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„Star Trek Discovery“ – 1.10 – „Despite Yourself“ – Kritik

Da hat sich Kollege Sparkiller aber mächtig erschreckt: Ein Blick auf seine kleine „Star Wars“-Uhr sagte ihm spontan (nebst dem eingebauten „Ichse michse musse Trek guckse!“-Weckton), dass es heute schon weitergeht mit der total durchdacht(schadet)en Crew vom größten Fliegenpilz des Universums. Und somit herrscht auch wieder Review-Pflicht auf Zukunftia! Doch man kann sich seinen Job nicht immer aussuchen. Und es ginge schlimmer: Man könnte z.B. in der stinkenden Kanalisation arbeiten. WÄHREND zusätzlich „Discovery“ auf dem Handy läuft…

Inhalt: Im frisch erreichten Paralleluniversum wimmelt es von Terraner-Schiffen, die die Discovery für IHRE Discovery halten. Um diese Täuschung durchzuziehen, müssen einige Besatzungsmitglieder in die Rollen ihrer Parallel-Ichs schlüpfen. Zusätzlich entdeckt Tyler, dass die Klingonen doch nicht nur „Vitamin-C-Mangel“ auf die Liste mit an ihm durchgeführten Körperversuchen geschmuggelt hatten.

Besprechung:

Ich hatte ganz vergessen, von welch unaufdringlicher Eleganz die Dialoge bei Discovery waren! Kein Twist wird plump angedeutet, keine neue Entwicklung auf die am einfachsten mögliche Weise präsentiert:

Tyler: „WAS hast du mit mir gemacht? Ich erinnere mich neuerdings an irgendwelche Operationen (bin aber zu stolz, den Doktor gleich danach schauen zu lassen).“
Klingonin: „Lass mich raus, dann sage ich dir das (das macht er sowieso nicht, eher er sich nicht wieder an alles erinnert).“
Tyler: „Okay!“ (*Knopf drück, Kraftfeld verschwindet*)
Klingonin: „Oh, du hübsches Sahnestück! Du bist ja immer noch so heiß wie damals! Sabber! Geifer! Schleck! Macht dich das auch so an, wie tiefgründig und mehrdimensional wir Klingonen neuerdings sind? (*Zunge über Zähne fahren lass*)“
Tyler: „Du … hast … mich … zum … Sex … gezwungen! Gnaaah!“ (*Theatralisch die Stirn halt, Teil 1 von 10*)
Klingonin: „Nö, hab ich nicht (Warum stand er denn dann damals, du Biologie-Genie?).“
Tyler: „Ich … verstähe … das … alles … nöööcht!“
Die Klingonin murmelt ein allgemein bekanntes „Aus-der-Gehirnwäsche-erwecken“-Gebet.
Tyler hält sich den Kopf: „Gah! Bah! Rah! Ich verstehe immer noch nicht, was geschehen ist!“
Klingonin: „ Komisch, du müsstest dich doch jetzt erinnern?“
Tyler: „Schnah! Knah! Kräh! Ich verstehe immer noch nicht!“
Klingonin: „Du bist ein klingonischer Spion, Mann! Wie oft denn noch!?“
Tyler: „Ich … verstehe … gar … nichts. Und der Zuschauer vielleicht auch nicht. Am besten gehe ich in die Kantine und sage, dass alles in Ordnung ist. Tüdelüü.“ (*Pfeifend rausgeh*)

Im Ernst, viel dööfer war das im Original jetzt auch nicht. ICH bekomme bei so was ja multidimensionale Pimpernellen. Diese oberflächliche Art, mit der die Figuren nicht nur die Zuschauer verarschen, sondern auch ihre eigene Intelligenz in ihrer Ultraschall(?)-Toilettenspülung entsorgen, das ist das exakte Gegenteil von feierlich.

„Los, sage mir alles, Klingonin! Sonst setze ich dich auf einer Landstraße auf der Erde aus und gebe dir einen Föderationstaler zu wenig, um sich an der Tankstelle ein Sandwich zu kaufen!“ – „Wenn dirrr das Befrrriedigung verrrschafft, Mensch! Ich stehe da ja auch voll drrrauf.“ – Aufgehalst: Das alte „Einfach mal das Kraftfeld deaktivieren“-Spielchen zieht also immer noch. Nämlich den Schrecken aus der nächsten Stromrechnung. Prima gemacht!

Und dann diese beknackten Dialoge, die uns mit der sanften Massage einer handamputierten Weltraumamöbe darauf einstimmen sollen, dass Lorca eventuell total fies ist:

Lorca zum Doktor: „Hören Sie gefälligst auf, Stamets zu behandeln, weil ich es völlig sinnfrei so will.“
Doktor: „Aber Captain! Das klingt ja fast so, als wenn sie WOLLTEN, dass all dies geschieht!“
Lorca: „Sie sind aber ganz schön emotional heute, nur weil ich dumme Befehle gebe? Kein Wunder, dass ich Sie den Todkranken nicht mehr behandeln lasse, obwohl Sie am besten dafür geeignet wären.“
Doktor denkt: „Mist, da gehen mir echt die Argumente aus …“

Und dann dieses sinnfrei-auffällige Gespräch mit Burnham auf der Brücke:

Lorca: „Es wird jetzt alles noch mal ziemlich haarig mit all dem Weltraum und der ganzen Gefahr hier. Da – muss – ich – mich – auf – sie – verlassen – können. Verstehen Sie?!“
Burnham: „Klar, Chef.“
Lorca: „Okaaaaay! Ich bin nämlich eigentlich böööse! (*Zwinker, Blinzel, unauffällig auf Teufelshörner unter Frisur zeig*)“
Burnham: „Ich … verstähe … gaaar … niiichts. Rah! Bah! Gah!“

Und in diesem Reigen ist das behämmerte Nachgespräch mit Tyler noch nicht mal mit drin:

Tyler: „Ich drehe durch, kriege nichts mehr auf die Reihe und drehe jede Folge am Rad! Was soll ich tun?“
Burnham: „Zum Psychologen gehen?“
Tyler: „Neee, ich drehe schon nicht mehr durch, kriege schon wieder alles hin und drehe ab jetzt nicht mehr jede Folge am Rad. Okay?“
Burnham (denkt kurz nach): „Okay.“

Die Flashbacks enthüllen es erneut: Bei den Klingonen wird modernste Chirurgie noch mit Bolzenschneidern, Kettensägen und einem patentiertem Amboss ausgeführt, auf dem „ACME“ steht und der irgendwie nie so richtig an der Decke festgemacht ist. – Allein dieser Schmarrn hat mir die Serie schon halb verleidet. Die andere Hälfte wurde zum Glück noch nicht ausgestrahlt.

Unnötig zu erwähnen, dass all diese zusammengeklaubten Beispiele aus dem Fachbuch „Wie Sie Ihre Drehbücher auf keinen Fall schreiben sollten“ das eigentlich Interessante der ersten 20 Minuten völlig in den Hintergrund rücken. So fühlt es sich nicht danach an, als wäre man in einem aufregenden Paralleluniversum gefangen, sondern als hätte man sich auf der Landstraße verfranst und wartete nur auf den nächsten Einheimischen, der einem (mit starkem lokalen Akzent) den Weg weist. Sogar Witzchen in der Art von „Haha, vielleicht ist das ja HIER auch etwas anders, haha!“ macht man rasch. Vermutlich ging es um den Unterschied zwischen Brötchen, Strippen und Semmeln im Paralleluniversum?

Aber gut, etwas später ging es ja doch etwas ab in der Parallelklasse. Wobei ich aber inzwischen sagen muss, dass ich diese Spielereien inzwischen zum Gähnen finde – mit zwei parallelen Mündern. Nachdem wir schon die wildesten „Bereits bekannter Charakter ist jetzt Axtmörder“-Kombinationen in TOS, DS9 und ENT hatten, reißt mich diese neue Version eben nicht mehr vom Hocker. Man kennt das ja schon: Alle wichtigen Charaktere wurden auch im Parallel-Land geboren und bekleiden nur die allerwichtigsten Posten: Tilly ist Captain, Lorca ein Königsmörder und Burnhams alter Schuldirektor vermutlich der böse Imperator.

Das war natürlich immer schon so, war aber selten langweiliger als hier. 30 Minuten lang sitzt man sich den Popo auf dem eigenen Schiff platt, schwafelt mit verwirrten Funkern („Warum haben Sie sich erst jetzt gemeldet, Captain Tilly?“ – „Ich saß … auf dem Klo?“) und zuppelt an der Verkleidung, damit die Illusion auf dem Hauptbildschirm perfekt ist. Wo man bei Kirk sofort in den großen Machtkampf gezogen wurde, so hätte man diese Episode zu Beginn auch fast ohne Parallel-Gedöns gestalten können. Nächstes Mal daher einfach als Klingonen ausgeben und fertig ist die große Kultfolge? („Sie müssen ein Stück vom Maschinenraumchef essen, sonst gelten Sie als unehrenhafter Pseudogourmet!“)

„Meinst du, ich gehe als Terraner-Captain durch, Michael?“ – „Kommt drauf an… Haben deine Autoren denn heute schon dafür gesorgt, dass du albern dastehst?“ – „Heute Morgen hat mir mein Papagei gesagt, dass ich nicht mehr mit ihm reden soll.“ – „Okay, dann sind wir für heute mit diesen Szenen durch und du WIRST es schaffen!“- Ich muss gestehen: Bis kurz vor dem Abspann fand ich die Episode sogar ganz mittelmäßig. Aber dann fiel mir auf, dass keines dieser Funkemariechen mir ein paar Kamelle aus dem Fernseher zugeworfen hat.

Die böse Sternenflotte ist mit ihrem „Jagen und Totmachen“ sowieso eher was für Marvel- und/oder SM-Liebhaber. Zudem wirkt das als SciFi-Konzept inzwischen so intellektuell und einfallsreich wie ein Harry Potter, der sich irgendwann sagt: „Okay, was ist, wenn ich jetzt einfach ZWEI Zauberstäbe benutze statt einem?“. Okay, endlich konnte man Tilly mal etwas zu tun geben, was wir nur dem Fanfiction-Drehbuch eines anonymen Teenies zu verdanken haben. Danke an Susi Kurtzman also an dieser Stelle. Ansonsten bleibt der ganze Plot aber überraschungsfrei.

