Das ernsthafte Medienmagazin

„Eh Brei!“ – Videospiele(zer)presse für alle!

Da! Die E3 ist wieder gestartet! Und schon zeigen die ersten Pressekonferenzen der großen Firmen uns wieder, dass Gaming endlich da angekommen ist, wo Kino-Blockbuster und (Privat-)Fernsehen schon lange sind: Am Bodensatz der Gesellschaft. Ein ekliges Gemisch aus „Ey Alder!“-Rufern und Menschen, die für ein paar neue Lichteffekte ihre Omma töten würden. – Wenn diese nicht rechtzeitig zur Ablenkung ein paar Papp-Lens-Flares an ihre alte Küchenlampe geklebt hat. Ich wage nach der Microsoft-Pressekonferenz eine spontane Analität… Analyse.

Konsolenspiele können und sollen mich Dinge tun lassen, die ich aus Gründen einer mangelnden Ausbildung (Dieb, Prinzessin, Schwertkämpfer) oder noch mangelhafterer Real-Physik im wirklichen Leben niemals machen könnte:

– Ich möchte einen Höhlenmenschen spielen, der sich Waffen aus Steinen und Gehölz baut und auflevelt, wenn er einen Dinosaurier… äh… nicht findet, weil es die damals gar nicht mehr gab.

– Ich möchte einen Wassertropfen in einem See aus flüssigen Helium im Weltall spielen, der sich mittels Physikengine in allerlei Dinge verwandeln kann (den noch notwendigen Ideen-Rest von 95% überlasse ich EURER Phantasie).

– Ich will einen Diktator in einem japanischen Rollenspiel sein, der „Game of Thrones“-mäßig in einer Mischung aus Reverse-„Sim City“ („Wo möchte sie zuerst ein Waisenhaus anzünden?“) und Echtzeit-Armee-Strategie („Neunarmige Krake auf das Katapult, aber zügig!“) gegen allerlei Demokraten durchsetzen muss. Der „Erdogan-Simulator“?

Doch die Microsoft-Pressekonferenz enthüllte einmal mehr, dass Spiele heute nicht mehr dazu da sind, um Dinge zu tun, die im echten Leben nicht möglich sind, sondern dass man sie nur noch dazu benutzt, um Leute abzuknallen, was im echten Leben nicht NÖTIG ist. Es sei denn, man will in Amerika bei gelb über die Ampel fahren und erregt den Unmut eines bewaffneten Passanten.

Nichts gegen Ego-Shooter. Ich selber habe sie noch vor einigen Jahren geliebt, sofern man in ihnen nicht nur den Aufstand nordkoreanischer Barbaren gegen islamische Terroristen in einem fiktiven Land der ehemaligen UDSSR bekämpft hat. Bei „Crysis 1“ reichte mir als motivierendes Element noch der Tarnanzug und die Aliens, bei „Half Life“ die völlig desolate „Ups, da hätte das Forschungsministerium vorher noch mal drübergucken müssen“-Atmo und bei „Turok“ die Tatsache, dass man echte Dinos killen konnte. Mit Raketengürteln an den Hüften. Die Dinos jetzt, nicht die Spielfigur.

Aber was wir seit einigen Jahren an glattgemampfter Scheiße bekommen, das geht auf keine Kuhhaut mehr. Weil sie vielleicht von einem Maschinengewehr durchsiebt wurde…?

e3_2013

„Applaus, ein Controller! Und hier der Controlling-Superviser von Microsoft, Doppel-Applaus! Oh, ich sehe gerade, dass in der ersten Reihe einige Zuschauer ihre Schließmuskel nicht mehr unter Co… Kontrolle haben! Suuupi!“ – Konferenz kommt von einer Mischung der Worte „Koten“, „Fer-Arschen“ und „Ratzen“. Aaaapplaus!

