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LOST – Das verlorene Special

LOST – Eine Serie, die man schwerlich verlassen kann, wenn man erst mal reingefunden hat. Schnell werden am Ausstrahlungstag allerlei nervige Familienangehörige zu „Anderen“, der Lottoschein zum Dimensionsportal für gehobenen Wahnsinn und die Wortkombination „vorab gesehen“ zu einem sphärischen Lied. Doch wir wären nicht ST-E.de, wenn wir nicht nur wenig über Star Trek berichten würden, sondern auch bei LOST nichts zu meckern hätten. Auf eine liebevolle, weitere Enthüllungen erbittende Art, selbstverständlich.

Seien wir Zyniker doch mal ehrlich: LOST ist ein Superknaller!

Der zuverlässigste Indikator dafür ist ja meist der „Billige Nachahmung“-Faktor des deutschen Fernsehens. So hatte RTL dann auch 2005 das unbestimmte Gefühl, dass das Erfolgsrezept des Originals nicht etwa die mysteriöse Story ist, sondern die vom Schicksal gecasteten Überlebenden (man spricht in Anlehnung an Darwin auch vom „Überleben des Geföhntesten“), die auf einer Insel gut aussehen und quasi GZSZ im Dschungel nachspielen: Gute Zelte, schlechte Zecken. Der Quatsch hieß „Verschollen“ und war vom Look teilweise doch recht dreist geklaut. So ging der Diebstahl sogar so weit, dass dem Original so viele Studioaufnahmen gemopst wurden, dass die US-Variante tatsächlich auf einer echten Insel nachdrehen musste.

Über LOST selber muss nicht mehr viel gesagt werden: Es geht um die übliche „Überlebende auf einer Insel“-Geschichte, bei der die Hauptpersonen sich allerdings mit Monstern aus schwarzen Rauch, Eisbären, Visionen, mysteriösen Verrätern, entführten Kindern, seltsamen Zahlen (bei den Frauen beispielsweise durchweg „90-60-90“) und unglaublichen Zufällen auseinandersetzen müssen. So ist in den immer wieder gezeigten Rückblicken zu sehen, dass sich viele Figuren vor dem Absturz schon einmal getroffen haben. Die Spekulationen darüber, wie das alles zusammenhängt, ist der Hauptgrund für den Erfolg der Serie. Daher wird es auch tunlichst vermieden, irgendeine Episode mit klaren Antworten zu beenden, was im Extremfall dazu führen kann, dass man nicht mal die Frage versteht. Oder es wird storytechnisch hinhaltend rumgeeiert, damit der Zuschauer sich bis zur nächsten Ausstrahlung auch wieder 5 Kilo Kopfschuppen unter die Fingernägel kratzt.

Wie lang das alles noch gehen soll, ist unklar. Kürzlich war mal die Rede davon, dass nach 100 Folgen Schluss sein solle. Inzwischen haben die Macher jedoch zwischen den Zeilen durchblicken lassen, dass sie selber zwar einen tollen Masterplan haben, der ihres persönlichen Finanzberaters allerdings auch nicht so ganz ohne ist.

“Keine Angst, Claire! Deinem Baby ist sicherlich nichts passiert. Ich begrabe meines seit Jahren unter Schlagsahne und trotzdem wächst und gedeiht es wie bekloppt!“ – Knietief in der Sch… Weiße: Der herrliche Sand hat noch nicht die letzten Tropfen der unbesungenen Leichen-Darsteller aufgeschlürft, als die ersten Probleme beginnen: Der eine isst nur Drogen, der nächste isst… NUR, der übernächste ist ein Psychopath, der danach ist ein Betrüger und ein ganz anderer ein stinknormaler Informatikstudent. Preisfrage: Welcher dieser Personen wird nur in jeder 10. Folge einen Statistenstellplatz im Hintergrund erhalten?

Damit es eine richtige Mystery-Serie wird, muss natürlich zum Ende einer jeden Folge ein richtiger Knaller rein. Sozusagen der geächtete Nachfolger der Atom- und der Neutronenbombe: Die unglaubliche Neuronenexplosion! Diese funktioniert im Grunde genau so wie der „Tödliche Witz“ bei Monty Python, nur dass bei LOST die Pointe wohl noch ein paar Staffeln auf sich warten lässt.

Denkbar wäre z.B. dieser Cliffhanger:


Jack (geht mit Kate durch den Dschungel): „Huch, Fußspuren!“

Kate (sieht sich wachsam um): „Die Anderen?“

Jack: „Nein, nicht die anderen, die hier. Aber Du hast Recht, da vorn sind tatsächlich noch mehr Tapser.“

Kate: „Äh… Jack? Ich glaube, da kommt jemand!“

(Ein Mann stürzt aus dem Dschungel)

Jack: „Karl-Heinz? Ich dachte, Du bist tot?!? Ich habe Dich mit meinen eigenen Augen in den Gartenhäcksler fallen sehen.“

Kate: „Onkel Karl-Heinz? Du bist doch gestorben, als ich 3 Jahre alt war! Ich trage ein Foto von Dir bei mir. Wie ist das nur möglich?!“

