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„Casino Royale“ – Das geschüttelte Review

Die James Bond Filme der 90er und 2000er hatten alle ein grundlegendes Problem: Sie waren der größte Bockmist seit der Erfindung der vibrierenden Klobürste am Multimediahandy. Da diese detaillierte Fehlerbeschreibung seit langen bekannt ist und unlängst von führenden Regisseuren dieser Machwerke indirekt bestätigt wurde („Ich habe doch nur Befehle befolgt, ehrlich!“), war es Zeit für eine Generalüberholung. Denn die Generäle der Bondfilme haben den Fans noch nie sonderlich gefallen…

Doch zuerst sollten wir die letzten Brosnan-Katastrophen Revue passieren lassen, was nicht leicht ist, wenn einen etwas überholen soll, das hochkant und rauchend auf dem Standstreifen parkt… Jene Bonds hatten den Nachteil, dass die Story so uninspiriert war, dass man erheblich bezweifeln möchte, dass sie jemals auch nur in Spuckreichweite einer anständigen Muse gekommen sind. Während die actionreiche Handlung schon früher eher eine untergeordnete Rolle spielte und nur da war, um James eine Plattform für seine Sprüchlein zu geben (vergleichbar mit „Weihnachten“ und „Gedicht aufsagen“), wirkten die 90er-Editionen wie eine Huldigung Wernher von Brauns: Es fehlten nur noch künstliche Schuppen auf Brosnans Anzug, die laut Q „mehrere Raketenabschussbasen und einen Getränkehalter beinhalten“.

Die Motorboote wurden so verbooten schnittig, dass potenziell abbremsende Luftmoleküle reihenweise mit Minderwertigkeitskomplexen in psychologische Behandlung mussten. Dieser Bond tauchte freudig durch Kugelhagel wie Trekkies durch Schweineschmalzfässer, gab absaufenden U-Booten Begleitschutz bis zu einer Tiefe von 500 Metern und schlug sich mit Bösewichten herum, die allesamt schlecht gelaunte Industrielle mit Knigge-Defizit waren. Die wandelnden Benimmregeln der alten Teile („Leider werden Sie Morgen sterben, Mr. Bond. Noch ein Stück Hummer?“) wichen leider reichen Einzelkindern mit zusammengerollten Börsenmagazin unter den Achselhaaren. Wer sein Geld nicht dazu benutzt, die Welt zu vernichten oder wenigstens die unliebsamen Teile wegzukloppen, erweckte in diesen Zeiten meinen Argwohn…

“Ich habe Euch Bande gewarnt! Ich habe schon Leute wegen weniger erschossen!“ – „Okay, Onkel, wir haben’s kapiert. Nie wieder lautes Toben im Hof während der Mittagszeit…“ – Coooldfinger: Mit einem nervösen Zeigefinger ist nicht zu spaßen! Ironie des Schicksals: Erst Gestern hat Bond aufgrund dieses Leidens seinen Neurologen erschossen. Aber vermutlich hat er’s auch verdient! Welcher normale und unschuldige Mensch würde sich selbst sonst einen Codenamen wie „Der Doktor“ verpassen?

Und die ausufernden Fan-Diskussionen um den fahrbaren Untersatz wurden zu Recht mit einem mürrischen Wegretouchieren der Hämorridenschaukel im letzten Brosnan-Streifen quittiert. Überhaupt wurde diesem Thema zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. Ob der Geheimagent nun mit einer Ente durch die Orangenplantage fährt wie weiland Onkel Moore oder aber in der Stretchlimosine die Skipiste herunterdonnert, ist mir dann doch egal. Etwas realistischer und witziger ist aber wohl Ersteres.

Mit dem neuen Bond sollte jedenfalls alles besser werden: Härter, aber nicht unlustig, ein Neuanfang, aber mit Anleihen an die vorherigen Teile, sinnlose Fahrzeugaction, aber mit den Anspruch intellektueller Kfz-Demontage. Alles und nichts sollte anders werden. Und dieses schwammige Ziel wurde – das kann an dieser Stelle verraten werden – punktgenau erreicht.

