Film- und Serienkritiken

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Star Trek Discovery – Der dritte Trailer von links.

Uuuund der dritte Trailer ist da – ist ja auch nur noch ein Monat bis zum großen Zukunftia-Review! Viel Neues kann man zu diesem Marketing-Gemalme aber leider nicht sagen, ähnelt dieses Video doch in Sachen Atmosphäre, Inhalt und gezeigten Welten sehr den ersten beiden. Dabei wäre es gar nicht so dumm gewesen, mal mit ruhiger Klaviermusik ein paar Sekunden den Planeten Vulkan zu zeigen. Und dann ein paar Sekunden den Wüstenplaneten. Dann vielleicht mal Kronos von oben – und wenn es nur für den Trailer ist.

Schade, so hat es die Promoabteilung leider verpasst, in drei Veröffentlichungen (plus die „Licht-wandert-über-Gesichter“-Anheizerteaser) unterschiedliche Stimmungen der Serie abzugreifen. Fall es die denn gibt.

Immerhin, wir wissen jetzt, wie „toll“ ein Klingone mit Plastikzähnen klingt („We’vve bee’n fffaitin‘ for fomeone worst(?) off ore attenfion!“) und auch, dass die Abrams-Kinodramaturgie („Was sollen wir machen?“ – „Wir siegen!“ – „Das ist die richtige Einstellung!“) vielleicht auch hier ein neues Zuhause findet.

Und das ist schließlich das, worauf man nach der vorläufigen(?) Pause der Kinoreihe gewartet hat.


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von Klapowski am 19.08.17 in Neuigkeiten, Star Trek

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Kommentare (18)

  1. G.G.Hoffmann sagt:

    Für „That’s the spirit“ gefällt mir eigentlich die früher gerne verwendete Übersetzung „Das ist Sportsgeist“ besser. Kommt etwas flapsiger rüber. Und wenn wir schon 10 Jahre vor Kirk sind, möchte ich auch ein bißchen gute alte Schnoddersynchro aus den 70ern zurück, in der aus dem Off gerne einmal Sätze ertönen, die im Original nie gefallen sind („Tschö mit Ö, Herr Klingö.“).

    Apropos Kirk und Spock. Beide waren ja schon „damals“ in der Sternenflotte aktiv. Kirk mindestens als Lieutenant oder Commander auf der Farragut, Spock schon als 1. Offizier auf der Enterprise unter Captain Pike. Auch Scotty und Pille dürften schon höherrangige Positionen bekleidet haben. Leider hat man noch gar nichts gehört, inwiefern man das in Discovery einflechten möchte, zumal man sich mit jedem Jahr, in dem die Serie läuft, näher an TOS heranbewegen wird.

    Ich werde, wie damals bei VOY und ENT, natürlich wieder pflichtgemäß von den ersten Folgen wahnsinnig begeistert sein, um sodann schnell zu erkennen, daß die Autoren aus jenen Mißerfolgen nichts gelernt haben. Denn was wird uns in den ersten Trailern angeboten? Ein Föderationsschiff unter Phaserbeschuß… („Schilde runter auf 20%, Eindringlingsalarm, Piff, Paff, Puff…“). Ach ja, der Weltraum, „unendliche“ Weiten. Leider total überbevölkert. Mehr Einsamkeit findet man vermutlich sogar in Singapur und Bangladesch.

    • Onkel Hotte sagt:

      Das schmissigere „das nenn‘ ich sportsgeist“ ist wohl zu lang für die Lippensynchronisät

  2. Cronos sagt:

    Na ja, immerhin knallt und kracht es schön. Und alle rennen rum. Und die Klingonen sind böse. Und hässlich. Ich hoffe mal die Serie übersteht die erste Staffel. Wäre schade, wenn es zu schnell wieder vorbei ist.

  3. DerBeimNamenNennt sagt:

    „Wie findest du das neue Star Trek?“ – „Ich wüsste nicht, dass ich es je gesucht hätte!“ (frei nach der Mupped Show)

    Nie waren diese Worte treffender als jetzt.

    Das wird so 08/15…

  4. Sparkiller sagt:

    Das obige YouTube-Vorschaubild sieht bei mir aus wie aus einem grafisch überdurchschnittlichen Videospiel.

