serie zu einer der Figuren ansehen soll, leuchtet mir allerdings nicht ein. So interessant waren beide nicht.

      Und ja, dieses System „Schaue X und Y (oftmals beides Mist) damit du bei Z (auch Mist) mitreden kannst“ wird Disney noch mal auf die Füße fallen.

      Antworten
  4. Raketenwurm sagt:

    Ha, den halben Text lang habe ich ja gedacht, dass ein Charakter namens „Sabine“ nur ein Klapo-Gag ist… Wie heißt denn der Bösewicht in der Serie? Darth Bärbel? Count Heike? Steffi the Hutt?

  5. G.G.Hoffmann sagt:

    Streaming-Dienste, Segen oder Fluch? Nach rund 10 Jahren, beginnend mit dem internationalen Netflix-Start, ist die Bilanz doch eher ernüchternd. Die Erwartungshaltung der Zuschauer liegt im Serienbereich inzwischen bei Null und wird dennoch zuverlässig enttäuscht.

    Vorteil: ganz viele neue, hochwertig produzierte Serien.
    Nachteil: ganz viele hochwertig produzierte, aber inhaltlich dürftige Serien.

    Gerade als SciFi-Fan, der man schon ca. 2.000 Folgen diverser Serien und 200 Filme gesehen hat, stellt sich immer öfter das Gefühl ein, nichts wirklich Neues und Originelles mehr zu finden, weder optisch noch inhaltlich. Und das, obwohl (oder gerade deshalb?) der Weltraum unendliche Möglichkeiten für Geschichten böte, wir aber tatsächlich kaum spannende Entdeckungen präsentiert bekommen, sondern sehr oft die gleichen Szenarien: wir haben ein bewaffnetes Raumschiff und die anderen, die nach Milliarden Jahren Evolution zuuuuufällig plus/minus 50 Jahre auf derselben technologischen Entwicklungsstufe sind wie wir, auch. Feuer frei.

    Natürlich gibt es auch positive Gegenbeispiele wie Interstellar, Ad Astra oder Arrival, die ich jedoch alle nicht verstanden habe.

  6. Finity sagt:

    Mir hat der Auftakt der Serie ehrlich gesagt ganz gut gefallen.
    – die Geschichte um die Suche nach Thrawn und Ezra fügt sich nahtlos an die Geschehnisse aus Mandalorian und dem Ende von Rebels an -> es erzählt eine zum Universum konsistente Geschichte, nicht so ein Flickenteppich wie bei New Trek
    – die Schauspieler passen vom Aussehen und Verhalten hervorragend zu ihren „Vorlagen“ aus den Animationsserien (Clone Wars, Rebels). Gefühlsausbrüche sind wohldosiert und nachvollziehbar, es wird nicht ständig herumgeheult oder unmotiviert Allerweltsfloskeln abgesondert
    – kurzweilige Mischung aus Dialogen, Einblicken in die Welt unmittelbar nach dem Fall des Imperiums und natürlich auch genug Action (wie es sich für eine Star Wars Serie gehört)

    Allerdings ist die Serie sicherlich etwas „schwer zugänglich“, wenn man bisher einen Bogen um Mandalorian und vor allem die Animationsserien Clone Wars und Rebels gemacht hat. Ich glaube golem.de hat es neulich in einem Review ganz gut auf den Punkt gebracht: Ahsoka ist sehr „traditioneller“ Star Wars Fan-Service (im Gegensatz zu Andor) und ob daraus mehr wird als eine Serie die „ganz nett“ ist, müssen die Folgeepisoden erst noch zeigen.

    Aber verglichen mit dem unsäglichen Quatsch, den man in den letzten Jahren bei Star Trek hat über sich ergehen lassen müssen, fühlt sich Ahsoka ungefähr so tiefgründig an wie der Mariannengraben. Wieso Klappo dann ausgerechnet hier schon nach Folge 1 die Segel streicht, sich aber x Staffeln Discovery oder Picard reinpfeifen kann, erschließt sich mir nicht so richtig. Ich bin bei der nächsten Folge auf jeden Fall wieder dabei (was ich schon lange von keiner neuen Star Trek Serie mehr behaupten kann).