Zu Beginn war der Streifen jedoch schon bei mir unten durch. Wortwörtlich, denn da erschlaffte selbst meine Blase vor Langeweile und betröpfelte im müden Takt der Story den Kinoboden. Im ersten Drittel des Filmes geschieht genau das, was in den 90ern ein Merkmal von pseudo-anspruchsvollen Actionstreifen wurde: Uninspiriertes Herumreisen zwischen Madagaskar und Bad Driburg, da sich die Bösewichte in Zeiten der Globalisierung quasi die Hauptquartiere mit dem jeweiligen Flughafentower teilen. So fallen in diesen Filmen auch immer wieder mal Sätze, wie: „Tut mir sehr leid, Mr. Bond! Mr. Rastapopolus ist leider in Venedig, hat jedoch einen Umweg über London genommen, wo er einen afghanischen Drogenhändler treffen wird, dessen Mittelsmann eine Villa in Sri Lanka hat, solange die Sommerresidenz auf dem Mond noch nicht fertig ist. Für nähere Informationen hacken sie bitte gerade meinen Laptop, ich geh’ dann auch gerade raus…“

So ächzt James im Dauerlauf durch die Weltgeschichte, sprintet mit dem allwissenden Handy in der linken und Flugticket in der rechten Hand an den Gepäckbändern dieser Welt entlang und besucht sogar die berüchtigte „Körperwelten“-Ausstellung für ein sinnloses 2-minütiges Zwischenspiel. Aus irgendwelchen Gründen scheinen sich die Bösen ihre Übergabepunkte immer in der weltgrößten Achterbahn, am magnetischen Nordpol oder am Gipfelkreuz des Mount Everest zu haben. Pommesbuden und Tankstellenauffahrten scheinen aufgrund des Fehlens negativer Energien eher ungeeignet zu sein.

„Eine Braut schärfer als die andere… Ich weiß selbst nicht so genau, wie ich immer an so tolle Singlefrauen gerate.“ – „Du hast unsere Männer erschossen…“ – Schlamper: In gewisser Weise ist Bond doch nur ein armes Würstchen. Was nicht tragisch ist, solange die beiden Damen ihn bereitwillig in einen HotDog verwandeln. Er versteht nur nicht, warum ihn so viele stets als „krankes Schwein“ beschimpfen. Er reicht den Frauen schließlich stets bei den ersten Minuten des Kennenlernes einen aktuellen AIDS-Test rüber…

Dass man nie so ganz genau weiß, warum Bond sich eben noch in Afrika, dann aber in der Landefähre der ersten Marsmission wiederfindet, das war ja schon bei den alten Filmen Nixraffer-Standard … Was aber einfach schon immer dazu gehörte. Finstere Mittelsmänner sind sozusagen die Außenminister von Absurdistan und haben kein Problem damit, für die Übergabe einer CD/DVD (oder USB-Sticks, für die ganz Hippen) einen Tunnel zwischen China und Cleveland zu graben. E-Mail oder UPS sind für Weichlinge. Nur die Harten können warten.

Wie gesagt: Das erste Drittel zieht sich wie öffentlicher Nahverkehr, nachdem sich die Eröffnungssequenz gewohnt actionhaltig zeigte. Mit Knöcheln, deren Material demnächst in der Raumfahrt verwendet werden soll, hüpft die Matrix-Gedächtnis-Delegation zwischen Baukränen und Zementmischern hin und wieder zurück. Diese Aufnahmen sind jedoch sehr gelungen, auch wenn diese Actionszene vom Rest des Filmes in Sachen Dynamik leider nicht mehr übertrumpft wird. Actiondramaturgisch natürlich eine Todsünde, die gleich nach „Einradfahren auf dem Highway“ kommt.

Nur, um das frühzeitig zu klären: Wie der neue Bond aussieht und ob er im richtigen Leben eine Lockenstab von einem Raketenwerfer unterscheiden kann, ist und war mir herzlich Schnuppe. Von mir aus kann er aussehen wie ich, keine Arme haben und sich nebenbei als Fuß- und Mundmaler durch’s Leben schlagen. Schauspielerisch ist die Rolle sowieso nur so vielfältig wie die Darstellung eines Feuermelders mit Bindungsängsten. Wer zwischen den Augenblicken, in denen der eigene Stuntman die Treppe im Tiefflug abtastet, dreinschauen kann, wie Opa Platuschke bei der Prostata-Massage, ist hier schon ein Gewinner!

