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Star Trek – Miss Sis

Nemesis und (k)ein Ende: Nachdem der locker-floppige Kinostart den Produzenten gezeigt hat, auf welcher Seite der Leinwand denn nun WIRKLICH die rächende Nemesis sitzt, kommen neue Informationen an`s Tages… nein, Rotlicht der Einspielergebnisse: Das Drehbuch war geklaut! Warum es vom Besitzer nicht mutig gestohlen gemeldet wurde, ahnen wir bereits alle…

Nun ist es also so weit: Laut Aussage Bermans machen die ST-Filme nun erst einmal eine kleine, kreative „Pause“… – Ohne Zweifel ein euphemistischer Ausdruck vom Kaliber eines „Oma ist jetzt halt nur ein Engel und wird immer bei uns sein!“…

Pflichtschuldig meldete sich auch Stewart zugunsten Star Treks zu Wort (seine Rechnung an Paramount folgt) und verkündete, dass er kein Grund wisse, warum Star Trek nicht auf ewig weitergehen könne… Die Fans der inzwischen extrem absetzungsgefährdeten Serie ENTERPRISE stimmten begeistert zu und forderten (rein prophylaktisch) bereits bis spätestens Staffel 7 ein Wiedersehen mit Q.

Doch der Grund für diesen Artikel ist ein anderer:

In der Nemesis-Besprechung auf der Seite filmspiegel.de, außer uns übrigens die einzige Website mit annehmbaren Rezensionen, las ich nämlich kürzlich:

„Patrick Stewart offenbarte jüngst in einem Interview, dass Baird herzlich wenig Ahnung vom Trek-Universum hat: So wollte er Data stets zu emotionalerem Spiel anregen und hielt LaForge für ein Alien.“

Nur weil dem Chefingenieur zuletzt ständig neue Prothesen oder gleich komplett neue Augen wuchsen? Eine Art Augapfel-Hydra? Und welchen Teil des Satzes „Ich geh` heut mal oben (Dr)ohne“ in Bezug auf Datas Emotionschip hat der Regisseur denn nicht verstanden?

Wie auch immer: Ich war misstrauisch geworden und suchte nach weiteren Ungereimtheiten rund um „Nemesis“.

Und ich fand sie! Denn das Drehbuch war nur notdürftig ungeschrieben worden und sollte vor 2 Jahren noch einem ganz anderen Film dienlich sein! Indem ich mich in der Hierarchie der unbeachteten Hollywood-Sekretärinnen ho… herunterschlief, gelangte ich an dieses Filmplakat! Die Ähnlichkeiten zum ST-Bildchen wären erschreckend gewesen, wenn die ganze Sache ab diesem Zeitpunkt der Ermittlungen noch irgendwas mit ST zu tun gehabt hätte!

(Klicken für größere Version!)

Koriginal und Orpie? Hier darf man schon mal etwas Verwirrung zum Ausdruck bringen, solange beim Verlassen des Kinos später noch was für den Pförtner übrig bleibt…

So sollte Nemesis eigentlich „Miss Sis“ heißen, was in der Vergangenheit auch gleichzeitig die einzige Mund-zu-Mund-„Propaganda“ war, die Baird`s Publikum auf seine Filme (Mitwirkung an Tomb Raider und MI2) hin weitergegeben hatte: „Miss this!“.

Im Ursprungsdrehbuch ist Miss Sis (Lucy Lawless) jedoch eine stolze Kriegerprinzessin, die noch dazu der zum Verwechseln ähnliche Klon von Willi Bruce (gespielt von Bruce Willis) ist. Unbewusst gibt sie ihm die Schuld für ihr brüchiges Haar, das nicht nur im Streit schnell ausfallend wird… Ihre Rache an Willi muss perfide geplant werden, da dieser ein Raumschiff für Inkassoangelegenheiten betreibt und nebenher „Schutz“ verkauft, welcher von seinen Kunden immer gerne in Anspruch genommen wird. – Welcher Wahlbrite möchte schon mit ansehen müssen, wie glatzköpfige Rowdys in hochgezüchteten Golfbuggys über seinen Englischen Rasen rasen?

Unterstützt wird Bruce von seinem alten Freund Datanator (Arnold Schwarzenegger), einem gefühllosen Beziehungskrüppel, den er in der Vorweihnachtszeit verwahrlost in einer Mülltonne auf dem Mond fand. Dieser Charakter tut nichts ohne seine Sonnenbrille! – „Sonnenbrille aufsetzen“ inbegriffen!

Wie auch immer die Actionszenen des Originaldrehbuches ausgesehen haben mögen, grünes Gas schien darin eine gewichtige Rolle zu spielen, wie das Plakat zeigt. Während meiner Recherchen wollten Gerüch(t)e um eine alles vernichtende Superwaffe mit dem Namen „Achselhöhle des Universums“ jedoch nie ganz verstummen…

Ganz im Gegensatz zu mir:


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Artikel

von Klapowski am 22.12.02 in Star Trek

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