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Star Trek Beyond – Die bipolare Störung in Trailerform (+ Serien-Teaser)

Guten Tag, meine lieben Leser. Es ist mir ein großes Vergnügen, euch heute über die Veröffentlichung der neuesten Star Trek Filmvorschau zu infor— zu informi— Gnah. Gnaaah… RAAAH!! STAR TREK!!! TRAILER! DER TRAILER! ER IST RAUS!!! UND SOVIEL ACTION! WUUUUUMMMS! RUUUUMMS! IMMER DRUFF! KAWUUUMM! ALLES KAPUUUUUTT!

Oh. Öh. Verzeihung. Da hat mich der neueste Trailer zum dritten Abrams-Trek doch etwas durcheinander geschüttelt. Was man hoffentlich nachvollziehen kann, besteht dieser doch irgendwo sogar aus ZWEI Trailern: Hält man sich so ziemlich genau bis zur ersten Minute noch relativ zurück, erreichen wir dann auch bereits das Ende der Aufmerksamkeitsspanne der Verantwortlichen. Was in einer cineastischen Ejakulation in das Gesicht des Zuschauers in der Form von wild zusammengetackerten Kloppereien, Explosionen und Motorradstunts (!) resultiert:

Kurz, was einem bisher gezeigt wurde, überrascht nicht mehr wirklich. So wie seine Vorgänger wird höchstwahrscheinlich auch dieser Trek beim ersten Anschauen sehr unterhaltsam sein, im Hinterkopf aber eher weniger zum kultigen Dauermieter werden. Dazu müsste der Bösewicht schon über eine bessere Motivation zum böse sein verfügen, als noch seine Kollegen Nero („Spock wollte meinen Planeten retten, hat es aber nicht geschafft. Rachäää?!“) und Khan („Irgendwas mit Torpedos mit Leute drin. Hey, versuch DU doch mal, so eine Story-Grütze in aller Kürze korrekt zusammenzufassen!“).

Ein paar Tage zuvor kam übrigens der erste Teaser für die nächste Star Trek-SERIE raus, welche irgendwann 2017 erscheinen soll. Viel zu sehen war dort aber noch nicht. Die wilde Planeten-Achterbahn erinnerte dafür stark an die Abrams-Abspänne und das schmuddelige Logo an die Abschlussarbeit eines CGI-Studenten der Universität Bitterfeld:

Doch in beiden Fällen gilt, dass bei solch kurzen Einblicken immer die Chance besteht, am Ende ein ganz anderes Endergebnis zu sehen. Deswegen werde ich mir das Beyond-Video auch sicherheitshalber nochmal anseh— an— BOOOAAAAH! DER KIRK RUTSCHT BALLERND DIE HÜLLE RUNTER! SCHUUUUUMM!! GOOOIL! HEY, WARUM IST MEIN GESICHT SO KLEBRIG?!


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von Sparkiller am 21.05.16 in Neuigkeiten, Star Trek

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Kommentare (14)

  1. BigBadBorg sagt:

    Nach dem grottigen ersten Trailer war ich enttäuscht. Doch im Gegensatz zum zweiten Ghostbusters Trailer welcher den Film immer noch scheiße wirken lässt bin ich hierbei jetzt vorsichtig optimistisch. Fremder Planet, Aliens, zerschrottete Enterprise (mal wieder) – schaut doch ganz spaßig aus. Und verdammt, ist das ein NX-Raumschiff aus Enterprise gegen Ende??? Wie cool wäre das denn?

    Bei der Serie hoffe ich einfach mal das Beste. Krachbumm mit Star Trek-Flair fürs Kino, und eventuell anspruchsvolle Sciene Fiction fürs TV in Serienform. Nichts genaues weiß man nicht, also ist alles nur Spekulation bis hierher. Abwarten und romulanisches Ale trinken.

    Und sie benutzen im Serientrailer das Wort „crewS“. Klingt definitiv interessant, wäre schön wenn man verschiedenen Besatzungen folgen würde. So eine Art Game Of Thrones im Weltraum, nur ohne Sex und Gewalt, und nicht jeder Charakter wäre ein unsympatisches Arschloch.

    Ich bin optimistisch. Und schlimmstenfalls bekommt man halt erneut einen Tritt in die Eier, wir werden es überleben.

