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Star Trek TNG – Staffel 6, Teil 4: Schwarz und Weiß ergibt Earl Grey

Puh. Nach diesem Testmarathon auf der Rezensions-Paralympic haben sich Sparkiller und ich erst mal eine Auszeit verdient. Nicht nur, dass unsere „Kurz“-Rezensionen am Ende immer länger wurden, nein: Sparki zeigte sogar erste Verschleißerscheinungen aufgrund seiner vielfältigen schriftlichen Einsätze in der letzten Zeit. Da er seine Rezensionen inzwischen in 129 verschiedenen Schriftarten einzureichen begann (von den Missbrauchsmöglichkeiten einer 32-Bit-Farbpalette ganz zu schweigen), wird der Kollege in der nächsten Zeit wieder verstärkt für die Bereiche Design und Technik eingesetzt.

Phantasie oder Wirklichkeit?

OOR! – Das ist nicht nur das wohlige Schnurren, das ich bei dieser Episode stets von mir gebe, sondern auch die Abkürzung von „Omas Original Realitäteneintopf“. Denn den mochte ich schon als Kind am liebsten! Ob es nun Beverly in der Warp-Blase war („Jean-Luc! Alle Leute an Bord verschwinden und niemand erinnert sich an sie!!“ – „Wir haben… LEUTE an Bord?“) oder Worf von einem Paralleluniversum ins andere wechselte („DA! Commander Data hat plötzlich andere Sachen an!“ – „Was ist ein… Data? Und wieso starren sie so entgeistert auf Captain Picards Anziehpuppe?“): Wenn die Realität zu einer unverbindlichen Preisempfehlung wurde, waren ich und mein Subraumzwilling Herbert schon immer ganz vorne mit dabei!

Besonders fein fällt mir hier zu Beginn sofort der deutliche Unterschied zwischen TNG und Voyager auf. Wo die Delta-Quadratschädel-Crew auf dem Holodeck schon mal einen Wet-T-Shirt-Contest mit Tuvok als Zwangsteilnehmer beging („Mr. Neelix, der Verdunstungsprozess entzieht mir nicht unerhebliche Mengen Körperwärme.“), man in verrauchten Bars mit Billiardkugeln kegelte oder Tom sogar einen alten Fernseher(!) im Quartier stehen hatte, ist die TNG-Meute dann doch anders drauf: Hier führte man einfach mal ein Theaterstück auf, das die intellektuellen Trägheitsdämpfer der Voyager bei weitem überlastet hätte. Riker spielt dabei in der Hauptrolle einen Irrenanstaltigen, der sich nicht mehr für verrückt hält, aber in Vergangenheit einen Mord begangen haben soll. Hier würde mich übrigens ernsthaft interessieren, ob dieses Stück eine literarische Vorlage hat…

Es kommt, wie es kommen muss: Plötzlich macht Riker WIRKLICH „Anstalten“, nicht ganz normal zu sein. Mitten im Theaterstück verschwindet die Zuschauertribüne und mit einem Mal kann sich William die Gummitapete von allen 4 Seiten ansehen. Ab hier startet ein Verwirrspiel, das ich noch heute beeindruckend bedrückend finde. Man fragt sich: Ist William wirklich in der Anstalt, weil auf der letzten Außenmission etwas schief gelaufen ist? Ist er noch auf der Enterprise, hat sich aber so sehr in seine irre Rolle hineingedacht, dass ihn eine Richtershow-Redaktion dauerhaft im Casting-Keller anketten würde? Oder wie, oder was?

“Hmmm. Nee, das auch nicht. Haben Sie denn gar nichts Nacktes im Programm?“ Leichtbauweise sei Dank: Mit Phaser-Fernbedienung zappt sich Riker durch die Realitäten. Und um die Erschaffung von diesem Pfusch machen die geschätzten 13.728.274 Religionen der Galaxie so einen Wirbel? Da würde mich schon viel mehr interessieren, wie viel Jahre Pech nach dieser Aktion auf unseren Commander warten.

Dadurch, dass sich jede Szene nur um den durchdrehenden Riker dreht, kommt diese Folge wohl der ultimativen William-Episode sehr nahe. Auch wenn man aufgrund der Sabberspuren manchmal ein bisschen auf Abstand gehen möchte, ist das Ganze ein bisschen wie SF-Kuscheln: Da wir praktisch einen Mietvertrag mit seinem Oberstübchen haben und jeden Realitätswechsel wie ein RTL2-Dokumentarfilmer von seiner rechten Schulter aus mitbekommen, können wir uns prima mit dem Manne identifizieren. – Besonderes Highlight: Riker erklärt Picard, dass der nicht existiert und schießt sich dann mit dem Phaser in die Brust, woraufhin der Commander wieder mal ganz woanders ist. Ich habe mir 3 Scheren und 2 Brieföffner in den Leib gerammt, bis ich gemerkt habe, dass das dieses Fluchtrezept bei meinen Vorgesetzten eher selten wirkt.

