Film- und Serienkritiken

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Stargate Universe – 2.11 – „Erlösung“ („Deliverance“) Review

Stargate Universe – 2.11 – „Erlösung“ („Deliverance“) Review

Juchuuu! T minus 10 Folgen! „Stargate Universe“ ist wieder da und bald haben wir es hier geschafft! Bis zur Absetzung wiederholen wir einfach noch mal unsere üblichen Kritikpunkte, reichern diese mit blumigen Vergleichen, bescheuerten Bildunterschriften und ausgedachten Zitaten an und schon hat auch Zukunftia.de ein eigenes Universum geschaffen, das aus 40 Varianten des gleichen Grundthemas besteht! Praktisch der Online-Zwilling von SGU. Sparkiller? Bitte mach das Licht in der Redaktion aus und wackele ein bisschen an der Webcam, ja?


Inhalt: Eine der kaputten Kampfdrohnen wird an Bord der Destiny gebracht, um sie zu untersuchen. Außerdem greifen die unkaputten das Schiff an, während die blauen Aliens wiederkehren. Die walnussköpfigen Ursini hingegen (an die muss man sich schon erinnern können, gezeigt werden die nämlich nicht mehr) kämpfen an der Ostfront. Da hilft nur eines: Chloe den „Blauen“ übergeben und hoffen, dass die noch irgendwas reißen können.

Wertung:

„Weißt du’s schon, Helga? Die Ursini, diese neuen Aliens im Mietshaus gegenüber, die trauen uns nicht über den Weg!“
„Eeeecht? Hast du die etwa gesehen? Haben sie es dir selbst gesagt?“
„Nö, natürlich nicht. Aber ihr menschlicher Hausmeister, Telford, kommt oft zu uns rüber und erzählt uns davon.“
„Haben sie eigentlich wiiirklich 3 Köpfe und kosten 900 Dollar pro Sekunde Screentime?!“

Ich sagte es ja schon öfter als SGU doof ist, aber: Diese Konzept von mächtigen (CGI-)Aliens, die man nicht sieht, obwohl sie nur ein Schiff weiter vor sich hochzivilisieren, finde ich ziemlich Banane. Nichts gegen aufwendige Lichtgestalten im televisionären Schattenreich von SGU, aber wenn man nicht mal das Effektbudget hat, sich im Gemeindehaus der Destiny bei Kaffee und Schleimkuchen zusammen zu setzen (siehe die Konferenzen mit den Asgard damals), sollte man lieber auf Freilichtbühnen die „Drei-Förderationsdukaten-Oper“ aufführen, anstatt einen auf Weltraum-Multikulti zu machen.

Es wirkt nämlich schnell peinlich, wenn trotz 2-3 Fremdvölker doch wieder nur menschliches „Ringelpiez mit Anquatschen“ im Kommandoraum gespielt wird.

Und was sollte das nun mit Chloe? In der letzten Folge sah es noch so aus, als würde nun etwas Großes passieren, nachdem sie ewig ihren preisgünstigen Unter-der-Kleidung-Ausschlag züchtete, der Crew die Antidepressiva wegfraß und beim Finanzamt ihren Beruf mit „Ganzjährig potenziell gefährlich sein“ angab. Und was passierte diesmal? Die große Endstufe der Verwandlung? Die Enthüllung des genetischen Masterplans? Die große Durchführung eines messiastischen (kommt von „Messie“?) Erlöserplots?

„Oh, hübsch! Ist das schon der Sarg für Chloe?“ – „Nein, das ist der Typ, der ihre Storyline erfunden hat. Er hat sich damals knapp gegen einen Haufen alter Autofelgen und eine kaputte Microwelle durchgesetzt.“ – Spaß beiseite (wohin auch sonst bei SGU?): Diese schießenden Schnellkochtöpfe bedrohen die Crew noch immer. Aber was könnte ein Viertel Dutzend hochbegabter Programmierer schon dagegen tuuun, hmmm?!

