Film- und Serienkritiken

Ernsthafte Kritiken zu Film und Serie.

Gastartikel: „Planet der Affen“, Filme 2 bis 5 (1969-1973)

In letzter Zeit erhalte ich viele (= 3) Anfragen zu Gastbeiträgen. Das mag daran liegen, dass unsere Leser langsam spüren, dass die letzten STD- und GoT-Folgen nicht an mir vorbei gegangen sind. (*fünf demolierte Monitore aus Wohnung trag*) Aber das ist gar nicht so übel, denn endlich werde ich erneut erfahren, warum ich bei der alten „Planet der Affen“-Reihe nach 1,3 Filmen mit dem Gucken aufgehört hatte. Ich glaube, die waren alle Banane? – Unser treuer Gastautor Tobias H. bringt dazu heute ein paar treffende Vermutungen…

Ein Gastartikel von Tobias H.

Kollege Klapowski hat vor einiger Zeit den Ur-Film der „Planet der Affen“-Reihe mal abgereviewt. Er hatte aber die folgenden 4 (!) Fortsetzungen nicht beachtet. Das war klug von ihm, wie ich bald merken sollte.

Eines vorneweg: ich mag das Planet der Affen-Universum. Der Roman von Pierre Boulle ist sehr gut und der Ur-Film meiner Meinung nach immer noch sehenswert. Ja, selbst die moderne Trilogie mit Andy Serkis machte mir viel Spaß. Insofern ging ich optimistisch an die Nachfolger heran. Zuletzt hatte ich die als Kind gesehen und das auch nur zwischen Tür und Angel. Ich war also halbwegs unvorbelastet.

Es sollte mir aber nichts nützen…


Rückkehr zum Planet der Affen (1969)

Zwei Jahre nach dem gelungenen ersten Film wurde diese Fortsetzung heruntergekurbelt. Es beginnt schon recht sonderbar, denn ein Rettungsteam wurde entstand, um die Astronauten des ersten Teils zu finden. Dass sich ihr exakt baugleiches Raumschiff knapp 1000 Jahre später am Zielort einfindet, ist aber nicht weiter problematisch (womöglich war die Uhr kaputt). Die Sicherheit an Bord dieser Raumschiffe wurde auch nicht verbessert, denn nur einer der Astronauten überlebt den Absturz. Kurze Zeit später findet er in dieser viel zu kleinen Welt die hübsch-stumme Nova und damit beginnt dann das eigentliche Abenteuer…

Die nachfolgenden Filme des Klassikers waren in gewisser Weise ebenfalls visionär, denn sie nahmen die zahllosen unnötigen Fortsetzungen einstmals gelungener Filme vorweg. Was wäre uns erspart geblieben, wenn Hollywood damals schon gelernt hätte, dass Fortsetzungen nur sehr selten etwas Gutes hinzufügen? Man denke nur an die endlosen Marvel- und Transformers-Auswüchse.

Da ist sie: die Zerstörerin der alten und Schöpferin unserer Welt. Quasi die atomare Shiva. Die Idee ist dämlich, aber jetzt kann man sie als geschickte Vorwegnahme von Charlton Hestons Schwäche für die NRA sehen.

Für die Filme nach dem Urgestein war es ein Markenzeichen, dass sie alle immer weniger Budget als bei ihrem Vorgänger hatten. Das bemerkt man hier daran, dass nur die Affen-Hauptfiguren hochwertige Masken tragen, die eine Mimik zulassen. Der Rest starrt dumpf vor sich hin, aber das kann man durchaus als Sozialkritik durchgehen lassen. Auch wurden viele der Originalkulissen erneut benutzt. Immerhin gab es aber auch nette Dinge für das Auge: denn die Gorilla-Armee war schön gestaltet und auch die Mutanten-Unterwelt konnte man sich zumindest ansehen.

Womit wir wieder bei der Story wären. Nach einer kurzen Episode in der Affenstadt, die mächtig aufrüstet, trifft man in der U-Bahn-Unterwelt auf intelligente Nachfahren der Menschen, die Telepathen und Mutanten zugleich sind. Ich war anfangs beruhigt, dass nicht alle Menschen völlig verdummt sind, aber die Freude legte sich schnell, als man mehr von der Unterwelt sah. So kann man hier einen obskuren Kult um eine (Super?-) Atom- (Kobalt? /Fusions?-)-Bombe beobachten, der aber zu den besseren Ideen des Films zählt. Die Menschen hätten übrigens genauso wie hier gezeigt auch als TOS-Telepathen erscheinen können. Der Trash-Faktor ist gewaltig, aber unterhaltsam ist es schon.