Selbst Spiele wie „Assassins Creed“, „Uncharted“, „Splinter Cell“, „Resident Evil 6“ oder „Tomb Raider“, die eigentlich völlig unterschiedlich sein sollten, sehen sich irgendwie ähnlicher als ein graues Retrospielerbarthaar dem anderen: Dem Punkt auf der Karte folgen (besser noch: Im Sichtfeld der Spielfigur, Googles Datenbrille lässt grüßen), den Aufforderungen irgendwelcher In-Ear-Admirälen nachgehen („Da lang!“, „Beeile Dich, sonst fängt die nächste Zwischensequenz 30 Sekunden später an!“ oder „Da musst du hin, sonst fängt unser 12-Jähriger Storyautor an zu weinen!“) und dann in 394 Kletteranimationen in zu 96% vorgegebenen Wegen irgendwo hochkraxeln. Im Ernst: Wenn ich eine Stunde lang ein „Let’s Play“ mit einem dieser Spiele gesehen habe, muss ich mich bremsen, nicht auf Ebay das Spiel verkaufen zu wollen, weil ich seltsamerweise spontan denke, es zu besitzen und es seit 20 Jahren schon 30x gespielt zu haben.

Was natürlich Quatsch ist, denn mit der Xbox ONE ist es ja vermutlich nicht möglich, mal gerade eben seine Spiele gebraucht zu verkaufen UND danach noch genug Geld für ein Konsolenreinigungsset oder ein paar Schutzfolien heraus zu bekommen. Denn der Käufer muss das Spiel womöglich für über 30 Euronen erneut freischalten und wird Euch dafür vermutlich 4,50 € Rechnung stellen.
Und bei der PS4 glaube ich auch erst an eine verbraucherfreundlichere Vorgehensweise, wenn ich es Schwarz auf Weiß in einer seriösen Publikation (z.B. unseren Kommentarfeldern weiter unten) lese.

Aber was soll eine Industrie auch tun, in der ein zeitgemäßes Game – ich rede nicht von Indie-Hits – mal gerade mehr kostet, als Bill Gates in 2 Jahren beim Zeitungsausteilen verdienen kann? Mit ALL seinen Mitarbeitern? Für 100 Millionen gibt es halt „Krieg gegen Frieden“ statt „Krieg‘ mal die fliegenden Fliesen“, was irgendwie innovativer wäre. Und wenn man nur 5 Mille spendiert, sieht das Game dann gleich wieder aus wie dem After gezogen, sprich, mit Grafikeffekten von 2002. Was uns aber komischerweise bei unseren heißgeliebten Klassikern wie der „Eisenbahn-Stimulator“ oder „Dungeon Peeper“ plötzlich egal ist („Grafik ist nicht alles!“), wenn wir erst mal wieder 14,3 Sekunden zum Umgewöhnen investiert haben.

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Ach ja, DAS waren noch Spiele damals! – Jedenfalls glaube ich das. Die Grafik von früher ist nämlich nicht sehr hilfreich darin, uns zu zeigen, ob das nun ein Spiel oder ein früher Versuch mit Grafikbugs auf einer Digitaluhr war. Trotzdem: Mir fehlt heute einfach die SEELE bei vielen Spielen. Vielleicht daher doch mal „Demon SOULs“ antesten?!

Als alter Nintendo-Fan sollte ich vielleicht jetzt auf den zeitlosen Spaß hinweisen, den man mit Mario haben kann. Immer und immer wieder. Level für Level. Die erste Welt das Auenland, dann Wüste, dann Schnee-Kulisse, Wasser-Landschaft, Wolken-Setting, Lava-Outfit. – Okay, das ist auch nicht einfallsreicher, aber immerhin ist das noch ein echtes SPIEL, kein Knöpfchendrück-Test für Lobotomierte, um deren Zuhör-Skills zu testen („Drücke hier Jump, um zu springen. Klettern übernehmen wir dann schon.“)…

Aber ich muss es doch kurz loswerden:

Ich liebte „Zelda“ und „Metroid Prime Corruption“ nicht deswegen, weil es neue Ideen gab (nur eher so mittelviele) oder die Grafik so schick war, sondern weil man da noch einiges entdecken konnte (und musste), ohne dass man gleich auf den fragwürdigen Zug des „Sandbox-Gamings“ aufgesprungen wäre (= Kannst alles machen, was du willst, Hauptsache, es hat keine Auswirkungen). „Skyrim 3“ habe ich beispielsweise nach 15 Stunden in die Ecke geworfen (gar nicht einfach bei einem Steam-Download!), weil ich 50 Quests hatte und alle gleich unnötig und exakt gleich schwierig waren. Gutes Gamedesign sieht für mich anders aus. Aber ich als „Hater“ (Kurzform von „Was hate dud’n da“?) bin da vielleicht zu kritisch mit einer Industrie, die seit 30 Jahren keine bedeutend besser erzählten Geschichten erzählen kann, da der Computer einfach noch zu blöd ist, selber auf Unmengen von denkbaren Variablen zu reagieren. So sieht das Programm einfach nicht vor, dass die Piraten in „Far Cry 3“ mich für einen der ihren halten könnten, wenn ich neben einem riesigen Stützpunkt mal im Schatten stehe und was von meiner „vergessenen Augenklappe“ knurre.

Aber das geht schon wieder zu weit hier… Dieser Text könnte noch ewig weiter gehen und z.B. zu ergründen versuchen, warum man sich für 500-600 Euro eine Spielekonsole holen sollte, für deren Preis man in einem Jahr einen stärkeren PC bekommt. Bei dem man sich sogar GRATIS – ungeschütztes Surfen ohne Virenscanner vorausgesetzt – ausspionieren lassen kann und dafür KEINE teure Kinect-Kamera/Mikrophonanlage braucht.

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„Boah, sieht das geil aus! Ich muss unbedingt jemanden ERSCHIEßEN und ausrauben, um mir die Konsole dafür leisten zu können!“ – Was, wo hier die neuen Ideen sind, fragt ihr? Na, der Partikelfilter dreht jetzt auf 1,7 Nano-Mikromü im Gigawatt-Bereich. Fette Neuerung, oder?

Aber um die Kritik mal gerecht auf alle Anbieter aufzuteilen:

Ich könnte mich auch fragen, warum Nintendo die um 6 Jahre verspätete Neuerfindung des Touchscreens (siehe den Handheld DS) als Innovation feiert und Hardware verbaut hat, die je nach Quelle mal 50% langsamer oder schneller als eine PS3 sein soll. Marketing und Tech-Design Wobei aus der Hölle? Wobei die Hölle da schon allein aus Sprichwortsicht bereits vor Jahrhunderten mehr „Impact“ hatte…

Wird die PS4 in der Pressekonfernez heute Nacht mit einem neuen „Final Fantasy“ glänzen, in dem man jetzt – Achtung, Feature! – auf einer Rolltreppe durch die Schlauchlevels gefahren wird, um im Takt der Musik mal ein Knöpfchen zu drücken? Das Kampfsystem in FF13 habe ich ja auch nach 3 Stunden zuschauen nicht kapiert. Erinnerte mich ein bisschen ans Autofahren. – Wenn man nur den Beifahrer eines Automatikschalters filmt und diesen Film in einem Fernseher laufen lässt, bei dem man alle 30 Sekunden einen Knopf drücken muss, damit er nicht ausgeht. – Indirekt. Langweilig. Nicht-Interaktiv.

Klar, es gibt noch viele, zaaaahlreiche Spieleperlen, aber es wird immer schwerer, sie zu finden, will man sich nicht NUR auf Latte-Macchiato-Designer im Indie-Cafè einlassen, deren Games zweihundert seltsame und neue Ideen auf lediglich 50 Spielminuten verteilen.

