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„Prometheus – Dunkle Zeichen“ – Im Zeichen des Dampfhammers

Die Alienreihe darf inzwischen als völlig versaut angesehen werden. Und damit meine ich nicht die 5 Hektoliter Raubtier-Speichel, die nach jedem Film einstige Wüstenplaneten begrünen. – Nein, die Reihe an sich war inzwischen aus dem Lot geraten, machte nur noch Schlagzeilen mit Schlachtzeiten und komischen Spin-Of’s, deren Kultgehalt locker unter dem von Futtertabletten für Fische (praktisch im Urlaub!) liegt. Doch kann die inoffiziell klingende Weitererzählung das Kind noch aus dem Brunnen retten, das für über 10 Jahren mit einem hungrigen Alien dort eingesperrt wurde?

INFORMATIONEN:

Regie: Ridley Scott
Jahr: 2012
Budget: 130 Mio. Dollar

Poster
Von Bienchen, Blümchen und dem Entstehen von Monsterparasiten
Inhalt: Die Prometheus (Schiff, groß) versucht, den Spuren einer Rasse zu folgen, die vor Unzeiten den Menschen erschaffen haben soll. Doch deren verlotterte Hinterlassenschaften rotten nicht nur vor sich hin, sondern auf biologischem Wege auch die Besatzung aus. Handelt es sich um eine vergessene – oder schlecht dokumentierte – Biowaffe?

Wertung:

Erst mal: „Promotour“… ähm… „Prometheus“ ist eher keiner der üblichen Hollywood’schen Block-Spaster. Zumindest „versagt“ er darin, den gleichen, teilweise hirnlosen Actiongehalt wie „Alien 4“ (den ich trotzdem mochte) und den beiden „Alien vs. Predator“-Teilen aufzufahren. Nervige Spezialeffekte und Selbstzweck-gerendertes Dauerkrachbumm gibt es hier eher nicht zwischen die Wimperreihen. Schließlich hat es historisch gesehen sich schon seinen Grund, warum die Aliens dieser Filmreihe keine sichtbaren Augen besitzen…

„Promo scheut’s“, ähm… „Prometheus“ ist ein erstaunlich atmosphärischer Film der alten Schule. Nämlich der, in der man mit dem Lineal auf die Finger bekam, wenn man sich nicht mindestens 45 Minuten ruhig auf den (rot angeklopften) Hosenboden setzen konnte, um geduldig dem Lehrer beim preußischen Rezitieren seiner eigenen Weisheiten zuzusehen. Alleine die Landung des Raumschiffs, das Erwecken der Crewmitglieder und die ersten tapsigen Erforscherschritte erinnern schon an die seligen Zeiten, in denen ein Film seine Spannung (oder das, was er dafür hielt) noch in Ruhe aufbauen konnte. Irgendwie sehen Ridley Scotts Bilder auch seriöser und ikonischer aus, als das, was ehemalige Werbefilmer, „Wunderkinder“ (= J.J.Abrams, wobei ich vermute, dass an seiner Hornbrille demnächst das erste Schamhaar wächst) und mediale Wanderhuren bzw. -hoden sonst so im Genre ablassen.

Schlicht und schön fand ich die Stellen, in denen die verrauschten Hologramme im Gang herumliefen (Geisterfilm meets Super-8-Filmabend mit Onkel Ernst), oder auch die „Atmo“ in den Pfützen-Lagerräumen der Femden. Das alles wirkte wie ein Historienfilm über längst verloren gegangene Filmtugenden.

