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„Star Trek – Memory Into Darkness“ – Return Of The Erinnerung?

Kennt Ihr das auch? Man geht zufrieden aus einem Blockbuster, kann sich aber schon 3 Stunden später nicht mal daran erinnern, ob die Kinokarte nun 12 oder 15 Euro gekostet hat (Unv. Preisempf.)? Oder wie der Film überhaupt war? Philosophischer gefragt: WAR er überhaupt jemals DA? Und an was erinnert man sich nach nunmehr über 4 Monaten? Oftmals ist DAS ja sehr viel aussagekräftiger bezüglich der Langzeiteignung eines Movies, als coladuselig zwischen Kino und Burger King herumzuwanken und sich alles schön zu reden? Ihr habt es bereits erraten: Dies ist ein ERINNERUNGS-Review© zu „Star Trek – Into Darkness“. Alzheim ab:

Pille, Kirk und Spock springen auf einem Planeten herum, verfolgt von Leuten mit getrockneten Gesichtsmasken aus Taubenkot. Warum, weiß ich nicht mehr, aber bei James Bond hatte die erste Sequenz auch selten etwas mit dem darauffolgenden Film zu tun. Vielleicht eine Parodie darauf? Irgendwas war jedoch mit Spock in einem Lavasee und einer emotional gemeinten „Stirb nicht!“-Szene, die sich aber irgendwie mit der gleichzeitig gezündeten „Frostbombe“(?) zu einem einzigen, kühlen (Anti-)Empathie-Klumpen vermischte.

Als nächstes erinnere ich mich an eine Explosion in einer Sternenflotteneinrichtung. Ich glaube, es war ein Datenlager, eine Bibliothek oder das Föderationsfinanzamt in der Höhe von 3 übereinandergestellten Amazon-Hochregallagern. Alle Beamten starben und in der darauffolgenden Szene, in der sich alle darüber aufregten („Böser Mann! Zu Klingonen gebeamt! Hier 27 nichtssagende Infos dazu!“) starben dann noch mal viele Leute. Dunkel entsinne ich mich, dass Kirk fast heulte, weil so getan wurde, als wenn Admiral(?) Pike mit ihm zusammen bereits 3 Buddy-Movies gedreht hätte. Dabei erinnere ich mich jedoch nur an zwei verbindende Kneipenszenen und zwei dienstliche „Du musst deinen Weg gehen und an dich glauben“-Szenen, die aber exakt GLEICHTZEITIG gezeigt worden waren. Glaube ich jedenfalls.

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Eine großartige Szene und Frauenrolle, bei der ich die Schauspielerin in ein paar Jahren gerne mal fragen würde, was sie davon hält. – „It was great fun and the team was quiet perfect! Eeh… WHAT film do you mean, exactly?“

Irgendwie wurde dann ziemlich lange und aufgesetzt moralisch über ein paar Torpedos geschwafelt, wobei Kirk entrüstet gekündigt hat und Scotty dann das Schiff zum Ziel flog. – Ach ne, umgekehrt! Aber Scotty flog später auch rum, was noch mal wichtig wurde. Dann kamen auch schon die Klingonen (glaube ich), oder zumindest ein Schrottplatz und eine Art Podrace-Rennen aus „Star Wars Episode 1“, die in irgendeiner Beziehung zu der Kriegerrasse gebracht worden waren. Die standen aber nur laange stumpf da und fielen dann um, als der menschliche Bösewicht alle erschossen und verprügelt hat. Ich nehme an, dass das alles unweigerlich einen Krieg ausgelöst hat, aber an den kann ich mich komischerweise auch nicht mehr erinnern… Warum der Typ zu den Klingonen geflüchtet war, weiß ich nicht mehr, aber möglicherweise hatten die Borg (oder andere Kultrassen) gerade keine Zeit zum Vorgezeigt-Werden.

Der unbekannte Terrorist war dann auf der Enterprise und hat ein Drittel des Filmes aus so einem großen Aquarium herausgeschaut, wie ein Schimpanse in artenschutzrechtlich bedenklichen Zoos. Ich glaube, er hatte eine sehr tiefe Stimme, wie die Go’uld bei Stargate, aber da bin ich mir echt nicht mehr sicher, weil ich vorher auch den dritten Batman-Film gesehen hatte. – Jetzt wird es erinnerungstechnisch GANZ finster… Die Torpedos wurden definitiv wieder wichtig. Wobei ich noch genau weiß, dass da Leute drin waren und diesbezüglich (aus vielerlei organisatorischen Gründen) eine Art Logikloch-Schwerkraftzentrum entstand, das viele Erinnerungen an den Movie-Mittelteil(?) verschlungen hat.