Negativ zu erwähnen wäre, dass Frakes’ schauspielerisches Talent manchmal noch ein bisschen an die erste Staffel erinnert. Dazu gehört ein verkniffenes Schielen zur Seite, das nicht an eine edle Schizophrenie-Darbietung erinnert, sondern vielmehr an einen unangekündigten Sehtest für Dorfdeppen. Das fällt allerdings nicht sooo sehr auf, als dass man diesen Eindruck nicht bei ein paar bunten Smarties zum Abendessen auslöschen könnte. (*Pillen reingereicht bekomm*)

Fazit: Nicht anspruchsvoll, nicht völlig neu und zu allem Überfluss auch noch von Verwirrtheits-Wunder Brannon Braga. Als Kenner von unorganisiertem Chaos lieferte er aber trotzdem eine Folge ab, die in keiner einzigen Sekunde langweilig ist!


Verdächtigungen

Na toll! Da zeigt Dr. Crusher einmal Eigeninitiative, die über die Frage hinausgeht, ob sie ihren Trikorder links- oder rechtsherum im Kreis schwenken soll, schon wird sie prompt vom Zivildienst suspendiert. Alles begann damals, als ein Haufen zwangsskurriler Querschnittsaliens auf die Enterprise kam: Eine langweilige Vulkanierin mit einem unterdurchschnittlich interessanten Erdenmann, eine unspannende Klingonin, ein grünes Popelkopfalien – ebenfalls mit Faszinationsdefizit – und ein Ferengi, der wenigstens ein bisschen bemerkenswert war.

Da Crusher sich neben Bronchialerkrankungen und DNS-Metamorphosen neuerdings auch für Shuttleschutzschilde interessiert (ein kleines Hobby, das sie neben Terraforming und Subraumforschung betreibt), will sie dem Ferengi-Wissenschaftler eine Chance geben. Zum Dank dafür, dass er die willige Spielwiese für Beverlys Helferkomplex sein möchte, darf Dr. Reißzahn auf der Enterprise sein Metaphasen-Schild testen. Mit dem könnte man zwecks Parkplatzsuche demnächst dann auf der Sonne landen. – Das klingt nach einer militärisch interessanten Lösung, wird hier jedoch auf den reinen wissenschaftlichen Aspekt reduziert.

Ich bin ja schon ein großer Weltraum-Nerd – ja, sogar vom REALEN Reinraumwunder – aber so spannend stelle selbst ich mir die Auswirkungen dieser Entwicklung nicht vor. Dann kann man halt demnächst die Eruptionen der Sterne aus kürzerer Entfernung betrachten. Also praktisch 5-fach-optischer Zoom mit Eigenbeteiligung. – Tja, WENN der grüne Pilot nicht beim Testflug plötzlich an einer komischen Strahlung im Shuttle erstickt(?) wäre…

Theoretisch ist dies hier schon irgendwie eine Detektivgeschichte für Sherlock Data Holmes seine doofe rote Schwägerin. Trotzdem hätte die Sonne gut daran getan, den ganzen Krempel seligerweise vor der Erstausstrahlung zu versengen. Das liegt daran, dass man hier (un)gehörig an der Nase herumgeführt wird: Detektivgeschichten machen einfach keinen Spaß, wenn die Tatwaffe eine erfundene Strahlung ist (Bayrische Ionen oder so) oder der Gemörderte eine erfundene „Teufel auch!“-Physiologie hat („Eigentlich kann der gar nicht sterben!“ – „Ach?“). Spätestens, wenn am Shuttle „aufklärende“ Scans durchgeführt werden, wofür man „Emitterspule“ und „Radial-Kraft-Generator“ auf den fiktiven Zahn fühlt, hat man schon keine Lust mehr auf den ganzen Schmonz. Zumal der erste Verstorbene nur insofern ein Sympathieträger war, als dass man keinen Dööferen gefunden hat, der dieses psychologische Scheißding mit sich rumschleppen wollte…

Ärgerlicher ist noch dazu, dass die Story mit einem billigen Taschensprecher-Trick spannender gemacht werden soll. Beverly erzählt die Geschichte nämlich aus dem Off, was aber selbst hier keine Intensität herbeizaubern kann. – Einen kräftigeren Druck auf den Vorspul-Button vielleicht ausgenommen.

“Ach, Dr. Crusher! Ist es nicht schrecklich, dass ausgerechnet der einzige Ferengi, der nicht primitiv, geldgierig und vulgär ist, einfach sterben musste?“ – „Sparen Sie sich ihr Mitleid, Yoko Ono! Meine Messungen ergeben nämlich zweifelsfrei, was die Todesursache war: Dieser Mann hat seine Seele für ein Furzkissen verkauft!“ – Und „Sexistisch“ ist hier noch nicht mal mit aufgeführt! Denn Gestern sagte er noch zu Beverly, dass er sich gerne mal in ihre Röhre schieben würde.

Der Ferengi-Wissenschaftler stirbt dann mal eben an angeblichem Selbstmord, was die leise Hoffnung weckt, dass die öden Laberheinis alle in der Gefriertruhe liegen, bevor die Folge ihre ersten 30 Minuten versallert hat. Beverlys medizinischer Tricorder scheint dann auch die letzte Wunder-Firmware verschlafen zu haben, denn auf einmal kann sie damit z.B. keine fremde DNA mehr an Leichen feststellen. Daher will sie obduzieren. Da die Familie des dahingesch… issenen jedoch ein total wichtiges Ferengiritual mit der Leiche vorhat (= noch vor dem Sommerschlussverkauf Leichenteile verhökern, siehe DS9?), verbietet Picard jegliches Geschnetzle. Die Ärztin schneidet trotzdem und sich somit ins eigene Fleisch… Jean-Luc ist natürlich enttäuscht. Was man dem Off-Kommentar entnehmen kann, denn in der Beicht-Szene an sich wirkte er nur etwas unausgeschlafen…

