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„Baaad! Break His Back!“ – Über SF-Bösewichte ohne Charisma

Gute Bösewichte sind gut, um als natürliches Politurmittel das Heldenschwert noch ein weeenig mehr glänzen zu lassen (plus einen zusätzlichen Rot-Ton). Ob Khan, die Borgqueen (besonders aus ST 8) oder Darth Vader aus der „Star Wars“-Neunologie: Selbst im SF-Genre, das oft seinen ganzen Grusel aus Plastikkonsolen und Pseudoexplosionen bezieht, gibt es den einen oder anderen gelungenen Kinderschreck. Manche lassen sogar noch Führerscheinanfängern gelegentlich das Lenkrad vor Schreck aus der Hand rutschen. – Positiv gemeint jetzt. Doch könnte es sein, dass die Qualität aller Bösewichte parallel zu deren Sprachentwickung abnimmt?!

Denn der Kinowidersacher von heute zeichnet sich vor allem durch deutlich zu wenig Screentime und eher lapidare (kommt von „Lappen“) Dialoge aus. Ganz im Gegensatz zu manchen Serien, wo man heute NUR noch Arschlöcher bestaunen kann.

Trotz aller guten Absichten der Filmemacher, uns TOLLE Bösewichte zu präsentieren, sind die Motivationen der meisten Gegenspieler so platt und plump wie ein hängender Omapopo. Gerade in der SF und in Superheldenfilmen muss man sich immer wieder mit Tran… nein: TRAUMsusen auseinandersetzen, die ihre Multi-Milliarden-Dollar-Forschungseinrichtung bzw. ihre Superraumschiff „nur“ dafür einsetzen, um den Präsidenten von Absurdistan zu ermorden.

Was ja aus politischer Sicht ja nicht immer falsch ist (siehe Erdogan, Nordkorea & Co.), aber meist nur deswegen geschehen soll, weil (Achtung!) dem Bösewicht als Kind mal die Schultüte angezündet wurde und er das nie verwunden hat. Oder weil Frau, Kind oder bester Kumpel vom Cousin des derzeitigen Präsidenten einst ermordet oder bei einer Ebay-Versteigerung überboten wurden. Im Ernst: WARUM wollte Shinzon in „Star Trek 10“ gleich die Erde zerstören? Der Sprung zwischen „Bin nur ein kranker Klon, buhu!“ und „Muss einen mir persönlich unbekannten Planeten zerstören, von dem ich abstamme!“ muss mir mal einer erklären, der deutlich häufiger als ich vor den Schrank gelaufen ist.

bösewicht1

„Was? Ich bin der uneheliche Sohn eines Hühnereis?! Dafür muss ER sterben!“ – „Wer denn, mein süßer Shinzon, wer?“ – „Na, GOTT! Feuer freiii!“ – Da hatta „Hate“ gemacht: Sicherlich gibt es schlechtere Bösewichter als Shinzon (was schon traurig genug ist), aber damals fing es irgendwie an, dass man nicht wusste: „Ist das eine ernsthafte Motivation oder doch nur eine eingelöste Gaga-Wette mit den Kumpels!?“

Um eine weitere Aufreg-Orgie in Bezug auf J.J.Abrams (zumindest für diesen einen Absatz) zu vermeiden, will ich aber auch noch mal die Superhelden-Filme der letzten anderthalb Jahrzehnte herausstellen:

Gibt es da EINEN einzigen Fiesbold, dessen Motivation Euch im Gedächtnis geblieben ist? Warum wollten die 28 Widersacher aus „Spider-Man 3“ ihm eigentlich GENAU ans Leder? Was war Lokis Masterplan in „Thor“ oder bei den „Avangers“? Ich habe nicht die geringste Ahnung, ob es sich da um den üblichen – aber unerreichbaren – Thron in der Mitte des Universums handelte, irgendwer diesen Leuten als Kind ab 23 Uhr den Fernseher entzogen hat („Meine Eltern hassten mich, buhäää!) oder ob es sich einfach um eine Art Tourette-Syndrom handelte, an deren Anfallsende einfach mal gerade alles in Schutt und Asche lag… („Ups. War ICH das? Schon wieder die Pillen vergessen.“)

Besonders übel stießen mir dann aber doch die strulledummen Schaumschläger von (Tadaa!) J.J.Abrams auf. – Bei dem (schlechten) Humor und der (schlechten) Dramaturgie der Filme kann man ja durchaus noch geteilter Meinung sein; schließlich finden manche (schlechten) Leute die Filme gut, die anderen (gute) Leute die Filme hingegen schlecht. Das ist immerhin eine reine Sache des Geschmacks und der richtigen Klammersetzung. – ABER wo man sich eigentlich einig sein müsste, ist die Eindimensionalität der Konterparts.

