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„Schwarzes Logikloch voraus!“ – Star Trek 11 unter der Lupe

Hallo, „Star Trek 11“-Gutfinder! Nehmt euch ein Beispiel an meinem Kollegen Sparkiller! Der findet den neuen Film immerhin „2-“, hat mir aber selbstlos dabei geholfen, mich an alle Logikfehler im Film zu erinnern. DAS nenne ich einmal Toleranz für Andersdenkende im trekkischen Sinne! Wobei der Trek-Humanismus sich wohl zukünftig auf ein leicht zu merkendes „Ich schlage keine Brillenträger“ beschränken wird, Abrams sei Dank…

Anbei also die Auflistung der größten Seltsamkeiten im neuen Film. Da wir hier bei Zukunftia.de ERNSTHAFTE und FANATISCHE Fans sind, legen wir natürlich wert darauf, diese Auflistung zu komplettieren, sollten wir etwas vergessen haben. Hierfür brauchen wir EUCH, unsere überaus geschätzte Community, ohne deren reichhaltiges Mitwirken und Einloggen wir unsere Seite und ihre Nutzerbasis niemals an Google werden verkaufen können!

Eine Bitte noch vorab, geschätztes Publikum: Kommt mir am Ende dieses Artikels bloß nicht mit „Das wird aber doch im Coooomic/Roooman erklärt!“

Dieses Totschlagargument, das auch schon die blödesten Star Wars-Filme mit vermei(n)dlichen Hintergrund ausstatten sollte, steigert bei mir bis heute die Zornesröte auf Darth Maul-Niveau! – Wir sind hier nämlich alle größtenteils über 15 Jahre alt und lesen Comics nur noch aus alter Verbundenheit (Don Rosa, Asterix, ect.), oder wenn mal WIRKLICH etwas Gutes rauskommt (The Watchmen). Das Konsumieren von Star Trek-Comics ist – genau so wie das von Star Wars-Heftchen – ein absolutes Entmündigungskriterium und schafft nachträglich ein besseres Verständnis für das historische Motiv der Bücherverbrennung.

Stellt Euch mal vor, Eure Freundin schleppt euch in ein ödes Beziehungsdrama, in dem sich alle Charaktere total widersinnig und rätselhaft verhalten. Doch eure sabbelnde Lieblingsmatratze sagt auf eure kritischen Vorhaltungen hin nur: „Ne, das hat schon seinen Sinn! Hast Du etwa nicht die Rosamunde-Pilcher-Hörspielreihe genossen, auf der dieser Film aufbaut, hä?“

Es dürfte klar sein, was ich damit meine…


Von 0 auf Captain in 10 Sekunden

Vielleicht habe ich das nur falsch verstanden, aber wird man bei der Sternenflotte eventuell DIREKT zum Captain befördert, wenn man eben noch Kadett war? Das fühlte sich im Film in etwa so an, als könnte man sich zukünftig auch auf alle anderen Luxusklasse-Posten direkt nach dem Abitur bewerben:

„Hiermit bewerbe ich mich um eine Ausbildung zum Bundeskanzler. Über ein persönliches Gespräch würde ich mich sehr freuen!“

„Tach! Ich habe gerade fetig gemacht Sohnderschule. Kann ich bitte werden jetz Sparkassendirektor? Bitte ruf an, Perso-Chef!!! (LOL) P.S.: der neuhe ST-Film ist geiiiil und die Kretiker haben keine Anunk!!!“

Was genau hat Kirk dazu berechtigt, als dubioser „Captain-Anwärter“ aus dem Meer der roten Roben zu treten? Noch dazu in einem Alter, in dem andere noch mit den letzten Geburtswehen ihrer Wirtschaftsinformatikstudiums beschäftigt sind? Man stelle sich einen Haufen Ausschussmitglieder und Was-zu-sagen-Haber vor, welche die Personalakte von Kirk aus dem Müllschlucker fischen und sich dabei zuraunen:

„Hmm… Erster Zwischenfall mit einem Ordnungshüter bereits als Kind, Prügeleien in Bars, dazu freches Mogeln (und das Hacken von Sternenflottencomputern) bei einem wichtigen Test! Was meint ihr, Jungs?“

