Film- und Serienkritiken

Das ernsthafte Magazin für Kritiken zu Film und Serie.

„Star Trek Discovery“ – 1.01 – „Ein vulkanisches ‚Hallo'“ – Kritik

Da ist sie also, die Show aller Shows, das Saatkorn, das die Beschimpfungen in unsere Richtungen wieder sprießen lassen wird! „Miesmacher“ werden sie uns nennen, uns nahelegen, unseren Phlox-Schlafanzug an den Nagel zu hängen und – überhaupt -, dass wir gar nicht verstanden haben, um was in der ersten Episode überhaupt geht („Rassismus, Leuchtfeuer und schief gestellte Kamera-Stative!“). Doch so einfach ist es nun auch wieder nicht, denn die ersten beiden Episoden wurde in Fankreisen eher durchwachsen aufgenommen. Und das kam so: …


Um gar nicht erst eine lange Vorrede zur Bedeutung dieses Ablegers zu starten, gehen wir gleich mitten in die Handlung:

Schon die ersten Szenen ließen mich doch dezent am Kopf kratzen, ob den Autoren in monatelanger Vorarbeit nichts Besseres eingefallen ist, als LOST-ähnliche Rätsel in der Wüste zu verstecken:

„Dieses Unwetter erreicht uns in 1 Stunde, 17 Minuten, 22 Sekunden…“

Will man uns ernsthaft (parodistisch?!) verklickern, dass das Mädel Michael Burnham dank vulkanischer Gehirnstimulation (= viel Logik, gesundes Essen, Kein Bier nach Vier) in der Lage ist, ohne Instrumente(!) sekundengenau eine Art Super-Spitzohren-Kachelmann zu geben? Okay, sie ist schlau und hat als Kind eine Armbanduhr verschluckt, haben wir verstanden… DAS nenne ich mal eine Charaktervorstellung, für die in Half-Life einst die Brechstange erfunden worden ist!

Und dann das hier:

„Unsere Fußspuren – Wir sind im Kreis gelaufen?“
„Nicht unbedingt im Kreis.“ (sondern sternförmig, wie wir wenig später erfahren)

Für jemanden, der im Kopf Gewitterwolken im Sekundentakt berechnet, ist die gute Frau aber doch extrem unsicher, was die Orientierung angeht. Beachte: Man sieht kilometerweit entfernt noch die Berge und findet auch völlig korrekt den kaputten Minibrunnen, dessen Trockenheit den Planeten (bzw. dessen einzige „Eiersiedlung“?) bedroht – und der wohl auch nicht aus dem Orbit „entkorkt“ werden konnte. Andererseits aber will man uns weismachen, dass man während eines kurz erscheinenden Gesprächs mal gerade unbemerkt im Kreis… äh… im Stern rennen kann – oder zumindest einem gewieften Fußspuren-Meisterfälscher auf der Spur ist.

„Oh, der Brunnen geht wieder! 10 Jahre Phasertraining und Gesichtsausdruck-Halten haben sich also doch gelohnt.“ – „Äh, Captain? Ich dachte, die hiesigen Lebensformen sind tödlich allergisch auf Wasser?“ – „Was meinen Sie denn, warum wir diese kranken Bastarde auslöschen?“ – Alt-Fans angespritzt: An den neuen Ton muss man sich erst gewöhnen.

Das alles übrigens nur, damit das Schiff die dürren Fußspuren durch die Wolkendecke „sieht“ (die beiden Leute selbst aber nicht?!) und die beiden dann abholen kann. Und ja, das mag manchem wie Nitpicking erscheinen, aber genial wird’s umgekehrt trotzdem nicht, nur weil sich ein echter Fan gerne mal einen verschleiernden Geordie-Visor über die Äuglein zieht, um derlei Punkte gar nicht erst wahrzunehmen.

Wenn das der Ton ist, der in Sachen Logik für die Serie gilt – dann gute Nacht, vulkanischer Führungsanspruch auf die Sudoku-Weltmeisterschaft …

Endlich mal eine Serie, die weiß, was sie will! Weniger Weltraum, mehr CAD-Schulungen. Können Mitarbeiter schöner betteln?

