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Comicsprache – oder: Die Suche nach dem Wort-Schatz

Unglaublich, aber auch nur die halbe Wahrheit: Im Moment lese ich wieder Comics. Aufgestachelt von Sparkiller, der mir die Werke von Don Rosa ganz lieb an’s Herz nagelte, wusele ich derzeit in der Welt von Asterix, Waltdisnix und Sonstnix herum. Doch in diesem kurzen Artikel soll es erst mal nur um ein Thema gehen, das mich schon seit zwei Jahrzehnten beschäftigt: Comics machen nicht doof, sondern schulen das Sprachvermögen, die Ausdrucksfähigkeit und andere Dingsbumse ganz schön doll! Man muss nur die richtigen lesen…

Von wegen, Comics machen blöd! Gut, das mag für japanophile Blätterware gelten, die ja bekanntlich nur in unbekannter Reihenfolge gelesen wird. Und kurze Einsichtnahmen bei einem alten Freund von mir (bekennender „One Piece“-Fan, was Japanisch ist und auf Deutsch „Stück Scheiße“ bedeutet) enthüllten außerdem, dass der vorhandene Dialog nicht mal für einen Sprachtest für 5-Jährige reichen würde:

„Er kommt!“ – „Hiiilfe!“ – „Da rauf?“ – „Urrgll!“ – „Zum Angriff!“ – „Ich falle!“

Wobei ich den gemeinen Zweiwortsatz eigentlich sehr praktisch finde. Wer braucht schon Subjekt, Prädikat und Objekt („Ich greife ihn jetzt an!“), wenn man auch alles mittels eines neumodischen Verblödungsworts zusammenfassen kann, dem Subdijekt? – „Attacke!“

Was will uns der taubstumme Künstler mit diesen Worten sagen? – Sicherlich ist es Geschmackssache, wie man Abenteuer wie diese findet… Schließlich hat niemand behauptet, dass Scheiße stets gleich schmecken muss. Der Sinn hinter diesen Bildern erschließt sich mir zumindest nicht mal ansatzweise. Erstaunlich, dass andere da sehr wohl einen Ansatz sehen. Und oft sogar gehörigen Absatz!

Man sollte diese Sprache bei der Telekom einführen, die ja neuerdings auf Effiziens und 100%ige Auslastung der Dudelmusikgeneratoren viel Wert legt. Als Hotlinegespräch wäre dann durchaus denkbar:

„Hier Telekom. Du Problem?“

„Ja. Ich würde gerne meinen DSL-Anschluss anschließen, aber mein Modem kann keine Verbindung aufbauen.“

„Passwort da?“

„Ja, alles eingegeben und mehrfach überprüft.“

„AAAAAArrrgggggh!“

„Äh, wie bitte?“

„Kampfschrei. Betriebssystem?“

„Äh ja, habe ich!“

„Betriebssystem?“

„Ach so: XP habe ich drauf. Kann es denn daran wirklich liegen?“

„Ja, liegen.“

„Und was soll ich jetzt bitte machen?“

„Kampf unvermeidlich. Tschüss.“ (*Tuuut-Tuuut*)

Aber eigentlich wollte ich an dieser Stelle über normale Comics für Menschen referieren, die nicht „etwas ganz besonderes“ (politisch korrekte Bezeichnung für Spastis) sind. Wie z.B. die Unlustigen Taschenbücher. Kürzlich hatte ich mit Arbeitskollegen eine Diskussion darüber, ob es einem Kind denn schade, wenn Micky und Donald gleich auf mehreren Seiten Micky und Donald sind. Die einhellige Meinung der mental verdunkelten Kollegenschar war: „Da lernt man doch nicht sprechen oder schreiben! Nur immer dieses GLUCKS, HUST und KEUCH!“ – „Ganz im Gegentum!“, sagte ich, „Ich bin davon überzeugt, dass der Weg zum Nobelpreis nur über Tick, Trick und Track führt!“ – „Glucks! Hust, Keuch!“ (am Tee verschluckt)