Craig bringt all diese Voraussetzungen mit und wirkt durch den recht durchtrainierten Körper sogar eher wie eine Kampfmaschine auf drei Beinen wie Bügel-Brosnan…

Im zweiten Drittel legt der Film dann plötzlich zu, als hätte der Autor zwischendurch eine Fortbildungsveranstaltung mit dem Titel „Spiel & Spaß leicht gemacht – 12 Lockerungsübungen mit Gummitwist“ besucht: Sarkastische Schlagabtäusche mit der dringend benötigten weiblichen Hauptrolle wechseln sich ab mit Schau-mir-in-die-Augen-Psychospielchen am Pokertisch. Zwar erscheint es mir als Anfänger etwas flach, dem Zuschauer weismachen zu wollen, ein erfahrener Pokerspieler hätte Schwierigkeiten, ausdruckslos über die Krawattennadel zu glubschen und nicht durch Koppkratzen und beidhändiges Haareausreißen auf ein schlechtes Blatt hinzuweisen, jedoch habe ich dadurch auch als Nicht-Pokerspieler genug verstanden. Netterweise informierte Bonds Kumpel den Zuschauer durch Sprüche wie „jetzt ist alles im Pott“ stets über den aktuellen Stand der Dinge. Auch, wenn ich als Kartenspielverächter bei diesem Satz kurz nach Nacht- oder Eintöpfen im Bild gesucht habe.

“Okay, James, nur keine Aufregung jetzt! Auch, wenn es jetzt schon das 3. Mal ist: Du gehst jetzt erst demonstrativ um die nächste Hausecke, bevor Du Dir endlich das Schnürband zubindest!“ – Toll: Weißer Sand mit direktem Blick auf das Hotel! Da freut man sich schon direkt auf die anschließende Verfolgsjagd im motorisierten Liegestuhl… Nur: Trotz ausgiebigen Trainings ist Bond irgendwie noch nicht ganz in… Förmchen.

Nach dem Sinn, Bond mit Millionen von Steuerdollar zocken zu lassen, um eventuell einen Bösewicht beim beidhändigen Augenausheulen überführen zu können, darf man nicht fragen. Das verbiete ich mit sofortiger Wirkung… Auch, dass jede einstündige Spielpause dazu genutzt wird, sich durch das gesamte (menschenleere) Hotel zu prügeln oder sanft zu massakrieren, bevor wieder gesittet am Pokertisch Platz genommen wird, sollte nicht als Freibrief für etwaige Zuschauer gelten… Denn lasst euch eines gesagt sein, liebe Killerspiel-Kids: Wenn ihr uncoole Klassenkameraden in einem beliebigen, öffentlich genutzten Gebäude dem Verantwortungsbereich des Jenseitigen übergebt, kann das durchaus in’s Auge gehen. Oft fällt schon nach wenigen Wochen auf, dass es in der Schulbücherei komisch riecht und das hübsche Fensterbild aus menschlichen Zungen besteht…

Trotz aller Seltsamkeiten gehört dieser Teil zu den Schönsten im ganzen Film. Ein Schmuckstück in Pinguinkostümen. – Endlich muss sich 007 mit den Konsequenzen seiner Handlungen auseinander setzten, da er gezwungen ist, längere Zeit an einem Ort zu verbleiben und sich in den gesellschaftlichen Rahmen einzufügen. War es vorher noch Okay, ganze Botschaften platt oder Flughäfen flugunfähig zu machen, ist der Handlungsrahmen hier doch etwas enger gesteckt: Tisch. Stuhl. Hinsetzen. Karten. Pinkeln gehen. Ärsche versohlen. Zurückkommen. – Spaß ist, was Du draus machst.

Glücksspiel, Cocktails, Markenanzüge und willige Frauen… DAS ist meiner Meinung nach das Herz und das Fortpflanzungsorgan des Franchise. Atomraketen und Giftgasanschläge waren stets nur Präsentationsobjekte dieser 4 Zutaten, auch wenn stets schwierig war, die Edelkrawatte an einem Plutoniumbrennstab festzuzurren.