Sprich: Die letzten 500 Folgen von Chloes E.T.-Metamorphose waren nur ein dramaturgischer Schildbürgerstreich. Ihre Besessenheitskontaktlinsen wurden während der Staffelpause vom Augenarzt gepfändet und erneut(!) steckte man das Mädchen (kurz) in den Knast, zur Beobachtung. Man sollte vor die Tür eine Scheibe nebst Hämmerchen anbringen und dranschreiben: „Bei Plot-Notfall bitte einschlagen!“ – Irgendeine(n) Superkraft / Psifähigkeit / Peilsender / Rabattmarkensammlung würde schon dabei herausspringen. Die gefährlich-nützlichen Aliens hatten Chloe da ja alles einprogrammiert, was nicht bei drei auf der Drehbuchautoren-Baumschule war.

Aber um das Ganze nun doch mal irgendwie aufzulösen, musste das Mädel diesmal entalienifiziert werden. Zu diesem Zweck wurde eine Vereinbarung mit den „Blauen“ getroffen. Sehen tun wir aber freilich nur, wie diese ein fieses „No Escape“ auf dem Bildschirm erscheinen lassen. Die genaue Übergabeverhandlung in lustiger Zeichensprache(?) durchs Fenster(?) und/oder durch ausgiebigen Alienchat wurde uns leider vorenthalten. Wer weniger spannende Kontakte mit Außerirdischen kennt, möge sich bitte zwecks einer kleiner Sonderpreisverlosung in unserer Redaktion melden.

Noch schlimmer war die gefühlsduselige Übergabe-Sequenz bei Klimpermusik und Zeitlupe(!), die uns sagen sollten: „Sehet her, von Aliens manipuliert zu werden ist schlimmer als ein Autorenfilm über Brustkrebs indonesischer Stripperinnen!“ – Gut, es wäre ja durchaus okay, wenn diese Szenen einfach so kühl wirken, wie sie nun mal… wirken. Man muss als offizielle TV-Serie der Gefrierschrankindustrie ja nicht mehr zu sein versuchen, als man ist. Aber diese fischäugigen Sympathieminderleister mit Wangenküsschen (für Young) und Händchenhalten (für Scott) auszustatten, wirkt so seltsam, als würde man einem Psychopathen bei dem Film „Bambi“ ein Taschentuch reichen.

Mit welchen Emotionen sollten diese Sequenzen bitteschön aufgeladen werden, wenn die Scott-und-Chloe-Beziehung bislang wie eine arrangierte Drehbuchehe daherkam (ist SGU in arabischen Ländern eigentlich ein echter Straßenfeger?)? Wer fiebert mit einem heulenden Mädchen mit, das die letzten Folgen vor allem dadurch auf sich aufmerksam machte, dass es FAST heulen musste? Wo soll ICH hier mitfiebern, warum und wie lange? Könnte man da nicht Erklärtexte am unteren Bildrand einfügen, von denen ich ablesen würde: „Dies ist deswegen hochtraurig, da synergierende Verlustängste mit der gegensätzlichen ‚Nur-Leere‘ des offenen Raumes divergieren“?

„Und vergiss bitte nicht, jeden Tag meinen Tränenbaum mit ordentlich Salzwasser zu gießen, oh mein Geliebter!“ – „Oh, Handgranate meines Herzens! Ich hoffe sooo sehr, dass die Blauköpfe deine Schilddrüsenunterfunktion in den Griff bekommen und du nicht mitten in der Staffel stirbst! – Abschreckendes Bei(liebes)spiel: Die beiden Waschgel-Geister im Hintergrund fühlen sich gerade darin bestätigt, dass ihr Volk jegliche Persönlichkeit und Emotion vor 5.000 Jahren in die Altkleidersammlung gegeben hat.