Ich zumindest konnte schon knorke lesen und schreiben, als andere endlich den Buchstaben „Z“ zu ihrer persönlichen Schlussstrich-Nemesis küren durften. Mein alter Freund Walt war mir dabei eine größere Hilfe als die Grundschullehrerin Frau Piepenbrock-Niedereisen. Selbst Worte, die andere bis heute nicht schreiben können, weil sie mit „Butter, Zucker, Eier, Milch“ nahrungsergänzungs- und erinnerungstechnisch hervorragend auskommen, waren bereits in meiner Kindheit präsent. Ich zitiere aus dem LTB Nummero 9 („Micky ist der Größte“):

Aquarium, Ohnmachtsanfälle, Testamentseröffnung, per pedes, Eremitendasein, atmosphärische Bedingungen, Radscha, Dschunke, Hafenkommandantur, Dynastie, hypnotisiert, Revolutionäre…

Lasst das beim Einstellungstest mal den angehenden Auszubildenden niederschreiben! Der kann doch einen „Tschunkel“ (Bewegungsbetätigung während Volkmusik?) nicht von einem „Ehre-Mieten“ (nicht materielles Verleihgeschäft unter jungen Türken?) unterscheiden!

Don Rosa, Zeichentalent aus Italien, ist momentan in Sachen Disney leider der einzige, der einen Bleistift von einem schnabelförmigen Standardstempel unterscheiden kann. Man beachte auch, dass hier eine Sprechblase mehr Worte enthält, als Mangacomics auf einer ganzen Seite vorweisen. – Die übrigens die dunkle der Macht ist.

Und bei meinen Wortbeispielen waren noch nicht mal die explizit auf Bildung ausgerichteten LTB-Storys enthalten, die zwar nicht immer sehr spannend waren, aber trotzdem unterhaltsamer als die Schenkel- und Rundum-Klopper-Geschichten der asiatischen Bud Spencers daherkamen. Ich zitiere aus Band 137 “Das güldene Fass“):

Italienischer Fremdenführer: „Hier ruhen die Gebeine von Michelangelo, Machiavelli, Galilei…“

Dagobert: „Und wer ist er da oben?“

Führer: „Der berühmteste Florentiner aller Zeiten: Dante Alighieri!“

Dagobert: „Hm… sicher auch ein Wollhändler!“

Führer: „Nein! Das ist der Dichter, der die `Göttliche Komödie` geschrieben hat!“

Und so geht es immer weiter: Palazzo, Dante, Ulysses bei Homer, Sarazenen, Guelfen, Ghibellinen, Fiorini („Diese berühmte Goldmünze ist heutzutage [14. Jahrhundert] eine der stärksten Währungen auf dem europäischen Markt!“), usw.

Natürlich könnte man all diese Vorzüge auch auf die wirklich coolen, schön gezeichneten Comics übertragen: Lucky Luke erklärt das Leben im wilden Westen, Asterix entzaubert Rom und die Schlümpfe… öh… machen halt vor, wie man NICHT spricht. Verschlumpft noch mal. Daher ernenne ich dieses Jahr offiziell zum COMIC-Jahr, was auf unserer Seite also noch mindestens 1,5 Artikel zum Thema Comics zur Folge haben wird. – Grins!

Aber vertraut nicht darauf, dass diese Luschen hier noch einmal besonders viel Raum erhalten werden:

Vielleicht werde ich einfach zu alt unter den eh schon viel zu alten: Auch, wenn ich mir die umliegenden Bilder ansehe, verstehe ich meist nicht, was überhaupt geschehen ist. Oder gar „ob“! Hier scheint einer der Hauptfiguren von einem irren Clown mit einer Gartenkralle beworfen worden zu sein. Da ist man als LSD-Großhändler direkt dankbar, dass sich reale Superheldenverfilmungen bisher meist noch auf die Marvel-Comics stützen und die bewusstseinsverengende Konkurrenz aus Fernost noch auf sich warten lässt!

Immerhin lernt man mit „One Piece“ wenigstens Fremdsprachen… nicht: Alle Bilder auf dieser Seite stammen nämlich aus der italienischen Version…


Weitersagen!

Artikel

von Klapowski am 17.05.07 in All-Gemeines

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Kommentare (21)

  1. Gast sagt:

    Erster,

    und Don Rosa Fan dazu!

    Kann ich nur schwer empfehlen!!!

  2. Gast sagt:

    Also das LTB hat ja wohl gewaltig nachgelassen!

