Film- und Serienkritiken

Der Latinum-Standard des Star Trek Universums

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Unsere Buchtipps – sponsered by Marquis de Sade

Wegen des große Erfolges der Los Buchwochos bei ST-E.de bespreche ich heute noch einmal 4 Bücher, die ich in letzter verlorener Zeit so gelesen habe. Auch diesmal ist wieder drei Viertel Schrott dabei, was nicht nur viel über den Ablauf meiner Bücherkäufe („Ein Dunkelblaues Cover! Cooool!“) aussagt, sondern auch über die irreführenden Klappentexte der Verlage. Herumtestende Schreiberlinge werden zu „den größten Autoren seit Erfindung des Maßbandes“ sowie zu „dem Erfinder von aufeinanderfolgenden Sätzen auf dem offiziellen Papyrus-Nachfolger“. Aber lest ab hier nun selbst… – bloß nicht diese Bücher!

Star Trek – Sternendämmerung – von William Shatner!

Inhalt:

Picard und Kirk machen’s zusammen. Nämlich Urlaub. Nachdem Kirk im ersten Band dieser Reihe von den Borg wiederbelebt wurde (Q und die Wurmloch-Propheten behalten sich rechtliche Schritte bis heute vor), hüpfen die beiden(?) „dicken“ Freunde von einem Schiff in der Umlaufbahn auf den Planeten Bajor hinunter. Eine Sportart, die in der Zukunft unter „Extreme-Unwahrscheinliching“ bekannt ist, dem Nachfolger des Bungee-Jumpings. Doch der Sprung geht schief und so landen beide in einem Wüstencamp, in dem irgendwas oder irgendwer die dortigen Archäologen schnetzelt. Nebenbei nutzt Kirk jeden Moment der Nicht-Todesgefahr für die Erzählung einer alten Story von der Enterprise, die aus irgendeinem Grund mit all den Geschehnissen auf Bajor überhaupt nichts zu tun haben scheint.

“Zwei Schwerter schlagen, ach, in meiner Brust!” – Schön wär’s, Herr Shakespea… – Shatner. Einfach weggedämmert: Wenn Shatners Sterne dämmern, meint er damit wohl das verlöschende Aufblitzen seiner Neuronen. Das der Mann auf diesem Cover sein Gesicht zweigeteilt trägt, kann ich nur als prophetische Vorhersage eines baldiges Schlaganfalls mit anschließender Visagenlähmung deuten. Seinen Satzbau hat es ja schließlich auch bereits erwischt…

Wertung:

Dies ist mein erstes gelesenes ST-Buch seit genau 10 Jahren. Die Neugier trieb mich. Und der Grabbeltischpreis von 2 Euronen. Im Nachhinein bereue ich nun, mir für das Geld nicht doch eine schöne Flasche Erdbeerwein gekauft zu haben…

Ich will ja nicht als homophil gelten, aber dieses schwule Verhalten der beiden Hauptfiguren, deren Eigenarten ständig ausgewälzt werden (Picard = zu nachdenklich, Kirk = zupackend) ging mir mächtig auf’s Säcklein. Das alles wird zudem mittels einer platten Figurenbeschreibung zusammengebacken, die auch nicht davor zurückschreckt, trekhistorisch korrekte Fakten für sich zu vereinnahmen. So erinnert sich Picard wehmütig an den Gärtner Boothby, Morn findet seine pflichtschuldige Erwähnung und bereits im Vorspann darf Gul Dukat den Leser heiß machen. Alles umsonst, denn die beiden Hauptakteure passen nur anatomisch gut zusammen. Picard ist nur dazu da, Shatners Geschreibsel den Anspruch von trekhistorischer Toleranz, Weitsicht und Integrationsbemühungen in den Canon zu verpassen.

Durch die Hintertür kommt Kirk jedoch noch immer als DER Macher herüber, gerne auch in die Hose. Kindisch ist und bleibt Opi nämlich auch hier. Jean-Luc hingegen könnte sich in Extremsituationen nämlich nicht mal spontan auf den Paragraphen festlegen, mit dem er Jim zurechtweist. Und obwohl das Buch eine einzige Kirk-Show ist, kommt der Powerrentner hier unsympathischer ’rüber als Tom Cruise als Leiter des Seminars „Überweisungsträger ausfüllen statt Tabletten essen – Wie Scientology auch DICH gesund macht“.

Trotz der Tatsache, dass das „Werk“ in einem leicht zu lesendem Stil ’runterverfasst wurde und man es in einer irren Geschwindigkeit ’runterlesen könnte, waren mehr als 10 Seiten am Tag einfach nicht „drin“. Wenigstens geben die Blätter eine beruhigenden Ratschlaut von sich, wenn man sie in der tiefen Befriedigung, diese abgearbeitet zu haben, einzeln aus dem Buch extrahiert. – Denn die Ermittlungen im Wüstencamp triefen ebenfalls vor pseudotiefgründiger Psychologie à la „Kirk probierte eine Diskussionstechnik, die er von Spock gelernt hatte: Er hörte zu und sprach. In einer streng abwechselnd angelegten Choreografie!“ – Deppenland ist abgebrannt und die Flüchtenden finden eine Zuflucht in diesem fett- und geschmacksarmen Schinken von Buch.