„Hab’ nicht zugehört. Leg die Akte auf den Haufen mit den unterschätzten Genies und setz dich zu uns! Nutten und Dope kommen gleich! Sponsored by Nokia.“

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„Du fragst, warum ich AUF die Akademie gegangen bin? Nun, ich konnte die Toilettenpapierrollen ja nur vom Dach in den Innenhof werfen. Oder meintest Du was anderes?“ – Ein öffentliches Beförderungssystem mit 13 Buchstaben? – Klar: „Sternenflotte“ Wenn Kirk es schafft, schafft es jeder! Bei so einer unbelehrbaren Nullniete hätte sich wohl selbst der Ausbilder aus „Full Metall Jacket“ heulend auf dem Klo eingeschlossen…


Der Planet, der zu viel wusste

Wie GENAU wollte Spock eigentlich Romulus retten? Sicherlich bin ich kein Astrophysiker, aber wenn ich mir aussuchen müsste, ob mein Planet demnächst um eine Supernova ODER um ein Schwarzes Loch kreisen darf, würde ich eine Antwort auf diese total beschissene Fangfrage (Kobayashi-Maru, Ver. 2.0?) glatt verweigern.

Und wie muss man sich die Vorbereitung von Spocks Mission vorstellen?

„Liebe Mit-Vulkanier! Unsere Erzfeinde, die Tätowierten©, werden bald krepieren! Wir sollten unsere besten Wissenschaftler, das schnellste Schiff und die roteste Rote Materie in das Krisengebiet schicken, um alle zu retten!“

„Okay! Dieser steinalte Exbotschafter harkt doch gerade den Vorgarten dieses Verwaltungsgebäudes! Der hat dieses komische Minischiff, das aus einem Metall-Spermium und einem alten Uhrwerk zusammengeschraubt wurde und garantiert keiner Supernova oder einem Schwarzen Loch entkommen könnte!“

„DAS ist unser Mann! Ab mit dem! Die deutsche Synchronstimme ging mir sowieso auf den Zeiger… Und, übrigens: Der ist sogar zur Hälfte ein Mensch! Aber das haben wir ihm ja schon in der alternativen Zeitlinie an den Kopf geworfen. – Schlimmer als ein Zigeuner oder gar Jude!“

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„Mann, Spocki-Specki, bist du out! Unsere coole Einheitsfrisur trägt man doch dieses Frühjahr 5 Millimeter kürzer!“ – „Genau, höhö! Du bist voll der… deeeer… Pillermann, höhö!“ – „Hihi, Pillermann! DEN muss ich mir aufschreiben!“ – Die Entwicklung einer Spezies ist ein ewiger Kreislauf. Und irgendwann schließt sich der Kreis halt wieder an dem Punkt, den Soziologen auch „Große Pause der Hauptschule“ nennen…


Physik für den Mainstream (dessen Mainstream)

Okay, dass man bei Star Trek neuerdings lebendig durch Schwarze Löcher reisen kann, ohne atomtechnisch auseinander- oder zumindest hin- und hergerissen zu werden (wie ICH beispielsweise bei Zuschauen), damit komme ich noch einigermaßen klar. Klarer in Flaschen sei Dank! Intellektuelle Höchstleistungen sind „Rote Materie“ (Implodiert bei Berührung? Wenn die Tropfen lose nebeneinander herfliegen? Nur, wenn das Drehbuch es will?) und karge Eisplaneten, die 30 Meter hohen Monstren Nahrung bieten, aber trotzdem nicht.

Das ist auch nicht weiter schlimm (Wir reden immerhin von einer Filmreihe, in der Nicht-Gott mal ein Raumschiff brauchte), doch ich wollte es trotzdem mal erwähnt haben… Oh, guckt mal schnell, unser total nah gelegener Nachbarplanet verschwindet gerade in einem Schwarzen Loch! Gut, dass das keine Auswirkungen auf unseren Eisplaneten hat, rein Gravi-mäßig und so.

