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Star Trek TNG – Staffel 6, Teil 3: Wenn Drehbücher fliegen lernen

Die sechste Staffel von TNG hat einen hervorragenden Ruf! Kinder zerreißen angeblich brüllend ihre Harry-Potter-Bücher, wenn ihnen vor dem Zubettgehen nicht das DVD-Booklet vorgelesen wird, alten Männern fallen vor lauter wissendem Nicken die Gummiohren in den Haferschleim und selbst Sparkiller lässt es sich nicht nehmen, mit mir zusammen das Tafelsilber auf der DVD-Datenseite zu polieren. Nur eine einzige Folge bekommt diesmal eine durchschnittliche Bewertung verpasst, und das wahrscheinlich sogar nur aus Versehen…

Willkommen im Leben nach dem Tod (Ein Sparkiller-Review)

Jean-Luc ist doch wirklich total verstrahlt. So etwas ähnliches wird sich wohl auch Beverly gedacht haben, als man ihr den regungslosen Captain auf die Pritsche der Krankenstation wirft. Denn wo andere sich vielleicht nur eine sanfte Strahlen-Dosis gönnen, um zum Beispiel im Radsport des 24. Jahrhunderts Erfolg zu haben, ging Picard in die Vollen und vor Freude das Herz auf. Denn der behandelnde Doping-Experte und Hobby-Terrorist wußte zum Beispiel gar nicht, daß Jean-Luc längst sein Herz gegen eine billige Kopie aus Neu-Taiwan ausgetauscht hatte und deswegen ein voller Tetryonen-Treffer auf die Brust bei dem Ding schnell mal den Akku durchbrennen läßt.

Abwechslungsreich ist es schon einmal, daß die Ursache des Problems kein großer Kampf oder ein außerirdischer Virus ist, sondern nur die durchgebrannte Sicherung in Picards künstlichem Herzen. Was auch mal wieder zeigt, wie ausgearbeitet die Figur des Hobby-Franzosen doch ist. Gab es für Sisko wenigstens noch den netten Hintergrund des ehemaligen Kartoffelschälers aus New Orleans, fällt mir bei Janeway schon gar nichts mehr ein. Die mag Kaffee, oder? Dies stellt für mich aber auch das Problem von Voyager dar, denn konnten die Fans für Picard oder von anderen der dortigen Charaktere noch eine nette Mappe als Lebenslauf zusammenstellen, würde in der von beispielsweise Harry Kim nur noch „Spielt Flöte.“ stehen. Gerade für eine Laufzeit von immerhin sieben Staffeln etwas dürftig. Doch schalten wir erst einmal zurück in den OP…

Denn was putte Pumpen angeht, da ist auch Beverly machtlos, welche dann zur Show noch ein paar Elektroshocks durch die Rübe des Captains jagt. Doch als dieser sich bereits überlegt, ob man wenigstens im Himmel ein Recht auf Haare hat, steht auch schon eine von hellem Licht unkenntlich gemachte Erscheinung vor ihm. „Oh, Gott!“, denkt sich Jean-Luc, was sich aber schnell in ein „Ohgottogott!“ ändert, als sich herausstellt, daß es sich in Wirklichkeit um seinen besten Freund Q handelt. Dieser ist natürlich voller Anteilnahme durch das vorzeitige Abtreten des Captains, weswegen er ihm als Trost auch erst einmal den Vatta herbeischnippt, welcher sich höchst unzufrieden („Ich hab ja schon immer gewußt, daß Du eines Tages tot sein wirst!“) durch den aktuellen Zustand des Captains zeigt. Aber auch eine längst vergangene Prügelei des Captains mit drei Nausicaanern wird gezeigt, bei welcher er am Ende nicht nur ein cooles Brust-Piercing sondern auch das bereits genannte Herz-Imitat erhielt. Und weil man in der Gegenwart von allmächtigen Wesen bekanntlich keine Äußerungen wie „Mensch, bei einem zweiten Anlauf würde ich da wohl einiges anders machen!“ machen darf, steht Jean-Luc auch schon eine Sekunde später verwirrt in der Vergangenheit herum und darf sich direkt eine Ohrlesche einfangen.

„Gnihihi! Frage niemals einen Nausicaaner, ob er Dir mal diese unerreichbare Stelle am Rücken kratzen kann!“ – Da soll Johnny sich mal nicht so anstellen. Wenigstens hat er nicht nach einem Mittel gegen Haut-Ausschlag gefragt. Salzsäure geht schließlich sooo schwer aus diesen Uniformen raus!

Die sechste Staffel ist schon wirklich töffte, da kann ich Kollege Klap schon verstehen. Hier gönnt man der üblichen Enterprise-Crew mal eine Pause und verlegt auch fast die gesamte Episode auf die Sternenbasis, auf welcher Picard nach seinem Akademie-Abschluß sein Unwesen getrieben hat. Und getrieben hat er es scheinbar ganz schön, kriegt dieser obige Ohrfeige doch deswegen, weil er später noch ein Rendevouz mit einem anderen Weibchen hat. Schon ein großer Unterschied, wenn man an seinen Heulkrampf in „Treffen der Generationen“ denkt,weil er sich mit über 60 Jahren immer noch nicht fortgepflanzt hat. Als Fan freut man sich auch wieder darüber, daß alle die Uniformen aus den alten Trek-Filmen tragen. Neben dem Retro-Bonus lebt die Folge natürlich auch davon, daß es sich hierbei quasi um den Pilotfilm für die „Picard & Q-Show“ handelt. Denn das Zusammenspiel der beiden ist schon wirklich kultig und man merkt auch mal wieder, daß die beiden im Verlauf der Serie eine echte Hass-Freundschaft im Stile von McCoy und Spock entwickelt haben. Denn Picard ist mittlerweile sogar bereit, die von Q gebotene Hilfe zu nutzen, während dieser wohl auch schon Probleme hätte, den Captain so einfach wegzuschnippsen…

Was sich ja halt auch durch die zweite Chance bemerkbar macht, die Q anbietet. „Verhindere das Dschungelmesser im Brustkorb und Du kannst weiterleben. Ich kümmere mich auch um das Zeit-Kontinuum.“, verspricht die allmächtige Nervensäge und verpieselt sich wieder. Was der Captain dann auch schafft. Nur als Q ihn dann wieder in seine Zeit zurückschickt, wird wieder einmal klar, daß man keine Wünsche von Lampengeistern oder Superwesen annehmen sollte. Denn wie sich herausstellt, ist so ein kleiner Stich durch die Blutpumpe zwar irre unpraktisch, aber auf der anderen Seite auch ein klasse Aufbautraining für den Charakter. Ohne den kleinen Stich wurde aus dem Captain leider nur ein pupsiger Lieutenant und eher blasser Charakter. „Da will ich doch lieber sterbööön!“, ruft er da genervt und Q lächelt wissend und schnippst ihn wieder zurück. Und wie sich herausstellt überlebt Jean-Luc das Ganze sowieso und darf wieder Captain sein… Ende.