  7. Ferox21 sagt:

    Ich kann dem Review hier nur zustimmen. Die Hauptfiguren in Ahsoka werden in den ersten beiden Folgen allesamt hölzern gespielt und sind wenig zugänglich. Alles irgendwie stoisch und in den Dialogen seltsam künstlich. Man wird bei der Action zwar gut unterhalten, aber ein Highlight ist es bisher nicht.

  8. Kazairl sagt:

    Alleine schon der Einstieg in die Serie ist so vollkommen bescheuert. Der Käptain des Schiffes weiß, dass das eine Falle ist, aber lässt diese „Jedi“ trotzdem an Bord. Und dann holt er nichtmal Hilfe von der Neuen Republik. Kein Wunder, dass diese so einfach untergehen konnte-.-

    Was auch bescheuert ist, ist diese ganze Karte. Wer hätte so ein Ding aus welchem Zweck bauen sollen? Das ist auf einem Level mit dem Sith Wayfinder-.-

  9. Kazairl sagt:

    Ich frag mich ernsthaft, ob das deren Ernst ist. Die Folgen werden kürzer, die Inhalte sogar weniger. Es wird noch mehr geredet als in den ersten beiden Folgen-.-

  10. Kazairl sagt:

    Die Serie hat nicht viele Folgen, aber trotzdem verschwenden sie die Laufzeit mit Füllmaterial-.-

    • Finity sagt:

      Seltsam, dass du die Folge nur als Füllmaterial empfindest: du hattest doch gefragt, warum es überhaupt so eine „bescheuerte Karte“ geben kann. Und genau das wird eigentlich in der Folge angedeutet: die Purrgil (diese walähnlichen Wesen) reisen zwischen den Galaxien schon seit ewigen Zeiten. Die Karte zeigt wahrscheinlich einfach das regelmäßige Reiseziel der Wesen.

      Thrawn und Ezra (bzw. der Sternenzerstörer auf dem sie sich befanden) sind ja am Ende von Rebels von den Purrgil bei einem solchen großen Hypersprung „mitgezogen“ worden -> dort wo die Route hinführt, sind wahrscheinlich auch die beiden zu finden. Oder anders gesagt: die Karte wurde zwar ursprünglich nicht zum Zweck erstellt, den verschwundenen Grand-Admiral zu finden, aber trotzdem kann sie dabei behilflich sein.

      Aber ich geb dir dahingehend recht, dass die Folge wirklich sehr kurz war. Zieht man Intro und Abspann ab, kommt man auf eine Nettospieldauer von vielleicht 30 Minuten.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Mit Füllmaterial meine ich Gespräche, die Minuten lang gehen (Hera vor den Sentatsmitgliedern), eine Trainingssession, die ewig lange dauert (hätte man stark zusammenkürzen können) und dann wird die Story nur mäßig vorangetrieben bei so wenig Folgen. Wir bekommen zwar Informationen, aber wenn selbst nach Folge 3 von 8 mit immer kürzer werdenden Folgen immer noch kaum Fortschritt zu sehen ist (Ahsoka und Co sind zwar jetzt auf dem Planeten, aber wir sind noch keinen Schritt näher an Thrawn) ist das zu langsames Pacing. Andor hatte ähnliches Pacing, aber die Serie hat a) längere Folgen und b) mehr Folgen. So was kann sich Ahsoka eigentlich nicht erlauben.

      Antworten
    • Finity sagt:

      Wir kritisieren zwar denselben Punkt („die Folge war zu kurz“), trotzdem bin ich nicht deiner Meinung, dass man die bestehenden Szenen hätte groß verkürzen sollen (mit einer Ausnahme, zu der ich nachher noch kommen möchte). Ich finde, die Folge hätte einfach länger sein müssen, nicht die Szenen kürzer ;-).

      Allerdings würde ich jetzt dem reinen „Folgen-Counter“ auch nicht zu viel Bedeutung beimessen. Es sagt ja keiner, dass die anderen Folgen nicht auch wieder länger werden können. Vielleicht war hier einfach nur ein guter Punkt für einen „Cut“ erreicht.