Karl-Heinz (wirkt verwirrt): „Eine Schnur um den Hals? Moderne Fotolabore?“

Jack (packt den Mann): „Sag uns sofort, wo Du herkommst! Na los!“

Karl-Heinz: „Aus einem karibischen Windgraspappelbusch. Aber wenn Du das Geheimnis eures Absturzes und dieser Insel und ihrer Phänomene wissen möchtest, dann kann ich Dir durchaus sagen, dass…“ (wird ohnmächtig)

– Der Lost-Schriftzug dröhnt durch den Nullraum, danach Vorschau –


Die Hoffnung, dass wir nun demnächst endlich etwas mehr über LOST erfahren, wird nach dieser kleinen Szene dadurch genährt, dass die nächste Folge den Titel „What is with Karl-Heinz?“ trägt. Nun gibt es aber verschiedene Varianten auf Seiten der Autoren, um dieses Verwirrspiel noch viele Staffeln lang zu treiben, inklusive den Zuschauer in den Wahnsinn:



1.) Karl-Heinz hat sein Gedächtnis verloren:

Karl-Heinz: „Das letzte, an das ich mich erinnere? An ein dubioses Postkarten-Gewinnspiel, bei dem es eine Flugzeugreise mit anschließendem Survivaltraining auf unbestimmte Zeit zu gewinnen gab. Ich hatte gerade die Antwortkarte ausgefüllt. Die richtigen Lösungszahlen waren:“ (*Alle sagen sie zusammen im Chor auf*)


2.) Karl-Heinz fällt schon zu Beginn der nächsten Folge in Koma:

Jack: „Er hat einen Schock!“

Kate: „Wovon?“

Jack: „Von überflüssiger Frageritis, blöde Kuh! Los, hol eine Schüssel mit warmen Wasser und Handtücher. Es geht los!“

Die nächsten 5 Folgen sehen die Hauptfiguren dann zu, wie der langsam gesundende Karl-Heinz von dem Tiefschlaf in den leichten Tiefschlaf überwechselt. Für noch viel größeres Erstaunen sorgt jedoch Karl-Heinz Junior, der frisch entbunden auf seinem Schilfbettchen liegt, den leicht hungrigen Blicken von Jin ausgesetzt.


3.) Karl-Heinz ist aus irgendeinem Grund verängstigt und sagt nicht, was er weiß.

Was ihn allerdings nicht davon abhält, stundenlang vieldeutige Geschichten zu erzählen und die Leute in praktischen Besuchergruppen eine Klinke ans Knie zu sabbeln:

Karl-Heinz: „Ich kann es nicht sagen! Sie werden mich sonst holen kommen! Und dann bekomme ich nie wieder Blau!“

Jack: „Blau? Die Farbe oder was?“

Karl-Heinz: „Es ist mehr als eine Farbe. Es ist das, in dem die Dunkelheit den großen Fisch fängt. Doch nur die Gräten sind der Schlüssel zum Verständnis der großen Festung!“

Kate: „Raaaaah! Mir reicht’s jetzt, ich schieß den jetzt tot! Sonst kann ich wieder wochenlang nicht schlafen, bis ich dieses Rätsel gelöst habe. Hätten die Anderen uns nicht lieber ein paar Sudoku-Hefte hierlassen können?“


4.) Karl-Heinz verschwindet spurlos, schließt sich im Computerraum ein oder hat einen tödlichen Autounfall.

Locke: „Wo ist Karl-Heinz?“

Jack: „Er ist fort.“

Locke: „Oh. Na dann… – Auch ein paar gedünstete Schlangenwürmer? (*Mampf*)“

*verträumt Augen verdreh und in aktueller Rückblickshandlung versink*


Besonders beliebt ist es auch, allerlei Hauptfiguren so lange in die Schizo-Ecke zu stellen, bis ihr Gesicht schon ganz kantig ist. So trifft der dicke Hurley seinen imaginären Freund aus seiner ehemaligen Nervenheil- und Sabberfäden-Abschneid-Anstalt wieder, der ihm erzählt, dass Hurley noch immer in der Klinik sei und die Insel gar nicht wirklich existiert. Ein Vorwurf, der höchstens in Bezug auf den deutschen LOST-Klon gerechtfertigt wäre, beim Original aber als billige falsche Spur abgehakt werden darf. Es sei denn, die Autoren legen Wert darauf, sich nach der großen finalen Enthüllung diverse Heugabeln operativ entfernen zu lassen.

In der selben Folge ist Hurley sogar nahe dran, von einer Klippe zu springen und den „Axe-Effekt“ als Nachfolger der „Richter-Skala“ einzuführen. Nur dann halt für Seebeben. Charlie, der drogensüchtige Exrocker (bekannt auch als einer der Hobbits aus HdR) hat sich ebenfalls kurzfristig in einer dll-Datei der Matrix verirrt. Visionen von plärrenden Babys und klimpernden Klavieren suchten ihn. Natürlich nicht „heim“, denn das würde dem Grundgedanken von „Lost“ widersprechen… Was diese paranoide Mentalparade bedeuten könnte, ist unmöglich zu beantworten: Anhand der herbeihalluzinierten Grundmotive ist ein Rückkehr der Kelly Family allerdings nicht gänzlich auszuschließen.

