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Klapo in die Hölle? – Die kleine „Zeugen Jehovas“-Leserbriefecke

Unser Artikel über die Animationsfilme bei den Zeugen Jehovas hat 2 gegensätzliche Reaktionen hervorgerufen, die wir heute noch einmal gesondert vorstellen wollen. Erstens, weil uns die Erziehung unserer Leser zur Religion der Atheisten sehr am Herzen liegt (der Entgottesdienst findet jeden Sonntag um 10 Uhr in der Zukunftia-Redaktion statt!) und weil man mit „Fremd-Content“ wunderbar einen Artikel herausschinden kann. – Damit ich am Wochenende nicht mehr zum Schreiben den Finger aus der Nase nehmen muss.

L. schrieb mir per Kontaktformular:

„Ich machs kurz, damit Ihr es auch versteht. Die Abhandlung über das Video von Zeugen Jehovas ist absolut super. Die beste, die ich bis jetzt darüber gelesen habe. Ein großes Lob. Ihr müsst darauf nicht antworten, freuen würd ich mich aber natürlich schon.“ (Es folgte später noch eine Mail, in der grob beschrieben wurde, wie Recht wir mit allem hätten, wie gekonnt und fachkundig wir die Schwachpunkte freilegen würden und dass der Leserbriefschreiber selber ein Aussteiger sei)

Ich schrieb ihm bereits und schreibe hier nun erneut:

Danke für das Lob, das beweist, dass unser jüngster Werbeslogan an Bussen und Haltestellen gut gewählt war (griffig: „Lob-Hopp, Lob-Hopp-Hopp! Mit freundlichen Grüßen, Zukunftia“). Die kritische Auseinandersetzung mit Religionen gehört ja zu unserer Seite wie die 5-stellige Rechnungsbeträge für Phantasietherapien bei den Scientologen. Wir von Zukunftia hassen Ungerechtigkeit, vor allem, wenn es sie hierbei um kein von uns selbst hergestelltes Qualitätsprodukt handelt. Natürlich machen wir uns mit unseren harten Äußerungen gegenüber den Zeugen Jehovas und anderen Schnapsideepatentämtern oft unbeliebt.

Aber das ist uns so egal wie ein geplatzter Schwimmreifen im Taufbecken. Denn die, die am häufigsten nach Religionsfreiheit (für exakt EINE Religion) schreien, leben „Freiheit“ selbst oft nur darin aus, dass sie entscheiden müssen, ob sie sie einen Ungläubigen nun mit der rechten oder linken Hand in das Taufbecken drücken. Und im schlimmsten Fall wird „Objektivität“ gefordert, indem man als Positivbeispiel gar eine Dokumentation erwähnt, die von den Zeugen Jehovas selbst produziert worden ist. Aber gut, Objektivität entsteht am besten in Heimarbeit, zusammen mit den ehemaligen Pressesprechern von Ghaddafi und Saddam Hussein, die in der Küche die Glückskekse mit den schriftlichen Verschwörungsanschuldigungen („Westliche Mächte und transsexuelle Terroristen haben…!“) fertigbacken.

Die obige „Doku zum Selbstausmalen“ erwähnte übrigens der nun folgende Leserbriefschreiber auf seinem eigenen Google Plus-Auftritt. (Was beweist, daß sich auch die Zeugen für unheilige Dinge nicht zu schade sind.) Und auch er meldete sich zu unserem großen Diskussionsthema „Gott oder das fliegende Spaghettimonster – Eine Diskussion mit italienischen Nudelkennern“ und beschwerte sich über unseren Umgang mit Zeugen Jehovas, die ihre Kinder vor indoktrinierende Animationsfilme setzen (ich freue mich schon auf die Folge: „Naaa, sollst du denn den Pixar-Film mit dem Zauberer sehen?!“).


Leserbrief-MAZ ab:

„Gott, ist das erbärmlich was du da schreibst. Meine Kinder sind verrückt danach und lieben es, sie werden sehr offen erzogen und werden irgendwann selber entscheiden was sie wollen und selbst entscheiden ob sie sich taufen lassen. Das was du da schreibst ist einfach nur Abschreckend und Asoziales und entspricht nicht der Wahrheit, wenn du dafür nicht von der Kirche bezahlt wirst, dann bist du nur noch bemitleidenswert. Wie kann man nur so friedlich lebende Menschen, so extrem diskriminieren, du musst echt ein Rassist sein.?“

Ich sage hierzu:

Natürlich haben sie völlig recht: Religionskritiker wie ich werden „von der Kirche bezahlt“, nur leider weiß ich bis heute noch nicht, von welcher. Deshalb schicke ich meine Rechnungen auch immer an ALLE Religionsgemeinschaften. Bruder Mgumbo von der afrikanischen Religionsgemeinschaft der Nagu beschwerte sich sogar kürzlich bei mir und bat darum, diese Art des „Abzocker-Spams“ zu unterlassen. Ich könne aber im Gegenzug an einem großen Geschäft teilhaben, in das er kürzlich… Aber das ist ein anderes Thema.