      Und wenn man es recht bedenkt, ist sogar sehr viel passiert in den 30 Minuten:
      – Sabine wird wieder von Ahsoka ausgebildet + man sieht, dass Huyang eigentlich recht hatte mit seiner Einschätzung: sie ist eine gute mandalorianische Kriegerin, aber sie hat einfach keinerlei Fähigkeiten die Macht zu „beherrschen“. Klar, das hätte man auch einfach so sagen können, aber ich dachte gerade bei Zukunftia steht man doch auf „Show, don’t tell“? Ich mag das jedenfalls gerne
      – der „Ring“ mit den gestohlenen Hyperdrives wird gefunden & man erfährt, dass er noch nicht einsatzbereit ist (allerdings dafür sehr gut bewaffnet). Es ist also noch Zeit, etwas zu unternehmen
      – es wird klar, dass die Allianz bei der Suche nach Thrawn nicht helfen wird. Gerade das Gespräch zwischen Hera und den Senatoren zeigt dabei gut den Grund dafür auf: da Hera selbst viele Freunde und auch den Vater ihres Sohnes durch Thrawn und seine Befehlsempfänger verloren hat, kann sie gar nicht objektiv von Ahskoas Fund berichten -> in dem Moment, als sie anfängt einen der Senatoren als Feigling zu beschimpfen, hat sie schon verloren und ihrer ganzen Sache damit einen Bärendienst erwiesen. Sie hat Mist gebaut und ich finde, man merkt ihr das auch an. Das wird sicherlich auch noch Auswirkungen in der weiteren Serie haben (Tipp: sie desertiert und schließt sich der Suche trotzdem an?)
      – die Purrgill werden gezeigt und damit eine mögliche Erklärung für die Existenz der Karte gegeben
      – es gibt eine lange Raumschlacht an deren Ende eine Landung auf dem Planeten nötig wird -> Überleitung zur nächsten Folge

      Genau diese Raumschlacht ist aber auch die Szene, die meines Erachtens nach ein paar Minuten zu lang war. Nach der ersten Angriffswelle hätte man das Schiff einfach auf den Planeten stürzen lassen können. Vor allem das Aussteigen aus dem demolierten Schiff, um die Angreifer von der Außenhülle aus mit dem Laserschwert anzugreifen, fand ich entsetzlich unnütz. Ebenso, wie die übliche „wird das Schiff noch rechtzeitig repariert?“-Szene, die einfach zu abgenutzt ist, um noch Spannung zu erzeugen.

      Dennoch gilt für mich auch für diese Folge, dass ich gut unterhalten worden bin. Es waren kurzweilige 30 Minuten und wenn man sich am Ende ärgert, dass die Folge schon vorbei ist, ist das doch eher ein gutes Zeichen ;-).

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Nach Folge 3 bleibt für mich eigentlich nur eines zu sagen: Die Neue Republik könnte so in der Form, wie wir sie hier sehen, nicht existieren.
      Hera bringt total schwache Argumente (kein Wunder, dass ihr Anliegen da abgelehnt wird), die Senatoren und die Kanzlerin wollen den Diebstahl eines der fortgeschrittensten Technologieelemente ihres Universums (wohlbemerkt nicht der erste dieser Art) offenbar nicht nachverfolgen, der Kapitän aus Folge 1 wusste, dass das eine Falle war und hat diese „Jedi“ trotzdem an Bord gelassen ohne genug Security oder gar Verstärkung zu rufen.
      Was soll das? Wieso stellt man die Neue Republik so inkompetent dar? Will man uns davon überzeugen, dass das Imperium vielleicht doch besser war? Weil der Eindruck kommt bei mir zumindest leicht rüber-.-

      Antworten
    • Finity sagt:

      Ich denke, dein Eindruck ist genau der, der auch vermittelt werden soll: die Anführer der neuen Republik sind viel zu stark mit sich selbst beschäftigt und unterschätzen die Stärke von dem was noch vom Imperium übrig ist völlig. Das sieht man z.B. auch an den Geschehnissen bei Mandalorian … überall sind noch Reste von altem, imperialen Personal zu finden und die Republik bildet sich ein, damit gut fertig zu werden und die Leute umerziehen zu können. Wo das dann später enden wird sieht man ja an den Geschehnissen der neuen Filme.