Die Namen der bajoranischen Langweiler in dieser misslungenen Miss-Marple-Vertextung habe ich mir gar nicht erst gemerkt. Musste ab der Hälfte sowieso viel zu innig um den toten Jean-Luc trauern! Konnte mich kaum zurückhalten, eine Kerze auf dem Klappentext anzuzünden. Nur gut, dass Picard dann doch nicht so tot war, wie es die fehlende Leiche und die seltsamen Umstände seines „Todes“ überhaupt nicht vermuten ließen. Wer hätte das gedacht?

Die Rückblicke auf eine sehr frühe Mission Kirks werden ebenfalls ständig alberner. „Mein schönstes Ferienerlebnis“ für Hollywood-Opas mit Grauschimmel im Haar. Fortschrittliche Aliens, die Klingonen und Menschen im Wettklettern(!) gegeneinander antreten lassen, können wohl auch nur Shatner einfallen. Für’s ausfallend werden ist ja schon der Leser zuständig. – Fehlte nur noch ein Versteckspiel im Reaktorkern, Negerküsse im Photonentorpedo und ein Untergegeben-Wettessen. Der eine oder andere Pimpf hätte von Kirk nämlich durchaus mit einem beherzten Haps entfernt werden können.

Das letzte Buchviertel habe ich mir übrigens geschenkt. Aber nur, weil ich bald Geburtstag habe! Der Name des Mörders ist übrigens Rak’ Molaral’Mschmack. – Äh… Spielte der überhaupt mit?

Fazit: Die Lesung des nächsten Trekromans wird hiermit für Ende August 2016 angekündigt.


Singularität

Inhalt:

Auf dem Planeten „Rochards Welt“, einem armen Klumpen Erde, mit verarmten Menschen durchsetzt, fallen plötzlich Telefone vom Himmel. O2 can eben wirklich do. – Da dass die böse Föderation der Planeten nicht zulassen kann, schickt sie eine Kampfschiffarmee zur Klärung des Sachverhalts. An Bord eiens Schiffes befindet sich auch ein Geheimagent einer weniger bösen Organisation, deren Namen ich vergessen habe. – Können wir nur die Bewertung starten? Absätze, vor denen in Fettschrift „Inhalt“ steht, machen mich immer so nervös…

“Natürlich ist das Handy kostenlos! Sie müssten dann nur gerade hier diesen Vertrag unterschreiben. Die Grundgebühr beträgt nur 7 Hühner im Monat!“ – Alles hat einen Haken: Hoffentlich hängt Stross seine Autorenkappe auch demnächst an die selbige, wenn er so weitermacht. „Singularität“ ist das typische Beispiel für ein Buch, für das… einem… kein Beispiel einfällt. Immerhin hat es ein hübsches Cover. Aber gibt’s das auch in einem etwas männlicheren Testosteron-Blau?

Bewertung:

Was will uns der nicht ganz Dichte mit diesen Worten sagen?

Singularität zerfällt in 3 Hau(p)tbestandteile: Einer Fettschicht aus langatmigen Kampfsequenzen, einer wirr herumfliegender Schuppenwolke aus seltsamen planetaren Geschehnissen und einem melanomartig wuchernden Agentenkäse.

1.) Die Agentenstory, die spannend beginnt, jedoch immer klamaukiger und oberflächlicher wird. Wenn tattrige Admiräle zur Leitung einer ganzen Flotte eingesetzt werden, diese aber grunzend, lallend, schwerhörig(! Immer einen Comedy-Lacheinspieler wert!) und knochenbrüchig über’m Tisch hängen, kann man die Handlung nur schwerlich ernst nehmen. Der als Techniker getarnte Geheimagent bleibt gewiefter aber blässlicher Alleskönner mit der Lizenz zum Klötenkraulen. Psychologisch taugt dieser Strang höchstens als luftunterbindende Halskrause in bester Western-Manier.

2.) Die Kampfsequenzen sind so lang, wirr und gelbe Südfrucht, dass sie als eigener Teil des Buches durchgehen. Stross wollte anscheinend innovative Raumkämpfe erzählen und die wahnsinnigen Entfernungen, über die das Scharmützel ausgetragen wird, deutlich machen. Tatsächlich gelingt das mühelos, muss die rechte Hand beim Überblättern der entsprechenden Passagen doch tatsächlich die Strecke Erde-Mond zurücklegen… Ich würde also mal behaupten, dass die Absicht des Autors gründlich in die Hose gegangen ist, deren Ankleidungsvorgang der Autor sicherlich so beschreiben hätte:

„Rechter Schlauch anvisiert und grün. Starterlaubnis bei Zehnagel minus A-2 plus Naht. KA (= Körperauswuchs) ausgefahren und eingeführt. Vertikale Spule hält. Roger. Roger Rabbit. Linker KA trifft auf Verzerrung in einer feinstofflichen Konstante des linkes Schlauches. 3 Sekunden Toleranz. Status gelb-rot. – Hose is jetz an, Cheffe!“