Wir hatten da einen grimmigen Glatzenmann mit Trek-… äh… Weltuntergangs-Drang im 11. Streifen. Einen Bohrinsel-Boy mit amoralischer Tattoo-Allergie. Kann vorkommen, macht die Kohlen aber nicht gerade fett. Tja, und im 12. Film gab es dann einen tiefstimmigen Punchingball-Ersatz, der zwar Vielfliegermeilen im All sammeln kann (fast die einzige Szene, die ich noch weiß), jedoch auch gerne mal seine Kumpels in Torpedos steckt, damit sie da garantiert nur mit viel Storyglück wieder rauskommen. – Da möchte man fast wie Obelix an seine Stirn klopfen und sagen: „Die spinnen, die F(r)iesen!“

bösewicht2

„Schlagt mich ruhig rissig, ich habe mein ganzes Blut sowieso nur in den Stimmbändern!“ – Kalt gemacht: Dieser Charakter ist so frostig, dass ich ihn einfach nicht hassen konnte. Man ist ja auch dem Kühlschrank nicht böse, wenn er einem kein Hühnchen brät. Auch die bekloppten Prügeleinlagen fand ich grenzdebil. Und danach ging es mit MEINER Faust auf MEINER Stirn ja sogar noch weiter!

Ja, und was WOLLTE New-Khan doch gleich? Freie Grundstücke für seine Crew in der Mitte der Stadt schaffen, über der das Raumschiff am Ende abstürzte? Ein Gefahrenbewusstsein dafür schaffen, dass die gefährlichen Klingonen nur einen (Transporterplattform-)Knopfdruck entfernt bereit stehen, um uns… anzu… starren? Ich weiß es wirklich nicht, ganz im Ernst… Wurden fiese Experimente mit ihm vollzogen oder wollte man bei der Sternenflotte seine militärischen Planspiele einfach nicht mehr hören, wenn er auf dem Herrenklo neben einem auf der Schüssel saß? Wer weiß es noch? Oder besser gefragt: Wer hat noch nicht, wer hasst ihn noch?

Und auch bei Filmen, bei denen ich die Bösen-Motivation immerhin noch erahnen kann, erscheint mir das Kaputtschlagen einer ganzen Stadt doch immer etwas unverhältnismäßig. Würden 5 zusammengebundene Feuerwerkskörper nicht reichen, um Batman, Spiderman oder Man-Man (= Platzhalter) aus dem Weg zu räumen, nachdem sie irgendwann mal Schmuggelware im Wert von mehreren Hundert Dollar konfisziert haben und somit die Verbrecherwelt gegen sich aufbrachten?!

Da ist mir der Joker schon fast lieber, der wenigstens in „The Dark Knight“ nicht so tut, als wenn er Wer-Weiß-Was vorhätte. Der gute alte Wahnsinnige empfiehlt sich ja geradezu für denkfaule und hirnschwache Drehbuchautoren, möchte ich meinen. Gerne mehr davon! Und das meine ich sogar Ernst!

Apropos „Batman“: Der dritte Teil der Nolan-Trilogie krankte vor allem auch an der komischen Auflösung der Bösewicht-Motivation. Selbst beim jetzigen Nachlesen auf Wikipedia habe ich immer noch keine Ahnung, WO jetzt konkret das Problem von Bane in Bezug auf die ganze Welt lag: Er war lediglich der Sohn eines bestimmten Typen (Ra’s al Ghul), der in einem dunklen Gefängnis geboren wurde und dann geflohen ist. So what?! Völliger Alltag in vielen asiatischen, afrikanischen oder osteuropäischen Staaten! Gibt schließlich viele Babys, deren politische Meinung für die Herrschenden eine echte Frechheit darstellt!

bösewicht4

„Mein Ziel? Ganz klar: Die Beherrschung des Weltbild-Verlags!“ – „Hä, Boss? Ich dachte, sie wollten die Welt beherrschen?“ – „Neee, das ist dann wohl ein Missverständnis, Jungs!“ – „Okay, das würde erklären, warum wir nur Vertragsunterlagen in den Granatwerfern gefunden haben…“ – Dies war das erste Mal, dass die Anzahl der Filmstunden die Menge der dafür nötigen Gehirnzellen deutlich überstieg…

Warum brauchte Bane seine Standgerichte und Atombomben, wenn das eigentliche Problem ein durch Sonnenlichtmangel induziertes Vitamin-D-Defizit sein dürfte? Hat man Natascha Kampusch jemals beim Aufstellen einer Privatarmee gesehen? Nein, sie verkauft Filme und Buchrechte, größtenteils sogar ohne Kindergartenmaske!