“Was ich hier mache? Kate hat gesagt, sie liebe bei Männern schöne Hände, und ich solle ihr doch mal gaaaanz genau meine Finger beschreiben.” – Wo ist der Stoff? Und ich meine nicht den von Charlies Hose: Drogen machen nicht nur blöde, im Tank eines Flugzeugs versteckt sorgen sie sogar für leichte Turbulenzen. – Übrigens sieht die eigentliche Serie nicht so studioaufnahmig aus wie dieses Promofoto! Wenn es so wäre, würde das allerdings auch schon fast wieder als Kunstwerk durchgehen, denn bei LOST wird alles tatsächlich auf Hawaii gedreht…

Pünktlich zum Ende der Episode, wenn die Zähne schon ins Nagelbett stoßen und nach weiterem Knabberkram verlangen, sind solche Aktionen allerdings meist vorläufig erledigt. Die Visionen enden, oder es stellt sich heraus, dass es gar keine gab. Die Figuren haben sie sich nämlich nur eingebildet… Oder so ähnlich.

So gerne ich LOST schaue, so gespannt ich jede weitere Enthüllung verfolge („Hm. Eine vergrabene Mondlandefähre mit eigenem Anhänger. Was könnte das nur bedeuten…?“), so skeptisch bin ich allerdings auch. Das Gefühl, dass wir am Arsch der Welt an der Nase herumgeführt werden, um uns am Ende eine Erlösung mit Hand und Fuß zu verweigern, wurde in der zweiten Staffel teilweise übermächtig. Irgendwie erinnert mich das Ganze vom Konzept her ein wenig an „Akte x“, wenn auch in der Sommerfrische. Auch da war die Auflösung mager, ging kaum über übliche UFO- und Verschwörungsklischees hinaus und versandete dann in „Freak der Woche“-Storys. Da kann ich auch Smallville gucken, denn da erklärt wenigstens der obligatorische Meteoritenabdruck an der Stirn, dass da einer der grünen Klunker am Werk war. Ich denke da nur an so fiese Gegenspieler wie den mysteriösen „Hirnerschütterungs-Man“ (ehemaliger Highschüler) oder den unheimlichen „Durchsichtigen“, der mit dem durchgängigen Meteoritenkrater im Bauch.

Aber ich schweife ab. Was uns zum Chef aller Abschweifer zurückbringt: LOST. – Am problematischsten ist es hier wohl für Ratefüchse, dass die unheimlichen Erlebnisse in LOST nicht erst mit dem Absturz ihren Anfang nahmen. Da wird der Zuschauer – clever von den Machern – auf allen intellektuellen Ebenen gefordert: Für Mathematiker und alle anderen, die bemerken, dass sie alles Erlernte ab der 5. Klasse eigentlich nie wieder brauchen werden, gibt es da das Betätigungsfeld der mysteriösen Lottozahlen. Hier kann so lange gerechnet werden, bis die Taschenrechner-Solarzellen unser Muttergestirn leer gesaugt haben. Gibt es eine logische Verbindung oder eine Gemeinsamkeit bei diesen Ziffern, außer, dass sie J.J. Abrams beim Wasserlassen eingefallen sind? Hat die kleine Produktionsfirma gar die Weltformel gek(n)ackt und benutzt diese Serie nur als langsames Informationsvehikel, um die Menschheit nicht in ein hysterisches „Watt issen ne Weltformel?“ verfallen zu lassen?

Stilisierter DNS-Code? Eine Art Schlange in der Mitte? Die Form eines Stopp-Schildes? – Das seltsame Symbol der seltsamen Dharma-Initative taucht auf der seltsamen Insel immer wieder mal auf. Viel mysteriöser und selbst von LOST-Fans bislang unbeachtet blieb allerdings die Tatsache, dass unter jedem Dharma-Zeichen eine abgetrennte Hand an die Wand genagelt wurde.

Steht man hingegen mehr auf Geheimbünde, Verschwörungen und andere Flüsterware aus der Spezialklinik für Kehlkopferkrankungen, kann man sich mit der Dharma-Initiative beschäftigen. Eine Vereinigung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, *Ratter, Knirsch, Fetz*. Oh, wie schade: Genau an dieser Stelle ist das Filmmaterial leider beschädigt. Ebenso wie die Glaubwürdigkeit dieses vorgeblichen Zufalls. Aber das ist ja das Perfide an LOST: Diese Serie verarscht so unheimlich effektiv, dass es selbst den Opfern Spaß macht. Nur ein klein wenig fühlt man sich dabei wie der Spasti auf dem Schulhof, der in Ermangelung kreativer Erwiderungen einfach über sich selbst lacht, wenn die anderen ihm Sex mit Haushaltsgeräten unterstellen… Ernsthaft stört dies aber bislang noch nicht. Ansonsten hätte man sich vermutlich wohl nie mit dem indischen Dharma-Konzept beschäftigt, um der Serie ihre Geheimnisse zu entreißen. – Die lehrreichen LOST-Editionen „Deutsche Bundeskanzler“ und „Allgemeine Integralrechung“ sind übrigens schon bald im Handel erhältlich.

Doch was bietet die Insel sonst noch an „haltlosen Spekulationen“, wie es Politiker gleich welcher Windrichtung auszudrücken wissen? Nun, ist man eher für das Schicksal oder Gottes Willen zu haben, kann man sich zum Beispiel einreden, dass das (dunkle) Vorleben der Charaktere sie zu bußfertigen Insel-Plattsitzern auserkoren hat. Ist man ein Freund von Aliens, dem Leben nach dem Tod, Psi-Phänomenen oder hanebüchener TV-Verarsche, findet man ebenfalls sein Plätzchen zwischen Kokosnusspalme und Kopfnusslogik.

