„Star Trek – Starfleet Academy“ – 1.08 – „The Life of the Stars“ – Review

Liebe ist… , wenn man vor dem Sex ein paar Psychotabletten in das Kondom legt. Denn Tamira ist nach ihrem Koma wieder an Bord, hat ihre psychologische Reha aber abgebrochen. Vermutlich, weil die Ärzte es satt hatten, die rausgeschmissenen Möbel ständig vom Innenhof einzusammeln? – Und auch SAM hat allerlei Probleme: Ihre Holo-Matrix glitcht herum, so dass sie sich teilweise sekundenlang „nicht gesehen“ fühlt. Doch zum Glück kann man das reparieren, indem man in der Theater-AG schnipsend aufspringt und unbedingt einen Frosch sezieren will? Pff, alle irre hier…
Puh, viel ist passiert diesmal. Alk wurde getrunken, Kissen wurden gedrückt, Böden wurden plattgesessen, Freunde verstört und andere Freunde nach einer Störung wieder entstört (SAM). Man weiß gar nicht, was man zuerst beweinen und verzeihen soll.
Der Reihe nach:
– Die Wiedereinführung von Tarioka war mir zuuu plump mit dem Krankenschein herbeigewedelt: Kann man nicht auf der Krankenstation (oder in einem Rückblick) besprechen, dass ihre Neuronen quasi vor der biologischen Abwahl stehen?! Dass sie jetzt jederzeit sterben kann, wird sie ja wohl wissen.
Warum dann die dümmliche Zusammenfassung in der prallvollen Aula?
Fehlte echt nur noch, dass der Doc sagt: „Auf Messer Schneide. Sie wissen schon, sonst kommt die große Holzkiste. Mit dem Kaffeetrinken für Ihre Verwandten drum herum.“ (*Handkantenbewegungen am Hals mach*)
„Guck, da ist ja unser kleiner Sonnenschein wieder. Alles gut mit der explodierten Halsschlagader, haha?“ – „Äh, ich fühle mich leider etwas…“ – „Ach, das wird schon. Wir versetzen Sie einfach in eine anderen Klasse und bewerfen Sie mit gammeligen Gemüseresten, damit es Ihnen nicht so auffällt.“ – Hilfe zur Selbsttöt… -hilfe: Die psychologischen Gespräche laufen viel dynamischer, wenn man sich von einem vorbeifahrenden Servierwagen jagen lässt.
– Und was sollte das erneute Durchspielen vom Miyazaki-Zwischenfall von vor 2 Wochen? Und vor allem SO: Wir sehen auf dem Holodeck Panik, Action, rauchende Köppe, doch als die Mission scheitert, schüttelt Frau Reno nur ihr Haupt: „Alle raus, das Teamwork war nix.“
Wieso lässt man die Kadetten alle in ihrem Hormon-Sud weiter köcheln, bis die Inkompentenz in der Personalakte Blasen schlägt? Wäre die Szene nicht besser gewesen, wenn man erklärt hätte, wie es besser geht? („Immer erst Scannen, dann zweimal an der Taktikkonsole nachfragen, dann 192 Mal schießen. Tzz. Meiner alten Chefin wären hierbei die Tränen gekommen.“)
– Endlich: Tilly ist wieder da! (Nachnahme vergessen. Oder ist „Tilly“ der Nachname?) Ja, die mit den Locken, die Probleme mit ihrer Mutter hat (Mehr weiß ich ECHT nicht mehr).
Die neu zusammengeführte Gefühlvoll-Klasse darf jedenfalls unter ihr ganz neue Skills lernen.
– Passend zu dieser dicken Überraschung gibt es die Enthüllung von SAM, dass sie eine Zahnbürste ins Klo geworfen hat. Ach ja, und Tilly sagt was von „Wakey, wakey, Eggs and bakery“… Eben eine diese kultigen Figureneinführungen, die wir bei TNG und DS9 schon mochten: „Hey, Leutz! Ich bin der Abgesandte. Und zwar für die besten Dance-Moves! Groovy?“
– Tilly hat diese tolle Psychopathen-Mischung aus Verachtung und Guter Laune. „Ihr werdet Theater spielen. Und wenn ihr nicht besteht: Semester versiebt! HAHAHA, kicher.“ – Hm, irgendwas stimmt mit dem neuen Star Trek nicht. Wenn ich doch nur wüsste, WAS. (*auf knisterndes Elektrohalsband von niedlichen Hundewelpen zeig*)
„Liebes Publikum. SAM und ich spielen euch nun eine Szenen aus dem Weißen Wal vor. Da es eine Doppelrolle für uns beide ist, bitte wir während der nächsten viereinhalb Stunden um absolute Ruhe. Und Häppchen.“ – Kultur ist, wenn ChatGPT sein Eigenlob als Haiku vorträgt: Diese ganze Kunstnummer verpufft immer wieder. Bestimmt auch so ein Benjamin-Sisko-Ding? (Siehe vorletzte Folge)
– Die Gespräche der „Chefs“ beim Alk-Saufen sind mir auch zu plump:
„Kennt ihr schon SAM? Die ist soooo toll.“
„Darauf eine Ode an die Freude?“
„Geeeenaaaau! Aber in Flaschenform!“ (*Sauf*)
„Tilly, wir brauchen übrigens noch eine Trauma-Therapie, die nicht so aussieht.“ (Ohne echten Therapeuten wird das tatsächlich supergut gelingen?)
