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„Zurück in die Zukunft“ – Das Review war einfach an der Zeit

Da laut Strafgesetzbuch ab dem 01.08.2013 der Straftatbestand des „Nichtbesprechens der ZidZ-Trilogie auf einer Webseite“ mit 5 Abrams-Filmen ohne Bewährung bestraft wird, hole ich hiermit den ERSTEN Teil nach. Reumütig, mit gebeugtem Haupte und gestutzten Kritikerflügeln. Denn zur Abwechslung gibt es hier nicht viel zu bemängeln, außer das Fehlen von Film 4, 5 und 6. – Die auf unserer Wertungsskala ruhig die selbigen Zahlen hätten belegen dürfen, Hauptsache, wir hätten den furchtlosen Marty McFly und Doc Brown Anfang der 90er noch einige Male gesehen… Schnief!

INFORMATIONEN:

Regie: Robert Zemeckis
Jahr: 1985
Budget: 19 Mio $

Poster
Die Filmdramaturgie der Zukunft
Inhalt: Martys Kumpel, der überdrehte Doctor Emmett Brown, hat mittels gestohlenem Plutonium und einem DeLorean eine Zeitmaschine erfunden. Als Marty im Jahre 1955 landet, hält er versehentlich seinen Loser-Vater davon ab, seine Mutter kennen zu lernen. Nun muss er die beiden schnell zusammen bringen und nebenbei den fiesen Biff auf Abstand halten…

Bewertung:

Überspringen wir einfach mal die Story (Zeitreise, Paradoxons, Kult, bester Film überhaupt, blabla…) und steigen direkt mit dem Stil des Films ein:

Wenn man sich zwischendurch etwas mit Schnitten beschäftigt hat (in der Butterbrotsdose oder beim Mädels-Abschleppen), dann versteht man nachträglich, warum man als Knirps damals fast in die Braun’sche Röhre reingekrochen ist, um diesen Film zu sehen, zu atmen und sanft an der TV-Verkleidung zu knabbern. Vom filmtechnischen Standpunkt kann man auch 28 Jahre später nichts besser machen, höchstens meine Elogen dazu: Hier sitzt jede Kameraeinstellung wie ein teurer Maßanzug. Die Beleuchtung und das Timing sind zudem so perfekt, dass man sich spontan 40 Jahre älter fühlt (also insgesamt 140 Jahre zählt) und wie ein zahnloser Ewig-Gestriger rufen will: „Früher, daaa wusste man noch, wie man Filme macht! Hust! Nicht dieses neumodische Gelump mit all dieser Linsensuppe… diese Lense von die Flare, oder so!“

Wann immer ich heute „Transformers“, „Quantum Trost“ oder sonst einen verfilmten Wackelpudding kritisiere, bitte ich Euch, dass Ihr Euch kurz die wichtigsten Szenen aus ZidZ vorstellt. Oder ein Smartphone mit ständig daraus laufenden Videoausschnitten an Euren Monitor hängt… Danke dafür!

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„Sag mal, warum heißt du eigentlich Biff, Biff?“ – „Weil ich im Kinderheim, Krankenhaus und im Altenpflegeheim ehrenamtlich die Zimmer mit Biff reinige!“ – Und der Schaum vorm Mund kommt sogar ohne Reinigungsmittel: Dieser Typ ist einiger der kultigsten Bösewichter der Filmgeschichte, da der obige Dialog glücklicherweise später wieder herausgeschnitten wurde. Hier könnten sich die jüngsten Star-Trek-Fieslinge ruhig die eine oder andere Dialogzeile (z.B. „Du Mistfliege!“) abgucken!

Und ob Actionsequenz auf dem Skateboard, pfiffiger Dialog oder dräuendes Gewitter in den letzten Filmminuten: Die Musik setzt so punktgenau ein, setzt bei jedem Schnitt Kommata und Ausrufezeichen, dass sie eine untrennbare Symbiose (positive Biologie-Metaphern gehen bei ZidZ IMMER!) mit dem Bild eingeht. Wirkt z.B. das neue Star-Trek-Schema einfach wie mit der breiten Maurerkelle drübergekleistert, so ist dieser Kult-Soundtrack fast bis heute der Standard des Genres. Zusammen mit Indiana Jones und den ersten Star-Wars-Filmen. Ich hätte auch schwören können, dass dieser Soundtrack ebenfalls von John Williams stammt, aber er ist von Alan Silvestri, ebenfalls ein Meister seines Krachs. – Kurzum: Absolutes Kult-Gedudel (Link) und bei den besten Film-Soundtracks ganz, ganz weit oben.

