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Die zehn Todsünden des Herrn Trek

– ist nun erschienen im Heyne Verlag unter der ISBN… Nein, anders: Wer seit Jahren hier mitliest, hat bei all unserer gerechtfertigten Kritik möglicherweise den Überblick verloren, was an Star Trek denn jetzt eigentlich besonders nervig ist. ST-E.de befragte daher repräsentativ 1.000 unserer Leser mit Klapowski-Vorkenntnissen und ließ sich die schlimmsten Entgleisungen rund um’s Franchise nennen. Da jedoch bei allen der Punkt „um zwei Uhr nachts von Betreibern von Satireseiten angerufen werden!“ als größtes Manko galt, musste ich die folgende Liste selber fertigstellen.

Welche handwerklichen, inhaltlichen oder grundlegenden Mängel (SF im Fernsehen? Geht denn das überhaupt?) stoßen noch immer besonders auf? Was sind die schlimmsten Verfehlungen des Franchises in den letzten Jahren, welche Fehler wurden hier immer wieder genannt und was kam zu kurz? – Na, natürlich Sparkis SCHNIEDELWUTZ, HAHAHA!

Sorry… Ich hatte eine Überdosis Treknews-TV.


10.) Effekte aus Star Trek 9

„Da wünscht man sich glatt, dass…“ – Das hätten die Trekkies wohl vor dem Film nicht sagen sollen, denn die Macher merkten sich nur, dass man sich irgendetwas „glatt“ wünschte. Ergo wirkten alle Raumschiffe und Schwebesonden so künstlich, dass sogar etliche Lippen-Aufspritz-Models in Form eines Zickenkrieges gegen die vermeintliche neue Konkurrentin namens „Star“ lästerten: „Guck mal, wie unecht bei der die Warpkerne aussehen! Die hat sie sich bestimmt turboliften lassen!“. Ich muss allerdings gestehen, dass mich das alles damals noch nicht gestört hat, und wenn doch, dann nur unter Protest und weil mein Kinokumpel schon damals meinte, dass das Buch zum Film viel besser werden… war.

Kritik an den Spezialeffekten konnte ich noch nicht wirklich nachvollziehen, sahen doch gerade die schwebenden Markierungssonden so echt aus, als seien sie gerade erst vom Gipfelkreuz gefallen. In der Rückschau muss ich allerdings anerkennend sagen, dass man der ersten Staffel Babylon 5 dann wohl doch ein bisschen Unrecht getan hat…

Die Raumschiffe sind so steril, als hätte man Eiterbeulen am Grund eines Swimmingpools aus 100%igem Industriealkohol züchten wollen. Man glaubt ständig, über den Rand der Rendersoftware zu stürzen (ist „Render“ daher etwa nur ein Schreibfehler und es sollte „Rand“ oder „Abgrund“ heißen?) und den Rest des Films im Rechenzentrum der Universität Wanne-Eikel verbringen zu müssen. Wie schön waren da noch die alten Modelle, die gerade durch winzige Unregelmäßigkeiten einen realen Look erzielten? Die Stellen, bei denen der Modellbauer nachts um halb 3 mit dem Kopf an der antrocknenden Untertassensektion eingeschlafen ist, sind bei Nahaufnahmen und entsprechender Beleuchtung ja auch heute noch prima zu sehen. Ich fordere weiterhin versehentlich angeklebte Haare an der Hauptbrücke und will – zumindest in den Szenen, in denen es technisch möglich ist – zukünftig wieder Modelle sehen! Und nein: nur weil Marina Sirtis in ihrer Vor-TNG-Zeit mal in einem Softsexfilmchen mitgeräkelt hat, gehört sie definitiv nicht dazu!


9.) Bildqualität älterer Folgen im Fernsehen.

