Film- und Serienkritiken

Der Latinum-Standard des Star Trek Universums

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„Star Trek – Starfleet Academy“ – 1.09 – „300th Night“ – Review

„Star Trek – Starfleet Academy“ – 1.09 – „300th Night“ – Review

Endlich eine Episode, die weiß, was sie will: Nämlich als erster Teil einer Doppelfolge alle Figuren in Position zu bringen, die irgendwas© an einem gewissen Ort (nennen wir ihn: irgendwo©) machen könnten… Ich verlese nun pflichtschuldig die Plot-Punkte dieser Woche: Caleb findet seine Mutter auf dem Wochenmarkt „Zur Diebischen Elster“ wieder, während Nus Braka zwischen 0,1 und 100% des Föderationsgebiets mit explosiven Supermolekülen vermint. Derweil muss Captain Ake ihr Raumschiff fliegen – und nebenbei überlegen alle, ob echte Freundschaft auch einen Mangel an Straßenlampen auf einem finsteren Alien-Außenposten überlebt.


Doch zuerst zu den wichtigen Dingen:

– Schön und gut, dass es ein klingonische Ritual für… äh… „die selbst gewählte Familie“ gibt, aber mir fehlte da der glaubwürdige Unterbau. Das klang eher wie etwas, was „moderne“ Firmen heute ihren Angestellten aufdrücken, wenn die anderen 283 Teambildungsmaßnahmen schon durch sind.

(„Wir feiern heute den Schmidt-AG-Wir-sind-divers-und-produktiv-Tag. Habt ihr denn auch alle Marzipanschweine gedacht, die wir über unseren Bürostuhl zerreiben wollen, hmm?“)

– Wirklich ehrfürchtig oder durchdacht wirkt das Ritual eh nicht: Sam kann z.B. nichts trinken (ein paar Tropfen ins Hologitter laufen lassen geht nicht?), Daren muss großmütig erwähnen, dass er Caleb irgendwie doch toll findet (es ihm aber schwerfällt, weil… Bitch-Storyline) und Caleb überlegt es sich noch mal anders mit dem Blutsuppen-Saufen, da das Wort Familie ganz schlimme Sachen triggert.

(„Moment?! Ist das nicht das, wo normalerweise eine MUTTER dazu gehört? Herr Doctooor, ich brauche meine Psychopharmaca!“ *rausrenn und große ALDI-Tüte aufhalt*)

„Dieses Trinkritual wird den klingonischen Gott Her’Pes ehren.“ – „Und danach gehören wir zu deiner Familie?“ – „Ja. Ihr erhaltet 15% unseres Bürgergeldes und müsst dafür lediglich den Kopf desjenigen bringen, der sich seit Jahrzehnten diese nervigen Rituale ausdenkt.“ – Endlich mal richtig bechern: Wenn man keine Figurenentwicklung hat, muss halt deren vorschneller Abschluss gefeiert werden. Helauuu!

– Caleb trifft im Turbolift dann gleich auf seine Ex-Freundin Tarantula. Zehn „Akward-Sätze“ später – das wissen wir, weil sie sie selber so bezeichnen – erinnern wir uns wieder daran, dass sich die beiden nackt gesehen haben. Und Tamporina ein paar Bösewicht in die Luft gespreng… äh… gedacht hat.

Das sind so diese peinlichen Aussprachen, für die Dr. McCoy einst das geheime Schnapslager im Erste-Hilfe-Kasten erfunden hat?

– Die Superbedrohung des Tages ist übrigens das Omega-Partikel. In Verbindung mit der Föd.-Flotte, die komplett um Betazed geparkt ist, weil… Weltraum beim Burn irgendwie kleingekokelt?

Im Ernst, diese Art des Problemaufbaus will nun wirklich keiner mehr sehen. („Unsichtbare Supermoleküle, die überall auftauchen können! Superspannend, vor allem beim kreativen Verhindern der Apokalypse. Oh, ich höre gerade: Alle Chefdramaturgen des Alpha-Quadranten sind soeben explodiert. Spannend?!“)

– Dass Kollege Nus Braka jetzt zum Superterroristen wird, war mir nicht so recht. Stets hat man das Gefühl, dass man einfach ALLE Gegenspieler aus den anderen Serien in einer Person zusammenfassen will: Ein bisschen Khan, ein wenig Harry Mudd, dazu ein Spritzer Romulaner und der Typ, der einem am Bahnhof immer die Geldbörse aus der Messerwunde angeln will.