Der Film hat zudem keine Längen, höchstens die eine oder andere Szene, die man nur deshalb überspringen möchte, weil man sich auf die nächste NOCH mehr freut! Wie war das noch mal, als Marty das erste Mal im Laden auf den jungen Biff trifft? Wie war das noch mal, als Doc Brown auf dem Klo ausgerutscht ist und danach den Fluxkompensator erfunden hat? Kommt gleich endlich der Witz mit dem Namen „Calvin Klein“, der in die Unterhose eingenäht ist? Warum ist der Film überhaupt schon wieder zu Ende und warum gibt es nur zwei Nachfolger?! Warum zündet eigentlich jede Szene (vom Timing her), egal, ob diese nun lustig oder ruhig oder actionreich gemeint ist? Hatte der Regisseur damals eine Stoppuhr gefressen?

Die Geschichte an sich ist natürlich nichts sooo Bemerkenswertes, halt die übliche Variation von „Wenn jemand meinem Vater die Zähne ausschlägt, kann er meiner Mutter beim ersten Liebesspiel nicht an den Nippeln kauen und sie trennen sich wegen eines unbefriedigenden Sexuallebens, bevor ich geboren werde“. Von der Logik ganz zu schweigen, dass ein Mensch genau SO wieder geboren werden soll, obwohl sich Details in der Vorgeschichte seiner Eltern verändert haben. Gerade so ein Zeugungsakt ist ja echt immer… ein Akt. – Marty McFly hätte nach der ganzen Aktion z.B. wie irgendein Bruder seiner selbst aussehen können. Oder einen Zwilling oder sogar das Down-Syndrom haben können!

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„Mein nächster Song heißt ‚Death Metal’. Ihr werdet euch vielleicht wundern, warum ich dafür Reißzwecken gurgele und mit Whiskeystimme bei 90 Dezibel ‚Satan’ rufe, aber hey: Eure Kinder fahren darauf mal voll ab!“ – Lieder-Leader: Auch diese Szene ist eine von unendlich vielen, die einem vermutlich selbst dann nicht aus dem Kopf gehen, wenn man im Altenheim längst seine Verwandten mit „Banane?“ anspricht und seine Umwelt mit dem eigenen Urin beglückt.

Die obigen Meckereien sind im Rahmen des (so gewollten) Films natürlich Quatsch, Nitpicking auf intellektuellem Assi-Niveau und auf Nerd-Schulhöfen ein Grund für straffreie Klapo-Kloppe. Aber das obige sei jetzt auch nur stellvertretend für ALLE Zeitreiseproblemchen genannt, die man in der Regel nur dann aus so einem Film heraus bekommt, indem man ihn… gar nicht erst dreht.

Natürlich ist die Charakterzeichnung sehr rudimentär und kindgerecht, aber manchmal hätte ich auch nichts dagegen, bei gut(!) gemachten Kultfilmen einen Schnuller in der „Special Edition“ vorzufinden. Zum Beispiel, wenn der stammelnde George den Loser – und Fußtrittmagneten – gibt, Lorene das latent erregte Luxusmädchen mimt („Ich will einen Mann, der sich für mich prügelt!“) und dabei irgendwie an Daisy Duck erinnert, oder wenn Biff so sehr den Protoypen des muskulösen Schulschlägers verkörpert, dass man gleich zehn eigene Verkloppt-Werden-Geschichten in die Handlung projizieren kann. Die Figuren sind eben Archetypen (sogar besser als die Viecher bei Noah) und wirken durch die liebevolle Darstellung auch irgendwie nicht wie Klischees, sondern als strahlendes VORBILD für alle billigen, chinesischen Klischee-Manufakturen, die später die Formel nur noch kopiert haben.