    Ansonsten verstehe ich ja am wenigsten, warum man das Ganze im klassischen Trek spielen lässt. Ich meine, ALLES daran schreit doch förmlich Jay-Jay-Trek, oder nicht? Mit dem mächtigen Baddabumm, dem Design, den Dialogen und sogar dem inflationär eingesetztem Abrams-Lensflare ist doch an passenden Zutaten alles dafür vorhanden! Da möchte man glatt vermuten, dass da etwas Last-Minute noch voll gechanged wurde.

    Immerhin ich habe noch die (sehr) geringe Hoffnung, dass die grenzdebilen PR-Fritzen lediglich für die Trailer diesen hippen Explosionsstil verwendet haben und das Endprodukt doch ein bisschen gesetzter daherkommt. Wirklich viel gesehen ausser „Drama-Wüsten-Sternenflotten-Tante“, „Flott-renn-Kabumm-Korridor“ und „Nuschel-Ägypter-Klingonen“ haben wir ja irgendwo noch nicht.

    „möchte ich auch ein bißchen gute alte Schnoddersynchro aus den 70ern zurück“

    Ich auch, aber andererseits kann ich nachvollziehen, warum man das heutzutage nicht mehr machen könnte. Aber als Bonus-Tonspur auf der deutschen Blu-ray wäre sowas schon ein knorkes Extra, Herr Oberlandrat!

    • Onkel Hotte sagt:

      Platz da, hier kommt der landvogt

    • DerBeimNamenNennt sagt:

      „Da möchte man glatt vermuten, dass da etwas Last-Minute noch voll gechanged wurde.“

      Davon muss man ausgehen, wenn man die Entstehtungsgeschichte verfolgt hat.

      „Ich auch, aber andererseits kann ich nachvollziehen, warum man das heutzutage nicht mehr machen könnte.“

      Das würde heute – und übrigens auch zurecht – als Verfälschung angesehen und einige Fans auf die Barrikaden bringen. Klar, hat den Reiz ausgemacht.

    • G.G.Hoffmann sagt:

      Apropos Lensflares. Netter Gag im Bullyparade-Kinofilm (ACHTUNG SPOILER):

      Die von Captain Kork & Co. gesteuerte U.S.S. Hasselhoff hat eine sehr ähnliche Brücke wie die J.J.Abrams-Enterprise, inkl. sämtlicher Lensflares. Bis Kork sagt: „Schrotti, stellt doch mal die Lensflares aus!“ – Boing, normale Beleuchtung, alle atmen auf.

  5. Susan sagt:

    Bezüglich Discovery hab ich nichts neues mehr hinzuzufügen, was nicht schon sehr treffend gesagt wurde. Von wegen der Schnoddersynchro… DAS wäre doch mal was für eine Raumschiff Orion-Serie! ;)

  6. Bolleraner sagt:

    Eine richtig lustige Synchro hat seit der Nackten Kanone keiner mehr geschafft. Ich wette, würde eine Schnoddersynchro nach Reiner Brandt heutzutage versucht, würde zeitgemäß(!) die Geschichte auf ein „Ey Alter!“ – Türkendeutsch wie bei Erkan und Stefan hinaus laufen. Das war vor zehn Jahren schon nicht lustig. Wenn ich mir aber Humor und Intelligenz der heutigen deutschen Filmschaffenden anhand zeitgenössischer Werke ableite, kann ich mir da nicht viele Hoffnungen machen.
    Das nächste Problem wären dabei die Synchronstimmen. Bis in die achtziger Jahre waren das lauter Charakterstimmen. Villeicht gab es auch nicht so viele, weshalb man die immer gehört und sich an sie gewöhnt hat. Die deutschen Stimmen der Charaktere bei Game of Thrones sind allesamt unter aller (nackter) Kanone. Da schaue ich mir sogar ausnahmsweise lieber die Originalfassung an. Dass es auch besser geht beweist die Synchro der Big Bang Theory. Da leisten tatsächlich alle Stimmen der Hauptdarsteller ausnahmslos gute Arbeit. Vor allem der Inder.

    Hugh, ich habe gesprochen.