*artikel zuklapp*

Oh… ihr seid ja immer noch da? Was, ein Schlußwort wollt ihr auch noch? Die Leser von Heute, wollen immer noch mehr-mehr-mehr!

Fazit: Was in den vorherigen Q-Folgen schon immer gefallen hat, wurde im „Leben nach dem Tode“ noch einmal aufgedreht. Und zwar die Streitgespräche zwischen dem Captain und einem mächtigen Wesen, welches die Menschheit aber insgeheim voll knorke findet, dies aber niiiiie zugeben würde. Auch ansonsten weiß die Folge zu gefallen, sei es durch den Blick auf die Anfänge der Karriere von Picard oder der witzige Ausflug auf eine Enterprise, wo Jean-Luc nur ein vergleichsweise kleines Licht als Astro-Buchhalter darstellt. Zusätzliche Details wie die kurze Romanze mit der süßen Kollegin oder die Prügelei mit den Nausicaanern UND seinem damals besten Freund sorgen jedenfalls dafür, daß man bei dieser Episode vor Langeweile nicht selber stirbt. (Tolle Anspielung auf den Inhalt, was? Ha-ha!)


Der Moment der Erkenntnis (I + II) (Ein Klapowski-Review)

Heutzutage würde man aus der Story vermutlich gar keinen Zweiteiler mehr machen, da man dem Produzenten nur mit Hängen und Würgen (und zwar draußen, an der Studio-Hinrichtungsstätte) erklären könnte, dass man den ersten April nicht ganzjährig auszudehnen gedachte:

Produzent: „Ein Zweiteiler? Also so mit 2 Folgen, eine vorne, eine hinten? Und um was soll es denn da Schönes gehen?“

Autor: „Na ja, in der ersten sind es noch zwei Handlungsstränge. Worf geht auf einem romulanischen Gefängnisplaneten, um seinen Vater zu finden, während Data nach einem Unfall entdeckt, dass er träumen kann! Aber der Data-Teil wird bereits in der ersten Folge abgeschlossen.“

Produzent: „Abgeschossen ist immer gut, so brutal! – Gibt es auch einen Cliffhanger?“

Autor: „Was für ein Hänger? Ach so, DAS. Na, Worf wird halt von romulanischen Wächtern gefangen genommen, wie sich das gehört.“

Produzent: „Ist die Erde dabei in Gefahr? Zielt einer der Wächter mit der Knarre auf unser Sonnensystem am Himmel und nimmt unseren Planeten als Geisel, damit dieser Androide, dieser „Worf“, auch schön pariert?“

Autor: „Äh, nein. Nicht wirklich… Muss die Erde denn in Gefahr sein?“

Produzent: „Vielleicht nicht komplett. Aber wenn man zumindest andeuten könnte, dass ein Stück aus Los Angeles herausbrechen könnte…“

Autor: „Äh. So war das aber nicht geplant. Der zweite Teil wird nämlich eine eher ruhige Geschichte im Geheimgefängnis, wo die Romulaner und Klingonen gelernt haben, dass sie friedlich zusammenleben können. Erst als Worf eintrifft und den Leuten dort das Jagen, Nahkämpfen und Zielen beibringt, wird deutlich, dass die beiden Kulturen doch unterschiedlicher sind, als… – Horchen sie an ihrem Schreibtisch oder was?“

Produzent: „Chrrrr-Gronz… Was? Wie? Hilfe, Quoteneinbrecher! Ich werde überfallen! Oh, SIE sind es nur. Gut, dass sie noch da sind. Noch mal wegen diesem Zweiteiler: Hat die Marketingabteilung da was, um daraus einen schnellen Trailer zu stricken? Irgendwelche großen Explosionen? Zeigen sie doch deren Breite mal mit den Händen, bitte!“

Autor: „Öh. Nö… Gibt es nicht. Halt, doch: Worf sprengt drei Mülltonnen in die Luft, um die Wärter abzulenken und in den Dschungel zu entkommen. Das misslingt aber.“

Produzent: „Wie groß?“

Autor: „Der Dschungel? Na, wird wohl der übliche Dreh in der Farnabteilung von Gartencenter Wühlland, drei Straßen weiter…“

Produzent: „Nein, die explodierenden Mülltonnen. Wie groß sind die? Es gibt doch diese Kippmulden für Baustoffe. Die würden zum Beispiel ganz schön was hermachen für einen Trailer! Da würde ICH sogar in der nächtlichen Wiederholung der Folge noch mal reinschalten! Wumms! Hahaha!“ (*Faust auf Tisch fallen lass und Zigarre zerdrück*)

(…)

Ihr habt sicherlich schon kapiert: Für heutige Sehgewohnheiten ist diese Doppelfolge nur halb so aufregend wie ein Viertel Kinotrailer. Die meiste Zeit verbringt Worf damit, dass er im Lager dem Aufseher verbal vor den Koffer kackt. Oder halt seinen Landsleuten erklärt, dass sie alle irgendwo ihre Ehre verloren hätten und man daher schnell ein Fundbüro eröffnen müsse. – Klingonenfolgen sind nun mal nicht jedermanns Sache. All das blöde Gesinge über fallende Hackfleischpreise an der Kriegsfront und die volkswirtschaftlich bedenkliche Einstellung, dass 90% der Bevölkerung Krieger zu sein haben.

„So stark und voller Kraft es ist, Worf! Wie hochgewachsen, akrobatisch und dennoch scheu! Ich spüre bei diesem Anblick das Blut in meinen Ohren rauschen!“ – „Siehst Du? Und dabei ist das nur eine Efeuranke! Morgen zeige ich Dir dann, wie aggressiv ein Fliederbusch macht!“ – Willkommen im tiefsten Busch: Worf zeigt seinen klingonischen Brüdern, welches Erbe ihnen hinterlassen wurde. Daher steht der entsprechende Notar auch bereits hinter dem Baumstamm nebenan, den amtlichen Beglaubigungsspeer bereithaltend.