Aus irgendwelchen Gründen tragen die Menschen stets eine Maske, damit sie nur der Bombe ihr wahres, entstelltes Gesicht zeigen müssen (?). Endlich sieht man dann auch Taylor (Charlton Heston) aus Teil 1 wieder, der den Mutanten in das Netz gegangen ist, aber er hat kaum 10 Minuten Screentime. Die Unterweltler haben große Probleme, denn die Affenarmee braucht neuen Lebensraum und greift daher die cleveren Menschen an.

Es folgt nun ein unmotivierter Endkampf zwischen den beiden Astronauten, den Affen und den Mutanten und dann wird die große Bombe gezündet, welche die komplette Erde wegpustet. Ich saß etwas ratlos vor dem Abspann, denn wo bei dem ersten Film die Botschaft klar war, wurde hier viel erzählt, aber nur wenig gesagt. Alles in allem eine lieblose Fortsetzung mit wenig Höhepunkten. Die Bombenreligion brachte es aber später immerhin in die Welten von Fallout und Futurama.

Fazit: Trotz manch netter Einfälle ein überflüssiger Film, dessen Ende so abrupt wie seltsam ist.


Flucht vom Planet der Affen (1971)

Auf der Erde der Zukunft ist mächtig was los! Kaum hat man die Kugel am Ende des 2. Teils gesprengt, landen 3 Schimpansen-Wissenschaftler auf der Erde der Gegenwart. Das liest sich seltsam, ist aber so. Die Schimpansen haben das Raumschiff aus Teil 2 in Rekordzeit durchschaut, repariert und dann noch fix eine Trägerrakete daruntergesetzt. Das ist so beeindruckend, dass man auch getrost die Physik links liegen lassen und nun mit relativistischer Geschwindigkeit in die andere Richtung der Zeit reisen kann. Was für ein Affentheater (der schlechte Witz musste zumindest einmal platziert werden)! So konnte man natürlich auch jede Menge Geld sparen: statt einer liebevollen Affenstadt bekommt man eben das Amerika der Film-Gegenwart zu Gesicht. Damit sinkt die Menge der nötigen Masken auch auf überschaubare drei ab.

„Nun, wie erklären Sie dem hohem Gericht die sinkende Qualität der Filmreihe, Cornelius? Das ist nicht meine Schuld! Meine Frau hat mich in das Raumschiff gezerrt!“ Man gab sich redlich Mühe, aber der Funke sprang nie so ganz über.

Auf der Erde werden die drei Besucher halbwegs nett empfangen. Geradezu putzig fand ich aber die Diskussion um ihre Intelligenz: sie tragen Kleidung (sie ziehen sich sogar bewusst an) und steuern ein Raumschiff, aber ob sie einen Verstand besitzen? Im Ernst, sollten uns mal affenartige Außerirdische besuchen, hoffe ich doch, dass wir schneller 2 und 2 zusammenzählen als die Leute hier. Die Fixierung auf die Sprache ist ebenfalls dämlich. Nicht auszudenken, wenn echte Aliens Gebärdensprache oder Pheromone zur Kommunikation nutzen, da hätten wir mit der hier gezeigten „Wissenschaft“ ernste Probleme. Die erste Station auf der Erde ist dann auch folgerichtig ein Zoo (kein Hochsicherheitslabor), wo dann auch direkt einer von den Dreien von einem normalen Gorilla erwürgt wird. Somit ist das Trio auf die altbekannten Forscher Cornelius und Zira geschrumpft. Das alles ist derartig dämlich, dass ich an der Stelle der Affen mein Schiff wieder startklar gemacht hätte.

Irgendwann haben die Menschen dann trotzdem raus, dass diese Wesen wirklich intelligent sind und es folgt eine Gerichtsanhörung. Hier entfaltet der Film seine Stärken, denn die Szenen im Gerichtssaal erinnern etwas an die selige „Wem gehört Data?“-Episode aus der goldenen Ära von Star Trek. Manch ein Dialog ist sogar recht spitz, wenn man denn die Zeit bedenkt, zu der dieser Film entstanden ist. Nebenbei erfährt man dann auch, dass Zira schwanger ist.