Auch beglückwünsche ich ihre Kinder dafür, „verrückt danach“ zu sein (NACH dem Sehen des Animationsfilms und generell?) und trotzdem unglaublich offen und frei erzogen zu werden. Auch ich ärgere mich immer wieder darüber, dass ich von meinen Nachbarn schief angesehen werde, nur weil ich meine liberale Kindererziehung mit Jihad-Anwerbevideos unterstreiche.

Dass sie mich für einen Rassisten und einen Unsozialen halten, schmerzt mich sehr und ist mir unbegreiflich. Ich war nämlich der festen Überzeugung, alle Obdachlosen und Ausländer erschlagen zu haben, die derartiges über mich verbreiten könnten. Trotzdem bedanke ich mich für Ihr Feedback. Es ist schön, wenn meine Opfergaben an den großen Omanpipopel endlich Früchte tragen und Satan mich so reich mit digitalen Rückmeldungen segnet. Ich werde bei ihm für sie beten.

(…)

Okay, das oben ist natürlich nur MEINE nachträgliche Antwort für diese Leserbriefseite, Kollege Sparkiller schrieb schon vor Tagen in fabelhaft durchchoreografierter Kurzsatire an den ehrenwerten Religionophilen zurück und erhielt folgende Antwort:

„Ich meine deine Zensur zu diesem Zeichentrickfilm. Wenn es schon ein Verbrechen sein soll auf seine Eltern und auf Gott zu hören, dann hoffe ich mal das du auch mal Kinder bekommst und versuchst Ihnen Werte im Leben zu vermitteln. Dieser Film zeigt es auf eine freundliche Art und Weise wie es sein könnte, es wird mit Humor rübergebracht wie es wirklich ist bei kleinen Kindern. Das aber aus irgendwelchen persönlichen Standpunkt so in den Dreck zu ziehen, zeigt deutlich das einige Menschen in der Demokratie wo Religionsfreiheit herrscht noch nicht angekommen sind, sondern weiter kleine Minderheiten diskriminieren.?“

Und nun meine frische Antwort:

Ich will ehrlich sein (7. Gebot): Mir fällt es etwas schwer, die „Jeder kann glauben, was er will, solange meiner Kinder die RICHTIGE Seite wählen“-Toleranz einer Gemeinschaft zuzugestehen, deren Mitglieder regelmäßig ihre implantatsverstärkten Fußknöchel in den Haustürspalt anderer Leute schieben.

Die Mitgliedschaft beim Akkord-Beten mag in der Theorie freiwillig sein (was sich relativiert, wenn es demnächst „Zeugen Jehova-Baby TV für den Fötus ab 3 Wochen“ gibt?), aber von Leuten, die ausgetreten sind, hört man meist andere Sprüche als die von einer befreiten „Alles kann, nix muss“-Vereinigung: Wer seinen vom Satan gepfändeten Arsch nicht mehr in Gemeinde schleppt oder die Frechheit besaß, z.B. den eigenen Geburtstag zu feiern (weiß doch jeder, dass das ein verkappte Ritual zur Erweckung des Antichristen ist!), wird entweder gemieden oder genervt (ich würde ersteres präferieren), auch von Familienmitgliedern. Wer angesichts dessen einem fäkalorientierten Satiriker seine Kritik vorwirft, sollte sich erst mal an die eigenen Blase packen und sich objektiv fragen, ob er nicht GERADE im Namen von Onkel Jehova mal den einen oder anderen Liter auf die Füße von Andersdenkenden strullt.