Da hilft vielleicht nur „Cloud-Computing“: Eine digitale Wolke programmieren, sich hypnotisieren lassen und sie 10 Stunden fasziniert ansehen. Öder als das neue „Call of Duty“ kann das auch nicht sein…


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von Klapowski am 10.06.13 in PC- und Videospiele

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Kommentare (13)

  1. bergh sagt:

    tach auch !
    Eigentlich so gar nicht mein Thema, denn aus den o.a. Gründen habe ich bei
    Full Throttle und Homeworld 1 2 2b aufgehört Spiele zu spielen.

    Also hat sichg seidem nichts Grundsätzliches geändert.
    Und Ego/POV und sonstwie Shooter fand ich schon immer zum Gähnen.

    Gruss BergH

  2. Onkel Hutt sagt:

    Ich frage mich, warum die CoD Spieler nicht direkt nur einen Film gucken ? Da müssen die noch weniger Knöpfchen drücken oder nachdenken und haben die Hände frei für Chips, Cola und zum Palme wedeln.

    Die Masse der Spiele ist tatsächlich sehr innovationsarm und blutleer. Noch schlimmer der Hang zu free2play oder diesen ingame-shops.

    Ich habe noch jede Menge alter Perlen zuhause rumliegen, leider ist meine Hardware zu neu, müsste meine Hardwareschätzchen irgendwann mal wieder zum Leben erwecken, wenns denn nicht schon zu spät ist

    • Sparkiller sagt:

      „Die Masse der Spiele ist tatsächlich sehr innovationsarm und blutleer.“

      Geht so, Dank Kickstarter und Co. ist die Indie-Szene eigentlich größer und abwechslungsreicher denn je.

      http://store.steampowered.com/genre/Indie/

      „Thomas was alone“ war z.B. seit langem mal etwas, daß ich auch bis zum Ende gespielt habe. Die Auswahl ist jedenfalls gigantisch, nur wird logischerweise in den Mainstream-News nicht soviel darüber berichtet.

  3. Will Smith sagt:

    Möglichkeit von Gebrauchtspielen für Sony bestätigt.

    Witzig: Sony hat extra ein Video gemacht um Microsoft zu, man kann es nicht anders sagen, zu verarschen:

    http://www.youtube.com/watch?v=kWSIFh8ICaA

  4. G.G. Hoffmann sagt:

    Vielleicht liegt es ja daran, daß ich heute in der gleichen Situation bin wie mein Vater vor 25 Jahren. Aber ich bin von den meisten Spielen überfordert. Beispiel Egoshooter: über jedem Mitspieler und Gegner flimmern tausend Informationen (Name, Rang, Lebenspunkte, etc.). Man sieht vor lauter Infos kaum noch das eigentliche Geschehen. Die Figuren und die Umgebung sollen heute angeblich sehr viel realistischer sein als früher. Aus meiner Sicht nicht. Es gibt zwar immer mehr Details (Blätter, Gräser, Staub, Splitter, etc.), aber das hat nicht den Hauch von Realismus, sondern überfrachtet nur das Bild. Vor lauter Details (die man in der Realität ja gar nicht wahrnimmt), kann man kaum noch die Gegner entdecken. Wenn mein Blick in der Realität von Blättern oder Gräsern eingeschränkt ist, filtert das Gehirn diese nahen Hindernisse weg und konzentriert sich trotzdem auf das wesentliche Geschehen im Hintergrund. Computerspiele können das (noch) nicht. Dann soll man diese unrealistischen Details aber doch bitte auch weglassen.

    Die Figuren bewegen sich mit irrwitziger Geschwindigkeit durch das Spielgeschehen und tauchen unvermittelt hinter jedem Sichthindernis auf, ohne daß man zuvor Geräusche, Schatten, o.ä. ausmachen konnte. Die Bewegung ist mehr ein schienenartiges Gleiten als ein Laufen. Sehr realistisch. Klar im Vorteil sind Leute, die mit großer Übung und schnellem Internetanschluß wie Geisteskranke über das Spielfeld laufen, wild um sich schießen und pro Runde zwar 100 Tode sterben, dafür aber auch 170 Abschüsse verzeichnen. Da ist das verpönte Camping aber wesentlich lebensnäher.