Der bescheuerte Schluss: Beverly klaut ein Shuttle, um zu beweisen, dass das Metaphasen-Schild exakt antiproportional zu ihrer Denkfähigkeit funktioniert. In der Corona steigt nun plötzlich der Verstorbene Nummer 1 aus dem Handschuhfach und greift die Ärztin an. Der war nämlich gar nicht richtig tot, sondern wollte sich nur mal eine Runde einfrieren, obduzieren und tagelang rumfliegen lassen. Die Beinfreiheit in so einer Leichenkammer ist ja nun wirklich Erste-Klasse-verdächtig… Was immerhin noch 5 Klassen VOR der Qualitätsstufe dieser Episode wären.

Fazit: Nach vier Anläufen – drei beim Schauen der Folge, einer mit dem Kopf gegen die Wand – kann ich hier nun verkünden, dass dies eine der langweiligsten TNG-Folgen überhaupt darstellt. Ein Kleinod an doofen Leuten, Hütchenspiel-Physik und Kirmes-Kriminalisten. Einfach nur metaphasig schlecht. – Wo ist mein Zynismus-Schild?


Der rechtmäßige Erbe (Ein Sparkiller-Review)

Beruflich herrscht anscheinend ganz schöner Stress auf so einem Föderations-Flagschiff. Denn kaum übersteigt die Verspätung von Worf beim Schichtwechsel die unentschuldbare 3 Minuten-Marke, schon stürmt ein komplettes Sicherheitsteam inklusive Erster Offizier die Kajüte des Klingonen. Was mag dann erst passieren, wenn man mal eine richtig derbe Verstopfung hat und deswegen eine Stunde lang nicht vom Lokus runterkommt? Roter Alarm und… hihi… Abstoßung des Warp-Kernes?

Worf jedenfalls hat `ne Krise. Und dazu noch eine religiöse. War er doch von der Bereitschaft der kürzlich geretteten Teenager-Krieger an den klingonischen Obermuffti Kahless zu glauben dermaßen beeindruckt, daß er selber dadurch nur noch einen anzweifelnden Blick für seine gesammelten Merchandise-Artikel übrig hatte. Vergleichbar ist dies in etwa mit der letzten ENT-Folge, wo nach deren Ausstrahlung nicht wenige Archer-Actionfiguren im weltweiten Hausmüll entdeckt wurden. Picard blickt durch sein Problem als Hobby-Blutweintrinker aber total durch und schickt den zerwühlten Worf nach Sankt Borath, einem klingonischen Dampfbad-Kloster, welches gleichzeitig auch von Kahless vor einigen hundert Jahren als Startpunkt für seine nächste Glaubens-Tour ausgewählt wurde.

Woran der Gute sich dann auch hält und direkt vor Worfs, durch Weihrauch und Hitze leicht scheel guckenden, Augen materialisiert. Im weiteren Verlauf will Kahless wieder Ordnung ins verdorbene Reich bringen und wohl auch die Einkommenssteuer senken. Kanzler Gowron ist davon natürlich nicht begeistert, profitiert er immerhin von seinen eigenen Steuererlässen für Besserzerstörende. Worf ist daher natürlich hin- und hergerissen, ist er doch auf der einen Seite schon länger ein Kumpel des Kanzlers und auf der anderen ein Verfechter für die wahren Werte eines Kriegers, wie zum Beispiel das zufriedene Grunzen nachdem man seinen Feinden die Köpfe abgesäbelt hat.

Am Ende stellt sich dann heraus, daß Kahless nur ein mittels Backmischung zusammengerührter Klon ist und dieser nur mit den Geschichten des Originals gefüttert wurde. Worf kann aber alle davon überzeugen, daß dieser auch als billige Kopie durchaus von Vorteil für das Reich sein kann, weswegen dieser den eher dekorativen Titel des Imperators erhält. Nebenbei hat Worf seine Krise zudem überwunden und kommt wohl auch nicht mehr zu spät zur Arbeit.

Mit dem Retorten-Propheten aus dem Reagenzglas zeigt sich das größte Problem dieser Episode. Daß man im 24. Jahrhundert einen Doppelgänger wohl mal eben in der Mittagspause mixen kann, dürfte aus den vorherigen Folgen ja bereits bekannt sein. Und obwohl man im Verlauf ganz ähnliche Theorien („Replikant!“ – „Formwandler!“ – „Convention-Besucher!“) geäußert hat, klingt Worf doch merkwürdig überrascht, als der Begriff Klon in den Raum fällt. Keine elegante Lösung, wenn der Autor die Leute einfach „doof schreibt“.

„Gowron, sagen Sie Ihrem Schiedsrichter, er soll auch mal auf Sie ein Auge werfen. Ich bin mir sicher, Sie haben geblinzelt!“ – „Sie entehren mich! Mein Ruf in der glorreichen Prüfung des `Wettstarrens` ist legendär!“ – Gucken, ob einer nicht guckt! Als Captain der Enterprise muß man schon einmal verhandeln, bis die Augen tränen.