Man könnte ja auch wöchentlich NEUE Gegenspieler erfinden? (*verstohlen auf TNG, DS9 und VOY zeig*)

„Hey, hier ist ja doch eine Nachricht von meiner Mudder reingekommen.“ – „Wie, wo?!“ – „Lustige Geschichte: Ich hätte vor zwei Jahren die schwarze Schutzfolie von meinem Tablet abziehen müssen.“ – Sie haben 1829 neue Nachrichten: Calebs Mutter kann endlich Kontakt zu ihm aufnehmen. Sie ist inzwischen Organhändlerin in einem Mädchenhändlerring und will wissen, welches Körpergewicht seine Schulkameradinnen haben.

– Caleb vermisst übrigens immer noch seine Mutter und hört dafür geheime Superfrequenzen und Quantensfunksysteme ab. Supergenies geben nun mal keine Announcen in Zeitungen auf oder rufen einfach mal irgendwo an? Da fällt mir ein: Ich muss noch beim CERN anrufen. Kollege Sparkiller soll morgen Fruchtsaft für die Redaktionsparty mitbringen.

– Immerhin findet man mit dem Namen des Mondes „Ishaani“ Zugang zu zwei Jahren an Dateien. DAS sind diese spannenden SF-Geschichten, die wir so lieben? („Mister Data, ich habe endlich ihren Bruder gefunden. Das Passwort war LORE123.“)

– Wieso muss unsere Trümmertruppe eigentlich wieder Befehle missachten und ein Shuttle klauen? Klar, wäre schwer, dass mit einer offiziellen Mission zu erklären, aber warum dann nicht was erfinden, wie: „Wir wollten eh die diplomatische Botschaft auf Dorv-Trotthel kontrollieren.“

– Stattdessen quatschen sich Genesis, Darem, Sam und Caleb gegenseitig die Dialogzeilen auf zehnseitigen Umfang hoch, damit man irgendwie die Handlung am Laufen hält. („Meinem Volk fehlen Enzyme für den Alkoholabbau! LALALAAA!“)

– Das Rumgebrülle beim Schiffsklau, als alles wackelt, beschleunigt und dröhnt, ist natürlich toll für alle, die auf diese Art von Humor á la „Ey Mann, wo ist mein Auto?“ stehen. Nächstes Mal im Einkaufswagen die Rolltreppen zum Franchise-Keller runterbrausen? Jackass meets Star Trek?

„Wow, das ist also diese ‚Überlichtgeschwindigkeit’, von der seit 1000 Jahren immer alle reden. Schnell, ich brauche eure Schuhe. Meine sind komplett vollgekotzt.“ – Lieber Gas geben als gar keine fossilen Brennstoffe: In dieser überaus wichtigen Nebenhandlung ist Darem voll angesoffen. Und klar, dass sie den alten „Er kotzt Glitter“-Scherz noch mal rauskramen. Das ist schließlich eine Serie mit langem Story-Arc!

– Wirklich toll bewerten kann man diesen ersten Teil eines Zweiteilers eh nicht. Jonathan Frakes gibt bestimmt das Beste, was das Drehbuch ihn (nicht) machen lässt. Und ja, der Alien-Markt wirkte nett inszeniert. Leider war’s aber wieder sooo dunkel, dass wieder nur Neonröhren und Fackeln als Beleuchtungsversuch herhalten müssen.

Kann ich bitte noch mal den Krill-Planeten aus „The Orville“ sehen?

– Immerhin trifft Caleb jetzt endlich auf dem Wochenmarkt seine MUTTER. Endlich kein unentspanntes „MAMA!“-Gerufe mehr, wenn die Mathematik-Klausur knapp unterhalb der Genie-Bewertung liegt?

– Wirklich emotional fand ich das Wiedersehen nicht. Zumindest hätte ich das nicht im dunstigen Dreiviertel-Dunklen inszeniert, mit Sätzen wie „You where always brilliant!“ und dem sofortigen Palavern über ihre Zugehörigkeit zur Epstein-Nebengruppe „Venari Ral“. Schlimm genug, dass man in SO einer Serie erwartet, dass ich die Phantasienamen zu uninteressanten Plot-Räubertruppen auswendig lerne…

Ein echter Drehbuchautor hätte das Wiedersehen vermutlich in zwei Teilen inszeniert (mit Pause dazwischen?) und die Missionsbesprechung an einem anderen Ort aufgenommen, um das ganze Gelaber eeetwas zu trennen?