Scotty kam woanders derweil mit VIEL Glück auf ein völlig leeres Schiff (Ich erinnere mich noch, dass ich dachte, dass der Mann unbedingt „Lotto spielen sollte“), das 2 Sekunden später startete und zu Kirk vordrang. Ich weiß nicht, ob es danach schon einen Raumkampf gab, aber rein statistisch würde viel dafür sprechen, da es ein J.J.Abrams-Film ist. Mindestens ein Auffahrunfall wird es wohl gewesen sein. Irgendwie waren die Torpedos am Ende jedenfalls auf dem „bösen“ Schiff, das DOCH nicht ganz leer war. Auf der Brücke war der Vater (oder der viel ältere Bruder?) von Kirks Quotenblonden, die sich im Trailer zum Film immer ausgezogen hat. Hatte ich bis eben verdrängt, dabei gab es mit ihr und Pille doch eine sinnlose Szene auf einem Asteroiden mit Atmosphäre, wo Pille als Chirurg zum Untersuchen eines Torpedos prädestiniert war. Hmm. Nein, DAS kann eigentlich UNMÖGLICH in Echt passiert sein.

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In meiner Erinnerung war der Film deutlich cooler! J.J.Abrams kann es wohl einfach nicht mehr… Hat er kleine Kinder? DIE könnten doch im Grafikprogramm-Menü auf den Beleuchtungseffekten rumklicken!

Ach ja, der Böse wurde mit viel musikalischem Trara als Khan geoutet und war für 5 Minuten Kirks Verbündeter. Geredet hat er trotzdem kaum und an emotionale Szenen kann ich mich an dieser Stelle auch nicht erinnern. Also, in diesem Kinosaal jetzt und in den drei Stunden, in denen ich dort war. Ich erinnere mich aber noch an dieses dumpfe Gefühl beim Rausgehen, das mir sagte, dass ich zuhause die dritte Staffel „Game of Thrones“ weitergucken sollte. Einen Burger essen wollte ich auch, aber ich wollte heim und mich laaange duschen und da wäre er wohl nass geworden.

Bevor ich es vergesse: Der Film war da noch nicht am Ende. Es gab einen Raumkampf und beide Schiffe stürzten ab. Oder war es nur eines? Es ging doch um Schiffe im Film, oooder? So mit Segeln drauf? Egal: Jedenfalls hangelten sich Kirk und Spock (Pille, Sulu oder Chekov waren auch dabei, vielleicht aber auch nicht) auf einem Steg zu einem Reaktor oder dem Maschinenraum. War der Reaktor im Maschinenraum? Der Maschinenraum war ja hellweiß, der Reaktor hatte aber auch andere Farben, glaube ich. Korrigiert mich bitte, wenn ich Lötzinn zähle. Äh, Blödsinn erzähle..

Kirk starb dann auch recht schnell. Der hatte ein Strahlenleck mit Fußtritten repariert. Oder er musste das Plutonium einfüllen oder rauslassen. Was weiß denn ich… Pille kam dann irgendwie darauf, auf den Tribble zu gucken, der vorher auffällig nebensächlich mit Khans Blut gespritzt(?) worden war. Da der plötzlich lebte, lebte Kirk auch wieder, da den Tod für immer besiegt. – Äh, Moment, da war doch noch was anderes vorher? Ach ja, Khan ließ sein Raumschiff abstürzen. Weiß nicht mehr, ob unabsichtlich oder absichtlich, jedenfalls lief der durch die Straßen und wurde 20 Minuten von Spock auf einem kleinen Müllfrachter verkloppt. Ob Khan danach eingesperrt oder getötet wurde oder gar entkam, das weiß ich echt nicht mehr. Ich glaube ersteres, wegen der geplanten Fortsetzungen („Auf der Suche nach Mister Khan“ und „Zurück in die Ver-Kahn-enheit“), an die ich mich deutlicher erinnere als an diesen bereits gedrehten Film.