3.) Die Planetenstory, die ursprünglich jede Menge Potential versprach (wie reagiert eine arme Gesellschaft, wenn sie quasi über Nacht in Besitz von trek’scher Replikatortechnologie kommt?), gibt den Zuschauern am Ende nur noch das gewisse Wir.. Wii…, nein: Wirr-Gefühl: Gut, Bauernhäuser mit Beinen kennen wir schon seit Doctor Snuggles und wurden in der letzten P.M.-Ausgabe auch offiziell angekündigt, wenn ich nicht sehr irre… – geworden bin. Aber tortenwerfende Clowns, deren Sahne den Getroffenen ebenfalls in einen tortenwerfenden Clown verwandelt? Zwar hat die hier vorgestellte „Jeder besitzt alles“-Idee durchaus Parallelen zum (theoretischen) Kommunismus, aber dass sich unsere ostdeutschen Mitbürger früher mit Hackfleischauflauf beworfen hätten und dabei eine Honneckermaske aufhatten, ist mir nicht bekannt. Aber ich bin als SF-Fan mit den aktuellen Vorgaben der draußen herrschenden Realität natürlich auch nicht allzu vertraut…

Es scheint fast so, dass der Autor am Ende keinen Bock mehr auf seine eigene Idee hatte. Das würde auch erklären, warum die verantwortlichen Aliens vom „Festival“ (klingt wie mittelalterliche Volksfeste in mittelgroßen Großstädten) selber nur gequirlte… Sahnetorte von sich geben. Aber bereits ein reales Zitat sagt ja bekanntlich mehr als tausend blumige Bilder: „Liefere uns Gültigkeitsbeweise für irgendeine Theorie, die uns unterhält. Singe, tanze, klatsche in die Hände.“

Gerade der letzte Teil der Aufforderung kann besonders leicht erfüllt werden. Nichts klatscht schöner als ein Buch, das mit ausreichend kinetischer Energie in einer Zimmerecke landet…

Fazit: Charles Stross, laut Klappentext Retter, Bewahrer und Erfinder der Science Fiction, ist ein Versager. Bereits nach dem zweiten Buch („Supernova“) musste er kleinlaut eingestehen, dass er sich im Laufe der Handlung, dem alten Klepper, wohl ein wenig vergaloppiert hatte. – EIN WENIG? Ich hatte schon ab Seite 200 das Gefühl, auf gammliger Pferdewurst rumzukauen. Da es bis dahin noch einigermaßen auszuhalten ist, reicht es aber noch für 2 Gnadenohren. Hast Glück, Stross. Kommt wohl von denen da!

*Auf vier Hufeisen auf Teller zeig*


Stimmen

Inhalt: Der Dings, ein alter Promoter von Ficki-Filmchen, darf überaschend ein absolut revolutionäres Handy bewerben. Doch dieses Handy hat einen ganz entscheidenden… Laken: Es ruft Geister herbei! Bevorzugt auf Buchrücken: Dort ist von einem „Verschwörungsthriller“, sowie von einem „Wissenschaftsthriller“ die Rede, was völliger Quatsch ist, denn hier wird weder verschworen noch gewusst, sondern höchstens mal getrillert. *Schiri-Pfeife und rote Karten raushol*

„Das mit dem ’Aufhören’ im kleinen Text rechts oben klingt im Nachhinein gar nicht so übel…“ – Tante Iris von ihrer schönsten Seite: Wenn schon nix für’n Kopf, dann wenigstens was auf’s Auge? Das Cover imitiert das geistlose Glotzen des Lesers auf eine congeniale Art. Apropos Art: Keine große Kunst ist der Erzählstil dieses Werkes. Ob es nun „Stimmen“ heißt oder nicht: Hier stimmt nämlich rein gar nichts.

Bewertung:

„Wo Michael Crichton aufhört, fängt Greg Bear erst an“ – Ja und zwar bei NULL. Bear kann nicht anständig schreiben, nicht unterhalten, nicht vernünftig erklären und hat damit eigentlich alle Voraussetzungen, mein alter Mathelehrer zu sein. – Hallo, Herr Rohrbach!

Greg Bear schreibt wie einer, der sich am Abend des selben Tages bereits 3 Stunden für die Ausarbeitung des nächsten Buches freigehalten hat. Die platten Abziehbild- und Aufbügel-Charaktere würden einen nicht mal interessieren, wenn sie die letzten Menschen des Planeten wären. Was sie aber nicht sind. Vielmehr Vogelscheuchen. Schon zu Beginn ahnt man, dass das große Finale, das sich mit „Hui-Buh! Wie unheimlich!“ zusammenfassen lässt, in einem Tunnel abspielen wird, der zwei Häuser eines reichen Knackers miteinander verbindet. Hier darf man nicht nur auf das Reißbrett des Autoren blicken, sondern dieses auch als schicke Halskrause mit sich herumtragen. Kein Wunder, wird einem doch die zukünftige Storyentwicklung mit Hilfe dieses Dings etwas zu kraftvoll auf den Kopf gehämmert.