Außerdem kam Chloe ja gleich wieder, völlig genesen! Für diese öde Drehtür-Aktion (wenn auch mit Riesenspritze) hätte man die vorherigen Liebesschwüre dann doch in der Zuckertüte lassen können, oder? Sonst war hier ja schließlich auch nur wieder Emotions-Antarktis angesagt. Warum wirkte Young z.B. wieder mal so, als hätte man Captain Picard und Worf zu einer Abnickvorrichtung verquirlt, die – immerhin mit agressiven Nickbewegungen – einfach jeden Scheißplan absegnet, den die Techno-Hobbits ihm entgegenschleudern?

Gibt es bei SGU auch mal andere Geschichten als „Großes Schiff im All (verlassen oder nicht) macht Stunk, Destinycrew will weiterfliegen, hat aber Angst, dass ihr jemand folgt?“ Gerne auch angereichert mit dem Zusatzelement: „Wir müssen lernen, wie diese Maschine / dieses Mysterium / dieser Spannungsbogen funktioniert, damit wir 10 Minuten mit Taschenlampen und Raumanzügen im Schrotthaufen der Woche anstehen dürfen, bis die magere Action uns endlich aufruft“? – Man könnte sooo viele spannende Geschichten im Weltraum erzählen, wenn man nicht krampfhaft versuchen würde, 30 Minuten mit dem Eindruck zu füllen, man wäre anspruchsvoller als „Sopranos“ und „Frontal 21“ zusammen.

Und eh man sich (im Dunkeln, haha) versieht, ist die Folge wieder vorbei und die einzig „neuen“ SF-Erkenntnisse (= Böse Drohnen können umprogrammiert werden, Aliens misstrauisch sein und große Schiffe bedrohlich) hat damals schon Jules Verne nicht aufgegriffen, da sie ihm zu banal erschienen. Chloe wurde also wieder normalisiert und die doofen Ursini verabschiedeten sich als Qualmwolke auf dem Tiefenscanner. Schön, wenn Verbündete so herzzerreißend zerriss… ähm… verabschiedet werden.

„Cheffchen! Die Angreifer greifen die Anlagen an! Da, jetzt ein Anfänger-Angriff an der Anlegestelle aus Anatolien im Analbereich der analphabetischen Anhänger!“ – (B)allerheiligen: Angriff ist die beste Bescheinigung… für die Arbeitsunfähigkeit der Drehbuchautoren. Jede Staffelmitte bzw. jedes Ende sah ja ungefähr so aus wie oben. Wann gibt es T-Shirts mit diesen Motiven im SGU-Fanshop? Oder erwartet man, dass diese Kleidungsstücke Menschen auf offener Straße hinrichten könnten, da einfach zu megaspannend?

Ja, eine Weltraumschlacht gab es auch mal wieder, so quasi fortlaufend mittendrin. Fliegende Mülltonnen gegen Fliegende Mülltonne Deluxe. So spannend, da ging mir glatt der Hut und ihnen der Deckel hoch! Mann, wie machen die das nur immer mit diesem Schwirr, Bumms, Flieg, Saus und Wusch? Vorher einen Moskitoschwarm analysiert? Modernes Fernsehen kann ja sooo beeindruckend sein!


Fazit: Okay, keine großen Fehler diesmal. Spannender wird die „Die Reise zum Mittelpunkt des eigenen Bauchnabels“ dadurch aber auch nicht. Wie so oft bin ich hochbeeindruckt von den Fähigkeiten der Macher, 42 Minuten für etwas zu verbraten, was später in 5 Zeilen zusammengefasst werden kann. Auch eine Kunst, irgendwie. Ebenso wie die verzweifelten Versuche, uns auch den hundertsten Raumanzug-Weltraumtrip als ultraspannenden Dokumentarfilm zu zeigen. – Schon irgendwie realistisch, aber zu 100% inhaltslos.

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Aus dem geheimen Tagebuch von Dr. Rush...
Liebes Tagebuch,

Chloe hat doch einen an der Pfanne!

