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„Rote Materie ist lecker Brotaufstrich“ – J.J. Abrams im Interview

Zukunftia hat es wieder mal geschafft: Dank unseren stetigen Einsendungen von Altredakteur Hoffmanns gut gefüllten Geronten-Windeln hat sich Paramount endlich breitschlagen lassen und uns ein Interview mit Mister Trug.. äh… Trek höchstpersönlich verschafft! Ein holografischer und/oder imaginärer Redakteur durfte kürzlich nach Amerika reisen, um J.J. Abrams seine Visionen zu dem 11. und dem 12. ST-Film aus der Pressemappe zu leiern. Los geht’s!

Zukunftia: „Danke, dass sie sich die Zeit genommen haben.“

Abrams: „Keine Sorge, ich reise nachher in die Vergangenheit und nehmen mir die Zeit zurück, ha-ha-ha. Kleiner Star-Trek-Neuerfinder-Scherz. Gut, was?“

Zukunftia: „In der neuen, parallelen Timeline, in der ihnen die Rote Materie aus einem Loch im Kopf läuft, ganz bestimmt.“

Abrams: „Ha, ha! Ich liebe Interviewer mit Humor!“

Zukunftia: „Das wurde unserer Redaktion gesagt, aber sie haben trotzdem MICH geschickt. Zur Sache: Was sagen sie zu den Vorwürfen von Kulturschaffenden wie Helmut Karassek, dass es den neuen Star-Trek-Filmen an Tiefe mangelt?“

Abrams: „Ehrlich gesagt, nervt mich dieser Vorwurf inzwischen etwas. Unser „neues“ Star Trek ist genau so, wie es schon immer hätte sein sollen: Hipp, crazy, einfach oberdufte. Ich wurde nicht umsonst mit dem Kreativ-Award für besonders versemmelte Grundkonzepte ausgezeichnet! Nein, ich musste dafür sogar ordentlich an die Jury löhnen!“

Zukunftia: „Für einen Negativpreis? Schön blöd… Wie auch immer: Viele Menschen vermissen die moralischen Implikationen im letzten Film und befürchten für den Nächsten nichts besseres.“

Abrams: „An dieser Stelle muss man als gebildeter Medienschaffender einfach die richtigen Fragen stellen. Zum Beispiel, was zum Geier das Wort „Implikationen“ bedeuten soll. Reden sie doch Klartext, Mann! Außerdem erwarte ich in Sachen Tiefsinn ein wenig Geduld von den Zuschauern. Auch bei meiner Erfindung LOST hat es ein bisschen gedauert, bis sich alle Handlungsstränge gezeigt und entwirrt hatten.“ (*macht einen Knoten in seine Finger und führt diese dann mit elfengleichen Bewegungen wieder auseinander*)

Zukunftia: „Kritiker sagen, dass ihre Kreationen zwar schöne Ansätze haben, letztendlich aber selten bis zum Ende tragen. Siehe „Cloverfield“, „Mission Impossible 3“ und „Alias“, um jetzt nur mal drei zu nennen, von denen man zweidreiviertel schon wieder getrost vergessen kann…“

Abrams: „Das ist eine infame Dings… Na, das, was ich den Produzenten und potentiellen Zuschauern immer erzähle… „Lüge“, ja, genau das! Für jedes meiner Konzepte habe ich mich mindestens gaaanz lange mit meinen Drehbuchautoren besprochen. Und glauben sie mir: 3 Flaschen Schampus leert man nicht in 5 Minuten, mein Lieber!“

Zukunftia: „Wird man im nächsten Film etwas mehr auf Logikfehler und andere Seltsamkeiten achten? Dass Spock den Captain auf einen Eisplaneten schießt oder der Planet Vulcan sich nicht verteidigt, das waren ja schon…“

Abrams: „…großartige Wendungen. Das kann man drehen und wenden, wie man will, diese Wendungen! Im Ernst: Bei einem actionreichen Blockbuster muss man Kompromisse eingehen, denn wenn man alle Kompromisse aus Star Trek 11 herausschneiden würde, hätte es den Streifen nicht gegeben, nicht wahr? Klar ist nicht alles besonders tiefgründig, aber wir reden hier ja von keinem Franchise, bei dem Shakespeare zitiert werden würde, oder?“

Zukunftia: „Äh, na ja, teilweise doch…“

Abrams: „Schnickschnack! Ich habe mich nicht jahrelang auf meinen Lorbeeren ausgeruht und mir dadurch Lorbeerflecken in die Hose gerieben, um mir jetzt erzählen zu lassen, dass rote Materie keinen wunderbaren Brotaufstrich abgeben würde!“