Zum Glück reißen es die letzten Minuten aber etwas raus: Spätestens, wenn Lorca in der Agonie-Kammer zuckt, Burnham im Fahrstuhl den klingonisch anmutenden Angriff des Captains abwehrt und die böse Crew ganz begeistert reagiert, da keimte bei mir das zarte Pflänzchen des Interesses auf. Auch wenn ich befürchte, dass die moralischen Fragen („Sie müssen alle Waisenkinder ermorden, um zu beweisen, dass Sie wieder unser Captain sind!“) am Ende doch wieder auf billige Art hingebogen werden („Nein, denn alle Waisenkinder haben wichtige Informationen über die Vulkanier, das weiß doch jeder!“)

Auch turnte mich das Ende mit der doch recht sinnfreien Knutschszene tierisch ab. Statt auch nur kurz an Lorca zu denken, fallen die beiden Turtelklingönchen (= zumindest 0,5 Personen im Raum waren welche) gleich übereinander her. Natürlich nicht ohne einen weiteren Dumpfbackendialog: „Verstehst du, dass ich dich beschützen will, egal was passiert? Verstehst du, was ich dir damit sagen will?“ – „Ja. Ich verstehe dich!“ – So redet doch kein Mensch! Im Ernst, da sehe ich manchmal wirklich den Berufsbetreuer im Hintergrund, wie er sich freut, dass sich seine Schützlinge trotz einem IQ von 70 sooo toll in die Welt der Großen eingefunden haben.

„Ich bringen Ihnen den Staubsaugervertreter Lorca zurück!“ – „Burnham? Sie meinten doch sicher eher den VERRÄTER Lorca?“ – „Natürlich meinte ich das, Sie Made! Und hier ist unser tausendfach benutztes, ziemlich terranisches Begrüßungszeichen… Äh, Sie zuerst!“ – Woanders wird auch nur mit heißem Wasser ge-dooft: Diese Szenen sind sehr unterhaltsam, werden aber in ein paar Wochen wieder vollkommen in Vergessenheit geraten. Dafür stehe ich mit meinem… Äh, wie heißt das Ding noch mal, das auf dem Klingelschild steht?

Clever ist die ganze Geschichte nicht, was auch immer wieder an Kleinigkeiten liegt, die einen rausreißen: Der Zugangscode von Parallel-Burnham ist der selbe(!) wie im anderen Universum, die ganze Story dümpelt an der „Erst mal alle überzeugen und dann mal weitersehen“-Oberfläche herum und die comichafte Überzeichnung ist jetzt auch nicht etwas, wofür die Serie ursprünglich mal stehen wollte. Wollte man nicht eher in Richtung eines „Game of Thrones“ gehen, statt den „Muppets im Weltraum“ nachzueifern?

Auch Stamets nervte mich schon nach zweieinhalb Minuten mit seinem „Palast“-Gerede. Hatta wieder von den Autoren irgendwelche geheimen Botschaften aus Episode 1.12 zugesteckt bekommen? Ich bin seeeehr beeindruckt … – nicht. Bringt jetzt bitte nicht noch länger diesen Blödsinn, sondern lasst diese Visionen für irgendwas gut sein, was am Ende nicht wieder nur völliger Bullshit ist („Oh, der Palast war das Hauptquartier der Klingonen, wo sie uns eine Falle gestellt haben. Dann passen wir mal besser auf … – nicht.“).

Wirklich viel zu meckern habe ich jetzt zwar nicht, zumal die Dialoge im Laufe dieser Episode eher besser als schlechter werden, doch trotzdem zuckt mein Adamsapfel wie eine Agoniekapsel herum, wenn ich daran denke, das hier als mittelmäßige Episode zu bezeichnen.

Ich mag den bisher eher lieblosen und hundertfach dagewesenen Einsatz des Paralleluniversums nicht, finde die stääändigen Schiffskulissen öde (Discovery x 2 = ?) und will jetzt nicht nur deswegen ausflippen, weil man die Konsolentante jetzt erstmals ohne Metall im Gesicht sieht, Burnham wieder einen verkloppt und man mit der gezeigten Gewalt kurzzeitig meine Aufmerksamkeit erregte. Oder, wie es die ehrenhafte Klingonin T‘Rell wohl ausdrücken würde: „Oh Baby, das macht mich ja alles so scharf, ooohr, geil!“

Brutaler Schockeffekt zum Ende dieser Episode in Zwei … Eins … „Aaaah! Dieser Schmerz! Dieser Föhn! In dieser Fußbadewanne unter mir!“ – Er schreckt, sie schreckt: Zugegeben, erst war ich auch etwas schockiert von dieser Schluss-Szene. Aber ich weiß ja schon, wie es läuft: Nach einer mittelmäßigen nächsten Folge ist Lorca etwas fertig mit den Nerven, übersteht alles aber mit dem selben Klaps im Kopf, den er schon vor etlichen Folgen hatte. Was soll er schon machen? Mit einem Phaser unter dem Kopfkissen schlafen wollen?