Diese braune Soße wird auch hier mit der mittelgroßen Kelle in die diversen Plastikstirnschalen eingeschenkt. Jedoch liegt die Stärke dieser Geschichte darin, dass viele Klingonen sich eigentlich ganz wohl dabei fühlen, von ihren schläfrigen Romulaner-Wächtern neue Tricks aus dem Buch „Tiere aus Servietten falten“ beigebracht zu bekommen. Es gibt den Hartschalenträgern einfach eine erfreuliche Zusatzdimension (damit wären sie insgesamt sogar schon ZWEIdimensional), wenn sie sich sogar in Romulaner verlieben können! Die Macht der Liebe ist nun mal stärker als das Blut der Hiebe. Jedenfalls, bis Worf einen der Jungen mit zum Jagen nimmt. Flux hat der wieder Batteriesäure statt Milchcreme im Blut und heizt mittels einer flammenden Rede am Abendbrottisch alle anderen Randale-Rentner mächtig auf.

Schade ist hierbei, dass spätestens jetzt auffällt, dass nur der romulanische Lagerchef ein charismatischer Vertreter seines Volkes ist. Als nämlich die klingonische Gesangseinlage startet, sitzen die anderen Spitzohr-Statisten so geschockt da, als hätten sie vorher noch nie ein kaputtes Shuttlegetriebe gehört. Was als alleinige Reaktion etwas schade ist, da die Seite der Romulaner recht interessant daherkommt: Denn mit den ehemaligen Feinden in trauter Gartenandacht in der Sexkommune zu leben, steht bei romulanischen Militärbroschüren sicherlich auch nicht auf der Titelseite.

Immerhin: Man widerstand der Versuchung, nun doch noch Worfs Vatter zu präsentieren, um das Ganze vielleicht in einen Vater-Sohn-Debattierclub zu verwandeln („Du hast keine Ehre, Dad!“ – „Guck Dich doch erst mal an!“). Ebenso widerstand man dem Ansatz, am Ende womöglich doch noch Gewalt anzuwenden, um dem Grund… Grunzthema doch noch einen passenden(?) Blutanstrich zu geben. Das Ende, bei dem sich mehrere Klingonen einfach vor dem exekutierten werden… sollenden… Worf stellen, ist dann sogar ein typischer TNG-Moment: Tränen, Neohumanismus & Glanzzeitenpflege.

Einer der Schwachpunkte ist hingegen die gewisse Schläfrigkeit in manchen Dialogen: Geschätzte 178 Mal erwähnt Worf, dass die klingonische Natur so was von unterdrückt wird und es hier nicht mal blutfarbenen FKK-Strände gibt, während der romulanische Oberfutz auf die sauberen Toiletten und die friedlichen Spieleabende verweist.

Da die erste Folge jedoch auch Datas Traum neben des Zuschauers Klingonentrauma behandelt, muss ich diese Story noch gesondert behandeln. Die ist nämlich richtig gut und hat mit Julian Bashir sogar noch einen bekannten Gaststar aufzubieten! Die (Achtung, Hammerwortspiel) 4 GB REM-Arbeitsspeicher in Datas Gehirn scheinen sich hier auszuzahlen: Bei einem Unfall im Maschinenraum gelangt Data in eine Traumwelt, in der Vögel, sein Erschaffer, ein Amboss und ein Hammer eine wichtige Rolle spielen. Getreu dem Motto „Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“ von Bestsellerautor Philip K. Dick muss kurz darauf geklärt werden, was diese Vision zu bedeuten hat.

„Vater, oh mein Vater! Wieso hast Du mir damals zu meinem 18. Geburtstag eigentlich keinen fühlbaren Untersatz gekauft?“ – „Nun. Ich wollte Dir ja damals diesen hippen Emotionschip besorgen, mein Sohn, aber ich bekam einfach dieses verdammte Sparschwein nicht auf!“ (*Klopp, Klopp.*) – Jeder ist eines Stückes Schmied: Dass Data seinen Erzeuger mit einem Hammer sieht, hat einen tiefenpsychologischen Grund: Als der Androide noch jung und inkontinent war, hat ihn Dr. Soong oft auf einer Ölwanne festnageln müssen.

Und ein Autor hätte schon sehr viel falsch machen müssen, um diese Chance auf grandiose WWW-Unterhaltung („Was wäre wenn?“) alptraummäßig zu vermasseln! Ein Android, der von seinem Schöpfer träumt, ist einfach automatisch eine gute Geschichte. Qualitativ irgendwo angesiedelt zwischen „Schüchterner Roboter wird Frauenarzt“ und „KI lernt Helmut Kohl in Striplokal kennen“. – Die Musik, die schrägen Kameraeinstellungen und die selbstgemalten Bilder von Data geben dem Ganzen außerdem einen künstlerischen Touch. Ich selber habe schon genug Nahtoderfahrungen meines Rechners miterlebt, so dass ich weiß: Diese Geschichte konnte emotional gar nicht überfrachtet werden!

Schön auch die Art und Weise, wie Data auf alles eine Antwort sucht: Worf, Bashir und Picard geben sich im Zwiegespräch große Mühe, dem Weißblechköpfchen einen spirituellen Kompass in die Hand zu geben. Fragwürdig war jedoch der Moment, in dem Geordie und Data mal eben entschieden, dass gefährliche Experiment zu wiederholen. Nicht einmal Picard wurde um Erlaubnis gefragt! – Dies lässt bezüglich der humanistischen Gefühle für Data dann ja doch leise Zweifel aufkommen. Was wäre wohl passiert, wenn Worf sich – in Sehnsucht nach einer Vision von Kahless – auf eine Hochspannungsleitung gesetzt hätte? Vermutlich hätte es eine fristlose Kündigung für alle Beteiligten gegeben, aufgrund der mutwilligen Beschädigung von Sternenflottenunterwäsche…

Fazit Teil 1: Während Worf noch zweifelt, ob er seinen Paps überhaupt noch lieb hätte, wenn der denn noch leben würde (= 4 Ohren), erlebt Data die Welt bereits mit den staunenden Augen eines Kindes. (= 6 Ohren) Das ergibt summa summarum genau 5 Gummilauscher.

Fazit Teil 2: Worf pur legt die Spannung auf Eis… Trotz interessanter philosophischer Ansätze fragt man sich schon ein wenig, warum man für diese Geschichte extra einen Zweiteiler und ein ganzes Wildschwein verbraten musste.