ICH bin z.B. der Enkel von einem Naziopa, der bis zum Tode eine Kugel der Russen in der Schulter mit sich herumtrug, aber trotzdem kam ich nie auf die Idee, Industrielle und Politiker auf dem Eis einbrechen zu lassen (Okay, manchmal schon, aber nicht wegen meiner Vergangenheit), um danach eine größtenteils widersprüchliche Mischung aus Kapitalismuskritik, Anarchie und Gewaltorgien zum Besten zu geben. „The Dark Knight Rises“ ist somit für mich der Prototyp der Ballaballa-Blabla-Bösen. – Eben Antagonisten, welche wegen der falsch verstandenen Loyalität von durchschnittlich 200 Mitläufer-Gehilfen meinen, die Story eines Videospiels aus den 90ern nachstellen zu müssen.

Weitere Fragen, die sich niemals stellen dürfen:

WARUM hassen die Autobots aus „Transformers“ die Deze… Decep… Debilen eigentlich so und umgekehrt? Drei wasserabweisende Nanopartikel mehr auf dem Lack – oder was? WIESO wird dem durchaus vernünftige Dr. Octavius in „Spiderman 2“ plötzlich von seinen Armprothesen(!) eingeredet, er müsse böse sein und eine künstliche Sonne bauen? Wäre da nicht ein Data-Gastauftritt nebst Schaltkreisfehler sinnvoller gewesen? WESHALB macht der komische Ivan in „Iron Man 2“ alles kaputt, nur weil er glaubt, dass die Starks ihn patentrechtlich bestohlen haben? Sind der Samsung-Chef und diverse Apple-Manager ebenfalls in so einer Lage vorstellbar? Epische Kloppe auf dem Dach von Media Markt?

bösewicht3

„Ich will Raaaache und diiiich habe ich dafür zufällig gegoogelt, Freundchen!“ – Angeblich wurde Ivans Rolle so sehr beschnitten, dass auch der Darsteller stinkig war. Ich mag mir gar nicht ausmalen, was wir dadurch verpasst haben! Ivans kaputte Wodkaflasche bei der Benutzung eines Toni-Stark-Flaschenöffners? Die Enthüllung, dass Toni Stark Schuld an der Erhöhung des Strompreises für Anzugträger ist?!

Aber generell scheinen ALLE Superheldenfilme bei aller vorgetäuschten Epic-ness nur das emotionale Äquivalent eines Furzkissens liefern zu wollen. Motto: Lieber 5 Minuten länger kloppen als eine erklärende Dialogszene einfügen.

Wobei aber die auch nur auf unpassende Schuldzuweisungen hinauslaufen würde, so à la:

„Duu hast meinen Vater getötet, Super-Lulatsch!“
„Äääh. Aber der wollte doch damals die Welt zerstören?“
„Klappe, er war doch mein VATER, buhuuu!“

oder

„Wegen deiner Untätigkeit ist damals meine Tochter gestorben!“
„Aber ich musste zu dem Zeitpunkt gerade Waisenkinder von einem brennenden Planeten retten, Alter!“
„Fresse, dafür wirst du sterben!“

Wir sehen also, dass es eigentlich fast unmöglich ist, einen glaubwürdigen Superbösewicht aufzubauen, wie Hollywood ihn sich vorstellt. Wie soll auch eine ganze Stadt Schuld sein an dem Tod des eigenen Kindes? Und wann hat der Hauptheld schon mal weniger als nur das ZWEITbeste gegeben, was man ihm dann später „explosionsartig“ vorwerfen könnte? Okay, Reichtum ist auch immer eine starke Motivation für Böses, aber die meisten Fieslinge dürften nach der Sprengung der USA eher Probleme haben, unbeachtet auf Mallorca ihren randvollen Kontoauszug abzuholen.

Viel seltsamer erscheint mir da allerdings, dass mir erst jetzt auffällt, dass die beiden negativsten Beispiele, Trek-Shinzon und Batman-Bane von Tom Hardy gespielt werden! – Wo kann ich das Muskelpräparat kaufen?! Oder reicht es, einfach 10 Jahre vor wütenden Trekkies wegzulaufen?