    Es stimmt das um die guten 100er Bücher die Geschichten nur von Ideen Reichtum sprozten, aber seit etwa 250 rum haben die Geschichten einen absoluten Tiefpunkt erreicht! :-(

    Hat jemand eigentlich Star Trek "The Manga" gelesen?
    Wenn nicht, verpasst hat man auch nix, aber eins muss man schon dazu sagen:
    Die Bildführung fühlt sich an, als ob man eine echte Classic Serien Folge sehen würde… schlechte Effekte, aber immerhin Effekte.

    Und ich bin der absoluten Meinung das man den Star Trek "Manga" nicht als Manga bezeichnen kann, da sie teilweise soviel Text in den Blubberblasen hatten, das sie schon auf Schriftgröße 6 Probleme hatten alles unterzukriegen (und ich Probleme es ohne Brille entziffern zu können)

    Achja und zu richtig guten Comics lässt sich nur zwei sagen:

    1) Calvin and Hobbes!!
    2) Nicht lustig (passt auch irgendwie auf die Seite! ) ;-)

  3. Gast sagt:

    *Gahn*
    Ach übrigens, Klapo hat eine Abneigung gegen Manga (Jepp, der Plural von Manga ist Manga, nicht Mangas). Is ja was ganz Neues… Immerhin warste mit deinem Asia-Blidliteratur Bash nich ganz so plum wie kürzlich Old Uderzo in seiner traurigen Asterix Selbstparodie. Du lässt dabei aber natürlich wieder unter den Konferenztisch fallen dass es ebenso intelligente Manga gibt wie es dämliche LTB Stories gibt (Die berühmt-beruchtigten "Kaschperl-Mickey" Geschichten sind hierfür ein Musterbeispiel). Über haupt bringst du nur beispiele von Disney Comics die mindestens 30 Jahre alt sind, denn in den letzten Jahren haben die LTBs sehr, SEHR, SERHSEHRSEHR stark abgebaut, sowohl zeichnerisch als auch schreiberisch (Die Donald-Stories sind peinlich und oftmals schlichtweg ärgerlich und erwähnter Kaschperlmickey (zu erkennen daran dass er wieder wie in seiner Frühzeit lediglich eine rote Hose trägt) benimmt sich wie ein aggressives, zurückgebliebenes Kleinkind) sehr zu wünschen übrig. Ich kann dir immer wieder nur ans Herz legen auch mal intelligente SF-Manga wie Ghost in the Shell oder Battle Angel Alita zu lesen. Immer objektiv und Neuem gegenüber offen bleiben, mein Käpten!
    Grüße Wolfman-"Warum-steht-mein-Name-eigentlich-nicht-über-meinen-Kommentaren"-Al

  4. Klapowski sagt:

    Nicht gleich weinen, Wolfman: DEINE zeichnerischen Beweise der "Wir haben stilistisch sogar westliche Künstler unterwandert"-Politik der Manga(s) finde ich ja sogar gut. Deine Comics haben ja auch Text und man findet sich sogar immer in den Bildern und Sprechblasen zurecht…

    Dass die LTBs inzwischen völlig zur intellektuellen Grabbelware verkommen sind, habe ich aufgrund von "Weiß-doch-jeder" nicht erwähnt. Ich persönlich mochte die Geschichten ab Ausgabe 150 ja nicht mehr leiden…

    Trotzdem: Im VERGLEICH zu dem Manga-Geschrammel, das im Laden so ausliegt, war und ist die Disney-Ware ganz große Kunst. Vom Verbreitungsgrad und der Zielgruppe her ist nun mal "One Piece" am besten mit LTB vergleichbar. Natürlich kann man mittelmäßige Taschenbücher auch mit Edel-Manga vergleichen (wird mir hier ja immer ans Herz gelegt, liest sich aber auch immer nur wie Prügel-SF mit besseren Zeichnungen), aber warum sollte man?

    Aber wenn es Dich tröstet, kann ich DEN Edel-Comic (Asterix) der westlichen Welt ja mal gegen den tollsten und anspruchsvollsten Japanomist antreten lassen. Ich lasse mich da sogar gerne überzeugen, da ich das Genre an sich interessant finde!