Zukunftia: „Wie meinen? Ich kann Ihnen gerade nicht folgen – und bin dankbar dafür. Womit wir wieder bei ihren Filmen wären… Auch „Super 8“, den sie zusammen mit Spielberg produzierten, hatte diesen typischen Abrams-Style: Atmosphäre statt Story, hehre Retro-Absichten statt einer anständigen Durchschnittsvision.“

Abrams: „Papperlapapp! Wir BRAUCHEN doch nur Atmosphäre! Wenn ich mir einen durchschnittlichen Film mit meiner Handschrift ansehe (ich bin Legastheniker), dann fühle ich mich sehr gut unterhalten! Wenn ich nicht schlafen kann, zähle ich statt Schäfchen sogar manchmal Lense-Flare-Effekte. Sie wissen schon: Diese kugelförmigen Lichtkegel, wenn eine Lichtquelle im Bild zu sehen ist.“

Zukunftia: „Ach so. Ich dachte, das wären Explosionen.“

Abrams: „Kann sein, ich komme da selber manchmal durcheinander.“

Zukunftia: „Die Kamera in den Actionszenen hat mir generell nicht gefallen. So habe ich bei dem Geprügel auf der Bohrplattform nicht wirklich das gesehen, was ich sehen wollte. Halten sie sich für einen guten Actionregisseur?“

Abrams: „Hey, DAS ist aber nett. Sie haben mich „Regisseur“ genannt, vielen Dank auch! Zum Thema Action: Es ist ja gar nicht so ungewöhnlich, dass man nicht alles erkennt! Wissen sie eigentlich, wie viel Arbeit es macht, die Kamera so hinzustellen, dass der Bildausschnitt perfekt ist? Oder alles so zu schneiden, dass man weiß, wer da gerade wen angreift? Das sind so Sachen, die gönnt man seinem ärgsten Feind nicht, brrrrr!“

Zukunftia: „Apropos Feind: Der Romulaner, der alles kaputtmacht, weil Romulus in der Zukunft zerstört wurde, kam ja dann doch wie ein Pappkamerad herüber.“

Abrams: „Sollte er ja auch, sie Kunstbanause! Das ist der Ost-Isländische „Pappkamerad-Filmstil“, der sich 1948 entwickelt hat und die Zerrissenheit der Filmfiguren und -produzenten zeigen soll, indem er an die physische Zerreißbarkeit von Pappe gemahnt.“

Zukunftia: „Sie reden schon wieder wirr.“

Abrams: „Genau DAS war meine Absicht. Endlich haben sie mich verstanden. Und gleichzeitig auch Star Trek 11! To be wirr, where nobody was wirr before! – Mochten sie eigentlich die Küssszene zwischen Uhura und Spock?“

Zukunftia: „Ich fand es etwas Out-Of-Character.”

Abrams: „Die Zunge? Ja klar, aber die musste ja aus dem Charakter raus, sonst wäre es ja kein inniger Kuss gewesen, sie Dummerchen, ha-ha!“

„Machen sie mir keine Vorwürfe, meine drei neuen Pools geben mir sowieso Recht!“ – Abrams zeigte sich im Interview als echter Trekkenner! Nach dem Gespräch verriet er sogar, dass Han Solo immer sein Lieblingscharakter auf diesem „Raumschiff Voyeur“ gewesen sei.

Zukunftia: „Meinen sie im Ernst, dass diese nichtssagenden Jüngelchen jemals so ikonisch wie die Originale werden könnten?“

Abrams: „Wieso? Ich habe die Drehbücher für 11 und 12 sogar SEHR Ironisch. Haha, alleine das Ding mit Scotty, huhuhu, ich schmeiß mich heute noch weg, wenn ich nur daran denke, huhuhu!“ (*presst sich ein Seidentaschentuch auf den Mund und wippt leicht mit den Schultern*)

Zukunftia: „Ich meinte IKONISCH statt ironisch. Im Sinne von: Kantig, über Jahrzehnte bestehend, nicht für den schnellen Blockbuster gemacht.“

Abrams: „Ach, sie schon wieder! So ein Miesepeter wie sie hätte wohl sogar was bei den hervorragenden drei neuen Star-Wars-Filmen zu meckern, was? Natürlich bestehen unsere Charaktere auch im Rückblick! Alleine Kirk wird auch noch in 20 Jahren mindestens 293.203 dann lebende Highschool-Jüngelchen in den USA vertreten. Das hat unsere Marktforschungsabteilung ausgerechnet!“

Zukunftia: „Gibt es irgendetwas, das sie nachträglich anders machen würden?“

Abrams: „Ich bereue, dass wir William Shatner nicht für die Rolle des alten Spock besetzen konnten, weil sich mein Bruder mit der Stieftochter seines Managers verstritten hat.“