Okay, die Figuren gewinnen keinen Oscar für Sympathie, Tiefgründigkeit oder Ideenreichtum (was auch immer letzteres im üblichen Menschenzoo des Lebens noch sein soll), aber für einen Horror-SF-Streifen bieten sie doch deutlich mehr als die üblichen „Kann-beidbeinig-vor-einer-tödlichen-Gefahr-stehen-bleiben“-Qualitäten. Der für die Alien-Reihe fast schon peinlich notwendige Android ist auch diesmal wieder – trotz moralischer Verfehlungen am laufenden (Magnet)Band – der heimliche Held des Streifens, knapp gefolgt von der Sigourney-Weaver-für-Pazifisten. Wilde Kampfszenen gegen Aliens gibt es hier nämlich tatsächlich nicht (zumindest keine, in denen irgendeiner eine Chance hätte, die gegen einen Hamster im Mixer anstinken könnte), was irgendwie überraschend erscheint. Es wird kaum weggerannt, niemand hält billige Bewegungsscanner in den Müllschlucker, es gibt kaum Schrecksekunden der Marke „Oh, war doch nur die Kuckucksuhr“ und Schusswaffen sind im Jahre 2089 vermutlich noch alle in Papa Obamas Kleiderschrank eingeschlossen.

„Nein, das sind keine Eier! Das sind die Markierungen für das außerirdische Parkleitsystem. Bitte begebt euch zu Pömpel C-87x, ein Bestatter wird sie dort in Empfang nehmen“ – Komisch ikonisch: Die Bildsprache ist ähnlich zu den anderen Teilen, jedoch sind die Helmscheinwerfer inzwischen (EU-Verordnung sei Dank) nicht mehr mit stromhungrigen Glühbirnen, sondern mit hochgiftigen Sparlampen bestückt. Aber irgendeine Substanz MUSSTE die DNA-Wechsel-Dich-Story ja auch in Gang bringen…

Apropos 2089: Dass die Menschheit in gut 70 Jahren fröhlich mit lebensechten Robotern durch das Universum gondeln soll, halte ich für völligen Humbug. Eher wird zu diesem Zeitpunkt der fünfte Marsrover gefeiert („Jetzt mit noch einer Analyse-Kneifzange mehr an Bord!“) als das Methan auf fremden Himmelskörpern durchgewirbelt. Aber das ist egal, denn das ist nun mal der „Alien“-Stil: Technologie, die aussieht, als wäre sie von ThyssenKrupp im Jahre 1940 in die Welt gestoßen worden, dafür aber Dinge leistet, für die chinesische Plagiateure lange stricken müssten. Und das bezieht sich ja auch auf die hier vorgestellte (neue) Alien-Rasse, deren Schiff aussieht wie eine Attraktion im Höhlenforscher-Freizeitpark. Wobei ich diesen Anti-Touchscreen-Stil – trotz dessen mangelnder Bedienfreundlichkeit aufgrund von „Felsknöppen“ und wabernden Nippel-Schaltern – durchaus mag.

Ein wenig enttäuschend kann es durchaus für den einen oder anderen sein, dass die berühmten Aliens (SPOILER!!! Die nächsten 2 Absätze! Und danach ein paar leichte…) nur aufgrund einer Biowaffe entstanden sind, die sinnfrei(?) irgendwelche cineastisch brauchbaren Mutationen in Körpern anrichtet. ICH hatte ja immer erwartet, dass die Aliens von einem dunklen, schwefelverhangenen und völlig ungemütlichen (Heimat-)Ort stammen. Aber da ich ja jetzt selber schon einige Male in Sachsen-Anhalt war, bin ich über eine diesbezügliche Abwechslung auch mal ganz froh. Und mal ehrlich: Die aufwendige Vermehrungsprozedur der Viecher (Eier, Facehugger, Wirte, Königin, nur töten, nie Beute aufessen, ect.) wirkte schon immer so, als hätte ein irrer Genetiker zeigen wollen, dass Darwin Unrecht hat und auch solch ein fortpflanzungstechnisches Krüppelwesen in der Natur bestehen kann. Und vielleicht haben die „Erfinder“ der Aliens ja sogar die Regeln der Physik gek(n)ackt, die mit dem „Energieerhaltungssatz“ zu tun haben. Warum die Viecher teilweise ohne Nährstoffe so krass wachsen können (also anschwellen, nicht bohnern), ist ja bis heute ungeklärt.

