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Kurtzman wird zum Genie: Michelle Yeoh bald in Spin-Off-Serie

Endlich gute Ideen: CBS plant anscheinend eine Spin-Off-Serie mit Michelle Yeoh in der Hauptrolle. Höchstwahrscheinlich spielt sie hier erneut die brutale Imperatorin, die der Föderation dabei hilft, die Sektion 31 zu gründen.

Zumindest berichtet das die Webseite Deadline.com. Und natürlich ist das nur eine logische Idee! CBS möchte nämlich das ganze Jahr lang immer wieder neuen Trek-Content, damit die Leute ihren Streaming-Service nicht nur einen Monat lang durch-bingen und dann wieder für 300 Tage canceln.

In der Pilotepisode soll es darum gehen, dass ein Zeitreisender mit Hitler zu Abend essen will, um das Dritte Reich zu retten. Philippa Georgiou hat daher keine Wahl: Sie muss die pürierten Kartoffeln herrichten!

Da Discovery finanziell als mittlerer Flop angesehen werden darf, ist es logisch, sich endlich auf die Stärken von Star Trek zu konzentrieren. Nämlich grundlos freigelassenen Diktatoren aus dem Spiegeluniversum dabei zuzusehen, wie sie eine durchtriebene Geheimdienstorganisation betreuen. Was Ende der ersten Staffel in Discovery bereits angedeutet wurde, könnte im Verlauf der zweiten Staffel also endlich eingetütet werden: Der Weg einer Frau, die dringend gebraucht wird, weil sich in unserem Universum niemand für den Job des Geheimdienstlers gefunden hat. Ein häufiges Problem – auch in unseren Zeiten…

Leider geht aus der oben verlinkten Mitteilung nicht hervor, ob die Serie vielleicht auch humorvolle Elemente besitzen wird. So könnte ich mir vorstellen, dass sie einen Kelpianer in das Team bekommt und jede Folge versucht, ihn zu essen (siehe ALF/Katze Lucky). Für weitere Infos müssen wir uns leider noch ein paar Tage gedulden, denn 100%ig sicher scheint die Sache noch nicht zu sein. So wird derzeit noch über Terminschwierigkeiten von Michelle Yeoh spekuliert.

Aber es wäre natürlich schade, wenn so ein vielverbrechendes Konzept daran scheitern würde.


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Artikel

von Klapowski am 11.11.18 in Star Trek: Discovery

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Kommentare (9)

  1. Serienfan sagt:

    Kurtzman hat bislang als Geheimagent der internationalen Sekten-Vereinigung seine Sabotage-Aufträge gegen die verhasste Hollywood-Industrie sehr gut erledigt. Erst Sony, dann Universal, und nun sind Streaming-Dienste wie CBS All Access und das europäische Netflix dran.

    Angesichts solcher Meldungen frage ich mich allerdings, ob Kurtzman aufgrund seiner anhaltenden Erfolge nicht anfängt, ein bisschen leichtsinnig zu werden. Er könnte allmählich Gefahr laufen, zusammen mit seinen Mitverschwörern Kathleen Kennedy und Paul Feig aufzufliegen.

    Andererseits gilt hier wahrscheinlich das etablierte und bewährte „too big to fail“-Prinzip. Ab 25 Mio Dollar Gehalt macht offiziell niemand mehr Fehler.

    • Klapowski sagt:

      Ja, es hat eine gewisse Faszination, fremden Leuten beim Verzweifeln zuzusehen. Ich bin jetzt schon gespannter auf die Reaktionen auf YouTube (langsam geht es auch schon los), als auf die Serien an sich. Das nennt man dann wohl „Mehrwert“.

      Aber mathematisch ergibt es durchaus SINN, so viele Trek-Shows wie möglich rauszupupsen.

      Sagen wir mal, dass Discovery 8 Millionen pro Folge kostet. Das sind für 15 Folgen genau 120 Millionen Dollar.

      Kommen noch Marketingkosten dazu. Ich rechne hier mal realistisch mit 80 Millionen. Also 200 Euro Kosten für EINE Serie pro Jahr.

      CBS All Access kostet 10 Dollar im Monat. Rechnen wir mal realistisch damit, dass Star-Trek-Liebhaber vielleicht 4 Monate dranbleiben, bevor sie wieder für gut ein Jahr (oder für immer) kündigen. Die müssten dann allerdings NUR für Discovery diesen Dienst benutzen, damit meine Rechnung passt. Das bedeutet: Für 200 Millionen Dollar Kosten müssten 5.000.000 Leute (bzw. Trekkis) – nur für Discovery! – 4 Monate im Jahr dabei bleiben und bezahlen. Ab dem 5.000.001-ten Zuschauer würde man dann in Bezug auf Star Trek laaangsam Gewinne machen.