Verwundert ließ mich dann auch der Vorspann zurück. Mal abgesehen von der etwas nichtssagenden (und somit modernen) Musik scheint man sich auf eher technische Aspekte zu konzentrieren, wie man sie in den 90ern noch in Sammelheftchen am Kiosk fand: Zeichnungen von Phasern und Trikordern, eingefasst in Bleistiftlinien und Karomustern. So als hätte man nicht mal im Entferntesten an den Weltraum gedacht (der bekanntlich ja schwer zu malen ist, vor allem die geraden Linien), sondern einfach die ersten Zeichenmuster des Produktionsassistenten hintereinander getackert. Eben ein bisschen „Kunst“, ein bisschen „Genial gemeinte Franchise-Andeutung“, ein bisschen „Würde die Putzfrau auf der Dokumenta versehentlich entsorgen“.

Auch der eigentliche Beginn der (Klingonen-Be)Handlung war eher mittelprächtig, wenn nicht sogar Mittel zum Zweck: Auf einer Routinemission findet man ein seltsames Objekt in einem verstrahlten Asteroidenfeld, so dass der nicht minder verstrahlte Erste Offizier irgendwo zwischen dummdreist-forsch („Ha-haaa! Aber wir müüüssen doch immer irgendwelche Sachen entdecken, Captain!“) und übertrieben heldenhaft agieren muss, um sich das Ding per Jetpack anzusehen. Schon hier fällt die etwas holprige Art auf, mit der man Humor, Mut und Pragmatismus zu einem wenig durchschaubaren SUPER-BREI(c) zu mischen versucht. Der Captain ist mal zynisch („Ich muss es nicht sein, aber es macht Spaß!“), mal besorgt („Sie sterben da draußen!“), eine Minute später will sie dann zwei Leute rausschicken, eine weitere Minute später wieder nur einen – nicht ohne den späteren Hinweis, dass die Raumanzugträgerin die potenziell tödliche Mission „genießt“, weil die übermittelten Blutdruckwerte so lustig hoch sind.

„Ich mag verstrahlt sein, aber dank Voyager-Technologie kann ich diesen Zustand auf meinen Klon im Paralleluniversum übertragen.“ – „Oh? Ist das diese crazy Welt, in der alle NICHT im 45-Grad-Winkel durch die Gänge gehen?“ – Das Schiff hat an vielen Stellen ein ganz besonderen, markanten Look. Man nennt ihn in Fachkreisen auch „Keinen“.

Im Ernst, ist das Charakterzeichnung aus der Hölle oder einfach nur der Startschuss für eine Psychopathen-Polonaise mit anschließender Würfelsession („Gucken wir mal, wie wir morgen drauf sein werden?“)? Nein, so ganz vernünftig und risiko-minimierend scheint das bei den allen im Oberstübchen nicht zu ticken.

Apropos unaufgefülltes Hirnzimmer: Die Klingonen waren bedauerlicherweise so, wie ich sie mir in meinem schlimmsten Fi’eber’Träu’Men ausmalte: Fackelschwingende Langsamsprecher, die gerne minutenlang ihre Pfoten ins Feuer tunken, um irgendwelche „Anrechte“ durchzubringen („Oh, hast am meisten Aua ausgehalten! Dann darfst du dir mit dem heiligen Glockenstab auf die Rübe ömmeln.“) oder alternativ gestelztes Religionsgewäsch auszutauschen. Es mag nur meine persönliche Meinung sein, aber ich empfinde diese Rasse nicht plötzlich wieder als interessant und vielschichtig, nur weil man neuerdings nicht mehr weiß, ob sie jetzt in einem Sarkophag liegen oder ihn nur als „bequeme Joggingkleidung“ anhaben. Ja, weniger wäre bei Kulissen und Kostümen tatsächlich mehr gewesen, denn diese goldbemalten Glockentürme in Make-Up-Gestalt werden derartig versteift niemals coolen Zweikämpfe zeigen können…

Schon in der ersten Folge wird also klar, dass man hier Leichtfüßigkeit, sympathische Charaktere und Spaß an der Entdeckung nicht erwarten sollte. Der Beginn wirkt angestrengt, stilistisch unausgegoren und ein bisschen so, als hätte man eine einstmals beliebte Trickfilmserie in CGI erneuert und den Drehbuchautoren der Zeitschrift „Klischee-Dialog Aktuell“ an die Zeilen gelassen. Dagegen wirken selbst die eher tranigen ENT-Figuren im Nachhinein wie echte Unikate, zumal die für ihre Vorstellung nicht scheißelabernd durch die Wüste stapfen mussten („Wir werden hier vielleicht sterben. Hihihi! Wollen sie nicht ihr eigenes Kommando? Ach, und was würden sie eigentlich machen, um hier 80 Jahre zu überleben?“).