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Kirk hielt noch eine Ansprache, in der es entweder um das Gute oder das Schlechte im Menschen ging. Oder um den gesunden Durchschnitt daraus. Ich erinnere mich an Mützen. Zumindest an Uniformen. Müssen sehr präsent gewesen sein. Der Abspann sah cool aus: Schöne Musik sowie Sterne und Nebel in schnellem Wechsel. Ich glaube, es wurde davor und danach nicht mehr stimmungsvoller als an dieser Stelle. Ich glaube, draußen war es da schon dunkel.

Die Straßenbahn haben wir knapp verpasst, mussten dann 12 Minuten auf die Linie 1 warten, während ich ein Würstchen für 2,50 Euro gegessen habe. Wir trafen exakt 293 Menschen beim Vorübergehen und unsere Rückfahrt dauerte genau 21 Minuten.

Hey, wieso kann ich mich DARAN wieder erinnern?!


Fazit: Ein schöner Film! Äh, Filmriss! Gab es etwa Alkohol im Kino? – Jedenfalls war der Streifen gar nicht so übel, zumindest diese lustige Szene, in der der Eismann reinkam und fragte, ob wir denn etwas bei ihm kaufen wollten, die war echt zum Schießen! Khan hatte einige schöne Szenen, die ich nachträglich – aus Langeweile – in meinen Kopf hereinkopiert habe und aus reiner Faulheit nicht zu löschen gedenke.

Ja, man kann sich „Into Darkness“ noch mal angucken, gerne auch mit geschlossenen Augen und MP3-Player im Ohr.

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Artikel

von Klapowski am 14.09.13 in Das Test-Labor

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Kommentare (16)

  1. BergH sagt:

    tach auch !

    Bin ich der Erste , dem auffällt, dass Ihr schon wieder das Bewertungsschema geändert habt ?
    Ansonsten Widerspruch:
    Es war ein toller SF Film nur nicht unbedingt en Star Trek Film. Mal sehen wie Star Wars Abrahams Stile wird.

    Das gleich eübrigens beim letzten Bond.
    Ein toller MacGyver Film aber eben kein 007 James Bond Film.

    Gruss BergH

  2. G.G.Hoffmann sagt:

    Nachdem mir mein Augenarzt im Juni offenbart hat, daß ich 3D überhaupt nicht sehen könne, stereoblind sei und die Welt nur in 2D wahrnähme, wurde mir einiges klarer. Nicht nur der permanent aktive Abstandswarner meines Autos ergab plötzlich Sinn, auch mein jahrzehntelanges Versagen beim Korbwurf und die vielen fehlgeschlagenen Versuche, die Distanz zwischen Hand und Kaffeetasse korrekt zu kalkulieren. Am meisten hat mich aber die Erkenntnis gefreut, daß meine Abneigung gegen STID nur mit meiner kleinen Behinderung zu tun hat.

    Ich habe mir also den Film zwei Wochen später noch einmal in 2D angeschaut (gar nicht so leicht, heute noch ein 2D-Kino zu finden) – und siehe DA! Daran lag es nicht.

    Aber es gibt auch eine gute Nachricht. Ich bin gar nicht stereoblind, sondern nur doof. Ich hatte die Testfragen des Augenarztes nicht verstanden. Deshalb heute Abend natürlich noch einmal auf meinem 3D-TV: TNG – Der Kampf um das klingonische Reich (seit vorgestern für 9,99 Euro auf Bluray bei REAL und Kaufland).

  3. BigBadBorg sagt:

    Ich stimme BergH zu. Es war ein toller SF-Film. Ich behaupte sogar zu sagen, das er als Star Trek-Film funktioniert hat, auch wenn ich damit hier wohl ziemlich alleine bin. Meine Erinnerung an den Film ist auf jeden Fall sehr gut, viele Szenen sind mir im Gedächtnis geblieben. Besonders der Speerwurf in der Anfangsszene, in der ich (sowie meine Begleitung) zusammengezuckt bin. Für einen Film, der nicht in 3D geplant war, nicht schlecht.

    Leider muss ich noch ein wenig warten bis die BD-Special Edition rauskommt. Aber ich kann es kaum erwarten!

    P.S.: Benedict Cumberpatch war ein genialer Bösewicht.