Der dritte Teil des Filmes ist ein wenig komplexer, beinhaltet einige kleinere und größere Überraschungen und mündet (leider) in ein aufgesetzt wirkendes Actionfinale. Ein unübersichtliches, verwirrend geschnittenes Gekloppe im Halbdunkeln mit Gegenspielern, die erst 3 Minuten vorher als Schießbudenauguste auf den Plan sowie aus der Straßenbahn getreten waren. Ein Schlusskampf wie ein Blind Date mit Hooligans. (SPOILERDass der wahre Bösewicht ohne Bonds Hilfe zur Strecke gebracht wird, ist gewöhnungsbedürftig und untypisch, jedoch eine nette Abwechslung innerhalb der Serie.(SPOILER ENDE)

„M, ich danke ihnen, dass sie stets wie eine Mutter zu mir waren…“ – „Is scho Recht, is scho Recht… Und jetzt geh schnell Deine Spielkameraden vergraben. Gibt gleich Grünkohl.“ – Kaum zu glauben: James war schon immer etwas ungeschickt. Diese Schnittwunden hat er sich beispielsweise beim Sandburgenbau zugezogen… Dafür weiß er aber genau, was er mit seinem kleinen Finger einer Frau alles zeigen kann: Einen kapitalen Riesenpopel zum Beispiel!

Nun, wie sieht jetzt das im Gesamtbild aus?

*Schautafel reinfahr*

Viele Elemente, wie die Tatsache, dass Bond mindestens 2 mal von anderen Figuren gerettet werden muss, sind gewöhnungsbedürftig. Einerseits macht das den Helden menschlicher, andererseits gab es aber sicherlich genug Leute, die den Brosnan-Rotz klasse fanden und Schniegel-Man auf seinem Bewerbungsweg zum eigenen Marvel-Comic durchaus ein oder zwei Fässchen Testosteron abgewinnen konnten. Manchmal blitzt gar eine gewisse Ironie auf, (SPOILER) wenn beispielsweise die große Verfolgungsjagd nach der dritten Kurve abgebrochen werden muss, da James ein paar Runden um die eigene Achse drehen zu müssen glaubte. Nachdem im letzten Brosnan die Karosse noch mit Tarn-Hightech an das Prinzip „Weg bin ich“ herangebracht wurde, reicht hier ein simpler Straßengraben. Damit kann ich mich dann auch gleich viel besser identifizieren… Mein Auto hat nämlich auch keinen Airbag, obwohl es nur 50.000 € weniger gekostet haben mag. (Spoiler Ende).

Die Figur Bond ist härter als früher. Er ist nicht der nette Kuschelmörder im Anzug, von dem Kinder schwärmen und der jedes Ableben seines Gegners mit einem netten „Am Grunde des Sees bleibt Dir die Luft weg, was?“ oder einem „Herabfallender Kronleuchter sei Dank: Da biste platt, was?“ kommentiert. Er hat im Gegenzug jedoch auch durchaus seine schwachen Momente, in denen die bindungsunfähige Kampfmaschine durchscheint. So etwas wie ein Star-Trek-Satiriker mit Fäusten, sozusagen… Vielleicht ist es auch nur die Hassliebe, die sich in den letzten Jahren aufgebaut hat, die mich freudig den Hosenstall auf- und zumachen lässt, wenn 007 (SPOILER) am Ende des Filmes seine Genitalien zum Ausklopfen über den Stuhl hängen muss. (SPOILER Ende)

Ist das nun ein guter Bond? – Jein. Besser als die letzten ist er sicher. Bei diesen Mach(t)werken war der Geheimagent nur noch ein Action-Trampel, den man uns lieber unter anderem Titel und Namen hätte präsentieren sollen: „Chuck Cnaller – Der Bombenleger im Geheimdienstdienst ihrer Majestät“. Craig bricht mit „lieb gewonnene“ Konventionen (im Sinne von: Ich kann den Scheiß nicht mehr sehen!) und überrascht gegen Ende sogar ein wenig. Gegen den Charme eines Connery oder Moore stinkt Craig jedoch auch mit seiner Magie eines leise trauernden Gurgelschlitzers mächtig ab. Aber bei ihm ist es wenigstens echter Männerschweiß, der da stinkt…