„Entschuldigen sie mein Hologramm, das meine Persönlichkeit nur lückenhaft überträgt. In 10 Jahren wird es vielleicht möglich sein, vollwertige 2D-Abbilder auf Hauptbildschirmen erscheinen zu lassen.“ – Wir sehen hier den besten Mann der Flotte. Jedenfalls bis zur 5. Folge, wo er durch eine (Ge)Schlechtumwandlung ungefähr genauso toll wie dieser Serienstart wird. Juchuu!

Der dunkle Schiffslook, der mehr versteckt als enthüllt, macht es nicht unbedingt besser: Ständig sucht man im Hintergrund nach sinnvoll angebrachten Lichtquellen, architektonischen Schmankerln oder schlicht einer Portion Liebreiz. Doch eigentlich ist lediglich die Hälfte in ewige Nacht getaucht, während der beleuchtete Rest halt leichten Alufolien-Glanz versprüht. Dazu kommen optische „Geschenke“ wie leichte Lens Flares, ein paar zu große Nahaufnahmen, etwas unübersichtliche Bildkompositionen und Personen in schwarzer(?) Kleidung, die teils vor die Kamera (oder darüber hinweg) stiefeln, um uns zu zeigen, wie dynamisch es auf der neuen Brücke so zugeht – und dass man auf moderne Kameras auch mal drauftreten kann. Wo früher relative Ruhe auf den Plätzen herrschte, scheint man hier im Dark Room ständig „Reise nach Jerusalem“ zu spielen. – Ist jetzt alles nicht superschlimm, wirkt aber ungefähr so zeitlos wie eine VIVA-Moderation aus den 90ern. Gemütlichkeit versprüht das auch dann nicht, wenn das mal für eine „fröhlichere“ Quatsch-Szene wünschenswert wäre.

Und teilweise steht die Kamera gar so schief, dass man sich fragt, ob die Produktionshelfer nicht schon selber alle Witze dazu in ihren Pausen gemacht haben – und somit die ersten mündlichen „Satire-Reviews“ zu Discovery erfunden haben dürften. Oder gibt es irgendeinen Menschen auf der Welt, der lobend erwähnt, wie toll es aussieht, wenn alle im 30-Grad-Winkel um ein redendes Hologramm im Raum „hängen“, nachdem die Kamera sich in einer fluffigen Schraubbewegung über den Besprechungstisch gehangelt hat? Wer ist hier eigentlich der Art Director? Der Schimpanse aus „Battlefield Earth“?

Wieso die Hauptfigur ewig darauf beharren musste, Klingonen gesehen zu haben („Aber ihre Helmkamera ist kaputt. OHNE können wir ihnen das nicht glauben!“), ist mir auch ein Rätsel. Wenn man den alten Trek-Serien etwas zugute halten konnte, dann dass man den Figuren auch die absurdesten Infos recht rasch abnahm. („Eine Zeitreise in ein Q-Spiegeluniversum?! Roter Alarm!“)

Was für ein Glück! Wir dürfen uns den Aufstieg des klingonischen Shinzon ansehen! In dieser genialen Speed-Variante sehen wir, dass es nicht auf Fortbildungen und Abschlussnoten ankommt, sondern auf das selbstbewusste Verbreiten der eigenen Leichenblässe, gewürzt mit etwas „Rumstehen-ohne-Umzufallen“. Ja, die machen wenigstens was gegen den Fachkräftemangel…

Die Schauspieler agieren generell völlig ohne Pepp oder Variation. Wenn nicht gerade „zynische“ Sprüchlein aufgesagt werden (die auch so genannt werden, damit der Zuschauer das versteht), glotzen alle dauerbetroffen in die Dunkelheit, als hätte Jennifer Lawrence ein zerfetztes Taschentuch in der Waschmaschine gefunden. Sympathisch ist nicht mal der unvermeidliche Pflicht-Alien, der etwas unbeholfen die Geschichte seiner Rasse ausbreitet (Wusste vorher keiner?), damit man gleich mit dem Finger auf den neuen Data/Odo/Spock zeigen kann – vorausgesetzt, kein Blinklicht oder Monsterschatten wabert gerade durch die Brücke.