Bear hält sich nicht mal mit pseudowissenschaftlichen Erklärungen auf, um zu erklären, warum die tollen Handys Geister anlocken. Abgesehen davon, dass dieGgeräte die geheimen Verbindungswege der Toten nutzen. Ja, die haben sich wenigstens noch was zu (ent)sagen. Wahrscheinlich, weil nur deren feinstoffliche Finger graziös genug sind, um eine durchschnittliche Handytastatur überhaupt bedienen zu können… Der angepeilte Gruselfaktor wird jedoch bei weitem nicht erreicht.

Der alte Brumm-Bear hatte sicht- und unleserlich keinen Bock, das volle Potential seiner Geschichte auszunutzen. Das da wäre: Stell’ Dir vor, du schreibst eine SMS und deine verstorbene Oma keift plötzlich zum Thema „Rechtschreibung der jungen Leute“ über Deine Schulter hinweg.

Oder es entwickelt sich ein esoterischer Kult um die Handys, da diese nicht nur ein Leben nach dem Tod beweisen, sondern auch noch eine 6-Megapixel(!)kamera besitzen. Aber es merkt ja keiner. Die Hauptfigur ist lange Zeit das einzige Wesen, das von herumturnenden – toten – Verkehrsopfern auf der Windschutzscheibe behelligt wird. Zumindest halten die anderen Testnutzer lange Zeit die Schnauze oder glauben an Wetterballons und Polarlichter. Vermutlich werden primär nicht nur die Datenströme der neuen Handys, sondern vor allem die Scheibenwischerleitungen bestimmter Automarken zum Totenplausch genutzt.

Richtige Panik bringt der Protagonist ebenfalls nicht herüber. Man hat das Gefühl, dass die alte Autisten-Sau heimlich in den Klappentext gelinst hat und sich freut, dass die Handlung nicht in jeder wortspieltechnischen Hinsicht völlig geistlos bleiben wird.

Fazit: Fließbandbuch ist Klapos Fluch. Vielleicht sollte man den Buchhandel mal darüber informieren, dass ich inzwischen deutlich über 15 bin? Greg Bear schreibt hier wie ein Besessener. Ein von Abgabeterminen Besessener. Ab jetzt plane ich keine Spontankäufe in Sachen Büchern mehr! Die nächsten Spontankäufe werden völlig ungeplant, jawollja!


1984

Inhalt: Im Jahre 1984 herrscht ein Regime, das die Menschen in jeglicher Hinsicht gern hat. Punkt. Und es gibt auch keinen Haken an der Sache. – Warum gibt es eigentlich nicht mehr Bücher mit DIESER Beschreibung? Immer dieses unterdrücken und überwachen und totmachen. So auch hier. Geschichtsbücher werden am Fließband umgeschrieben, wann immer die aktuelle Wahrheit unbequem geworden ist. Selbst eine falsche Gesichtsregung kann den Verdacht der spitzelnden Mitmenschen auf sich lenken. Kunst und Bücher sind verboten, jegliche Anstrengungen haben dem Staat zu gelten. Auch in ihrer spärlichen privaten Zeit können die Menschen nicht… – Muss ich das alles deutschen Mitbürgern eigentlich wirklich haarklein erklären? Was bringen eigentlich zwei Diktaturen hintereinander, wenn sie nicht wenigstens zur Abkürzung von Inhaltsangaben taugen?

“Wofür braucht der Gott unter den Büchern ein Raumschiff?” – In Gold gepresstes Aphrodisiakum: 1984 kommt ohne technologisches Wirrwarr aus. Auch das Cover der schätzungsweise 287. Auflage weiß zu gefallen. Aber Big Brother wusste ja schon immer mehr, als uns lieb war. *Grusel*

Wertung:

„Big Brother is watching you“, „Ministerium für Frieden“… Über diese Begriffe stolpert man als Zeitungsleser ständig. Ob SPIEGEL-Redakteur, BILD-Praktikant oder Faltblatt-Dichter („Pig Brother is awaiting you – Jetzt Schweinefleisch um 40% billiger“): Sie alle haben sich die Begriffe dieses Romans zueigen gemacht. Was für mich in der Regel ein Hinweis darauf ist, dass es sich bei der so dreist beworbenen Blattsammlung um einen besonders außergewöhnlichen, einmaligen und unübertrefflichen Dreck handelt. Die Popularitätserkenntnisse vom „Herrn der Ringe“ in Verbindung mit moderner Schlafforschung können einfach nicht lügen! – Noch unsympathischer machte sich der Roman bei mir, weil irgendwelche Vertreter der Grünen ihn ständig vorschieben. Wann immer ein harmloses Kameralein im berüchtigten Vergewaltiger-Stadtpark mon(t)iert werden sollte, spuckten diese Menschen angewidert ihren angekauten Grashalm aus und gaben an, dass auch Orwells Witwe ihnen Recht gegeben habe. Auch sie sagt nämlich: Vorsicht Kamera! – Verstehen sie Spaß…?