  4. Rider sagt:

    Naja, ein echter toller SF-Film war dieser Film für mich auch nicht wirklich, dann eher als durchschnittlicher ction-Streifen und als ST Film hätte der Film auch nicht wirklich funktioniert. ID ist wirklich so ein Blockbuster Film den ich mir nicht nochmal ansehen will und von der Handlung blieb auch nichts wirklich in Erinnerung, aber seitwann spielt die Handlung in einen Abrams Film eine große Rolle?, denn er setzt ja auf sein Lens Flare und auf den ganzen Action. Benedict Cumberpatch ist ein guter Schauspieler, aber als Khan war eher nicht wirklich gut gewesen

  5. Klapowski sagt:

    Was mich am meisten an ST12 ärgert, ist diese dreiste Plumpigkeit(?), mit der der Film die niedersten Instinkte anzusprechen versucht: blutjunge Darsteller, sexy Frauen ohne wirklichen Zweck, brutal aussehende Faustkämpfe in die FRESSE (aber comichaft ausgetragen und ohne echte Nachwirkungen), Klingonen und andere Elemente als „Pausenclowns“ für Altfans (und sogar Oma Platuschke), dazu Action, die man einem Filmstudent als „Mangelhaft geschnitten“ um die vulkanischen Gummiohren hauen würde.

    Im Ernst, mich schockiert es nachhaltig, dass der Streifen im Durchschnitt 8/10 bei IMDB bekommen hat. Ich muss nicht mal den beleidigten Altfan herauskehren, um anhand von Küchenpsychologie zu beweisen, dass die Figuren überhaupt nicht miteinander harmonieren. Jeder labert den anderen halt die ganze Zeit mit ironisch-selbstreferentiellen Sprüchen zu. Der Streifen versucht nicht mal eine Minute, wenigstens teilweise komplett ernst, unheimlich oder spannend zu sein.

    Ständig flüchtet er sich in (gewollte) Ironie und „Haha, wir meinen das ja auch nicht ernst, hahaaaa“-Deckmäntelchen. Klar, es muss ja nicht gleich so bierernst wirken wie der letzte Batman, aber diese „Wir wollen keinem Weh tun“-Attitüde moderner Blockbuster ist einfach nur öde. Ob man nun „Iron Man“ sieht, „Transformers“ oder die anderen 2 Dutzend: Meistens versucht man scheunentorgroße Dramatikprobleme, die man Drehbuchautoren vor 20 Jahren nicht hätte durchgehen lassen, mit einer Titten-Szene oder mit einem doofdreisten Satz einer Hauptfigur zu „erklären“:

    „Hey, iiich hätte SELBER nicht gedacht, dass dieser total irre Plan funktioniert.“ (*Zuschauer zuzwinker*)

    „Hey, aber was ist mit den galaxieweiten Konsequenzen für X, Y oder Z, wenn wir DAS tun?“ – „Ha, die können ja… a) einen Trinken gehen b) eine Beschwerde bei der Sternenflotte einreichen c) Sie sprechen ja schon wie ein Vulkanier. Oh, sie sind ja einer, hahah!“

    „Können wir ihm vertrauen?“ – „Nein. Er wird uns alle töten.“ – „Okay, wollte ich auch nur wissen, Na dann LOS, harhaaarrr!“

    Derlei Beispiele gibt es unendlich. Nur leider ist das irgendwann nicht mehr clever, sondern hat Notausgangscharakter für Mittelklassezyniker ohne Interesse an den Figuren.

    Wobei mich mal ernsthaft und völlig ohne SCHIMPF-Reflex (aaarg, unterdrüüüücken!) interessieren würde, wie oft sich die Fans vom 11. Teil diesen noch mal angesehen und genossen haben. Und warum.

  6. G.G.Hoffmann sagt:

    Zugegeben: auch in ST 1-6 waren Uhura, Sulu und Chekov überwiegend nur Stichwortgeber. Mangels prägnanter Charakterzüge war keine Charakterentwicklung zu erkennen. Wer hätte das auch sehen wollen? Eingeschränkt galt das auch für Scotty, der aber wenigstens noch schön schrullig war. Entsprechendes galt für die „Nebendarsteller“ der TNG-Crew in den Filmen 7-10. Worf war hierbei der Scotty des 24. Jahrhunderts.

