Auf der legendären “Internet Movie Database” wird dieser Film auf Platz 1 der 100 schlechtesten Werke aller Zeiten geführt. Ja, ein DEUTSCHER Film! Wir, eine Nation von Gurkenlasterfahrern des Herzens, können also STOLZ sein auf Daniel Küblböck und den Regisseur Ulli Lommel. Denn sie machten das Unmögliche möglich und erschufen mit gespritzten Zauberpilzen, gerauchtem LSD, gesnieftem Flaschenbier und geschlucktem Kokain sowie einem Haufen eingeschüchterten Verwandten ein faszinierendes Gesamtwerk, das nur noch vom 2. Weltkrieg übertroffen wurde. – Darmspiegelung START:


Dieses Stück Trash-Filmkunst ist abgedrehter als der irrste SF-Film und auf “Schlechte Filme”-Rankings inzwischen legendär. Daher wollten wir Euch dieses Kleinod nicht vorenthalten! – Na ja, ICH eigentlich schon, aber Sparkiller hat mich gezwungen!
Die St-st-st-stosto-Story:
Böse Menschen aus dem Pförtnerhaus der hiesigen Schauspielsonderschule wollen den Daniel Küblböck umlegen, weil sie halt was gegen Hoffnung und die Errettung der Menschheit durch eine picklige Transe haben. Man möchte ihnen spontan viel Glück wünschen und ihre Kinder segnen… Bevor der Kübelfüller (nur echt durch Kotzreizstimulation!) möglicherweise mit Koppschuss in den rosa Kindersarg kommt, müssen wir aber erst trashiges Gelaber von der Restrampe der menschlichen Lautäußerungen ertragen. Und nachdem der Plan der eigentlichen Protagonisten (natürlich) schief gegangen ist, gibt es nach gerade mal 57 Minuten Hauptfilm noch einen Konzertmitschnitt aus der Schulsporthalle in Übelbüttel. – Da kann man gar nicht so viel kotzen, wie man… noch mehr kotzen möchte.
Und um das Stimmliche gleich abzuhaken:
Ich bin musikalisch gesehen wirklich nicht anspruchsvoll und kann durchaus auch mal ein paar Minuten hohle Stimmungsmucke oder gewollt(!) trashigen Gesang ertragen, aber diese Töne aus der Steinzeit der schallwellengestützten Informationsübertragung, mit denen hier munter der Äther zerstanzt wird, sind unter Garantie eine Gefahr für die strukturelle Integrität unseres Universums! Würde mich nicht wundern, wenn das Gehopse und geistlose Gelalle in einer weit, weit entfernten Galaxis bereits zu Schwarzen Löchern mit Brechdurchfall geführt hat. – Einige Song-Ausschnitte klingen tatsächlich wie die Schnappatmung von Horst Schlämmer (soll wohl ein sich wiederholendes Wort am Ende eines Liedes darstellen?) oder nach einer spontanen Schmerzäußerung, verstauchte Fußgelenke betreffend, welche man sich beim unkontrollierten Von-der-Bühne-Springen wohl unweigerlich zuziehen dürfte…
„Ja, denn nur Daniel hat die Kraft, alles und jeden zu verzaubern! Er hat sogar gemacht, dass die weißen Fliesen rund um meinen Lokus plötzlich braun geworden sind!“ – Wunderbarer, mutiger, unerschütterlicher Daniel! Damit meine ich übrigens mich selbst, Daniel Klapowski, denn ohne überzogene (Selbst)Fürsprache hätte ich es wohl nicht bis zum Ende ausgehalten… Von mir aus kann das Armageddon jetzt kommen!
Interessant fände ich auch die Antwort auf die Frage, wie mein Namensvetter es geschafft hat, im Konzertmitschnitt ganz zu Beginn so viele herrlich-rosa Pickel auf den Oberarmen zu bekommen. Ich bin ja jetzt schon lange SF-Nerd, aber so weit habe ich es ekzemtechnisch noch nie geschafft. Muss man sich dafür mit dem Todeslaser aus „Goldfinger“ die Schulterstelzen rasieren, oder was?
