Das ernsthafte Medienmagazin

C wie Cochran, Zefram

Wenn er den faszinierenden Sternenhimmel beschrieb, dann verglich er ihn ehrfürchtig mit „Tausend kleinen Bierschaumblasen“. Und bereits bei nächtlichen Stürzen in der Küche zeigte der sympathische Alkoholiker, dass er in Sachen „Raumflug“ ganz vorn mit dabei ist…

Definition:

Geistiger Vater des Warpantriebs sowie ungezählter rosa Elefanten. Er Finder, denn Er fand das Warpschiff „Phönix“ und behauptete, es selber konstruiert zu haben. Sein erster Warpflug 2063 begründete den beispiellosen Aufstieg der U.S. Air Force bis hin zur amerikanischen Sternenflotte. Hatte außerdem „Ersten Kontakt“ mit den Vulkaniern, die unter diesem Eindruck die Erde sicherheitshalber versklavten…

Wissenswertes:

Unbestätigten Gerüchten zufolge fasste Zefram Cochran seinen Entschluss, ein Warpschiff zu bauen, zeitgleich mit dem Verschluss einer Smirnoff-Ice-Flasche. „Komm, wir besuchen Sergio! (Hips)“ sollen die historischen Worte gewesen sein, mit denen er sich und seine Pfand-Armada zu der weiten Reise motiviert haben will…

Und so startete sein Schiff später tatsächlich wie Phönix aus der Asche. Oder dem Aschenbecher… Denn seine „Abschussbasis“ war eine durch postapokalyptische Strahlung entstandene Mutation aus Hinterhofkneipe (eine ansehnliche Leistung, zumal es nicht mal einen Hinterhof gab) und polnischer Chemiefabrik. Interessanterweise hieß sie schon lange Zeit vor der Erfindung des Warpantriebs „Abschussbasis“. Dies bringen Historiker mit dem dortigen Ausschank von Substanzen in Verbindung, welche entweder

– betäuben sollten, wobei plötzlich auftretende Zechfreunde mit schwarzem Mantel, tiefer Kapuze und langer Bauernsense durchaus gern gesehen wurden…

– oder die bereits Verstorbenen am nächtlichen Umherschlurfen zu hindern hatten.

“Füge Teil B-1a an Rohr 46-z!“ – Was kaum einer wusste: Viele Zeitgenossen unterstützten Cochran bei der Warp-Entwicklung. Persönlich, per Mail oder über die Deutsche Post(apokalypse)…“

Diese Erkenntnisse deckten sich mit den Funden von Geologen, die erhöhte Werte von Pflanzenschutzmittel an der Wirkungsstätte Cochrans ausfindig machten. Vermutlich verwendeten Cochran’s Freunde diese Substanz, um sich für etwaige Filmteams heraus- oder auch herunterzuputzen, wenn diese für Picards Besuch „Apokalypse light“ bestellt hatten… Geld und Klischee spielten keine Rolle!

Kaputte, aber doch irgendwie Trek-fröhliche Gestalten bekamen wir hier zu sehen. Penner deluxe!

Doch kommen wir zur Konstruktionsphase an sich:

In unserer Welt, in der stinknormale Schubraketen von wahren Arbeiterfluten konstruiert, gebaut und psychologisch betreut werden, mag es abwegig erscheinen, dass ein später Juhnke-Jünger (Sekt(e) 2005 – 2054) eine derartige Erfindung entwickelt. Doch jeder von uns, der schon mal in der Garage an einer Boing 747 geschweißt hat, weiß bescheid, was man aus altem Wellblech, Styroporplatten und Holzbrettern alles machen kann!

“Iiiich schweiß niiicht, waaas soll es bedeeeeeuteeen…“ – Fröhliches Genie bei der Arbeit: Das Platzieren der aktivierten Wunderkerzen und Joghurtreste erfordert viel Augenmaß im blickdichten „Wetten, dass…??“-Helm…

So verwendete auch Cochran, durch die schlimme Nachkriegszeit etwas seltsam und dazu Sammler von 3.-Reich-Porzellan geworden, ausschließlich Plutonium aus Nahrungsmitteln. Die erforderliche Antimaterie schöpfte er jede Nacht in penibler Fleißarbeit von der Oberfläche eines Bergsees ab. Die erforderliche Hitze für die Schaffung komplexer Keramikstoffe erhielt er durch die Verbrennung mehrerer Dutzend Zahnärzte, die er trotz Übergabe der ebenfalls benötigten Diamantbohrer nicht davonkommen ließ…

“Net angrabsche’, net angugge! Is’ empfindlisch’!“ – Die strengen Museumswächter haben vielleicht einen Kar-Ton am Leib… Hier die Phönix im Bürobedarfsmuseum Kassel. Man beachte die Illustration eines Formwandlers mit ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom)…

Cochran traf auch auf die aus der Zukunft angereiste TNG-Crew, überstand dieses ungewöhnliche Treffen jedoch dank seiner geistigen Verfas… äh… – Getränke vorbildlich. Die in temporaler Voraussicht ständig von ihm eingespielte Rock’n-Roll-Musik sorgte zusätzlich dafür, dass er akustisch keine Informationen über die Zukunft aufnehmen konnte. Geschweige denn überhaupt irgendeine Information…

Auch, weil er einem schwarzen Nietengürtel ständig die Stirn bieten konnte, konnte sich sein Denkapparat von störender Durchblutung weitgehend unbehelligt fühlen. Tja, wie unsere Omas schon sagten: Nach dem Krieg muss JEDER den Gürtel enger schnallen….