    Aber die jeweiligen Hauptdarsteller der Crews Kirk, Spock, Pille bzw. Picard, Data und Riker hatten eigentlich immer sehr schöne Charaktermomente und Dialogzeilen jenseits von doof. Das hat den Filmen zwischen den im Kino notwendigen Actionszenen immer etwas Ruhe und Tiefe gegeben (immer eingedenk der Maßgabe, daß es sich hier um zweitklassige SciFi-Filme handelt). Leider ist davon in Abrams Trek nichts zu spüren. Karl Urban als Pille sticht als einziger positiv heraus. Auch den ganz jungen Kirk mag man noch als glaubhaft ansehen – allerdings nicht als Captain. Völlig daneben sind hingegen Spock und Scotty geraten. Der Vulkanier redet wie ein Wasserfall – was zum Teil auch der unglücklich gewählten deutschen Synchronstimme geschuldet ist – und flippt bei jeder sich bietenden Gelegenheit völlig aus. In jedem Fall agiert er viel zu hektisch. Den Ruhepol, der er in TOS einst war, erkennt man nicht wieder. In Sachen Wasserfall steht ihm der Schiffsclown Scotty in nichts nach.

    Ich wünschte, Abrams würde für 5 Minuten einmal den Fuß vom Gas nehmen. Aber vielleicht kann er das gar nicht. Die einzige Stelle, an der er es versuchte – Kirks Sterbeszene – ist völlig mißlungen und bestenfalls lächerlich.

  7. Onkel Hutt sagt:

    Warum Star Wars VII zu 95% nichts wird ?
    Weil CGI immer billiger wird
    Weil das Publikum einer Story nicht länger als 20 Minuten folgen kann
    Weil das Rezept bei teil 1-3 finanziell funktionierte

    Wenn ich ansonsten mal die Blockbuster der letzten Jahre durchgehe war ich lediglich bei „Inception“ und „Dark Knight Rises“ ständig dabei und kann mich gut an die Filme erinnern, während ich beim großen Rest (Star Trek, Transformers, Pacific Rim, etc…) mit geöffnetem Mund dasaß und die Fliege im Kreis in den Mund rein- und aus dem Ohr rausflog.
    („Der Hobbit“ ausgenommen, den habe ich noch nicht sehen können)

  8. schoenerAndi sagt:

    Das Problem ist doch auch, dass heutzutage jeder Film
    mindestens eine überraschende Wendung pro halber Stunde
    haben muss…was fast immer dazu führt, dass man irgendwann nicht mehr weiß, wer da gerade was tut und warum.

    Oder kann mir hier irgendjemand die Handlung von Fluch der
    Karibik II – IV oder Sherlock Holmes I & II erklären und mir sagen, wer da was will und warum? Und das liegt nicht etwa an einer zu anspruchsvollen Geschichte – das liegt an dem unglaublichen Mist, der uns da in unglaublich dämlichen Szenen serviert wird.

    Wie wäre es stattdessen mal wieder mit einer etwas geradlinigeren Geschichte a la „Drive“.

  9. G.G.Hoffmann sagt:

    Wobei es natürlich etwas billig ist, immer dem armen Herrn Abrams die Schuld zu geben, als hätten andere, insbesondere die Drehbuchautoren, nichts damit zu tun. Der Regisseur kann ja nur das umsetzen, was die Autoren ihm vorgeben. Wenn diese ihm ein 1.328-seitiges Script unter die Nase halten, voller „toller“ Ideen und ihn auffordern, er möge das bitte alles in 120 Minuten Film unterbringen, wird es auch für den besten Regisseur schwierig, Ruhe und Tiefgang in den Film zu bringen.

    Teilweise sind die Vorwürfe gegen das Drehbuch auch unfair. Natürlich war es selten bescheuert, die Reise der Enterprise von Kronos zur Erde nur 38,5 Sekunden dauern zu lassen. Aber das war in anderen Star Trek Filmen nicht anders. In ST1 befand sich V’Ger zunächst im klingonischen Raum, die Enterprise auf der Erde. Wenige Minuten später traf die Enterprise auf V’Ger. Auch in ST:2 befand sich die Crew zunächst auf der Erde. Schon kurz darauf fand man sich in einem fernen Sternensystem wieder, um Dr. Carol Marcus zu retten. In ST3 ist man ebenfalls in kürzester Zeit von der Erde nach Vulkan gereist, in ST5 hat man sogar nur wenige Minuten benötigt, um die 40.000 Lichtjahre in das Zentrum der Galaxis zurückzulegen – arme, dumme Kathryn Janeway. Auch in ST6 ging es von der Erde Richtung Kronos, um den Kanzler abzuholen. Mehr als ein paar Stunden hat man nicht benötigt, usw., usw.