Gar nicht schlecht dagegen die dezente Anspielung darauf, was wohl passieren würde, wenn sich einer der irdischen religiösen Figuren plötzlich bei uns melden würde. Würde Bush die Truppen nach Hause holen und Ratze den Kitsch-Fummel ausziehen, wenn Jesus mit tapsendem Fuß vor deren Büros stehen würde? Würde man sich von seiner 12-jährigen Ehefrau wieder scheiden lassen, wenn Mohammed finster-guckend (Achtung, eine bildliche Vorstellung an dieser Stelle ist untersagt!) seine Augenbraue hochzieht? Wenn man sich Kanzler Gowrons Keilerei mit dem Halbgott-Imitat so ansieht, dürfte dies ja interessante Folgen haben. Ob man Schlagringe auch in den Vatikan liefert?

Größere Auswirkung auf das Reich und das Trek-Universum hatte die Einführung von Kahless aber – wie die meisten Ideen dieser Art (Warp-Tempolimit!) – leider nicht. Schade um die verschenkte Möglichkeit, die Klingonen ab dieser Folge etwas vielschichtiger zu zeigen, anstatt der mittlerweile schon selbst-parodierenden Variante des „Q`apla!“ bölkenden Blutwein-Säufers. Der Imperator selbst wurde meines Wissens nur noch selten mal bei DS9 erwähnt, aber das war es auch schon. Ich wüßte aber auch nicht, was für Geschichten man dazu noch hätte erzählen können, zumal der Gute ja keinerlei göttliche Fähigkeiten aufwies. Obwohl, mit einer vernünftigen Public-Relation…

Fazit: „Der rechtmäßige Erbe“ war für mich eine eher mäßig interessante Folge rund um den klingonischen Glauben, zumal Kahless nur alle mit seinen alten Geschichten nervte. Quasi „Gott zeigt seine Urlaubs-Dias seit dem Urknall“. Aber wer auf Klingonen steht (die stehen ja auch manchmal auf anderen, ha-ha!), der kann die folgende Bewertung vielleicht noch etwas nach oben korrigieren:


Riker : 2 = ?

Um bei dieser Folge den Spaß einigermaßen in die Backen zu bekommen, lohnt es sich, sich selber mit der Geschichte zu identifizieren. Stellt Euch also vor, es würde eines Tages an eure Fensterscheibe klopfen, und da stünde ein perfektes Ebenbild von Euch! „Sorry!“, sagt der Realitätsdehner sogleich, „Ich bin Du! Vor 8 Jahren bin ich bei einem Lokusunfall von Dir abgespalten worden, wobei ich in die Kanalisation heruntergespült wurde! Na ja, jetzt bin ich ja wieder da…“

Nach einigem Hin und Hott stellt sich heraus, dass Euer Zwilling ungefähr da anfangen möchte, wo er vor 8 Jahren aufgehört hat: „So, wo ist denn jetzt dieses verdammte 100-teilige Puzzle, das ich damals zuende machen wollte? Nach acht Jahren Scheiße im Leben würde ich das gerne mal abschließen… Und dann wollte ich ja noch eine richtig coole Satire-Seite zu Star Trek im Internet finden. Ich hoffe, Du hast nicht schon…? Und meine süße Freundin, über die würde ich auch mal gerne wieder rüberrutschen! He, Moment mal! Sind das hier weibliche Leichenteile in Müllbeuteln?“ – Genau so ergeht es Commander Riker in dieser Folge: Sein Zwilling wurde bei einem Transporterunfall auf einem nicht minder verunfallten Planeten zurückgelassen, wo er sich die Zeit vertrieb, indem er die Kulissenstellwände einer alten Forschungsstation tunte. Nun aber würde dieser gerne Commander werden. Ob der andere Riker denn damals die Bewerbungsunterlagen für ihn eingeworf…? – Oh.

Wohl um den Status Quo nicht zu sehr durcheinander zu werfen, ändert sich an den Figurenkonstellationen und Ansichten jedoch nichts Dramatisches. Unser Riker kaut sich vor Wut zwar ein bisschen die Zunge blutig, als sein Abspältling an Deanna rumzuschlecken beginnt, steht aber ansonsten nur mit verschränkten Armen herum und bewundert wohl die schöne Aussicht auf dem Maschinenraum. Weder gesteht er Deanna, dass er immer noch etwas für sie empfindet (und wir uns, dass uns das gar nicht wirklich interessiert hätte), noch läuft er zu Picard. Zum Beispiel, um ihm zu sagen, dass er diesen hochnäsigen Frauenversteher zum Deckschrubber degradieren möchte. „Mein Doppelgänger schaut immer so debil und seine fusselige Kinnmatratze hängt ständig im Warpkern. Wenn der das noch mal macht, erschieße ich ihn in Notwehr!“

“Hmmm… Aber wenn Du NICHT der große Spiegel in der Herrentoilette bist, hätte ich wohl auch nicht in diese Konsole pinkeln sollen, was?“ – Doppelter Moppel hält besser: Da die beiden sich nicht wirklich verstehen, wollen sie ihre alten Pullis ein für allemal… austragen. Und es schien auch nur so, als würde der neue Riker kräftig auf dem Schiff mitarbeiten. In Wirklichkeit arbeitete er 3 Tage an einer schematischen Darstellung der Punkte, die ihm an seinem Ebenbild nicht passen.