Zukunftia: „Und was erwarten sie sich für den 12. Teil?“

Abrams: „Natürlich, dass wir die Charaktere ausbauen können! Jetzt, da wir wissen, dass sie gerne prügeln, fickeln und Sprüche reißen, können wir darauf aufbauen und sie im nächsten Film so RICHTIG prügeln, fickeln und Sprüche reißen lassen! Gerne auch alles zusammen, zur Not kommt dann halt ein mental beeinflussendes Virus zum Zug.“

Zukunftia: „Schließt eine actionreiche Geschichte eigentlich immer einen tiefgründiges Konflikt aus?“

Abrams: „Natürlich schießt man die Konflikte aus! Bumm-Bumm! Konflikt tot!“

Zukunftia: „Schon faszinierend, dass wir uns auf Englisch unterhalten, sie mich trotzdem aber auf Deutsch missverstehen und nebenbei Wortspiele produzieren.“

Abrams: „Das ist mein Mantra, auch bei Star Trek: Produziere das, was keiner erwartet, da sich jeder schämen würde, sich etwas derartig Schlichtes auch nur vorzustellen. Beispiel: Jeder erwartet, dass Kirk und der Böse sich wenigstens einmal gepflegt unterhalten oder es einen epischen Zweikampf gibt. Voilà: Drauf geschissen und den Zuschauer überrascht. – Autogramm?“

Zukunftia: „Nein Danke, ich habe noch Hakle Feucht im Haus. Zum Schluss: Wie würden sie folgende Star-Trek-Charaktere beschreiben, auch vor dem Hintergrund der alten Filme? – Zuerst: Chekov.“

Abrams: „Lustig. Dynamisch.“

Zukunftia: „Sulu?“

Abrams: „Dynamisch und lustig.“

Zukunftia: „Scotty?“

Abrams: „Sehr lustig und fast so was wie dynamisch.“

Zukunftia: „Pille?“

Abrams: „Hey, wollen sie mich verarschen? Sie versuchen mir ja ständig die selben Antworten zu entlocken!“

Zukunftia: „Was ist ihr Lieblingscharakter aus TNG?“

Abrams: „Aus der „Tantiemen und Nabelschau-Gesellschaft“? Keine Ahnung, hatte auch letztes Jahr die Jahreshauptversammlung verpasst.“

Zukunftia: „Ich danke ihnen für das Interview…“

Abrams: „Nicht dafür, mein Junge. Wenn sie etwas weniger strukturiert und logisch fragen, wird aus ihnen vielleicht auch mal was, blblblblll… Und jetzt entschuldigen sie mich. Einer meiner Autoren ist beim Brainstorming mit den Haaren am Staubsaugerrohr hängen geblieben.“


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von Klapowski am 06.06.12 in Star Trek

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Kommentare (15)

  1. 655321 sagt:

    Sad but true

  2. Exverlobter sagt:

    „An dieser Stelle muss man als gebildeter Medienschaffender einfach die richtigen Fragen stellen. Zum Beispiel, was zum Geier das Wort „Implikationen“ bedeuten soll. Reden sie doch Klartext, Mann!“

    Sehr schön, aber dieser Witz funktioniert im Deutschen leider nicht, Klappo.
    Du setzt nämlich voraus, dass Abrams ein Deutscher ist.
    Das englische Wort „implication“ heißt nichts anderes als „Folge“ oder „Konsequenz“. Das Wort „implication“ kennt daher sogar jeder Redneck. Die Tradition in Deutschland ganz gewöhnliche deutsche Wörter zu verfremden gibt es so im Englischen nicht.

    Wenn im Deutschen der Beamvorgang „initiiert“ wird, klingt das für den Ami gar nicht so ganz krass nach Technobabble wie bei uns, weil „to initiate“ ein ganz normales Wort für „Einleiten“ ist.

    • DerBeimNamenNennt sagt:

      „Die Tradition in Deutschland ganz gewöhnliche deutsche Wörter zu verfremden gibt es so im Englischen nicht.“

      Ich würde dahinter keine „Tradition“ vermuten wollen. Erstens haben wir für die meisten Wörter, die die Engländer (= Englischsprachigen) aus anderen Sprachen übernommen haben, eigene Wörter. So haben wir eben für viele Wörter einmal ein Deutsches Wort „Folge“ und einmal ein Fremdwort (das allerdings schon seit Jahrhunderten und länger eingemeindet ist) „Konsequenz“.

      Also eine deutsche Tradition würde ich da nicht hinter vermuten. Außerdem habe ich mal gelesen, dass der Wortschatz des Englischen sowieso viel größer sein soll als der Deutsche, der aber seinerseits schon überdurchschnittlich groß sein soll.