      Also macht es Sinn, VIER Serien parallel laufen zu lassen (Picard, Discovery, Diktatorin, Zeichentrick), die günstiger sind als „1 Serie x 4“. Das wären dann vielleicht Gesamtkosten von vielleicht… hm… 600 Millionen Dollar im Jahr. – Beim Marketing habe ich jetzt weniger reingerechnet, weil man bei so vielen Serien die Synergien nutzen kann.

      Wenn die Trekkis also jetzt 12 (statt 4) Monate lang 10 Dollar bezahlen würden, um all das zu sehen, braucht man immer noch 5.000.000 Trekkies pro Jahr für den CBS-Streaming-Dienst. Zusätzlich natürlich zu den normalen Nutzern, die wir jetzt mal ignorieren sollten.

      Also exakt so viele wie bei nur EINER Serie. Nur dass jetzt das Angebot größer ist.

      Das Problem ist nur, dass die aktuellen (legalen) US-Zuschauer bei Discovery auf ca. 800.000 geschätzt werden. Eher sogar noch weniger. Das heißt, man müsste nicht nur jeden derzeitigen Zuschauer HALTEN, sondern auf jeden Fan sogar noch 6,25 weitere dazugewinnen.

      Für Kurtzman und seine Crew natürlich ein Klacks!

      (P.S.: Um noch mehr Synergien zu nutzen, würde ich NOCH DAZU eine fünfte Trek-Serie erfinden. Irgendwas günstiges. Eine Sitcom oder so was)

    • Klapowski sagt:

      Mist, ich habe die internationale Netflix-Kohle vergessen. Aber dafür die von CBS zu zahlenden Steuern außen vor gelassen. Könnte sich aber tatsächlich recht gut ausgleichen.

    • G.G.Hoffman sagt:

      8 Mio. pro Folge kann ich mir nicht vorstellen. Nehmen wir zum Vergleich Babylon Berlin. Dort sollen 16 Episoden 40 Mio. Euro, also etwa 46 Mio. Dollar gekostet haben, macht knapp 3 Mio. Dollar pro Folge. Und Babylon Berlin war in Sachen Ausstattung, Kulissenbau und CGI recht aufwendig. DSC spielt ja überwiegend nur in 4-5 Räumen und die CGI wirkt billig.

      Ich glaube, CBS wollte mit den kolportierten Produktionskosten ein wenig auf die Sahne hauen. Mich hat das optisch nicht überzeugt. Vielleicht hat man zuviel in Gagen für Isaacs und Yeoh investiert.

    • Klapowski sagt:

      „8 Mio. pro Folge kann ich mir nicht vorstellen.“

      Du vergleichst hier europäische Serien mit Ami-Produktionen. „Bei denen“ wird gerne mal doppelt so teuer.

      8 Millionen finde ich auch etwas viel für das Gebotene, aber da muss man wohl noch einen Missmanagement-Koeffizienten hinzufügen. GoT kostete übrigens 10 Millionen, ab der 8 Staffel dann 15 Millionen pro Folge. Sooo unwahrscheinlich sind die Zahlen daher nicht.

    • Serienfan sagt:

      Ich gehe übrigens davon aus, dass so ein Streaming-Dienst mit all den Servern, die betrieben werden müssen, auch nicht umsonst ist, das übersieht die Klapo-Rechnung auch.

      Die absurd hohen Kosten, die heute für Serien genannt werden, lassen allerdings auch den ungläubigen Thomas in mir wach werden.

      „Star Trek: The Next Generation“ kostete pro Folge 1,3 Mio Dollar.

      Auch wenn sich die Kaufkraft des Dollars seitdem halbiert hat, frage ich mich, weshalb Serien heute angeblich das fünf- bis zehnfache kosten.

      Der Film „Die Farbe Lila“ hat seinen Namen von einem Fliederfeld. Man darf, so im Buch wie im Film, an einem Fliederfeld nicht vorbeigehen, ohne das schöne Lila zu bestaunen. Dummerweise ist Flieder gar nicht lila, er ist blau. Das musste Spielberg frustriert feststellen. Also wurde jemand engagiert, der in mühseliger Arbeit über eine Woche lang bei einem riesigen Fliederfeld per Hand jedes Blütenblatt lila anmalte. Das für eine kurze, aber wichtige Szene. Spielberg sagte später selbst: Heute würde man dafür nur einen Mausklick benötigen.

      Was ich damit sagen will: Jeder, der heute auf einem modernen Smartphone 4K-Aufnahmen macht, merkt, dass man sich schon extrem anstrengen muss, um die Aufnahme zu ruinieren. Wurde TNG noch auf 35mm Film gedreht, ist heute die viel einfachere Digitaltechnik im Einsatz. Die Nachbearbeitung kann ohnehin wahre Wunder bewirken.

      Eine Serie wie „Discovery“ dürfte heute nicht mehr kosten als früher „Babylon 5“.

