Film- und Serienkritiken

Der Latinum-Standard des Star Trek Universums

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Interview mit einem Vampir

Ja, wir haben es gewagt! Sparkiller und ich waren auf unserer ersten Fed Con! Der Grund dafür ist mit dem Wort „Masochismus“ nicht ausreichend beschrieben, geht aber in die richtige Richtung… Was wir dort erlebten, ist unglaublich und wohl auch nie passiert. Dennoch will ich euch diese Geschichte erzählen…

Bei unserem Eintreffen fiel uns zuerst ein etwas pummeliger 20-Jähriger (im Kostüm) mit einem 1970er-Brillengestell auf, der von einem Sat.1-Übertragungswagen gerissen worden war. Vor diesem versicherte er glaubhaft, dass es ein Klischee sei, ST-Fans ausschließlich als pummelige, kostümierte und uncoole Volldeppen hinzustellen. Nachdem die Szene im Kasten war, steuerte die Reporterin sofort zielsicher auf die am peinlichsten verkleidete Gruppe eintreffender Klingonen zu. Zwei davon prüften in dem Spiegel eines nebenstehenden Bullis schnell noch die angeklebten Bärte, bevor sie sich mit einem siegessicheren Grinsen der medialen Hinrichtung hingaben.

Drinnen folgten wir rasch unserer uns selbst gesetzten Vorgabe, kritisch HINTER die Kulissen der Veranstaltung zu blicken. Mit unseren Presseausweisen, die wir aus einer Hundemarke und einem C&A-Preisschild gebastelt hatten, gelang es uns tatsächlich recht schnell, in den hinteren Bühnenbereich zu gelangen. An einem kleinen Treppchen lehnte ein älterer Mann mit einem Notizblock, dessen Punkte er fachmännisch abhakte.

Wir gaben vor, Suchende zu sein und jene Geheimnisse erkunden zu wollen, die dem normalen Besucher zumeist verborgen bleiben. Zu unserer Überraschung blickte sich der Mann kurz in alle Richtungen um und krempelte eine seltsame Kapuze aus dem Nackenbereich seines Pullovers. „Nun denn, Pilger!“, so hob er an, „Wer die Wahrheit sucht, der soll sie finden! Sehet her“ – Er wies auf ein herunterbaumelndes Seil und zog daran, während er uns wissend zulächelte. Drei Meter hinter uns hob sich eine schäbige Plane von dem nun sichtbaren Körper von… Dominic Keating! Er war gegen eine kleine Säule gelehnt und wirkte ein wenig wie eine Marionette mit Kreislaufkollaps.

„Fraget ihn ruhig, Pilger!“ wies uns der mysteriöse Alte an, während wir noch Mühe hatten, unsere Münder zu schließen. „Äh… Guten Tach. Wie geht’s denn so?“ Sparkiller war es, der das Eis brach. „Sehr gut!“ („Very good!“) tönte eine etwas blechern klingende Stimme. Dominics Augen zuckten schnell, aber doch irgendwie leblos zu uns herüber. „Es war mir eine große Freunde, mit solch hervorragenden Kollegen am Set zusammenarbeiten zu dürfen.“

Ich trat nun vor und wurde etwas mutiger: „Glauben sie, ST ist mit der Absetzung von ENT am Ende?“ – Die Antwort folgte sofort und sogar einen Sekundenbruchteil bevor ich das Fragezeichen meines Satzes ganz ausgesprochen hatte: „Star Trek wird immer weitergehen! Es ist etwas ganz Besonderes! Ich bin stolz, ein Teil dieses Franchise zu sein.“ Bei den letzten Worten wackelte Dominic ein wenig mit dem Oberkörper, so dass sein rechter Arm abfiel. Der Holzpömpel, mit dem dieses Bauteil mit dem Körper verbunden gewesen war, zersplitterte einfach am Boden.

Sparkiller schaute mich einen Moment lang erschrocken an, doch der Alte neben uns machte nur eine sanfte Handbewegung, die er als Aufforderung für weitere Fragen gedeutet haben wollte. „Ähm… Sie haben da was verloren!“ – „Nein, ganz im Gegenteil! Mit Gene Roddenberrys großartiger Vision im Kopf haben wir alle GEWONNEN!“ brabbelte der seelenlose Golem vor uns und rutschte mit unnatürlich gespreizten Beinen ein wenig zur Seite, so dass wir die Köpfe wie verwunderte junge Hunde etwas nach schräg legen mussten, um ihm noch in die Augen schauen zu können. „Ist ihnen nicht gut, Mr. Keating?!“ fragte ich mit der besorgtesten Stimme, die ich auf meinem internen Heuchel-Synthesizer abspielen konnte.

„Na, da fällt mir eine kleine Anekdote vom Dreh ein, die sich vor 2 Jahren zugetragen hat!“, lautete die unbeirrte Antwort, „Ich drehte gerade eine Szene mit Jolene…“ Plötzlich verstummte das Wesen vor uns. Wir reckten unsere Köpfe unwillkürlich ein Stück nach vorne. Eine Sekunden verging, zwei Sekunden vergingen. „… Na, ist das nicht unglaublich komisch?!“ spratzte es plötzlich heraus und für einen Moment hatte ich furchtbare Angst.