Eigentlich würde mich die gar nicht stören, wäre sie denn gelegentlich mal zu Gast…

Ich habe keine Ahnung, in welcher Weise zum Beispiel TNG-Episoden gelagert werden. Allerdings kommt mir zunehmend das Bild eines Fahrradkellers unter der Kabel.1-Zentrale in den Sinn, in dem seitlich ein Regal mit rostigen Blechdosen eingerichtet wurde… Wenn TNG heutzutage ausgestrahlt wird, sieht es im Vergleich zu Voyager so aus, als hätte Berman diese Folgen noch per Hand in die Filmrolle gemeißelt. – Graupelschauer auf der Hauptbrücke, so weit man nicht blicken kann. Und nicht nur Doktor Pulaski wirkt irgendwie ziemlich unscharf. Auch der Kontrast scheint völlig dem Raum-Zeit-Kontinuum entrissen worden zu sein und die Vorstellung, dass Q irgendwo genüsslich an den Farbeinstellungen seines Monitors der Marke „Universum“ herumspielt, gewinnt visionäre Strahlkraft.

Können die Jungs bei Kabel.1 nicht ein paar DVD’s auf den Plattenspieler legen und vor dem Abspielen mal kurz über die Nadel putzen? Sieht ja aus wie bei Hempels unter’m analogen Sofa! Da hat man gar keine Lust mehr, nach wackeligen Schrottkulissen zu suchen, wenn einem der Schnee von Gestern durch die Glotze entgegenweht. – Ganz armes Deutschland!


8.) Mayweather – oder: Das Schweigen der Penner

Ich hab’ nix gegen stillere Vertreter. Nicht jeder muss eine Internet-Radiosendung mit sinkenden Quoten betreiben. Aber Mayweather war ja so eine Witzfigur, dass er selbst als selbige nicht mehr lustig war. Obwohl im Internet längst Vorschläge kursierten, es eben mit genau diesen auf den Hinterkopf zu versuchen, bestätigten die Autoren jedes Travis-Klischee bis weit in das vierte Jahr hinein:

Travis auf dem Bett der Krankenstation, Travis neben dem Bett der Krankenstation (Beim Pinkeln auf die eigenen Füße ausgerutscht – kann passieren), Travis unter dem Bett der Krankenstation („Wah! Angst! Überall Knöpfe, die jetzt auch mal mich ganz feste drücken wollen! Jetzt wollen die mich fertigmachen!“), Travis steht stumm hinter dem Außenteam und fragt Borkenkäfer Kuno dezent nach dem nächsten Bett zum drunter verstecken, Travis hat total viel Erfahrung, so mit Weltraum und so, wusste aber schon immer, wie er richtig verhüten konnte. So eine Infektion mit wertvollen Informationen verbreitet sich ja sonst schnell wie ein Lauffeuer. Und so.

Travis, der jede Folge mit seinen ein-Satz-Standardsätzen veredelte, half uns stets weiter mit seinen Weisheiten über Hauptbildschirme („Is an.“), Antrieb („Is an.“) und Windelstatus („Is A-A.“). Ein echter Mann für alle Felle, die er auch immer wieder mal davonschwimmen sah.


„Gammelfischskandal erreicht ENTERPRISE! Die Gesundheitsämter geben jedoch Entwarnung: Die Crew brauche deswegen noch lange nicht die Flossen hängen zu lassen.“ – Fischauge, sei wachsam: Abgesehen von Mayweather sehen auch die anderen Crewmitglieder nicht danach aus, als können Süßwasser für sie ein ernsthaftes Kariesproblem darstellen. Der gemeine Fisch ist nämlich nicht nur zahnlos, bei ENTERPRISE besitzt er sogar in der Hauptrolle nicht den geringsten Biss.


7.) Der Audiokommentar von Stuart Bair bei NEMESIS

Da geht einem fast der Hut, nein, die Epileptikerhaube hoch! – Stuart erzählt ausdauernd von „pretty cool“ und „very actiongeladen“, hat aber Mühe, den Unterschied zwischen Transportsystem und Vor-die-Tür-gesetzt-werden zu verstehen und würde sogar Beverly und Data verwechseln, wenn er nicht genau wüsste, dass der Androide ein Doktor der Medizin ist und die alte Tante sich schon immer gewünscht hat, ein echter Junge zu sein.