Die schnelle Evolution der Biester – nebst den früh sichtbaren Gemeinsamkeiten zum Endprodukt – ist dann auch einer der interessantesten Aspekte im Film. Und der großartige Spaß, zusammen mit den Figuren eine so fremde Welt zu bestaunen, dass man sich vor lauter Bewunderung nur noch am überdimensionalen Felsenkopf kratzen möchte. Dieser geheimnistragende Entdecker-Aspekt kam nach „Alien 1“ immer etwas zu kurz, ist für mich aber wichtiger als Metzelszenen mit Menschen, die außerirdischer Fauna als rote Zahnseide dienen. Denn das ist MIR als Intellektuellen einfach zu billig und pubertär. (Pub… Haha, klingt wie „Pups“, harhar! Finde ich gut!)

„Okay, nie wieder Kopfstand, wenn ich eine starke Monatsblutung habe.“ – Körper(über)flüssigkeit: Auch im neuesten Alien-… äh… „Einzelner, griechischer Name zum Neustart eines Franchises“-Film wird total fertig durch sterile Gänge gehumpelt, bis die eigenen Füße zum monströs angeschwollenen Wesen mutieren. Diese Frau wird zwar gerade nicht verfolgt, doch irgendwo auf der Erde wird gerade eine schweizerische Steuerhinterzieher-CD mit ihrem Namen gekauft. Tja, manche Leute haben eben Pech!

Viel macht der Film denn auch nicht falsch: Mit vielen Elementen aus den bisherigen Filmen (Appe Roboterköpfe, rücksichtslose Konzerne, rustikale Technologie, teils tumbe Nebenfiguren, lebensfeindliche Umwelt wir vor einer chinesischen Papierfabrik) bietet er einen Haufen Spaß, jedoch ohne, dass er im „Sat.1-Funfreitag“ gut aufgehoben wäre. Man nimmt ihn ernst (den Film jetzt, nicht den Funfreitag), trotz oder gerade wegen der sparsam eingesetzten Actionszenen und dem eher mittelschnellen Erzähltempo. Am brutalsten wirkt sowieso die Selbstverstümmelung in der OP-Maschine, deren emotionalster Moment der ist, in dem die Dame unter dem rausoperierten, sich noch schlängelnden Tentakelmonster wegducken muss. Hier hätten andere Autoren – im mangelnden Vertrauen in die Schockeffekte – die Decke mit Gehirnen vernagelt und das Blut von den Wänden suppen lassen. Die „Zombie-Szene“ vor dem Schiff wird glücklicherweise auch nicht sehr ausgedehnt, gibt es doch inzwischen hipperes als Menschen mit lebenszeichentechnischen Defiziten, die sie durch eine ADHS-Zurschaustellung zu überspielen versuchen.

Charlize Theron kann zwar nicht viel zum Geschehen beitragen (außer mangelndem Charme; davon hat sie viel), aber das muss ja auch nicht immer sein und ihre Stärken liegen darin, die Luft aus hautengen SF-Anzügen zu drängen.

Einige Fragen bleiben offen (ZU offen, um sie als Logikfehler zu outen – Verdammt!), darunter die, wieso keines der anderen Schiffe gestartet ist, um die Erde auszurotten. War’s etwa doch keine gute Idee, Hochtechnologie sinnfrei(?) für ein paar Jahrhunderte im künstlichen Riesenkuhfladen einzugraben? Wieso hat der Typ vom Beginn seine DNA mittels Getränk „geteert“, als hätte man einen Schluck aus Helmut Schmidts Lungenflüssigkeit genommen? Wo spielte diese Sequenz überhaupt? Erde? Und wollten die Aliens wirklich das Leben auf der Erde auslöschen (war ja im Film nur wild geraten!), oder haben sie die Giftbrühe nur zum kosmischen Äquivalent des Endlagers Asse bringen wollen? Wieso wurden die Behälter bei Berührung undicht? Reagierten sie auf menschliche DNA (`ne Bombe, die man angrabbeln muss, damit sie hochgeht?! Hmmm, klingt komisch. Nordkoreanische Waffentechnologie?) oder war das einfach ein Konstruktionsfehler der Marke „Dieser Kinderwagen kann Spuren von Plutonium enthalten“?