Und im Ernst: Hätten SIE nicht auch ein komisches Gefühl, wenn sie einen katholischen Animationsfilm gezeigt bekommen, in denen Kinder einen Extra Nachtisch bekommen, wenn sie vorher ihre Hostien aufgegessen haben? Oder wenn der schlecht animierte Junge eine Papst-Actionfigur verbrennen muss, damit er beim nächsten Zeltlager dem Priester noch einen blasen darf? – Auch ein komisches Gefühl dabei? Na, da sehen Sie’s…


Aber jetzt genug davon. Zum Auflockern und als kleines Versöhnungsangebot an unsere Jehoveranischen Mitleser hier nocht die schönsten Artworks zum Weltuntergang. Viel Spaß!

Ein klassisches Motiv, frei vom Zeugen-Jehova-Freiberufler Roland Emmerich inspiriert. Man beachte, dass die Bildanordnung etwas an die berühmte „Stadt-Umklapp-Szene“ aus „Inception“ erinnert. Verstörend hingegen: Der Tiger(?) rechts unten. Ich habe nämlich verlässliche Informationen über seine kürzliche Bekehrung!

Landregen versus Zombieapokalypse. Die leeren Augenhöhlen des Mannes weiter vorne spiegeln seinen Schrecken darüber wieder, dass ihm ein Atompilz auf dem Haupte sprießt. Man beachte auch hier das seltsame Fehlen von unschuldigen Kleinkindern und Blumenmädchen unter den Opfern des… gelben… Pipiregens?

Die Michael-Bay-Version der großen, himmlischen Stadtplanung. Man beachte, dass die Welt durch Meteoriten zerstört wird, NICHT durch durchgedrehte Nanobots im Blutrausch. Aber man wollte dem Illustrator wohl die Mühe ersparen, 10.000 Punkte auf ein weißes Papier zu stippen.

Wer die 6 Menschen im Vordergrund umgenietet hat, konnte mal ECHT nicht einparken. Gut gefällt mir die wiederkehrende Konstante, dass auf allen Bildern nur Hochhäuser und Plattenbauten zerstört werden (hilft nicht nur bei Gottlosigkeit) UND hier besonders der Gesichtsausdruck von dem Herrn rechts unten. Man sieht vor seinen Augen regelrecht die Momente vorbeiziehen, in denen er die Zeugen Jehovas mit seinem Jagdgewehr vom Grundstück scheuchte.


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Artikel

von Klapowski am 07.08.12 in All-Gemeines

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Kommentare (11)

  1. Gepard sagt:

    Ich will auch, ich will auch …

    > Gott, ist das erbärmlich was du da schreibst.

    Wie kommst du darauf, dass Gott den Artikel geschrieben hat?

    > Meine Kinder sind verrückt danach und lieben es,

    Kinder sind auch verrückt nach Cola, Pokemon, Popeln und mit fantasievollem Spielzeugzauberern zu spielen. Wenn die Kinder das Maß der Dinge sind, warum sie dann überhaupt erziehen?

    > sie werden sehr offen erzogen

    Das ist erst mal eine unbelegte Behauptung und es fehlt die Relation. Offen worin?

    > und werden irgendwann selber entscheiden was sie wollen

    Wollen wir es für sie hoffen.

    > und selbst entscheiden ob sie sich taufen lassen.

    Als wenn das die wichtige Entscheidung des Lebens wäre. Und nur weil man ihnen die Entscheidung offen lässt, heißt es ja nicht, dass sei nicht so erzogen werden, dass sie ein schlechtes Gewissen bekommen, würden sie sich nicht taufen lassen.

    > Das was du da schreibst ist einfach nur Abschreckend und Asoziales

    Gleiches wirft der Artikel ja dem Film vor. Warum darfst du so einen Vorwurf fällen und Klapowski nicht? Oder gefallen dir seine sprachlichen Stilmittel nicht bzw. verstehst du sie nicht?

    > und entspricht nicht der Wahrheit

    Was bitte ist Wahrheit? Ist sie einzigartig, fest definiert? Dumm nur, dass das Leben sich immer wieder als nicht dichotom erweist, sondern vielmehr deutlich facettenreicher und nicht in so einfach in Gut und Böse einteilbar. Ich hoffe deinen Kindern vermittelst du nicht diese extrem dichotom Denkweise. Sollten sie irgendwann an einer Depression leiden, wird es ihnen dadurch nicht leichter, mit dieser umgehen zu lernen.

    >, wenn du dafür nicht von der Kirche bezahlt wirst, dann bist du nur noch bemitleidenswert.

    1. Welche Kirche meinst du? 2. Wenn es die Kirche ist, die sich auf Jesus beruft, wird sie Klapowski sicher nicht bezahlt haben, denn Jesus hat von bedingungsloser Liebe gesprochen, womit die Zeugen inbegriffen wären. 3. Dank für dein Mitleid.