Ruft die doch mal ohne vorher zu fragen diese Blauhäute aus der Nachbargalaxie an, um uns aus der Patsche mit den verbuggten Roboterdrohnen zu helfen. Aber wofür hat man schließlich NOCH MEHR Feinde, wenn diese einem nicht mal eben HELFEN können?! Lobenswert auch, wie schnell die Jungs eingetroffen sind. Kaum war die Space-SMS raus, waren die auch schon mit drei Raumschiffen da. Davon können sich die Pannendienste auf der Erde mal eine Schneide abscheiben, Hömma!

Gut, nach unseren bisherigen Schnarchabenteuern ist so ein bisschen Tempo ja gar nicht übel. Nur hatte ich mir irgendwie doch Hoffnungen gemacht, daß diese Schlumpfaliens die dauerdeprimierte Chloe wenigstens auf Dauer behalten. Und was ist? Da wird nur flott der Galakto-Schorf abgekratzt und schon schwebt man uns die Tante wieder vor die Haustür. Naja, irgendwie passt das ja in das bisherige Muster. In diesen Galaxien kann man schließlich auch nicht auf fremden Planeten verschollen sein, ohne gleich in der nächsten Woche wieder aufzutauchen. Trotzdem hatte ich nach all der „Ooooh, Nein! Ich verwandöööle möööch!“-Tragik der letzten Monate aber mehr erwartet, ganz ehrlich…

Apropos mehr erwartet. Ähnlich karg war ja letztendlich auch unsere Beziehung mit diesen häßlichen Gollum-Aliens, wie sie Eli wohl nennen würde. Erst das große Mysterium anpreisen und dann werden die doch nur mal schnell und effektarm verheizt. Dass der die Kartoffelköppe stellvertretende Punkt auf dem Radar mal ganz nebenbei erlischt fand ich jedenfalls nicht sehr stimmungsvoll. Und hat deren Kamikaze-Angriff eigentlich irgendwas gebracht? Ganz klar wurde mir das nicht. Aber kurz darauf halfen wir uns eh selber weiter. Wäre ja auch gelacht, wenn wir fremde Software nicht mal in unter zehn Minuten gegen ihre Schöpfer richten könnten. (Was die Außerirdischen offensichtlich in Jahren nicht geschafft haben?)

Und das Fazit, mein liebes Tagebuch? Auch eine kleinere Pause scheint nichts bei uns zu ändern. Bis auf meinen wunderbaren Charakter finde ich meine Kollegen auch weiterhin erschreckend farblos und sämtliche Erlebnisse wirken so durchdacht, als hätte sich diese der große Schöpfer mal eben auf dem Klo ausgedacht. Nur woanders wirft man diese Ideen-Spickzettel nur halt schon vorher in den Mülleimer. Hier hat man anscheinend kein Problem damit, diese wenigstens mal eine Zeitlang auszuprobieren und danach dilettantisch auszuradieren.

Aber wenigstens ging alles recht flott vorrüber und ein bisschen Raumschiffaction gab es auch mal wieder zu sehen. Daher für dieses Erlebnis von mir eine 4 minus.

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Artikel

von Klapowski am 08.03.11 in Serienkritik

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Kommentare (12)

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  1. das obst sagt:

    juhu, endlich muss sich klapo nicht mehr an gesellschaftlichen, politischen oder wissenschaftlichen themen abmühen und darf wieder über etwas schreiben, wovon er wirklich ahnung hat: die quälitativen tiefflüge von SGU!

    da mach ich gern mit, finde es aber doch überraschend, dass diese grottige episode von euch übereinstimmend sogar noch eine 4- bekommen hat. in schulfächern, mit denen ich nix anfangen konnte, war ich früher glücklich, wenn’s zumindest für so eine note gereicht hat. das heißt immerhin so viel wie „klassenziel erreicht, du wirst versetzt“. neeee, das gefühl hatte ich bei der neuen episode allerdings überhaupt nicht. seid ihr vielleicht ein bisschen großzügiger mit der wertung, weil der abschiedsschmerz doch langsam immer näher rückt? schließlich verabschiedet sich mit SGU auch eines der attraktivsten themen für zukunftia… ;-)

  2. Nachdenker sagt:

    Auf Popcorn-TV-Niveau war die Episode halt schon erträglich weil halt mal etwas mehr passiert ist. Der erste Kampf mit den Drohnen, Cloes Rückvervandlung, das Bergen der einen Drohne und dann den Endkampf gegen das zweite Drohnenschiff. Das hätten auch 4 Folgen sein können wenn Sie das Tempo einiger anderer Episoden zum Vorbild genommen hätten.