    Mein Vorschlag: Ihr Kenner einigt Euch auf ein ganz besonders hochwertiges Manga-Vergnügen, welches ich mir dann im Laufe der nächsten Wochen zu Gemüte führen werde. Am Ende gibt es dann einen gaaaanz ausgewogenen (Vergleichs?-)Dampfhammer, falls es die Lektüre ansatzweise verdient.

  5. Cronos sagt:

    @ Wolfman: Du musst dich hier extra registieren. ;)

    Zu Mangas habe ich keine Meinung, zum LTB auch nicht mehr. Und ich hoffe die 1,5 weiteren Beiträge zum Thema Comic kommen schnell, wegen mir auch von oben. Hauptsache wir bringen es hinter uns.

    Comics sollte man ansehen… und nicht besprechen (das hat ja auch bei den Warzen nicht geklappt). Durchs Ansehen verschwinden sie zwar auch nicht, also die Comics, aber immerhin hat man was fürs Auge.

    :)

  6. bergh sagt:

    tach auch !

    Und zweiter !

    Ich habe Superman, Spiderman und DLT(Die lustigen..) geliebt.

    Mit Manga kann ich auch nicht soooo viel anfangen.

    Aber irgendwie vermise ich in dieser Rezension den Sinn.
    Wohin will uns der Autor führen, was will er uns sagen (?)

    Jetzt ausser , daß Donald Duck mehr ist als schnatter schwirrr mapf, das wußten wir aber schon.

    Gruss BergH

  7. bergh sagt:

    Uuups !
    Wo kommen denn auf einam ldie h´ganzen Posts vor mir her ?
    Jetzt steh ich wieder als Depp da der alles wiederholt was schon gesagt wurde.

    Einen Manag vs Asterix Rezension würde ich trotzdem begrüßen.

    Gruss Bergh

  8. Klapowski sagt:

    @bergh:

    "Dies war ein Wahlwerbespot der Partei VMK – Vereinigte Mangakritiker. Für den Inhalt von Wahlwerbespots sind die Parteien verantwortl… Ach, Quatsch: den Verriss haben sich die Manga-Zeichner selbst zuzuschreiben!"

    Nein… Ich wollte einfach mal mit dem Vorurteil aufräumen, dass Comics blöd machen. Ich habe das bereits so oft gehört, und das, obwohl ich 80% meiner kindlichen Schreib/Lesebildung eben jenen Bildergeschichten zu verdanken habe.

    Nachdem ich meiner Kollegin bereits erfolgreich erklärt habe, warum man seinem 14-jährigen Sohn "World of Warcraft" verbieten sollte, fühle ich mich auch hier aufklärerisch auf dem richtigen Weg. Und das nächste Mal in unserer großen Reihe "Klapo, der Spielverderber", lesen Sie an dieser Stelle:

    "Warum alle Erfindungen seit 1980 überflüssig sind",
    "Warum Onlinespiele doof sind"

    sowie:

    "Roger Moore ist der beste Bond"

  9. Raketenwurm sagt:

    Solange es nicht Michael Moore ist.
    Für mich war ja LTB162 das Erste, bei dem mir auffiel, daß das alles nicht mehr so schön ist. Aber ich habe natürlich noch ein paar Jahre weitergelesen, denn geschenkt bekam ich das LTB immer von meiner Großmutter, wenn wir bei ihr zu Besuch waren. Ich mochte sie nicht, und sie mochte mich nicht, genauso wenig wie Comics, nur wenn sie mir das bunte Büchlein in die Hand drückte, zog ich am Kaffeetisch zumindest nur ein halb so mürriges Gesicht und war gleichzeitig ruhiggestellt, damit ich nicht auf die Idee kam, bei ihr in den Schränken herumzuschnüffeln.
    Ähm, na jedenfalls ist es interessant zu sehen, daß jeder den Verfall der LTB-Qualität auf ein anderes Buch datiert. Mir kam es ja so vor, als hätte man, nachdem die lange, gelbe Figuren-Buchrücken-Serie abgeschlossen war, die Autoren getauscht. Müßte man mal überprüfen.