Wie auch immer… Lösungsvorschläge haben wir allerdings keine für die Filmindustrie. Vielleicht aber sollte man einfach generell etwas weniger bombastisch sein – oder sich überhaupt nicht mehr Ernst nehmen bei gewissen Werken.

Dann klappt es vielleicht auch wieder mit den Bösewichten, die zu 95% inzwischen heute nur noch… Wichte sind.


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von Klapowski am 15.05.14 in All-Gemeines

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Kommentare (11)

  1. Onkel Hutt sagt:

    Na, Dr.Octavius‘ Tentakeln waren doch mit seinem Rückenmark verbunden. Nach den Stromstößen spielten die verrückt und naja… anstatt einfach auszufallen wie 99% der elektronik auf diesem Planten haben die sich halt vorgenommen die weltherrschaft an sich zu reissen. Die Sonne/Energiequelle wollte er doch schlussendlich doch bauen um dem Tod seiner Frau wenigstens einen Sinn zu geben. („Diese Sonne ist für dich, Maria, und ich benenne sie nach dir !!!“)

    Hier mal ein gute Bösen-Plot: Männlich, ledig, jung, ist nicht unbedingt talentlos was Plakatekleben und Bildmalerei angeht, wird im Krieg verwundet und vom Papa gehauen, also entwickelt er einen Hass auf die Welt und überzieht sie daher mit Krieg.
    Klingt das jetzt viel besser ?
    Ansonsten bin ich mal alle Bösewichte durch gegeangen auf der Suche nach eine der hängengeblieben ist, und zwar über das Kinoklo hinaus: Da sind auf Anhieb nur Goldfinger/Gerd Fröbe und Marcel Iures/Dusan Gavrich („Peacemaker“ 1997)

  2. bergh sagt:

    tach auch !

    Ich hätte noch Doktor Evil (am kleinen Finger knabber) und ähhhh, ja wen(?) anzubieten. Ja gute Bösewichte sind selten; in den letzten Jahren sowieso.
    Ja und leider war CumberKhan ein R(h)eifall epischen Ausmaßes.
    Was am Script und nicht am Schauspieler liegen muß.

    Gruß BergH

    Nachtrag
    John Travolta in Broken Arrow war auch nicht schlecht, nur hat der Film auch schon einige Jahre auf dem Buckel.

    • Onkel Hutt sagt:

      Ist John Travolta in face/off eigentlich der Böse oder der Gute ? Oder mal so mal so ?
      War der nicht totzukriegende Jiggsaw ein Bösewicht ?
      Dumm ist der der dummes tut ergo bös‘ ist der der böses tut ? Tuten tut die Feuerwehr ? Lirum Larum Löffelstiel….. aber lassen wir das…..

  3. G.G. Hoffmann sagt:

    Ich fand Neros Motivation in Star Trek XI noch wesentlich unglaubhafter. Weil es Spock mißlungen ist, Romulus vor der Zerstörung zu retten (!), schiebt Nero einen derartigen Braß, daß er 25 Jahre lang (!) im Weltraum darauf wartet, daß Spock endlich eintrifft. Gut, ein einzelner Mann mag so bekloppt sein (obwohl er keinen hinreichend bekloppten Eindruck machte), aber wie schafft man es, eine Crew 25 Jahre lang hinzuhalten, um persönliche Rachegefühle zu befriedigen, die nach so langer Zeit eigentlich auf den Nullpunkt abgeebbt sein sollten? Da dürfte doch spätestens nach 25 Tagen das große Maulen angefangen haben.

    Auch frage ich mich schon seit den frühen James Bond Filmen, wo die total Bescheuerten immer die finanziellen Ressourcen herhaben, um ihre Privatarmee der bedingungslos Folgsamen aufzubauen, ohne hieran vom örtlichen Dorfpolizisten gehindert worden zu sein?

    Erschreckend ist, daß Drehbuchschreibern offenbar gar kein Plot mehr einfällt, in dem nicht ein „Bad guy“ zu besiegen ist. O.K., böse Jungs, die den Weg des Helden kreuzen, gibt es fast in jedem Film. Aber das muß und darf doch nicht das zentrale Thema einer Geschichte sein, wenn man Zuschauer ansprechen möchte, die älter als 3 Jahre sind.