Äh, wo war ich? „Nicht so schlimm“, genau…


“Ab 18 Uhr wird vom Gegner zurückgeschoss… -gewartet!“

Nero wartet 25 Jahre, bis Spock ebenfalls durch das Schwarze Loch in die Vergangenheit fällt… Woher wusste Streifenstirnchen, dass der Typ in absehbarer Lebenszeit noch eintrudelt, nicht zerstört wurde oder dem Schwarzen Loch nicht sogar sogar entkommen konnte? Haben Bösewichte denn wirklich nichts besseres zu tun, als Jahrzehnte(!) ihre ungestillten Rachebedürfnisse („Nein, ich will nicht Fernsehen oder Zeitung lesen! Ich will mich ääääääärrrgern!“) zu pflegen und auf dem Supermarktparkplatz zu warten, bis ein ihnen unbekannter(?) Kerl, der die Naturgesetze leider nicht aufhalten konnte, zufällig vorbeikommt?

Das ist nicht mehr episch, das ist läppisch! Wenn nicht sogar lippisch…

(Apropos Regionen in NRW: Uns Westfalen wird ja eher ein fehlendes Verhältnis zu Frohsinn und diesem dubiosen Lachdingsbums nachgesagt. Könnte es vielleicht hieran liegen, dass mir manche Berichte im Internet etwas merkwürdig erscheinen? Angeblich wurde woanders nach der Vorstellung 15(!) Minuten lang geklatscht, noch mal woanders immerhin „minutenlang“. In meinem Kino will man stets nach dem Film seine Ruhe haben und ungestört zum Ausgang wanken, ohne von seinen medialen Mithäftlingen angesprochen zu werden. Könnte vielleicht ein Zuleser, der aus einer „Klatsche(r)-Region“ Deutschlands stammt, mal eine psychologische Erklärung darbringen? Oder ist das alles nur eine moderne Legende?)

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„Ist er schon daaaa?“ – „Nein, Chef.“ – Hm. Ist er vielleicht JETZT da?“ – „Nö.“ – „Und was ist miiiit… JETZT?“ – Willkommen auf der Wartburg: Rache ist zwar Blutwurst, ab einem gewissen Zeitpunkt aber halt nur noch Gammelfleisch…


“Für diese Produktion wurden keine Insekten verletzt!“

Vielleicht habe ich das überhört, aber: Hat Pikes Hirnkäfer überhaupt was gebracht? Kam der später überhaupt wieder raus (à la „Star Trek 2“) oder wurde der Gute dadurch zum Pflegefall und Rollstuhlfahrer? So nach dem Motto: Hirn aufgefressen, Käfer verhungert? Und der Chitin-Krabbler sollte ja eigentlich die Schild(?)frequenzen der Föderation preisgeben, zwecks erleichterter Puttmacherei.

Gebraucht hat Nero dieses Wissen aber anscheinend nicht (Flotte sollte kommen, war nicht da. Wo war Flotte?), was der filmischen Logiklochsammlung aber auch eher gut tut. Ansonsten hätte man sich wirklich fragen müssen, welchen Nutzen irgendwelche Universal(!)-Schildfrequenzen haben, deren Spezifikation jeder Captain und jeder bessere Techniker kennen dürfte. Da hätte ein ECHTER romulanischer Geheimdienstmitarbeiter in dem UNS bekannten Trekuniversum wohl noch nicht mal die Füße vom Schreibtisch nehmen müssen, um seinen Vorgesetzten mit dieser Information zu beglücken zu können…

Aber Okay, DAS ist jetzt wirklich etwas kleinlich. Schließlich wollten wir hier ja gar nicht intelligent unterhalten werden, sondern nur… intelligent… unterhalten… werden. – HE, MOMENT MAL…?


Der Jurist diagnostiziert: „Selbstmord durch Unterlassen“

Vulkan ist völlig wehrlos! VÖLLIG! Wer hier keinen Logikfehler sieht, der einem schon mal einen ganzen Film vermiesen kann, lebt wohl mental bereits in einem Wirklichkeit gewordenen Helge Schneider-Film. Keine Flotte, ja nicht mal ein einziges Schiff lassen sich blicken, als sich der schrottige Kettenbohrer über dem vulkanischen CGI-Äquivalent des Grand Canyon einpendelt! Es gibt keine Abwehrsatelliten, Raketen am Boden oder wenigstens einen Heißluftballon mit Schildgenerator, der sich todesmutig in den Strahl wirft!