Apropos Blinklicht: Die Photonen aus dem strahlend hellen Klingonenschiff sind schon eine Minute später „im ganzen Quadranten“ zu sehen. Wer den Fehler hierbei findet, darf ihn gerne in die äußerste Ecke einer Pappkiste legen – damit die anderen auch noch Platz finden!

Doch der Punkt, der dieser Episode das Schlachtermesser an den Hals legte, war definitiv das „Vulkanische Hallo“ (AB JETZT WIRKLICH SPOILERALARM!). Denn um die Klingonen zu besänftigen, lässt sich der Erste Offizier von einem arroganten Sarek per zugeschaltetem Zimmer-Hologramm (bekannt aus Kirks TOS … nicht) dazu überreden, die Klingonen sofort anzugreifen – um sie abzuschrecken. Denn vor 240(!) Jahren hat das für die Vulkanier supergut funktioniert. Eine tolle Idee, möchte man meinen, empfehlen heutige Militärberater doch auch immer gerne, auf die Taktiken von vor 240 Lenzen zurückzugreifen. So halte ich persönlich die Schiffstaktiken von 1777 noch heute für brauchbar, wenn ich an den derzeitigen Stand des Portugiesisch-Spanischen-Kriegs denke – der sträflich vernachlässigt vor sich hindümpelt.

Nicht nur, dass sich die Hauptfigur hier dumm und einfältig verhält – nein, sie legt auch mal gerade ihren Captain schlafen, um das Kommando zu übernehmen! Spätestens hier saß ich kopfschüttelnd (was bei gleichzeitigem Weinen und Im-Kreis-Laufen durchaus anspruchsvolle Bewegungsabläufe sind) vor dem Fernseher und gab den Plan auf, den zweiten Teil dieser Doppelfolge auch noch mitzurezensieren.

Das Sternenflottenschiff (auf 8 Uhr im Bild, bisschen dunkel für Fernseher unter 95%-Helligkeits-Einstellung) steht einer Armada aus blutrünstigen Valium-Vandalen gegenüber. Werden die finsteren Gesellen es schaffen, ihre tiefgründige, hochinteressante Religion (Inhalt: Auf Schiffe, Garagen und Hausboote aufgeklebte Särge) im gesamten Quadranten zu verbreiten, bevor sie selbst zu breit dafür sind? – Liebes Lottchen, ist das spannend!


Fazit: Schockierend durchschnittliche Charme-Abwesenheit, die durch einige seltsame Designentscheidungen, hipper Fancyness und inhaltlich, logisch und charakterlich desaströs auftretende Hauptfiguren wenig Lust auf den zweiten Teil macht. Gesehen habe ich den noch nicht, aber ich tippe mal auf einen epischen Kampf und dem abschließenden Satz „Oh Gott, wir sind nur deswegen im Krieg, weil Sie so verdammt LOGISCH waren!“

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

Weitersagen!

Artikel

von Klapowski am 25.09.17 in Serienkritik, Star Trek: Discovery

Stichworte

Ähnliche Artikel


Kommentare (10)

  1. Onkel Hotte sagt:

    Die Drehbuchautoren sind auf Nummer sicher gegangen: Eine asia- und eine afroamerikanische Frau haben hier das Sagen. Bestimmt knutschen die beiden in der letzten Folge.
    Diese Unsitte mit den viel zu dunklen Tönen ist eine Frechheit, wie soll man denn da tagsüber gucken können ohne sein Wohnzimmer mit Rollos, Jalousien und Rolläden in einen Bunker zu verwandeln ?
    Lade gerade die ersten Folge runter, mal schauen wie toll die mich unterhalten wird.

  2. seph77 sagt:

    Puuh, der Auftakt war ja schonmal gar nix. Null Handlung, null interessante Charaktere, null Spaß… und trotzdem null Star Trek. Dazu noch die potthässlichsten Raumschiffe die ich bei Star Trek je gesehen habe, allen voran diese USS Sushi oder wie sie auch immer heißt. Und wieso musste man für das Klingonenschiff den Riesendildo aus Traumschiff Surprise wieder reaktivieren? Über die Klingonen selbst bereite ich mal lieber den Mantel des Schweigens. In Sachen Kontinuität hat man auch höchstens darauf geachtet, in Sachen Qualität an die bislang letzte Episode „Dies sind die Abenteuer“ anzuknüpfen. Zumindest in dem Punkt war man sehr penibel!