Der Gegenspieler ist wieder etwas gelungener als die letzten. Ohne grauer Kontaktlinse und Tränen aus Blut wäre er jedoch auch nur ein Rolf Ackermann zum Knuddeln und Dieb haben. Dass es diesmal nicht um die Rettung der Welt (/eines Bundeslandes/einer Stadt/bedrohte Tierarten) geht, sondern „nur“ um ziemlich viele Millionen, ist ebenfalls neu und geht dem eingefahrenen Zuschauer-Hirn nicht so leicht von der… Hand.

Actionliebhaber dürfen sich hier allerdings andere cineastische Knallfrösche als Fetischobjekt suchen: Von den drei größeren Szenen sorgt nur die erste für „Aha“- und „Raaah-Raaaah!“-Erlebnisse. Die Fahrt mit dem Tanklaster über das Flughafen-Rollfeld war höchstens lustlose Standarddemolierung. Dass Stuart Baird, der Regisseur von NEMESIS, laut Vorspann irgendwie im Film mitgewirkt hat, lasse ich als Entschuldigung aber gerne durchgehen…

“Als ich ihn in den Niagarafällen und auf dem Eiffelturm nicht abschütteln konnte, habe ich ja noch an einen Zufall geglaubt…“ – Ist gerade auf dem Sprung: Einer der Bösen auf der Flucht vor dem bekanntesten Genusstrinker der Filmgeschichte. Die Anfangssequenz von „Casino Royale“ ist noch dazu eine Hommage an ein großartiges Werk der Filmgeschichte: „Surreale Turnschuhwerbung auf MTV“. Schon jetzt ein Klassiker!

Fazit: Ein Bond für Experimentierfreudige und andere Swinger. Für die einen der Agent mit der Lizenz zum mit-Gartengemüse-beworfen-werden, für die übernächsten der beste James, den es jemals gab. Sprüche wie „Geschüttelt oder gerührt? Sehe ich so aus, als ob mich das interessieren würde?“ werden so manchem sauer aufstoßen, die ihr bisheriges Fanleben mit der korrekten Bewegungsenergie, die einem Drink zugeführt werden sollte, zugebracht haben.

Ich reihe mich mal in die Mitte ein und behaupte mal, dass dies einer der besseren Spätzünd… äh, Ableger ist. Stände nicht der große Name dahinter, könnte dieser Film jedoch durchaus verdient als mittelprächtige Actiongurke im winterlichen Sommerkinoprogramm untergehen…


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von Klapowski am 04.12.06 in Film-Review

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Kommentare (23)

  1. nakedtruth sagt:

    Also ich bin noch mit endlosen Wiederholungen der Connery / Moore Filme in der ARD groß geworden.
    Die Brosnan-Filme hab ich zwar alle im Kino gesehen, habe aber an keinen (außer vielleicht den ersten) große Erinnerungen.

    Kann also nur besser werden.

  2. bergh sagt:

    tach auch !

    Ich bin geschüttelt und nicht gerührt.
    Klapowski mag den neuen Bond !
    Fast ein Grund ins Kino zu gehen.
    Zumal Daniel hier wieder ein Klapowsken-Feuerwerk abbrennt wie schon lange nicht mehr.

    Ich zitiere da mal als Beispiel :
    Die Motorboote wurden so verbooten schnittig, dass potenziell abbremsende Luftmoleküle reihenweise mit Minderwertigkeitskomplexen in psychologische Behandlung mussten. Zitat Ende

    Endgeil Daniel.
    Weiter so !

    Wenn da nicht andere Rezensionen wären,
    würde ich sagen:
    Einer Deiner Besten.
    So muß ich sagen:
    Einer Deine Besten.

    Gruss BergH

  3. DJ Doena sagt:

    Wurde in den letzten Brosnan-Bond geschleppt und fand den zum Gähnen. Bin ja auch noch nie der Bond-Fan gewesen?