Nicht nur, dass Bair Star Trek nicht verstanden hat, nein: er hat es sich anscheinend auch noch bereitwillig von den Stuntleuten am Set erklären lassen. So bläst er in seinem Audiokommentar mehr Peinlichkeiten für den „lieben Herrn Gesangsverein“ in die Welt, als Logikfehler auf jeden Kubikzentimeter Film. Ein entsetzlicher Mann, von dem ich mir nur deshalb nicht wünsche, zukünftig nichts mehr von ihm zu hören, weil er eigentlich noch nie richtig da war. Sein Kommentar ist jedenfalls nicht über einen längeren Zeitraum als 30 Minuten zu ertragen, zumal sich seine künstl(ich)erische Vision darauf zu beschränken scheint, den Lausbuben in sich feixend über die tollen Schockeffekte im Film aufzuklären („höhö, erschrocken? Hihi, war Absicht!“). Oder aber Infos über den Entstehungsprozess verlauten zu lassen, die… wohl erklären, warum ich eben tatsächlich „verkauten“ geschrieben habe. – Freud’scher Vertipper?


6.) Alzheimer-Trek bei ENTERPRISE, Staffel 2:

– „Vanashing Point“ erzählte die TNG-Folge „So nah und doch so fern“ noch einmal (alles andere als) neu.

– in „Judgement“ gibt’s die Verhandlung aus Star Trek 6 noch mal in der speziellen Prä-Intelligenzia-Fassung

– „Dawn“ war nicht mehr als der Kinofilm „Der Feind in meinem Bett“, Pardon, „Enemy Mine“, nur halt in noch dööfer und

– „Regeneration“ war die unsinnigste Borg-Geschichte seit der Entdeckung magersüchtiger Froschaugen mit Stirnpircing im Deltaquadranten

Auch „Singularität“ („Raaah! Diese Anomalien machen mich immer ganz wahnsinnig. Mach’ das Gummi an die Zelle, Mutti!“) und „Marauders“ (Doof sein auch ohne Quantenkekse) hätte frischetechnisch eher den Gammelfleisch-Award am grünen Band der Sympathie bekommen sollen. Noch frecher war allerdings, dass man wohl ernsthaft erwartete, dass der Zuschauer seinem Namen gar nicht wortwörtlich gerecht wird und diese offen(sichtlich)en Stellen gar nicht erst wahrnimmt. Meiner Meinung nach hat sich ENTERPRISE von den vergraulten Zuschauerschaft der 2. Staffel nie wieder erholt. Aber Menschen mit Hirnkrebs neigen nun mal nicht zu fortgeschrittenen Konsum dritter und vierter Staffeln. Das kann man überall nachlesen.

Spätestens hier hätte ENTERPRISE zeigen können, was in ihm steckt. Auch wenn die Serie zugegebenermaßen bereits in der 3. Folge der ersten Staffel erste Abnutzungserscheinungen zeigte. Spätestens ab hier konnte man Rick Berman im strafrechtlichen Sinne beleidigen, in dem man ihn erbost mit sich selbst verglich.


5.) Berman-Geblubber

Apropos Berman: Mal abgesehen von seinen späteren Drehbüchern, die sich qualitativ nur als Wohnungseinrichtung für Grottenolme eigneten, nervte der selbsternannte Trek-Heiland mit seinen Rechtfertigungsversuchen:

„Ich bin selbst schuld, dass die in Onlineforen nur rummeckern. Ich hab’ ja schon vor 10 Jahren zu Brannon gesagt, dass ich das Internet nicht hätte erfinden sollen…“

„Hey, Leute, spielt mal etwas besser mit! Für eine richtigen Verschaukelung zwischen Fan und Macher gehören schließlich immer noch zwei… Millionen Zuschauer.“

„Wir haben Xindi, wir haben Sonden, wir haben Soldaten, wir haben Gewalt bei abgeschalteten Nachtlämpchen… Also wenn ihr DAS nicht schaut, dann, dann weiß ich auch nicht weiter! Komm, T`Pol, zieh dich an, wir machen Schluss für heute.“