Gerade die Mimik von Michael J. Fox., wenn sich Biff beispielsweise regelrecht vor ihm aufpumpt oder Marty sich über seine fummelnde Mutter erschreckt, ist immer wieder zum Schießen! Jerry Lewis, nimm dies!! – Geschlagen wird er nur noch Christopher Lloyd, der mit Glubschaugen und Fusselhaaren durch die Handlung springt, als hätte ihm der Regieassistent ein Wespennest in die Hose gesteckt. Kein Wunder, dass all diese Figuren inzwischen ikonischer sind als die Ikonianer (siehe Star Trek – TNG, „Die Ikonia-Sonden“), die das Adjektiv immerhin einst geprägt haben!

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„Ein alter Mann ist doch kein D-… äh… Seil-Zug!“ – Platz da, jetzt kommt die Kavell… klav… klaffende Kopfwunde: Experimentalwissenschaft erfordert exaktes Vorausplanen und eine Vorabprüfung aller Arbeitsmaterialien. Die Gipsverbände, Krücken und Pflaster machten jedoch vorab einen her-vor-ra-gen-den Eindruck. Jetzt muss nur noch der Blitz einschlagen. Aber bitte das nicht das knappe Zeitfenster!

Das, was erzählt wird, sei es auch etwas platt, baut jedoch hervorragend aufeinander auf. Keine Szene ist überflüssig, nebenbei eingestreute Sequenzen wie Flugblätter oder olle Kamellen werden IMMER noch mal wichtig und jeder Twist wird so sauber vorbereitet und filmisch ansprechend aufgelöst, dass man den Drehbuchschreiber fast mit Skalpell und Vergrößerungsbrille vor sich sitzen sieht. Schön, dass Produzent Steven Spielberg damals Zemeckis alle Freiheiten ließ und das zuerst abgelehnte Drehbuch fleißig weiter beworben hat! – Hier gibt es nur Muskelfleisch statt Fett, Samsung statt Nokia, quasi Star Trek 6 statt 10!

Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Marty spielt den Song seines Lebens, verwirrt Menschen mit Zeitgeistanachronismus („Cola Light? Eine leichte Cola, oder was?“), erfindet das Skateboard und den „Darth Vader vom Planeten Vulcan“.

Die ganze Verwechslungsgeschichte, vor allem bei Biffs versuchter Vergewaltigung(?) im Auto, hatte sogar angenehm zurückhaltende Slapstick-Momente. Äh, was man vielleicht nicht in einem Satz mit „Vergewaltigung“ schreiben sollte, aber es ist schon wieder ein Weilchen her, dass ich geträumt habe, auf der Journalistenschule zu sein. Jedoch lässt einen all das Lockere niemals die Grundstory aus dem Blick verlieren, die da lautet: Loser lehnen sich gegen ein ungerechtes Regime auf und wachsen über sich hinaus. Zieht immer. Vor allem, wenn der Böse so einen schönen doppelten Dreh-Rittberger macht, wenn er seinen finalen Dampfhammer ins Gesicht bekommt.

Leicht(!) genervt hat mich eigentlich nur die Blitzgeschichte am Ende: Man weiß nur, in welcher Minute der Blitz in den Kirchturm eingeschlagen ist, versucht aber, mit einem rappelnden Wecker als Timer(!) einen die Straße herunterjagenden Delorian auf die Zehntelsekunde genau das Kabel passieren zu lassen?! Okay, die ersten 4 Male, bei denen ich den Film gesehen habe, hat’s mich komischerweise nicht gestört. Da wäre mir alles, was genauer als die Angabe „Morgens/Mittags/Nachts“ ist, bereits als genialer Plan erschienen. Aber auch das ist Meckern auf extrem hohen… äh… niedrigen zeitplanerischen Niveau.

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„Sooo, haha, jetzt kann mich KEINER mehr aufhalten! Ich werde 30 Jahre in die Zukunft reisen! Der Doc hat nämlich gesagt, dass ich bei 80 Meilen die Stunde und dieser Betonwand exakt so lange im Koma liegen werde!“ – Zurück in die Vernunft? Der Twist mit der Mindestgeschwindigkeit ist einfach, aber genial. Wenn auch näherer Betrachtungsweise auch nicht logischer, als die Notwendigkeit, 1 Liter Scheibenwischerflüssigkeit zu trinken.