    Der neue? Sohn von John McLane und Martin Riggs! Ich liebe ihn.

    Nur das Ende nach dem Ende wirkte so ein bisschen Herr-der-Ringe mäßig. Und warum sich die Trulla selbst entlüftet hat, is mir bis heut nicht klar.

  4. Dr.Best (der mit dem Schwingkopf) sagt:

    Das Problem mit James Bond – Filmen ist: Man kann sie eigentlich nur noch mit den Vorgängern vergleichen.

    Spätestens seit die Hörzu, etwa um 1988 (zufällig die selbe Zeit als ich näher mit der Arbeit von Onkel Moore und Onkel Connery vertraut wurde) die Filmbeschreibung "007-Thriller" in ihr Repertoire aufnahm entzog sich ein JB-Film der normalen Bewertung.

    Bis dahin konnten Action-Filme problemlos in First-Class (Stirb Langsam, Auf der Flucht, Lethal Weapon,…), Buisness-Class (diverse Jerry-Bruckheimer, Beverly Hills Cop, usw.) und die beliebte Bier-und-Chips-Pflicht-Klasse (das Besser von
    J.-C. van Damme, Alarmstufe Rot, o.ä.) einteilen. Als unbeheizte Frachtabteilung gabs dann nur noch Filme von und mit, heute zurecht völlig vergessenen, "Stars" wie Michael Dudikoff oder Chuck "Ich hab bis Unendlich gezählt – zwei Mal" Norris. Was für die filmischen Survival-Freunde halt.

    Danach konnte sich Tom Cruise noch so enthusiastisch die Latexmaske vom Gesicht reißen, Vin Diesel noch so oft gröhlen, er sei der neue Typ Agent und habe überhaupt viel mehr xXx, alle wurden trotz Kassenerfolg von Agentenfans für unwürdig befunden.

    Erst mit Matt Damons Bourne-Identität, und später mit Jack Bauer gab es wirklich eine neue Herangehensweise an das Thema Geheimagent und Action-Thriller.
    Und genau auf dieser Welle schwimmt auch der neue James Bond. Was er wirklich drauf hat kann ich noch nicht sagen. Als Einstand ist es ganz ordentlich, aber ob die neue Richtung das Zeug zum ganz Großen hat kann ich wohl erst nach dem nächsten "007-Thriller" sagen.

    Gruß Dr.Best

  5. Gast sagt:

    NA ENDLICH mal wieder ein neuer Artikel! Der Letzte liegt jetzt auch schon wieder Tage zurück, hey! Wieso wird man hier so auf die Folter gespannt, verdammt!?

  6. bergh sagt:

    tach auch !

    @Dr. mit Schwinkopf

    Zustimm.
    Man konnte aber auch noch dem klassischen Agentenfilom neue Nuancen abgewinnen.

    Robert (Verdammt der sieht gut aus für sein Alter) Redford und Bratt ( ich gucke immer so) Pitt in Spy Game fand ich ausgesprochen unterhaltsamn und gut.
    Das lag bestimmt daran, daß ein Altmeister Sidney Pollak (?) Regie geführt hat.

    Über das Genre der AgentenbThriller Parodie breiten wir besser den Mantel des Schweigens, oder wollen wir darüber reden?

    @Gast über mir und unter Dr. Schwinkopf
    Ungelduld der Jugend.
    Hast Du den letzten Artikel denn schon gelesen?
    Und wenn ja, hast Du ihn auch verstanden ? ;)

    Gruss BergH

  7. Gast sagt:

    @ bergh

    Klar hab ich den schon gelesen. Und ja, ungeduld ist typisch für die Jugend. Denn vom warten wird man alt. Und das Einzige, was ich von Klapowski nicht verstehe, ist seine Abneigung gegen NEMESIS. Kein Fan von toll inszenierten Raumschiffschlachten!? Vielleicht bin ich zu anspruchslos, aber mir reicht das für ein gutes ST-Finale. Die Sauspieler haben mich nie so interessiert, wie das Schiff. ;)

    Hmm… beim Spamschutz werde ich gefragt "Stations-Kommandant und Abgesandter der Proleten (nur Nachname)"

    Fleischkopf-Müller, oder Sisko!? *g*

  8. Flutschfinger sagt:

    Wer ein "*g*" in einen Kommentar schreibt ist mit Fleischkopf-Müller immer am besten bedient.