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„Keine Angst, Spock! Wir werden ihren Planeten retten!“ – „Ich weiß nicht… Kann ich vorher noch mal eine Probefahrt mit dem Ding machen, bevor ich mich emotional zu stark engagiere?“ – Auf der LOST-Insel: Abrams hat die vulkanische Flotte mal gerade in ein paar Flauschewölkchen umgeschrieben. Wem diese klitzekleine Änderung wieder mal zu „non-canon“ ist, muss wirklich ein verdammt verbohrter Trekkie sein!

Vulkan ist somit plötzlich ein Dritte-Welt-Planet, auf dem vulkanische Kinder zwar mal gerade mobben bis die Schwarte kracht, man aber aufgrund einiger abgemalter Buddhismus-Schiften seine Flotte in der Garage eingeschweißt hat.

So was geht einfach gar nicht für DAS technologische Vorzeigevolk (*6 Milliarden Grabsteine hochhalt*) der Trekgeschichte! Es reicht ja schon, dass auch die Erde wieder mal völlig ungeschützt ist! Hat da der Space-Papst die technologischen Verhüterli verboten, oder was?


Ich beam mir die Welt, wie sie mir gefällt

Transwarp-Beamen… Ja ne, is klar! Und im nächsten Film klettere ich in das Holodeck in meinem Reiserucksack! Von Schiff zu Schiff (nebeneinanderfliegend) oder von Schiff zu Planet (dann aber bitte im selben Sonnensystem!) lasse ich das partikelige Transportvergnügen ja noch gerade so durchgehen. Aber ich bezweifle dann doch, dass Scotty auf seiner billigen Eiszapfenlecker-Station wissen/messen kann, wo genau sich die Enterprise gerade befindet, zentimetertechnisch. Da tröstet es mich auch nicht, dass Scotty für den ausgleichenden Alibi-Fehler mal kräftig in die Röhre gucken durfte…

Aber schön, dass die 120 Jahre aus der Zukunft stammende Techn… äh, FORMEL so schnell umgesetzt werden konnte. War wohl auch eher ein Treiber- als ein Hardwareproblem, denn für das Öffnen einer Maschinenverkleidung reichte weder die Zeit, noch die… ööh… Notwendigkeit.

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„Hey, Dudes! Ich beame euch alles, wenn ihr wollt! Pudelmützen, Eurostücke, Tütensuppen! No Problem, ey! Und wenn ihr noch ein Mettbrötchen drauflegt, habe ich diese Technik VIELLEICHT nicht schon wieder im nächsten Film vergessen!“ – Genial: Für die Erfindung der sich selbst desorganisierenden Rumpelkammer wird Scotty wohl mal den Nobelpreis erhalten. Schade, dass der dann nur noch in den Transporterpuffer passen wird…


Flott(e) vergessen?

Kollege Sparkiller behauptet steif und fest, dass Uhura irgendwas von einer klingonischen zerstörten Flotte erzählt hat. Daran kann ich mich zwar nicht erinnern (was irgendwie das Grundanliegen vieler der hier eingeworfenen Filmelemente zu sein scheint), aber ich glaube ihm.

Also: Was war mit den Klingonen, ist ihnen was zugestoßen und wenn ja: War es Genozid-technisch wenigstens auf dem lobenswerten Level des restlichen Films?


Siehe Review!

Wie hier bereits von mir ausführlicher besprochen: War das Aussetzen von Kirk auf einem Planeten wirklich nötig? Hätte es nicht eine zugenagelte Wäschekiste sei können? Hat man mal gerade vergessen, dass hier riesige Eismonster sowie riesige Eismonster-fressende Eismonster im Boden wohnen? Eine Tatsache, die den Planeten übrigens wunderbar für eine technisch mies ausgestatteten Außenposten empfiehlt, oooder?

Und sind Schwarze Löcher wirklich so harmlos, wenn sie nicht GENAU im Planetenkern versenkt werden?


Karten spielen?

