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Doctor Who – 7.04 – „The Power Of Three“ Review

Alea iacta est. – Der Würfel ist gefallen. Und mit diesem launigen Latein-Limbo verabschieden wir uns auch schon von jeglicher Anspruchshaltung an dieses Review oder an diese Episode. Denn ausnahmsweise gibt es meinen Texte jetzt nicht nur AUF sechs (DIN A4-)Seiten, sondern ab heute auch ÜBER Sechsseiter, nämlich über die Kuben, die hier auf der Erde verteilt werden. Wird der Doktor herausfinden, was es mit diesen Dingern auf sich hat? Und warum bekomme ich bei solch offensichtlich rhetorischen Fragen immer so ein Prickeln im großen Zeh?

Inhalt: Als auf der ganzen Erde Abermillionen schwarze Minikuben auftauchen, beobachten Amy, Rory und sein Vadder monatelang, wie NICHTS passiert. Doch irgendwann kommt Bewegung in die Handschmeichler für Krüppelhandbesitzer – und der Planet in Gefahr.

Meinung:

Psychologisch ist das seeehr clever eingeschädelt: Ein Objekt, das so perfekt und gleichzeitig unauffällig erscheint wie ein schwarzer Kubus, das ist entweder die neueste Erfindung von Apple („iKlotz – Eingeschränkte Funktionen, dafür aber auch von Mutti bedienbar. Nur 499 Euro!“) oder eine neue Idee von einem Who-Autor, der zum Kacken zur Abwechslung mal ein Geometrie-Buch auf den Lokus mitgenommen hat. „Was wollen die Dinger? Und wieso zum Geier wird das am Ende genau so wenig eine Rolle spielen wie der angreifende Weihnachtsbaum oder die blutrünstigen Schaufensterpuppen in den früheren Seasons (mal ehrlich: erinnert sich einer noch daran, außer an die schrägen Bilder an sich)?

Natürlich gibt es wie immer die selben unlogischen Stellen, die sich aber alleine dadurch erklären lassen, dass der Doctor in seiner Off-Screen Zeit als Allah, Lieber Gott und Großer Welterschaffungspopel jobbt (fragt bitte nicht nach den Leuten, die letzteres glauben)! Warum denkt z.B. der Doc, dass die sich öffnenen Kuben leer sind – und hat Recht damit? Weil er gerade keinen Viren-, Gas- oder Unsichtbarkeitsscanner dabei hat und das Universum es sich nicht traut, etwas am puren Augenschein des Doctors vorbeizuschmuggeln (Strafzoll im Falle des Erwischtwerdens zu hoch?)

„Okay, wir wissen nicht, wo die Dinger herkommen, aber immerhin hat die EU-Kommission nachträglich beschlossen, dass diese Dinger nicht den zulässigen Krümmungswinkel haben, um eine Banane oder Gurke zu sein.“ – Die schwarzen Schafe des Würfelzuckers: Zumindest optisch kommen mir die Teile bekannt vor. An ähnlichen Objekten habe ich als Kind große Teile meines Gaumens verloren. „Ricola-Kräuterbonbons“ hießen die, glaube ich…

Lustig auch die Wiedererweckung von Millionen Menschen, die seeeehr viele Minuten einen Herzstillstand erlitten haben. Schade, dass man uns nicht mehr gezeigt hat, wie diese sauerstoffmangelbedingt mit ihrem Hirnschaden in den nächsten Supermarkt getorkelt sind, um für einen alten Fisch eine Flasche Pommes Frites zu kaufen. Aber einfach mal ein Drittel der Weltbevölkerung auf die Chill-Out-Seite des Jordans zu treiben, das wäre schon etwas hart gewesen. Für… öööh… wen eigentlich? Man kannte schließlich keinen der Ver(sc)h(m)erzten. Etwas ärgerlich auch, dass der Doc WIEDER MAL (*394. Strich auf Rückseite vom Fernseher mach*) die Welt rettet, indem er die Bösen locker aus der Hüfte plaudern lässt („Ich Hologramm. Alle puttmachen. Motiv: Siehe Motiv-Handbuch, die Blattkante zwischen Seite 17 und 18!“), bevor er mit irgendeinem Technik-Blabla die Technologie gegen die Invasoren richtet.