Der weitgehende Verzicht auf Studio-Kulissen ist den Machern dabei hoch anzurechnen. Für ein ähnlich atmosphärisch-floristisches Erlebnis hätte man in den üblichen Gewächshäusern anderer Produktionen schon Düngestäbchen verwenden müssen, die an sich schon als Birke durchgehen würden. – Der Dschungel wirkt dicht und wie ein Dschungel, was im Zweifel nie ganz verkehrt sein kann. Wenn auch nicht dicht genug, was allerdings an den unglaublichen Zufällen liegt: Die Wahrscheinlichkeit, eine versteckte Luke im Dschungelboden zu finden, ist in etwa so groß, als würde man in der Sauna unglücklich ausrutschen und dabei seinen Nebenmann entjungfern. Ungereimtheiten aller Art können natürlich bisher noch auf den „Insel-Effekt“ geschoben werden.

Mit der Zeit wird es nur etwas ärgerlich, wenn Menschen auf einer riesigen Insel stets neue Entdeckungen machen. Die winzige Spur eines verschollenen Kameraden („Guck mal! Auf der Unterseite dieses Blattes klebt ein Post-It!“) oder Hurleys „Kühlschrank“ im Gebüsch. Alles exakt immer dann, wenn die dazugehörige Geschichte abgespult werden soll. Der meistgesagte Satz der ganzen Serie ist daher auch „Irgendwo hier muss es sein“, wenn aufgeregte Baumstumpf-Kolumbusse ihre Kumpels zu exakt dem unauffälligen Erdbeerstrauch zurückführen wollen, an dem sie die besagte Mondlandefähre (Wir berichteten bereits weiter oben) gefunden hatten.

“Jack, du musst ihn retten! Bitte!“ – „Dann geht gefälligst los und holt etwas, was mir hilft!“ – „Ja gerne, aber was denn?“ – „Alles abwärts seines Hüfte wäre schön!“ – Kein großer Ver-lost: Der glatte Teenie-Schönling bezahlte eine seiner Erkundungstouren mit dem Leben. Ein Preis, der für den Zuschauer noch als Schnäppchen durchgeht. Warum musste der Blödmann auch auf einem abgestürzten Flugzeug herumklettern, wenn er dafür doch schon seine hübsche Schwester hatte?

Die Figuren sind mir für eine charakterbasierte Serie, die noch dazu viel Zeit in Rückblicken ver-eierschaukeln, teilweise noch nicht ausgearbeitet genug. Gut: Es wird durch den ganzen Wirbel um ehemalige Geschehnisse suggeriert, dass man seine Protagonisten Ernst nimmt. Wie war das denn zum Beispiel, als Locke damals im Kindergarten einen Legostein an den Kopf bekommen hat? Einfach mal kurz zurückspulen… Meist werden die Rückblicke als Erinnerungsflashs dargestellt, die sich dann abspulen, wenn der Darsteller mit einem Arm an der Klippe hängt. Plötzlich geht’s dann um einen Sonntagsschulausflug mit Tante Lisa. Ein Gedanken- und Stimmungssprung, der inhaltlich nicht immer ganz passt und einem – zumindest, wenn auf der Insel gerade ein Geheimnis gelüftet werden soll – oftmals sogar auf die Nerven geht.

Viele Figuren wirken außerdem noch immer wie frisch aus der Castingcouch gepellt. Da ist zum Beispiel Jack, der nicht nur einen Allerweltsnamen trägt, sondern auch als George-Cloney-Gedenkarzt durch die Welt streift. Immer taff, immer stark, immer dank überall wachsendem Johanneskraut… äh… nie depressionsgefährdet. Zwar heult er schon mal verstohlen, wenn einer seine Schützlinge mal wieder eine Kokosnuss auf dem Kopf gefallen ist, doch im Grunde ist der Gute ja recht eigenschaftslos. Abgesehen von Fleiß und einem gewissen Selbstbewusstsein. Aber das hat ja eigentlich fast jeder… Okay, vielleicht keine Hartz-IV-Empfänger (höhöhö!).

Als Identifikationsfigur geht das ja noch alles durch. Aber was ist mit Sawyer, der arroganten Schönlingsfresse, die jeden Besucher mit einem albernen Kosenamen begrüßt, wie: „Hallo mein Butterflöckchen! Da geht einem ja die Sonne in der Hose auf!“ oder aber auch „Michelinmann“ oder „Doofkopp, Doofkopp!“. Seit 2 Staffeln reißt er nun schon zynische Sprüche, zerdrückt quakende Frösche und hortet Medikamente. Das ist dann in dieser Kontinuität nicht nur ein wenig unrealistisch, sondern auch ein wenig flach. Ganz und gar nicht flach ist hingegen Hurley, der den Job des witzereißenden Dicken mit Nerdkenntnissen innehat. Da Hurley eher schwere Knochen hat, drehen sich viele Storylines natürlich immer wieder mal um’s Essen: Hurley versteckt Lebensmittel, Hurley hat einst einen Balkon zum Absturz gebracht, Hurley hatte Phantasien, seinen Penis zwischen zwei Brötchenhälften zu schieben. Okay, das letzte habe ich mir ausgedacht, aber die Entblößung dieses Details ist wohl ebenfalls nur eine Frage der (Essens)Zeit.