„Was? DAS ist der rechte Hoden von George Lucas? Okay… Irgendwie hatte ich nach seinen letzten Filmen aber so was geahnt.“ – Zum Kugeln: bei seinem Versuch, die Bewohner einer holografischen Erde mit Laserpointern zu quälen, gerät der Android in moralische Dilemmata. Ist er nur das Produkt seiner Programmzeilen? Und warum zum Geier hat er 20.000 Facebook-Aktien zu je einer Million Dollar gekauft?!

Macht es Sinn, wenn ein aufgezeichnetes Hologramm den Schiffscomputer bedienen kann? Wie viele Schiffe wurden dadurch vor die Wand gefahren, dass sich der Commandant einen alten Logbucheintrag zu Gemüte führen wollte? Und wie viele Sternbilder mögen, beim Betrachten von Millionen Pünktchen am Nachthimmel, so ähnlich aussehen wie die 5 aufgekritzelten Flecken in den irdischen Höhlen? Da hätte ICH keine milliardenschwere Expedition gestartet, nur weil jemand z.B. behaupten würde, die Punkte auf den weltweiten Marienkäferpopulationen wären eine Sternkarte. Und wieso übersteht eine Helmkamera einem Flammenwerfer, warum wird der Leichnam nicht wenigstens (vorsichtig) untersucht und würde man in einer Höhle mit irdisch wirkender Luft wirklich gleich die Helme abnehmen und sich der Gefahr einer Schweinegrippeninfektion aussetzen? Und macht es Sinn, vor einem riesigen rollenden Objekt dergestalt fortzurennen, dass man ausschließlich in Rollrichtung läuft? Vorausgesetzt, die rennenden Personen ritzen sich in ihrer Freizeit nicht auch gerne an den Unterarmen herum?

Fragen über Fragen, die aber kaum eine Rolle spielen. Ja, teilweise finde ich die offenen Themen sogar ansprechender als das sonst übliche Gerede: „Liiieber doofer Zuschauer. Wir wissen, es war schwer, sich beim Bezahlen unseres Filmes nicht im eigenen Portmonee zu verlaufen. Zum Ausgleich erklären wir aber jede Wendung 30x, damit auch jeder mitkommt.“


Fazit: Sympathische Alienhatz mit wenigen Aliens und fast ohne Hatz. Ein ewiges Meisterwerk ist der Film sicherlich nicht, doch fügt er sich optisch und inhaltlich erstaunlich geschmeidig in die „Alien“-Reihe ein, ohne mit typischen „Prequel“-Momenten zu nerven (Motto: Wie ist Ridleys Mutter eigentlich Kellnerin geworden?). Ja, theoretisch könnte der Film sogar NACH Teil 4 spielen. Zwar wird nicht jede philosophische Frage beantwortet („Woher kommen wir; warum sterben wir, um einem Millionenpublikum Vergnügen zu bereiten?“), aber das ist nicht mein Problem, sondern das der hoffentlich folgenden Fortsetzung. Sozusagen dem Prequel-Sequel. Ridley Scott, do it again!

Nachtrag: Meine Newsredaktion bestätigte vor 3 Stunden, dass es wohl wirklich einen 2. Teil geben wird!

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

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Artikel

von Klapowski am 13.08.12 in Film-Review

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Kommentare (14)

  1. Halbnerd sagt:

    Ich finde Du überschätzt den Film ganz gewaltig. Von der zum Schneiden dichten Atmosphäre des ersten Teils ist hier kaum noch etwas zu spüren und die Figuren benehmen sich wirklich bemerkenswert dümmlich. Mein Fall war „Prometheus“ absolut nicht.