Ich entschied mich zwischen den Optionen Angriff oder Flucht für die erste Möglichkeit, nahm all meinen Mut zusammen und schüttelte Herrn Keating. Allerdings nur mit einer schüchtern ausgestreckten Schuhspitze. „Was ist los mit Ihnen!?! Was hat man mit ihnen gemacht?“ rief ich, während das ganze Ding klatschend vornüber auf’s Gesicht fiel. Seine unvermeidliche Antwort kam daher natürlich nun etwas gedämpft: „Und als ich erst das Drehbuch für den Pilotfilm las, wusste ich sofort, dass…“

Sparkiller drehte sich hilfesuchend zu dem Alten um. Doch dieser war verschwunden. Keating zuckte nun leicht – weiterhin mit dem Gesicht nach unten – und rutschte so ganz langsam auf uns zu. „ … Ich denke, mein Charakter – Malcolm Reed – war ein sehr starker Charakter…“ Ich blinzelte Sparkiller nervös zu und wies mit einer Kopfbewegung auf einen viereckigen Umriss im Dunkel des Gerümpels hinter der Bühne. Es schien das Licht hinter einer verschlossenen Tür zu sein. „ …Und da sagte ich zu Rick: Hey, cool! Ich wollte schon als kleiner Junge Astronaut werden…“

Unsere Flucht währte gerade erst drei Schritte, als sich eine weitere Person aus den Schatten vor uns schälte. Es war Scott Bakula. Seine Augen leuchteten so rot wie… wie… eine nächtlich abgeschaltete Verkehrsampel. Seine Arme wedelten ungelenk wie Windmühlenräder umher, fast wie ferngesteuert. „Helfen sie uns, Mr. Bakula!“ flehte ich mit einem Blick auf das „menschliche“ Kehrblech hinter uns. „HA, HA, HA!“ Das Lachen Bakulas bildete ein Echo in seinem eigenen Körper und fast wäre der Mann dabei auf die Seite gefallen. “ES WAR EIN RIESEN-SPASS, ALL DIE-SE ACTION-DINGE ZU TUN UND SO!” (Original: “to do all this action-stuff and so on”)

Ich hoffte sehr, dass wir noch nicht verloren waren. Hinter uns brabbelte Keating gerade von seinem allerersten Fan, der ihn auf einer Flugzeugtoilette erkannt hatte. Wichtiger war jedoch, dass er sich an einem alten Stuhl verfangen hatte und dabei in eine zappelige Kreisbewegung eingeschwenkt war. „KLAR! SICH-ER WÜR-DE ICH AUCH GER-NE MAL REGIE FÜHREN!“ rief Archer mit einer gruselig übertriebenen Betonung – Mein Blut rauschte in meinen Ohren, als ich mir endlich ein Herz und gleichzeitig Sparkiller nahm. Hand in Hand rannten wir die letzten Meter auf den Hinterausgang zu!

Jeder unserer Schritte wurden von Worten begleitet, wie: „Hervorragende Drehbücher!“, „Ich lerne meinen Text immer unter der Dusche“, „Ich liebe meine Frau“, „Danke Gott dafür“ und „Habe demnächst auch Nebenrolle in der Sitcom `Voll aus dem Häuschen`!“ Es flimmerte vor meinen Augen, während die Stimmen in ihrer teuflischen Geistlosigkeit dröhnten und hallten. – Ich riss die Tür auf, schleuderte im selben Moment herum, warf mich auf die andere Seite, während ich sie dabei fast gleichzeitig wieder schloss. Erst da sah ich, dass Sparkillers Kopf bereits implodiert war und nur noch an wenigen Sehnen herabhing.

Ich rutschte völlig fertig an der nun geschlossenen Tür herunter und vergrub mein Gesicht zwischen meinen Pranken. Ich muss wohl eine Minute weinend da gesessen haben, bis ich mir darüber klar wurde, dass ich ÜBERLEBT hatte! Ich schlug die Augen auf und sah nun zum ersten mal den Raum, in den ich geflüchtet war. Doch das geplante erleichterte Stöhnen ging in ein unkontrolliertes Röcheln über, als ich mir bewusst wurde, wo ich mich befand. Ich war im Kopf von Rick Berman! Ich erkannte es sofort an dem leisen Tropfen, dem gedämpften Licht und den Stalagmiten. Vor mir spielten zwei Neuronen Ping-Pong mit einer blitzförmigen Idee, die zunehmend kleiner wurde, bevor sie weitergeleitet wurde und um eine Ecke im Gestrüpp der Nervenzellen verschwand.

Doch erst als Arnold Schwarzenegger mir auf die Schulter tippte und mir einen 3 Meter langen Bazooka-Phaser anbot, wachte ich schreiend auf. Ich lauschte einem Moment dem Ticken meines Weckers, bevor ich wieder zurücksank.