Umso erstaunter war ich, als ich das Buch las und ich sah, dass es gut war. Jedenfalls „Gut“ im Sinne von… – Nein! Auch diese einschränkende Erweiterung, wie ihr sie so oft von mir lest, gibt es hier nicht! Orwell bringt die Dinge ohne viel Gerede auf den Punkt. Punkt. Er überträgt das Gefühl des ständigen Verfolgtseins ohne Schnörkel auf den Leser. Oder den Hörbuchkonsumenten, um auch bei uns den neuen Medien allgemein (und dem Analphabetentum ganz speziell) Rechnung zu tragen… Mit einem Loser, der in einer grauen Wohnung hockt, keine Ahnung hat, wer gerade gegen wen Krieg führt und sich von allen Seiten beobachtet fühlt, kann sich wohl jeder Trekkie identifizieren, der noch bei Mutti wohnt.

So schwachsinnig die beschriebene analoge Überwachungstechnologie der „Zukunft“ heute auch daherkommt, so schön vereinfacht das auch die ganze Geschichte. Und das will schon etwas heißen, denn normalerweise kann ich es ja nicht ab, wenn beispielsweise im Buch „Schöne neue Welt“ die Menschen in Raketen durch die Gegen reisen, obwohl gegen schnelle Flugzeuge sicherlich nichts einzuwenden gewesen wäre.

Die Erzählung ist gradlinig. Keine Satzmonster (Der Deutschlehrer spricht auch von „Klapowsken“). Keine Nebenhandlungen um 3 andere Charaktere, von denen zwei in der Ichform berichten und der letzte in der dritten Person über sich selbst schwadroniert. Kein Wunder, dass ich das Buch bereits nach 2 Tagen mit einem satten zufriedenen Rülpser aus den Tiefen meines geistigen Befriedigungszentrums wieder in das Bücherregal stellen konnte. Besondere Aufmerksamkeit verdient der Schlussteil, der wunderbare Dialoge zwischen Wärter und Gefangenen bietet. So müssen aneinander gereihte Buchstaben aussehen, dann klappt es auch mit dem Umblättern!

Fazit: Ich dachte nie, dass ich das mal sagen würde: „Dieses Buch ist ein Klassiker!“ – Bitte bei Amazon bestellen und telefonisch durchgeben, dass ich euch dazu geraten habe (Abzocker-Links sind nicht unser Stil). Neben dem Lustigen Taschenbuch Nr. 124 und der aktuellsten PC-Zeitschrift ist dieses Werk auch die einzige Literatur, die man bei einem kulturinteressierten Mitteleuropäer als bekannt voraussetzen sollte!

Schade nur, dass der Begriff „Big Brother“ sich wohl nie von der gleichnamigen Zurschaustellung poppender Dumpfbacken vor Spiegelwänden erholen wird…

Weitersagen!

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von Klapowski am 26.08.06 in All-Gemeines

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Kommentare (21)

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  1. Gast sagt:

    1984…..über die Zeitangabe mögen Pedanten streiten , ansonsten , das Buch IST ein Klassiker …….BBTV-shows …darüber mag ich jetzt wirklich nix sagen :-/

  2. Gast sagt:

    hätte ich "Zweiter "sagen müssen :-/

  3. hotzenplotz sagt:

    Zweiter.
    Und überhaupt.
    Dass die ersten 3 Bücher Mist sind glaub ich dir ja gleich aufs Wort, aber dass 1984 gut sein soll… weiss nicht. Bzw. ja, ist sicher nicht schlecht, aber ist das nicht irgendwie ein Problem wenn man die ganze Geschichte schon kennt – so ausm Film und so? Und überhaupt?

  4. nakedtruth sagt:

    1. Ist das jetzt der falsche Ort und Zeitpunkt zuzugeben das ich stolzer Eigentümer eines Exemplares aller bis heute auf Deutsch erschienen Shatner-ST Romane bin?

    2. Mein Kommentar zu "Singularität" folgt in ca. 10 Jahren wenn ich es bis dann hin schaffe das Buch zu lesen.

    3. Kenne von dem Autoren nur "Planet der Verräter" aus dem SW-Universum. Shatner, wo bist du wenn man dich braucht?

    4. Häh? Hab meine Ausgabe bei amazon wieder verkauft. Ich sag nur "Animal Farm" und Daumen rauf.

  5. Klapowski sagt:

    Du besitzt jede Menge Star Wars- und Star Trek-Bücher, verkaufst aber "1984"?

    Auch wenn mir jetzt einige blöde Witze auf der Zunge liegen (Vielleicht nennt mich auch daher dahernd "Daniel Hamsterbacke"?), stelle ich lieber eine kurze Frage: WARUM?

    Die ersten 50 Seiten des neuen Buches "Spin", die ich gestern gelesen habe, würde ich fraglos gegen zwei Shatnerwerke tauschen. Schon allein vom Sprachlichen her.