    Zumal auch hier wieder ein religiöses Element auftaucht – seit nBSG habe ich damit noch mehr Probleme als vorher schon. Die Botschaft „Glaube ist wichtig“ steht über dem Film wie es einstmals die Stadtzerstörer aus ID4 über New York taten.

  2. Marvin sagt:

    Ich finde die Bewertung großzügig. Sonst bist du bei Logiklöchern doch auch nicht so nachsichtig.
    Deine Fragen und noch einige weitere, die meiner Meinung nach durchaus eine Rolle spielen, hatte ich mir auch gestellt.
    Der Film hatte viele gute Ansätze und die 2 Stunden Spielzeit waren weg wie nichts. Ich vermute mal, dass viele Drehbuchlöcher mit einer Stunde mehr hätten geschlossen werden können. Manches erschien mir dann doch sehr konstruiert – musste vermutlich sein, damit es plot-mäßig voran gehen kann, ohne den Film zu sehr zu dehnen.
    Man könnte meiner Meinung nach durchaus noch ein Gummiohr im Berich Tiefsinn vergeben. Die Gesamtbewertung sehe ich eher in Richtung 5/10.
    Bin aber mal auf den nächsten Teil gespannt.

  3. gehirnimplosion sagt:

    ich fand es schade das die einzige figur welche nicht die dummheit mit löffeln gefressen hatte ( Theron ) am ende sterben muste, und die unsympatischste ( gottestante ) überlebt hat. das hatte mir alles viel zu viel glaube ist wissenschaft moralisch überlegen amifanaticsbullshit. wenn man darüber hinweg sehen kann ist der film durchaus gelungen. immerhin wurde man von wackelkameraergüssen verschont und die optik des films ist top!

  4. Quantentorpedo sagt:

    Als ich aus dem Kino kam, hatte ich den Film auch höher bewertet. Aber sobald man darüber auch nur ein bisschen nachdenkt, kommt man aus dem schwarzen Logiklöchern nicht mehr raus.

    Für das Budget gab es auch erstaunlich wenig an Sehenswertem, das Raumschiff war ok, die Kreaturen bestenfalls Durchschnitt und der Planet einfach langweilig. Einzig die zwei Schnecken und der Android hätten mich auch in einem Erwachsenenfilm überzeugen können.

    Was bleibt sind Fragen über Fragen:

    http://www.youtube.com/watch?v=-x1YuvUQFJ0

  5. Tabularius sagt:

    Der Film ist in der Tat voll von religioesen Themen (Auferstehung kommt ja z.B. andauernd vor) aber ob die Religion hier so gut abschneidet ist eine andere Frage. Ich hatte nicht das Gefuehl. Einzig das die Evolutionstheorie nicht stimmen soll hat mich geaergert aber das war auch eines der Grundthemen des Films. Jeder kann Leben erschaffen das heisst aber nicht das das eine besonders gute Sache sein muss. Haette man das weg gelassen, haette man den Film komplett anders aufziehen muessen.
    Wenn man die (humanoiden)Aliens als Metapher fuer Gott ansieht kommt die Religion wahrlich schlecht weg. Und wenn man Gott als noch hoeher stehend ansieht dann hat er in dem Film nicht viel zu tun. Wenn man bedenkt wie viele Leute sterben steht er auch nicht gerade gut da. Man kann das einzige Religiose Symbol im Film, die Halskette, auch einfach als Andenken an ihren Vater verstehen. Die restlichen Gespraeche um Glauben beziehen sich eher auf den Glauben an die Existenz der Aliens bzw ihrer Faehigkeiten.

    Ich hab dem Film auch 7/10 Punkte gegeben. Er ist bei weitem nicht so gut wie Alien aber er hat wahrllich Genug Substanz um sich ein wenig Gedanken um ihn zu machen. Das Hauptkriterium bei einem Film.