In der Hand von Terroristen (Ein Sparkiller-Review)

Es herrscht Frühjahrsputz auf der Enterprise. Und weil der dafür eingesetzte Baryonen-Reinigungsstrahl sonst auch gleichzeitig die Besatzung wegputzen würde, muß diese vorher noch auf einem Planeten abgeladen werden. Den Captain und seine Offiziere hat man zudem zu einem spannendem Empfang eingeladen, auf welchen sich Jean-Luc in etwa genauso freut, wie wir auf eine Zwangs-Party beim Arbeitgeber. Äußerungen des Chefs wie „Das wääär wohl auch beruflich nicht verkehrt, wenn Sie kommen würden, ha-ha!“, läßt einem auch selten eine Wahl. Es gibt schließlich nichts Schöneres, als die selben Gesichter auch nach Feierabend noch vor der Nase zu haben.

Nett schon einmal die Idee, daß auch futuristische Raumschiffe ab und zu noch einmal in die Waschanlage müssen, um störende Strahlung und Käfer auf der Windschutzscheibe loszuwerden. Und in der Nebenhandlung werden wir mit dem altbekannten Problem der Pflicht-Anwesenheit gähniger Empfänge konfrontiert, was Dank der Bemühungen unseres käsegesichtigen Androiden Data aber trotzdem sehr humorig wird. Grandios ist vor allem seine Parodie der typischen Laberbacke, welche auf jeder Party vorhanden ist und es immer wieder schafft, einem ganz ohne Inhalt das Ohr abzukauen. Auch wird hier einmal das Faible des Captains für Hotttehüs aufgegriffen, welches er ja später in „Treffen der Generationen“ für die Verfolgung eines toupé-schwingenden Kollegen nutzt.

Aus diesem Grund ist Jean-Luc auch noch der letzte an Bord der Enterprise, um seinen persönlichen Sattel zu holen. Schließlich gibt es im Trek-Universum auch auf dem entlegensten Planeten immer noch mindestens einen Pferdestall inklusive Fichtenwald-Imitat gleich um die Ecke. Seine Pläne werden aber leider gestört von einer Gruppe Techniker, welcher man die Dreh-Anweisung „Verdächtig gucken und bewegen!“ auch kaum ansieht. Daher wird Jean-Luc auf dem Weg zum Transporter-Raum auch schnell in einen Kampf mit einem Tuvok-Imitator (mit Tim Russ immerhin der selbe Darsteller) verwickelt, welchen Picard durch einen vulkanischen Nackengriff (welche Ironie?!) für sich entscheiden kann. Weswegen sich seine Abreise auch soweit verzögert, daß sich der Transporter auf die Sekunde abschaltet, da soeben der Reinungsstrahl am Heck der Enterprise seine Arbeit begonnen hat. Somit ist die Mission des Captains auch klar: Die Eindringlinge aufhalten und sich zwecks Verhinderung der persönlichen Ganzkörper-Sterilisation rechtzeitig vom Schiff verkrümmeln.

„Mr. Data, alles in Ordnung mit Ihnen?“ – „Natürlich, ich wollte nur die Wirkung von Zitronen auf die menschlichen Gesichtsmuskeln erforschen! Leider ist mir dabei anscheinend der Motorik-Chip durchgebrannt.“ – Die Suche unseres Androiden nach echter Menschlichkeit geht weiter. Hoffentlich kommt es dabei nicht zu einem „Face Off“. So eine Abdeckung kann man schließlich nur schwer selbst wieder dran tackern.

Die Ähnlichkeiten zur „Stirb Langsam“-Reihe sind meiner Meinung nach schon zu verblüffend, um nur Zufall sein zu können. Wie schon sein Kollege McClane war Picard zur falschen Zeit am falschen Ort, welcher wie schon im ersten Teil der Reihe zum größten Teil geräumt wurde. Und auch hier gibt sich der Captain nicht sofort als solcher zu erkennen, sondern nimmt zwecks Täuschung erst einmal die Identität von Mr. Mott an, dem Schiffs-Friseur. Gut, daß im Laufe der Folge keiner fachmännische Fragen stellt. Zum Beispiel, wie ein Kamm funktioniert.

Wie sich herausstellt, wollen die Eindringlinge ein bisschen Trilithium aus dem Warpkern der Enterprise abzapfen, um dieses meistbietend zu verkaufen. Wieder eine nette Anspielung auf Stirb Langsam 1, wo sich scheinbare Terroristen letztendlich auch nur für die Kohlen im Firmen-Safe interessieren. Und wie auch schon dort kloppt und trickst sich der Captain durch die verschiedenen Handlanger durch, bis es letztendlich zu einem Finale in Zehn Vorne kommt, der letzten Stelle, durch welche der Baryonen-Strahl durchfegen will. Auf dem Planeten konnte man sich mittlerweile auch aus der Nebenhandlung (Bankett mit Geiselnahme zum Nachtisch) befreien und Jean-Luc wird auf dem letzten Drücker gerettet, bzw. gebeamt.

Fazit: Die Trek-Variante macht überraschenderweise genauso viel richtig wie das große Vorbild, indem man sich nicht nur auf dumpfe Haudrauf-Action konzentriert, sondern sich auch noch etwas Zeit für die Charaktere und Dialoge läßt. Letztendlich ist diese TNG-Folge für mich sogar kultiger als der jüngst erschienene vierte Teil der Film-Reihe. Gegen eine Fortsetzung von „Strahl Langsam“ hätte ich persönlich jedenfalls nichts gehabt. Man hätte die Handlung ja auf einen Raumhafen verlegen können.


Der Feuersturm (Ein Klapowski-Review)

Captain Picard verliebt sich in die Leiterin der astronomischen Abteilung? „Das kann doch nix werden!“, ruft da der Actionliebhaber vom Fernsehsessel und schaltet den DVD-Player vorsorglich mit der Bazooka aus. Doch ich sage: „Doch, das wird was! Denn wir sind hier ja nicht im Deltaquadranten, sondern genießen immerhin noch Alpha-Qualität!“

Allerdings muss man hier schon seinen „Schnulz – SF / SF – Schnulz“-Universalübersetzer mitbringen, will man diese Episode genießen. Bei mir gelang es jedoch hervorragend, was vermutlich an meinem sanften Wesen liegt. Ah, da ist es ja auch gerade! (*auf Stubenfliege zeig*) – Obwohl es zu 95% ausschließlich um Picard in Love geht, was in einer SF-Geschichte schneller langweilig werden könnte, als man „Raumverzerrung“ sagen kann, ist die Geschichte erstaunlich gut gelungen.

Okay, Lieutenant Commander Daren ist nicht wirklich ein Ausbund an Sympathie, wie sie da in ihr gepunktetes Goldfischglas linst (malt da die Astrokartografische Abteilung neue Sterne mit Tipp-Ex auf die Scheibe??). Sie ist außerdem eigensinniger und fordernder als Troi und Beverly zusammen und ist körperlich so sexy wie eine Klingonin beim Schweinefüttern. Und für einen weiblichen SF-Charakter, die ja ihre Bewerbungsbilder nicht erst seit Battlestar Galactica und Stargate auf Hochglanzfotos einschicken müssen, will das schon was heißen.