    Ich halte, wenn man einmal die COD-Serie betrachtet, Teil 1 aus dem Jahr 2003 und die Ergänzung „United Offensive“ für realistischer als alle Teile die danach kamen.

    • flyan sagt:

      Ja, die aktuellen Mainstream-Spiele sind hektischer und unübersichtlicher. Wenn ein Spiel erfolgreich war, dann ist der Nachfolger ein vorhersehbarer und lauwarmer Aufguss. Höchstens die grafische Detaildichte und die Anzahl der Items wird erhöht. Neue Ideen können nur nach hinten losgehen, lieber Geld in ordentliches Marketing investieren und nichts kann mehr schief gehen. Aus finanzieller Sicht.

      Allerdings finde ich, dass solche Spiele wie „Call of Duty“ auch viel zu einfach geworden sind. Ich denke da nur mal an Half Life 1, wo teilweise noch Rätsel gelöst werden mussten, Eingänge gefunden werden und wo man ohne Selbstheilung sehr aufpassen musste, dass man sich nicht zu oft getroffen wird oder von irgendwo runterfällt.

      Ich hatte vor kurzem mal wieder den Klassiker Siedler 3 installiert. Mit Patch auch unter Win7 spielbar. Und was soll ich sagen… Das Spiel ist schwer! Man muss keine übermäßigen Reflexe haben, aber man muss voraus denken, man muss mit den Gedanken dabei sein, sonst hat man ganz schnell verloren! Aber sowas kann man wohl niemandem mehr zutrauen.

  5. Tabularius sagt:

    Diese Autoheilung ist mir auch ein Dorn im Auge. Es gibt Spiele wo sie durchaus angebracht ist. CoD z.B. da wuerde ein suchen Nach Medipacks nur den Spielfluss stoeren.
    Aber Autoheal wird seit langen praktisch ueberall benutzt. Spiele die langsamer und taktischer sind werden dadurch runiert. Oder auch spiele mit Horroranteil. wieso soll ich Angst haben wenn ich mich andauernd heile.

    Ich vermisse die Passagen von frueher als ich mit einem einzigen HP durchs Level gerannt bin, voller Adrenalin, wissend das jeder Fehler der lezte sein kann. Und dann das erloesende Gefuehl wenn man ein Medipack findet. Das war einfach schoen.

    Heuzutage werden die Spiele einfach rutiniert und emotionslos abgearbeitet. (Ausnahmen bestaetigen die Regel)

  6. Doughnut sagt:

    Skyrim fand ich an sich klasse, Atmosphäre ohne Ende, schickes World Design, teils sehr spannende Dungeons mit kleinen Stories und die NPCs wirken auch lebendiger als in 99% aller RPGs. Das mit den Quests stimmt aber leider, die sind fast alle zu kurz und kaum unterscheidbar. Am besten sind noch die Daedraquests und Teile der Diebesgildenreihe, der Drachenmainquest und (so hab ich mir sagen lassen) der Meuchelmördergilde.
    Sonst nahm ich die Quests eigentlich kaum wahr und hab sie eher als Anreize verstanden, die Dungeons zu erkunden. Was ja wieder sehr stark an viele der ganz alten RPGs erinnert, in denen ebenfalls Leveldesign alles und Story nix war.
    Ich mag das Spiel jedenfalls, hab sicher 10x so viel Zeit damit verschwendet wie Klapo. Allerdings mehr als die Hälfte davon mit Mods wie SkyRe oder neuerdings Requiem.