  6. icebär sagt:

    Das geilste an diesem Streifen ist der High-Tech-OP-Tisch, für den man EINE LEITER BRAUCHT! Ich frage mich grade, wie Opa Weyland da eigentlich hochkommen sollte? Auch bemerkenswert: Das Teil kann eine Bypass-OP durchführen, ist aber zu doof, um den Unterschied zwischen Männlein und Weiblein auf Zuruf zu erkennen. Das ist ungefähr genau so, als würde mein PC nur Plus und Minus beherrschen, Mal und Geteilt kommen erst mit dem nächsten Update.

    Die Pointe des Films: Die ganzen coolen Sachen kommen erst in der Fortsetzung, Ätsch!

    Folglich kriegt der Streifen auch fast die Bestnote am unteren Skalenende von mir verpasst, weil man einfach mit zuviel Mystery-Bullshit bombardiert wird und die Story selbst in einer Logikwolke verschwindet, bei der sogar LOST oder SGU neidisch werden könnten…

    • Uncle Hut sagt:

      Nerd Bullshit-mode ON:
      Dein Rechner kann immer nur „Plus“ :P
      Nerd Bullshit-mode OFF.

      Aber ob ich jetzt in den Film reingehen soll oder nicht, weiß ich immer noch nicht. Ob er einem mit drei Dosen Whiskey-Cola (mehr) Vergnügen bereiten wird ?

    • rygel sagt:

      Der Op-Tischroboter ist nur für Männer kalibriert, was die ganze Sache eigentlich nur noch doofer macht ;)

  7. 655321 sagt:

    Optisch ist der Film sehr gelungen, hat eine gute Sci-Fi Atmosphäre. 7 von 10 ist der aber nicht wert. Lindelof hat da mit gescriptet, deshalb wohl auch der ganze Mist und Schranz mit Glaube und offenen Fragen.
    Ich fand auch diese Ripley/Alien Anspielungen, läuft voll auf Stress im Schlüpper rum, diesmal ohne Busch, mehr Cameltoe fürs Volk. Captain is vollblut Weltraum Trucker, Flammenwerfer darf auch nich fehlen, ich packe meinen Koffer für den final Fight etc. nach ner Zeit doch zu sehr inziniert.

    Ich hätte dem Film sogar ne 6 von 10 gegeben, aber dann kam diese Raumschiff Kollision und es wurden tief verdrängte Erinnerungen wach.
    Plötzlich war da dann Shinzon, war voll auf Anabolika und wusste das er Bruce Wayn…achne das war doch ein anderer FIlm.

  8. Edain sagt:

    Also ein bisschen enttäuscht bin ich jetzt schon von dir Klapo, wirst du altersmild? So ein inkohärentes, dummes Versatzstück (Spoiler ahead) hättest du in der Zeit deiner Voyagerreviews noch in tausend Fetzen zerrissen. Die endlose Dummheit der Besatzung (die sich offensichtlich beim Wachwerden noch nicht einmal gekannt hat, auf der wichtigsten Expedition der Menschheit?), die in bester B-Movie-Manier gaaaanz naaaaah an ein offensichtlich feindseliges Alienschleimwesen herangeht, die ficken geht und die Brücke verwaist zurücklässt, während Kollegen draußen festsitzen, die einen Alien-infizierten Kollegen mal einfach so mit dem Schuh antappen … dann kommt noch das merkwürdige Timing des Films, das einfach keine Dramaturgie aufkommen lässt, hier ein Zombieangriff, da eine Selbst-OP (mit Tacker!), dazwischen mal gemütliches Beisammensein mit den Menschen, die dich gerade mit dem Alien infiziert haben, danach noch eine halbe Stunde Jump-n-Run-Action (nur echt mit frisch aufgeschnittener Bauchdecke!).

    Da war Alien vs. Predator noch ein besserer Film – ein B-Movie, aber ein stimmigeres, das nicht so grandios an den eigenen Ansprüchen scheitert.