  9. Gast sagt:

    @ Flutschfinger

    Der ist sowieso kompetenter, als Sisko. *sich ein *g* verkneift*

  10. bergh sagt:

    tach nochmal !

    Wer ist Fleischkopf-Müller ?

    Ansonsten NEmesis ?
    Ich bin nicht oft mit DK einer Meinung,
    bei Nemesis aber schon.
    Der dööfste und uninspirierteste ST Film aller Zeiten.
    Und Raumschlachten gibt es bessere bei Fanprojekten.

    Gruss BergH

  11. Gast sagt:

    @ bergh

    Captain Mondamin Fleischkopf-Müller ist die Alternativ-Version von Sisko im Alternativ-Fortsetzungsroman "Deep Space Nine: Fight Club". Klick mal bei Old STuS.de rein. Gleich rechts führt dich ein Feld zu allen 28 Geschichten, falls du dir das mal antun willst. Ich fand's zum brüllen. Aber nicht wegen der geistreichen Dialoge, das sag ich gleich. Dieser Fleischkopf-Müller ist ein Unikat. Zum pissen vor lachen.

  12. Gast sagt:

    Zitat: "Und Raumschlachten gibt es bessere bei Fanprojekten."

    Die Fanprojekte will ich sehen.

  13. crysis sagt:

    Was ist eigentlich seit neuestem mit den Gästen los?

    Wo früher noch ein "Ihr Pißnelken!!!11" vom Hausmeister von Klapowskis alter Schule stand stehen hier heute fast qualifzierte, sogar mehrzeilige Beiträge!

    Also, lieber neuer Gast: Bitte registriere dich und fühle dich von uns allen hier herzlich willkommen geheissen.

    @TOPIC
    Den Film habe ich noch nicht gesehen, aber so weit ich das Review verstanden habe sind sogar ein paar überraschende Handlungselemente drin!?!

    Schnelle Frauen, heiße Autos und trotzdem ein Drehbuch dicker als ein Managerportemonaie? Wie ist das nur möglich? Sollte der Name "Daniel C." etwa nur ein Deckname für unseren lieben D. K. sein? Hier in Groß-Bielefeld ist alles möglich…

  14. Flutschfinger sagt:

    "Die Fanprojekte will ich sehen."

    Star Wreck – The Pirkening. Wie die Sovereign in dieses Crusaderding knallt ist spektakulärer als die Kollision im Nemesis-Beschiss.

    Ihr Pißnelken!!11einseinself

  15. Zeo sagt:

    Also wenn crysis mich so freundlich einlädt, kann ich natürlich nicht nein sagen. Ihr hattet eure Zeit für Proteste. Nun habt ihr mich am Hals.

  16. bergh sagt:

    tach auch !

    Willkommen Zeo !

    Wie o.a. Stra Wreck In the Pirkining
    ein Fanprojekt , mit IRREN Raumschlachten.
    Wir warten alle auf den nächsten Film.

    Auch gut , wenn auch nicht unbedingt besser, als Nemesis ist
    NewVoyages. Die bringen es inzwischen auf 2 Filme , die für Fanprojekte endgeil sind.
    Rezensionen von unserem lieben Daniel K.ausB. findest Du hier auf dieser Seite unter Pardontose , oder Parditius , oder so.

    BTW : Ich habe einen starken Hals.

    BTT:
    James Bond in dieser Fassung schein soooo interessant zu sein, daß ich mir den Film ansehen möchte und das gab es schon länger nicht mehr.
    Ungefähr seit der Zeit als Roger Moore mit Grace Jones rummachte.
    Ekelig.

    Und Piercing Brosnan war eher so ein lauwarme James Bond.
    Sean Connery hätte sich im Panzer nicht die Krawatte zurechtgerückt.