Die beiden Schimpansen werden zu Medienstars und fallen dann aber bei der Regierung doch in Ungnade, da sie offenbar etwas verheimlichen. Die unwichtige Tatsache, dass es einen Krieg zwischen Affen und Menschen gab und am Ende alles ordentlich knallte, ist von den beiden Beharrten nämlich unterschlagen worden. Danach folgen noch ermüdende Szenen in einem echten Hochsicherheitslabor (nur echt mit immer offenen Türen und 2 Wachleuten), ebenso wie ein Verhör mit Wahrheitsdrogen, welches aber so niedlich wirkt, dass man sich fragen muss, warum man dieses Zeug nicht bei Paartherapien verabreicht.

Kraft ihrer Geistesgaben (schleichen und Stimmen nachmachen!) können die beiden Affen dem Labor entkommen und dank der Hilfe netter Menschen bei einem Zirkusdirektor namens Armando unterkommen. Hier hatte ich mein zweites Star Trek-Flashback, denn Ricardo Montalban (Khaaaaan!) spielt ebendiesen. Es war ungewöhnlich, ihn mal in einer netten Rolle zu sehen.

Leider ist das mit dem Versteck nicht so das Wahre und man landet am Ende auf einem rostigen Schiff im Hafen. Hier folgt ein Showdown mit einem Regierungsagenten. Beide Affen und das neugeborene Affenbaby sterben. Doch halt, das echte Affenbaby ist im Zirkus von Armando geblieben. Nein, was für eine Wendung! Der Versuch am Ende ein sprechendes Affenkind zu zeigen ist ähnlich billig anzusehen.

Fazit: trotz mancher netter Momente nur ein müder Aufguss. Weder die beiden sympathischen Hauptfiguren noch die Gerichtsszenen können da viel rausholen. Allerdings hat man zumindest versucht, der Sache neue Seiten abzugewinnen. Das ist mehr als „die Fast and Furious“- und „Transformers“-Filme von sich behaupten können.


Eroberung vom Planet der Affen (1972)

Wir befinden uns in den USA der frühen Neunziger. Die Polizeimode hat endlich die offensichtlichen Vorzüge des SS-Designs erkannt und Affen dienen den Menschen als Haushaltshilfen. So beginnt der vierte Ausflug in das Affen-Universum. Die Stimmung ist völlig gekippt, wenn man die, trotz allem, eher angenehmen Vorgänger noch im Kopf hat. Dieser Film ist wahrlich düsterer als seine Vorgänger und er ist sogar noch politischer.

Seitdem eine Seuche die Haustiere (Hunde und Katzen) vernichtet hatte, werden Affen gehalten und gezielt zu Dienstleistern erzogen. Mittendrin in dieser Welt treffen wir auf Caesar (das Kind von Zira und Cornelius) und Armando, die versuchen, unentdeckt zu bleiben. Es ist eine erstaunliche Welt, denn man hat in nur 20 Jahren die Affen so intelligent gemacht, dass sie fast alles können – außer Lesen und Schreiben (das werden die niemals erlernen können, alles andere sicher, aber das nie!). Das erinnerte mich sehr an manche reale Aussagen zu Computern: sie werden niemals einen Schachmeister schlagen! Okay, doch, aber sie werden niemals Musik komponieren! Okay, doch, aber…

Ich traue Zucht und Auslese viel zu, aber die Virus-Erklärung aus den neuen Filmen fand ich da schon überzeugender. Die hohe Körperkraft von Affen (speziell Gorillas) macht natürlich auch kaum Probleme, wenn sie mal wieder ausrasten. Es gärt in dieser Gesellschaft nämlich an allen Ecken und Enden.

„Ergib Dich, Du Mitglied einer Menschen-Minderheit.“ Rassismus kann man den Affen dieses Teils noch nicht vorwerfen, da sie generell alles Menschliche verachten. Die vielen offenen Parallelen führten aber dazu, dass ich die TOS-Folge „Bele jagt Lokai“ jetzt als sehr geschickt einschätze.

Die Story ist vorhersehbar und schnell erzählt. Caesar und Armando werden getrennt und der Schimpanse durchläuft die Schrecken der de facto-Sklavenschule. Er wird zum Revolutionsführer und die Regierung wird nach Kämpfen gestürzt. Damit beginnt dann die Ära der Affen.