    Und noch was zum Thema (Un)lustiges Taschenbuch: Ich gebe es zu, ich habe tatsächlich einmal lauthals lachen müssen, und zwar beim Lesen des LTB153, Seite 128/129. Die dort dargestellten Filmszenen fand ich sehr lustig.
    Aber sonst gab es wirklich nicht viel zu lachen. Die Geschichten von Oma Duck fand ich sogar eher ziemlich depressiv. Z.B. die von dem Mann, der sich in eine Meerjungfrau verliebt und sie aber erst an seinem Lebensabend wiedertrifft. Sein ganzes Leben ohne die wahre Liebe verbracht. Das ist doch wirklich tragisch.

  10. Gast sagt:

    Ich persönlich fand die gaaaanz großen Geschichten in der Micky Maus sogar noch besser als die LTB, z.B. Dagobert Duck, sein Leben, seine Milliarden.
    Geniales Zeug, kein bisschen oberflächlich lustig, sondern sogar in den Gesichtszügen (einer Ente) subtil.

    Und zum Thema Comics bilden kann ich nur sagen, dass bei uns im Gemeinschaftskundebuch mal eine Seite aus "Don Leon der Schreckliche" (keine Ahnung, welches LTB) abgedruckt war. Ging irgendwie um sittenwidrige Verträge…

  11. Klapowski sagt:

    Was Du meinst, lieber Gast, sind die Storys von eben dem bereits genannten Don Rosa:

    http://www.amazon.de/Onkel-Dagobert-Leben-seine-Milliarden/dp/3770403894

    Damals halt noch verhackstückt und zerteilt in der Quickie Mouse zu haben… Obwohl ich Anfang der 90er langsam mit den Mickey Mäusen aufgehört habe, um mir die Mäuse lieber für Konsolenspiele zu sparen, erinnere ich mich gut an Don Rosas Geschichten.

    Obwohl ich den Namen noch nicht kannte, kaufte ich die letzten Hefte dann nur noch, wenn wieder eine Geschichte von ihm drin war. – Und erzählt mir jetzt nicht, dass ihr die Zeichner nicht auf den ersten Blick auseinader halten konntet, Frevler!

  12. Gast sagt:

    Haaaab ich doch gewusst von wem die sind. Nee, im Ernst war ich mir jetzt doch zwischen Rosa und Barks unschlüssig, obwohl letzterer zu der Zeit wohl kaum etwas anderes als Dagoberts Senilitätsanfälle glaubhaft zu Papier hätte bringen können.

    Alle Zeichner konnte ich nun nicht auseinanderhalten, aber diese genialen Sachen waren doch schon ein gutes Stück vor der Einheitsware der Seiten 3-15 (Die Trillinge bringen Donald zur Verzweiflung – Witze, Tips und Tricks – Micky verscherzt es mit Minnie).
    Hab das nur durchgelesen, wie man sich durch das Nachmittagsprogramm von Kabel1 arbeitet, bis der erste Bud Spencer Film kommt…

    Gut zu Wissen, dass es das nun als zusammengetackerte Version gibt.

    Im übrigen wussten die Disnologen sowieso viel besser, wie man ordentliche SF macht. Oder hat einer schon mal so etwas innovatives wie einen Anti-Trägheits- und -Reibungsstrahler irgendwo sonst gesehen? Hä?
    Für solchen Mumpitz hätte ich doch den golden gerahmten Voyager-Resetknopf mal gern ganz tief versenkt gesehen…

  13. Gast sagt:

    Doch, es ist war!

    Selbst mir ist damals aufgefallen das da jemand "neues" zu Werke gehen muss!

    Als ich dann die ersten Don rosa Alben in die Hände bekommen hatte, und durch zufall eines Tages ihm in München begegnet bin… wars aus… der Mann ist ein Genie… leider kommen die neuen Comics zur Zeit so häufig wie Star Trek :-(

    Aber vielleicht ist es auch besser so… den nach dem Zenit kommt ja meistens nur noch der freie Fall!