Da Daniel nebenberuflich Zauberer ist, konnte der ganzen Film übrigens auf einer kabellosen Webcam aufgenommen werden. Und der Sound hallt noch dazu so herrlich wie im Treppenhaus vom Lieben Gott! Apropos Treppenhäuser: Überhaupt sehen die Settings so aus, als hätte man im Obdachlosenheim mal gerade die Kartons aus dem Bild geschoben und diese mit den Möbeln einer dubiosen Ikea-Vorgängerorganisation vertauscht. Dazu weiße Heizkörper vor weißer Raufasertapete im Blickfeld der kalkweiß werdenden Zuschauer. Herrlich! – In der Blu-Ray-Fassung erbitte ich mir dann aber sichtbare Spinnenweben (diese tollen, in denen die Staubflocken der letzten 10 Nichtputzer-Jahre hängen!) und Schuldnerberater Günther Zwegat hinter dem Gebüsch vor’m Haus, ja?
Der Look ist 1A dem aktuellen Nachmittagsprogramm (Marke „Lenßen und Partner“) entnommen worden. Das Produktionsbudget ist leider nicht überliefert, kann aber selbst bei nicht-ironischer(!) Betrachtung kaum dreistellig gewesen sein: Zylinderhüte und alberne Klamotten kann man sich als Regisseur sicherlich kostenlos von jemanden leihen, mit dem man in den 60ern das ganze Gras weggeraucht hat. Schminke, Tapete und Rentnerdeko ist in fast jedem Mehrpersonenhaushalt zu finden und der Haushalt als Drehort ja sowieso… Bleiben nur die Ausgaben für die Darsteller, die aber vermutlich schon froh waren, dass sie für eine warme Suppe ein paar Sätze in die Kamera stammeln durften… (Im Film ist’s nämlich Winter, brrrr!)
“Lieber Daniel! Kürzlich hast Du mir ganz dolle bei meiner tagelangen Verstopfung geholfen! Danke dafür! Darüber hinaus besitzt Deine Musik so viel Liebe und Sinnlichkeit, dass ich schon lange keine zerstückelten Frauenleichen mehr in meine Gefriertruhe legen musste, um meinen Sexualtrieb auszuleben! Die mit Dosenbier einparfümierten Plastikrosen habe ich bei meinem nächtlichen Stalkereinbruch übrigens auf deinen Küchenschrank gelegt. Viele liebe Grüße, Tante Bernhard! – P.S.: Die Flasche mit dem Maggi hinter Dir ist alle, schmeckte aber sehr lecker!”
Am Essenstisch (Küblböcks Familie spielt sich selbst) resümiert der Tuntenbaron im roten Pornopullover ironiefrei darüber, dass er eine „große Verantwortung“ habe, jetzt, da den Fanbrief einer verkalkten Omma besitzt, die wohl das Postfach vom Musikantenstadl-Fanclub falsch aus der „Funkuhr“ abgeschrieben hat… Die Erzeuger nicken ernst und stimmen zu: Ja, aus viel Östrogen erwächst große Verantwortung! – Besser wurde eine ganz ähnliche Szene auch in der Spiderman-Reihe nicht gelöst. Und dann noch: „Ich fänd’s gut, wenn der Daniel Bodyguards bekäme!“ – Tja, er sicher auch. Aber woher bekommt man homosexuelle Muskelmänner in Schmuselaune, wenn man dringend welche braucht?
Toll auch die feinen und unzähligen Details für Doofe mit schier unstillbarem Zähltick: Daniels Vater verscheucht beispielsweise die Stalker vor dem Haus, indem er das geschlossene Fenster anbrüllt. Aber selbst für solch ein Multimillionen-Euro-Spektakel war es wohl doch zu viel verlangt, die weiße Porzellanvase auf der Fensterbank kurz im Papierkorb oooder Küblbücks rückwärtiger Körperöffnung zwischenzulagern, um das Fenster aufzumachen… Erwähnenswert wären auch die Wunderkräfte des heiligen Sankt Bökl: „Du hast meinen Vater gerettet, der fast in einem See ertrunken wäre. Du bist ihm erschienen. Als Engel!“ – Wie? Nein, das ist wirklich ein Zitat aus dem Film!