  3. G.G.Hoffmann sagt:

    Nach dem zweiten Anschauen bin ich etwas gnädiger. Es wurde etwas krampfhaft versucht, optisch an die J.J.Abrams-Filme anzuknüpfen (die allerdings das 20-fach Budget hatten). Deshalb sah der Pilotfilm stellenweise aus wie eine – gut gemachte – Fanproduktion. Die Klingonen-Szenen waren sehr langatmig und peinlich. Das Problem hatte man allerdings auch bei den Propheten-Szenen im DS9- und den Fürsorger-Szenen im VOY-Piloten. Von dem unglaublich schlechten TNG-Piloten will ich gar nicht sprechen. Und ENT’s „Broken Bow“ war ebenfalls keine Perle, beinhaltete rückschauend jedoch die interessante Tatsache, daß Archer 105 Jahre zuvor einen Klingonen im Spaziergang zurück in die Heimatwelt brachte, während man nunmehr das Gefühl hat, die Klingonen seien eine der Menschheit fast völlig unbekannte Rasse.

    Insgesamt von den fünf letzten Pilotfilmen jedoch einer der besseren. Ich habe mir die beiden Folgen gestern Abend noch einmal mit dem HD-Beamer auf die große Leinwand gezaubert und das sieht optisch doch recht schick aus. Akustisch ist Streaming noch immer etwas rückständig.

    Wahrscheinlich hätten sich die meisten eine Post-TNG-Ära gewünscht oder zumindest ein nur technisch etwas modernisiertes TOS-Design. Aber ich kann mit dem radikalen Umbruch ganz gut leben. Inhaltlich verspreche ich mir noch einiges von der Serie. Alle modernenen Star Trek Serien haben eine ganz Weile gebraucht, bis sie ihren Stil gefunden hatten und aus dem Quark kamen. Keine der frühen Folgen hat es jemals unter die Lieblingsepisoden der Fans gebracht (ich sage nur: TNG – Der Ehrenkodex; DS9 – Chula Das Spiel; VOY – Die Augen des Toten; ENT – Terra Nova…). Ich bin mir sicher, daß DSC im Sinne einer modernen Serienstruktur besser durchdacht und produziert sein wird.

    Die Shenzou war nach Angaben des Captains (schade, schon tot?) ein „altes“ Schiff. Gerüchten zufolge sollen sich das Design der anderen Schiffe und die Uniformen im Laufe der Serie stärker an TOS annähern.

    Warum hatte eigentlich Captain Georgiou die Stimme von B’Elana Torres? Glaubt Arena Synchron wirklich, wir Fans wären so doof und vergäßen unsere Lieblingsserie so schnell??? Zurecht denken sie das. Das ist mir nämlich erst aufgefallen, als am Ende des Abspanns die Synchrontafel eingeblendet wurde. Saru klang ein bißchen wie eine Mischung aus Spock, Data und Phlox, wurde aber von Bernd Vollbrecht gesprochen, der in ST 8, 9 und 10 Geordi LaForge sprach.

    • Donald D. sagt:

      Warum Michelle Yeoh die Stimme von B’elanna Torres hatte? Ganz einfach: die Stimme (Arianne Borbach) ist die Stammstimme von Yeoh und das schon lange. Da hat die deutsche Synchro gut aufgepaßt.

  4. Susan sagt:

    Ich hatte nicht vor mir wegen Discovery Netflix zuzulegen und anscheinend hab ich soweit nichts verpasst ;)
    Und ich hoffe wirklich, das es besser wird. Bei den letzten beiden Serien war das leider nicht wirklich der Fall. Außerdem bin ich wirklich gespannt, wie man die Kurve zu einem etwas TOSigerem Aussehen (was man anscheinend für später in der Serie angedeutet hat) kriegen will.
    Der Vorspann war immerhin doch ganz nett und anders. Sehr bemüht James-Bond-artig, aber es gibt schlechtere Vorbilder. Auch wenns absolut nicht zu dem passt, was man landläufig unter Star Trek versteht. Muss nicht immer schlecht sein sowas ;)