– Kurz danach streitet man sich über Calebs Entscheidung, eher seiner Mutter zu helfen. Was natürlich nur geht, wenn er Genesis beleidigt („Du interessierst dich nur für dich selbst. Total neeeu in einer Kurtzman-Serien, holla!“), seinen Halbkumpel Darem vor den Kopf schlägt („Du bist ein Clowns-Prinz! Glaub mir, wir ALLE haben die Episode gesehen!“) und Sam einfach nur böse anguckt.

„Mama! Aber warum bist du immer fortgelaufen?“ – „Ach, die Bombenpreise im Deltaquadranten waren so günstig, da musste ich jahrelang einfach zuschlagen.“ – Dunkle Vergangenheit, hell erleuchtet: So ganz ohne Makel ist die Mutti nicht. Das Nordkorea-Tattoo auf dem Oberarm hätte Caleb bereits stutzig machen müssen?

Diskutierbare Inhalte, echte(!) Verpflichtungen oder moralische Implikationen? Dafür muss man die Staffelboxen der uralten Trek-Serien aufschlagen – wieder mal.

– Danach werden unsere Leute auf dem Markt gefangen genommen. Natürlich nicht von Intellektuellen oder Menschen mit einer Agenda. Nein, es ist Miss Sadistin (sah erstaunlich nach Alice Weidel aus?) mit ihrer Faustkampf-Verhör-Truppe. Nein, hier gibt es keine interessanten Sicherheitsleute oder eine spannende Fraktion, sondern halt nur Leute, die zehnmal am Tag „Naaa, wen habeeeen wir denn daaaa?!“ grunzen, selbst vor dem eigenen Badezimmerspiegel.

– Derweil findet man die eingeschlichenen Jay-Den und Tantula auf dem Schiff von Nahla Aka. Das wird dann auch eher lustig inszeniert… („Ach so, wenn die Klimaanlage runtergedreht ist, finden euch die Sensoren nicht?“)

Tja, es ist halt immer so: Kadetten schleichen sich ein, machen so „Lower Decks“-Sachen, werden mit einem halben Anschiss zu einem 30% reduzierten Abendessen geschickt und dürfen trotzdem 95% des Tages retten.

„Ja, Captain. Wir haben uns an Bord geschlichen. Aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen: Meine halbtägliche Trauma-Therapie wurde heute von 7:15 auf 7:45 Uhr verschoben.“ – Endlich mal ein ehrenvolles Versteckspiel: Damit JEDE Nebenfigur mitspielen kann, muss wirklich JEDER die Regeln missachten. Ist ja nicht so, dass Leute mit Beinen, Armen und Köpfen auf Starfleet-Schiffen für irgendwas gebraucht werden?

– Caleb rettet dann DOCH seine Freunde, indem er auf dem Markt kleine Items hochhält („Seht her! Ein Föderations-Schokobonbon!“) und die Leute bis zum – sowieso stattfindenden – Schusswechsel ablenkt. Spannend fand ich so etwas schon in den 90ern nie.

Keine Ahnung, warum Captain Archer das in den 2000ern immer noch geil fand?

– Calebs Mutter wird dann auch gleich angeschossen und später von Captain Ake gefangen genommen, was Calebs Verhältnis zu ihr in der nächsten Episode logischerweise stark prägen wird. Und nicht etwa das „normale“ Verhältnis eines Sohnes zu seiner Mutter… Schon komisch, dass man IMMER gleich alles wieder weg(s)packt, was man einst eeewig als großen Figurenmoment angeteast hat?

Da könnte man fast den Eindruck bekommen, dass man langfristig nicht an den Figuren interessiert ist?! (*Enthüllungs-Musik als kurzes Posaunen-Solo spiel*)

– Natürlich wird als Cliffhanger noch etwas gekämpft und ge-countdownt, samt abzischender „Untertassensektion“. Was aber im Zeitalter der frei rumfliegenden Raumschiffkompnenten total unspannend daherkommt.

– Nicht zu vergessen, dass am Ende „eine Wand aus Minen um die komplette Föderation“ errichtet wurde. DAS sind erneut dieses SF-Konzepte, für die ich damals die Grundschule geschwänzt habe. („Hey, wenn wir Eiswürfel auf die Sonne kippen, brauchen wir im Sommer gar keine Klimaanlage?!“)

Wie gesagt: Am Ende ist’s halt nur der erste Teil einer Doppelfolge mit Triple-Laufzeit-Geschmäckle.

„Was?! Diese Minen sind ja wirklich überall im Weltraum! Wissen Sie, was das bedeutet?“ – „Ja, Chefin. Mindestens acht Quadratkilometer, auf denen nicht in die dritte Raumdimension geflogen werden darf?“


Fazit:

Die richtige Bewertung kann erst erfolgen, wenn klar ist, wie alles endet: Darf die Föderation z.B. wieder aus der Minen-Box raus oder bleibt das Schlupfloch zwischen Saturn und Erdenmond weiterhin geschlossen?