„Unsere Storys sind anspruchsvoll! Erst kürzlich hat mich eine ganz frech von der Seite angesprochen und nach Feuer gefragt. Warum sie sich vorher mit Benzin überschüttet hat, habe ich aber nicht ganz kapiert.“

„Ich höre immer genau auf das, was sich die Fans wünschen! Ja, das ist möglich! Ich präsentiere daher an dieser Stelle meinen lieben Produktionspartner: Den Ohrspül-o-mat für zu Hause. Besser hören mit der Kraft des Wassers! Links rein, rechts raus.“

„Ich glaube einfach, dass die Leute von Star Trek übersättigt sind. Ich z.B. hatte ja schon bei Voyager keinen Bock mehr!“

„Nö, wir haben alles richtig gemacht! Und Manny Coto hatte auch keinen wirklichen Einfluss auf die 4. Staffel! Das war alles ich! Dass ich seit dem Ende der dritten Staffel bis 14 Uhr ausgeschlafen habe, ist nur ein böses Gerücht. – Und jetzt entschuldigen sie mich. Es ist schon 5 Uhr in der Nacht und ich muss Morgen wieder früh raus.“


4.) Mutlos bis zum Geht-noch-mehr

ST geht so mutig dorthin, wo noch kein Mensch zuvor gewesen ist, wie ein einbetonierter Komapatient mit Sozialphobie.

Lost, 24, Desperate Housewifes, Charmed und viele Serien mehr zeigen mit ihren Einschaltquoten inzwischen, wie modernes Fernsehen auszusehen hat. Nämlich überraschend, innovativ, rotfädrig und garantiert nix für Daniel Klapowski. Abgesehen von Lost.

Noch immer warten wir auf den ersten Kuss zwischen Malcolm und Tucker, vermissen galaktische Rätsel, die eine Halbwertzeit von mehr als einer Staffel haben und harren nach den Klingonen, Vulkaniern und den Borg seit 10 Jahren der Erfindung eines nennenswerten neuen Kultvolkes. Neue Lebensformen gibt es nur noch im Bioschleim zwischen T`Pols Schenkeln und weibliche Hauptrollen nur noch in zwangssexy (T`Pol, Seven), schizophren (Janeway, B’elana) oder schizophren anödend (Kes, Hoshi).

Ich könnte ewig weitermachen und weitere Punkte aufzählen, bei denen sich das Franchise seit Jahren nicht unter’m Bett hervorgetraut hat. Ergo: ST ist Selbstbefriedigung, andere Serien echter Sex.


3.) Humorepisoden bei Voyager

Gut, man kann sie mögen. – Aber man kann sein Auto auch auf einem unbeschrankten Bahnübergang parken.

Voyager stellte während seiner gesamten Laufzeit eine Experimentalplattform für Hobbyautoren vor, deren erster morgendlicher Satz stets zu lauten schien: „Wäre es nicht cool, wenn…?“ – Ja, wenn was? Wenn das Holodeck einen eigenen Crediteintrag erhält und auf Conventions über die allmorgendliche Schminkprozedur jammert? Wenn der Holodoc sich alle zwei Folgen in den digitalen Mutterkuchen zurücksehnte und immer bizarrere Vorlieben entwickelte, von einer Gesangskarriere auf Beta-Blöd VII bis hin zu Einspielen von Kreislaufkollaps-Daten in sein Holosystem, um sich besser in die Patienten hineinversetzen zu können? Wenn Neelix Geistergeschichten auf Deck-schlagt-ihn-tot erzählt oder mit der Bratpfanne Hirogen durch die kulinarische Geschichte des Deltaquadranten jagt?