Diesen Umständen ist es zu verdanken, dass die Zeitlinie nicht nachhaltig beeinflusst wurde. Einzige, jedoch unbemerkte Ausnahme: Picards Vater hieß fortan Jean-Bruce Willis und die TNG-Serie hatte nicht wirklich existiert…

“Riker… Meinen sie, der alte Vogel kommt überhaupt noch hoch?“ – „Na hören sie mal! Wir reden hier immerhin über unsere Schiffsärztin!“

Eigentlich nicht erwähnenswert ist Cochrans Auftritt in der TOS-Folge „Metamorphose“, in der der radikal verjüngte Erfinder sexuell fragwürdige Tendenzen (und seine Geliebte das Licht) durchscheinen lässt… Als Neblophiler liebt er nämlich eine schimmernde Dunstwolke, die sich in eine Frau verwandeln kann. Mit ihr haust er auf einem einsamen Papp-Planeten, bis dass das letzte Paketband gerissen und das letzte Styroporkügelchen vom Nylonhemd gewischt sein mag…

Immerhin hat er noch Glück gehabt: Er hätte auch eine TOS-B oder gar C-Story erwischen können…

„Wie habt ihr mich gefunden?? – WAAH! Geht weeeg!!“
– Peinliches Pech für den Cochran-Darsteller: Wir fanden sein einziges TOS-Foto im Internet!


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Artikel

von Klapowski am 01.11.02 in Ernies Sternenflotten-ABC, Pourquoi, Gene

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Kommentare (14)

  1. Darkk sagt:

    rofl wie geil :) und damit ist nicht Cochran gemeint ;-)

  2. Gast sagt:

    checkt doch mal die keyevents hier:

    http://www.startrek.com/launch/keyevents.asp

    2030 Zefram Cochrane is born.

    2063 fliegt die phoenix los…

    das passt doch nicht, der mann war doch nicht 33 jahre alt?

  3. frakesjoe sagt:

    Wahrscheinlich säuft er schon seit er 5 is. Dann ginge das möglicherweise.

    Der Artikel war echt gut, besser noch als der B-Artikel…..

  4. Hellspawn sagt:

    Das nächste mal wenn ich blau bin bau ich meinen Opel um, so dass der Motor mit kalter Fusion läuft, haltet euch fest. Wenn ich Zeit hab mach ich den Weltfrieden auch noch mit bevor mir schlecht wird.

  5. Dornkichk sagt:

    Wenn ich das nächste mal Dicht bin, dann, ja dann, ja dann werd ich bestimmt wieder in das Universum rechts neben dem dritten ,das neben diesem,wo wir leben,ein weiter links ist,gezogen… oder so… *sich versucht seines Verstandes zu bedienen*

  6. Hellspawn sagt:

    Hier, nimm nen Schluck, dann geht's besser mit der Astrophysik. *whisky hinhalt*

  7. Gast sagt:

    hallo du arsch

  8. Gast sagt:

    Keule auf Schädeldach hau….

  9. Gast sagt:

    Das…darf doch nicht….wo habt ihr das denn her…na das Bild weiter oben auf der Seite…gleich unter der Saufnase Zefram C…MAAAMAAAA und PAAAPAA…

  10. Gast sagt:

    Hallo wieso Mama und Papa. Das sind doch nicht deine Eltern. Das bist du und deine Freundin. Ach was sage ich denn da? Das sind doch deine Kinder Berni und Ert.

    Die beiden habe wohl auch schon mit fünf angefangen zu trinken. Dabei sind die erst sechs.
    Bis dann………

  11. Gast sagt:

    Na …ich werd doch wohl Mami und Pappi wiedererkennen wenn ich sie sehe..äh..angefangen zu saufen hab ich aber auch schon seeehr früh. Merkt man das ?

  12. Gast sagt:

    Nööö….fast gar nicht…."g"

  13. Gast sagt:

    Hallo. Habe ich denn noch Geschwister. Dasselbe Bild hängt schon solange ich denken kann im Wohnzimmer meiner "Eltern". Bitte melde Dich…ich will auch eine richtige Familie.

  14. Gast sagt:

    Es heißt Cochrane, nicht Cochran

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