Rikers Professionalität hemmt das Potenzial dieser Folge also enorm. Wo ich meinem Zwilling schon längst eine kostenlose Gesichtsumformung verabreicht hätte, um zukünftig eine bessere Unterscheidung zu ermöglichen („Das hier ist mein später Zwilling. Wir nennen ihn auch William Plattnase. Na los, sag zahnlos ‚Hallo’ zu den netten Leuten, Platti!“), wird hier nur zweideutig gepokert und Befehle verbissen gebellt. Auch der Star-Trek-Kontext interessierte hier wieder mal keine Sau: Als Data darüber philosophiert, wie man sich mit so einem Zwilling wohl fühlt, hätte man ruhig Lore erwähnen können. Oder wenigstens Kirk. Der betätigte sich ja als erster als Spaltpilz und musste gegen sein durchgedrehtes Ebenbild antreten, das damals Stolperfallen aus Sabberfäden legte.

Die patentierte „Gefährliche Situation am Schluss“ empfiehlt sich aufgrund der selbst für TNG-Verhältnisse ungewöhnlichen Ärmlichkeit für eine Außenmission auf dem Bürokratenplaneten Hartz IV. Ich hatte sogar in Erinnerung, dass der originale Riker am Brückengeländer hängt, während sein amtlicher Nachmacher für eine Sekunde überlegt, ob er sein Spiegelbild nicht zerschmettern lassen soll. In Wirklichkeit war es aber der „echte“ William, der ohne zu zögern seine gelb beshirtete Nervensäge vom JPG-Abgrund hochzerrte. Aus irgendeinem Grund war diese kleine Aktion das Ereignis, das alle bisherigen Differenzen in Spocks hochgezogene „Scheißegal“-Augenbraue verwandelte. William II heißt noch vor dem Abspann „Thomas“ und Real Riker muss doch noch auf ST 9 warten, um mit Troi wieder gegenseitige Rasurspiele zu starten.

Fazit: Statt interessante Gespräche über Individualität, vielleicht vorgetragen von Picard („Er ist sozusagen ihr Spiegel, ihr Echo, ihr Hanuta-Abziehbild… Na, hoffentlich passiert mir das nicht mal.“) oder einem klärenden Faustkampf unter einschleimigen Zwillingen gibt’s hier nur die halbe Packung: Die Fixierung auf Deanna Troi entzog der Story jeglichen dramaturgischen Geschmacksverstärker und ließ die interessante Idee zum piefigen Bio-Produkt im SF-Regal werden. Schade drum.


Gefangen in einem temporären Fragment

Es ist wieder mal einer jener Tage auf der Enterprise: Dr. Crusher wird von einem Romulaner erschossen, während der Warpkern der Enterprise sich in explosiver Selbstverbreitung übt. Hier würde theoretisch nur noch eines helfen: Auf eine Zeitverzerrung warten, welche die Zeit anhält und dann alle Geschehnisse zurückspult. Praktisch das, was Rehe im Scheinwerferlicht auf der Bundesstraße auch stets versuchen. – Genau dieser Glücksfall, für den selbst Gustav Gans lange am Geduldsfaden stricken müsste, trifft in diesem Moment ein. Und schon gibt es ganz viel davon. Nämlich von diesem Moment.

Picard, Geordie, Data und Troi kommen zeitgleich(?) mit einem Runabout von ihren lustigen Ferienspielen auf Beta Blabla zurück und erzählen sich Anekdoten von der aufregenden letzten Grenze ohne Erziehungsberechtigte. Während Geordie endlich mal in eine Plasmaentladung greifen durfte (als Blinder darf man überall ungestraft hinlangen), konnten Picard und Troi sich Vorlesungen von waschechten Clowns anhören. Doch die Plauder-Polonaise wird jäh unterbrochen, als seltsame Zeitphänomene die vier heimsuchen. Apropos das Heim suchen: Die Enterprise wird wenig später ebenfalls – mit Müh und Not – gefunden, doch das Schiff steckt im oben beschrieben Pausenmodus. Und ein romulanisches Schiff, das gerade auf die Enterprise feuert, übernimmt die Rolle des eher unerwünschten Bonusmaterials…

TNG wäre nicht gute SF, wenn man diese Geschichte nicht für allerlei Spielereien mit der Zeit nutzen würde. Zu Beginn umrundet man erst mal alle möglichen Bewegungsverweigerer, bevor man merkt, dass Picard ein bisschen… „unorthodox“ auf zwei nebeneinander liegende Zeitströme reagiert. Merke: Niemals zwei unterschiedlich laufende Armbanduhren um die Arme schnallen… Lustig ist auch, wenn man durch eine Jeffreysröhre kriechen möchte, dort aber erstarrte Kriegskameraden das Fortkommen vereiteln. Oder wenn auf einem Romulanischen Schiff die Mannschaft rückwärts an einem vorbeihechelt…

“Hihi! Das soll eigentlich Deanna Troi werden! Wenn mir jetzt noch einer eine Schaufel gibt, damit ich den Mund ausheben kann, wäre das Ding auch Ruck-Zuck fertig!“ – Erstaunlich: Picards Finger sind also zu mehr da, als beim Lesen des Grundgesetzes nicht in den Zeilen zu verrutschen. – Und sobald die Enterprise in einem Feuerball explodiert, plant Jean-Luc sogar, „dass dann die Sonne lacht“… Ach ja, und: „Hiiihiihaaaar-RRR!“ – Zitat Ende.