Und wie finde ich es eigentlich, dass Tyler den Doktor umbringt? Irgendwie scheiße. Nicht, weil ich der Figur so nachtrauere, sondern weil es so belanglos geschah. Der Schockeffekt entsteht hier nur durch die Plötzlichkeit. Der einzige, halbwegs professionell arbeitende, fürsorgliche Typ an Bord wird also weggeschmissen, bevor man ihm etwas Charakterentwicklung gab. Zwar kann man der Serie zugute halten, dass es überraschend geschah, jedoch hat sie bis jetzt keinen psychologischen Unterbau erarbeitet, der eine solche Szene noch „besser“ machen würde. Wenn man uns sonst nur Plattitüden-Handpuppen vorsetzt, ist so ein knackender Halswirbel eben nur ein weiterer Baustein im Writing-Room.


Fazit: Eine Folge, die gerade im hinteren Minutenbereich fast mittelmäßig erscheint und mit etwas Anlauf doch noch über die 2,5-Punkte-Bodenwelle rumpelt. Doch noch immer schwelt dieser bohrende Kopfschmerz in meinem Schädel, wenn ich daran denke, dass ich dieses durchwachsene, anbiedernde Kasperletheater noch eine Weile ertragen muss – immer wieder durchbrochen von Dialogen, die direkt aus der Höllenpforte zu brechen scheinen. Oder, wie man es in dieser Episode ausdrückte: „Wir werden ihm nie die Gnade des Todes gewähren“.

Die meinten mich, oder?

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Universen! Universen! Wir wollen Universen!
Wisst ihr noch? Damals, wenn eine neue Trek-Folge rauskam? Da wurde diese schonmal rot in der Programmzeitschrift markiert oder vielleicht gar nach dem Lesen importierter Ami-Fanmagazine monatelang drauf gewartet. Dass es mit Disovery weitergeht hatte ich dagegen erst verpennt. Und diese Feststellung danach mit einem besorgt klingenden „Oh! Oh!“ kommentiert.

Aber wisst ihr noch was? Ett ging dieses Mal. Ett ging. Aber mit dem Spiegeluniversum kann man schließlich auch nur wenig falsch machen, auch wenn der alte „Hihi, wie fies diese bekannten Gesichter alle sind!“-Effekt nach der DS9-Überdosis doch etwas nachgelassen hat. Durch die modöööörne Optik und der doch sehr anderen Erzzählweise von Discovery konnte man diesem vielleicht auch etwas entgegenwirken. „Alte und spiegelverkehrte Kleider in neuen Schläuchen“ würde man wohl sagen, auch wenn dies überhaupt keinen Sinn ergibt.

Auch die Story ist interessant, geht es immerhin um die „USS Defiant“, auf welcher schon Original-Kirk ein paar Stunden im Raumanzug verbrachte und welche danach bei Captain Archer und Co. einen Zeitreisesprung in 22. Jahrhundert des terranischen Imperiums gemacht hat um als Nächstes anscheinend zum wichtigen Plot-Punkt bei Discovery zu werden. Jetzt bin ich ganz unironisch ja mal gespannt, ob diese noch auftauchen wird und man wenigstens dann auf den alten TOS-Look zurückgreifen wird. Da spürt man fast wieder dieses wohlige Trekkie-Gefühl im Gemächt. Und die Killy-Transformation war auch witzig. Muss man ja auch mal zugeben. Gibt es Discovery eigentlich auch in 3D? Und wird der Rest des Schirms dann eigentlich von ihrem Pickel auf der Stirn komplett ausgefüllt?

Fazit: Spaßige Fan-Folge, welche zudem ordentlich Tempo drauf hat und ohne viel Drama-Schwafelorgien auskommt. In diesem paralla… paralalala… alternativen Universum kann man gerne erst einmal bleiben.

Wertung: 7 von 10 Punkten


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Artikel

von Klapowski am 08.01.18 in Star Trek: Discovery

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Kommentare (29)

  1. G.G.Hoffmann sagt:

    Bei dieser Episode musste ich nur fünf mal den Timecode einblenden, um festzustellen, dass sie noch 28, 21, 16, 12 und 5 Minuten dauert.

  2. Noergelperser sagt:

    Man bekommt bei diesen Dialogen einfach körperliche Schmerzen.
    Die Serie ist echt Folter, für Leute, die gerne gut geschriebene Serien schauen.
    Und es stimmt, jeder Twist wird angeteasert, damit es auch der dümmste versteht.

    Ist Tilli eigentlich die dicke, pickelige Quotenelse im Diversitätstheater.

  3. Krater sagt:

    Immerhin liefert Mirror Tilly eine tolle Vorlage wenn es um Parodien aus dem Porno Bereich geht. Vielmehr Brauchbares hat die Episode sowieso nicht geliefert. Man kann es schon als Verzweiflung ansehen wenn man Plottechnisch auf Enterprise Episoden aufbauen muss, vom Canonbruch in Bezug auf das Mirroruniversum und der Existenz der Discovery einmal ganz abgesehen.

  4. Cronos sagt:

    Echt schade. Ich hatte gehofft die Serie würde besser werden. Aber ok, das war wohl nix.

  5. Komanzer Spork sagt:

    Tilli, ahem, captain presswurst sieht aus wie eine verunglueckte cosplayerin.

