Das ernsthafte Medienmagazin

Papst tritt zurück – Wer geht uns zukünftig auf den Sack?

Der alte Papst ist weg und mit ihm auch die „letzte Hoffnung auf Frieden“, frei nach dem Vorspann von „Babylon 5“. Doch halt! Zum Glück gibt es ja noch ein paar Tausend andere Kandidaten, die die wahre Botschaft der Bibel (= Nicht töten, es sei denn, da ist ein feindlicher Stamm – Altes Testament, Vers Drölf) falsch verstanden oder nur mal quer gelesen haben. Zukunftia bespricht kurz und kardinälig, wie es gerade um die römische-katharrische Kirche steht und was wir von einem neuen Popen erwarten dürfen. (Margot Käßmann, reich vorher mir noch ’ne Pulle, ja? Hicks…)

Die Kath-Kirche hat es aber auch nicht einfach:

– Erst die ganzen vergewaltigten Frauen, die wimmernd gegen die (abgeschlossene) Krankenhaustür hämmern und den Fußabstreifer mit dem herauslaufenden Sperma zusauen…

– Dann kommt auch noch der Kriminologe Doktor Pfeiffer, der erst der Kirche bei der Missbrauchsaufklärung helfen sollte, dann aber unangenehm mit greifbaren Ergebnissen und nervigem „Hattu Daten und Akten?“-Gefrage auffiel.

– Nicht zu vergessen die unseriöserweise in der Realität lebenden kirchlichen Mitarbeiter, die mit unhaltbarem Verhalten (= Kirchenaustritt, nicht kirchlich getraut, teilweise geschieden, mehrere Spermien mit dem Taschentuch abgetrieben, ect.) dem Arbeitgeber den Heiligenschein vor Wut dunkelrot verfinstern lassen.

– Und DANN die immer wieder aufkommenden Missbrauchsvorwürfe, die jeden nerven, der schon längst weiß, dass die Schwarzen Schafe bei der Kath-Kirche natürlich in der Minderheit sind. Also, die NICHT-Kinderficker, versteht sich…

– Und dann muss ein namhafter Bischof auch noch ZU RECHT eine „Progromstimmung“ gegen die Kirche anprangern, weil Querulanten und moralische Mutanten schon wieder nach demokratischen Grundsätzen in der Kirche krakelen. War Jesus etwa Verfassungsrichter? – Nö, wara nich! Von Nazareth wara!

Im Ernst: Da würde ICH auch erst mal beleidigt den lutschenden Messdiener zwischen meinen Beinen wegkicken und mich darüber beschweren, dass es „dank“ der deutschen Anwaltskammer schwer geworden ist, Hexen heute noch fachgerecht zu überführen und zu bestrafen.

Und bei all diesem Durcheinander tritt auch noch der Papst zurück. Was an sich schon merkwürdig ist, ist „Papst“ doch der einzige Beruf, für den man sowohl im Koma liegen als auch schizophren und passiv-agressiv sein darf. Der letzte Papst, Polen-Paule, wurde ja am Ende auch nur noch Jopie-Hesters-mäßig durch die Gegend geschoben; fehlte nur noch das alibimäßig daneben gestellte Klavier, um den Manne zu stützen… Und UNSER urdeutscher Ratzinger geht da nicht mit gutem Beispiel voran und manipuliert die geheimen FDP-Pläne zur „Rente mit 90“?

Ein Schelm, wer dabei vermutet, dass irgendjemand im Hintergrund eine geheime Daten-CDs angekauft hat, die ausnahmsweise keine Schweizer Steuerflüchtlinge, sondern die Sexkontakte führender Bischöfe enthalten. Oder aber der Papst war beleidigt, da vor einiger Zeit geheime Mails an seinen seriösen Bankberater von der „Mafiakasse“ in der Öffentlichkeit aufgetaucht waren. Vielleicht war der ratzende Ringer aber auch einfach angepisst, weil… weil… er sich einfach aus Altersgründen permanent einpinkelt. Im Ernst: Wer sagt, dass er aus Altersgründen nicht mehr Pope sein könne, kann genau so gut behaupten, dass er zu tot sei, um Maden und Aasgeier zu begeistern.

Aber wir wollen hier nicht in pseudolustigen Allgemeinplätzen schreiben, auch wenn ich selbst unter Drogen niemals SO VIEL schimpfen könnte, wie manche Ministranten aus dem Po bluten. Vergeben und vergessen, die Schuldigen haben es ja nicht absichtlich gemacht. – Jedenfalls nicht nach ihrer eigenen vatikanischen Rechtssprechung, und eine andere gilt ja quasi nicht.

papst tritt

„Du, Satan? Was muss ich machen, um in den Himmel zu kommen?“ – „Ich weiß nicht genau, was du bisher so getrieben hast, aber das GEGENTEIL wäre sicherlich ein Anfang.“ – Bei der Katholischen Kirche wird „Moral“ immer sehr groß geschrieben. Etwas anders, als das Wort irgendwo hin zu krickeln, kann man dort ja damit anscheinend nicht machen…