    Denn: Rettet den Deutschen Nebensatz! Gebt mir und Buchkapiteln schmutzige Namen! Redet auch mal eine halbe Seite um den heißen Brei herum, wenn es Stimmung zu erzeugen gilt!

    "Daniel Klapowski wandte sich mit eisgrauen Augen ab; ganz so, als habe die Erkenntnis der Fehlbarkeit seiner Leser ihn härter getroffen als die kritischen Worte anderer es bei ihm selbst je vermochten. Geschmäcker. Meinungen. Vielfalt. Dies alles, für wie fördernswert er dies auch stets gehalten hatte, schrumpfte in diesem Moment zu einer leeren Worthülle zusammen. Übelkeit. Ein allzu bekanntes und verhasstes Geräusch. Ungläubig betrachtete Klapowski seine plötzlich klebrige und stinkende Hand. Es war so schnell gegangen. Er dachte daran – welch Ironie – dass er beim Erspähen von Erbrochenem früher stets würgen musste. Doch sein Magen war nun bereits ebenso leer wie sein Hals zugeschnürt. Kein Zweifel. Dies war ein Zeichen. Shatner musste sterben!"

    (Kapitel Ende)

  6. DJ Doena sagt:

    Shatner hat doch noch niemals nicht irgendein Buch geschrieben. Das haben doch immer seine Ghostwriter übernommen (die Geister die er rief, …. -> Wahrscheinlich hält Shatner den Geist der vergangenen Weihnacht in Geiselhaft, auf das er immer wieder nach Weihnachten 1966 zurückkehren kann).

    Zum Thema: Von den obigen kenne ich nur 1984, ST-Bücher hab ich schon ne ganze Weile keins mehr gelesen und wenn, dann waren das eigentlich nur DS9-Bücher.

    1984 hab ich mir vor ca. 10 Jahren von nem Kumpel geborgt und fand den ganz ok, aber nix zum Mehrfachlesen, was ich dann auch nicht getan habe.

  7. DJ Doena sagt:

    PS: Ich bin jetzt 1337, dieser Kommentar wurde von einem M4C M1n1 verfasst.

  8. nakedtruth sagt:

    WARUM?

    Na, weil 1984 mir schlicht nicht gefallen hat, mit Ausnahme einiger guter Gags. Das ist die reine Minitruth.

    Außerdem stellt bei SW z.B. "Das Erbe der Jedi-Ritter" alle Filme und Videospiele in den Schatten. Auch die X-Wing Bücher kann man gut lesen.

    Und falls das noch nicht reicht : Ich liebe halt Trash.

  9. DerGraf sagt:

    Mh…
    Shatner hätte sein Buch Götterdämmerung nennen solln.
    Denn das ist es ja was er damit bezweckt.
    Er zieht die Helden unserer Kindheit in den Dreck.
    Ist zwar typisch für einen alternden Hollywoodstar (gabs Hollywood damals schon?),
    aber mal ehrlich. Wenn er sich mit Conventions und Wal-Mart Eröffnungen nicht über Wasser halten kann soll er halt putzen gehn. ABER BITTE KEINE BÜCHER MEHR SCHREIBEN!

    Ach ja: 1984 hat bei uns an der Schule mal eine Klasse gelesen. Deshalb hab ich mich da nie rangetraut.
    Aber wenn du das sagst das is gut, Klapo, werd ich es mir natürlich sofort besorgen.

    mit freundlichen Grüßen
    DerGraf

  10. LiviaDrusilla sagt:

    Als ich noch zu meiner Schulzeit 1984 las, wunderte ich mich. Die Story war nachvollziehbar, ebenso die Charaktere. Alles passte zusammen und ergab einen Sinn, im Gegensatz zum absolut unterirdischen Film. Das einzige, was mich am Buch störte, war die ellenlange Passage im Mittelteil (?), als Orwell seitenlang theoretisches Zeug über das "System" faselt. Ansonsten: Ganz große Klasse. Lesebefehl!

    Ansonsten bin ich schon lange am Buchmarkt verzweifelt und denke manchmal, ich bin der einzige Mensch, der sich nicht nur Buchstaben anguckt, sondern auch versucht, da irgendeinen Sinn zu erkennen. Die meisten Leute lesen unkritisch irgendeinen Schmarrn… na ja, ich erspare euch lieber mein immer wieder gern wiederholtes Klagelied. Vielleicht sollte ich in Zukunft nur noch den Kaffeesatz lesen, da muss ich mir wenigstens keine falschen Hoffnungen hinsichtlich so überflüssiger Elemente wie glaubwürdiger Story oder Charakteren machen.

    Ach ja, lieber Daniel: Wann kriegen wir von dir endlich mal ein Meisterwerk zu lesen? Also eines, das über die durchschnittliche Artikellänge hinausgeht. Quasi eine 300-400seitige Aneinanderreihung von Klapowsken. Einer, der Bücher so gnadenlos auseinandernimmt, macht das doch nur, weil er insgeheim schon selbst an einem potentiellen Bestseller schreibt. Also raus mit der Sprache, damit wir sagen können: Wir haben's doch schon immer gewusst!