Es dauerte Stunden, bevor ich wieder schlafen konnte, doch als es dann soweit war, war ich froh, es auch dieses Jahr wieder geschafft zu haben. Immer dieser gleiche Alptraum, wenn wieder mal eine Fed Con stattfand! Aber es hätte schlimmer kommen können.

Ich hätte DORT gewesen sein können.

Willkommen bei der Fed Con! Wieder einmal berichten die größten Stars des Franchise (für einen geringen Unkostenbeitrag unsererseits), wo sie im Urlaub waren, wie großartig Star Trek ist und was gegen Rotweinflecken hilft. Hier sehen wir die zwei Set-Nonnen, drei Praktikanten, die drei Geschwister der Praktikanten sowie einen Gastdarsteller (Babylon 5)…

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von Klapowski am 13.05.05 in Star Trek

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Kommentare (18)

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  1. Gast sagt:

    erster
    Hat da einer zu viel ST gesehen? Da gabs doch bestimmt mal ne folge die die 5 min lesezeit auf 45 gestreckt hat, oder?
    und das bakula ne maschiene ist, das erklärt so einiges

  2. nakedtruth sagt:

    War doch klar das dass ein Fake war. Beweise?

    Keiner der Darsteller hat ununterbrochen erwähnt das er sich sämtliche Wiederholungen sämtlicher Star Trek Folgen und Filme auf sämtlichen Sendern der Welt nicht nur anschaut sondern auch noch auf Video aufnimmt um, für den unwahrscheinlichen Fall das irgendwo irgendwann einmal Babylon 5 statt ST läuft.

  3. Gast sagt:

    Ich warte immernoch auf die Literarisch-epische Überleitung von "Interview mit einem Vampir" hin zu Graf Bakula. Aus Pennsylvani(a)en.

    Ansonsten ist dieses, ich möchte sagen, Machwerk, noch grotesker als alles was ich davor hier gelesen habe. Wo nimmt Klaposwki nur Woche für Woche diese Kreativität her. Vermutlich da wo er auch seine Koks liegt, im Schrank neben dem Vorlonen Kostüm.
    Bleibt nur noch zu sagen, "Kopf hoch!" Sparkiller.

  4. KERNELpanic sagt:

    Lieber Herr Klapowski,

    falls sie nach ihren furchtbaren traumatischen Erlebnissen noch immer unter Schlafstörungen leiden sollten bieten wir ihnen ein garantiertes Schlafmittel. Unser wirksames Produkt ist auch unter dem Namen "ENT Staffelboxen 1 & 2" erhältlich.

    Herzlichst, ihr Rick.

  5. Mani sagt:

    *flame *
    nimm lieber season 1-7 Voyager

    So wollt mich auch mal hirnlosen Kommentaren hingeben und gucken wie das so ist. Bin aber glaub ich nicht so begeistert wie unsere KERNELpanic.

  6. Raketenwurm sagt:

    Für mich eine weitere Perle aus der Klapowskischen Artikelausterzucht. Einzig der Schreibfehler "DIE-SIE" hindert mich daran, den Text für den Rattenfänger-Literaturpreis vorzuschlagen. Schade.

  7. Raketenwurm sagt:

    Geht doch. GEHT DOCH !

  8. Gast sagt:

    oh man ich war da.. und es war genial….

  9. Gast sagt:

    und es war nicht ein freak da!

  10. Gast sagt:

    hab mich wie zuhause unter freunden gefühlt.

  11. KERNELpanic sagt:

    Also war doch EIN Freak da…

  12. Gast sagt:

    "These Are The Voyages…" murkst und murkst…

  13. Gast sagt:

    das war so traurig

  14. Raketenwurm sagt:

    Ich habe gerade eben das Finale von Enterprise gesehen und…nun bin ich völlig verstört, schockiert, in einem Zustand der puren Fassungslosigkeit. Was habe ich da eben gesehen ? Wie kann so etwas sein ? Und warum
    hat keiner etwas dagegen unternommen ?

    Jede Wette, die Leute von SaveEnterprise verüben noch diese Woche kollektiven Selbstmord.

  15. Gast sagt:

    Erst der tolle Zweiteiler und dann das… Eigentlich ne TNG Folge auf schlechtestem Voyager Niveau, das dei Enterprise Charaktere zu dämlichen Statisten werden lässt. Ein großes Finale für Star Trek sollte es sein, tatsächlich stellt es aber den absoluten Tiefpunkt dar. Wenn es jetzt keinen Grund gibt, den Doppel B's den Laufpass zu geben, weis ich es auch nicht mehr.

  16. Gast sagt:

    Aye,
    und Frakes und Sirtis will man uns ernsthaft als 11 Jahre(!) jünger(!) verkaufen…
    So einen Murks schafft man nur, wenn man es absichtlich vermurksen will und noch dazu Glück hat.

  17. Jonas Wagner sagt:

    Soll der Titel vielleicht eine Anspielung auf die Buffy Episode "Helpless" (Staffel 3 Episode 12) sein?

  18. GaZ sagt:

    selten so gelacht ^^"

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