Für mich ist „Back To The Future“, wie die Reihe im Engländomanischen heißt, jedenfalls besser gealtert als z.B. „Star Wars“, intelligenter als „Indiana Jones“ und sympathischer als „James Bond“, um nur mal drei andere Langzeitkulte zu nennen. Warum Regisseur Zemeckis nach so guten bis tollen Filmen wie „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“ (auch mit Christopher Lloyd), „Forrest Gump“ oder „Contact“ fast nur noch was für die animierte Resterampe drehte („Polar Express“, „Beowulf“), wird mir ewig ein Rätsel bleiben.

Ach ja, noch was: Mir gefällt die deutsche Synchro größtenteils besser als die Originalstimmen: Zumindest Marty wirkt dynamischer, ironischer und irgendwie (positiv) überdrehter als im Engländischen.


Fazit: Einer der besten Filme aller Zeiten: Warmherzig, lustig, mit einer Kultszene nach der anderen. Ein Maschinengewehr an „Sommerblockbuster“-Momenten, selbst im Winter und den Zeitreisen dazwischen. Man müsste schon die Abspannschrift herauspicken, wenn man den Auftrag bekäme, mit beliebig zusammen geschnittenen 5 Minuten Filminhalt eine LANGWEILIGE Clipsammlung herauszubekommen. ZidZ gehört zudem in jedes Filmseminar oder zur Nachschulung an J.J.Abrams. Thema: „Wie erschaffe ich sympathische Charaktere und wo sollte eigentlich diese verdammte Kamera stehen?“

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

Und weil man einfach nie genug davon bekommen kann, hier ein schmissiges Video mit Filmausschnitten:


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Artikel

von Klapowski am 29.07.13 in Film-Review

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Kommentare (18)

  1. bergh sagt:

    Fach auch ,
    Darf ich der erste sein, der Dir zu dieser gelungenen review gratulieren darf.
    101 % Deiner Meinung.
    Klasse Film den man sich immer wieder anschauen kann.

    Gruss BergH

  2. schoenerAndi sagt:

    Jawoll und Teil II kriegt dann sogar noch die
    Höchstwertung für die tollen Effekte mit fliegenden
    Autos, Boards und dem noch genialeren Ende.

    Auch dass viele Szenen einfach immer wieder in abgewandelter Form vorkommen ist hier kultig statt
    einfallslos. Nur Teil III fällt ein wenig an, weil ich mit
    Wild-West-Filmen nie wirklich warm geworden bin.

    Trotzdem sehenswert als Abschluss einer tollen Trilogie.

  3. Sparkiller sagt:

    „Nur Teil III fällt ein wenig an, weil ich mit Wild-West-Filmen nie wirklich warm geworden bin.“

    Der direkt in Folge produzierte dritte Teil wirkte auf mich immer wie das etwas krampfige Auslutschen des Restbudgets vom Vorgänger. Die vermutlich von woanders wiederverwendete Westernstadt-Kulisse unterstreicht dies ja noch.

    Und während II noch genial auf I aufbaut, erzählt III im Grunde das Konzept von I (Junge reist in die Vergangenheit und muß einen Weg zurück finden) einfach nochmal ohne großartige Variation als Western-Version. (Außerdem fand ich das Ende von III mit der Zeitreise-Lokomotive im Disney-Look sehr unpassend/kitschig.)

    • schoenerAndi sagt:

      „Nur Teil III fällt ein wenig an…“ öööh ja, gut. Da
      fällt wohl einiges an. Ab jetzt guck ich den Sums vorher
      nochmal AB!

      Und stimmt, die Eisenbahn ist einfach in jeder Hinsicht bescheuert. Und die Szene stellt auch den ganzen Film
      in Frage, weil: es im Wilden Westen nicht möglich ist
      Benzin, oder einen adäquaten Ersatz herzustellen – aber
      mal eben ’nen Fluxkompensator bauen, das ist kein
      Problem… und dann in der Lokomotive, die eigentlich in
      die Schlucht gestürzt ist? Whaaat the …?

  4. Exverlobter sagt:

    „Ach ja, noch was: Mir gefällt die deutsche Synchro größtenteils besser als die Originalstimmen:“

    In Teil 2 und 3 wurde die Stimme von DocBrown ausgetauscht. Schade um die fehlende Kontinuität.

    @Andi und Sparki

    Immer dieses Rumgehacke auf Teil 3. Ich fand den großartig. In vielem origineller als Teil 2, bei dem der komplette dritte Akt nichts weiteres als eine Wiederaufwärmung des ersten Teils ist, halt mit diversen Variationen. Das ist mir schon bei Star Trek Into Darkness sauer aufgestoßen.