Ebenfalls Preis… Kreischverdächtig: Daniel spielt in Rückblicken sinnfrei mit Tigern (schon mal eine schöne Grundidee, wenn auch dramaturgisch ausbaufähig), tanzt als kleiner Junge zu indianischer Trommelmusik hinterm Rhododendronbusch („Du musst nur träumen!“ – Was muss ich überweisen, um aufwachen zu dürfen?!) und wird nebenbei von seinem toten(?) Großvater beschützt, der mit Waldhorn und Zauberhut durch die Schneelandschaft stapft und den Bösen seniles Zeugs zusallert: „Lasst mir blooooß den Daniel in Ruh’, denn ich bin ein Geist!“. – Der Geist des Weines, oder wie? Finde ich jedenfalls nicht gut, dass Familie Küblböck den alten Mann auf dem Friedhof frieren lässt, statt ihm einen ordentlichen Heimplatz für Hirnzellenhasser zu besorgen. Kultig ist aber immerhin, dass der Opium-Opa unter seinem Zylinder stets eine stinkige Adidasmütze(!) trägt. Ich muss mir bei Gelegenheit mal ein paar Jahre frei nehmen, um das zu verstehen…
“Daniel, wenn du mich hören kannst im Reihenhaus nebenan: Ich halte diese Spieluhr ganz, ganz fest (weil ich mir die Finger im Batteriefach eingeklemmt habe) und denke dabei an dich! Wird schon für irgendwas gut sein, denke ich… Hö. Höhö…” – Geister frieren nicht, weswegen Opa Kübl in der Wohnung auch schon mal 2 seiner 3 Winterjacken auszieht. Und obwohl Opi schon seit Jahrzehnten verbuddelt ist, hat er sich im Jenseits noch schnell von einem verstorbenen kik-Mitarbeiter neu einkleiden lassen, der einst aus Ärger über die mangelnde Qualitätssicherung Selbstmord begangen hatte.
Sehr erhellend: Im Abspann ist tatsächlich die Rede von einem Beleuchter, ja, einer echten B-Leuchte! “Warum eigentlich?” möchte man nach sekundenlanger Prüfung des vorliegendes Bildmaterials fragen. War zu Drehbeginn der Lichtschalter in der Abstellkammer kaputt und musste repariert werden, oder was? Oder brauchte man noch jemanden, der die 20-Watt-Birne mit Ruß eincremt? Auch der Kameramann (auch Lommel, aber anderer Vorname) leistete ganze Arbeit an der Auslotung meiner Leidensfähigkeit: Der Camcorder wackelt und zittert in absonderlichen Neigungswinkeln, so dass ich mich schon wieder in der zweiten Hälfte des Filmes „Titanic“ wähnte.
Der Sound ist wunderbar abgemischt: Wenn sich Opa Böckl auf das Jugendbett vom Daniel setzt („Du bist jetzt ein echter Zauberer!“), gibt es ein tolles Knarzen, das vielleicht aber auch aus dem Lendenwirbelbereich der Filmglaubwürdigkeit stammte. Und gnädige Orchestertöne übertönen schon mal ganze Teile des grenzdebilen Verbaldurchfalls, so dass sich dankenswerterweise ein natürliches Schutzschild um die Worthülsen bildet. Apropos Sülze: Die Dialoge sind teilweise nicht mal in brauchbarem Deutsch gesprochen und lassen oftmals den Schluss zu, dass irgendwas im Text fehlt oder alle Figuren vor Kurzem bettelnden Komapatienten eine ganze Tasse Hirnmasse gespendet haben:
Daniel (im Studio, das irgendwie nach leerem Lagerraum aussieht): „Ich bin hier zu einem Screentest. Und Du?“
Marie: „Ich bin die Marie.“ (Toller Beruf, wo kann ich den erlernen?)