  11. Klapowski sagt:

    Hätte ja schon längst damit angefangen, wenn's nicht eine ganze Haken-Armada an der Sache geben würde:

    – Zeit. Schreiben kostet viel davon.

    – Desillusionierung. Hätte es gar nicht so gern, wenn ich auf Seite 50 plötzlich merke, dass ich von Shatner (oder dem Ehepaar Reeve, seinen Ghostwritern) noch etwas über Satzbau lernen kann. Oder dass Sparkis, manchmal übereifrige, Kommasetzung, tatsächlich korrekt ist.

    – Liest keiner. Mal ehrlich: Es gäbe nicht Dutzende Abzockerverlage ("Wir bringen ihr eigenes Buch an den Start und machen durch Zauberei und kleine Zusatzgebühr sogar, dass Google es findet!"), wenn jeder halbwegs schreiben könnende Trottel eine glanzvolle Karriere vor sich hätte.

    – Kann mich nicht entscheiden. Vor lauter Eifer und guten Vorsätzen könnte ich mich im Leben nicht auf eine gradlinige Story festlegen. 5 parallele Handlungsstränge, seltsame Randgags und seitenlange philosophische Abhandlungen über Gott und den Weltraum wären noch das kleinste Übel.

    – Ihr würdet mich ja doch nur auslachen… Und das ertrage ich genau so wenig wie ich es verstehe. – Was hättet ihr denn gegen ein sprechendes Vogelalien (genauer: ein Strauß) einzuwenden, hä?

    Wenn ihr allerdings versprecht, dass ihr das Buch trotzdem kaufen würdet…?

  12. DJ Doena sagt:

    Wo du von Zeit sprichst, die dir fehlt: Bsit du etwa kein Beamter mehr?

  13. crysis sagt:

    Sooo groß ist der Unterschied zwischen einem Angestellten im öffentlichen Dienst und einem Beamten denn auch wieder nicht.

    Zum Thema: Natürlich würden wir dieses Buch kaufen! Ich darf es zwar nicht lesen (auch deinen Kommentar habe ich mir von einer irritiert blickenden jungen Frau vorlesen lassen), aber kaufen und ins Regal stellen würde ich es mit Sicherheit! Ein Buch, geschrieben von Klapowski, mit Bildern (und Animationen!) von Sparkiller und "Produced by GGH". Wo bleibt der Amazon-Link?

    Die Powerargumente im Einzelnen:

    – Zeit: Für ein Lebenswerk muss man schon mal seinen Job aufgeben können. Oder das schlafen oder essen. Irgendwo muss doch da noch Zeit einzusparen sein? Ich würd ja auch solange deine Artikel für dich schreiben und das Radio machen, aber du willst ja nicht…

    – Desillustrierte: Da mach, dir mal keine, Sorgen. An deinn schlechtesten Tagen schreibst du immer noch locker besser und interessanter als William Shatner. Wobei DAS immernoch auf meine Oma zutrifft und die ist schon länger tot…

    Im Ernst: Du musst doch nur Q-artig mit den Fingern schnippen und schon ändert sich dein Schreibstil ganz wie deine dunklen, schmutzigen Gedanken dich ziehen, in einen langen, staubigen Gang, zu einer dicken, alten Fleischwarenfachverkäuferin. Aber ich schweife ab…

    – Story: Ich persönlich träume ja seit langem von einem Roman in dem schon im ersten Kapitel Rick Berman von einem Borg gemeuchelt wird, wodurch sich die Geschichte ab der siebenten TNG-Staffel komplett ändert. Spaß ist, was du draus machst.

    – Auslachen? Würden wir doch…gnihihi…nie…hmnahaha…niemals…*prust*…Keine Angst, weder bei einer STUS-TV-Sendung noch bei einem Buch würde das geschehen. Wir lachen hier alle mit dir. Stimmt's Sparkiller? Er ist ja ein bißchen schüchtern…hähä…auch bei den Frauen.

    Also: Hier ist das Versprechen das du wolltest. Wo ist mein Buch?

  14. LiviaDrusilla sagt:

    Daniel, Daniel. Solche Schein-Gegenargumente bringst du vor, die man genausogut verwenden könnte, um dich vom Satireschreiben abzubringen? Mir kommt es momentan so vor, als ob die Leute, die wirklich Talent haben, sich alles Mögliche einreden, um nicht der Tatsache ins Auge zu sehen, dass sie etwas wirklich Gutes schreiben könnten, wenn Sie es denn nur versuchen würden! (Achtung, das war eine waschechte Klapowske, sponsored by Sparkiller-Kommasetzung!) Währenddessen überschwemmen all die Mittelmäßigen, Mittelschlechten und Mittelerbärmlichen die Verlage mit ihren Machwerken, damit die wirklich Talentierten sich das Zeug kaufen, um sich dann beim Lesen darüber zu ärgern. Denn insgeheim wissen sie: Sie könnten es besser!