    Leider erschöpft sich damit dann aber auch schon alles „positive“. Die Handlung an sich ist einfach nicht schlüssig und die Motivationen der Parteien sind nicht klar bzw unlogisch. Warum willigen die Aliens so einfach mal schnell ein Cloe zurückzuverwandeln. Und dann ist da noch dieser „nette“ Deus Ex Machina Moment wenn die Ursini sich opfern damit die Destiny fliehen kann. Der „Die Schilde sind zu schwach“-Müll war auch überflüssig, weil das Schiff natürlich nicht in die Luft fliegen konnte, das wäre ja das vorzeitige Ende der Serie gewesen… ;)

  3. Donald D. sagt:

    @ das obst: Abschiedsschmerz? Jubel, Trubel, Heiterkeit ist angesagt, da die Serie bald endet!!!
    Aber es besteht (leider) noch Hoffnung. Der Stargate-zu-Grabe-Träger Brad Wright will partout seine Griffel nicht von der Serie lassen und verhandelt mit diversen Studios und Sendern über eine dritte Staffel und/oder DVD-Filme.

  4. wrath-of-math sagt:

    Ausnahmsweise stimme ich mal bei fast jedem Punkt zu. Die Chloe-Storyline in dieser Folge ging ja mal gar nicht. Ein Reset ohne wirkliche Konsequenzen? WTF?

    Hinzu kommt: Weltraumkämpfe im Stargate-Universum sind immer nur ööööde Ballerorgien, so langweilig wie anderen beim Computerspielen zuzugucken. Und außerdem gab es in dieser Episode eindeutig zu viel Die-Maschinenflicker-retten-den-Tag-Tricks.

    Das war nicht SGU, das war Stargate Atlantis. Ich hoffe, die Autoren schippern die Destiny wegen all dem Gejammer der Alt-Fans für den Rest der Serie nicht in die alten, brackigen Fahrwasser der Vorgängerserien.

  5. das obst sagt:

    @donald
    obwohl ich die SGU-absetzung mit ähnlichen gefühlen sehe wie du, würde ich den fans schon wenigstens einen DVD-film gönnen. ich weiß selbst aus genug schmerzlichen erfahrungen (carnivale, farscape, firefly, deadwood, rubicon…), wie es sich anfühlt, wenn einer serie kein „richtiger“ abschied vergönnt ist.

    • wrath-of-math sagt:

      Serenity und Peacekeeper Wars gefielen dir wohl nicht?

      Antworten
    • das obst sagt:

      „serenity“ und „peacekeeper wars“ waren ok und besser als gar nix, aber nicht dasselbe wie eine volle staffel. einerseits hat es spaß gemacht, die jeweilige crew nochmal in action zu sehen. andererseits sah man dabei sooo viele interessante ideen, die nicht mehr richtig entfaltet werden konnten…

      aber wie gesagt: besser als gar nix! und genau das gönne ich den SGU-fans auch, selbst wenn ich die serie extrem scheiße finde (wobei mich ja eigentlich niemand dazu zwingt, meine lebenszeit damit zu verschwenden).

      Antworten
  6. Biermaaan sagt:

    *gähn* Langweilige Folge. Nichtmal sonderlich schlecht, einfach nur langweilig.

    Edit: Kreativer Spamschutz ;)

  7. ted_simple sagt:

    Was mich am meisten gestört hat, war dass das Schiff fast zu Klump zerschossen wurde („Wir sind in 2 Minuten tot!“ Und nein, das hat mich per se nicht gestört, aber der Satz geht ja noch weiter:) und man von den Schäden garantiert in kommenden Folgen nichts mehr hören wird. Alle (!) Shield Emitter Relais sind also „completely burned out“. Um die Schilde wiederzubekommen, ist aber nur ein Bypass erforderlich. Äh, is klar. Und was wird dann als Shield Emitter benutzt? Vielleicht die Kloschlüssel?