      Ich persönlich finde es auch schade, dass die Neue Republik so inkompetent auftritt, aber es ist einfach konsistent mit der Entwicklung, die in den neuen Filmen aufgezeigt wird. „Ahsoka“ hält sich so gesehen einfach an den „neuen Kanon“ … ich mag diesen Kanon zwar auch nicht, aber der Serie Konsistenz mit seinem eigenen Universum vorzuwerfen, finde ich dann doch etwas unfair. Diese Entscheidung haben andere aus meiner Sicht vergeigt (vermutlich am ehesten J.J. Abrams und Rian Johnson).

      Antworten
  11. jcneal sagt:

    “ Irgendwie sexy guckt sie auch… “

    Gnihihihi.☺
    https://www.youtube.com/watch?v=7-h4j-PcuZE

    Räusper, ähem – wenn bitte jemand bestätigen würde, dass diese Szene als Rückblende auftaucht.
    Dann werde ich garantiert einschalten!

  12. 20thcenturyman sagt:

    Über Ashoka liegt ein dunkler Schatten. Nämlich die dämliche Story, wie sie uns von Episode 8 und Episode 9 der Hauptreihe aufgetischt wird.

    Was immer Ashoka auch erlebt und erreicht. Alles wird damit enden, daß die Neue Ordnung die Rebellen zunächst einmal fix und fertig macht und bis auf geringe Reste dezimiert, worauf aber einige Helden im Schnellverfahren den Imperator aufspüren, ihn und seine Flotte beiläufig vernichten und den Endsieg feiern.
    Der Imperator ist jetzt aber wirklich tot. Ganz ehrlich. Die Sith-Machtgeister auch, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Die ganze Geschichte ist rettungslos vergurkt. Daran kann Ashoka auch nichts mehr ändern.

    • Finity sagt:

      Ja, das sehe ich prinzipiell genauso. Durch die extrem dämmlichen Drehbücher der 3 neuen Filme wurde das komplette Franchise vor eine fast unlösbare Aufgabe gestellt: wie kann ich noch Sinn in all die vielen Opfer und Anstrengungen bringen, die vor der erneuten Machtergreifung des Imperiums / der Neuen Ordnung gebracht wurden?

      An dieser Fragestellung haben nicht mal nur die neuen Serien (Rebels, Mandalorian, Ahsoka, …) zu knabbern, sondern gleichzeitig werden auch die alten Filme extrem entwertet. Eigentlich sind alle Opfer und die komplette Geschichte von Qui-Gon, Padme, Luke, Leia, Han, Obi-Wan & Co völlig egal: der Imperator überlebt sie alle und mit ihm auch das Imperium (wenn auch in Form von der neuen Ordnung). Er wird letztlich durch seine eigene Enkelin gestoppt … was diese vermutlich auch ohne all die vorherigen Opfer der anderen Charaktere geschafft hätte.

      Aber ich fürchte, dass man dann entweder nur die Wahl hat
      – mit dieser sehr unglücklichen Entscheidung zu leben und die neuen, oft echt gut gemachten Serien zu genießen (mit einigen unrühmlichen Ausnahmen … *hüstel* Obi-Wan? Book of Boba Fett ?)
      – oder eben kein Star Wars mehr zu schauen

      Und für letzteres machen mir die neuen, zum Teil sehr gut gemachten Serien einfach zu viel Spaß & es hängen für mich zu viele Kindheitserinnerungen an den alten Filmen. Außerdem hoffe ich für meinen Teil immer noch auf eine Fortsetzung von Episode 9, die damit beginnt, dass Luke Skywalker schweißgebadet aufwacht und die letzten 3 Teile als bösen Alptraum abtut :-).

      Antworten
    • Sparkiller sagt:

      Um die „Neue Ordnung“ kann man schon ganz gut rumschreiben. War halt ein Ableger des Imperiums mit einem verrückten Imperator. Erwähnt der nächste Bösewicht abwertend nebenbei und gut ist.

      Und man hat in den Sequels ja nicht Coruscant vernichtet, weil Disney wohl etwas dagegen hatte. Dadurch reicht der Nebensatz, dass die Neue Republik ihren Sitz halt wieder dorthin verlagert hat und ERNEUT vor dem Wiederaufbau steht. Nichts, was ein Solidaritätszuschlag nicht lösen könnte („WIEVIEL Credits ziehen die dafür von meinem Lohn ab?!“).