Wenn Paris und Kim an einem Shuttlewettrennen teilnehmen, einfach, weil’s bei Star Trek so etwas noch nicht gegeben hat und das Urheberrecht der Stadt Entenhausen für diese Idee nach über 50 Jahren abgelaufen ist (siehe Carl Barks: „Wettrennen zum Mond“)? Wenn Seven in jeder verdammten Folge etwas über das menschliches Wesen lernt („Ich sehe ein, dass Beischlaf auf der Brücke zwar äußerst effizient ist, jedoch nicht angemessen.“), aber zwei Staffeln später wieder von den Borg-Sommerlagerspielen schwärmt („Und dann habe ich mir eine Flöte in den künstlichen Darmausgang gesteckt!“)? Wenn Spaß- und Gute-Laune-Episoden zwar für eine Stunde Laune machen, danach aber zwischen den epischen DS9-Momenten und den momentanen TNG-Epen für immer in ihrem eigenen Konfetti versinken?

Nein, Humorepisoden bei Voyager sind das allerletzte und in der Regel so witzig wie ein Nasenbeinbruch beim Mount Rushmore. Eine grässliche Zurschaustellung von „Sci-Fi können wir nicht – Aber wir wär’s, wenn Tuvok mal kraft seiner Lippen echte ’Negerküsse’ verteilen würde?“


„Nö, meine Augen sind in Ordnung. Ich habe nur von einer menschlichen Eigenschaft gehört, deren Vorteile ich nutzen möchte!“ – Brillenträger schägt man nicht: Gleich macht Voyager wieder auf lustig. Am Eingang zum Holodeck werden schon die ersten Furzkissen ausgegeben, denen Dank internem Replikator erst nach 45 Minuten Sendezeit die Luft ausgehen.


2.) Retrowellen

„Wenn ich nicht mehr weiter weiß, bild’ ich einen Arbeitskreis.“ sagt ein bekannter Scherz unter Bürokraten. Bei Star Trek konnte man kreisende Bewegungen in letzter Zeit auch bei der Zeitlinie beobachten, deren Lenkrad bereits am Anschlag hängt. So kurvt sie fröhlich zwischen Kirk’s Geburt und Kirks Pubertät umher um wirkt eher wie eine gestauchte Kartoffel, denn Ausbruchsversuche in Richtung TNG, DS9 oder Voy werden nicht toleriert. In dem Bestreben, Fans zurückzugewinnen, die beim siebten Film einfach gleich im Nexus (warm, nostalgisch, rückwärtsgewandt) geblieben sind, werden einfach wieder die alten Spinnenfäden von dem Fundus der Paramount-Staubtücher gewickelt.

Da stand wohl das Star Wars der letzten Jahre Pate, das ebenfalls mit Geschichten brillierte, die aus Mediengruft und Disneyland zusammengerührt worden waren. Und die man nur noch mit 5 Händen nacherzählen kann, um die vielen unwichtigen Handlungsstränge um die Jugend von Boba Fett seinem Nachbarn auch noch irgendwo gestikulativ unterzubringen. – Da Star Trek der Zukunft zugewandt sein sollte, verbitte ich mir ausdrückliche nach dem 11. Film weitere Ausflüge in Schwester Chapels Miederware!

Aber eventuell sind wir ja sogar selber Schuld?

Vielleicht hätten wir drei Hübschen (Sparki, Klapo und Du, mein Zuleser) damals doch noch ein paar Freunde mit ins Kino nehmen sollen, als wir uns stellvertretend für die Weltbevölkerung NEMESIS reingewürgt haben?


1.) NEMESIS doof finden

Wenn etwas mehr nervt als NEMESIS selber, dann ist es ein Klapowski, der keine Gelegenheit auslässt, Magensäure in der Wohnküche zu versprühen! Selbst wenn der Mann über die Drehbuchstärken von Stargate spricht, kann man sich nie sicher sein, dass im nächsten Satz kein geklonter Glatzkopf aus dem Sternentor hervorlugt.