– Schon nach 15 Minuten ging mir Taorima auf den Nerv: Klar, ihr wurde vom Implantat und ihren eigenen Kräften das Hirn weichgebrutzelt. Aber wieso REDET man nicht einfach darüber, was mit ihr los ist? Einfach stumpf in die Klasse zurück stecken und gucken, was passiert, das ist eher… äh… Trauma-Therapie, die nicht so aussieht?
Also eine für noch MEHR Trauma?
– Caleb darf von Toratora nicht mal einen Hinweis bekommen, wie man ihr helfen könnte. Oder was das Problem ist… Oh Mann, was habe ich Ezri Dax damals Unrecht getan! Verzeih mir, Nicole DeBoer!
– Klar, später sehen wir dann, was mit ihr los ist. Aber war es echt notwendig, dass sie dafür Schnaps trinkt, auf dem Boden rumrutscht und der ganzen Welt die Schuld daran gibt, dass ihr die Leuchtdiode aus dem Nacken geflogen ist? Was sollte dieser Seelenstriptease per Neuronen-Tourette? Und Betazoiden sind doch total GEIL auf den großen Ritt auf der Gefühlscloud. Müssten sie nicht eher Probleme haben, sich NICHT auszutauschen?
Warum das ganze „Ich sach‘ nix, wenn’s keine Beleidigung ist“-Drama?
„Ich hasse dich, Caleb! DU hast mich gezwungen, dass ich meine perversen Gedankenkräfte benutze, um die Stimmen in meinem Kopf nach Jahreseinkommen zu sortieren. Blähhbluubluub.“ – Trauma für Trümmerlotten: Tortomina hat sich gerade mit zwei Jägermeistern mächtig viel Kotze auf den Toilettensitz drauftherapiert. Na, hoffentlich übernimmt das Krankenkasse?
– Besonders traurig ist, dass sie Caleb erneut zum Vorwurf macht, dass er damals (verständlicherweise) erschrocken war, als beim Sex von ihr alle seine Ängste hochgespült wurden.
Zum Mitschrei(b)en: SIE denkt seitdem, dass ER sie für ein Monster hält. Und DAS sind jene Charakterentwicklungen, mit denen ich wenig anfangen kann… Troi hat doch auch nie rumgeflennt, wenn Riker, Picard und Data einen irritierten Blick abließen, weil ihr der „Schmeeeerz, ich fühle Schmeeerz“ an der universellen Gefühls-Herdplatte in die Glieder gefahren war? Man muss doch nicht IMMER alles moralisch labeln, wenn wir im Bereich der Mikro-Mimik und das Makro-Erschreckens rangieren?
Wieso ist immer alles gleich grausam, furchtbar, katastrophal? Warum nie: „Sorry, war kurz irritiert“ oder „Hab in die Hose gescheißert, bin aber jetzt wieder sauber“?
– Was ist das überhaupt für ein Wort im Zusammenhang mit Star Trek: „Monster“? Eine normale biologische Lebensform, aber aus dem Bereich der Fabeln und Mythen? Wie viele Babyleichen muss eine biologische Entität wegnaschen, bevor man sie für eine „Monstranz“ hält? Was übrigens eeeeigentlich ein „liturgisches Schaugerät der katholischen Kirche“ ist.
Passt auch irgendwie auf Kurtzman-Trek, für das wir seit Jahren gefühlt Kirchensteuer – in Form von verplemperter Lebenzeit – zahlen?
– Überhaupt sind die Gespräche mit Caleb und Genesis zum Wegschnarchern… Taormira steht nach jedem ihrer Sätze irgendwie NOCH dümmer da.