    • Raketenwurm sagt:

      Sehe ich auch so. Teil 3 hat wenigestens wieder ein originelles Setting, führt einen neuen Charakter ein, ja und sogar eine neue Zeitmaschine. Teil 2 fängt ja gut an, mit der Zukunft, aber dann heißt das Motto ja eher „Zurück in den vorhergehenden Film“. BTTF2 ist im Grunde also wie der Traumschiff Surprise Film…

  5. G.G.Hoffmann sagt:

    Kann das Review leider nicht zu Ende lesen, weil ich nach jedem Absatz erst einmal „Zurück in die Zukunft“ anschauen muß. Vermutlich der Film, den ich bislang am häufigsten gesehen habe. Allein der Anfang in den 80er Jahren löst irgendwie Heimatgefühle aus.

    Teil 3 wirkt deshalb etwas fremdartig, weil Hill Valley in Kalifornien liegt, wie auch die Landschaft in Teil I+II verrät. In Teil III findet sich Marty aber plötzlich in der Wüste von Utah/Arizona wieder, nur um aus der Stadt ein Wild-West-Örtchen machen zu können. Es wäre sicher konsistenter gewesen, wenn man Kalifornien treu geblieben wäre und sich mehr am Stadtbild von 1955 orientiert hätte.

    @Sparki: die Western-Stadtkulisse wurde eigens für Teil III errichtet und 1996 bei einem Feuer zerstört. Der Blitz hatte eingeschlagen… (in die Rathausuhr?).

  6. Speedomon sagt:

    Ja, schöner Film mit wohlverdientem Kultstatus.
    Doc Brown hat auch noch keine derart schlimmen Logikaussetzer wie im zweiten Teil („reisen wir in die Zukunft damit dein Sohn nicht ins Gefängnis kommt“ – warum nicht einfach warten bis es soweit ist? „Lassen wir deine bewusstlose Freundin mal in irgendeiner Gasse liegen“ – Bombenidee). Dafür mag ich die düstere Atmosphäre im zweiten Akt.

  7. radio_gott sagt:

    Lustigerweise habe ich erst gestern „Ghostbusters“ im Kino gesehen (dank der Aktion einer grossen Kette) u d komme völlig unabhängig von Euch zu den gleichen Schlüssen: Die Kamera und Schnitte sitzen auf den Punkt, die Musik ist funky, die Effekte auf das Nötigste beschränkt und der Film hat die optimale Länge. Und selbst nach fasr 30 Jahren ist der immer noch absolutt mitreißend. Eben weil die Charaktere ausgearbeitet sind und der Film handwerklich super gemacht ist. Ich habe den Eindruck, dass die Filme heute krampfhaft auf Überlange getrimmt sind, um an der Kasse Aufschlag zu kassieren. Bei „Into darkness“ zB verspüre ich das innere Verlangen, den Film auf mindestens 2/3 runter zu kürzen.

    • Doughnut sagt:

      Recht hat er!
      „Terminator“ ist nicht ohne Grund ein absoluter Klassiker. ^^

  8. BetaPan sagt:

    @schoenerAndi
    Wie kommst du darauf das die Zeitreise Lok die selbe Lok ist, die in die Schlucht gestürzt ist?

    Und was den Fluxkompensator angeht – da denkst du einfach nicht vierdimensional! Vergiß nicht, Doc hat noch den Delorean rumstehen den er aus seinem Zeitreisesprung in der Höhle für sein 1955 pondon deponiert hat. Warum soll er sich da den Fluxkompensator nicht mal kurz ausgebaut haben können? Soweit wir wissen ist dieser durch den Blitzschlag nicht beschädigt worden… Später hätte er ihn einfach wieder eingebaut um die geschehene Zeitlinie nicht zu unterbrechen.

    Da stößt mir der fadenscheinige Grund von Teil 2 „wir müssen in der Zukunft was für deine Kinder tun“ wesentlich mehr auf. Das ist aber schnell vergessen wenn man erlebt wie genial der Film im ganzen ist, und welchen grandiosen Spaß man auf der Abenteuerlichen Reise hat.