    Paar gute Szenen hatte er schon, der Anfang mit dem Androiden war ganz großes Kino in der Tradition von 2001 – und der Moment, in dem sie dem Creator begegnen, war auch gut gemacht – der Schöpfer der Menschheit als gewalttätiges Arschloch, welch Ironie.

  9. Nino sagt:

    Nee, Nee lasst mal. Klapo hat den Film schon vollkommen richtig „zerpflückt“. Ich habe die BR zu Weihnachten bekommen und hab mir den Film dementsprechend mit mehrmonatigem Abstand zum „Kinoerlebnis“ und zur Klapo-Analyse, aber mit Klapos Worten im Hinterkopf nochmal angeschaut. Doch, der Film ist Klasse, hat die verdienten 7 Öhrchen. Es ist ein gutes SF – Stückchen mit Versatzstücken und Erinnerung an „Alien“.

    Logiklöcher, dumme Computer, Botschaft, dümmliche Figuren …. kommt schon, es ist ein SF – Movie. (Oder schaut Ihr Gina Wild Filme wegen ihrer Art Themen wie Goethe und Schiller in künstlerisch wertvoller Weise zu behandeln ???)
    Er soll nur 2 Sachen: dem Team und Studio Geld bringen und uns Filmfreaks (… und solche die es werden wollen) unterhalten.

    Und by the Way: es geht ja eben nicht um „religiöse Botschaft“ (??), sondern um genau das Gegenteil. Nicht Gott, sondern ein paar bastelfreudige Aliens mit einem zu großen Chemiebaukasten in der Blutbahn haben diesen ganzen Quark namens Erde zusammengerührt. So betrachtet hat die Fanatikerin zwar überlebt, aber trotzdem verloren – so verstehe ich das zumindest. (rein „männlich“ betrachtet wäre mir Frau Theron als Überlebende auch lieber und die Vorfreude auf Teil 2 damit größer …..)

  10. Onkel Hutt sagt:

    So, Film gesehen und für schlecht befunden. Das der Android mal wieder ein fieser Hund ist, ist ein negtiver Aspekt unter tausenden in diesem Film.
    Warum hat man eigentlich in stundelanger Arbeit den Guy Pearces auf alt getrimmt ? Hatte Ridley keinen echten Oppa nehmen dürfen/können ? Das sah man doch schon auf 4 km Entferunung daß das nicht echt ist. Wenn der Typ in Jung gezeigt worden wäre, das hätte die Maske erklären können. Oder darf man sich auf ein Wiedersehen in Howard’s End bzw im nächsten Teil freuen ? Und wo das Tentakelvieh selbst herkam hat auch keiner erklärt.
    Nein, gut war der Film nicht.

  11. G.G.Hoffmann sagt:

    @Onkel Hutt

    Das gleiche habe ich auch gedacht. Diese Opa-Maske sah dämlicher aus als der alte Biff in „Zurück in die Zukunft 2“ (1989). Und mangels Vorstellung des jüngeren Alter Egos völlig sinnfrei.

    Gleich in den ersten Minuten wurde mein Auge von einem schlecht animierten Computeralien beleidigt, der irgendwie aussah wie eine Mischung aus „Die Mumie“ und den Androiden in „I Robot“. Offenbar ist es heutzutage bei Strafe verboten, eine glaubwürdige Puppe/Maske zu erstellen. Weshalb sich der Typ komplett auflösen und in das irdische Urmeer ergießen mußte, statt einfach eine Portion Alien-Mett zwecks Einbringung seiner DNA in unsere Ursuppe zu verwenden, habe ich nicht verstanden. Nach dieser Eröffnungsszene schwebte mein Daumen bereits über der STOP-Taste meiner Fernbedienung, was ich im allgemeinen nicht als Empfehlung für einen Film ansehe.

    Glücklicherweise ging es dann semi-alienmäßig weiter, wobei die Atmosphäre allerdings nie die Dichte des ersten Teils erreichte. Schön fand ich die Einstellung als David „Lawrence von Arabien“ schaute, den ich zwei Tage zuvor ebenfalls in der remasterten Bluray-Fassung (Tip!) angesehen hatte.