      Und die Mega-Sith-Flotte wurde ja schon kurz nach dem Start vernichtet, also hat auch Episode 9 nicht soooo einen Einfluss. Der Rest war ja nur lahmes Geocaching wie bei Ahsoka und Indy 5.

      Antworten
    • Finity sagt:

      Herumschreiben kann man bestimmt, die Frage ist halt, ob noch irgendwas übrig ist, was noch viele Zuschauer ernsthaft sehen wollen:
      – die alten Helden sind alle tot (und zusätzlich zum Teil noch unnötig „demontiert“ worden)
      – neue Helden / ikonische Figuren wurden keine aufgebaut (zumindest keine, die mir in Erinnerung geblieben wären)
      – interessante Bösewichte gibt es auch keine mehr (der Voldemort-Verschnitt wurde ja gleich im zweiten Film erledigt, Lord Helmchen aka Kylo Ren ist tot, der Imperator bleibt es jetzt auch hoffentlich mal)
      – der Regierungssitz (auch wenn es nicht Coruscant war) ist vernichtet und mit ihm wahrscheinlich auch die komplette Regierung
      – die Flotte der Neuen Republik und alle hochrangigen Generäle sind weg

      Ich denke, deshalb wird ja auch ständig in der Vergangenheit gewühlt und die Serien konzentrieren sich auf die Ära vor den Geschehnissen der 3 neuen Filme. Und auch von den 3 geplanten Filmen, die in den nächsten Jahren erscheinen sollen, wird wohl nur einer mit Rey sein und der Rest in den anderen Zeitaltern spielen. Das scheint mir schon ein Zeichen dafür zu sein, dass auch den Leuten bei Disney bewusst ist, dass die Menge an interessanten Themen nach Star Wars 9 nicht so wirklich riesig ist.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Wie auch in anderen Franchises (z.B. Avengers, Star Trek, Jurassic Park, etc.), hat man action-, effekt- und storymäßig so sehr am Rad gedreht, dass jede „vernünftige“ Geschichte als Rückschritt betrachtet würde.

      Nach dem letzten Brosnan-Bond „Stirb an einem anderen Tag“, der grotesk mit schlechter CGI überladen war, hat man sich vier Jahre lang die Wunden geleckt und hat mit „Casino Royale“ die Serie wieder geerdet. Ähnliches täte auch Star Wars gut. Auch bei Indy 5 hätte an besser daran getan, mehr in das Drehbuch und weniger in lächerliche CGI-Sequenzen zu investieren. Episode 9 war das „Stirb an einem anderen Tag“ für Star Wars: „Wieso einen Sternenzerstörer, wenn man mit Copy&Paste heutzutage 500 haben kann?“ Selbst die „Macht“ wurde immer mehr zur wilden Zauberei degradiert und hat alles Mystische verloren. Gerne erinnert man sich daran, wie Obi Wan und Yoda Luke die Macht erläuterten und man von Kleinigkeiten fasziniert war. Schon in der Prequel-Trilogie wurde Yoda dann plötzlich zum Hüpfzwerg und hat mit riesigen Plattformen im Senatsgebäude jongliert. Gähn…

      Es gibt kaum einen Drehbuchschreiber und Regisseur, der nicht noch einen drauf setzen und die Action des Vorängers übertreffen möchte. Deshalb werden Filmreihen heutzutage von Film zu Film meist schlechter. Die eigentliche Geschichte scheint nur noch dazu da, die geplanten Actionsequenzen miteinander zu verknüpfen.

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    • Ja, hier sagt:

      Wohl gesprochen, ehrenwerter Opiwan G-hoffmann.

      Ja, mit diesem unsäglichen „größer – weiter – mehr“ hat sich schon ST:D gehörig den Kopf gestossen (zum Glück wurde kein wichtiges Kurtzman-Organ dabei verletzt).