    • Sparkiller sagt:

      „Wobei es natürlich etwas billig ist, immer dem armen Herrn Abrams die Schuld zu geben“

      Ebend! Wenn ich die Wahl zwischen Abrams mit dem Glitzerfimmel und diesem Orci/Kurtzman/Lindelof-Autorengespann hätte, welche u.a. für „Transformers“ und „Prometheus“ verantwortlich sind, dann doch lieber Abrams. Handwerklich hat er ja was drauf, wenn man ihm denn nur mal die Tabletten gegen sein ADS reichen würde.

      Wobei ich ja meine, daß die vielen, VIELEN buckligen Diener des Regisseurs mindestens zu gleichem Maße für das Gesamtergebnis verantwortlich sind. Denn würde ein Film am Ende wirklich noch genauso aussehen, wenn man z.B. nur den Storyboard-Artist austauscht? Oder BESONDERS den Cinematographer? Spielberg-Filme haben sich ja ebenfalls stark verändert mit der Zeit. Wohl, weil die alte Garde mittlerweile verstorben oder zumindestens in Rente gegangen ist.

      Was die Reisezeiten angeht… solange man per Dialog klarstellt daß trotz 10 Sekunden für den Zuschauer nun ein paar Film-Wochen vergangen sind ist doch alles okay? Oder meinetwegen daß man dies eben NICHT sagt. Man denke z.B. an das abgelutschte Stilmittel der herunterfallenden Kalenderblätter. Oder der am Horizont vorbeirasenden Sonne.

      Für die Trek-Filme trifft dies doch auch zu. Beziehungsweise müßte man mal die Sternzeiten von Kirks Logbuch checken.

  10. BigBadBorg sagt:

    @Sparkiller

    Ich habe mich immer gefragt, warum mir die neuen Spielberg-Filme nicht mehr so gefallen, die alten ich jedoch absolut liebe. Auf diese Erklärung bin ich nie gekommen, ergibt absolut Sinn. Fiel mir glaube ich zum ersten Mal auf bei Krieg der Welten, die ersten 15 Minuten versprühten diesen ganz besonderen Flair, danach wurde es platt und öde. Wäre vielleicht mit dem alten Team nicht passiert.

    Zurück zu Into Darkness: Die IMDB-Wertung gibt mir Recht, ich bin nicht alleine. Gott sei dank.

    Und meine Freundin, die absolut gegen Star Trek ist (ohne jemals was davon gesehen zu haben), ist zwangsweise mit mir ins Kino und war positiv überrascht. Jetzt können wir im Heimkino auch mal ne TNG-Folge reinschieben, ohne das gemeckert wird. J.J.Abrahams hat dem Franchise, welches bereits tot war, einen Gefallen getan. Star Trek wird weiter leben. Mal sehen was sich die nächsten Jahre daraus entwickelt.

    • Turnschuh sagt:

      Jedesmal, wenn jemand JJs Sternenflotten-Filmchen als Star Trek bezeichnet, stirbt ein Vulkanier.

      Aber wenns deine Beziehung rettet, soll es mir recht sein. (*schniff*)

  11. Anonymus (Bosch) sagt:

    Star Trek TOS Ep. 4×07 – BEWARE HOLLYWOODIANS BEARING GIFTS

    „Er ist tot, Jim!“
    – „Ja Pille, aber Dr. Addams hat entsprechend seiner Familientradition einen Weg gefunden, den Verwesungsprozess stark zu verlangsamen!“
    „Hm… Guter Mann, dieser Addams! Dann lass uns nächstes Jahr nochmal nach dem Patienten schauen und abgefallene Gliedmaßen wegfegen!“
    – „Echt jetzt? Ich dachte, du seist Arzt und kein Reinigungsexperte?“
    „Hast Recht Jim, im Übrigen reinigt sich das Franchise selbst“
    – „Du meinst sicher, das Schiff?“
    „Auch…“

  12. biermaaaan sagt:

    Ich musste spontan vor lauter Lachen über meine Tastatur kotzen. Die 5000 Lensflares sind einfach grandios.

  13. Exverlobter sagt:

    Die Jungs von Hishe treffen den Nagel mal wieder auf den Kopf.

    http://www.youtube.com/watch?v=4N15J4ibej8

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