    Angesichts der Rezensionen, die ich bis dahin gelesen hatte (Philosophischer Quark, keine Alien-Action, kein Splatter, Fragen über Fragen und keine Antworten), hatte ich offen gestanden etwas anderes erwartet. Für mich war das ein reiner Alienfilm – nur in Schlecht. Und Fragen habe ich überhaupt keine an dieses Werk. Außer vielleicht: wer erstattet mir meine 8,00 Euro für die Bluray?

    Seine großgrützigsten Momente hatte der Streifen wie üblich in seinen CGI-Szenen. Als Charlize Thesteron von einem Pixelhaufen überrollt wurde, besaß das die emotionale Tiefe eines Mainzelmännchen-Spots. Nie war mir der Tod eines Hauptdarstellers gleichgültiger, was ebenfalls nicht unbedingt als Kompliment für den Drehbuchautor gewertet werden kann. Trotz allen Schleims wirkte die ganze Szenerie so steril und künstlich wie ein Androidenpopo. Meine Empfehlung: mal wieder einen SF-Film ganz ohne Einsatz von Computertechnik drehen. Ging ja bis vor 30 Jahren auch. Kann den Effekten nur gut tun.

    Zugegebenermaßen gab es aber auch einen aufregenden Moment. Bei 1 Stunde 17 traf es mich wie ein Schlag. Es war der Ellbogen meiner Freundin in meinen Rippen und der Ausruf: „EY! Pennst Du etwa?“

  12. schoenerAndi sagt:

    So, nachdem ich den Film jetzt öfter als 2 mal gesehen
    habe, muss ich mich mal ganz dringend auslassen – bildlich
    gesprochen! In aller Kürze vorweg: ich finde den Film gut
    und hoffe auf die Fortsetzung, welche ja nich 100%ig
    sicher ist.

    Allerdings hat der Film tatsächlich mehr Logiklöcher als
    die Programmgestaltung im Free-TV. Und für mich hat
    daran nur dieser verblödete Schmierfink von Drehbuch-
    autor Schuld. Dass ein Ridley Scott gerne mal ein paar offensichtliche Ungereimtheiten bemerken und korrigieren dürfte mag sein. Aber seine Inszenierung rettet mir den
    Film. Und Michael Fassbender. Und der Captain der Prometheus.

    Aber nochmal zum Drehbuch-Trottel: selten einen derart
    überschätzten Taugenichts erlebt! Schon sein „Durchbruch“
    bei Lost war meiner Meinung nach ungerechtfertigt. Was bringt die gute Grundidee, wenn man darüber hinaus keine Ahnung hat, nicht den geringsten Plan, wie das weitergeht
    und vor allem wie es endet? Schaut man sich alle Staffeln
    im Rückblick nochmal an, stellt man fest, dass die Serie
    völlig planlos war.

    Und ähnlich unausgegoren wirkt das Drehbuch bei Prometheus! Ich hab‘ inzwischen das Gefühl, dass Ridley
    Scott versucht hat, möglichst vieles beim Dreh zu ändern
    und das Skript zu ignorieren.
    Bestes Beispiel: vor der letzten Expedition zu den Konstrukteuren erklärt der Captain unserer Ersatz-Ripley,
    was es mit der Alien-„Basis“ auf sich hat ( =Waffen-Depot ). Wie kommt er bitte zu dieser richtigen Schlussfolgerung? Er war nur einmal draußen, es könnte ebenso gut sein, dass die Todes- und Mutationsfälle nur von einer Art Mensch-Alien-
    Unverträglichkeit verursacht wurden. Aber der Film war bis dahin ein
    reines Sammelsurium aus Rätseln und Andeutungen ( Lost halt ), also lässt man halt einen der Figuren schnell in die Zauberkugel schauen.

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