Und die Fähigkeiten der Kuben (Musik spielen, sinnfrei heimleuchten, Countdowns in Erdenzahlen anzeigen, Kniffel-Spieler verführen…) waren wohl auch nur dem Unterhaltungsbedürfnis der Invasoren zuzuschreiben? Sollte ich jemals eine Bombe entwickeln, die das Leben eines ganzen Planeten auszulöschen vermag, dann erinnert mich daran, Mario Barths Bühnenprogramm über einen internen Lautsprecher ausgeben zu lassen, ja? – Warum habe sich die Kuben nicht einfach in der Minute ihres Ankommens in fliegende Maschinengewehre gezeigt, wie eindrucksvoll beim Doctor demonstriert („Oh, ein Gewehrlauf. Als Genie sollte ich wohl enträtseln können, wofür dieser da sein könnte.“ *ZAPP* „Hm, dieses Einschussloch könnte mir einen Anhaltspunkt geben…“).

Und warum ließ man die Kuben nach vielen ruhigen Monaten ausgerechnet DANN verrückt spielen, wenn der Herzstillstands-Impuls (freundlicherweise per Countdown indirekt angekündigt) gleich danach losgeschickt werden sollte und sich die Menschen gerade NICHT von den würfeligen Verwesungshelfern entfernen sollten?

„ALLE Menschen müssen sterben, denn es gibt solche unter ihnen, die egoistisch sind, überheblich, herrschsüchtig und den Toilettendeckel nicht runter klappen!“ – „Aber… aber.. Steve Jobs ist immerhin schon seit Monaten tot!“ – „Grmbl, okay. Dann belassen wir es bei 50%, einverstanden?“ – Haut endlich (un)rein: Dieses dermatologisch fragwürdige Alienvolk hatte mit den Menschen noch das eine oder andere Klötzchen zu rupfen.

Was ziemlich mysteriös und vielversprechend anfing, versumpfte später durch wurmlochbreite Planungslöcher auf Seiten der Aliens zur Farce, gemäß dem Motto: „Fehlende Effektivität der Kuben kompensieren wir dadurch, dass diese den Radetzki-Marsch spielen.“ Man muss sich das mal vorstellen: Da hocken(?) die Hologramme auf einem riesigen Schlachtschiff über der Erde, reden sich vermutlich gegenseitig mit Hass-Worthülsen die virtuelle Gesichtsmaske krümelig, kriegen es aber nicht gebacken, mit ihrer anscheinend übermächtigen Technologie nach ein paar Monaten mehr als ein Drittel der Menschheit umzunieten. Die noch dazu nach einer „Okay, bisschen Strom reicht“-Reanimation wieder durch die Einkaufsstraßen stratzen. Ist ja schließlich bald Weihnachten(-Special).

Gut, eigentlich sollte es hier wohl um die Rorys… äh… Ponds gehen, die irgendwie, irgendwann wohl doch mal den Doctor verlassen wollen, um ein eigenes Kitschleben zu führen. Oder doch nicht? So ganz klar ist mir am Ende immer noch nicht, ob die beiden TARDIS-Hostessen nun weiterhin mitreisen („Doctor toll! Ständig fast sterben macht einen schlanken Fuß!“) oder am liebsten Morgen aus dem blauen Gefahrendetektor aussteigen wollen („Wollen arbeiten, um uns redlich Geld und Frühstücksflocken verdienen!“). Da hilft auch der Rat(?) von Papa Rory nicht weiter, der – verdammt noch mal – ruhig für 1-2 Episoden mal hätte mitreisen können. Schon Oppa Mott hat in der 4. Staffel ja schon zwanghaft versäumt, mit neuen Erlebnissen gegen sein Alzheimer anzu-abenteuern. – „Muss Blumen gießen“?! Hallo?! Schon mal was von automatischen Feuchtigkeitsspendern gehört, die man von oben in die Erde steckt? Wunder des Weltraums zu neumodisch für Rentner?

Zu guter Letzt: Warum genau im Krankenhaus Staubsaugergesichter rumliefen und Patienten quälten, das war entweder völlig egal, oder ich habe wieder mal irgendwas nicht mitbekommen. Was bei MEINER exorbitanten Intelligenz und meinem Aufmerksamkeitsvermögen auch schon wieder ein schlechtes Licht auf die Episode wirft. – Äh, wie beginnt man noch mal den nächsten Absatz? Zwei Mal „Return“…?

„Doctor! Ist das ein feindlicher Android?!“ – „Hmm… Entweder das, oder die Benutzerin dieser neuen Niveau-Hautcreme mit revitalisierenden Nanopartikeln.“ – „Wie kriegen wir das raus?“ – „Tja. Hat einer ‚Freie Radikale‘ da?“ – Der Doctor als „Anhalter“: Dieses Mädel spielt keine größere Rolle, was man schon daran merkt, dass es Monate(!) in der Eingangshalle eines Krankenhauses rumsaß, ohne von einem Pädophilen ins Auto gesteckt zu werden.