Die Raumzeitverzerrung, mit der die Romulaner ihr Schiff betreiben, steht übrigens in einer Gefriertruhe auf der Brücke, deren klapprige Öffnungsklappe wohl nur mit klingonischen Fingernägeln aus der Verschalung gebrochen werden kann. Aber da die Computer ja alle nicht zu benutzen sind, musste man sich ja irgendwie anders behelfen… Da hätte ich dann ausnahmsweise auch Verständnis für einen Plutoniumstab in Alufolie gehabt.

Weitere Ausschläge auf der unfreiwilligen Humorsskala gibt es für die erstarrte Crew. Da man Picard & Konsorten hier nicht per Bluescreen in ein echtes Standbild auslagern wollte, mussten alle Darsteller hier als Wackeldackel den temporalen Eiszapfen mimen. Solange die Kamera sich bewegt (was sie meist auch tut), fällt das auch nicht weiter auf, doch wenn plötzlich ein Statistenmäuschen mit verkrampft bebenden Augenbrauen in der Großaufnahme steht („Hätte ich doch nur auf Mutti gehört und wenigstens was Anständiges verlernt…“), geht das schon ein wenig auf Kosten der Illusion.

Nicht falsch verstehen. Diese Folge ist großartig, unterhaltsam in jeder Minute und hat durch den üblichen Zeitreisebonus – wenn auch diesmal auf der Standspur – sowieso eine eigene Skulptur in einem indischen Tempel verdient. Wen stört da, dass die komischen Zeitaliens, die alles verursacht haben, so blass daherkommen, dass sie sich auch schon mal in spontaner menschlicher Selbstauflösung verlieren? Und Geordie wurde auch irgendwie auf dem Romulanischen Schiff vergessen, nachdem Troi ihn nach ihrer fachmännischen psychologischen Diagnose („Er stirbt!“) als liegendes Standbild zurückgelassen hat. Da das Romulanische Schiff am Ende ebenfalls verschwindet (warum eigentlich?) fragt man sich schon, warum die nächste Episode kein Beerdigungs-Kammerspiel für den ollen Spangenblinzler ist.

Und wieso benutzt man nicht eine der „Auftau-Vorrichtungen“, um einen der Crewmitglieder aus der Erstarrung zu holen und mit Fragen zu überschütten?

Fazit: Widerstand ist zwe… verzwickt: Diese Folge hat eigentlich alles, was ein Trekkie benötigt. Halbseiden erklärte Skurrilitäten, Romulaner, die irgendwo irgendwas machen und Picard an allen Fronten. Kritikpunkte sind da Schall und Rauch, und die sind sogar in der Luft erstarrt. Wobei hier wieder mal der TNG-Bonus greift: Voyager hätte ich für den vergessenen Geordie nämlich hart abgestraft! Schließlich spielt der im Deltaquadranten gar nicht mit…


Angriff der Borg, Teil I

Wie Erinnerungen doch trügen und hinterfotzig sein können! Den ersten Teil dieses Borg-Zweiteilers habe ich als reinen Kulissenaufbau in Erinnerung, der schnurstracks auf den Cliffhanger ausgerichtet ist. Doch lag ich damit so falsch wie ein Komasäufer auf meiner Terrasse. Gerade die Charakterentwicklung wird hier von Brannon Braga(!) so groß geschrieben, dass er das Drehbuch dieser Folge auf Dutzende Flipcharts gekrakelt haben muss. Schon der Beginn beginnt… anfänglich:

Die Borg sind wieder da und haben ein hübsches neues Schiff mitgebracht. Nachdem sie bei irgendeiner abgelegenen Föderationsnasszelle ein „Blutbad“ angerichtet haben, trifft die Enterprise ein. Doch sofort zu Beginn stellt sich heraus, dass gar nicht alle Borg abgezogen sind. Das kommt halt davon, wenn man in einer hochtechnisierten Gesellschaft die verbergenden Eigenschaften von Besenkammern und Kleiderschränken unterschätzt! Es entbrennt ein Kampf, in dessen Verlauf Data einen Borg an die Gurgel greift und nicht weiß, wann er damit aufhören sollte. Kein Wunder, denn der „Weiß-Grün“-Farbindikator, der einem bei Humanoiden Gesichtern recht gut Auskunft über die verbleibenden Vitalfunktionen gibt, ist hier kaum anzuwenden…

Bis zu dem großen Finale (Lore!) mitten im Nirgendwo fährt die Folge nun ihre Stärken aus! Data wird klar, dass er beim Kampf mit dem Borg ein wenig bockig wurde. Mehr noch: er fand das menschliche Prinzip des „Kaputtwürgens“ nicht nur vom Sauerstoffstatistischen Standpunkt her interessant. Absolut goldig, wie unser silbriger Androide danach vor sich hingrübelt und sich fragt, ob seine plötzliche Mordlust ihn zu einem „schlechten Menschen“ machen könnte. Er macht sich Sorgen (= Emotion?), dass dies die einzige Emotion sein könnte, zu der er fähig ist. Und das will (= Emotion?) der normalerweise gutmütige (= Emotion?) und sanfte Metallriese nun auf keinen Fall.