Aber: Sie ist ein Mensch mit Ecken und Kanten, mit viel Charakter und einem so warmen Herzen, dass es temperaturmäßig sogar noch für Picards kalten Pumpklumpen mitreicht. Sie ist intelligent, im besten maskulinen Sinne vernünftig und hat erfrischend wenig Respekt vor Picard, dem sie bei der ersten Begegnung erst mal eine neue Teesorte in den Beutel packt. Und somit passt sie besser zu ihm als all die jungen Betthupferl, die sich aufgrund eines hormonellen Überschusses bereits an seiner Glatze wundgerieben haben. Man mag verurteilen, dass es etwas so abgedroschenes wie Klassische Musik ist, über die die beiden sich finden. Aber die Alternative wäre wohl gewesen, dass die beiden im Quartier ihre archäologische Speerspitzensammlung sortiert hätten, weswegen ich mich nicht beschweren möchte.

Der musikalische Aspekt der Folge (der im englischen Titel „Lessons“ etwas besser rüberkommt als das Testosterongeschwängerte „Der Feuersturm“) ist auch gleichzeitig ihr Highlight. Beethoven & Co erklingen so vollmundig durch die Jeffreysröhren, dass sogar Geordie sich verwundert die Ohren reibt und darüber nachdenkt, ob er für seine Lauscher nicht auch eine Art Visor gebrauchen könnte. Die ressikanische Flöte aus der Kultfolge „Das zweite Leben“ spielt hierbei eine besonders große Rolle, ebenso wie die eingängigen Sounds, die diese hervorbringt. Dass das kein Hip Hop ist, rechne ich der Folge sogar besonders hoch an!

„Oh, Schatz! Du hast ja so weiche Lippen!“ – „Ja, sorry. Commander Riker war gerade erst bei mir und der nimmt immer Unmengen von diesem Lippenbalsam…“ – Auf der Suche nach Jeffreys berühmter Röhre: Picard und die Neue haben die selben Schnarch-Hobbys und daher überhaupt kein Problem damit, einfach mal zusammen zu… schlafen. Die Macht der Musik führte diese beiden Duranium-Schnecken allerdings auch körperlich zusammen. Genannt werden soll an dieser Stelle nur das Tandem-Tambourin und die berühmte Bock-Flöte…

Natürlich geht es auch darum, dass Picard vor der Mannschaft zu seinen Gefühlen steht und auch mal wild in der Jeffreysröhre knutscht, wenn endlich ein Schlussstrich unter den letzten Akkord gezogen werden muss. Es geht um seine fast klapowskereske Einsamkeit (Schnief), sowie um die Vereinbarkeit von einem öffentlichen Chefposten und privater Aufsitzertätigkeit. Und natürlich darum, ob er seine Geliebte in den Tod schicken könnten, wenn eine Mission es erforderte. Obwohl diese Frage bei dem atmosphärischen Feuersturm mit einem beruhigenden „Kein Problem, Schatz, das mit dem Sterben klappt schon!“ beantwortet wird, entscheiden sich die beiden Turtel-Turtels in fast schildkrötenhafter Langsamkeit, sich für immer zu trennen.

Fazit: Wer sich immer beschwert hat, dass bei TNG die Charaktere zu oberflächlich sind, kann hier mal richtig abschalten und bei Beethoven 1 bis 9 (die immerhin noch besser sind als „Beethoven – NEMESIS“) in eine Folge abtauchen, die den wahren Picard besser beleuchtet als alle anderen. Und jetzt entschuldigt mich bitte. Ich habe da wohl eine Note im Auge…


Das letzte Fragment (Ein Klapowski-Review)

Obwohl diese Folge von Fans oft zitiert wird und ihre Ansätze wirklich interessant sind, musste ich sie bei der heutigen Durchsicht leider zum Dermatologen schicken, so viele Kritikpunkte habe ich auf ihr gefunden! Brannon Braga hat erneut ein Script abgeliefert, das ALLES will und am Ende doch nur wieder quängelnd am Süßigkeitenregal vom Supermarkt steht. Allein das Timing ist bereits fragwürdig: Erst einmal muss Picard seinem Archäologie-Prof geschlagene 10 Minuten erklären, dass er seinen Posten nicht aufgeben wird, um zusammen mit ihm eine „große Entdeckung“ zu machen, die noch nicht näher ausgeführt wird. Tja, wenn alte Sabberlappen „Kommste’ mit?“ brummeln, das Ziel nicht nennen und vorher sogar noch Geschenke verteilen, würde ich mich auch nicht überschlagen. Zumindest nicht mehr ab 18 Lebensjahren.

Danach geht plötzlich alles ganz schnell: In der nächsten Szene ist der Professor bereits in seinem Schiff, wo er von ein paar Iridianern ein bisschen per Handphaser durchgewalkt wird. Das Schiff der Bösewichte wird von Worf seltsamerweise zerstört („Das verstehe ich nicht! Der Schuss hatte gar nicht genug Energie!“), was auch später nicht mehr erklärt wird. Zwar legt die Auflösung nahe, dass es hier bereits Hilfe von einem getarnten Romulanerschiff gab, aber da hat der Co-Autor, Joe Menosky, den Braga wohl nachträglich gebeten, diesen Satz rauszunehmen: „Wenn getarnt, dann nicht feuern. Wenn nicht getarnt, dann doch! Wie blöd bist Du eigentlich?“ – „Sorry, ich war im Chemieunterricht in der Schule schon immer mies…“

Der Prof stirbt, weil Beverly angeblich „nichts mehr für ihn tun“ kann und dabei lustlos den Trikorder wegsteckt, mit dem sie vermutlich eben noch heimlich auf den lästigen Intensivpatienten eingedroschen hat. Picard versucht nun, durch die Datenbank seines alten Freundes durchzusteigen, die seltsame Codes enthält. Vermutlich handelt es sich gleichzeitig um Richtungsangaben und Erbgutinformationen. – Ab jetzt geht die ganze Geschichte noch viel schneller den Subraum-Bach herunter: Ein Klingone vergast einen Tier- und Pflanzenplaneten so, dass kein einziger DNA-Schnipsel mehr übrig ist (auf der ganzen Kugel? Innerhalb von Sekunden? Hat Q etwa klingonische Vettern?) und auch Cardassianer gesellen sich dazu.