Nett immerhin ein paar klotzklamaukigen Schmunzelszenen mit Vati Rory, die üblichen dreieinhalb Doctor-Sprüche für die ganze (hyperaktive) Familie und die mysteriöse Stimmung der ersten Hälfte. Ein Szenario, das in der Jetztzeit spielt, ist halt immer noch eindringlicher als Dinosaurier im Raumschiff/Daleks im schwulen Nachtclub des Jahres 2139/Nasenbären auf einer fernen Quallenkirmes/…(ect.)


Fazit: Hier hat die Who’sche Qualitätsabteilung nicht uuunbedingt richtig range“klotzt“, aber immerhin eine nette Folge um das „Gaga-Ereignis der Woche“ abgeliefert. Allzu lange sollte man über die Ereignisse hier nicht nachdenken; Normalsterbliche höchstens 40 Sekunden, Genies allerhöchstens 20 und Zukunftia-Redakteure sollten sich mit 12 Sekunden begnügen. DANN ist die Handlung durchaus unterhaltsam und sorgt bei „Who“-Fans durchaus für einen Stei… Klotz im Brett.

Oder, wie der (bescheuerte) Lateiner sagt: Alea est „auf“-iacta non est – „Der Würfel ist NICHT aufgefallen…

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Klötzchen muß man haben
So spannend und fantastisch die Abenteuer mit dem Doc auch sein mögen, nach all diesen Jahrzehnten dürfte eine Sache klar sein: Der Verschleiß an Begleitern ist hoch. Daher überrascht es auch nicht, daß das offizielle Pond-Verabschiedungskomitee bereits Überstunden schieben muß, um auch diesen beiden Telefonzellen-Stewardessen eine angemessene Abnabelungszeremonie bieten zu können.

Wobei es in dieser Folge noch recht sachte beim Rumlümmeln auf der Couch angegangen wird. Hierbleiben? Doch mitkommen? Lieber Trauzeugin sein? Fremde Planeten sehen? Chef-Lakenwechsler werden? Ferne Galaxien besuchen? Die Qual der Wahl im All. Wobei diese ein wenig dadurch untergraben wird, daß man ja eigentlich mit einer Zeitmaschine unterwegs ist. So habe ICH zwischen dem oberen Absatz meines Kastentextes zum Beispiel schnell das Volk der Schnulk vor dem Angriff der bösen Knolkk bewahrt. UND konnte danach noch schnell meine Wäsche bei Mama abholen!

Die eigentliche Story um plötzlich auftauchende Klötze ist dagegen eher Nebensache. Anfänglich durchaus interessant, sorgte deren Enthüllung als sinnfreie Menschenscanner gerade mal für ein mildes Pfeifen aus meiner Hose. Zumal mir immer noch nicht klar ist, welche Rolle denn nun z.B. „Musik-Klotz“, „Depri-Klotz“ und „Flammenwerfer-Klotz“ hatten. Ebenso sinnlos erschien mir auch das Androiden-Mädchen, welche schon aufgrund ihrer Reaktionslosigkeit ebenfalls als Klotz hätte dargestellt werden können. Und waruuuum entführten die Masken-Träger eigentlich die Leute auf ihr Schiff? Hatte ich zwischendurch einen Herzinfarkt, welcher mich die Hälfte vergessen ließ?!

Überhaupt fand ich den Plot „Erobern durch Herzinfarkt“ selbst für Who-Verhältnisse zu bescheuert. Wir fassen zusammen: Millionen Klötze erscheinen auf der Erde, scannen die Leute und machen nebenbei anderes dummes Zeug, wodurch die Teile erst die Fähigkeit erhalten, im Menschen die Blutpumpe auszuschalten? Was man Minuten später, wie immer Dank des allmächtigen sonischen Schaubenziehers, problemlos wieder umkehren kann? Da wirkt ja selbst die Story von Transformers 2 so richtig durchdacht und plausibel!

Fazit: „Der Doc muß bei den Ponds einziehen!“ – Um dieses Ziel zu erreichen hämmerte man einfach gnadenlos und wahrscheinlich mit Augenbinde die dafür nötigen Ereignisse ins Drehbuch. Herausgekommen ist eine durchaus charmante Episode um Freundschaft und Abschied mit einen klotzdoofen Invasions-Plot, welcher es eigentlich nur schafft, die Intelligenz der Zuschauer zu beleidigen.

Und das ist bekanntlich UNSER Job!