Aus heutiger Sicht ist das alles natürlich sehr bekannt und ziemlich schwach inszeniert, aber damals muss der Film echtes Dynamit gewesen sein. Die schwarzen Kinobesucher jubelten Caesar zu, während manch Weißer pikiert den Saal verließ. Es ist verständlich, denn die Parallelen zur echten Welt waren im Film mehr als deutlich. Interessant ist auch die Information, dass es eigentlich ein sehr blutiger Streifen war. Am Ende der geschnittenen Version vergibt etwa Caesar dem Gouverneur der Menschen seine Taten. In der Urfassung, die ich leider nur in Ausschnitten finden konnte, prügeln seine revolutionären Horden den Mann einfach tot (was besser gepasst hätte). Die etwas unmotiviert wirkenden Kämpfe waren anfangs wohl auch deutlich härter gewesen. Dass die Schere hier so gewütet hat, wertet die Kinoversion ziemlich ab, denn trotz ihrer Bissigkeit war mir diese Variante viel zu nett.

Fazit: von den Nachfolgern des Ur-Films ist dieser meiner Meinung nach der Beste – selbst in der nettifizierten Kinofassung. Die Szenen im Schulungszentrum sind auch heute noch bedrückend und Roddy McDowell macht eine ganz gute Figur als Revoluzzer mit Latex im Gesicht. Natürlich muss man hier großzügig sein, denn das Alter und das kleine Budget sind auch hier mehr als offenkundig. Wenn man sich aber einen der Nachfolger ansehen will, dann diesen.


Die Schlacht um den Planet der Affen (1973)

Das finale der Reihe ist angebrochen. Caesar und sein Volk leben mit den Menschen einige Jahre nach dem Aufstand (er mündete in einen Atomkrieg) in einer Art Hippie-Kommune. Die Dreiteilung der Affenkultur ist hier schon im Gange. Die Gorillas sind Soldaten, die Orang-Utans Priester (hier aber noch eher Forscher) und die Schimpansen werden Wissenschaftler und Arbeiter. Diese Kultur ist aber auch sonst rassistisch geteilt, denn die Affen stehen über den Menschen. Allerdings ist immer noch Caesar als mäßigender Faktor da, denn massive Unterdrückung gibt es noch nicht.

Das Elend nimmt seinen Lauf, als der Affen-König versucht, Filmaufzeichnungen seiner Eltern zu finden. Diese lagern in den Ruinen der Menschenstadt. Die Expedition rund um Caesar trifft im Archiv auf die Aufzeichnungen, aber – oh Graus – es gibt unter Stadt noch menschliche Bewohner. Es sind die Vorfahren der Mutanten aus dem 2. Teil. Kaum ist denen klar, dass es eine Affenzivilisation gibt, rüsten diese zum Angriff.

Innerhalb der Affengesellschaft gibt es aber auch Probleme, denn der Gorilla-General Aldo greift nach der Macht und sperrt die Menschen der Affensiedlung ein. Zwischendurch meuchelt er Caesar’s Sohn und stürmt die Waffenkammer (genial bewacht durch einen hochmoralischen Orang-Utan hinter einem Lattenrost).

„Hiergeblieben! Du siehst Dir den Film bis zum Ende an!“ Es wurde für mich immer schwerer, die Reihe zu erdulden. Die Rolle der unterdrückten Menschen, die einfach nicht von der Stelle kommen, wird nach den vier Nachfolgern schon fast physisch fassbar.

Dann folgt die titelgebende Schlacht zwischen den Affen und der wirklich kultig daherkommenden Armee der Menschen. Man kann hier eine Mad Max-Truppe beobachten, lange bevor es Mad Max gab. Das geringe Budget ist natürlich trotzdem offenkundig, aber man tat, was damals möglich war, um das kaschieren. Die Affen siegen in der langen Schießerei und schlussendlich wird Aldo von Caesar gestürzt. Es beginnt nun einen neue Ära für Mensch und Affen, nachdem die gefangenen Menschen von Caesar freigelassen wurden.

Am Ende folgt dann eine hoffnungsvolle Schlusssequenz, die 600 Jahre in der Zukunft spielt. Affen- und Menschenkinder hören in der Schule gemeinsam diese Geschichte. Das eigentliche Ende ist dann ein Zoom auf eine Caesar-Statue, die weint.