  6. Anonymus (Bosch) sagt:

    …und das es sich bei unserem Lorca um exakt DEN Lorca handelt, der im Spiegeluniversum gesucht wird, dürfte man auch schon als gegeben ansehen…
    Suspense sah mal irgendwie anders aus!
    Wobei auch Classic Trek schon daran krankte, dass TV Macher ihr Publikum seit jeher für dumm und massiv aufmerksamkeitsdefizitär halten (self-fulfilling prophecy?)…

  7. schoenerAndi sagt:

    Hmmm…

    irgendwie muss ich mich gerade fragen ob das hier nicht zu weit geht. Natürlich ist das alles fragwürdig bis lächerlich – im Sinne der Glaubwürdigkeit.

    Natürlich sehen alle in Universum A aus wie in B, natürlich passt alles so, dass es ins Drehbuch passt.

    Aber, ganz ehrlich, das war schon immer so! TOS, TNG, DS9… immer wieder Blödsinn! Keine Folge, die ohne Plotholes etc auskommt. Ich sehe gerade TNG bei Netflix und finde in jeder Staffel nur eine Handvoll guter Episoden. Ich glaube man verklärt da gerne was.

    Das sieht man auch gut am aktuellen Star Wars. Alles doof wegen vieler Plotholes, aber früher gab es die natürlich nicht! Da hat alles Sinn ergeben. Vielleicht hat man es nur nicht hinterfragt?!

    Und es wird heute auch nicht mehr oft passieren, dass ein Drehbuch oder ein Plot-Twist uns groß überrascht. Jede Art von Geschichte wurde halt bereits erzählt.

    Jedenfalls…Ich fand die Episode ziemlich cool! (;

    • Klapowski sagt:

      Ich denke, die meisten stören sich nicht so sehr an den einzelnen Fehlerchen, sondern daran, dass die Serie selbst nicht weiß, was sie ist – oder wohin sie will.

      Einerseits will sie alles neu erfinden und frischer machen.
      Andererseits kommt sie dann doch wieder mit eher … seltsamen Interpretationen von Mudd, dem Spiegeluniversum und den altbekannten Klingonen.

      Einerseits will man erwachsen, cool und seeehr mysteriös wirken.
      Andererseits ist der Umgang mit Gewalt oft eher trashig (z.B. der Klingonen-Stückelhaufen in der Abstellkammer), anbiedernd und jedes Mysterium sehr aus dem Hut gezaubert. Oder eben 10 Mal angeteasert, bevor es die Auflösung gibt.

      Einerseits will man total clever und dem Zuschauer weit voraus sein.
      Andererseits sind die Dialoge aber in sich nicht schlüssig und die Charaktere verhalten sich selten ihrer Rolle gemäß. Gerade Burnham soll ja so ein schlaues Kerlchen sein, verhält sich aber regelmäßig saudämlich.

      Klar gab es früher haufenweise Plotholes, aber bei TNG, Voy und DS9 haben sich die Macher nie als Heilsbringer und Rote-Faden-Spinner hingestellt, die mal eben „einen epischen, nie dagewesenen Krieg gegen die Klingonen!“ zeigen wollten. Der bei Discovery übrigens schon zu 2/3 vorbei ist. Nach zwei popeligen Raumschlachten, doofem Gebaren der Gegner und viel Gequatsche vom Hauptbildschirm, von dessen Auswirkungen wir aber wenig gesehen haben („Alle Babys weinen auf Celtris III, Captain! Wir müssen die Siedlung befreien, bevor die Milch-Generatoren den Geist aufgeben!“)

      Und dass man keine überraschenden Wendungen mehr schreiben kann, will ich auch nicht glauben. Da bin ich mal ganz großkotzig und behaupte mal, dass das möglich ist. (Kauft jetzt „Jenseits der Welten“, solange es noch digitale Kopien gibt!)

    • Edain sagt:

      Den Einwand, dass früher keineswegs alles besser war, kann ich durchaus nachvollziehen – mitunter ein Grund, warum ich mich bis jetzt gar nicht getraut habe, TNG auf Netflix nachzuschauen. Ich will mir meine warmen nostalgischen Gefühle nicht von langweiligen Aliens der Woche mit Gnubbelstirn und Pyjamas kaputtmachen lassen.

      Das Problem ist, dass sich Zeitgeist und wir uns auch geändert haben. Als TNG Anfang der 90er lief, schweißte gleichzeitig das A-Team aus Konservendosen einen Panzer, um einen Blumenhändler vor der Mafia zu beschützen und Baywatch hielt Millionen Zuseher mit einer Handvoll guter Argumente bei der Stange. Heute haben Game of Thrones, The Expanse und Co die Messlatte für „gutes Fernsehen“ höher gelegt – und wenn man dann aber Dialoge, Drehbücher und Mary Sue wie aus mittelmäßiger Fanfiction präsentiert, ist die Enttäuschung vorprogrammiert.

      Star Trek war (gefühlt) bis DS9 zu seiner Zeit immer etwas Besonderes in der TV-Landschaft – jetzt ist es nichts mehr. Keine herausragende Science Fiction, kein herausragend charmantes Charakterensemble, keine besondere Message.

      Die Ermordung des Docs fand ich übrigens als verheerend schlechte Entscheidung – nicht nur, weil es in Punkto Dramaturgie an sich verpfuscht war, sondern weil die Serie jetzt eine der wenigen sympathischen Figuren noch rausgenommen hat. Als Eddard Stark starb, hatte man noch Dutzende Charaktere zum Liebhaben – mit wem soll man den her noch sympathisieren?

    • Serienfan sagt:

      „Verklären“ die Fans was? Aber klar doch!