    > Wie kann man nur so friedlich lebende Menschen, so extrem diskriminieren,

    Wie das geht, hast du ja gelesen. Warum er das gemacht hat, steht im Artikel.

    Gegenfrage: Wie kann man eine Erziehung nur so auf Angst und Schrecken und purem Gehorsam fußen? Das ist fast schon Mishandlung. Ich weiß nicht, ob die Zeugen was von Jesus halten, aber der hat doch verkündet, dass Liebe nicht gleich Gehorsam ist.

    > du musst echt ein Rassist sein.?

    Nana, die Rassistenkeule ist aber keine feine Art. Du gehst gegen vermeidliche Menschenverachtung mit ebensolcher vor, erhoffst du dir davon irgend eine Wirkung?

    Stellt sich nur die Frage, warum du dich eigentlich persönlich angegriffen fühlst. ist deine Selbstwert auf so wackeligen Füßen?

  2. Uncle Hut sagt:

    Nun seid mal nicht so gemein und trampelt auf mental Beschränkten rum.
    Es ist doch allgmein bekannt, daß Angehörige einer Sekte, Kirche etc pp nicht alle Latten am Zaun haben, ergo liest sich deren Geschreibsel auch wie das Berliner Telefonbuch rückwärts und spiegelverkehrt.
    Das fiese ist ja, daß die am Ende immer die besseren Argumente haben : „Isso“ oder „Das hat Gott so gewollt“ – versucht mal, dagegen anzukommen.

  3. Doughnut sagt:

    @ Uncle Hut:
    „versucht mal, dagegen anzukommen.“
    Ich versuch es mal.

    “Isso” -> „Gar nicht!“ -> „Ist es wohohl!!“ -> „Gar nicht wahahahr!!!“ -> …
    “Das hat Gott so gewollt” -> „Hat er nicht!“ -> „Steht aber in der [insert pointless unverified book source]!“ -> „Im [insert another even more pointless unverified book source] steht aber was völlig anderes!“ -> „Du Heide!“ -> „Selbah!“ … -> Blut fließt… Ok, ging nicht unbedingt gut aus.
    Was einen zumindest lehrt, immer geladene Schusswaffen zu religiösen Debatten mitzunehmen.

  4. G.G.Hoffmann sagt:

    Im Hinblick auf Art. 4 Abs. 1, Abs. 2 GG möchte ich doch zu ein wenig mehr Toleranz gegenüber Andersgläubigen aufrufen. Jedem steht es frei, sich einem bestimmten Glauben anzuschließen oder ihn zu erfinden, ganz egal wie hirnverbrannt er in den Augen anderer sein mag. Der Glaube an höhere Wesen ist in allen Kulturen verbreitet und die Auswahl ist fantastisch! Da kann doch jeder Mediamarkt einpacken. Und das Schöne: jeder darf selbst bestimmen, wie der mutmaßliche Wille des Angebeteten am Besten erfüllt wird und alle, die das auch nur ein wenig anders sehen (jeweils 99,99% der Weltbevölkerung) für Abschaum halten, der in der Hölle landen wird.

    Ich persönlich bin sehr flexibel in meinem Glauben und folge jeweils der Religionsgemeinschaft, die mich am meisten zum Lachen bringt. Zur Zeit ist das gerade die katholische Kirche. Aber auch Zeuge Jehovas war ich gerne. Die us-amerikanischen Evangelikalen scheinen mir ebenfalls eine Menge Spaßpotential zu haben. Ferner bin ich den fernöstlichen Religionen nicht abgeneigt. Und unsere guten alten Götter (Donar, Freia, etc.) sind gleichfalls vielversprechend. Waren hierzulande (nördlich der Linie Dortmund-Erfurt) ja auch wesentlich länger im Dienst als das hier erst vor 1300 Jahren vorgestellte Christentum. Für alle meine ehemaligen, gegenwärtigen und zukünftigen Religionen war und bin ich immer Feuer und Flamme (was ich dann auch den jeweils Andersgläubigen an den Hals wünsche). Es lebe die Religionsfreiheit!

  5. Vanquish sagt:

    Ist das Will Smith im letzten Bild? Ist der nicht immun gegen Weltuntergänge?
    Das Bild muss eine Lüge sein!

