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Trekkies der Geschichte: Helmut Kohl

Unser Universaltranslator geriet schon in`s Schwitzen, wenn er den Mund nur zum Essen aufmachte. Doch nicht nur das lustige Nuscheln machte ihn zum Doktor Phlox des 20. Jahrhunderts, nein: Seine warmherzige, umgängliche Art nach dem Vorbild der Walsonde in ST IV kührte ihn sogar zu einem der bekanntesten heimlichen Trekkies der Geschichte!

Von Daniel Klapowski, ST-Kohl retuschiert by Sparkiller

Helmut Kohl wurde am 03. April 1930 in Ludwigshafen geboren. Als Kind machte er bereits dadurch auf sich aufmerksam, indem er den Hitlergruß in leicht abgewandelter Form vollführte, bei dem der Mittel- und Ringfinger auseinandergespreizt wurden. „Heil – Lebe lang und in Frieden – Hitler!“

So viel Höflichkeit gegenüber des amtierenden Bundeskanzlers war unter der mehrheitlich naziablehnenden Bevölkerung dieser Tage natürlich extrem verdächtig. Helmut Kohl jedoch überzeugte seine Mitschüler schon früh davon, dass die Hitler`schen Ideologien nur eine Art DS9 für Deportationsliebhaber war. Sozusagen ein Test der Ideen Roddenberry`s und kein Verrat derselben! „Nur noch 7 Staffeln und dann ratet mal, wer DANN seiner Bestimmung nachgeht und ein zeitloses, prophetisches Wesen wird!“

Es sollte noch etwas länger dauern, bis Helmut tatsächlich ganze 16 Jahre lang die Zukunft erblicken sollte. Für jemanden, der derartig im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit steht, dass eine durchschnittliche Wurmlocheinrichtung dagegen schon einem Abwechslungs-Overkill gleichkommt, sind „Blühende Landschaften“ natürlich bereits zwei Butterblümchen im Wind…

“Gehen wir das Ganze noch mal durch: In welchem Jahr überfielen die Gorn die Lüneburger Heide?“ – Schon früh war Kohl stets gut vorbereitet. Gut so: Bei einer falschen Antwort hätte sein Counceller ihm sonst die Brustwarze abgerissen!

Doch bis dahin war es noch ein weiter Weg. Erst einmal trat er 1946 in die CDU ein, wo er unter dem Decknamen „Rick Berman“ das gesamte Flatulenz-Franchise umzustricken plante. Sein Rezept für mehr heiße Luft lautete schon damals: „Aufblähen, Vollpacken, Anpieken, Abfurzen!“ – Und das nicht nur im ideologischen, sondern auch im physiologischen Sinne!

Denn kaum ein Blutwein oder eine Tasse gebrühter Tentakeln, denen er widerstehen konnte! Von Targ-Magen ganz zu schweigen. Leibliche Assimilation fremder Lebensformen wurde sein Hobby… Durch Anmoderationen auf Partei-Conventions entwickelte er seine politische Laufbahn im Eiltempo weiter. Doch als er eines Tages den unbekannten Darsteller Franz Joseph Strauß (wandlungsfähige Qualle in „TNG – Mission Farpoint“ und später Shatner-Double) als Ersatz für Garrett Wang auf die Bühne holte, erschuf er sich seine eigene Nemesis!

So wurde dieser 1980 Kanzlerkandidat, floppte jedoch am Box-Office der Stimmenabgabe.

Per Online-Petition (Gesetzlich vorgegebenes Höchstwahlalter: 18!) wurde 1982 der amtierende Bundeskanzler der Vereinigung „Deutsche Trek-Synchronisation nur auf Englisch!“ abgewählt. Helmut Schmidt, früher Stunt-Koordinator für TOS-Schattenboxen, musste seinen Platz beamen und wurde durch Helmut Kohl ersetzt.