      Eine Serie wie „Westworld“ benutzt die bestehenden „Deadwood“-Kulissen und in den Innenaufnahmen ein paar Glasscheiben in schwarzen Räumen. Der Soundtrack dröhnt meist als Synthesizer, den Straczynski mit einem Mausklick gelöscht hätte. Es ist mir ein Rätsel, was hier bitte zu einer der teuersten Serien aller Zeiten geführt haben soll, angeblich sogar teurer als die ersten „Game of Thrones“-Episoden.

      Wenn man sich dann auch noch einige Fan-Produktionen ansieht, die mit dem Bruchteil des Budgets in der Lage sind, professionell wirkende Filme zu erstellen, erscheinen mir die astronomischen Kosten neuer Serien noch unerklärlicher. Sind die Schutzgeldzahlungen an die in Los Angeles ja angeblich stark etablierte Mafia gestiegen?

      Vielleichtg ist Hollywood in Wahrheit eine geheime Geldwäsche-Organisation! Das würde vieles erklären. In „The Producers“ versucht ein Produzent, mit Absicht einen Flop zu erzeugen, um Gelder für sich abzweigen zu können, ohne dass dies jemand hinterfragt. Es geht in dem Film auch um die Frage: Wie erzeugt man einen garantierten Flop?

      Gut, zumindest Kurtzman scheint auf diese Frage die Antwort gefunden zu haben.

    • Klapowski sagt:

      „dass so ein Streaming-Dienst mit all den Servern, die betrieben werden müssen, auch nicht umsonst ist, das übersieht die Klapo-Rechnung auch.“

      Schon wahr. Und die 25 Kurtzman-Millionen für 5 Jahre Premium-Ideen sind auch noch nicht mit drin. Und die Mietkosten für die Gebäude, die Tonerkosten und das Kopierpapier fehlen auch noch. – Einigen wir uns daher einfach darauf, dass 8-10 Millionen Trek-Fans im Jahr CBS abonnieren müssten? Statt 5-6?

      Ich wollte mit meiner halbwegs zusammengeschätzten Rechnerei auch nur eines – in Richtung von CBS – ausdrücken:

      Kokain ist nicht gesund. Bitte lasst es bleiben.

    • Serienfan sagt:

      Wobei ich gar nichts ausschließen würde, dass Kurtzmans Gehalt zumindest anteilig in die Kosten reingerechnet wird.

      Offenbar rechnet man heute irgendwie ALLES nur denkbare in die Kosten rein, damit man mit hohen Produktionswerten angeben kann.

      Und spitzfindige Steuerberater berücksichtigen ja „entgangene Gewinne“ auch gerne als „Kosten“.

      Ein solch „entgangener Gewinn“ könnte im Fall von „Discovery“ bedeuten, dass man mit den vorhandenen Ressourcen (Filmcrew usw.) ja auch eine gute und erfolgreiche Serie hätte machen können. Die möglichen Einnahmen einer solchen (guten und erfolgreichen) Serie wären dann im Fall von „Discovery“ ein „Verlust“ durch „entgangenen Gewinn“.

      Das würde in so manchen Fällen die exorbitant hohen Herstellungskosten erklären!

  2. G.G.Hoffmann sagt:

    „Flop“ ist bei Star Trek aber auch relativ zu sehen. TOS war zunächst ein Flop, später Kult. TNG galt zwar als erfolgreich, näheres hat man jedoch nie erfahren. Die remastered Blurays sollen wiederum so ein Flop gewesen sein, dass man von einer Restauration von DS9 und VOY Abstand nahm. DS9 war das von den Fans geliebte, aber von der Masse verschmähte häßliche Entlein. VOY fristete auf UPN ein trauriges Schattendasein und galt auch nur als mäßig erfolgreich. ENT wiederum galt als ausgemachter Flop. Alle Star Trek Kinofilme hatten nur sehr mäßigen Erfolg. Das gilt sogar für die erfolgreicheren unter ihnen wie ST2, ST4 und ST8. Der letzte Film „Beyond“ hat immerhin 343 Mio. eingespielt, galt aber trotzdem als Flop.

    Wenn man gleichwohl seit über 50 Jahren immer wieder neuen Murks produziert, muss ja irgendetwas hängen bleiben. Die Serien und Filme laufen seit Jahrzehnten in vielen Ländern in Dauerschleife, auch Netflix & Co. haben alle Serien und Filme im Angebot. Irgendwie rechnet sich das über die Jahrzehnte anscheinend immer. Die langfristigen Lizenzen machen vermutlich mehr aus als die kurzfristigen Erfolge bei den Erstausstrahlungen bzw. an der Kinokasse. Star Trek ist, zumindest im TV, die führende SciFi-Serie. Kirk & Spock kann man immer wieder aufwärmen.

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