    • Sparkiller sagt:

      Würde mich nicht überraschen, wenn man dafür tatsächlich ein Foto von Will durch den Photoshop gejagt hätte.

      Überhaupt wirkt der Stil der letzten beiden Bilder auf mich, als hätte man die Szenen mit ECHTEN „Darstellern“ nachgestellt. DAZU würde ich ja sehr gerne mal ein Making-Of sehen!

      „Hey, Joe, kannst Du Morgen mal mit Deinem 60er-Jahre-Privatschnüffler-Outfit zum Gottesdienst kommen? Und bring bitte auch Deinen Revolver mit, Dankööö!“

  6. Peter Langer sagt:

    Vielen Dank für die Zuwendung und deine Aufmerksamkeit einen Sektenmitglied gegenüber der keine eigene Meinung haben darf. Ich hole erst gar nicht aus, sonst werde ich mit dem Schreiben heute gar nicht fertig.
    Auf drei Sachen möchte ich dir nur antworten. Zu Thema Aussteiger und die Meinung von Ihnen, auch da gibt es immer wieder zwei Meinungen von Aussteiger einige haben kein Grund nachzutreten und einige müssen es ständig machen. Das ist wie nach einer Trennung mit einer Person die sehr wertvoll im meinem Leben war aber irgendwann aus welchen Grund auch immer mir sehr weh getan hat. Einige kommen damit nicht klar und müssen ständig erzählen wie schlecht er ex doch war und der andere sagt sich ok das hat nicht funktioniert ich lebe jetzt aber meine leben nach meiner Vorstellung und lass den anderen leben wie er es will und akzeptiere es für mich. Sogar du müsstest erkennen das es immer Menschen geben wird die versuchen anders denkende und die sich entscheiden anders zu leben, diese zu diskriminieren.

    Wenn du gegen Religionen bist und denkst die braucht keiner und hilft auch keinen, o.k. dann ist das so und es soll dir auch keiner weg nehmen, aber bitte lass die, die für sich an Gott glauben und überzeugt sind das es Gotteswille ist von Tür zu Tür zu gehen und Gottes Namen zu predigen, dann ist das so und es sollte Ihnen keiner weg nehmen.

    Zweitens zu deinen Bildchen und den Text denn du drunter geschrieben hast. Nicht die Welt wird untergehen das sollten dir auch schon die Aussteiger sagen können.

    Drittes dein Friedensangebot ist noch nicht mal das Blatt wert auf dem du es geschrieben hast und zeigt deine wirkliche Toleranz um ehrlich zu sein finde ich deinen Text nicht besonders offen und freundlich andersdenkenden gegenüber, auch hier muss ich dich als ZJ leider enttäuschen. Da kannst dir aber auch sicher sein das meine Toleranz soweit geht, das meine Kinder wenn sie erwachsen sind selber für sich entscheiden werden und keiner wird sie zwingen in der Bösen Sekte die kleine Kinder zum Frühstück auffrisst drin zu bleiben oder haben dir das die Aussteiger noch nicht geschrieben? Meine Kinder werden selbst entscheiden können ob sie sich taufen möchten oder nicht sie werden auch jeden Fall ihren Weg gehen dürfen, das wird Ihnen selbst überlassen sein. Was ich bei dir und deinen diskriminierenden Kommentaren sehr bezweifeln kann, das deine Menschenoffenheit und Toleranz dafür ausreicht sollte, das du dein Kind nicht diskriminierst wenn es zu den Zeugen Jehovas gehen sollte. Aber auch hier bin ich mir sicher das du mich nicht versteh wirst oder auch willst, denn dazu braucht man so sowie du das immer schreibst „Toleranz“.

    • Uncle Hut sagt:

      Hallo Herr Langer,
      eigentlich wollte ich diese Zeilen in abgeänderter Form dem Herrn GG Ander..Hoffmann schreiben, aber Ihre Mail passt besser als Vorlage.
      Ich finde es nämlich witzig, wie Religionszugehörige (hmm, sind SIE jetzt auch einer von „denen“ oder nicht ?!) von anderen Toleranz erwarten, gleichzeitig aber den Atheisten die ewige Verdammnis prophezeien und Andersgläubien den A*sch abflämmen (wollen).
      Ich behaupte mal frech, „die da“ haben angefangen, indem sie irgendwann mal im Suff kirre Regeln, Gesetze und Ansichten propagiert haben und seitdem dran festhalten wie der Süchtige an einer vollen Pulle Schnaps. Aber nicht nur das, nein, viele meinen auch sständig, mich oder andere konvertieren zu müssen !! Solange sie in ihrer dann auch bitte mal selbstfinanzierten (!!!!) Kirche oder im eigenen Vorgartentempel bleiben, beten, opfern undsoweiter sind mir deren Ansichten und Meinungen schnurzpiepe, aber leider versuchen die Sekten/Kirchenfuzzis ständig mein Leben mitbestimmen zu wollen: Sonntagsshoppingverbot, Präimplantationsdiagnostik, Fortpflanzung im allgemeinen, Scheidung, Alkohol….