Aber was soll ich machen? Den Hass aufstauen, Aggressionen runterschlucken, die Mordlust lagern und irgendwann mit allen anderen NEMESIS-Guckern die russischen Hauptrollen in Aktenzeichen XY besetzen? Inzwischen bin ich so weit, dass ich sogar eine stinknormale Neonazi-Demonstration mit aufkommendem Argwohn betrachte: War da nicht kein Haar da? Hat der tumbe Rechtsaußen gerade per Telepathietrick (Ein Baseballschläger wirkt da wie eine Antenne) die Türkin an der Haltestelle mental vergewaltigt? Ganz zu schweigen von meinen Zulesern: Wollen die wirklich auch zum hundertsten Male wissen, dass der Film Scheiße ausgeleuchtet war, dass Goldsmith für die grausige Musik mit sofortiger Wirkung wiederbelebt und seiner eigenen Peinlichkeit ausgesetzt gehört? Muss man noch mehr wissen über PiffPaff-Picard, Doof-Data und Klapo-Klinikaufenthalte? – Nö.

Dabei ist NEMESIS doof finden wirklich harte Arbeit. Inzwischen wird dies sogar von den Krankenkassen mit erhöhten Beiträgen bedacht, da stets ein fortgeschrittenes Magengeschwür unterstellt wird. Oder mit dem Rektum(!) abgekaute Fingernägel. Daher höre ich jetzt auch auf mit der Dooffinderei. Versprochen.

Ab jetzt mach ich’s nur noch zur Entspannung. Auf Feiern, Zur Steigerung der Gemütlichkeit… Und an Sylvester hör’ ich ganz auf, ehrlich!

Und wenn nicht, dreh’ ich danach wenigstens selber (am Rad) und behellige euch nicht mehr.


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Artikel

von Klapowski am 17.09.06 in Star Trek

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Kommentare (16)

  1. Auswurf sagt:

    Erster!

    MUHAHAHAHAHA!

    Ich bin wieder da. Mein einmonatiges Exil ist vorbei. Habt ihr mich vermisst?

    *In viele fragende Gesichter schau*

    Wie jetzt? Ihr habt gar nicht gemerkt das ich weg war? Na ja, jedenfalls bin ich jetzt wieder da. Freut euch.

    *In viele gelangweilte Gesichter schau*

    Jetzt freut euch schon, verdammt!!!!!11elf

    *Auf viele gelangweilte Gesichter mit Schrotflinte ziel*

    Gruß
    Auswurf, der zurückgekehrte

  2. KlaposeinFanboy sagt:

    Also das Star Trek jegliche Kreativität vermissen lässt, kann man der Serie nun wirklich nicht vorwerfen. Das sie generell langweillig ist, sicher dass die Charaktere durchweg austauschbar und beliebig sind ebenfalls und vielleicht sogar das sie jegliche Kreativität vermissen lässt, aber sie ist eindeutig KEIN Kommunist!
    Wahrscheinlich liegt das mit dem mangelnden kreativen Input (im Gegensatz zu dem überwältigenden rektalen Output bei den Autoren und dem oralen Output bei den Zuschauern) einfach daran, dass Berman mal "Firefly" gesehen hat. Da durfte der Captain zu Anfang einer Episode auch mal in der Wüste herumstehen.
    Ach ja, außerdem war er komplett nackt und wie es dazu kam wurde in der Retrospektive erzählt, aber die Wüste hat mich prinzipiell am meisten geflasht.
    Weiterhin gab es eine Nutte als zentralen Charakter (gut, zumindest das hat man bei Star Trek ja auch ab und an probiert) und der Handlungsbogen war so übergreifend, dass sich in Amerika kleinere Waldbrände aus purem Neid in den Atlantik gestürzt haben.
    Und was hatte die Serie davon ?
    Abgesetzt nach einer halben Staffel, empörte Amerikaner, ohne Nachtisch ins Bett.
    Da hatte Berman wahrscheinlich Angst bekommen und alle Pläne Star Trek zu revolutionieren verworfen (glücklicherweise hat die halb-beschriebene Serviette niemanden verletzt, nachdem sie aus dem Fenster geflogen war).

    P.S.:
    Lost ist nicht unbedingt ein gutes Beispiel für eine "mutige, innovative und überraschende Serie". Hier hatten die Autoren eher überhaupt keinen Plan worum es gehen sollte und haben deshalb halluzinierende Ärzte auf Eisbären schiessen lassen. Als Beweis sollte man sich einfach die zweite Staffel ansehen, wo keine, aber auch überhaupt keine der offenen Fragen geklärt wird.