  4. Bolleraner sagt:

    Die Boshaftigkeit von Darth Vader wurde in den Episoden 4-6 auch nie richtig geklärt. Aber zum Glück gab es ja dann die ersten drei, die über sechs Stunden den Werdegang zum Bösewicht thematisierten. Ou Mann..das war ja auch Scheiße. Warum waren eigentlich nochmal in ZidZ alle Tannens seit dem 19. Jahrhundert Bösewichter? Und die Sonde in ST4? Der Typ der Hel in Metropolis gebaut hat? Und wieso war HAL in 2001 böse? Immerhin hat das eine lange Tradition..

    • DJ Doena sagt:

      Darth Vaders Bösartigkeit musste auch gar nicht erklärt werden. Er war der Reinhard Heydrich zu seinem Addi. Palpatine und Vader haben sich das existierende System zu Nutze gemacht, um an die Macht (nicht die!) zu gelangen. Das kann man nun wirklich nachvollziehen.

      Das und „reich werden“ dürften für die meisten halbwegs nachvollziehbare Motive sein. Deshalb funktionieren auch Böswichter wie die aus den ersten „Strib Langsam“-Filmen. Die „Weltveränderung“ ist immer bloß vorgeschoben, um vom eigentlichen Ziel (Der Nakatomi-Tresor, das Federal-Reserve-Gold) abzulenken.

      Aber gucken wir uns doch mal Star Trek Bösewichter an:

      Soran: Soaran war im Nexus. Wie? Es kann nur passiert sein, als das Schiff auf dem er und Guinan waren vom Nexus zerstört wurden, sonst wäre nicht Guinans Echo auch da drinne. D.h. Soran hätte mit jedem beliebigen Schiff oder auch einer antriebslosen Boje (damit es zu keiner frühzeitigen Explosion kommt) in den Nexus fliegen können. Es gab überhaupt keinen Grund, die Flugbahn des Nexus zu verschieben.

      Ru’afo: Der wollte nur nach Hause und hatte da ein schwerbewaffnetes Kriegschiff. Wie hätten ihn die 800 Hanseln daran wirklich hindern sollen? Und wie man am Ende gesehen hat, war auch seine Crew nicht wirklich so ganz mit seiner Rache dabei, am Ende sind sie liebend gern nach Hause gegangen. Davon mal abgesehen dass der Planet auch nicht die Heimat der Ba’ku war und sie somit genauso viel oder wenig Anspruch auf den Planeten hatten, wie alle anderen auch. Das waren keine Indianer, die von Weißen vertrieben werden sollten.

      Shinzon: Shinzon ist angepisst, weil die Romulaner vor 35 Jahren von irgendeinem (und damals war Picard nur irgendwer) Sternenflottenlieutenant die DNA geklaut haben, um ihn zu kreiieren. Aber er ist nicht nur angepisst mit dem Rommies, nein auch die Erde soll leiden. Warum? Nichts genaues weiß man nicht.

      Gigi hat ja schon Neros irrationale Motivation zerlegt.

      Mir war es am Ende von The Dark Knight Rises völlig wumpe, dass Bane nicht der Mastermind war, sondern die Tuss. Das war für den Film völlig irrelevant, weil es so oder so keinen Sinn gemacht hatte.

  5. bergh sagt:

    tach aquch !

    Und genau darüber reden wir hier.
    Die meisten Filme , respektive die Motivation des Bösewichtes, sind dermaßen sinnbefreit, dass (J)jeder (Film) darunter leidet.

    Es muß ja nicht psychologisch 100% richtig sein, aber wenigstens nachvollziehbar.
    Gerade bei den Comics leiden die Filme darunter erheblich.

    Gruß BergH

  6. Deter sagt:

    bester Bösewicht: Scorpius aus Farscape

  7. bergh sagt:

    tach auch nochmal !

    Farscape ?
    War das nicht Die Muppets im Weltraum?
    War mir nach 3 Folgen zu schnarch.

    Gruß BergH

    • DJ Doena sagt:

      Farscape muss man mögen, wie man den Anhalter mag, oder die Buchreihe um „Thursday Next“.

      Eine wahnwitzige Idee reiht sich an die nächste und keine ist zu absurd, um nicht eingebaut zu werden.

      Bei „Farscape“ verhalten sich Body-Switch-Leute so, wie sich jeder Mann verhalten würde, der sich plötzlich in einem Frauenkörper wiederfindet. ;-)

  8. biermaaan sagt:

    Moment, Mr. White ist ein Bösewicht?! Was soll diese Blasphemie!

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