Wertung: 6 von 10 Punkten


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Artikel

von Klapowski am 24.09.12 in TV-Review

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Kommentare (5)

  1. Anonymus (Bosch) sagt:

    äääh, was ist bitte mit euch los hier?
    Das war ja wohl die mieseste Who-Episode ALLER ZEITEN!
    Mehr als einen Gummipunkt (für die fast schon heldenmutige Unverschämtheit der Macher), hätte ich der Folge nie gegeben!
    Ein wie ihr richtig bemerktet absolut schwachsinniges Logikloch-Gestolper statt einer Story und dann auch noch dieser „Spannungsbogen“ (das Wort ist eigentlich unzutreffend): 30 Minuten das große Gähnen während der Doctor sich die Latte streicht, dann Urplötzlich „huch, ich glaube, diese Dingens sind BÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖSEEEEEEEEEEEEEEI!“, dann etwa 30 Sekunden Zuspitzung an Bord des Alienschiffs, der Doctor macht mal eben Schiff kaputt und alle Beteiligten heulen vor Ehrfurcht und schleimen dem Doctor (und noch mehr: dem Zuschauer) die Sneakers zu…
    BAAH! Wofür die 6 Punkte? Nur weil Neelix nicht dabei war?
    Mann, Mann, Mann! Reißt euch mal zusammen, oder werdet ihr auf eure alten Tage zahnlos (ist ja durchaus kein seltenes Phänomen)?
    Schreibt „Scheiße“, wem „Scheiße“ schreiben gebürt!

    Grüße,
    Anonymus (Bosch)
    – Sachkundiger Wutbürger –

  2. bergh sagt:

    tach auch !

    Ich stimme zu:
    Die Folge war Dung.
    Nicht Scheisse, aber Dung.

    SWo an die 3-4 Gummiohren hätten gereicht.
    Allerdings hatte sie einige charmante Who Momente,
    so dass ich eine 5 (von 10) vor 12 durchgehenlasse.

    Wenn Amy nicht so lecker wäre und die neue Companion nicht noch leckererer würde ich aber ganz schon schimpfen.
    Denn eigentlich war die Folge wirklich schwach.

    Gruss BergH

    @Anonymus
    Reg Dich nicht so auf;
    Wutbürger sterben öfter an Herzkasper als Doppelherz-Doktoren.
    (Die Idee war allerdings zum brüllen in der Folge.
    Also : herz an Herz aus Doctor am Boden, Doctor zappelt; gbet zu das war lustig.)

  3. Thomas sagt:

    Da sich die Ponds seit gefühlten zwölf Folgen verabschieden, werde ich über den Abschied, wenn er denn kommt, wirklich überrascht sein.

  4. BigBadBorg sagt:

    Ich mag die Ponds, und meinetwegen könnten sie noch lange mitfliegen, aber das wird wohl nicht passieren. Und in dieser Folge reizte mich daher auch weniger der Cube-Plot, sondern mehr das Zusammenspiel zwischen den Ponds, dem Doctor und Rorys Vater.

    Das der Schluß so simpel gestrickt war, naja, Schwamm drüber.

    Außerdem haben wir die Tochter des Brigadiers gesehen. Und sie wirkt sehr sympatisch, genau wie ihr alter Herr. Sie kann also gerne öfters auftauchen (genau wie UNIT – es gibt viel zu wenig UNIT-Stories).

    Kurz gesagt: Plot – naja; Charaktere – wie immer unterhaltsam.

  5. SunnyMerle sagt:

    Keine Ahnung wie viele Gummiohren ich für diese Folge vergeben würde.

    Am meisten aufgeregt hat mich um ehrlich zu sein die Tatsache das die ganze Nummer auf der Erde passiert ist ÜBER MONATE und bis auf den (fantastischen) Auftritt der Tochter des Brigadiers kein weiteres bekanntes Gesicht aufgetaucht ist.

    Haben den die anderen alle gepennt oder war Torchwood gerade mit der Tatsache beschäfigt das Tote einfach nicht Tod bleiben wollen? Gut ich hoffe das Donna nichts davon mitbekommen hat, weil ich ihr Gehirn nicht an der nächst besten Wand sehen will. Außerdem möchte ich mich der Meinung von BigBadBorg anschließen, es sollte wirklich mehr UNIT Storys geben, hier währe auch die Chance gewesen Martha noch einmal auf die Bühne zu bitten, aber wie gesagt die Tochter des Brigadiers und dieser Kuss war auch eine einfach schöne Sache!

    Keine Ahnung, der hyperaktive Doctor hat mir gut gefallen und ich wünsche mir ab jetzt einen Timelord für den Haushalt! Ansonsten war die Folge ehr sinnfrei und nicht weiter erwähnenswert.

    Auch wenn ich zu denjenigen gehöre die die PONDS nicht vermissen werden wenn sie gehen, war Rory und sein Vater in dieser Folge so sympatisch das mir doch zumindestens diese Figuren ein wenig schwer abgehen werden.

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