  3. Raketenwurm sagt:

    Stimmt doch gar nicht ! Es wird die Dharma-Initiative eingeführt, die ja den Bunker gebaut hat, sowieso auch für den genmanipulierten Eisbär verwantwortlich ist, wie der Hai mit Dharma-Symbol auf der Flosse vermuten läßt. Außerdem sieht man, was sich in dem Bunker befindet, woher das Kleinflugzeug mit den Drogenpriestern kommt, was aus dem Kind der Französin geworden ist und warum das Passagier-Flugzeug tatsächlich abstürzte – sechs offene Fragen geklärt. Was es mit den Zahlen auf sich hat und wieso die Anderen dort von einer Krankheit reden, wird im übrigen derzeitig im Onlinespiel zur Einführung der dritten Staffel verraten. -> http://www.youtube.com/watch?v=T0-A2-H8scw

    Bleibt aus Staffel 1 noch offen:
    Wer sind die beiden Skelettmännchen ? Wie kam das Sklavenschiff auf die Insel ? Was hat es mit dem Rauchmonster aufsich ? Warum wollten die Anderen das Kind ? Wie kam Locke in den Rollstuhl ?
    – ist natürlich verständlich, daß sich die Macher noch ein Geheimnisse für Staffel 3 und 4 aufgehoben haben. Das ist kein Grund zur Kritik !

  4. Gast sagt:

    *hüstel*
    Warum guckt bei Tucker eigentlich ein steifer Hering aus der Hose. während bei allen anderen die Fische schlaff herunterhängen.
    (hier die Synchronstimme von Scully denken:)
    Zufall? Oder Wunschdenken der Autoren?
    Aber wie werden so fische eigentlich hergestellt? Gallileo hat in der größten deutschen Konservenfabrik nach…äh. Sorry, Macht der Gewohnheit.

  5. KlaposeinFanboy sagt:

    @Raketenwurm: Tut mir leid, du musst mich mit jemandem verwechselt haben der Serien tatsächlich objektiv und sachlich beurteilt.
    Bin sicher, dass passiert Klapowski auch dauernd.

  6. GaZ sagt:

    ich hab den hering bis eben gar nicht gesehen °~°"

  7. bergh sagt:

    tach auch !

    Ich möcht' so gern ein Seestern sein
    und so verliebt wie daaaaamals.

    Hoshi angeödet? IN Ihrer Rolle ja, denn nach 3-4 Folgen gab es den Universal-Translator und sie war eigentlich arbeitslos, wie
    Leutnat Uhura. Nur war die viel mehr sexy gekleidet.
    Der Minirock war einafch um Klassen besser, als Hoshi's Unisex Overall.

    Tja und sonst ?

    Kann ich dem Artikel ein Stück weit folgen.
    Ein großes Stück weit.
    Ungefähr so groß wie der Hering in Tuckers Hose ;-)

    @Auswurf
    Ich dachte noch bei mir, "BergH" dachte ich.
    "Wo ist der Auswurf?".
    "Das was Du mit Deiner Erkältung produzierst, kann ihm ja nicht mal das Wasser reichen."

    Wo warst Du denn ?
    Rochen jagen in Australien ? :-)

    Gruss BergH

  8. crysis sagt:

    Klapowski, bei aller blutsbrüderlichen Zuneigung, wer sich den Audiokommentar von Nemesis freiwillig ansieht ist selber Schuld. Wenn ich bei den Zeugen Jehovas vom Wachturm springe kann ich denen auch nur schwer die Schuld dafür in die nicht vorhandenen Schuhe schieben. Positiv anmerken möchte ich allerdings dass du noch immer über dich selbst lachen kannst und dein Nemesis-doof-finden als verinnerlichte Hasspredigt entlarvt hast. Übrigens mag ich Haschprediger. Mach also bitte weiter! Du bist dafür am Besten geeignet.