Fast erwartet man, dass es aus ihm heraus bricht: „Es KOTZT mich an, dass das meine bisher einzige Emotion war! Ich bin echt SUPERTRAURIG, dass danach nix mehr kam! Ich wäre daher total HAPPY, wenn sie mir helfen könnten, Counceller!“ – Doch auch Picard hat alle Hände voll zu tun, nervös an seinen Fingernägeln zu kauen. Nach über einem Jahr fällt der Sternenflotte ein, dass es vielleicht keine gute Idee des Captains war, Hugh NICHT mit einem Killervirus zu infizieren. Und da muss ich der Anklägerin durchaus Recht geben: Oft entscheiden Captains über das Wohl und Wehe ganzer Quadranten, ohne sich zwischendurch das Rote Telefon zum Föderationspräsidenten zu replizieren. So gestört KANN der T-Com-Subraum ja nicht immer sein, als dass man nie eine Verbindung aufbauen könnte…

“Beverly! Ich glaube, ich habe ihren verschwundenen Urinkatheter wiedergefunden!” – Schlaucht ganz schön: Dieser Borg ist ganz „ergriffen“ von der Dr.-Soong-Produktpalette. Allerdings ist er auch etwas verwundert von Datas Defiziten im grobmotorischen Bereich. Oder wollte der Android ihm etwa gar den Gartenschlauch schütteln, wie es unter kybernetischen Lebensformen zur Begrüßung üblich ist?

Angenehm auch, dass Picard sich erst mit den üblichen scheinheiligen Argumenten verteidigt (Humanität für Inhumane, leuchtendes Vorbild für Abziehbilder sein, „Da sind VIER Lichter!“, ect.) aber letztendlich doch einknickt. Das ist schon deshalb realistisch, da er vorher und nachher auch kein Freund der sammeltriebigen Quadratschädel war. Und dass ein Captain sich ständig aus fadenscheinigen Gründen von den (vermutlichen) Befehlen der Basis distanziert, ist nun auch nicht denkbar. Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder im Krieg plötzlich krähen würde: „Nööö, auf die Zivilisten da will ich nicht schießen, deren Babys haben so lustige Stofffetzen an!“

Schön auch die Details! Picard versucht es – wie damals bei Hugh – erneut mit der „Ich bin Locutus!“-Masche, um einen gefangenen Borg zum Reden zu bringen. Auch wenn mir diesmal ein erklärendes „Die Gerüchte über meinen Dienstaustritt sind stark übertrieben!“ fehlt, sollten doch die dauervernetzten Borg vom Ausscheiden ihres damaligen Chefunterhändlers durchaus mal etwas mitbekommen haben. Das Highlight ist aber wieder mal unser Data, der im eigentlichen Finale der Folge sehr lange mit einem inhaftierten Borg über Emotionen spricht. Was ein bisschen so herüberkommt, als wenn ein halbseitig Gelähmter und ein doppelseitig Beinamputierter übers Fahrradfahren diskutieren würden.

Aber inzwischen sind die Borg (zumindest die lokale Zelle, wie wir später durch ST 8 und Voyager erfahren) ja sogar zu Individualität und Gefühlen fähig. Und zu einer Fortbewegung, welche die Verdunstung von Wasser bei Raumtemperatur leicht übersteigt, was die Dynamik angeht.

Trekhistorisch war der Zusammenbruch des Kollektivs und die Hinwendung zum Diktator Adolf Lore aufgrund des Machtvakuums eine schöne, abgeschlossene Geschichte. Da kann das Rattattatang-Ende von Voyager intellektuell nicht mal mit einem Anspruch heuchelnden Episodentitel dagegenhalten („Endspiel“ – Na toll!).

Fazit: Großes Kopfkino und für mich eine der positivsten Überraschungen der 6. Staffel. Bitte mehr davon! 6 Ohren wurden es nur deshalb nicht, da der Höhepunkt noch nicht erreicht ist. Schaurigster Moment: „Data, würdest Du Deinen Freund Geordie töten, um wieder dieses Gefühl zu haben?“ – (*verkniffen guck*) „Jaaaaahr!“


KLAPOS STAFFELFAZIT:

Ich muss zugeben, dass ich nach der 5. Staffel etwas enttäuscht war: Viele bescheuerte Folgen, öde Kulissen, wenig echte Charaktermomente. Doch die 6. Staffel konnte sich mit einigen handfesten Highlights durchaus behaupten. Allem voran natürlich Datas Weiterentwicklung vom inoffiziell fühlenden Wesen (man sehe sich mal die ganzen Grimassen an, die Brent Spiner schneidet) hin zum fast offiziell fühlenden Wesen. Auch Picard beim feucht-unfröhlichen Folterabend und Scottys Gastbesuch trieben den Durchschnitt in schnittige Höhen. Und der Durchschnitt liegt laut Tastenrechner bei exakt 4 Gummiohren.