    Ich fand’s ja selbst bei Atlantis noch ok, wenn die Stadt (!) einiges einstecken musste und trotzdem wieder restauriert werden konnte, da haben sich die Autoren noch die Mühe gemacht einigermaßen nachvollziehbare Erklärungen zu liefern. Außerdem konnten die besten Spezialisten von der Erde eingeflogen werden und man verfügte über das Wissen aus den Datenbanken von Atlantis sowie nach der letzten SG-1-Folge über das Wissen aus der Asgard-Datenbank. Aber hier haben wir einen Haufen unqualifizierter Hanseln, mit Ausnahme von Rush, und keine Möglichkeit Ersatzteile zu beziehen. Die Autoren haben sich offensichtlich entschieden, die Zuschauer endgültig für dumm zu verkaufen.

    Wer interessiert sich bei Soap Opera auch noch für Technik? Niemand. Wahrscheinlich haben sie sogar recht.

    EDIT: Zweiter Störfaktor: Ich kann die Hackfresse von Matthew Scott – hoffe der Name ist richtig – nicht mehr sehen. Klar, er ist sentimental bevor Chloe zu den Blaulingen geschickt wird. Aber NACH ihrer Rückkehr hätte ich doch zumindest die Spur von Freude in seinem Gesicht erwartet? Ich habe mich sogar selbst bei nämlicher ertappt. Nö. er besucht seine geheilte (!) Freundin auf der Krankenstation, nimmt mit bierernster Miene die Diagnose entgegen („Sie ist gesund!“) und setzt dann wieder seine ausdruckslose Scott-Bakula-Gedenkmiene auf.

    SGU ist so dunkel und seriös, man könnte fast meinen es sei eine deutsche TV-Serie. Auch qualitativ und so.

    • ted_simple sagt:

      Ich muss die Autoren aber auch mal loben. Es ist ihnen tatsächlich einmal gelungen bzw. sie haben sich mal die Mühe gemacht, den intelligenten Zuschauer hinters Licht zu führen. Beim Cliffhanger sah es noch so aus, als hätte Chloe die Mannschaft verraten. Ich war mir mit folgender Theorie ziemlich sicher: Die Erklärung mit den automatisierten Drohnen war fabriziert und TATSÄCHLICH herrschte Krieg zwischen den beiden Alienrassen und die Ursini wollten die Destiny für sich instrumentalisieren. Als Chloe davon wind bekam, dass der Angriff gegen „ihr Volk“ erfolgen soll, wurde sie aktiviert. Die Situation hat mich nämlich frappierdend an die TNG-Folge „Conundrum“ erinnert, in der zwei Alien-Parteien in einen Krieg verwickelt sind und die eine Seite versucht, die Enterprise-Crew per gefälschter Informationen in der Datenbank davon zu überzeugen (nachdem bei allen Mannschaftsmitgliedern eine Amnesie ausgelöst wurde), dass sie die Kontrollstation „ihres“ Erzfeindes zerstören müssen.

      Aber Pustekuchen! Auf die Idee mit den Feinden als Feuerfang wäre ich nie gekommen.

      Antworten
  8. flyan sagt:

    In der aktuellen BRIGITTE ist eine ganzseitige Anzeige zur SGU-Ausstrahlung auf RTLII abgedruckt.

    Die Suche nach der mysteriösen Zielgruppe?

  9. chritz sagt:

    Ich habe die Episode gerade mangels Alternative (dumme März-Pausen) laufen lassen und kann mich jetzt – zehn Minuten später – an nichts mehr erinnern. Bleibender Eindruck, es würde mich freuen, wenn dies nach Beendigung der letzten Folge auf die ganze Serie zuträfe!

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