      …aber „Die Another Day“ hatte doch immerhin dieses melodische, eingängige Titellied von dieser süßen kleinen jugendlichen Madonna! Beste Bondmelodie für besten Bondfilm /s

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    • Finity sagt:

      Ja, Gigatomanie schadet den jeweiligen Universen auf Dauer, das sehe ich ganz genauso. Nichts hat auf Dauer noch einen Wert, weil jeder Wahnsinn direkt von einem anderen Superlativ überboten wird („Ein Spiderman? Quatsch, wir machen tausende, das ist tausendmal besser“). Das Ganze erinnert ein wenig an die seeligen Kindertage, in denen man sich darum gestritten hat, dass das eigene Lego-Raumschiff 100 Mal unendlich schneller ist, als das des Spielkameraden und der dann noch einen draufgesattelt hat mit 100 Mal 100 Mal unendlich ;-).

      Dein Beispiel mit Yoda und Luke finde ich sehr schön: für die Zuschauer von Episode 5 war es total fantastisch, wie der „kleine grüne Knilch“ mit enormer Kraftanstrengung den riesigen X-Wing aus dem Morast ziehen konnte -> man bekam damit das Gefühl vermittelt, dass, obwohl Darth Vader unglaublich stark war, es auch andere Wesen geben könnte, welche die Macht genauso gut nutzen konnten, um ihm vielleicht paroli zu bieten. Aber verglichen mit einem Imperator, der in Episode 9 mal eben eine ganze Flotte aus dem Weltall herunterschießen kann, ist das natürlich gar nichts. Und auch das was Darth Vader konnte, wirkt wie die Tricks von einem Sith-Azubi im 1.Lehrjahr.

      Gerade in dem Zusammenhang empfinde ich Ahsoka bis jetzt als gut gelungen. Ja, Ahsoka ist ein sehr starker „Machtbeherrscher“ (ein Jedi ist sie ja eigentlich nicht mehr, seit sie den Orden verlassen hat), aber das ist im Rahmen ihrer Ausbildung auch in Ordnung und glaubhaft. Sie hatte mit Anakin Skywalker und Obi Wan jahrelang ausgezeichnete Lehrmeister. Außerdem kämpfte sie in den Klonkriegen an vorderster Front, was sicherlich auch nicht gerade ein Zuckerschlecken war. Trotzdem sieht das, was sie mit der Macht anstellt, nicht völlig an den Haaren herbeigezogen aus. Und die Geschichte selbst ist bis jetzt ganz unaufgeregt: es geht nicht darum, die ultimative Super-Duper-Schlimmer-Als-Der-Todesstern-Geheimwaffe zu finden oder einen toten Zombie-Imperator wiederzubeleben, sondern die Ziele sind bescheiden:

      1.) einen verschollenen Freund wiederfinden (dem Ahsoka und auch Sabine ihr Leben verdanken)
      2.) zu verhindern, dass der letzte Grand-Admiral der imperialen Flotte zurückkehren kann, weil dieser als militärisches Genie gilt und den Kampfgeist der verbliebenen Imperialen sicherlich von neuem wecken würde

      Das gefällt mir bis jetzt eigentlich ganz gut. Aber man wird sehen, wohin sich die Geschichte entwickelt.

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  13. JP1957 sagt:

    „Die eigentliche Geschichte scheint nur noch dazu da, die geplanten Actionsequenzen miteinander zu verknüpfen.“

    Die beiden SF-Filme, die mir in den letzten Jahren am besten gefallen haben – „Der Marsianer“ und „Gravity“ haben sich der Veractionierung ja weitgehend entzogen und waren in dieser Beziehung eher minimalistisch.

    Es geht also auch so … oder vielleicht gerade so.

    • G.G.Hoffmann sagt:

      Das ist wahr. Die Neigung zur Übertreibung findet man meist in Filmreihen. „Der Marsianer 2“ oder „Gravity 3“ wären vermutlich ebenfalls actionreicher und oberflächlicher geraten.

      Mir fällt spontan kein Beispiel ein, in dem vierte oder x-te Teil einer Filmreihe besser war als die Vorgängerfilme. Bei Star Wars war Teil 3, also Episode VI, natürlich noch sehr gut, bei Indiana Jones ist der dritte Teil ebenfalls ein Highlight. Bei „Zurück in die Zukunft“ würde ich das für Teil 3 nicht mehr unterschreiben. In Star Trek waren die ersten 10 Filme zwischen 1978 und 2002 ein Auf und Ab, bei den drei Filmen aus der Kelvin-Zeitlinie ging es von Teil 1 an den Bach runter.