Caleb: „Willst du wirklich alle um dich herum verletzen?“
Takomania: „Gnaha! Klaarrrr! DU willst doch, dass ich zur Psychotante werde. Total ausraste. Amok laufe! Schamhaare anzünde!“
Caleb: „Äh… Nein? Ich will dir eigentlich helf…“
Takomania: „HELFEN? Das hättest du wohl gerne, meiner feiner Herr Sternenflott! Sich aufspielen!“
Caleb: „Mir ist nur aufgefallen, dass du sehr durchein…“
Takomania: „Durcheinander?! Meinst du, DU bist immer gut zu verstehen? Herr… Herr… Versteh-mich-aber-schlaf-mit-mir!“
(*rausrenn, später bei Genesis wilde Geschichte von einer Frau erzähl, die in einer Wasserrutsche stecken geblieben ist – Tilly?!*)
„Bitte schlaf jetzt. Ich verspreche dir, dass ich nichts mit Caleb anfangen werde.“ – „Ach, das kannst du ruhig. Je mehr mit ihm Schluss machen, umso besser.“ – Besser Psychopathin als halb kaputte Tassen im Schrank: Der Kern dieser Dialoge erschließt sich nur Menschen, die auf Arbeit immer rufen: „Meine Excel-Tabelle mag falsch gewesen sein, aber ich bleibe trotzdem eurer Heiland!“
– Nichts gegen die Idee, die Kadetten Theaterstücke üben zu lassen, aber DAS war echt öde inszeniert. Ein einziges Vorlese-Armageddon mit Mundwinkel-Malfunction…
Klar, die Studenten waren nicht begeistert von der Idee, aber wenn man die TNG-Theaterszenen hiernach fast abfeiern möchte (und ja, auch die Proben. Und Gespräche über Proben), macht man hier vielleicht was falsch?
Nachdem man vorher bereits beim Schleimrühren, Sportmachen, Diskussionswettbewerb (und, und, und) schon NICHTS zuende gebracht hat, sehe ich langsam ein Muster? Und zwar eines, das Friedrich Merz nicht gefallen würde. („Na gut, dann eben weniger Leistung bringen. Aber dafür 20 Jahre länger einzahlen, oookay?“)
– Hologramm SAM kippt erneut mit Glitches um. Und muss „zu ihren Leuten“. Eben so wie bei Isaac damals auf der Orville. Praktischerweise sagt man den anderen nicht, was mit ihr los ist.
Zu viel Reden macht Trauma? Daher: Viel Verdrängen/Verschweigen = viel besser!
– Ihr Gestammel zum Holodoc war sicher gut gemeint („Ich möchte auf den Arsch fallen, bis alle lachen! Und endlooos plappern. Nur so weiß ich, dass ich… äh… Herr Kurtzman noch am Leben ist.“), aber da hat man früher bessere Momente gesehen, in denen künstliche Lebensformen ihren Selbstwert entdecken.
Wäre doch nett gewesen, wenn man uns ZEIGT, dass sie sich in der Welt verankern will, weil sie „nur“ aus heißer Luft besteht.
Vielleicht in einer Szene, in der sie speckige Fingerabdrücke am Badezimmerspiegel sieht; aber ihre eigene Hand lässt nichts zurück. Oder dass sie ständig vom Hausmeister die automatischen Türen und Fahrstühle nachjustieren lassen muss, weil die Elektronik sie nicht als Person wahrnimmt?
„Doctor, waren SIE denn je verliebt? Ich nicht. Und als Kind bin ich mal mit der Wange an einem blauen Bienenwabe kleben geblieben. Und seitdem habe ich nur noch Honig im Kopf.“ – Schwammkopf Schlumpfkopf: SAM ist total vernarrt in den Holodoc. Verständlich, da er der einzige ist, der seine sinnfreien Voyager-Anekdoten mit einem alten Tierknochen auswürfen kann…
– Den Besuch bei den Holo-Makern haben sie voll verschissen:
-> Deren „Planet“ ist eine eckiges Portal im Weltraum?! Klar, vermutlich können die einfach ein großes Hologramm da hinzaubern (Emitter dann so groß wie ein Fußnagel?), aber für den Fall eines Stromausfalls würde ICH ja etwas Handfestes bevorzugen. Schon, um nicht einfach NICHT mehr zu existieren? („Werter IT-Kunde. Bitte drücken Sie die Drei im Subraum, um einen Techniker zu bestellen.“)
-> War es nicht arg plump, dass der Doc vorher noch was zu dem Theaterstück erzählt hat („Alles ist farblos, bis die Figuren etwas über sich lernen“) und man buchstäblich Sekunden(!) später in einer Schwarz-Weiß-Welt rauskommt?