“Uhmm… Hier is`der Shuttle-Schlüssel, Bub! Sei vosischtich beim Einparken, ös des klar?“ – Kohl glänzte stets durch diplomatisches Feingefühl. Hier zusammen mit dem Präsidenten einer extrem fremdartigen ST-Rasse…

Dieser probte bereits heimlich auf dem Pluto an seinem größten Werk: Dem Mauerfall! 1989 war es dann soweit: Mit den Worten: „Als die Mauern fielen! Seine Hose weit!“ verkündete Hans-Dietrich Genscher den Sieg Kohls und die Wiedereingliederung der Suliban-Republik! Diese nahm jedoch – wegen eines Defekts an ihrer Projektionsmaschinerie – noch viele Jahre lang Verhaltensbefehle aus ihrer eigenen Vergangenheit entgegen…

Im Taumel dieses Erfolgs kündigte Kohl den Start einer neuen, revolutionären, innovativen Trek-Serie an, was ihm 1994 erneut den Wahlsieg bescherte. Doch die Mitte der zweiten Staffel von ENTERPRISE, welche einen Tag vor dem Wahlsonntag 1998 ausgestrahlt wurde, brach dem Kandidaten das Genick: Gerhard Schröder antwortete mit einer Wiederholung von „Voyager Endgame“ und siegte knapp mit einem Niveauvorsprung im Promillebereich.

“Isch sauf misch erst in`s Guiness-Buch, und dann schind die G`schichts-bücher dran, Tähärhär!“ – Vor Kummer verbrachte Kohl plötzlich einen Großteil seiner Freizeit in der holografischen Rekonstruktion seines Jugendzimmers…

Helmut Kohl stürzte in eine tiefe Krise und ertrank seinen Kummer in Tetracel White, verflüssigter Speck mit einem Strohhalm aus Lakritze. Kurz danach folgte ein Schicksalsschlag nach dem anderen: Im Hause Kohl materialisierten sich bei einer Standarddefragmierung der Daten im Transporterpuffer plötzlich illegale Spendenmittel! Kohl wurde vor den Föderationsrat zitiert, nannte jedoch keinen der Spender. Dass das romulanische Volk zu diesem Zeitpunkt größere Mengen Hustensaft gegen verlegenes Hüsteln anforderte, genügte für keinen Indizienprozess.

Wenig später verstarb auch noch seine Frau, die bereits so oft „Nemesis“ im hauseigenen Minikino gesehen hatte, dass sie bereits auf geringste Lichtmengen allergisch reagierte.

Trotz allem, was geschehen ist, wird Kohl, von innigen Freunden auch „der Warbird der Demokratie“ genannt, immer einen Platz in unserem Herzen und äquivalenten Alien-Organen haben.

Denn: „Versuche nicht ein grosser Mann zu sein, sei einfach ein Mann, und lass die Geschichte ihr eigenes Urteil fällen.“

Und wenn Helle Kohl nicht auf eine kalorienhaltige Art und Weise ein „großer Mann“ war, fresse ich Wolfgang Schäuble. Mit Reifen.

Kohl heute: Geistiger Verfall sorgt dafür, dass er die Farbe des politischen Gegners wählte. Die schwarze Uniform „trägt“ nun Edmund Stoiber. Noch haben die Rettungstrupps die Suche nach der bayrischen Bohnenstange im XXXL-Nylonhemd nicht aufgegeben. Lawinenhunde graben nebenbei nach weiteren Verschütteten…


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Artikel

von Klapowski am 18.01.03 in Star Trek

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Kommentare (6)

  1. Brecht sagt:

    Welch herrlicher Text. Mein uneingeschränktes Lob hierfür. Selbst Historische Fehler hab ich vergeblich gesucht…Mensch wie kommt ihr immer auf so lustige Ideen..Helmuth Kohl…haha…*prust*…*lol*

  2. Gast sagt:

    Zu geil! Jetzt vom Ede, bitte!!!

  3. frakesjoe sagt:

    Wieso Ede? Der hat doch noch gar nichts verbockt. Schreibt über den Schröder, der hats ja wohl verdient.

  4. Brecht sagt:

    @frakesjoe: Hast Du "Stotter-Ede" schon mal sprechen hören? Dann weist du was er verbockt hat…der trägt doch seine Spitznamen nicht zu Unrecht…

  5. frakesjoe sagt:

    Ja, aber man kann so schlecht über die politischen Fehltritte schreiben…… da ist Schröder doch viel eher einen Artikel wert.

  6. Gast sagt:

    oh keine sorge, dank euch westdeutschen klappt das schon noch 2006…
    Hype

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