Daniel: „Hallo, Marie!“
Marie: „Hast Du keine Angst, dass ich Dich umbringen will?“
Hm, angesichts der Qualität der Darbietung sicherlich eine berechtigte Frage, aber innerhalb der Filmlogik dann doch eher unwahrscheinlich und als ernstgemeinter Dialog sogar hochgradig verstörend. Es sei denn, ihr fragt morgens beim Bäcker auch schon mal, ob irgendwo schon die drei nackten Taliban gesichtet wurden, die euch seit Tagen verfolgen…
“Ich verzaubere dich jetzt, Lümmel! Und glaube mir: Dieser getrocknete Nashornpimmel hat auch meinen Daniel schon mehr als einmal verzaubert und geprägt!” – Im Film wird der Opa (links) übrigens immer wieder “Der Einarmige”(!!) genannt. Vermutlich nur ein industrieinterner Kosename, der sich auf die bei Regisseur Lommel übliche Kamera”arbeit” bezieht. Komisch nur, dass am Ende des Streifens noch mal ausdrücklich gesagt wird, dass Mister Adidas “nur einen Arm” hatte. Eventuell hatte man da seine Schulterausläufer mit den verbleibenden Gehirnzellen verwechselt? – Doch ein solch übertriebenes Nitpicking ist auch nicht wirklich fair bei einen Film, der immerhin viel Kohle in eine voll funktionstüchtige Klappleiter investiert hat…
Wenn Opa seinen Zauberstab schwingt (wird jedes Mal sekundenlang aus einer Stoffhülle gezuppelt) und den Bösewicht – in völliger Abwesenheit eines grafischen Effekts – in eine Kakerlake verwandelt, sagt der Verhexte auch schon mal Dinge wie: „Ich will doch keine Kakerlake sein. Ich will doch ein Mensch sein! So wie du!“ – Ja, da kommt Dramatik auf! Erleben Sie auch demnächst wieder den Unmut eines Verstörten, wenn es aus den Käfigen von Guantanamo wieder heißt: „Och nööö. Ich will doch nicht kopfüber an der Decke hängen. Ich will doch auf dem Boden stehen! So wie Du, lieber Wärter!“
Bei so einem Gesamtkunstwerk an Stückwerk dürfen dann auch Schnitt- und Anschlussfehler nicht fehlen: Wenn der Daniel von seiner Entführerin in einen Raum gestoßen wird, dabei aber sichtlich nicht stürzt, sollte dieser in der nächsten Einstellung unbedingt auf dem Hosenboden sitzen. Und den umgefallenen Stuhl wieder aufrichten, denn ein richtiger homosexueller Ordnungsliebhaber lässt sich auch von einer Bleispritze nicht beeindrucken, solange diese bei einem Cumshotwettbewerb nicht mindestens Bronze geholt hat. Apropos beeindrucken: Was sagt man als Opfer, wenn die Kidnapper-Kiddies zum finalen Kopfschuss ansetzen? („Wieviele Patronen hat das Ding?“ – „5 oder 10.“ – „Hm, dürfte reichen.“) Ganz klar: „Ich bin mir sicher, dass ihr auch so schön singen und tanzen könntet wie ich!“
Da möchte man glatt hilfsbereit sagen: „Lasst schon, ich habe einen großen Stein dabei. Und jetzt bitte alle DREI mal kurz mit dem Rücken zur Wand, ja?“
Die beiden Selbstdoofattentäter, welche den Daniel erschießen wollten, bekommen dann übrigens doch noch Skrupel: Nach minutenlangem Herumgefummel an der Pistole („Klemmt!“ – ist normal, wenn man gar nicht abgedrückt hat, höhö) und erbärmlichen Gestammel vom Küblböck („Mein Bruder ist Neonazi und meine Mutter hat mich als Sohn! Bitte lasst mich gehen!“) darf der tränendrüsige Talentzwerg dann auch die Abstellkammer verlassen, um doch noch rechtzeitig zu seinem Auftritt kommen und uns noch 20 Minuten(!) auf Ohren und Geist(opa) herumzutrampeln.