-> Es wäre ja sogar okay, wenn das alles innerhalb eines Computers stattfinden würde („Matrix“). Aber Nahla Ake müsste man dafür vorher kleinpürieren und in den USB-Slot gießen?
Kein Geld mehr für EINE Kulisse mit Technik-Krimskrams da?
Okay, brechen wir den wummernden Stichwort-Wahnsinn unter meiner Kopfhaut mal ab:
Die ganze(!) Episode besteht aus gefühligen Selbsthass-Szenen. Alle sind traumatisiert, wollen aber NICHT damit umgehen oder vorankommen. „Wir können nicht die selben bleiben“ wird einmal tränendrüsig in der Tilly-Runde gesagt. Warum auch immer DAS das Ziel sein sollte für aufstrebende Weltraum-Wanderer mit der Lizenz zur Letzten Grenze.
„Ihr müsst SAM einfach reparieren, Leute. Mir stehen die anderen Storystränge nämlich schon bis hier oben!“ (*blauen Strich einblenden lass*) – Dann lieber Wahnarzt-Behandlungen: Das Holo-Volk baut hier an SAM rum, weil ihre SSD beim Denken immer so komische Geräusche macht. Also nicht so waaahnsinnig oft.
Mal ist das Theaterspiel eine übergriffige Idee, dann wiederum total langweilig, dann angeblich ein tiefgründiges Vehikel zum Verständnis der Episode. Was aber nie passiert. Die Leutchen quatschen irgendwas von einem „Geist“, einem „schnellen Zug“ und allerlei mehr, was man null rafft und selten wirklich zu der Episoden-„Handlung“ passt. Ja, man hätte hier auch ein ALF-Hörspiel oder irgendwas von Bibi Blocksberg proben können – an der Episode selbst hätte das nichts verändert.
Nachdem zum zwanzigsten Male Tamarina in Tränen ausbricht und rief: „Ich kann niiiicht, buhuuu! Meine armen Gefühle… Ich wollte doch nur auf KRIEGS-College!“ war ich kurz davor, zum Ende vorzuspulen.
Zumal es ja eigentlich nicht um den Doctor ging, der am Ende aber vor der platt rumliegenden SAM beichtet, dass ER nie wieder etwas/jemanden lieben möchte. Tja, das sind so diese Auswirkungen, die wir alle in Bezug auf Star Trek spüren…
Die Lösung für SAMs Problem ist dann übrigens, dass der Doctor mit ihr 17 Digital-Jahre in einer Scheinwelt existiert, damit irgendwas im Kopp wieder gerade gerückt wird. Mit SAM als Baby und Kleinkind. Dazu gibt es Kitsch-Musik und Einsprecher rund um Gärten, Regentage, Sonnenblumen und einen gewissen Mister Gibbs. Vermutlich der Typ aus dem Theaterspiel?
Mischt sich überall ein, die dumme Sau!
Tolle Idee: Robert Picardo trägt den Zuschauer quasi als denk- und sprachunfähigen Säugling aus der Handlung heraus. Ein Bild, mit dem ich als aufmerksamer Beobachter dieser Episode total mitgehen konnte. (*Batteriesäure aus Plastikfläschchen trink*)
Fazit:
Vom trashigen Charme der ersten Episoden ist nichts übrig. Längst scheint das Budget aufgebracht, so dass man in dunkeln Räumen dem unsichtbaren Klavierspieler irgendwas vom Pferd vorsallert.
Tränen rollen auf und runter (je nachdem, wie man gerade auf dem Kissen liegt), der Doctor flennt sich am Ende selber die Glatze grau („Sorry, ich konnte deine Hand nicht nehmen. Ich war doch Jahrhunderte voll mit eigenem Traumaaa.“), während das Theater-Vorlese-Spielchen immer egaler und zufälliger wird.
Am Ende kulminiert der Schwafelwahn in wild zusammengeschnippelten Texten, Bildern und Themen. Man ist völlig durcheinander: Folgt auf Regen immer Sonnenschein oder umgekehrt? Sind es die kleinen Momente im Leben? Oder ist es das Faken der großen Augenblicke auf dem Holodeck? Müssen wir über uns hinauswachsen oder einfach aufhören, in Dunkelkammern über das Elend von letzter Woche Dienstag zu schwafulieren?
Furchtbare Folge. Eine Laufzeit von 1:03 komplett für den Lokus gestiftet.
(*das eigene Trauma irre lachend die Straße herunter jag*)
Logisch, dass man diese Tradition auch bei Starfleet Academy fortführen möchte. Mehrmals. Endlos. In einer einzigen Episode. Und jeder darf einmal ran. Ausführlich. Oberflächlich. Schwafelig.