    Gruss BergH

  17. Donald D. sagt:

    Ach komm, Klapo, so schlecht waren die Brosnan Bonds auch nicht. Zumindest "GoldenEye" war wirklich gut. Der Humor stimmte noch halbwegs (der "Schlips im Panzer"-Gag kam bei mir an) und die Story war auch klasse. Danach ging es aber bergab. Mit dem Humor (wie es Q so schön sagte: "Der legendäre 007 Humor… oder was davon übrig ist.") und den Geschichten. Das Tarnauto hat mich auch gestört, bis ich irgendwo las, daß USA und GB mittlerweile dabei sind via Lichtbrechung ganze Panzerflotten tarnen zu wollen. Seitdem stört mich Bonds Extrem Paragliding Surf Kurs nur noch mehr, denn das war Müll.
    "Casino Royale" war aber gut, auch wenn man ihn, um wenigstens einen Hauch von Kontinuität zu wahren, vor Dr. No gucken sollte.

    Ansonsten, klasse Artikel Klapo

    P.S.: Siebzehnter!!!

  18. Gast sagt:

    Ein richtig guter Agentenfilm ist auch "The Assignment" mit Ben Kingsley – auch wenn den fast keiner kennt.

    "Ronin" und "Der Schakal" (die alte Version, nicht die Aufwärmmahlzeit mit Richard Gere) könnte man auch noch als würdige Vertreter des Genres bezeichnen.

    PS: Schade dass man nicht mal mehr seinen Nickname dazuschreiben kann ohne sich zwangsregistrieren zu müssen. Sind wir hier bei der Stasi?

    – Bademeister

  19. bergh sagt:

    tach auch !

    @Bademeister
    Die Regsitrierung wurde notwendig, als die Spamer alles hier mit Viagar uind Co zugemüllt haben.

  20. Exverlobter sagt:

    Der Film ist OK, aber DANIEL CRAIG ist der schlechteste Bond Darsteller aller Zeiten(von Lazenby mal abgesehen)

  21. Zeo sagt:

    Aus Craig hätte ich bei TOS ein Redshirt gemacht, das schon VOR der ersten Sprechrolle stirbt.

  22. Gast sagt:

    Hab den Bond am Premierentag gesehen und muss sagen: rockt! Aber warum schmeißt ihr hier teilweise Handlung und Darsteller durcheinander. Klar, die Surfszene im letzten Bond und die Karre sind Blödsinn, aber WTF? Die Nummern in Moonraker sind doch noch bekloppter, in Diamantenfieber ist der dickste Regiefehler der Geschichte etc. pp. Trotzdem war Brosnan als Bond in Ordnung, der Bond mit Lazenby ist übrigens auch nicht übel (mal KEIN happy-end), ich fand T. Dalton schlechter. Das Allerschlimmste am letzen Bond fand ich übrigens den Titelsong von Madonna! *würg*. Craig ist gut trainiert und macht seine Sache gar nicht mal schlecht. Dr. Best: zustimm!

    Was wohl beim Bond fehlte (und das hat eine Frau geäußert im Kino!): Die nackten Mädels im Vorspann. DAS ist ein Skandal! Das ist sogar noch schlimmer als der Fort Ficus, mit dem er da später rumdüst. Da hatte die Ente deutlich mehr stil!

    Grüße,

    Thom

  23. Dr.Best (der mit dem Schwingkopf) sagt:

    @Gast #9051 alias Thom (ist das eine Abkürzung für Thomas oder einfach nur ein "h" zu viel?)

    Erst mal Danke für die Zustimmung. Auch wenn ich zunächst nachgucken musste, was ich den vor einem Monat so Tolles verzapft hatte. Was den Titelsong von Madonna angeht bin ich etwas zwiegespalten: Einerseits ist es eindeutig eine erbärmliche Electronic-Nummer von einer total überschätzten Pop-Diva, andererseits passt er aber auch irgendwie zum Vorspann und seiner Thematik.

    Was die fehlenden Frauen im neuesten Vorspann anbelangt: Viele von den alten Intros sind im nachhinein betrachtet etwas doof. Ich habe erst kürzlich Goldeneye wiedergesehen, und sich öffnende Münder, aus denen dann eine Pistole rausfährt und schießt, sind auch nicht gerade der Gipfel der Orginalität. Von dem her finde ich das neue Intro ganz erfrischend.

    Gruß: Dr.Best

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