Fazit: Trotz der netten Botschaft und dem Hinweis auf die Ähnlichkeiten (auch Affen gieren nach Macht) ist der Abschluss wenig interessant. Dankenswerterweise haben alle Nachfolger-Filme nur knapp 90 Minuten Laufzeit. Noch mehr falsche Epik wäre auch nicht gut gewesen.


Fazit aller Fazits:

Die Filmreihe als Ganzes ist wirklich sehr durchwachsen. Der erste Teil ist grandios, die Teile danach haben durchaus ihre Momente und den einen oder anderen guten Ansatz, aber sie erreichen längst nicht die Klasse des Erstlings. Leider sind diese alten Filme aber auch so ernst, dass es nicht einmal für ein trashig-witziges Wochenende reicht. Somit kann man sie sich durchaus ansehen, aber man verpasst auch nichts, wenn man es nicht tut.


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Artikel

von Klapowski am 12.05.19 in Gastbeitrag

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Kommentare (5)

  1. Bolleraner sagt:

    Danke für das nette Review!

    Die Meinung entspricht genau der meiner Erinnerung von vor ca. 20 Jahren, als ich alle Teile zum ersten und bislang letzten mal sah.

  2. bergh60 sagt:

    tach auch !

    Danke für das nette Review.

    An den ersten und dritten kann ich mich noch dunkel erinnern.
    Der Rest wurde ja in der neuen Triolo…, Tetralog…. ähhm Filmreihe ja nochmal in Teilen erzählt.

    Wozu zählt eigentlich das Renmake mit Wa(h)lbergs , Mark ?

    Gruß BergH

  3. G.G.Hoffmann sagt:

    Als ich die Fortsetzungsfilme vor gut 30 Jahren das erste Mal sah, fand ich sie noch faszinierend, auch weil man die atomare Bedrohung damals als sehr real empfand. Apokalyptische Filme auf der Basis eines möglichen Atomkriegs hatten in den 70ern und 80ern ja ihre Hochzeiten.

    Wenn ich heute zufällig noch einmal reinschalte, kommt mir das ganze doch sehr behäbig und billig vor und lässt sich nur noch in Ausschnitten ertragen. Ich habe die Darstellung der Affen, weder mit Masken noch als CGI, nie als real empfunden. Man muss schon viel Phantasie aufbringen, um in den Masken Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans zu erkennen. Selbst die CGI-Varianten in den neuen Filmen sind, zumindest was die Mimik angeht, doch sehr weit von realen Menschenaffen entfernt.

    Schade, dass Hollywood nicht mehr in der Lage zu sein scheint, neue Stoffe zu schaffen, sondern wir immer nur neue Aufgüsse alter Streifen und Themen sehen.

    Wo sind denn neue kultbegründende Ideen wie sie Star Trek, Star Wars, Alien, Planet der Affen, Terminator, Zurück in die Zukunft, Jurassic Park, etc., einst darstellten? Die Superheldenfilme sind ja auch nur Neuauflagen altbekannter Stoffe.

  4. WKT sagt:

    Also eine Zeit lang gabs bei mir jedes Jahr an Ostern einen „Planet der Affen“-Marathon. Ich fand die Reihe immer schon kultig und aus Sicht der Jahre in der die Filme gemacht wurden wohltuend anders. Klar ist aus heutiger Sicht einiges billig und langatmig, trotzdem habe ich eine Schwache Stelle für alle Planet der Affen- Filme, speziell aber für „Flucht“, der, meiner Meinung nach, immer etwas zu schlecht wegkommt, aber gerade wegen seiner sehr subtilen und teilweise cleveren Medien- und Gesellschaftskritik besondere Erwähnung verdient. Alles aus Sicht der 70er.
    Wenn ich sehe, was später und auch heute so an Marvel/DC/Science-Fantasy-Einheitsbrei unterwegs ist wertet das die originalen Planet der Affen-Filme zusätzlich auf.

    P.S.: Gehört nicht hierher, aber: Orville wurde verlängert. :)

  5. BergH60 sagt:

    tach auch !

    Und das wurde lange vor Dir im letzten Orvoille Artikel schon vermeldet. :-)

    Gruß BergH

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