Wird Calebs Mutter ein Leben als triefäugige Terroristin führen („Ich habe es für UNS getan!“), oder sich entscheiden, zum triefäugigen Föderations-Helferlein zu werden? („Ich werde es für UNS tun!“)

Werden die Kadetten für ihr Ein- und Wegschleichen derbe bestraft? Oder werden wir das rumsige und bumsige Staffelfinale abermals NICHT mit dem Aufschlagen des Strafgesetzbuches verwässern?

Besonders interessant finde ich KEINE dieser Fragen, zumal sie ALLE mit Dingen verknüpft sind, die wir bereits zur Genüge kennen (Terrordrohungen, wankelmütige Plattfiguren, finstere Außenstellen mit angeschlossenem Obstmarkt, aufgeblasene SF-Bedrohungen).

Aber hey: Vielleicht hat Caleb ja noch irgendeinen Vater, den man in der zweiten Staffel suchen darf?

(„Was, du bist der Ajatollah von Buxtehude? Puh, da bin ich jetzt in der Zwickmühle…“)

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Auf der Suche nach Mister Mudda
Hurra, Schuljahr zu Ende! Und was haben wir alles gelernt! Zum Beispiel… öh… *in vorherige folgen reinguck*

Krasse Pranks mit Kletterpflanzen? Krass rumballern beim Lasertag? An den Ohren quetschen im bajoranischen Kulturverein? Sich in die Hose scheißen beim Raumschiffausflug?

Mensch, das hat sich beim Picard aber viel besser angehört („Damals haben wir noch Warpkerne mit unseren eigenen Nüssen geknackt, jawoll!“).

Praktischerweise ist diese große Pause auf dem Akademie-Schulhof für Caleb ein guter Moment seine Mutter zu retten, nachdem er ihre WhatsApp-Sprachnachrichten dank Sams Technik-Tipps entdeckt hat („Vielleicht nach über zehn Jahren doch nochmal nachsehen, du Vollhonk?!“). Aber so ein High-Tech-Sicherheitssystem aus dem 32. Jahrhundert ist schon schwer zu knacken, besonders wenn das Passwortfeld die Zeichenlänge anzeigt! Ja, kein Witz!

Neben Mutti geht es auch mal wieder um den Nebenplot um Nuss Brocken, welcher tatsächlich NOCH bescheuerter wird! Also, der Plot als auch Nuss. Denn nicht nur erobert seine vage gehaltene Organisation (Schmuggler? Schrotthändler? Imperium?) GENAU in diesem Moment das Mudda-Versteck, auch auf der vor ein paar Folgen bestohlenen Föderations-Forschungsstation befanden sich sogenannte Omega-Bomben, welches wir bereits aus der viel ernsteren und optisch angenehmeren Serie Galaxy Quest kennen.

So kann eine einzelne davon bereits ein recht großes Weltraumgebiet inklusive Subraum total zerbröseln. Aber anscheinend befanden sich dort sooooo viele davon, dass man das gesamte Föderationgebiet (!) damit umringen kann. So ganz unter uns, ich habe irgendwie den Verdacht, dass unsere Kurtz-Autoren nicht so genau wissen, wie groß der Weltraum ist („Wie groß kann so eine Galaxis schon sein, Alex? Mehr als fünf Lichtjahre?!„). Und dass diese scheißige Forschungsstation total abgelegen lag und zudem noch stümperhaft bewacht wurde macht die Sache auch nicht besser! So eine Regierung verwendet bestimmt auch teure Patriot-Raketen zum Abschiessen von Shahed-Dronen, ha-ha-haaaa!?

Aber gut, dass Vance direkt mit unserer Captain (!) Aka eine Lagebesprechung über die Bedrohung durch Nuss abhält. Wenn Terroristen Atomwaffen klauen ist ja bestimmt auch der Chef von West Point der erste Ansprechpartner! Obwohl, AKTUELL würde ich dies nicht ausschliessen!!!

Wenigstens gibt es endlich mal wieder eine galaktisch-weite Bedrohung durch dieses Genesis-Projektil für Arme. Ist ja selten sowas. Macht mich ganz traurig. *aus versehen trillionen lebewesen in die luft spreng*
Da ist es umso wichtiger, die halbe Flotte der Föderation um Betazed herum zu parken, was taktisch in jeder Hinsicht brilliant ist. Hat für die Neue Republik ja auch gut funktioniert. Erwähnte ich schon den Mangel an Autoren-Verständnis was Entfernungen angeht?