  5. Klink sagt:

    @G.G.Hoffmann

    Das muss ja ein verdammt guter HD-Projektor sein, wenn du nun schon wieder milde gestimmt bist! Nun gut, die große Katastrophe wurde es tatsächlich nicht, und wirklich packende Pilotfolgen gab es bei ST eigentlich noch nie zu sehen, aber der Wiedererkennungswert fällt bei diesem Auftakt doch sehr gering aus. Mit ein paar kosmetischen Änderungen könnte dies auch eine x-beliebige SciFi-Serie sein, und keinen hätte es gestört. Die nunmehr vierte Iteration der Klingonen hätte ich genauso als Xindi akzeptiert, ohne dass meine Bewertung anders ausgefallen wäre. Das untertitelte Genuschel der buntgescheckten Schergen ist vielleicht der monströsen Maske geschuldet, die keine großen Mundbewegungen zulässt, aber wahnsinnig interessant oder tiefgründig war es nun nicht. Ich weiß nicht, ob’s an Schnitt, Dialogen oder der allgemeinen Dramaturgie lag, doch so ganz verstanden habe ich das Spektakel nicht. Wieso gammelt ein heiliges Relikt der Klingonen in einem verstaubten Sonnensystem „am Rande der Föderation“ herum, um auf Körperkontakt eines Menschen zu warten? War das Schiff des Obermotz‘ eigentlich die ganze Zeit getarnt im gleichen System, um sich den Getöteten gleich an die Außenhülle zu schnallen? Wieso stehen die anderen Clans praktisch Gewehr bei Fuß, um sofort gleichzeitig mit ihren Schiffen anzurücken? Weshalb (ich greife auf die 2. Folge vor) lassen die Klingonen das Admiralsschiff nach dem vereinbarten Waffenstillstand mit einem getarnten Kriegsschiff kollidieren?

    Sollte das Ganze tatsächlich wieder im klassischen Universums-Kanon spielen, scheint dieser bei CBS inzwischen auch nicht mehr hoch im Kurs zu stehen. Es würde mich nicht wundern, wenn man später doch noch die Symbiose mit dem Abrams-Trek wagte. Rein visuell ist man dort ohnehin zuhause, und irgendeine Anknüpfung an TOS ist abseits der Handphaser sowieso nicht vorhanden. Wen juckte es noch? Beckmesserei? Klar, könnte man jede Menge betreiben, doch momentan fehlt mir dazu die Lust. Okay, zwei zierliche Frauen, die zusammen keine 100 Kilo auf die Waage bekommen, auf eine gefährliche Entführungsmission zu schicken, war schon eine reichlich dumme Idee, aber die asiatische Kommandantin musste am Ende wohl genauso weg wie das Schiff mit seinem chinesischen Namen … Die vielgerühmte Diversität wird darunter sicher nicht zu Schaden kommen, da es in Hollywood eh ausgemacht zu sein scheint, jede Figurenkonstellation identitätspolitisch irgendwie auf Trumps Präsidentschaft umzumünzen. Die Deutschen dürfen sich analog bestimmt ihren Gauland dazudenken. Die Kritik im deutschen Blätterwald springt derzeit zu gerne darauf an. Ich empfehle dazu die Kritik auf welt.de.

    Beeindruckt hat’s mich noch nicht, doch ein paar weitere Episoden werde ich mir durchaus anschauen. Das titelstiftende Schiff nebst Stammcrew ist immerhin noch nicht zusammengetrommelt, also sollte man noch ein klein wenig Geduld haben. Noch ist ST jedenfalls nicht zurück, sondern nur etwas Unbestimmtes, das seinen Namen trägt.

  6. Bergh60 sagt:

    tach auch !
    USS Sushi muahahha, das trifft es genau.
    Der schändliche Rest ist gesagt, der Pilot war schwach, sehr schwach.
    Aber warten wir es mal ab, könnte was werden.
    Hat zwar nix (wenig) mit Star Trek zu tun, aber es könnte etwas werden.

    Gruß BergH

  7. Dr. Best (der mit dem Schwingkopf) sagt:

    Also mir hats gefallen. Die Figuren waren ansatzweise interessant. Die Effekte den heutigen Gegebenheiten angepasst und ein paar Sachen, wie die Ethikdiskussion mit dem Computer, wirklich nett. Könnte was werden.

    Andererseits fand ich ST:ENT damals auch länger vielversprechend, als man es ernsthaft verantworten konnte….

    Hatte die 1. Staffel 2001 auf VHS. Erfolgreiches Vorhersagen der Zukunft ist wohl nicht so meins….

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Brandneues
Gemischtes
Newsletter
Arschiv
Zum Archiv unserer gesammelten (Mach-)Werke.
Büchers
Jenseits der Goetter

Jenseits der Macht