  7. Peter Langer sagt:

    Hallo Herr Uncle Hut,

    sie sprechen mir aus der Selle.

    Solange mir andere vorschreiben wollen das ich nicht wie Jesus und seine Jünger Predigen darf, das ich meinen Glauben friedlich nicht ausleben darf. Mir einreden wollen oder mir einreden lassen muss, das es gut für mich ist meine Kinder nicht erziehen zu müssen sondern lieber zu saufen, sich regelmäßig scheiden zu lassen und zu allen übel auch noch Sonntags arbeiten zu müssen. Nein, das ist nichts für mich. Dafür ist mir mein Leben zu Wertvoll.

    Da muss ich leider sagen das die Toleranz meinen Leben und meiner Familie gegenüber nicht oder gar nicht gegeben ist. Und glauben sie mir kein ZJ will ihr Leben bestimmen sondern sie predigen Gottes Wort, sie machen das was in Ihren Augen gut ist in den Sie Gott dienen. Nicht mehr und nicht weniger, das sie ein Fass deswegen aufmachen und denken die ZJ wollen Ihnen was, zeigt eindeutig das sie keine Toleranz zu diesem Thema haben, sondern diese Menschen sofort mit Vorurteilen an die Wand fahren wollen/müssen.

    Was sie von Predigtdienst und denn ZJ hallten ist Ihre persönliche Sache und ich bin sicher, das sie alt genug sind um für sich persönlich eine Entscheidung treffen zu können ein gläubiger Mensch zu sein oder eben nicht (und nicht später rumheulen würden, die da haben mein Leben kaputt gemacht und ich dürfte mich nicht währen). Was sie auch deutlich äußern und keiner will Ihnen was anderes erzählen oder sie kritisiert, was sie andersherum den andersdenkenden ZJ gegenüber ständig tun. Toleranz heißt, leben und leben lassen.

    Das genau das ist was die Zeugen Jehovas machen, sie leben Ihr Leben nach Ihrer vorstellung und ihren Glauben und lassen alle anderen auch Ihr leben Leben oder werden sie gezwunden an der Tür an Jehova zu glauben? Nein die enstcheidung bleibt jeden selbst überlassen ob er wissen will was die Bibel zu sagen hat oder nicht.

    schönen gruß

  8. Untergangsprophet sagt:

    Also diese Toleranzkeule finde ich ja überaus lustig, aber auch geradezu unerträglich: Denn was Sie hier fordern, Herr Langer, ist gesellschaftliche Anerkennung, was weit über Toleranz hinausgeht. Nun bröckelt aber genau diese Anerkennung bereits den länger etablierten Religionen langsam weg.
    Doch anstatt sich nur Satzbausteine rauszupicken, würde mich doch sehr die Antwort auf folgende Fragen interessieren.

    1. Sie möchten Ihren Kinden bzgl. der Religionswahl freie Hand lassen, was nun erst einmal sehr positiv klingt, aber wie sieht das in der Realität aus? Begleiten Ihre Kinder Sie in den Königsreichsaal? Wie und vor allem als was werden den Kindern andere Religionen vermittelt?

    2. Gesetz dem Fall, eines Ihrer Kinder kann nur durch eine Bluttransfusion überleben. Wie reagieren Sie?

    3. Wie würden Sie real mit Ihren Kindern umgehen, wenn diese eine andere oder überhaupt keine Religion ausleben möchten. (Bitte zwischen Heranwachsenden und bereits erwachsenen Kindern unterscheiden.)

    4. Sie scheren alle Aussteiger mit (äußerst) negativen Erfahrungen über den Hasser-Kamm. Wie jedoch erklären Sie sich dann die vielen gleichartigen Beschreibungen über Ausgrenzung etc. ?

  9. Kasten Weissbrot sagt:

    Jehova, Jehova ….

    Steinigt ihn !

    (Leben des Brian)

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