    Da Du meinen Nick in letzter Zeit öfter erwähnt hast möchte ich mich bei dir dafür revanchieren: Klapowski, Klapowski, Klapowski, Klaowski, Klaski, Klinsi, Kli, Ki, K.K.K. Daniel, Liebling.

    Und nun zum heutigen Hauptthema:

    Track is Back!

    Zu deutsch: Da isser ja wieder unser Auswurf. BergH's Rochen-Kommentar war so schön, ich hab glatt vergessen worum es in diesem Artikel eigentlich geht. Was wohl daran liegen könnte dass ich ihn mir immer noch von meiner Pflegerin vorlesen lassen muss.

    Natürlich war Auswurf nicht Rochen jagen. Der Gute ist vielmehr der Joch…Rochen himself! Auf peinliche Kleinkinderscherze a la "großer Stachel" verzichte ich zu gunsten der folgenden Frage:

    Was ist eigentlich mit dem Forum los? Tote Hose? Wahlparty der Berliner CDU? G.G.H.-Klassentreffen?

  9. bergh sagt:

    tach auch !

    Und weil Crysys das Rochen nicht lassen kann :

    http://www.dvdboard.de/forum/attachment.php?attachmentid=2404&d=1158064553

    Geschmacklos, aber gut !

    Gruss BergH

  10. crysis sagt:

    ROFL. Ja, da hatte der Rochen wohl einen "Lucky Strike". Mehr!

  11. wallace sagt:

    Ja um Himmels willen Klappo. Der geniale Regisseur von Nemesis nennt sich Stuart Baird, nicht Bair. Und das kam sogar ein zweites Mal vor. Wie es scheint ist es keinem ausser mir aufgefallen. Wie kannst du das den armen Mann nur antun? Schäm dich. Normalerweise machen mir solche Rechtschreibfehler (ich gehe mal davon aus dass das einer war denn auch ich bin dagegen nicht immun) nichts aus aber das macht mich doch sehr betroffen. Oder steckt dahinter etwa mer? Vielleicht dein unteres Unterbewußtsein? Wie dem auch sei, ich erwarte eine zügige Korrektur und hoffe dass das nicht noch einmal passiert.

  12. Donald D. sagt:

    Klapo, kann es sein, daß Du Barks-Fan bist? Dann wärst Du mir noch ein ganzes Stück mehr symphatischer.

  13. Klapowski sagt:

    @Wallace:

    Hab's später tatsächlich selber gesehen. Aber ich wollte mich eigentlich von meinem alten Freund DJ Doena verbessern lassen, wie es sich gehört.
    Verzeihe daher, wenn ich den Schreibfehler noch ein wenig stehen lasse, bis er ein wenig Zeit für mich gefunden hat.

    @Donald D.:

    Die Barks-Geschichten hatten schon was: nett gezeichnet und hübsch abwechslungsreich. Don Rosa hingegen zeichnet wie der Hammer (unpassende Metapher hin oder her) und ist oft sogar NOCH einen Tick abwechslungsreicher.

    Für noch mehr Infos zum Thema wendet Euch jedoch besser an:

    sparkiller@st-enterprise.de

  14. DJ Doena sagt:

    Is mir doch völlig Latte, wie dieser Vollhonk heißt. Seinetwegen musste die Ausnahme von der Regel erfunden werden:

    Gerade ST-Filme sind ei besten – aber nur die einstelligen.

  15. crysis sagt:

    Aber ganz im Gegenteil! Der Mann hat sogar eine ganz neue Regel erfunden, bzw. bestätigt: Durch 5 teilbare Filme sind grottenschlecht und als Ich-bin-der-Captain-One-Man-Show gedacht.

    Eine Regel der ich eigentlich einen Satz in einem eigenen Artikel widmen wollte. Aber damit muss ich leider warten bis Klapowski diesen Satz das erste mal ausgesprochen hat. Man muss eben Prinzipien haben…

  16. DJ Doena sagt:

    Man kann ja Billy Boy viel vorwerfen aber Mr. Weil-der-Berg-da-ist singt auch in 5 im Triumvirat Row Row Row your Boat.

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