„Höhö, bist Du vom Stuhl gefallen, Küblböck? Mann, das ist ja NOCH besser, als dich zu erschießen. Und jetzt stell das Stühlchen wieder auf! Wir dürfen immerhin nur für 5 Minuten in der Kita filmen und gleich gibt’s hier das Mittagessen.“ – Selbst Sadistenehre zählt hier nichts: Als nächstes zwingt die Entführerin den Daniel dazu, sich die Zähne mit einer viel zu harten Bürste zu putzen, um ihn dann – harrharrharr! – Kaffee zu servieren, der ein winziges bisschen zu heiß ist! Diabolisch!
Finde ich aber gut, dass den arroganten Kids doch noch die Tränen der Dröhnung kommen (zugekokst?) und sie ihren Plan fallen lassen, um sich anderen kriminellen Herausforderungen zuzuwenden. Vorstellbar wäre sicherlich, eine Bombe in einer Karstadt-Umkleidekabine zu deponieren und erst gegen ein Lösegeld von 20 Bonbons mit Vanillegeschmack die Information auszugeben, dass sich nur um einen Pappkarton handelt, der handschriftlich mit dem Wort „Bombe“ versehen wurde.
Tja… Man könnte noch stundenlang weiterschreiben, denn hier ist einfach eine Szene peinlicher als die nächste. Angefangen vom finsteren Bösewicht, der am helllichten Tag auf dem Friedhof an irgendwelchen Steinplatten herumgrabbelt (“Wer hat denn da die Fugen wieder nicht gewischt?”) und dem augenscheinlich mit Filzstift ein paar umgedrehte Kreuze auf den Hinterkopf gemalt wurden. Unvergesslich auch die Szene, in der Daniel in der Bäckerei steht und mit dem Zeigefinger erst mal quer durch 5 rumstehende Torten matscht (*flotsch, leck*).
Der Besitzer regt sich natürlich furchtbar auf (siehe Artikelüberschrift!), wird aber als Opfergabe an den Gott der Charakterentwicklung am Ende doch noch ein Daniel-Fan (“Das eine Lied hat mir gefallen…”), weil seine anscheinend taubstumme(?) Enkelin ihn auf ein Konzert mitgeschleift hat.
Man muss es einfach selber glauben, um es nicht gesehen zu haben. Oder so… Schon jetzt steht Ulli Lommel mit diesem Werk irgendwo zwischen Ed Wood und dem Überwachungsvideo im Irrenhaus für ganzjährige Karnevalisten und andere Rentner, denen die Tommys im zweiten Weltkrieg den Humor über’m Arsch weggebombt haben…
Toll fand ich aber immerhin das Cover der DVD! Hübsch bunt und weichgezeichnet wie Werke, die sonst auf Titel wie „Analschlampen 28“ hören. Der Lippgloss glitzert, der künstliche Lens-Flare-Effekt brennt fast ein Loch in die Hülle und auf der Seite ist eine kleine stilisierte Friedenstaube. Wenigstens passt hier ALLES perfekt zusammen!
Wie? Ja, ich habe das Teil tatsächlich für 2 Euro Fuffzich gekauft, da Mister-„Oh, ich werde jetzt mal neuerdings Sadist“-Sparkiller sich für einige Überarbeitungen dieser Webseite explizit dieses Review als Bezahlung wünschte. Diesen Wunsch widerrief er zwar später wieder, aber da war es schon zu spät und das Brain im Gulli versenkt. Ich kann derlei vielleicht vergeben, aber vergessen kann ich es nicht, Trauma sei „Dank“…
Besonderes Highlight der DVD: Es gibt als Bonus zahlreiche Pressekritiken zum Film nachzulesen! Natürlich(?) nur die Guten, und die schien es damals reichlich zu geben: BILD, YAM, Hamburger Morgenpost, Hamburger Abendblatt und erstaunlich viele mehr: Nicht wenige fanden den Film „mutig“ und „ungewöhnlich“, manche sogar „gefühlvoll“. So viel Fassungsvermögen kann ein Journalistenkopf ja eigentlich gar nicht haben, als dass man ihn so zuscheißen könnte!?