    Der Shooter-Einheitsbrei stört mich allgemein auch etwas. Und das, obwohl ich die meisten gar nicht anrühre (so was wie Crysis mach ich nach einer halben Stunde wieder aus). Mich stört eher, wie halbherzig die innovativeren Shooter wie zB Far Cry 3 ihre Alleinstellungsmerkmale einbauen. Der Jagd- und Sammelanteil in diesem Spiel ist aufgesetzt, man kommt auch so durch, wenn man einfach stupide der Mainquest folgt. Die vielfältigen Optionen zum Einnehmen von Forts machen Laune, nur sind auch die Spielerei, da man das auch sehr bequem mit einem kurzen Amoklauf erledigen kann. Und so weiter, nichts passt zusammen, alles wirkt zusammengeschustert, Spielelemente ergänzen sich nicht, sondern existieren nebeneinander her. Und es ist zu leicht.

    Ansonsten kann ich ebenfalls nur empfehlen, sich mehr mit Indie-Games zu beschäftigen. Dank diverser Onlineverkaufsplattformen und dieser sich seit ein paar Jahren aufbauenden Kickstarterwelle gibts da eine Menge Spannendes zu Entdecken.

  7. biermaaan sagt:

    Gaming ist einfach mainstream geworden, das lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Hoffen wir das SciFi Filme und Serien das schöne Nischen-Dasein behalten!

    • Jussel sagt:

      Selten so einen Käse gelesen. Die Videospielindustrie hat auch schon in den 90ern mehrere MILLIARDEN jedes Jahr umgesetzt.

      Und wie oben schon geschrieben wurde, die Indie-Szene ist in letzter Zeit gewaltig gewachsen (Steam, Xbox Live, etc.), nur interessieren sich gerade die Nörgler gar nicht für diese Spiele bzw. haben einfach keinen Plan.

      Und über das „Nischen-Dasein“ von SciFi-Filmen und -Serien kann amn dasselbe sagen, bzw. herzhaft darüber lachen! Also bitte keine Behauptungen mehr aus dem Hintern ziehen. Danke.

  8. Halbnerd sagt:

    Ich persönlich bin ja ein großer Fan der Anno-Reihe. Die Qualität der einzelnen Teile schwankt zwar auch, aber wer das Spielprinzip schätzt, wird dennoch selten enttäuscht.

  9. OPS sagt:

    Ich möchte mal eine besondere Spieleperle empfehlen.
    F.T.L. – Faster Than Light.
    Ein kleines Raumschiff-Kommandierspiel das sich spielt wie „Ein Jahr Hölle- Das Spiel!“ (ich meine die Voyager-Folge)

    Das oben gesagte ist ja alles richtig, aber es gibt die Spieleperlen (ja und viele bei Indie-Herstellern) die besonderen Charme haben.

    Das goldene Zeitalter der Computerspiele ist heute.
    Wer aus (berechtigter) Ablehnung der Action- und Egoshooter den Blick auf den restlichen Markt verliert, tut diesem Unrecht.

    • Doughnut sagt:

      „Das goldene Zeitalter der Computerspiele ist heute.“

      Zumindest gab es noch nie so eine Dichte an Neuerscheinungen. Was die Abwechslung beim Spielprinzip angeht, sieht es dagegen kaum besser aus als vor 10 oder 20 Jahren. So geniale Innovationen wie XCOM, Pirates, Civilization, Jagged Alliance oder Diablo (wer dachte vor diesem Spiel, dass hirntotes Rumgeklicke so süchtig machen kann?) kann man nun mal nicht nach Schema F am Fließband herstellen. Ich hab allerdings auch Besseres zu tun, als die 5. Auflage von Civ oder den 10. Diabloklon zu spielen (zB Kommentare in irgendwelche Internetseiten und Blogs schreiben).

      Die innovativsten und damit am wenigsten langweiligen Spiele sind zum Großteil jedenfalls Indiegames. Nur wer hat schon Zeit und Lust, die echten Spielspaß-Perlen unter dem Berg an Grabbeltischspielen herauszusuchen?
      Ich könnte da noch Terraria (gibt bald einen neuen Contentpatch) und Amnesia empfehlen. Die machen beide sehr viel Spaß.

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