Wäre trotzdem nett, wenn wir mal einen anderen Admiral sehen würden. Oder den Präsidenten? Gerne auch einen höherrangigen Hausmeister? Gut, warum echte Staatsleute involvieren wenn wir Michael Burnham… äh… unsere Maukel Brennfuß haben. IMMERHIN hat die Sternenflotte dafür eine Menge Uniformen. Im Ernst, ich sehe jede Folge mindestens ein neues Design. Was bedeutet das Wort Uniform eigentlich? Muss ich bei Gelegenheit mal nachschlagen und die Autoren wohl auch.

Caleb rettet jedenfalls seine Mutti und seine Kumpels kommen mit, ob sie wollen oder nicht. Erinnerte mich etwas an Star Trek III oder auch Star Trek IX, für heroische Befehlsverweigerungen war ich schon immer zu haben. Auch wenn die Sicherheit auf der Athena was Shuttleklau angeht dem Rest der Föderation in Nichts nachsteht („Ach, lasst die mega-gefährlichen Omega-Vernichtungswaffen einfach ungesichert rumliegen. Auf dem Schild steht doch groß ‚Klauen verboten‘!“).
Um schnell zum Mutti-Versteck zu kommen nutzt man übrigens Transwarp-Kanäle, wie damals schon bei Voyager. Diese sind hier BESONDERS nützlich, da der Eingang nur fünf Meter vom Shuttle entfernt ist UND der Ausgang auch direkt neben dem Zielplaneten liegt. So ganz ohne Übertreibung. Wie groß kann so ein Weltraum schon sein, weisste noch?

Was noch? Das Marktplatz-Set war schön gemacht, gerade nach dem ständigen Einsatz vom Temu-Volume. Kulissen, Komparsen, alles da. Da! Seht ihr? Loooob!

Fazit: Das große Finale schafft es tatsächlich, die Kurtz’ische Hirnrissigkeit noch einmal zu toppen. So hat Nuss die gesamte Föderation (!) mit Minen umzingelt, während eine Mine (laut eigener Aussage) so ungefähr ein Sonnensystem lahmlegen kann. Wie viele Omega-Minen bräuchte man dann? Und wie lange hat vor allem das Legen dieser Minen gedauert?! Die Maßstäbe in der Schlusszene ergeben dann auch GAR KEINEN Sinn mehr, da man uns ja auch Sonnen und Planeten zur Größeneinschätzung präsentiert. Und dass die Föderation nicht in der Wäsche eingegangen ist („Habt ihr die Tachyonen wieder zu heiß gewaschen?!“) demonstriert man uns IN DIESER FOLGE mit einer Sternenkarte. Kann es sein, dass man kein Geld mehr für diese schlauen Berater ausgibt wie früher noch? Wenn das die Okudas mitkriegen!

Die erste Hälfte der Folge fand ich sogar noch brauchbar, unter Berücksichtigung des „Junge Erwachsene“-Blickwinkels. Sogar Sam wirkte Dank Holodoc-Erziehung sehr erträglich und fast schon sympathisch. Jahaa, so eine strikte Erziehung können die wohl alle mal gebrauchen, die Erwachsenen dort eingeschlossen. Schuhe an, aber sofort!

Der Schluss war dann nur wieder der übliche Kurtz-Gaga. Riesen-Bedrohung durch Superwaffe und Weltraummanöver wo man sich gegen den Autorenwillen nicht wehren kann („Warum wurden wir aus dem Warp geworfen?!“ – „Wegen… Technikbla, Captain?!“).

Academy wirkt weiterhin auf mich, als wenn man alle negativen Reviews von Disco und Co. gelesen hat und AUS TROTZ eben alle Kritikpunkte verstärkt hat, mit einem Klingonen im Abendkleid als Sahnehäubchen. Oh, Mann!

*genervt aufsteh und den slip zurechtrück*

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

(Trotz allem war es diese Mal eeeetwas kurzweiliger als sonst. Es war sogar noch ein Rest in der Kaffeekanne!)

Weitersagen!

BS

Artikel

von Klapowski am 06.03.26 in Star Trek: Starfleet Academy

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Kommentare (1)

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  1. Chris sagt:

    Das wären ungefähr 10 Millionen Mienen für nur eine Schicht dünne Blase um das Föderationsgebiet, für eine sichere Absperrung eher mehrere 10 Millionen…

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