Das ist an dem Werk hier dann wohl die eigentliche Realsatire: Die deutsche Jubelpresse, die oftmals lieber dem vermuteten Mainstream folgt oder blind irgendwelche Pressemitteilungen auf die Druckerpresse wirft, statt mal ordentlich den eigenen Durchfall in die Tastatur einzumassieren und die Leser zu beschimpfen. Gut, dass ihr da UNS habt! – Somit sind diese Zitate fast das Schönste an der Scheibe.
Und die mitgelieferte USK-Begründung, warum der Film trotz Waffengebrauch ab 6 freigegeben ist, ist aufgrund der textlichen Ernsthaftigkeit schier zum Schreien, angesichts dieses zusammenhanglosen Blödsinns…
„Verdammt! Ich habe doch gesagt, dass ihr mir den Kopf von diesem Daniel bringen sollt! Ich sehe zwar seinen Kopf, aber das hier ist nur das Standbild einer pausierten DVD!“ – „Verdammt, dann hat uns das Aas wieder mal reingelegt!“ – „Ja, aber irgendwann kriegen wir dich! Und dann kann dir deine tote Oma, die mal Artistin im Flohzirkus war, auch nur noch zu 90 bis 95% helfen, stimmt’s, Boss?“ – Willkommen im Schmierentheater. Achtung, wird im Winter nicht gestreut!
Fazit: Interessanter als der Film ist eigentlich die Körperhaltung, in der man diesen verfolgt: Die Fingernägel der rechten Hand graben sich wie ferngesteuert in meine Schläfen, vermutlich, um das Seh- und Hörzentrum aus dem Kopf zu buddeln. Als kleines Experiment und zu EURER seelischen Vorbereitung habe ich daher Gestern in allen größeren Jurassic-Park-Bildern den Kopf von Küblböck versteckt… Gab’s irgendein unterschwelliges Unwohlsein bei Euch?
Die „Geschichte“ entzieht sich selbst für Trashliebhaber jedes denkbaren Reizes, dieses warme Gefühl des aufsteigenden Sodbrennens mal außen vor gelassen. Im Grunde habe ich all die Jahre allen Produktionen Unrecht getan, denen ich jemals die „Null Ohren“-Wertung verpasst habe.
Regisseur Ulli Lommel (spielte hier den rumlungernden Zauber-Opa) macht übrigens bereits seit 48 Jahren Filme, es weiß halt nur keiner so genau, WARUM eigentlich. Auch mit Klaus Kinski hat er schon gearbeitet, aber der war ja auch (nachher?) komplett irre. Zuletzt spielte Ulli Lommel bei „Melancholie der Engel“ mit, einem Film, den selbst im Internet kaum keiner kennt, mit einer Wertung von 1,2 /10 auf der „Internet Movie Database“ aber immerhin einen qualitativen Fortschritt zu diesem Extreme-Brainfucking darstellt. Angeblich gibt es dort eine „Mordorgie mit Verstümmelungen“ und „Pisse, Schweiß, Blut und Sperma“.
Also quasi Küblböck im anderen Aggregatzustand.


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Ich sehe da ein anderes Problem wenn Antiohren und Ohren zusammenkämen, würde ja eine riesige Menge Energie entstehen und das Problem ist ja wie man die kanalisiert.
Mein zarter Beitrag.
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Es war grauenvoll. Besonders sein Brustansatz.
Ich hab mir dieses… Werk anlässlich eines “Trashfilm-Abends” wirklich angeschaut… es hat mich ein für allemal von dem ohnehin nicht sehr ausgeprägten Verlangen nach Trashfilmabenden geheilt. Immerhin hat dieser Film tatsächlich geschafft, woran sich so manches oscarprämierte Drama schon die Zähne ausgebissen hat: Es hat mich zum Weinen gebracht. Auch der zeitgleich konsumierte Whiskey konnte diese unbeschreibliche, traumatische Erfahrung nicht annähernd ausreichend abmildern.
Der Film ist wirklich fürchterlich! Ich habe Daniel mal in Köln getroffen und er war total sympathisch. Er hat sich für ein paar Mädels super-viel Zeit genommen und auch mir hat er brav zwei Autogramme geschrieben. Schöne Grüße! http://www.schmitz-backes.com