Was haben Nero und Spock eigentlich in der Vergangenheit gemacht, bis Kirk auftauchte? Okay, im Comic soll Nero wohl von Klingonen festgehalten worden sein (Gut, dass die ihm seinen überdimensionalen Nasenbohrer rechtzeitig zurückgegeben haben!), und Spock war wohl erst auf dem Schiff von Nero, bevor dieser ihn auf den Schneefresserplaneten runtergeschmissen hat. Damit er auch jaaaa den Untergang von Vulkan sieht, während er in einer dunklen Höhle ums Nicht-Erfrieren kämpft. – Äh, ja. Wer hier den Widerspruch findet, gewinnt ein Planetenpuzzle mit 5 Billiarden Teilen. Jetzt übrigens im Fanshop von J.J. Abrams!

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„Kirk? Fragen sie diesen Spock aus der Zukunft doch mal, was in diesem anderen Universum aus mir geworden ist. Ich hoffe, ein freiheitsliebender Mann! Ich hasse es, irgendwie eingeengt oder eingesperrt zu sein…“


Der Tod steht ihm gut!

Okay, Redshirts müssen einfach sterben, nachdem sie ihren Lemming bereits in eine Pflegefamilie gebracht und alle weltlichen Angelegenheiten (= 2 Sätze sagen) erledigt haben!

Aber warum dieser hier seinen Fallschirm erst 3 Meter über der Plattform öffnete, war mir komplett unklar. Pathologische Angst vor pilzförmigen Bremsmechanismen am Körper? Kurzes Einnicken als Trotzreaktion darauf, dass das ja wortwörtlich „die Höhe“ ist?


Starfleet-Mitgliedsausweis in jedem dritten Budweiser-Sixpack!

Zurück zum Beginn des Films: Läuft das wirklich so, dass man in einer Bar für die Sternenflotte angeworben werden kann? So nach dem Motto „Komm auf die Akademie, es sind noch Plätze frei! Und ihre Referenzen (toter Vater, nur Scheiße bauen) sind ja auch hervorragend!“

Und WIE genau schafft es jemand wie Kirk, der bevorzugt nur die Hirnanhangdrüse zum Denken benutzt, das jahrelang entwickelte Testprogramm von Intelligenzbolzen Spock zu manipulieren?

Sind Shuttle-Türsteher wirklich so doof, dass sie McCoy einen nicht zugelassenen Kerl (Kirk) mitnehmen lassen, nur weil der ein wenig schwitzt und verkatert aussieht?

Und kann es sein, dass Schiffsbesatzungen (außer Pike) generell ein Durchschnittsalter von 22 Jahren besitzen und Leute über 30 unauffällig eingeschläfert werden? Praktisch wie bei „Baywatch“, nur halt auf dem moralisch wertvollen Star Trek-Niveau?


Provokation pur

Musste Kirk unseren Spock derartig platt anpflaumen, um das Kommando zu übernehmen? Hätte er nicht erst versuchsweise reinkommen und Sternenflottenvorschrift XY zitieren können („Emotional gedingsbumst, da Planet putt. Mach Platz!“)? Aber nein, in der (m)oraltechnisch tiefgreifenden Welt von Star Trek tun es nur Floskeln wie: „Sie haben ihre Mutter ja nie geliebt, hihi!“ (*Pardauz*)

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„Waaaah! Du hast meine Mutter beleidigt!“ – „Aber nicht doch! Ich meinte mit diesen etwas harschen Worten doch nur die dreckige Hure in ihr, weiter nichts!“ – Hallo, Hollywood: Kann man es eigentlich schon „Psychologische Tiefe“ nennen, nur weil jemand UNTER der Gürtellinie verprügelt wird?


Spitzohr, leicht angewelkt

Kann es sein, dass dem alten Spock so ziemlich alles am Arsch vorbeiging und er das ganze Abenteuer mit der Motivation eines Altersheimbewohners verfolgte, der vor dem Fenster einen Verkehrsunfall begafft?