    Aber lass mich diese ellenlange Schleimspur nun beenden mit dem Versprechen: Solltest du dich trotzdem jemals aufraffen und ein Epos zu Papier bringen, sei versichert, ich werde es käuflich erwerben.

  15. bergh sagt:

    tadch auch !

    Klaposki schreibt das jetzt !!!!!!!111111111elf

    wenig später:
    http://WWW.Klapowski-Schreib-Das-Buch.de
    wenig später:
    Aufmärsche vor dem Bundestag:
    Wir wollen das Klapowski Buch !!1
    etwas spätzer:
    Bundestag berät in Sondersitzung über den Willen des Volkes:
    Ein Klapowski Buch.
    usw.

    Wir helfen auch alle mit und bombadiren Dich mit Ideen, Kaffee, Rezensionen, Handlungsträngen etc.

    Gruss BergH

  16. Klapowski sagt:

    Na guuut, überredet!

    Ich melde mich deswegen aber dann erst wieder in einem Jahr, Okay?

    *3-seitige ST-Fanfiction hinklatsch und die nächsten 364 Tage feiern geh*

  17. bergh sagt:

    tach auch !

    Gib noch Dein Passwort an Crysis. ;)
    Den Unterschied merkt sowieso keiner….
    [Duck]
    und erst viel später wiederkehr………………………………….

    Gruss BergH

  18. crysis sagt:

    Benutzername: CrysIs
    Passwort: Klapowski

    Bitte die beiden Eingaben in der Reihenfolge tätigen. Sonst landest du nämlich in Klapowskis Konto.

    Und das der stark geneigte Leser dass nicht merken würde halte ich für ein Gerücht! Erst in diesem Artikel findet sich sich ein schlagender Beweis für die massiven Unterschiede in unserem Schreibstil:

    CrysIs: "bla – O2 can do."
    Klapo: "bla – O2 can eben wirklich do."

    Allein schon daran kann man ermessen, dass die fulminante, subtile Ausdrucksweise eines Klapowski Meilen weiter liegt als mein dumpfer Dösbackenhumor.

    Deswegen bin ich auch froh dass es dich gibt, BergH. Deine Beiträge sind lustig UND anders als die von Klapo. Vielleicht willst du ja mal…? Kostet auch gar nicht sooo viel Zeit. Und ist allemal lustiger als mein jetziger Job…

    *Mülleimer in der Redaktion nach möglichem Klapowski-Merchandising durchsuch*

  19. Wellington sagt:

    Lieber Herr Klapowski!

    Wie ich Dich verstehe!
    Auch ich bin durch eine Verkettung unglücklicher Umstände (Betreten des Buchladens, Auswählen des Buches, LESEN DES KLAPPENTEXTES, pekuniärer Transfer, schiefer Grinser in Richtung Kassiererin) Opfer von Greg Bear geworden. An den Namen seiner Buchstabensammlung kann ich mich nicht mehr erinnern, ich glaube mich aber daran zu erinnern, daß Heyne das Ganze mit "Bibliothek der Sience-Fiction Literatur" betitelt hat. Man in diesem Zusammenhang getrost von Vorspiegelung falscher Tatsachen oder Verführung Minderjähriger sprechen. Da ist ja meine Lieblings-Klolektüre (das "Journal für Mineralstoffwechsel" – damit selbiger auch angekurbelt wird) noch interessanter!

    Jedenfalls glaubte ich beim Lesen der Rezension, das mich übrigens wegen zu heftigen Zustmmungsnickens eine neue Brille gekostet hat (Brille? – Schielmann), einen entfernten geistigen Verwandten zu erkennen, quasi einen Kleinhirn-Großcousin.

    Deswegen trete ich auch mit einer Bitte nach Dir: wie wäre es mit einer Rezension des unseligen "Otherland"? Selten ein so konfuses Geschwurble gelesen. Ich habe mich nach dem ersten Band schlimmer in der Handlung verlaufen als die Voyager in der Nekrit-Ausdehnung. Und das OHNE Neelix an Bord!
    Es wird Zeit, daß dem Klappentextwahnsinn(igen) ein Ende bereitet wird, er eingesperrt und mit Psychopharmaka vollgepumpt wird (von wegen "Tolkien des 21. Jahrhunderts")!
    Und halte Dich hierbei nicht zurück, es muß schon bitter schmecken, damit es wirkt, wie die Ärzte sagen.

    Gruß, Wellington (des 20. Jahrunderts)

    P.S: Das Buch-Projekt würde ich natürlich gerne unterstützen. Melde mich freiwillig als Verfasser der Klapp(entext)-Lobeshymnen.

    "Wenn ich mich entspannen will, schnappe ich mir Klapowskis Buch und setze mich aufs Klo. Wenn dann das Telefon klingelt, lasse ich es einfach weiterklingeln!" M. Reich-Ranicki

  20. GaZ sagt:

    Damit dürfte sich die Auswahl meines Buches doch sehr einschrenken

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