    Zemeckis, du Arsch, mach mal wieder so gute Filme wie früher!!!
    Das gilt übrigens auch für Sie, Herr Spielberg!!!

    • schoenerAndi sagt:

      Öhm…ich muss zugeben: ich habe das mit der Lok nur angenommen! Ich habe den Film auch nicht mehr so gut
      vor Augen, um das beschwören zu können. Aber Du hast recht, eigentlich stünde da noch eine Zeitmaschine herum
      und wartet darauf, am Anfang des Films für den Sprung genutzt zu werden… fast schon genial! Aber trotzdem war
      die Lokszene am Schluss nix für mich! Das is eben die Sache mit den verschiedenen Geschmäckern – jeder stört sich an etwas anderem! Mir is die Unlogik am Motiv des zweiten Teils nie aufgefallen und ich nehm’s auch jetz in Kauf.

  9. bergh sagt:

    tach auch !

    Die Lokszene am Ende von ZIDZ III ist für den Popo.
    der Rest ist echt gut. Mir gefällt Teil III sogar besser als Teil II.

    Aber wie angemerkt , ist das wohl geschmackssache und insgesamt ist ZIDZ
    eine hrausragende Triologie.
    Und der Aufru an Zemeckis , Spielberg und Co berechtigt.

    Gruss BergH

  10. Turnschuh sagt:

    „Muskelfleisch statt Fett, Star Trek 6 statt 10“
    Hier MUSS ich einhaken. Entgegen der landläufigen Meinung ist das Drehbuch von STVI nämlich fetttriefender Schrott und die Analogie deshalb auch. Weil ZidZ tatsächlich geschmeidig ist.
    Richtige Antwort wäre wohl „2 statt 10“ gewesen. So bleibt nur meine ehrliche Verblüffung, dass Klapo mal ein gutes Drehbuch (an)erkennt – ein Ereignis, seltener als die Sichtung des Halleyschen Kometen. Toll!

  11. bergh sagt:

    tach auch nochmal !

    Ich bin ja für 4 statt 10,
    die Mutti aus „Eine himmlische Familien“ in jung
    und mit nassem Pullover sah darin richtig gut aus.
    O.K. von herausragendem Drehbuch ist ST IV allerdings weit entfernt.
    Immerhin bis VIII der beste Film.

    Gruss BergH

  12. DJ Doena sagt:

    Also mir gefällt III auch besser als II.

    Wobei ich in dem Teil Probleme mit Docs Moral habe. Marty hat Doc bis zum Teil 3 mehrfach das Leben gerettet, Doc Brown hatte die Wettidee lange bevor sich Marty den Sports Almanach in Teil II gekauft hat.

    Und dennoch würde Doc Marty sehenden Auges in den Rolls Royce rasen lassen (nachdem er Marty mit in die Zukunft genommen hat, um dessen Kinder zu retten?!?) und ihn nicht vor diesem simplen Autounfall warnen?!? Sense this makes none.

    PS: What’s a „re-run“?

  13. BetaPan sagt:

    Wir sollten alle mal in uns gehen und anerkennen wie wundervoll befriedigend das Finale der Trilogie ist. Noch heute, nach dem gefühlten 10000mal, rührt es mich beinahe zu Tränen wenn Doc Marty die unversehrte Fotografie mit ihnen beiden zusammen und der Ratshausuhr überreicht. „It’s like poetry“ gelle, Herr Lucas.

    Das einzige was ich am ersten Teil zu bemängeln hätte, wären die End Credits. Sobald nämlich „THE END“ erscheint, wird abrupt der 80ziger Jahre Song eingespielt, statt Alan Silvestri’s Soundtrack mit dem genialen Hauptthema weiterlaufen zu lassen. Das holt mich persönlich jedesmal aus dem Feeling des Finales heraus. Zum Glück wurde das dann so in den beiden anderen Teilen nicht wiederholt. Ist aber natürlich alles Geschmackssache.

  14. Großer Mumpitz sagt:

    In einer anderen Zeitlinie hat Eric Stolz die Hauptrolle gespielt.
    Dann reiste Michael J. Fox mit einer echten Zeitmaschine zurück und klaute ihm beim Casting die Rolle! In dieser Zeitlinie leben wir jetzt!

    http://www.youtube.com/watch?v=-nYvrS-jlcI

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