Denn hat man sich in den obigen Beispielen eine Rede redlich verdient, so gibt es hier eine für jede banale Gelegenheit. Täglich. Mitten im Unterricht, wenn dieser denn mal im klassischen Sinne stattfindet. Gerne redet man auch mal nur zu sich selbst, weil man ja voll tiefsinnig ist („Liebes Sternentagebuch, Leben ist ein Wechsel zwischen Gut und Böse. Liebe und Hass. Erfüllung und krass Kohldampf schieben. Raaah! Kadett Meier hat mir wieder die letzten trangulianischen Fleischkloppse weggeschnappt!“). Im Ernst, LERNT man eigentlich noch etwas auf dieser Akademie? Von den SEHR kleinen Klassen mit maximal zehn Schülern mal abgesehen hat man vor lauter Gefühlsduselei ja eigentlich gar keine Zeit dafür.
Und WENN man doch mal endlich etwas Luft zum lernen hat, dann auch noch Theater mit Tilly (!) als kurzfristig rein geholte Expertin dafür? Kann ich nur schwer nachvollziehen, besonders wenn man ALLE Discovery-Folgen gesehen hat. *auf dutzende narben am gehirn zeig*
Aber selbst DAS würde ich mir tatsächlich lieber ansehen als das Teen-Drama um eine emotional mitgenommene Terrine, welche (ohne wirkliche Erklärung) nun auf die Akademie versetzt wurde. Das taffe Kriegscollege hat wohl eine Klausel gegen jammerige Weicheier, jawoll! Gibt es eigentlich noch Counselors in der Super-Zukunft? So ein Termin wäre für unsere Betazoidin vielleicht nicht verkehrt. Ich mein, sie wendet sich schließlich GENAU DESWEGEN dem Suff zu?! Wobei, Suff als Bewältigungsmittel können wir hier bei Zukunftia immerhin spätestens seit ca. 2017 nachvollziehen. *auf klapo unter weinflaschen-berg zeig*
Richtig trekkig war dagegen schon der Storyfaden um SAM, auch wenn die Macher bei ihrem Heimatplaneten wieder den alten „Wir haben diese Kulissen aus deinem Gedächtnis gekramt“ Spar-Trick abgezogen haben. GERADE bei dem interessanten Konzept einer Holo-Kultur eine etwas schlecht getimte Schrappigkeit. Wahrscheinlich wollten die Holo-Chefs nur nicht, dass die Sternenflotte etwas von dem ganzen Schweinkram mitkriegt, den man dank Holo-Technologie dort pausenlos abzieht („K.I.? Für Ferkelfotos? Niemaaaals!“).
Fazit: Wer auf oberflächliches Tränendrüsen-Gefasel steht, der wird hier ordentlich bedient und erhält auch ungefragt mehrere Nachschläge. Tillys Gastauftritt war extrem erzwungen, da diese weder für ihre Theater-Expertise bekannt war und NUR DAFÜR wohl nicht extra schnell von ihrem anderen Posten rein gezerrt werden musste („Lieutenant, wir haben einen Dramaturgie-Notfall an der Akademie!“ – „Waaas? Ein Problem mit der Souffleuse? Risse im Soffitte?!“). Vielleicht sollte man dann lieber mal die Menge an Professoren aufstocken? UND der Schüler?
Selbst Discovery war dagegen irgendwie unterhaltsamer (!), da die Stories dort zwar ähnlich bescheuert waren, aber wenigstens irgendwas weltraumiges dabei passierte. HIER ist der Anteil an Beziehungsdrama und Depressionen tatsächlich NOCH höher (also bei den Charakteren, nicht beim Zuschauer. Obwohl…), weshalb das Ansehen auch nicht wirklich eine größere Freude macht.
*auf abgenutzte pause-taste auf der fernbedienung zeig*









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Schade, dass der Rezensent die Folge nicht versteht und nur platte Kommentare abgibt.
Schade, dass Du nicht mitbekommen hast, dass es zwei Rezensenten sind.
„Platter Kommentar“. Eine oberflächliche Äußerung, welche keine neuen Informationen mit sich bringt.
Hmm…
Ein ganzer Stern? Ihr seid aber gnädig. Die halbwegs ordentliche Idee war wieder von Orville geklaut, hallo Isaac und der Rest war pseudo Teeniedrama Baby.. im Vergleich dazz ist die Voyager Folge mit Salamander Tom und Salamander Kathrin gar nicht mehr so übel.