Doch ist die Katholische Kirche überhaupt noch zu retten? Eine Institution, die Homosexuelle, Frauen, Verhütung und Sex allgemein verteufelt, bis selbst der liebe Gott sich fragt, warum er all das damals mit viel PiPaPo überhaupt erfunden hat? Kann ein neuer Papst, sei er schwarz, weiß, latino oder blaurot gefleckt, überhaupt IRGENDWAS tun, um die Situation zu verbessern? Und damit meine ich NICHT die Lage von steuerfinanzierten Parallelweltlern, die deutsches Arbeitsrecht missachten können, sondern die Tatsache, dass halbwegs vernünftige Menschen der Kirche nur noch jenen Respekt gegenüber bringen, den man für einen spielsüchtigen Alkoholiker hegt: Man sagt ab und zu, dass man ihm vergeben und „noch eine letzte Chance“ geben will, aber das tut man nur, damit einen das kriminelle Bündel loslässt und man endlich zu dem seriöseren Termin gehen kann, den man gerade vor sich hat.

Zum Swingerclub zu gehen oder zu einer seriös und vielschichtig durchdachten Abtreibung, nur als Beispiel.

Um die vorherige Frage zu beantworten: Nein, ich denke nicht, dass der Kirche nach menschenrechtsmäßigen Maßstäben zu helfen ist. Zölibat, Engstirnigkeit und unmodische Klamotten sind quasi der MARKENKERN der Katholischen Kirche. Würde man diesen wegreformieren, so wäre das ungefähr so, als würde Apple Produkte anbieten, die ein vernünftiges Preisleistungsverhältnis hätten oder mit anderen Dingen irgendwie kompatibel wären: Auf dem ersten Blick schön, aber wo liegt dann noch das Besondere? Kein Wunder also, dass die Kathos nicht wie das Android-Betriebssystem des christlichen Glaubens werden wollen, sprich: wie die Evangelen.

Was 2000 Jahre lang meist schlecht war (im positiven Sinne jetzt), kann nicht heute, nur wegen der paar blöden Medien, nicht plötzlich schlecht sein. Also „schlecht-schlecht“; ihr versteht schon… Doch das differenziert und mit der systemimmanenten Unverständlichkeit verständlich zu vermitteln, DAS hat den deutschen Papst einfach überfordert, so scheint es. Ich verstehe den Verein da selber nicht mehr. – Und jetzt dürfen also andere die Widersprüchlichkeits-Hostien auslöffeln, die Petrus ihnen einst eingebrockt hat.

Und trotzdem danke ich Ratzinger dafür, dass er der BILD damals diesen tollen Titelbild-Spruch geschenkt hat („Wir, Papst“, usw…). Wenn also auch das religiöse Gedöns mal keine Rolle mehr spielen sollte, so taugt der ganze Verein wenigstens noch als griechische Muse der Künste.

Und das freut zumindest mich und Euch, wenn Ihr denn Artikel wie diese hier mögt…


Weitersagen!

Artikel

von Klapowski am 12.02.13 in All-Gemeines

Stichworte

, , ,

Ähnliche Artikel


Kommentare (3)

  1. Exverlobter sagt:

    Der Kontrast könnte nicht größer sein. Der Vorgänger stirbt gefühlte 20 Jahre so vor sich hin, und kriegte auch jahrelang keinen geraden Satz mehr raus. Und jetzt gibt der Nachfolger einfach auf. Also wenn einer aus krankheitsgründen hätte zurücktreten müssen, dann wohl eher Johannes Paul II. Und nach dem jahrelangen Dahinsiechen von Johanes Paul war ich mir sicher, dass er den neuen Goldstandard für das Prinzip “Als Papst bleibt du bis zum Tod im Amt” für seine Nachfolger vorgelegt hatte.
    Nur wollte Benedikt das Spiel anscheinend nicht so spielen.

    P.S
    Ich hoffe der kleine Pullermann im Bild gehört keinem von euch. Ansonsten könnte man ja bei der AOK mal eine Kostenerstattung für die notwendige Operation beantragen.

  2. Onkel Hutt sagt:

    Ach, das im Bild ist ein sog. Blutpullermann der sich bei Erektion um den Faktor 900 vergrössern kann ;)

    Ansonsten: Die Peste „Kirche“ stirbt nie aus, dafür sitzen deren Schergen in den wichtigen Posten und es gibt immer Narren, die den Schmarrn glauben und weitere Ratten anziehen.

    • Raketenwurm sagt:

      Als Besitzer eines Blutpullermanns (im folgenden „Bpm“ genannt) kann ich Dir versichern, dass sofern das Bild tatsächlich einen Bpm zeigt, und da bin ich mir gar nicht so sicher, es sich dennoch um einen äußerst kleinen Bpm handelt, der weit von der Normgröße eines Bpms im unerrigierten Zustand abweicht. Also nach unten natürlich.

      Was den Rücktritt des Papstes angeht – Sauerei ! Spätestens wenn Herr Benedikt seinem Nachfolger die Hand schüttelt, ist der Klassiker unter den Kurzwitzen, nämlich „Treffen sich zwei Päpste“, für immer zerstört. Kein guter Tag für Comedians…

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Brandneues
Gemischtes
Newsletter
Arschiv
Zum Archiv unserer gesammelten (Mach-)Werke.
Büchers
Jenseits der Goetter

Jenseits der Macht