      Die X-Men und das Avengers-Universum wurde auch von Film zu Film actionreicher und inhaltlich dünner. Was will man auch immer noch draufsetzen? Alle denkbaren CGI-Effekte wurden bereits zigmal gezeigt.

      Selbst mein 13-jähriger Sohn bevorzugt inzwischen das gute alte Actionkino der 80er-/90er mit praktischen Effekten und Stuntmen. Wenn ein echtes Auto sich überschlägt und Feuer fängt, ist das selbst für die CGI-verwöhnten (oder abgestumpften?) Augen eines Teenagers inzwischen reizvoller als eine CGI-Sequenz, von der man weiß, dass kein Mensch das Studio verlassen hat und gefährdet war, kein echter Gegenstand dran glauben musste, keine echte Explosion stattgefunden hat, kein Gebäude/keine Kulisse tatsächlich zu Bruch gegangen ist.

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    • JP1957 sagt:

      Wann ging das mit der Unsitte der Filmreihen eigentlich los?

      Spontan fällt mir vor „Der Pate“ nichts ein.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Zwei der ältesten Filmreihen sind James Bond und Godzilla.

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  14. 20thcenturyman sagt:

    Die vierte Ashoka-Episode ist sogar ansehbar. Sehr aufwendig produziert. Die Story ist auch nicht übel. Man darf eben nur nicht darüber nachdenken, was zur selben Zeit auf Coruscant geschieht. Leia, Han und Luke stümpern vor sich hin und merken nicht, wie ihnen langsam der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Die inkompetenteste Truppe aller Zeiten. Aus ihren Dienstbesprechungen könnte man eine Sitcom machen.

  15. Tabularius sagt:

    Hab Ashoka nicht gesehen aber Andor kann ich nur wärmstens empfehlen. Ist nicht nur das beste Star Wars seit Empire sondern seit Arcane auch die beste Serie die mir so untergekommen ist.
    Ganz grosses Kino!

  16. BergH60 sagt:

    tach auch !

    Schliesse mich der Kritik in weiten Teilen an.
    Ich habe allerdings erst die erste Episode gesehen.
    Irgendwann werde ich es schaffen nicht weiter zu gucken, wenn Ihr sagt es lohnt nicht.
    Rosario Dawson kann mehr, auch sexy gucken.

    Der Schnipsel da mit der neuen syncro :
    Muahahahahahaha

  17. Kazairl sagt:

    Mit Folge 5 bekommen wir zwar eine ganz passable Folge, aber die Story wurde so gut wie nicht vorangetrieben. So gesehen bewegen wir uns seit 5 Folgen nicht vom Fleck.

    • Grinch1969 sagt:

      Arianna Greenblatt als Young Ahsoka allerdings auch sensationell gecastet. Mit ihr hätte ich mir ne Realverfilmung von Rebels tatsächlich angesehen.

      Antworten
    • Finity sagt:

      Das mit dem seit „5 Folgen nicht vom Fleck kommen“ kann ich nicht wirklich nachvollziehen: beide Seiten sind jetzt auf dem Weg zu Thrawn und Ezra. Im Mittelpunkt der Episode stand eigentlich ohnehin etwas anderes: das Wiedersehen zwischen Ahsoka und Anakin, um ihre Ausbildung abzuschließen. Dabei gab es einiges an sehr schönen Charaktermomenten und nebenbei natürlich auch mächtig viel Fan-Service ;-).

      An den Grinch: kann mich nicht erinnern, eine junge Version von Ahsoka in Rebels gesehen zu haben. Dort ist sie bereits die erwachsene Ahsoka, die wir von dieser Serie und vom Mandalorianer kennen. Oder verwechsele ich da gerade was?

      Antworten
  18. Yole sagt:

    Ahsoka ist halt Generation-Pokemon. Zwar nicht Retro, aber die dürfen auch ihren Kult haben. Die Serie erscheint mir bewusst infantiler zu sein. Ist bestimmt gut fortgesetzt (Clonewars, Rebels kenne ich nicht / bei Harry Potter war ich zwar auch spät dran (30), aber es ist ja nie zu spät in der Wiki und im Elbenwald zu stöbern).

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