  14. Donald D. sagt:

    Klapo, Riesenfehler in Deinem Artikel: Keno Hugo Don Rosa (so sein voller Name) hat zwar italienische Vorfahren, ist aber US-Amerikaner.
    Rosa selbst sagt, daß er seine Geschichten in der Zeit ansiedelt, in der Carl Barks wirkte, also zumeist in den 1950ern. Rosa schrieb zahlreiche Fortsetzungen von Barks Geschichten, wie z.B "Zurück im Land der Zwergindianer" oder "Superduck schlägt wieder zu". Daß Rosa ein Barks Verehrer ist, zeigt er immer dadurch, daß am Anfang einer jeden Rosa Geschichte in den ersten Bildreihen ein "D.U.C.K." ("Dedicated to Uncle Carl from Keno") versteckt ist.
    Ich liebe diese Disney Comics, besonders eben von den beiden.
    Aber es gibt auch noch einige gute Südamerikanische Zeichner (z.B. Vicar, Branca (letzterer ist leider schon mit 52 Jahren gestorben) und auch italienische (z.B. Marco Rota, bekannt für seine Donegal Duck Stories)

    Leider weilt der gute Carl Barks auch seit 2000 nicht mehr unter uns (aber 99 möchte man werden), doch er hat nach seiner Pensionierung 1966 noch gute Geschichten entwickelt, die von hervorragenden Zeichnern umgesetzt werden, z.B. William van Horn und Daan Jippes (letzterer zeichnet fast so wie Barks, deshalb ist es auch sauschwer Barks und Jippes vom zeichnerischen Stil her zu unterscheiden)

  15. Donald D. sagt:

    Habe noch was vergessen. Wer sich ab und zu mal das Donald Duck Sonderheft zulegt (erscheint monatlich für 2,70 Euro) wird dort tolle Comicgeschichten finden. Und auf der letzten Seite ist in diesem Jahr immer ein Dagobert Duck Bild wegen seines 60. "Geburtstages" von Don Rosa zu finden.

    auch tolle Internetseiten gibt es, z.B. diese: http://www.barksbase.de
    http://www.duckmania.de
    http://www.donald-club.net
    http://www.marco-rota.at

  16. DJ Doena sagt:

    Also ich als alter Ossi konnte mit den LTBs nach der Wende nicht (mehr) viel anfangen. Und wenn dann fand ich nur die Entenhausen-Geschichten gut, die MM-Geschichten hab ichg immer übersprungen, die waren zu öde.

    Mein Comicleben wurde eh von diesen hier geprägt:

    http://www.ddr-comics.de/mosaik/ab01.gif

  17. Vanquish sagt:

    Comics scheinen der Redaktion ja extrem am Herzen zu liegen. Mir auch. Umso enttäuschender ist, dass die stus-comics nach der zweiten Ausgabe abgesetzt wurden. Die waren nämlich enorm toll, nicht nur rein zeichnerisch. Vielleicht mal ein längeres Special im Stil von Sol-Faktor II?

  18. bergh sagt:

    tach auch !

    Au ja ! Ein neuer Spar Killer Comic !!!!11111elf

    Gruss BergH

  19. Klapowski sagt:

    Ich fordere ja schon seit langem eine Fortführung der Sparkowski-Comics. Wir ergänzten uns da ja hervorragend: Ich hatte keinen Bock zum Zeichnen (dafür zum Erfinden der Gags) und Sparki hatte dafür… bald auch keine Lust mehr zum Zeichnen.

    Passte also toll zusammen!

  20. Gast sagt:

    Ein Asterix vs. Manga Dampfhammer wäre sicherlich mal interessant. Ich nominiere Battle Angel Alita als Vetreter der Manga-Front – die habe ich damals verschlungen. Aber zugegeben, man braucht dazu vielleicht wirklich einen ganz anderen Zugang als bei Asterix oder LTB. Ich war ja auch immer mehr der HellBoy-Leser.

    Und was den seit Jahrzehnten prophezeiten Untergang des Abendlandes durch Bildergeschichten angeht:
    Man sollte nicht vergessen, dass sogar die deutsche Grammatik selbigen einige Errungenschaften zu verdanken hat. Den Erikativ zum Beispiel, der kam auch nur durch die Comicübersetzungen von Erika Fuchs zustande.

    Grüße,
    Kontrast

  21. Gast sagt:

    Allerdings!

    Und um den Bogen mal ganz langsam zurückzuspannen: Was wäre den stus.de wohl ohne die lustigen Anführungen in Sternchen, die direkt auf den Erikativ aufbauen? *unlustiges Beispiel geb*

    Ich wage ja sogar zu behaupten, dass Klapowski das ausschließlich so exzessiv betreibt, weil er als kleiner Junge mal in den Zaubertrank aus LTB gebraut gefallen ist.

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