„Hihi, reingelegt! Das Zeitkontinuum wäre gar nicht explodiert, wenn ich und mein früheres Ich uns unterhalten hätten! War nur Spaß!“

„Tja, auf mein Fachwissen aus der Zukunft könnt ihr ja jetzt verzichten. Ich komm’ dann erst wieder am Ende aus meinem Loch und rezitiere die schönsten Spock-Zitate der letzten 40 Jahre!“

„Vulkan ist kaputt? Egal. Bin schließlich Vulkanier, grunz. – Äh, einer der langweiligen aus der überschriebenen Zeitlinie, meine ich. Mich interessiert eigentlich nur, dass Kirk und mein junges Ich sich total knorke verstehen. Vielleicht gehen sie sogar mal zusammen ins Kino und knutschen?“

„Ah, gut dass sie zufällig meine Höhle gefunden haben, Jim! Bin übrigens nicht überrascht über ihr Auftauchen, da ich das Drehbuch gelesen und gleichzeitig den Flucht-Koeffizienten vor dieser feindseligen Lebensform in meine Ankunftsberechnung habe einfließen lassen.“


Naaa, war das nicht ein großer Spaß? Logiklöcher mit dem eigenen Erbrochenen zu stopfen hat immer so etwas Befreiendes, findet ihr nicht auch? Auch wenn die Magenkapazität manchmal kaum ausreichen mag…

Sind die neuen, cooleren Trekkies der Generation „Abrams“ eigentlich auch noch übergewichtig? Auch ich muss mich ja klischeetechnisch mal langsam in das neue Jahrtausend einarbeiten.

Für die Nennung des schönsten, oben noch nicht aufgelisteten Logikfehlers vergebe ich übrigens – ganz spontan – einen 10-Euro-Gutschein bei Amazon! Na, wenn das mal nicht virales Marketing ist, weiß ich auch nicht weiter… Einsendeschluss… ist öh… JETZT in einer Woche! Bewerbung bitte hier drunter.

Vielleicht werdet ihr damit ja auch gleich zum Captain ernannt, wer weiß?


Artikel

von Klapowski | 09.05.09 | Star Trek | Trackback

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152 Besucher-Kommentare


  1. Stevie sagt:

    Ich hätte da noch einen Logikfehler oder besser gesagt, einen Gedanken, bei dem ich mich frage, warum er Nero in seiner langen Wartezeit nie gekommen ist.

    Na gut, ich weiß natürlich nicht, in was für einer Art von Mine dieser tatooierte Glatzen-Peer genau gearbeitet hat und ob es da vielleicht gefährliche Strahlungen gab, die ihm das Gehirn zersetzt haben, aber die Sache ist doch mal die:

    Wenn Meister Propper so verärgert darüber ist, weil sein Heimatplanet gerade von einer blitzartig aufgetauchten Supernova zerstört worden ist und er daraufhin durch ein Schwarzes Loch in der Zeit (!) zurück (!!) geschleudert wurde, sind dann 25 Jahre (!!!) nicht eigentlich ein ausreichender Zeitraum, um irgendwann einmal auf den Gedanken zu kommen, nach Romulus zu fliegen und die Romulaner einfach vor der Katastrophe zu warnen, die sie in der Zukunft (!!!!) heimsuchen wird?

    Mmmmh, vielleicht ist er aber auch beim Ausrechnen, wie oft man Romulus in der Zeit bis zu seiner Zerstörung komplett evakuieren, wiederbesiedeln und wiederevakuieren usw. könnte, völlig durchgedreht und musste dann eben seine Aggressionen mal rauslassen. Weiß der Geier, wie die Romulaner an manchen Tagen so drauf sind. Zumindest wäre es eine Erklärung, was die da in ihrem Minenschiff über 2 Dekaden lang getrieben haben. “Oh Mist ich hab’ mich verzählt. Nochmal von vorn. Ach Mann, jetzt platzt mir aber der Kragen. Ich bin dafür, dass wir jetzt einfach was kaputt machen, wer noch?”

  2. Detlef sagt:

    Was mich im Film auch gewundert hat: Kirk wird wahllos am nächstbesten Planeten ausgesetzt, und landet am Ende direkt in Spoks Höhle. Also hat man ZUFÄLLIG genau den richtigen Planeten und ZUFÄLLIGERWEISE auch noch auf dem gesamten Planeten die richtige Stelle ausgesucht um Kirk abzuwerfen, der auch noch ZUFÄLLIGERWEISE in die richtige Richtung rennt.


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