Mein Lieblingscharakter ist jedoch schlicht und ergreifend Locke. Motto: Vom Handtellerfahrer zum Millionär… äh: Jäger. – Man verzeihe mir dieses alberne Wortspiel über eine Figur, die einst im Rollstuhl saß, nun aber als Survival-Opi die Insel (un)sicher macht. Vor allem die Vielschichtigkeit des gutaussehenden und lange verschollen geglaubten Picard-Bruders hat es mir angetan: Obwohl Locke sympathisch, leise und altersweise daherkommt, hat er doch Züge eines verkappten Psychopathen, der kein Problem damit hat, einem Embryo den Placenta-Lutscher zu klauen und dabei ziemlich seltsam zu lachen. Ohne auch nur eine Minute mehr als den derzeitige Pro.7-Ausstrahlung gesehen zu haben, erwarte ich von diesem Mann noch etwas ganz Großes! Nur der Oberlippenbart, der sollte eher klein und unauffällig sein. Vielleicht ein schwarzes Quadrat?

„Könntet ihr bitte etwas leiser mit eurem abgestürzten Flugzeug spielen? Es gibt hier schließlich auch ein paar Leute, die in Ruhe mysteriös sein wollen!“ – Locke ist der offizielle Jäger und Gedankensammler der Gruppe – Übrigens gibt es auch einen historischen John Locke. Was mehr als Zufall sein dürfte, da dieser sich mit Theorien zur Regierungsbildung beschäftigte. War das im Fandom eigentlich schon bekannt, oder war ich der einzige, der so schlau war, sich bei der Google-Bildersuche über mittelalterliche Ölgemälde zu wundern?

Auch der Iraker Sayid ist nicht ganz ohne. Nämlich nie ohne passendes Werkzeug. – Auch wenn man sich über das US-Klischee ärgern mag, dass der alte Wüstenfuchs einst ein Folterer war… Aber immerhin haben ihn die US-Streitkräfte erst zu einem gemacht, denn Radfahren lernt man immer noch am besten von jemanden, der es selber schon kann. – Wobei Sayid auch heute noch kein Problem damit hat, seinen Mitmenschen ein Ohr zu leihen, das gar nicht sein eigenes ist. Aber da sind mir die düsteren Figuren eh viel lieber als z.B. das asiatische Nixraller-Paar Sun und Jin, welches stets wie aufgescheuchte Reishühner herumgackert und sich einer strengen Arbeitsteilung unterzieht: Sun grabbelt im Unkraut herum und fängt ob dieser monotonen Aufgabe regelmäßig an zu flennen, während Jim auf Verdacht aufgeregt gestikulierend herumnöhlt und kein Wort Englisch versteht. Bis heute hat man den Eindruck, dass der Gute den Flugzeugabsturz nicht verstanden hat und am Strand beharrlich auf seinen Anschlusszug wartet.

Ansonsten gibt es da noch Claire, über die es nicht viel mehr zu sagen gibt, außer dass sie das offizielle Baby-Podium und der miefige Windel-Ständer der Serie ist. Ex-Rocker Charly ist leider so doof wie Brot, dessen Mehl mit einem gehörigen Schuss Drugs gestreckt wurde, Ex-Polizistin Anna Lucia ist mit einem Herz-Lungen-Durchschuss für ihre unerträgliche Nörgelfleppe noch eher gut weggekommen und die Ex-Kriminelle Kate ist das Herz der Serie. Und die Mutterbrust. Und die nicht enden wollenden Beine. Der Hüftknochen. Dieser sinnliche Mund. Wir verstehen uns schon.

Besonders schön finde ich auch, dass hier keine Figuren verloren gehen. Wenn auch nur nach dem physikalischen Prinzip der Energieerhaltung: Immerhin geben einige der ehemaligen Hauptpersonen inzwischen bereits exzellenten Pflanzendünger ab. Dass ab und zu eine Hauptfigur so überraschend in’s Gras beisst, so dass man selber vor Schreck fast auch in ein ähnlich finales Schluckgeräusch übergeht, ist eine der Stärken der Serie. Der Tod kann jederzeit zuschlagen, auch wenn er bei Sawyer, Kate, Locke und Jack vermutlich noch lange Zeit nur mit dem Schaumstoffhammer losziehen wird…

Negativ anzumerken ist jedoch: Man hat manchmal nicht so das Gefühl, dass da tatsächlich ein paar Dutzend Leute runtergeknallt sind. Denn 99% aller wichtigen Aktionen werden von den Hauptcharakteren bestimmt, die selbstverständlich ständig im Bild stehen und sogar Text haben. – Aber so kann man natürlich später immer wieder neue Figuren „einführen“, einfach, in dem mal die Linse für den im Hintergrund scharf gestellt wird. Flux haben wir eine dralle Blondine mit mopsfidelen Eigenschaften, die in den vergangenen 20 Folgen halt gerade shoppen war.