      Noch dazu bei den Einzelfolgen. Da kristallisieren sich nämlich schnell Lieblingsfolgen heraus. Und die sieht oder sah man sich auch gerne öfters an. Also nehmen sie in der Erinnerung einen größeren Raum ein. Es gibt wohl nicht viele, die sich „Night Terrors“ öfter angesehen haben als „Data’s Day“. Wenn heutige Serien allesamt glauben, eine fortlaufende Handlung erzählen zu müssen, so dass sich keine Lieblingsfolgen mehr herausbilden können, ist das halt Pech.

      Aber das alte Argument, dass es immer nur an der „Verklärung“ des Alten liegt, wenn das Neue nicht ankommt, wird langsam schal. Wenn sich der neue „Star Wars“-Film in uninteressanten Nebenplots verzettelt und eine extrem deprimierende Version von Luke Skywalker präsentiert, dann frage ich mich wirklich, wie irgendwer überrascht sein konnte, dass der Film bei vielen Fans schlecht ankommt.

      Bei „Discovery“ komme ich ja aus dem Staunen über die Fehlentscheidungen gar nicht heraus. Offenbar hat man sich dazu entschlossen, Figuren immer dann zu killen, bevor sie Gefahr laufen, für den Zuschauer interessant zu werden. Man macht eine Serie, die sich stilistisch komplett an die Abrams-Filme anlehnt und die da sehr gut reinpasst, und behauptet dann, sie spielt in der klassischen Zeitlinie. Man macht ein Prequel, und führt mehr neue Techniken ein als als „Star Trek: Voyager“ und „Deep Space Nine“ zusammengenommen. Man erschafft eine neue Alien-Rasse im Warhammer-40K-Stil, mit völlig eigener Sprache und eigenen Gebräuchen, und nennt sie dann dennoch „Klingonen“, obwohl niemand noch was von den Klingonen sehen oder hören will.

      „Star Trek“ hat so manchen Schuss in den Ofen abgeliefert. Aber man konnte dann meist zumindest ansatzweise nachvollziehen, was die Gründe waren.

    • G.G.Hoffmann sagt:

      Der Schauspieler (ich kenne nicht einmal seinen Namen), der den Doktor gespielt hat (ich kenne nicht einmal den Rollennamen), gab an, er habe Tränen in den Augen gehabt, als man ihm sagte, dass der Doc sterben wird.

      Hatte man nicht vorher erzählt, man habe einen großen staffelübgreifenden Handlungsbogen geschaffen? War der Vertrag des Darstellers daher nicht von vornherein auf nur 6 Episoden beschränkt? Oder offenbart sich in diesem Geständnis, dass man wider aller Ankündigungen seit Episode 3 doch nur von Folge zu Folge schreibt und eigentlich gar keinen Plan hat, wo die Reise hingehen soll?

    • DJ Doena sagt:

      @Edain: „Baywatch hielt Millionen Zuseher mit einer Handvoll guter Argumente bei der Stange“

      Naja, bei Erika Eleniak und Pamela Anderson war es aber schon ein wenig mehr als nur eine Hand voll…

  8. DonJoe sagt:

    Das Einzige, was mir an der neuen Serie gefällt, ist Lorca. Dieselbe Figur, in einem echten Trekkiesetting mit echten Klingonen und es wäre super.

    • Counselor der Einheit sagt:

      Finde ich auch. Lorca erscheint mir der einzig Kompetente auf dem Dampfer zu sein. So wie er seine Crew von Minderleistern behandelt, sieht er das wohl genauso. :D

    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Counselor

      Das empfinde ich genauso. Er wirkt immer wie der genervte Abteilungsleiter, dem man die letzte Gurkentruppe zugeteilt hat. Es spricht nicht gerade für das Bildungssystem der Zukunft, dass selbst die angeblich intelligentesten Mannschaftsmitglieder – von ein wenig Technobabble abgesehen – immer sprechen und agieren wie ein Trupp Hauptschulabbrecher.

      Aber das kennt man ja auch aus Filmen wie „Alien“ & Co. Wenn man ein billionenschweres Raumfahrtunternehmen organisiert, ist es unabdingbar, die allerletzten Brathirne zu engagieren, die ohne Ahnung und Schutzkleidung ihre Birnen in jede Alienhöhle stecken.

  9. DJ Doena sagt:

    Ich dachte Tyler sei ein verkappter Klingone? Wieso sieht es dann auf dem zweiten Bild so aus, als würde er gleich ausHULKen?

    PS: Es sind Brötchen, Schrippen(!) und Semmeln. Strippen schadet aber auch nicht…

    • Counselor der Einheit sagt:

      Als ob dieser Hunkerhaken Tyler es mit einer echten Klingonenbraut aufnehmen könnte.
      Die würde den bei Bedarf einmal mit der linken Handkante vertikal spalten. :-D

  10. Bergh60 sagt:

    tach auch !

    Also Ich finde 5 von 10 (oder 2,5 nach Klapowskischer Zaehlung) noch überbewertet.
    Und wie kann man Captain WuchtBrumme gut/lustig finden?
    Und Specialist VerbrennSchinken (BurnHam) guckt , nein Starrrrrrrt, nur angestrengt in die Gegend,
    bevor sie dem Gestörten in die Arme sinkt.