    • Onkel Hotte sagt:

      boah, echt? tbbs war die bisher einzige Serie wo ich die deutsche synchro zuerst gehört habe und aufgrund der Stimme von Sheldon auf englisch umschalten musste

    • Klink sagt:

      @Bolleraner
      Wie definierst du Charakterstimme? Stimme bekannter Charaktere aus anderen Produktionen oder einfach Stimme mit Charakter? In Punkto Game of Thrones kann ich dir da nicht beipflichten. Ich finde die Synchronfassung der Serie eigentlich sehr gelungen. Dass nicht jede Nebenfigur mit einer berühmten und entsprechend teuren Stimme vertont wurde, kann man GoT nun wirklich nicht zum Vorwurf machen. Renommierte Sprecher sind da übrigens durchaus vertreten. Das ist mir persönlich weitaus lieber als das irische oder schottische Genuschel des O-Tons, hinter dem jeweils oft auch nicht das große Stimmtalent steckt.
      Ich beziehe das jetzt nicht auf dich, aber das Gemecker über deutsche Synchronfassungen ist selten gerechtfertigt. Mit Ausnahme so einiger Computerspiele können wir uns eigentlich nicht beklagen.

    • G.G.Hoffmann sagt:

      Ich finde auch, die deutschen Synchronfassungen sind im allgemeinen zufriedenstellend und haben hierzulande eine hohe Qualität. Dennoch leidet die Branche unter einigen Beeinträchtigungen. Zum einen werden Serien heutzutage meist nicht mehr 2-3 Jahre später in Deutschland gezeigt, sondern zeitgleich mit den amerikanischen Sendeterminen. Dadurch stehen die Synchronstudios unter enormem Zeitdruck. Statt die Bücher in Ruhe übersetzen und passende Sprecher casten und buchen zu können, müssen Woche für Woche das Dialogbuch schnell aus dem Englischen übertragen und die Sprecher in rascher Reihenfolge aufgenommen werden. Dadurch geraten viele Dialoge oftmals hölzern und klingen wie Direktübersetzungen aus dem Englischen, weil die erste „Rohübersetzung“ oftmals schon die Endfassung ist. Früher hat man sich mehr Gedanken darüber gemacht, wie man einen Satz angemessen ins Deutsche übertragen konnte – was allerdings häufig auch zu Sinnentstellungen geführt hat. Außerdem lassen die Supervisor der amerikanischen Produktionsfirmen den Synchronstudios nur noch wenig Raum für Improvisationen. Deshalb sind auch „Schnoddersynchros“ oder andere deutsche Übersetzungsbesonderheiten kaum noch denkbar.

      Dazu noch seltsame Arbeitsbedingungen. Die Sprecher stehen vor ziemlich kleinen Bildschirmen, auf denen heutzutage auch noch die Hälfte der Szene verpixelt ist, damit bloß niemand vom Bildschirm mit dem Handy abfilmen kann. Die Sprecher sehen oftmals nur „ihren“ Schauspieler, stehen allein und ohne Dialogpartner im Studio und kennen nicht einmal die ganze Szene, geschweige denn die ganze Folge. Am besten soll gleich der erste oder zweite Take sitzen. Nicht leicht, unter diesen Bedingungen eine gute Leistung abzuliefern.

      Die „Synchronstars“ machen heute überwiegend nur noch Kinofilme, Hörbücher und Werbung, was besser bezahlt wird und noch etwas entspannter ist. Ein G.G.Hoffmann (William Shatner, Sean Connery) oder ein Rolf Schult (Patrick Stewart, Robert Redford, Anthony Hopkins) würden sicher nicht mehr unter den heutigen Bedindungen Serien synchronisieren. Rolf Schult hat es für die SAT1-Folgen von TNG schon Anfang der 90er abgelehnt, 100 Folgen im Akkord und en bloc zu synchronieren, weshalb Ernst Meincke für Picard verpflichtet wurde.

      Daher hört man in Serien vielfach den stimmlichen Einheitsbrei von schwer voneinander zu unterscheidenden Sprechern (wer könnte schon den Sprecher von John Schnee unter anderen jungen, männlichen Stimmen heraushören?). Mitunter wird aber auch bewußt so gecastet, weil sehr bekannte Stimmen dem Zuschauer nicht aus der Handlung holen sollen. „Kult-Synchros“ wird man deshalb wohl nicht mehr hören. Auch Spencer/Hill-Filme gerieten heutzutage vermutlich weniger lustig, weshalb sie in anderen Ländern auch nicht so beliebt sind wie gerade in Deutschland.