Echten Lost-Fans entgeht nichts. Und wenn doch, dann ist es Weggucken auf hohem Niveau. Zwei Erklärungsmöglichkeiten stehen für das mysteriöse Objekt am Bildrand zur Verfügung: „Leute, wir sollten jetzt langsam mal einen Hinweis darauf einbauen, dass durchgeknallte Kleiderständer die Insel unterwandert haben.“ – Wahrscheinlicher ist aber: “Ich verstehe kein Wort von dem, was das sprechende Pferd sagt. Ein Richtmikrofon, aber schnell! Ansonsten hat uns dieses Fachgeschäft für animalische Mystery-Requisiten vielleicht doch verarscht…“

Fazit: LOST ist toll. Zwar ist mir die Produktion doch einen Hauch zu gelackt, zu gebügelt, zu hollywoodig und zu sauber, doch ist das neue Genre der „Absturz-Mystery“ bisher noch frei von wortspielerisch notwendigen Doppeldeutigkeiten, die auf einen geringen Qualitätsstandard hinweisen müssten. Okay, die Figuren könnten einem noch etwas näher gehen und das Tempo oftmals höher sein. – Und damit meine ich nicht, dass die Rückblicke schneller geschnitten werden müssten… Jedoch ist dies alles noch kein Grund, auf das Zuschauen zu verzichten. Doch machen wir uns nichts vor: Diese Serie lebt erst als DVD-Fassung so richtig auf, wenn man nicht 3 Wochen frustriert auf die nächste interessante Enthüllung warten muss und zwischendurch mit Hurleys geräuschvollen Verdauungsproblemen oder Jacks Dackelblick-Abenteuern genervt wird.

Jedoch ist es auch nicht wirklich möglich, die Serie jetzt „schon“ vernünftig zu bewerten. Nur die Zeit wird zeigen, ob der Vertrauensvorschuss des Zuschauers mehr als Lebenszeit-Risikokapital darstellt. Man stelle sich den Super-Gau vor, dass die finale Enthüllung nicht mindestens 98% der Erwartungen erfüllt. Und das wären immerhin nur zwei Drittel, machte der LOST-Kult doch kürzlich die Einführung einer neuen Prozentrechnung nötig, deren höchster Satz nun bei 150% liegt.

Irgendwann werden wir beurteilen können, ob die ersten Staffeln vor Andeutungen nur so wimmelten, deren späteres Entdecken noch immer Freude bereitet, oder ob J.J. Abrams als Kind einfach mal zu lange mit dem Kopf im Sandhaufen gesteckt hat.


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von Klapowski am 27.01.07 in All-Gemeines

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Kommentare (30)

  1. DJ Doena sagt:

    4 8 15 16 23 42

    Ist euch schon aufgefallen, dass die Illuminatenzahl und die Antwort dabei ist?

  2. Gast sagt:

    Lost is doof, wir wollen Star Trek

  3. Gast sagt:

    Wollte nur mal erwähnen, dass 4+8+42=15+16+23=54 ist.
    Fiel mir nur grad so auf, als ich die Zahlen las.
    Hatt das was zu sagen? Sind so viele abgestürzt?

    Ich weiß das net, hab die Serie nie gesehen und es eigentlich auch net vor…
    Selbst das tolle Review hat mich leider net dazu überzeugt.

  4. Raketenwurm sagt:

    Wegen "John Locke" – ja, ist mir aufgefallen, daß es den schon mal gab. Rousseau übrigens auch – ist ebenfalls ein Philosoph, genauso wie Desmond David Hume, den man am Anfang von Staffel 2 sah. Und Jack Shephard heißt so, weil er die Funktion des Schafshirten einnimmt. Ach und sämtliche Frauen auf der Insel besitzen als Nachnamen amerikanische Städte. Wenn man die auf der Landkarte markiert und verbindet, kommt das Dharma-Symbol heraus.

    Den Kritikpunkten kann ich nur zustimmen; die Schauspieler sind wirklich zu hübsch, um wahr zu sein. Und den Charaktere fehlt es an Tiefe. Wenn man in der Beziehung Serien wie Sopranos oder Flipper zum Vergleich heranzieht, stinkt Lost voll ab.

    Für das Finale empfehle ich übrigens, die Folge "Zusammen leben, Alleine sterben" am 12.2. auf Video aufzunehmen und dann erst eine Woche später vor Teil 2 anzuschauen. Gibt zwar keinen fiesen Cliffhanger, aber ich glaube, so macht diese Doppelfolge mehr Spaß.

  5. DJ Doena sagt:

    > Wollte nur mal erwähnen, dass 4+8+42=15+16+23=54 ist.

    Und zusammen ergibt das 108, was genau der Minutenzahl entspricht, in der man die blöden Zahlen in den Computer tippen muss.

  6. Gast sagt:

    Ich bin immer noch regelmäßig Gast und fühle mich
    gut unterhalten, informiert, bewegt und
    auf- und abgerüttelt.
    Um Max Goldt zu zitieren: Wie ein Pavlowscher Hund im
    Potemkinschen Dorf…………
    Ach nee.
    Hö Hö!

  7. bergh sagt:

    tach auch !

    So schön ich diese Rezension fand,
    jedoch hat sie einen eklatanten Mangel:
    Unser wuschelköpfiger Quoten-Schwarzer (mit Hang zum Serienkiller:
    "Für meinen Hohn tue ich alles.", wurde in sträflichster Weise nicht erwähnt.
    Schäm Dich Daniel!

    Das mit den 150% sehe ich genauso: Soviele geheimnisse wie da angelüftet wurden, kann man in einer Season gar nicht aufklären. Mal sehen wie sie das vermuksen.

    Und ohne meine HP41C sag' ich zu den Zahlen gar nix.