Man rauft sich bei der bevorstehenden Suche nach Erbgut-Schnipseln zusammen, wobei man die Wartezeit der Computeranalyse dazu nutzt, Spock zu ärgern: Während der klingonische Captain unseren Commander Data verprügeln will, damit dieser ihm die ausgewerteten Daten netterweise bevorzugt zukommen lässt (ganz Recht, das ist nicht logisch), können die Cardassianer mal eben den Schiffscomputer der Enterprise umprogrammieren. Aber irgendwie muss man sich ja sinnv… sinnlos beschäftigen.

„Kaspar, Moritz, Laura! Spielt gefälligst draußeeen! Mama muss hier eine Nachricht für ihre galaktischen Nachfahren in mehreren Millionen Jahren aufnehmeeen! – Äh, wo war ich?“ – Anno 1702: Die Vorfahren aller Rassen haben in der gesamten Galaxie ihre genetischen Spuren hinterlassen. Vielleicht waren es also doch nur „alte Wichser“, wie Picard vermutet. Am nachdenklichsten gestimmt wurde hingegen der Klingone im Team. Denn wenn alle Rassen von einer abstammen, erhöht das die Möglichkeiten zum rituellen Brudermord ganz enorm!

Das ganze Elend endet auf einem öden Papp-Planeten, auf dem nur noch an einer einzigen Stelle(!?) verwertbare DNA in einem Felsblock stecken soll. Während sich die Romulaner blöderweise mitten in die bereits vorhandenen 3 Parteien beamen und es nur deswegen nicht zum Schusswechseln kommt, weil Braga auf etwas anderes hinauswollte, ist Picard mal eine Runde clever: Er lässt den Felsen unbemerkt abkratzen und fügt alle Informationen zusammen. Aus irgendeinem Grund übernehmen alle gesammelten Daten den Trikorder und projizieren ein Alien. Da hatten die Außerirdischen Vorfahren aber Glück, dass die Föderationsscanner keine Firewall haben und sich nebenbei als Holoprojektor benutzen lassen! Wäre ja mal echt schade gewesen, wenn man alles zusammengefügt hätte und außer einem Bluescreen mal eben nix passiert wäre.

Fazit: Dass alle ST-Rassen von der selben Urrasse abstammen (die noch mal WARUM aussterben musste?), ist zwar höchst interessant, aber leider wird das später so was von nie wieder aufgegriffen, dass man sich doch gehörig verarscht fühlt. LOST im Weltraum? Außerdem sind manche Dialoge so klischeehaft, die Handlung so hektisch (warum kein Zweiteiler?), die Twists so aufgesetzt und die Logiklöcher so zahlreich, dass man trotz der bahnbrechenden Grundidee überhaupt keine Lust hat, das alles richtig gut zu finden.

Alternative: Die Neusynchronisation der „Sinnlos im Weltraum“-Macher, die sich um ein Motorradrennen dreht.


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von Klapowski am 22.08.07 in Star Trek - TNG

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Kommentare (25)

  1. Jorina sagt:

    Bei der Urrassengeschichte muss aber noch angemerkt werden, dass es um die selbe Schauspielerin handelt, wie bei der Gründerin und sie die Autoren dazu entschieden dieses nicht aufzugreifen.

  2. P.N. 03 sagt:

    das ist mir jetzt nicht so ganz klar:

    NUR aus dem Grund, weil sich's um die selbe Schauspielerin handelt wie die, die die Gründerin gespielt hat, entschieden sich die Autoren, DIESE Story (über das Urvolk) nicht mehr aufzugreifen?

    Wenn das wirklich als Grund genannt wurde, bin ich ein wenig verwundert.
    Man hätte doch einfach die Gründer als ne Art Nachkomme der Urrasse darstellen können, die dann irgendwann mal in Kontakt mit Pudding kam, flüssig wurde und durchdrehte? (Die Gründer jetzt, nicht die Urrasse)

    Und aus irgendeinem Grund stieg ihnen das ganze halt in den Kopf (der Pudding), und anstatt fortan von "gleiche DNA" usw. zu faseln, entwickelten sie halt eine Abneigung gegen "Solids".

    übrigens wieder sehr gute Reviews, wobei ich anmerken muss, dass mir eine andere Data-Traum-Folge noch besser gefiel. (mir fällt jetzt der Name nicht ein – müsste aber in ungefähr um Bergarbeiter, die in Datas Traum die Korridore zerlegen, gehandelt haben).

  3. Jorina sagt:

    Nein, sie hatten die Idee es aufzugreifen, weil die Schauspielerin dieselbe war und es eine gewisse Ähnlickeit gab. Sie entschlossen sich jedoch es nicht zu tun.

    Trotzdem ist diese Idee sehr beliebt bei den Fans.

    Und die Ähnlichkeit zwischen dem jungen Picard und seinem angeblichen Klon aus NEMESIS ist ja überwältigend.
    Datas Traum gefiehl mir übrigens sehr.

  4. P.N. 03 sagt:

    ach so, ok verstehe.

    Die Idee an sich find ich gut, auch deswegen, weil ich das Gründervolk – auch wenn ich deren "Outfit" für total unpassend halte (und ich dachte immer, die Schlafanzüge aus dem 1. ST Film könnten nicht mehr übertroffen werden) – zu den interessanteren Völkern im Alphaquadranten zähle (neben den Cardis und den Breen).

    Was den jungen Picard angeht:
    Ich fand eigentlich ALLE bisherigen "Junge Picard"-Versionen (ich glaube zumindest, mehrere als nur die oben erwähnte gesehen zu haben) für realistischer, oder sagen wir, glaubwürdiger, als den Klon aus Nemesis.

    Wenn der "junge Kirk" dem Shatner auch so verblüffend "ähnlich" aussieht, wie Shinzon Picard, na dann….

    Beim erneuten Ansehen der Terroristenfolge ist mir übrigens aufgefallen, dass mir DATA manchmal überzeugender beim Darstellen menschlicher Verhaltensweisen rüberkam, als die Autoren ihn noch NICHT den Emotionschip aktivieren und Tricorderwitze reissen ließen… die Caps oben (Data) sind göttlich.

  5. DJ Doena sagt:

    nitpick: Die Gründer sind aber aus dem Gamma-Q.

  6. Gast sagt:

    Ich möchte mal nicht zu kleinlich sein (ja gut, das war gelogen), aber der dritte teil des reviews ist teils etwas fanboyartig und ein paar Fakten wurden hier schlampig behandelt, und leider nicht aus humoristischen Gründen (falls doch merkt mans nicht)

    Harry Kim spielt Flöte ist zum Beispiel falsch, der hat sich wahrscheinlich an der Flöte gespielt, ansonsten ist dies wie bereits später im Bericht auftauchend das Instrument vom Franzosen, der Kim, das war mehr ne Klarinette.