    Ganz schlechtes Tennis meine Herren.

    Natürlich verklären wir TOS, TNG , Voy und Ent (DS9 hab ich kaum gesehen) , aber da waren wenigstens die Dialoge (etwas) besser.

    Und die „Argumente“ , ja die „Argumente“ bei Troy, 7 und Doc Pulasky mochte das stimmen;
    es gab aber auch gute Schauspielerinnen, die die Serie ohne Argumente weitere gebracht haben.
    (Janeway, Nurse Chaple, Ensign Ro , um nur einige zu nennen.)

    Bei Baywatch war das übrigens Alexandra Paul.

    Gruß BergH

  11. Klapowski sagt:

    Spoiler (für die, die es interessiert):

    Ziemlich traurig ist eigentlich nur, dass die Macher es für nötig hielten, den massiven(?) Protesten der Fans nachzugeben und quasi zu spoilern, dass der Doktor wiederkehren wird. Es sei „nicht das Ende der Beziehung zu Stamets“ und die beiden sollten später noch quasi „zusammen das Universum retten“. Und überhaupt sei es den Autoren wichtig, dieses bahnbrechende, nie dagewesene Konstrukt einer homosexuellen Beziehung (ich übersetze das längere Interview hier mal sinngemäß) nicht einfach wieder zu zerstören. Die richtig tolle Szene mit dem Doktor folge sowieso erst noch später in dieser Staffel. Ja, es fehlte eigentlich nur noch die Aufforderung an den Zuschauer, vorher genug Taschentücher im Haus zu deponieren.

    Es darf also geraten werden, ob wir einfach den Parallel-Doc sehen (wohl unwahrscheinlich), Stamets in irgendeinem Anfall von Pilz-Magie irgendeinen Zeitstrang repariert (sehr wahrscheinlich) oder wir bei dem angeblichen Halsknacken nur das Zerdrücken eines Reagenzglases im Hintergrund vernommen haben (extremst wahrscheinlich).

    In jedem Fall ist das schon sehr arm. Nicht nur, dass man nicht mal den Mumm eines handelsüblichen Künstlers besitzt, mal eine Szene einige Tage/Wochen wirken zu lassen, nein, man enthüllt auch schon mal ohne Not weitere Storytwists. Sollte die „Wiederbelebung“ zu doof ausfallen, hat das zudem die Nebenwirkung, dass man den Tod in der Serie nicht mehr ernst nehmen kann.

    Ich kann die Menschen hinter Discovery eh nicht mehr für voll nehmen. Alleine die Begründung, dass man einen homosexuellen Charakter nicht einfach killen würde wollen, weil das angeblich in anderen Serien ständig passiert, ist schon eine eher fragwürdige. Einerseits verstehe ich die hehre Logik dahinter, andererseits ist das heterosexuellen Pappnasen gegenüber schon verflixt diskriminierend. Man denke nur an die Trulla, die sich selbst dem Bärtierchen in den Rachen geworfen hat.

    Eine Szene, die ich übrigens bis heute nicht kapiere.

    • Nitpicker sagt:

      Ich fühle mich bei Discovery wie bei keiner anderen Serie zuvor an (die Speed-Version von) Lost erinnert. Hier wie dort ständig die Versicherung „Das wird Sinn machen/wird sich dem Canon annähern (warum eigentlich nicht gleich alles richtig machen statt Stück für Stück?)“, hier wie dort gibt es ständig „überraschende Todesfälle“ (gähn), obwohl man dann die Minderheitencharaktere trotzdem in irgendwelchen Vor-Rück-Seitwärts- und sonstigen Blenden und/oder Subraumschichten wiedertrifft (ich bin sicher, dass wir auch die MIchelle Yeoh und diese „Sicherheitschefin“ wiedersehen), hier wie dort viel Rauch (ka-tsching) um nichts.
      Hinterher wird ganze sinnentleerte Kladderadatsch mit „Aber die Charaktere…!“ und „Die Reise ist das Ziel“ entschuldigt und sämtliche Mitglieder der #MeToo-Frauenbewegung werden auch begeistert sein, weil (vermutlicher Spoiler) Massenmörder Lorca doch irgendwie einen total tollen Körper hat!!

      Der Rest der ADHS-Geschädigten Zuschauertruppe wird sich an den modernen Kamerafahrten (dank unterstützung spektakulärster CGI wird in Zukunft nicht nur rangezoomt, sondern gleich das linke Nasenloch rein und einem beliebigen anderen Loch wieder heraus gefilmt) und den noch fluffigeren Explosionen erfreuen, so lange sie anhalten, und fünf Minuten nach Ende der Szene/Folge/Serie eh nicht mehr viel darüber in Erinnerung haben, weil man schon wieder auf das Smartphone starrt und sich von was anderem berieseln lässt. (Vermutlich die nächste Serie, die dann NOCH inhaltsärmer ist)

    • Mirror Klapowski sagt:

      Wir sehen einer Mirror Burnham und einem Mirror Lorca zu wie sie die USS Discovery in das Mirroruniversum entführen. Seit der Pilotepisode. Der Zuseher wird wie die Föderationscrew der USS Discovery hereingelegt. In den folgenden Staffeln kommt wahrscheinlich nur der Mirror Doktor zum Zug. Der Schlüssel ist die Defiant NCC-1764 die von Mirror Archer im Jahr 2155 geklaut wurde. Inklusive aller Daten über den „Mirror, Mirror“ Zwischenfall in TOS.