    Mein Liebling (neben Locke) ist Kate auch wenn ie von den erwähnten 90/60/90 weit entfernt ist.
    Sie ist einfach süß, aber irgendwie zu passiv. Sie sollte anstatt die Brillenschlange zu erhören liebr mal Jack durchknuddeln, dann verliert der auch seinen verkniffenen Gesichtsausdruck.

    Gruss BergH

  8. DJ Doena sagt:

    Wozu sollte der auch erwähnt werden

    SPOILER

    Is der doch eh bald hinüber.

  9. Gast sagt:

    Off-Topic:

    Es folgt ein allgemeiner Sicherheitshinweis des Geistige-Gesundheitsministers: Schalten Sie nicht Sat1 ein. Ich wiederhole: Schalten Sie nicht Sat1 ein.

  10. bergh sagt:

    tach auch !

    Der ober-süßeste Fratz mit fast schon Hoshi-Sweeet-Babe Faktor ist allerdings Sun.
    Die Frau ist gnadenlos schön, hat die Figur einer 16 jährigen Bodenturnerin und spricht 2 Sprachen. Heilkräuter kennt sie auch noch.

    Hoffentlich fristt ihren Mann bald der Eisbär, dann kann Michael, oder BrillenLeser, da mal tätig werden.

    [Verschreckt über die Schulter nach dem Eisbärn Ausschau haltend]

    Gruss BergH

  11. bergh sagt:

    tach nochmal !

    Obwohl :
    Auch Sun kommt nicht an die erwähnten 90/60/90 heran.
    Wen meint Daniel bloß damit ?

  12. nakedtruth sagt:

    @bergh

    Nur stell dir mal vor, du strandest auf dieser einsamen Insel, entsteigst mit letzter Kraft den Wellen, da kommen diese Supermiezen angelaufen und du stellst fest, die haben sich 6 Wochen die Beine nicht rasiert, geschweige denn…

  13. DJ Doena sagt:

    Wenn sogar die Kerle die Muße und das Material haben, sich zu rasieren, dann kannste einiges drauf verwetten, dass sich die Girls ihre 3 wichtigsten Stellen auch rasiert haben.

  14. bergh sagt:

    tach auch !

    Männer !
    Ich habe in den frühen 70er pubertiert,
    da waren hairy bushes normal.
    Es gibt Schlimmeres.

    Und :
    1.) Ist Sun einfach suess
    2.) Haben Asiatinnen sowieso kaum Haarwuchs.
    3.) Ist mir das egal.

    Wenn jetzt nur noch Daniel sagt wer die 3/2/3 Frau ist.
    Cleire ? Ja das könnte sein;
    ich habe nicht nachgemessen.

    Und wie hieß noch die tote Schwester von dem Typ der auch tot ist?
    Diese Partygirlie, die sich nach dem Absturz erst einmal am Strand sonnte.
    (Ja neee isss klar ! Ich stürze ab und haue mich erst einmal in die Sonne)

    Gruss BergH

  15. DerGraf sagt:

    Also ich hab irgendwann in der zweiten Staffel aufgehört zu gucken, weil mir genau dieser Müsterie-Mist auf den sack ging.
    Vielleicht zieh ich mir die SAchen am Ende nochmal auf DVD rein, aber im TV nicht mehr.
    Ist eigentlich das 24 (twentyfour) Phänomen: Haste eine Folge net geshen, is Ende mit dem onehin schon lahmen Verständniss der Serie.

    mfg
    graf

  16. bergh sagt:

    tach auch !

    Jein !
    Es werden ja mehrere Handlungstränge verfolgt.
    Mal der eine ein paar Folgen, dann springt man auf einen anderen.

    Verpasst man eine Folge muß man halt in den ersten 30-45 Sekunden bei der Zusammenfassung gut aufpassen.
    Das machen andere Serien, aber auch.
    Wie sagte Klapowski:
    Auch bei Ein Star Geht ! ;-)

    Gruss BergH

    P.S.. Lost guckt man am besten mehrere Folgen am Stück.

  17. DJ Doena sagt:

    > Und wie hieß noch die tote Schwester von dem Typ der auch tot ist?

    Shannon

  18. bergh sagt:

    tach nochmal !

    @DjDoena
    Du bist ein Schmecklecker !

    Kate ist wirklich iene hübsche, aber so DÜNN.
    Wenn man sie sieht, glaubt man sie wäre auf einer einsamen Insel mit wenig Essen gestrandet. ;-)

  19. DJ Doena sagt:

    > Kate ist wirklich iene hübsche, aber so DÜNN.

    Aber nur sportlich, nicht magersüchtig. Magersüchtige erkennt man daran, dass sie auch keine Brüste mehr haben –> Kein Arsch und kein Tittchen, sieht aus wie Schneewitchen!

    > P.S.. Lost guckt man am besten mehrere Folgen am Stück.

    LOST guckt man am besten als Staffel am Stück ;-)

  20. nakedtruth sagt:

    Lost folgt übrigens streng den Regeln des Teenieslashers :

    Kaum wir eine der Ladies durchgeknattert (haarig oder nicht) fährt sie anschließend in die Grube.

    Boone + Locke (was sollen die sonst im Dschungel getrieben haben, wir waren ja nur beim Flugzeug und der Lucke dabei)

    Shannon + Saayd

    Ana- Lucia + Sawyer

    Libby + Michelinmännchen (haben sich geküsst, kann man gelten lassen)

    Wahrscheinlich lebt Kate nur noch weil sie sich nicht zwischen Jack und Sawyer entscheiden kann.