    Der Moment der Erkenntnis war so mal abseits von Datas Tagträumen völlig unter aller, ach was solls, für den Worfteil 4 Ohren zu geben, da gehören euch doch die Ohren lang gezogen, und dann noch die 75% des schnarchigen Zweiteilers 1:1 mit den 25% Rest mit Data, seinem neuen Freund von DS9 und seinem Traumchip zu mischen ist mal höchst weich, sowas bin ich hier nicht gewohnt.

    Auch beim Feuersturm und beim fehlenden Fragment (der Titel war wahrscheinlich nen Arbeitshinweis fürs unfertige Drehbuch) finde ich ja selbst mit TNG Bonus (völlig zurecht!) kommt da nur nen Ohr weniger raus, bei Voyager müßte das fehlende Fragment ganz ohne Ohren auskommen (Kunststück, da tröstet einen nichtmal die Crew über den Mist hinweg).

  7. Sparkiller sagt:

    Man sollte aber daran denken, daß diese Artikel halt nur unsere eigene Meinungen wiederspiegeln. Soll ich etwa dem Klap mit dem Holzhammer solange einen auf die Omme geben, bis er die Blasmusik-Folge endlich nicht mehr so unverschämt toll findet? Mein Kollege ist nun einmal etwas sensibler, weswegen die Redaktions-Couch nach dem Anschauen der Episode auch total verrotzt war.

    Aus diesem Grund findet man hier eigentlich auch niemals solche Aussagen wie "Es wäre uns unverständlich, wenn es jemand anders sehen würde!" oder "So ist das! Alle doof, die eine andere Meinung haben!". Den Klingonen-Zweiteiler fand ich beispielsweise auch wesentlich schnarchiger, aber wenn der Daniel nun einmal mehr Spaß daran hatte, warum nicht?

    Was die Flöte angeht, das hatte schon Versimplungs-Gründe. Hätte Harry stattdessen lieber das Wiener Waldhorn gespielt, ich hätte von einer Trompete gesprochen. Genauso, wie ich wohl "mit dem Zuch" fahren würde, anstatt mit der Stadtschnellbahn. Und eigentlich egal was der Knabe spielt, vielschichtiger wird er dadurch sowieso nicht.

  8. Klapowski sagt:

    Was mich viel mehr wundert (aber auch nicht schlimm ist): Bei Sparkis Rezensionen habe ich eigentlich keinen einzigen echten Kritikpunkt gefunden, weswegen ich diesmal nicht weiß, warum die beiden Folgen nicht 5 oder sogar 6 Ohren bekommen haben. Bei "Strahl langsam" könnte ich mir vorstellen, dass eine Schiffsentführung nun ja auch für ihn nicht die spannendste Idee des SF-Universums ist. Und bei "Leben nach dem Tod" hätte man sich vielleicht etwas leicht Interessanteres als eine Kneipenprügelei nach einem Spacebilliard-Match einfallen lassen können, oder so.

    Apropos Inkompetenz bei subjektiven Beurteilungen (gibt's das?): Der TNG-Bonus ist tatsächlich bei jeder MEINER Rezensionen drauf. Nachdem ich mir vorgestern eine zufällig rausgesuchte Voyagerfolge zum Vergleich angeschaut habe, war es mir ein inneres Bedürfnis, die unplumpe Annäherung in "Der Feuersturm" zu honorieren.

    Und Worf hat sich seine vier Ohren auch redlich verdient, da er hier insgesamt erstaunlich Picard-ig ans Werk gegangen ist. Bei DS9 hätte er vermutlich ein paar Romulaner einfach nur zu Demonstrationszwecken gekillt (irgendwie muss ich dabei an die bescheuerte Folge mit Jadzia, den drei steinalten Klingonen und dem bösen "Albino" denken)…

    Wer schlechte Reviews will, muss mir statt Staffel 6 von TNG eben etwas von Voyager vermachen. Was das angeht, bin ich erstaunlich flexibel und teste wirkich fast alles, was ihr mir (kostenlos) zuschickt.

  9. Gast sagt:

    hm … dann review mal die Dinofolge aus Voyager

  10. Klapowski sagt:

    Okay, meldest Du Dich wegen der Lieferung der DVDs noch mal per Mail bei mir? Und ist das Selbstmord-Set gleich dabei oder muss ich das wieder selber kaufen? Bei "Endspiel" (Ende 7. Staffel) waren ja damals die Pillendöschen so fest zugeschraubt…

  11. Dr.Best (der mit dem Schwingkopf) sagt:

    Was ist den das eigentlich für eine Dino-Folge von der hier alle paar Jahre immer mal wieder geredet wird? Ich bilde mir ein, so vor 6-7 Jahren, ziemlich alle Voyager-Folgen geseh'n zu haben (aber danach nie wieder, versprochen!) und das Janeway und Co. von T-Rex durch die Pampa gejagt (und Nelix ganz Jurasic-Park-mäßig auf dem Klo gefressen) wurde, ist mir irgendwie entgangen. War die gut, hab ich was verpasst?

    Gruß Dr.Best

  12. Gast sagt:

    So, nochmal der nörglige gast (nicht gleich dem gast mit dem Dinofetisch)

    Das hier ne Menge Subjektiver Meinungen in den Reviews drin ist sei ja mal unbenommen, so richtig klar geworden woher Worf die ganzen Ohren bekommen hat ist mir jedenfalls nach Ansicht der Folge(n) und des Reviews nicht.

    Das mit der Kneipenprügelei unterstreicht im Prinzip recht gut die Nichtigkeit des anlasses für die Herzoperation (mit Nichtigkeit ist nicht das Messer im Brustkorb gemeint).

    Das mit dem TNG Bonus finde ich völlig in Ordnung, so Subjektiv meinerseits, ergibt sich bei mir schon daraus, dass ich mit den Figuren deutlich mehr anfangen kann

    Die Idee mit dem Holzhammer bitte auf Wiedervorlage legen

  13. DJ Doena sagt:

    Daniel, nimm doch das hier

    http://library.thinkquest.org/05aug/00716/wakizashi.html

    Geht wie durch Butter!

  14. Gast sagt:

    @Dr. Best:

    Es handelt sich um die Folge "Herkunft aus der Ferne" (http://memory-alpha.org/de/wiki/Herkunft_aus_der_Ferne).

