
Hier wird der Zuschauer endlich mal richtig auf die Folter gespannt! Könnte im Rücken zwar etwas zwicken und das heiße Teer in der Augenhöhle ist auch nicht gerade angenehm, aber was soll man als Serie auch anderes machen, wenn man frisch, kultig und intelligent sein möchte? Nun, man könnte vielleicht aufhören, so eine faschistische Scheiße zu verfilmen und das wertvolle Papier für die dämlichen Drehbücher wieder in die Produktion von Pornoheftchen und Toilettenpapier stecken!

Träume sind wichtig für das menschliche Gehirn: Sie sorgen für ausreichende Durchblutung im Kopf, für sexuelle Wunscherfüllung ohne Aids-Gefahr und erhalten die Arbeitsstellen sogenannter „Dreamlords“. Diese machen sich einen Spaß daraus, Reisende zu veräppeln und ihnen den Sinn für die Realität zu rauben. – Der geraubte Realitätssinn wird dann übrigens für teures Geld ins Ausland verkauft; in Deutschland kann damit nämlich keiner etwas anfangen…

„Holt die Hunde rein, die Mannschaft hat Zecken!“ – In dieser Woche gibt es keine Planeten, keinen Plan und keinen großen Handlungsstrang (wäre ja auch das erste Mal). In einer Episode, die mit kleinen Änderungen auch problemlos in der Mitte der dritten Staffel spielen könnte, wird die Crew von Käferbissen geplagt und sieht grausame Dinge, die unmöglich wahr sein können. Tja, SGU, jetzt fühlst du mal, wie es MIR jede Woche geht!

Um Amy liebestechnisch wieder an ihren Verlobten zu gewöhnen, nimmt der Doctor ihn einfach mit und steckt beide ins Venedig des Mittelalters. Doch dort trifft er auf einen Mann, dessen Tochter von einer Bande aristokratischen Vampiren adoptiert worden ist. Alle entschließen sich überraschenenderweise, ihm bei der Rettung zu helfen…

So ein Raumschiff am anderen Ende eines ANDEREN Universums hat es schon nicht leicht: Ständig erlischt die Stromversorgung in den Köpfen der Crew, die Liebe ist ebenfalls ein gigantisches Problem und wenn die Erde nicht mindestens alle zwei Folgen besucht wird, spucken isländische Vulkane beleidigt gegen unsere Stratosphäre. Wenn dann noch ein Triebwerkdingsbums explodiert, wird alles sogar NOCH dramatischer und alle müssen sich NOCH mehr auf die Liebe konzentrieren. Schließlich gibt es ja wieder ein Teil weniger, um das man sich sonst noch hätte kümmern können…

Die steinernden Engel sind noch immer los und gruseln uns die Augen wund. Wie wird die Geschichte ausgehen und was hat es mit dem Riss in Raum und Zeit auf sich, hinter dem vermutlich eine ganze Taschenlampenarmada auf den Durchbruch wartet? Finden wir es heraus mit dieser Episode!

Diesmal ist Stargate-Hopping angesagt: Auf der Suche nach der Destiny und dem eigenen Schicksal kommt Elis Landungstrupp ganz schön(?) rum. Aber reicht es, einfach am Rad zu drehen, um alles interessanter werden zu lassen? Und wenn ja: Warum hat das Autorenteam dann nicht ähnliches an einem alten Wählscheibentelefon versucht und jemanden kontaktiert, der eine spannende Folge schreiben kann? – Oder ist am Ende nur alles halb so schlimm? Wenn man die letztmalige Note „6+“ zum Vergleich heranzieht, muss ich diese rhetorische Frage wohl tatsächlich bejahen.

Bitte nicht verwechseln: Wenn man in dieser Episode nicht lange genug hinschaut, stirbt man. Wenn man hingegen bei „Stargate Universe“ ganz genau hinschaut, tritt der Hirntod ein. – Steven Moffat erntete einst viel Lob für seine Folge „Blink“, in der unheimliche Geschöpfe den Doctor bedrohten. Da ihm die Stelle mit dem späteren Lob wohl besonders gut gefiel, bekommen die Statuen von einst nun einen eigenen Zweiteiler. Doch kann der neue Showrunner an den Erfolg anknüpfen und eine neue Kultgeschichte stricken, oder hat er nachträglich den Faden verloren?

Endlich mal eine Folge, die wirklich gut war! Noch immer beben meine Wimpern voll freudiger Erwartung auf das zweite und dritte Ansehen dieser Episode, um auch ja kein Detail zu verpassen! Nicht nur, dass wir diesmal Rush in einer sehr menschlichen Situation sehen, in der jeder von uns stündlich gelangen kann, nein: Auch auf dem Planeten-der-Woche gibt es eine spannende Wendung, mit der nicht mal Rush in seinem Formelwahn gerechnet hat! Unglaublich, wie die Qualität der Serie ansteigt, seitdem ich höflich um ein paar Nachbesserungen gebeten habe!

„Es tut uns leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass Sie Ihr 24-monatiges Dalek-Abonnement leider 3 Tage zu spät gekündigt haben. Somit wurde Ihr Vertrag automatisch um weitere 24 Monate verlängert. Wir hoffen jedoch trotz Ihrer Kündigungsabsicht, sie in den folgenden zwei Jahren wieder von den Vorzügen unseres Produktes überzeugen zu können. Mit freundlichen Grüßen, Dalek-Geschäftsstelle München (Ihr Kundenberater Z. Eitreise)“