  21. Gast sagt:

    LOST,
    Männer und Frauen,
    Intim-Rasuren.

    Darüber könnte ich jede Menge erzählen.

    Wenn ich nur was wüsste.

  22. crysis sagt:

    Lost. Dazu wollte ich irgendwas sagen. Leider sind meine Notizen plötzlich verschwunden…

    Was macht eigentlich ein Eisbär im Dschungel? Egal was die da für Experimente anstellen, wird das nicht ein bißchen warm für das Vieh? Und, wo wir gerade bei seltsamen Dingen sind, woher hat Jean-Luc "Locke" eigentlich seinen Namen? Gut, vielleicht will ich auch gar nicht wissen, wo DER Frosch die Locken hat…

    Wenn man mal davon absiehst, dass ein verschwundenes Flugzeug im Zeitalter der Satteliten nicht nur kurstechnisch reichlich abwegig ist, dann mag ich die Serie. Alleine schon wegen Kate. Schade finde ich nur, dass die interessantesten Themen ausgelassen werden, die Nakedtruth schon angesprochen hat – stell dir mal vor du bist ein Mann auf einer einsamen Insel, auf der vielleicht noch 2-3 gesunde und halbwegs hübsche Frauen herumlaufen, aber ca. 20 Männer. Du wirst vielleicht nie mehr von der Insel wegkommen. Preisfrage: Was würdest du tun? *Taschenlampe gespenstisch unter Gesich halt und wahnsinniges Lachen anstimm*

    Übrigens befürchte ich, wie auch Klapowski, dass die Auflösung der Dharma-Initiative dem Endprodukt meines Darmes reichlich ähneln wird…

    @BergH: Sag bloß ich hab in meinem eigenen Artikel was verpasst? ;-)

  23. bergh sagt:

    tach auch !

    @Grysis
    Ne iss scho recht; des bast scho !

    Das mit dem Flugzeug wird ja gegen Ende von Season 2 erklärt.
    (Na ja eher wird eine Erklärung angedeutet.)

    [Spoiler] Dadurch das der langhaarige Langzeit-BigBrother-Container-Bewohner, mal nicht die Zahlen eingegeben hat, ist ein Tachyonen-Partikel-Feld von galaktischen Ausmaßen entstanden, welches dem Flugzeug , nicht nur die Elektronik, sondern auch die Orientirung nahm. Natürlich löste ein Reset das ganze in einer bonbon-rosa Wolke und in Wohlgefallen auf.[/Spoiler]

    Zum Thema Femal Headcount:
    Ana-Lucia
    Kate
    Claire
    Shannon
    Die Ich sitze am Strand und lausche auf meinen Krebs Dame
    Libby
    Sun
    ?
    ?
    Voodoo Pristerin

    Ein bischen Polygamie dann geht es schon. ;-)

    Das Michelin-Männchen heißt doch Hugo, oder ß
    ich mag den Typen. Vor allem als Kumpel mit viel Geld und in Notfall kann man ihn immer noch grillen.
    [Böser BergH]

    Gruss von ihm himself.

  24. DJ Doena sagt:

    > Wenn man mal davon absiehst, dass ein verschwundenes Flugzeug im Zeitalter der
    > Satteliten nicht nur kurstechnisch reichlich abwegig ist, dann mag ich die Serie.

    Hat man denn das Flugzeug in den Philippinen, welches vor Wochen verlustig ging, bis jetzt gefunden?

  25. bergh sagt:

    tach auch !

    @DJ Doena
    Ich glaube man hat den Flugschreiber inzwischen geortet, allerdings in mehreren 100 Metern Tiefe.

  26. Donald D. sagt:

    @ Klapo:
    Es ist wider erwarten gar nicht mal so schwer, "LOST" den Rücken zuzukehren. Nach der ersten Staffel sagte ich mir: "Okay, die zweite wird natürlich geguckt!" Nach den ersten beiden Folgen der zweiten Staffel dachte ich: "Hmmmh… vielleicht reicht es ja, wenn ich nur noch gelegentlich gucke." Habe ich nie getan, sondern nur noch die Teletextzusammenfassung gelesen, was ich seit einigen Wochen auch nicht mehr mache.
    Ich schaue da lieber "Charlie´s Angels" und Klapo, in dieser Richtung, also Serien der 1970´er und 1980´er Jahre, würde ich gerne mal Rezensionen lesen wollen.

  27. Gast sagt:

    Von Lost kann man sich so richtig schön berieseln lassen wenn man keinen Bock auf anspruchsvolle Filme hat (wie bei den meisten Serien die nur auf Profit ausgelegt sind). Mehr davon wird sicherlich nicht lange auf sich warten lassen…

    PS.: die wollen 7 Lost Staffeln machen, wo bitte wollen die da Spannung erhalten (schätze mal Bettgeschichten übernehmen die Oberhand).

    Witzlos

  28. Gast sagt:

    Ich hab mir den Ramsch bis zu den Folgen wo die wie Tiere gehalten werden im inet durchgelesen.. naja hoffe das wird nicht noch eintöniger ansonsten schick ich meine akolaktyphischen Traktorschweine nach Mumps13 zum Darmausgleich… >>

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