Was angesichts vieler 5er-Wertungen und einiger 6er-Wertungen sogar etwas niedrig wirkt. Das liegt allerdings auch an 4 ganz besonderen Kack-Folgen wie Deanna auf der Tele-Part(h)y, Picard als Hosenmatz, Geordie als Hundehalter und Beverly als ermittelnde Trikorder-Diva bei einem Mordfall. Hätte man auf diesen Schund verzichtet, den wir jeweils mit 1 oder 2 Ohren abgestraft haben, läge der Durchschnitt fast bei 4,5. Aber das ist natürlich genau so aussagekräftig wie die Aussage, dass Voyager eine tolle Serie gewesen wäre, wenn man nur jedes 3. Drehbuch angepackt hätte…

Es bleibt festzuhalten: Viele Folgen, die man damals unkritisch bejubelt hat, sind heute etwas langweilig. Das jedoch nicht, weil die Effekte heutzutage besser sind, sondern weil man einfach komplexere Geschichten gewöhnt ist. Klischees, Wohlfühlcharaktere und ganz wenig roter Faden sind nun mal in heutigen Erfolgsserien selten geworden. Und ein paar dieser Dinge hat nun leider auch TNG anzubieten. Gerade die ohrmäßig etwas weniger bestückten Episoden…


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von Klapowski am 02.09.07 in Star Trek - TNG

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Kommentare (10)

  1. Jorina sagt:

    Ach ja "Gefangen in einem temporären Fragment", welch eine Meisterleisung der Titelbildung, dabei weiß doch jeder populärwissenschaftlich halbgebildeter Trekkie, dass es "Gefangen in einem temporalen Fragment" heißen müsste. Aber die deutsche Sync war ja damals jedenfalls nicht für ihre korrektheit bekannt. Und bei der Rikerverdoppelungsfolge, wäre ja ein Malzeichen sinnvoller gewesen.
    Aber was den Status Quo in dieser Folge angeht hab ich mal von Greüchten gehört, laut denen man Cmdr. Riker in dieser Folge sterben lassen wollte, der Lt. befördert wird und Data 1. Offizier wird. Also man tötet eine Figur, aber es ändert sich nichts, außer den Uniformfarben. Langweilig, wenn man Hauptfiguren tötet, dann bitte richtig.

  2. Gast sagt:

    Wobei man zumindest Rikers Klon nochmal ausgepackt hat in DS9, auch ein Grund warum ich immer wieder sage ab Staffel 4 hat man die schlecht laufende Serie zur Materialschlacht erhoben und alles reingeschmissen was da war, nicht völlig erfolglos

  3. P.N. 03 sagt:

    Rikers Klon fand ich in DS9 auch wesentlich interessanter als die lustlose Verwurstung in TNG.
    Bei dem aussagekräftigen Titel "Riker : 2 = ?" freute ich mich ja noch ("oh, schön. Wird wohl so lustig wie damals bei Kirk") aber das ging dann doch daneben…

    Den Vogel abschiessen tut eindeutig diese Raumzeit-Vorrichtung auf dem Romulanischen Warbird ("Gefangen in einem temporären Fragment"):

    Die Tarnvorrichtungensinstallationen, die maximal so groß sind wie ein handelsüblicher Ghettoblaster, lass ich mir ja noch einreden; aber dass so ein Mordsteil (immerhin reden wir hier von dem Warpkern eines Raumschiffs) kleiner als ne Mikrowelle is, wirkt dann doch ein wenig daneben.

    Finds übrigens witzig wie unschuldig drollig man hier ans Werk geht:
    "Oh, das ist also der Warpkern des Schiffs und gleichzeitig die Ursache allen Übels" *Klappe aufmach und reinguck* ^^

    soll aber nicht heissen, dass mir die Folgen nicht gefallen. Ich hab mich genauso wie Klapowski köstlichst amüsiert und find die Wertungen völlig ok ^^

    Für mich besaß Data schon längst Emotionen (spätestens ab der 4. Staffel), nur wurde ihm das nie so recht klar. Finds witzig, wie sehr das Klapo bei der Borgfolge heraushebt.

  4. bergh sagt:

    tach auch !

    Der würde Abschluß einer Rezensions Tetralogie.
    Sehr schön , Komplimente auch an Sparkiller, der sich als würdiger Rezensent entpuppt hat.

    BTW: Wie nennt man eine Tri(o)logie mit 6 Teilen ?

    Gina-logie ;)

    Gruss BergH

  5. Jorina sagt:

    Man nennt ein sechsteiliges Werk Hexalogie

  6. Flutschfinger sagt:

    Ruhe! Wir sind doch hier nicht im Matheunterricht!

  7. bergh sagt:

    @Jorina
    Du hast den Witz nicht erkannt; richtig ?

    Quelle:
    http://www.dvdboard.de/forum/showthread.php?t=117807

    (Vor dem Lesen auf die Toi gehen, sonst Gefahr der Unterwäsche-benässung.)

    Gruß BergH

  8. Dr.Best (der mit dem Schwingkopf) sagt:

    Sehr aufschlußreich!

    Dr.Best

  9. Imperator sagt:

    Ein wunderbares Review, dass ich aber leider nur mit fünf Gummiohren bewerten kann, da bei "Angriff der Borg, Teil I" leider mit keinem Wort eine der kultigsten Holodeckszenen der Trek-Geschichte erwähnt wurde:

    http://www.youtube.com/watch?v=mg8_cKxJZJY

  10. Kaba sagt:

    Das Staffelreview zeigt mal wieder sehr deutlich den Klassenunterschied zwischen ST-Reviews und dem ganzen Rest. Leider(?) sind Klapowskis Laberschwälle zu ST einfach immer noch eine Satireliga geiler als jedes seiner Filmreviews. Nicht, dass die schlecht wären. Aber nur beim TNG-Staffelreview hab ich mich nach längerem mal wieder so scheckig gelacht wie damals bei den ENT-Folgen.

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