    Gehört zu dem Schatz der besonders bananigen Voyager-Folgen.

  15. Indigo sagt:

    Hi Leute

    Wie üblich sehr gute und (meiner Meinung nach) zutreffende Reviews.

    Sparkiller – Hast du Klapowski senibel genannt? – Nichts für ungut, aber das ist doch in etwa das gleiche, als würde man kuschelig zu einem Klingonen oder symphatisch zur Weltraumschlam… – ähm – der ollen Janeway sagen.

    Die stirb-langsam-im-Weltall-(eigentlich stirbt man da doch recht schnell)Folge fand ich eigentlich sehr viel besser als beschrieben. Und Datas Bemühungen die Party aufzumischen waren klasse. Ich habe natürlich das jippiejayjey Schweinebacke vermisst, wenn Picard am Ende mit dem Sicherungsstift zurückbleibt, aber man kann ja nicht alles haben.

    Indigo

  16. bergh sagt:

    tach auch !

    Was bitte schön ist seniubel ?
    Ich kenne Ssenil und sensibel.
    Ist das eine Mischung ?

    Da es um Klapowski und Kuscheln geht (ein Widerspruch in sich, oder ?) kannja eigentlich nur sensibel gemeint sein.

    Zu der Review schreibe ich besser gar nichts, denn sie haben mir gefallen;
    alle drei und von beiden Autoren gleich gut.
    (Vor allem von dem einen.) ;)

    Gruss BergH

  17. crysis sagt:

    Irgendwie habe ich in letzter Zeit bei den Posts von unserem geschätzten BergH den Eindruck, das in den Ausnüchterungsräumen der Polizei Internetzugänge eingerichtet wurden…oder ich kapier einfach nicht worum es geht.

    Was den Daniel angeht…das dürfte nach über 200 Reviews eingentlich klar sein…

  18. Indigo sagt:

    natürlich war sensibel gemeint – senil kommt ja alterstechnisch noch nicht in Frage – hoffe ich doch zumindest :-)

  19. Donald D. sagt:

    Klasse Rezensionen, Klapo und Sparki!!! ("Horchen Sie an Ihrem Schreibtisch, oder was?" und "…vor den Koffer kacken… .") Könnt´ mich kringeln.

    Was "Das fehlende Fragment" betrifft… nun ja, jede Serie (nicht nur Star Trek) hat ihr "Spock´s Gehirn". Aber tolle Schiffsaufnahmen. Nur bei DS9 gab´s noch bessere.

  20. Raketenwurm sagt:

    @bergh
    Sanibel ist eine Stadt in Florida.

    "Das fehlende Fragment" (im Review "Das letzte Fragment" genannt) verdient im übrigen eigentlich sogar 7 Gummiohren, denn man kann dieser Folge gar nicht hoch genug anrechnen, daß sie den wahrscheinlich größten Kritikpunkt an Star Trek innerhalb weniger Minuten aus dem Weg räumt. So kann man seitdem, wenn Babylon5-Fans und andere Dauernörgler mal wieder bemängeln, daß bei Star Trek alle Außerirdischen gleich aussehen, ganz cool sagen "Ja, aber…das wurde erklärt ! Die sind alle verwandt ! Da gibt es eine ganze Folge drüber ! In keiner anderer SciFi-Serie wurde jemals im dem Unfang erklärt, warum die ganzen menschenähnlichen Rassen so menschenähnlich aussehen. Star Trek ist schon verdammt toll, oder ?!". – also ein Hoch auf "Das fehlende Fragment" !

  21. Gast sagt:

    Thaddäus Tentakel spielt auch Klarinette und selbst in dieser Zeichentrickserie hat man der Figur allein in dieser Hinsicht charaktertechnisch mehr Facetten abgewinnen können, als Harry Kim jemals zu haben träumen darf.

  22. Indigo sagt:

    Das war unter der Gürtellinie. Ich bin alles andere als ein Fan von ST Voy, aber den Vergleich mit Spongebob-Charaktere würde ich nicht einmal meinem schlimmsten Feind zumuten.

  23. GG-Hoffmann sagt:

    Jetzt erinnere ich mich! Die 6. Staffel war die Gute! Und ich Depp sitze seit geschlagenen 8 Wochen vor der Box der 7. Staffel wie ein Kind vor einem Teller Spinat und wundere mich, weshalb ich mir jede Folge so mühsam und ohne Freude reinwürgen muß. Gleichwohl ein Dampfhammer-Review gefällig? Seit ich es gestern geschafft habe mir bei der anscheinend nicht nur scheinbar sehr laaaangen Folge "Beförderungen" (gähn) sechs Mettbrötchen und 1,5 Liter Weizenbier reinzuflöten, bin ich richtig in Stimmung für einen TNG-Verriß. Da wird auch der obligatorische TNG-Bonus die Folge nicht vor einer vernichtenden 3+ retten können.

  24. Gast sagt:

    Sagt mal, seit wann heißt die Folge eigentlich 'Das letzte Fragment'? War das nicht eher was mit fehlend?

    Und überhaupt denke ich bei der Folge mittlerweile primär an Mofarennen….

    Gez.
    FrakesJoe

  25. mare sagt:

    Die Folge „Willkommen im Leben…“ kam letztens wieder; für ne Serie ganz wunderbares Theater. Außerdem ziemlich bissig im Nebenschauplatz: Ziemlich erschreckend, wie man in der Replikatorwelt mit ihrem ganzen ‚wir sind alle auf unsere Art schwer wichtig‘ und ‚jeder kann tun, wonach ihm ist‘ eben doch in einem Scheißjob festsitzen kann bis man das Trikot endlich an den Nagel hängt. Da muss ein 60jähriger Lieutenant Junior (oder so ähnlich) die Statistik („wo bleibt das denn!!??“) zum Chef tragen, den Geordie ingenieurs-arschmäßig intonieren kann. Riker und Troi haben auf die Hilferufe von Depressions-Picard nur Zeugnisgelaber drauf:“ jaha, pünktlich, zuverlässig ..ähm, Beförderung? …Ja, mal sehn…“
    Und das TROTZ Sternenflotten-Abschluss? Zeigen die diese Karrieremöglichkeit auch in ihrem Werbefilm? Warum tut sich in dieser Welt überhaupt jemand diesen Wasserträger-Scheiß an? Worf schnauzt übrigens ne Folge später nen ‚kleineren‘ Officer an, weil der bekackte Dienstplan einen Fehler hat! Als satire ist das bemerkenswert, weil es der Schönen Neuen Elitenwelt ne ziemlich Ohrfeige verpasst.

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