    (evtl. Doppelpost, da zickiger PC)

  2. Cronos sagt:

    Na ja, was soll man erwarten? Es ist halt JJA-Trek. Aber dafür sieht es ja ganz ordentlich aus. Und auch die neue Serie wird bestimmt nach JJA-Trek aussehen. Mangels Butget und Ideen, breitgewalzt auf zig Folgen, wird das dann vermutlich nicht mehr so gut aussehen. Aber was solls? Schlimmer als Nemesis kann es ja nicht mehr werden. Hoffe ich…

  3. DerBeimNamenNennt sagt:

    (Bevor ich den Trailer für die Serie gesehen habe)
    Man weiß gar nicht, wovor man sich mehr fürchten soll…

    Nachdem in Star Trek New I ein ganzer Planet dran glauben musste und in Star Wars VII sogar ein Sonnensystem, mache ich mir bei Star Trek New III echte Sorgen um die Galaxis.
    Die Serie wird wahrscheinlich im Trümmerfeld der Star Trek-Galaxie spielen, in der ein einsames Raumschiff umherfliegt und versucht, mit den restlichen Überlebenden eine Art „Föderation“ aufzubauen…

    Mal im Ernst: Die Filme sind ja reines Action-Machwerk, ohne groß Nachdenken. Das kommt offenbar an; nicht völlig zu unrecht verweisen einige „NeuFans“ darauf, dass „Der erste Kontakt“ auch ziemlich viel Action bietet, aber beim näheren Nachdenken doch einige Lücken übrig lässt, wie das Cochrame und Gesinde nicht so aussehen wie Leute, die grade kurz davor stehen, den Warp-Antrieb zu entwickeln.
    Dass in der „postnuklearen Schreckenszeit“ ein genialer Erfinder, der auf eine einsame Insel „voller nackter Weiber“ will, doch etwas unrealistisch ist.
    Von den Borg und Picards plötzlicher Neurose mal ganz zu schweigen…

    Ich bleibe aber dabei, dass dieses Rezept bei einer Serie unweigerlich in die Voyager-Katastrophe führen MUSS.
    Deshalb hoffe ich, dass man die Serie nicht gegen die Wand fährt… Aber ich befürchte das schlimmste.

  4. flyan sagt:

    Justin Lin hat sich wohl für ein Ende der Rechtsstreitigkeiten mit den Axanar-Machern stark gemacht:
    http://www.golem.de/news/star-trek-fanfilm-der-kampf-um-axanar-ist-beendet-1605-121035.html

    Das ist der größte Sympathiefaktor, den ein Beteiligter der neueren Star Trek Filme bei mir gewinnen konnte.

  5. bergh60 sagt:

    tach auch !

    Wie o.a. Erwarten wir das Schlimmste und
    hoffen das Beste.

    Schelchter als Stargate Universe kann es doch nich twerden, oder ?

    ODER ?

    O D E R ?

    Gruss BergH

  6. Gumril sagt:

    Vielleicht wird es ja was ganz neues Star Trek Sitcom ;)
    Lassen wir uns überraschen, nach Voyager und Enterprice kanns ja wirklich nicht noch schlimmer werden…außer wir bekommen ein Lost Star Trek.

  7. Verwirrter Turnschuh sagt:

    Wir wollen erwähnen, dass Simon Pegg am Drehbuch schrieb. Sein Scotty ist auch sooo lustiglustig.

    Ernsthaft: Er und Lin sind sicher ganz tolle Typen (Pegg auf alle Fälle!). Aber seit dem leicht arrogant angezuckerten Nick Meyer hat keiner mehr ein kompetentes Händchen an die Star-Trek-Filme gelegt.

    Ja, bei der Serie ist er jetzt dabei. Irgendwie. Im Abspann.
    Ach, was schreib ich hier. ST ist längst sowas von egal.

  8. G.G.Hoffmann sagt:

    Die Abrams-Kinoreihe scheint mir unrettbar verloren. Aber für die neue Serie habe ich Hoffnung. In den letzten 10 Jahren hat sich im TV erzähl- und tricktechnisch eine Menge getan. Das kann unmöglich wieder so ausssehen wie VOY oder ENT.

    Eine Weltraumversion von Game of Thrones/House of Cards wäre nett. Intelligente Stories und Dialoge, edle Optik, 10 gute statt 26 mäßige Folgen pro Staffel und endlich der erste nackte Hintern/Busen in 50 Jahren Star Trek. Aber vermutlich träume ich nur und das neue Schiff wird in der 1. Folge der 1. Staffel in den ersten fünf Minuten durch zweitklassige Schauspieler mit 08/15-Alienmasken geentert.

  9. Donald D. sagt:

    Nö danke! Ich brauche weder „Lost“-Trek (was wir ja mit „Voyager“ eigentlich schon hatten) noch „Game of Thrones“-Trek. Eigentlich brauche ich gar kein „Star Trek“ mehr. Ist alles irgendwie schonmal dagewesen und etwas neues bringt die Serie wohl auch nicht. Den Pilotfilm werde ich mir anschauen und danach wird mir die Crew so unsympathisch sein, daß ich nie wieder einschalten werde. Das weiß ich jetzt schon.