    • Bolleraner sagt:

      @Onkel und Klink: Was soll ich sagen, das ist eben mein zutiefst subjektiver Geschmack. Ich möchte noch erwähnen, dass ich nur in seltenen Ausnahmefällen auf die englische Originalspur ausweiche. In die Stimmen der Synchronsprecher sämtlicher Filme bis ca 1990 könnte ich mich einwickeln wie in eine warme Bettdecke. Sicher spielt da eine gehörige Portion Nostalgie mit, aber ihr müsst doch nur die im Zuge der zu bedienenden 5.1-Esel neu synchronisierten Filme anschauen und vergleichen. Ein „Heil Hitler“ des grinsenden Obernazis im ersten Indiana Jones klingt in der Neufassung wie eine vom Media Markt Mitarbeiter vorgelesene Bedienungsanleitung!

      G.G. Hoffmann, das hört sich für mich alles sehr nachvollziehbar an. Den typischen Humor von damals vermisse ich leider sehr. Der muss in der deutschen Unterhaltungsindustrie vermutlich in den Neunzigern während irgendeiner Folge der Harald Schmidt Show abhanden gekommen sein.

      Aber ich muss auch die moderne Betriebswirtschaft zumindest ein bisschen loben: Ernst Meincke halte ich für die bessere Stimme von Picard.

  7. Gumril sagt:

    Mhhh..ich glaube fast das könnte die erste Star Trek Serie sein die nach 1 Staffel eingestellt wird.
    Soll das Sternenflottenlogo im Sand eigentlich ein Gag sein? so ala Kornkreise oder was.
    Naja nur noch knapp 1 Monat dann wird man es ja sehen womit die restlichen 40 Minuten pro Episode gefüllt werden. Bisher ja nur Aktion und TamTam-Musikszenen zu sehen.

    • Klink sagt:

      Ich glaube ehrlich gesagt nicht daran, dass man jemals eine ST-Serie nach nur einer Staffel einstellen wird. ST genießt immer noch einen Extrabonus, den man anderen Serien nicht angedeihen lässt. Ansonsten wäre ENT damals schon nach der ersten, spätestens aber nach der zweiten Staffel gnadenlos eingestampft worden. Die üblichen Marktmechanismen der Quote galten für ST-Produktionen ab 2000 nur noch eingeschränkt. Unter drei Staffeln wird man’s auch bei Discovery nicht machen, da im Zweifelsfall immer noch die Fans die Dummen sind, die die Qualität der Serie partout nicht zu schätzen wissen.
      Im Zweifelsfalls gilt das Credo von Mr. Plinkett von „Red Letter Media“: „Glad to be working.“

  8. Bergh60 sagt:

    tach auch !

    Ich kann GG Hoffmann nur zustimmen. Unter solchem Druck ist gute Syncro schwer.
    Am deutlichsten sieht man es bei SGA. Die Stimmen waren einfach nur greuslich,
    vor allem , wenn man ein paar Folgen im Original gehört hatte.
    Die Chefin hatte im Original eine warme dunkle (Alt?) Stimme ;
    auf Deutsch klang sie gesnyced wie eine schrille Hinterhof-Schla**e auf Pro/Sat/RT- El/Tehle 5.

  9. DerBeimNamenNennt sagt:

    Mit dem Kommentar von Hoffmann hat sich diese Seite in Puncto Niveau und Informationsgehalt grade in die Liga besserer Zeitungen katapultiert, solange es nicht grade Fachblätter sind. Hut ab!
    Das mit den Verpixelten Bildern oder so wusste ich nicht, ja ich hätte mir diese Frage (!) nicht mal gestellt, wie die guten Leutchen arbeiten.

    Wer selbst schon mal übersetzt, „nachgedichtet“ oder übertragen hat, der weiß aber, was für Probleme damit im Zusammenhang stehen. Selbst die drögste Bedingungsanleitung ohne jeden Anspruch auf Schönheit enthält noch zwickmühlen. Wissenschaftliche Aufsätze usw. kann man sehr schnell verkacken.

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