    • beback sagt:

      Ganz ehrlich, wenn ich sexuelle Beziehungen irgendeiner Form mit irgendjemandem oder irgendetwas zu einfach oder mehrfach sehen möchte schaue ich Shameless. Da bekomme ich alles wesentlich realistischer dargestellt und da sind auch noch echte Schauspieler engagiert. Diese Dumpfbackenzwangshomobeziehung bei STD ist einfach nur peinlich in dem gezeigten Diversitätstheater.

    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Klapowski

      „… und quasi zu spoilern, dass der Doktor wiederkehren wird.“

      Ich nehme auch gerne jeden Spoiler, der im Internet verbreitet wird, mit. Gestern Abend habe ich „Star Wars“ im Kino gesehen, nachdem ich schon die ganze Handlung mehrfach im Internet gelesen hatte (wo bleibt eigentlich das Zukunftia-Review?). Gleichwohl konnte ich den Film genießen – und fand ihn wider Erwarten sehr unterhaltsam und gut. Das kann jeder für sich entscheiden. Man muß nicht der Versuchung erliegen, alles bereits vorab zu lesen.

      GoT habe ich erst im Dezember geschaut, nachdem die Staffel auf Bluray erschienen war, und hatte vorher nichts davon mitbekommen, wie es weitergeht, obgleich die Staffel schon seit September per Streaming verfügbar war. Es ist immer die eigene Entscheidung, was man vorab erfahrne möchte.

    • Klapowski sagt:

      „Es ist immer die eigene Entscheidung, was man vorab erfahrne möchte.“

      Mich stört jetzt auch nicht so sehr der Spoiler an sich („Uuuh, wir haben keinen stringenten Plan für die Figuren, wie überrascheeend!“), aber eben schon, dass man sich als Autor wie ein weinerliches Waschweib verhält.

      Bei GoT hätte man sich doch auch den Kopf gehalten, wenn die Macher bei Figuren mit ungewissem Schicksal gesagt hätten: „Keine Sorge, wir haben noch viel vor mit Sir Chlor-Mund! Wir werden ihn definitiv noch mal in diesem Schwimmbad sehen!“

      Das ist von Künstlerseite einfach ein schlechter Stil und mir logisch nicht zu vermitteln. Haben die ein so geringes Selbstvertrauen, dass sie zumindest die popeligsten Angriffspunkte ausräumen müssen? Lieber hätte ich mal was zu den armen Dialogen gehört… So was in der Art von: „Kommt nicht wieder vor. Hier, 3 Euro Erlass auf dein Netflix-Abo.“

    • Serienfan sagt:

      Den Producern scheint der Arsch auf Grundeis zu gehen. Vor der Serie noch groß getönt: We dare every fan not to watch Discovery. Und jetzt hat man sogar schon versprochen, dass die 2. Staffel „klassische“ Geschichten enthält.

  12. bergh60 sagt:

    tach auch nochmal !

    @Nitpicker
    Nicht böse sein, aber ich hoffe Du hast unrecht.
    Wahrscheinlicher , sogar höchstwahrscheinlich wirst Du Recht haben.

    @Klapowski

    Seufz
    Mir ist echt völlig wumpe, ob der Doktor schwul, lesbisch, bi, hetero oder tzranszendentsexuel ist.
    Er war ein netter Typ und sein Tod völlig unnötig.
    Denn literarische Schuld hatte er nicht auf sich geladen.

    Und jetzt auch noch als Wiedergänger ?
    Och nööööö! Warm Bodies läßt grüßen ? Neiiiiiiin !!!!

    Ganz schlechtes Writing wie oben öfters erwähnt. Lost auf Speed trifft es,
    wobei Lost um Klassen besser geschrieben war.

    Gruß nochmal BergH

    • Serienfan sagt:

      „Lost“ hatte durch die Bank großartige Charaktere. Jede Figur hatte ihren sehr guten und in sich runden Story-Arc. Da mag jetzt nicht jedes Rätsel perfekt und schlüssig oder zufriedenstellend gelöst worden sein (vor allem nicht für den unaufmerksamen Zuschauer), aber die Figuren von „Lost“ mit denen von „Discovery“ gleichzusetzen, das schafft für mich nur jemand, der sagt, die weiblichen Ghostbuster-Darstellerinnen seien doch genauso witzig wie ihre männlichen Vorläufer gewesen.

  13. bergh60 sagt:

    tach auch !

    Wie ich schon schrub
    Lost war um Klassen besser geschrieben, und gespielt und regiert.

    Ich persönlich freue mich kaum noch auf neue Folgen und kann die Rückkehr von The Orville gar nicht mehr abwarten.

    Gruss BergH

  14. Piet sagt:

    ich bitte euch wirklich. Lost war eine herausragende Charakter Studie.

    Kater & Sawyer spielen „I Never“
    Jacks „I can fix you“
    Desmonts zu Jack gesprochenes „I’ll see you In another life brother“
    Sawyer kauft sich Shrimps im Regen

    soviele erinnerungswürdige szenen… und das wollt ihr mir der geschlechtskrankheit hier vergleichen? :D

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