  10. DerBeimNamenNennt sagt:

    Wenn ich einen Wunsch für die neue Star Trek-Serie frei hätte (was aufgrund des gegenwärtigen Mangels an guten Feen leider nicht der Fall ist), dann würde ich mir übrigens wünschen, dass die Autoren sich ein wenig der Seefahrer- und Entdeckerromantik bedienen würden, sich wenigstens einmal einen Piratenfilm angesehen hätten und Admiral Nelson vom Namen her kennen (was ja bei TNG eindeutig der Fall war).

    Das würde meines Erachtens auch zum Bild passen, dass die neuen Filme zeichen wollen, von einem dunklen, gefahrvollen und geheimnisumwitterten All.
    Ich glaube, dass man das, entsprechend angepasst, durchaus umsetzen könnte.

  11. G.G.Hoffmann sagt:

    Die Seefahrer- und Entdeckerromantik führt in der Umsetzung leider stets nur dazu, daß die Crew in jeder Folge auf eine intelligente Spezies trifft, die zufällig (+/- 200 Jahre) auf dem gleichen technischen Stand ist wie die Menschheit und sich gerne prügeln möchte. Langweilig. So überbevölkert ist die Galaxie nicht.

    Eine echte Forschungsreise wäre mir viel lieber. Sparkiller hatte vor geraumer Zeit mal hier ein Video verlinkt, das wunderschöne CGI-Landschaften von fremden Planeten zeigte, auch mit Raumfahrern, und das optisch besser aussah als das meiste, das wir auf der Kinoleinwand und im TV zu sehen bekommen. Finde es leider nicht mehr. Sparki? Weißt Du noch, was ich meine und wo es zu finden war?

    So jedenfalls müßte eine SciFi-Serie aussehen. Mehr Interstellar, mehr „Marsianer“. Jeder einzelne Planet könnte wochenlang, jahrelang erforscht werden. Allein die fremde Tier- und Pflanzenwelt (Avatar!) oder archäologische Stätten (Indiana Jones) auf fremden Planeten böten so viel Potential. Natürlich nicht mit den damaligen drögen Pappkulissen umgesetzt, sondern mehr Kinolook.

    Außerdem bitte wieder stärkere Charakterzeichnungen und Kammerspiele. Ich will in den ersten 20 Folgen keinen einzigen Phaserschuß sehen!

    • Sparkiller sagt:

      „Weißt Du noch, was ich meine und wo es zu finden war?“

      Jo, hier: https://vimeo.com/108650530

      Ist mir ebenfalls sehr im Gedächtnis geblieben. In Sachen Optik ist für mich bis jetzt „The Expanse“ am Nächsten dran. Würde der ersten Staffel insgesamt sogar mittlerweile eine 9 von 10 geben. Ist natürlich Geschmackssache, daher werfe ich dem nix rallenden Doofi-Klap seine total daneben liegende Wertung auch gar nicht vor. (Durch RTL2-Dauerkonsum ändern sich schliesslich auch die Vorlieben.)

    • G.G.Hoffmann sagt:

      Jaaa, genau, danke, großartig! Warum kann anspruchsvolle SciFi nicht ein klein wenig mehr so aussehen? Vielleicht weil Star Trek nie anspruchsvolle SciFi war? Die ganze Schönheit und Komplexität unserer Galaxie wird in diesen vier Minuten besser angedeutet als in 700 Folgen Star Trek. Bis auf ganz wenige Folge war von „neue Welten zu erforschen“ nichts zu sehen. Nicht, daß ich es nicht trotz weiterhin gerne schaue. Aber wenn 80% einer Serie von Konflikten zwischen warpfähigen Zivilisationen beherrscht werden, ist das in etwa so, als würde die Erforschung unseres Planeten auf die Auseinandersetzung zwischen Windkraftbefürwortern und -gegnern im Stadtwald von Detmold reduziert. Als hätten die Tiefsee, unbekannte Tierarten oder unentdeckte indigene Völker keine spannenderen Aspekte unserer Welt zu bieten.

      Irgendwie ist es seltsam, daß Laien heute vielfach besseres Material kreieren (siehe auch Star Trek Axanar) als die Profis. Ganz DDR-mäßig werden in den Studios offenbar die Millionen für kleinste Ergebnisse verbrannt („Für diese 20-Sekunden-Sequenz benötigen wir 1.400 Render-Spezialisten mit einem Monatsnettoeinkommen von 18.000 Dollar, ganz ehrlich Chef! Der Liter Milch kostet ja inzwischen schon 200 Dollar.“).

  12. Donald D. sagt:

    @ G.G. H.: Ja, dann empfehle ich „Stargate Universe“ (*Kotz!*)

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