  3. Klapowski sagt:

    Im Gegensatz zu den Plotholes in „LOST“ wird das ja quasi dadurch „erklärt“, dass der Interviewer an einer Stelle überrascht feststellt, dass Abrams in seiner Muttersprache auch deutsche Wortspiele zu berücksichtigen scheint. Abrams scheint also die deutsche Übersetzung parallel im Kopf mitlaufen zu lassen und auch die Wirkung auf uns einzukalkulieren.

    Hast Du eigentlich an der von Dir genannten Stelle erst gemerkt, dass das Interview nur ein Fake ist oder schon früher?

    • Doughnut sagt:

      Wie bitte? Das ist nicht echt?! o.O
      Wer macht jetzt eigentlich die Lorbeerflecken wieder aus? War es das wirklich wert? Die schöne Hose!

      Außerdem verkennt ihr den moralisch-politischen Anspruch von ST 11.
      Selbstverständlich ist „rote Materie“ ein eindeutiges Bekenntnis zu links.
      Und dass die spießigen, konservativen Vulkanier von ihr vernichtet werden, zeugt von einem unerschütterlichen Glauben an den letztendlichen Sieg des (romulanischen) Proletariats über die satte, faule (vulkanische) Bourgeoisie. Die fehlende vulkanische Flotte unterstreicht auch sehr schön, wie satt und faul diese Vulkanier geworden waren.
      Das ist kein Fehler, das ist ein Symbol.
      JJ Abrams ist ein Visor … ich meine Visionär! Ihr kurzsichtigen Maden solltet euch vor seiner Herrlichkeit verbeugen, stattdessen beschmutzt ihr seinen Namen mit diesem kleinlichen Hickhack!
      Lernt, Plotholes als das zu erkennen, was sie wirklich sind, künstlerische Botschaften.
      Erst dann seid ihr es wert, euch am Meister zu messen.

  4. Exverlobter sagt:

    Fehlende Vulkanische Flotte?
    Und das ist ein Plothole für euch?

    Wer Star Trek kennt, weiß doch, dass die Primärwelten der Föderation grundsätzlich nie verteidigt werden.

    V’ger kommt zur Erde. Und die Enterprise ist das einzige Schiff im Sonnensystem.
    Der Nexus zerbröselt die El-Aurianer. Und die Enterprise ist das einzige Schiff im Sonnensystem.
    Die Xindi-Waffe kommt ins Sonnensystem (Zero-Hour). Die Erde wird von einem Satelliten! verteidigt.
    Alles so wie immer.

    Nur im Voyager-Finale Endgame wird die Voyager von einer großen Sternenflotten-Armada begrüßt.
    Anscheinend haben sie doch gelernt. Finally.

    Ach ja und
    „Hast Du eigentlich an der von Dir genannten Stelle erst gemerkt, dass das Interview nur ein Fake ist oder schon früher?“

    Dann müsste ich mir doch Sorgen um meinen Verstand machen, wenn iches erst dann gemerkt hätte, oder

    • François Rabelais sagt:

      „Dann müsste ich mir doch Sorgen um meinen Verstand machen, wenn iches erst dann gemerkt hätte, oder“
      Nein, nicht wirklich. Warum um etwas Sorgen machen, was nicht vorhanden ist? Ähnlich wie bei Erderwärmung, Eurokrise und Niveau…verlust bei Star Trek …

  5. bergh sagt:

    tach auch !

    Ich fand es nicht so lustig, weil es zu nahe an der Wahrheit war.
    Das Interview, nicht der Abrahams.

    Gruss BergH

  6. Bolleraner sagt:

    Jetzt macht doch mal nen Punkt, Leute. Es wird mir hier doch keiner erzählen wollen, dass Star Trek VII – Treffen der Generationen ein besserer Film ist als ST XI. Wie Braga/Moore da irrlichternd den Plot zusammengeschustert haben, nur um Kirk und Picard gemeinsam aufs Bild zu bringen ist unter aller Kanone. A propos Kanon: Eigentlich ist alles nach ST VII Non-Kanon, da sich ja der gute Picard seither im Nexus befindet. Oder glaubt ihr etwa, er ist der einzige in der jahrtausendealten Nexus-Geschichte dem das Ganze dort drinnen zu unreal abläuft und ausbüxt? Die einzig logische Erklärung wäre, dass er sich nur gewünscht hatte Soran zu besiegen und fortan im Nexus verweilt um ST VIII, IX und X zu drehen.

    Um es selbst auf den Punkt zu bringen: Was Logiklöcher angeht ist STXI nicht halb so schlimm wie der Siebener. Ich konnte die Erklärung zur alternativen Zeitlinie immerhin nachvollziehen. Im Gegensatz zum Nexus, bei dem der buchstäbliche Funke vom Energieband nie übergesprungen ist. Unterhaltsamer ist der neue auch noch. So. Und wer sich so dermaßen über ein Franchise-Reboot in unserem Alter aufregt, der macht womöglich auch noch minderjährige wie Justin Bieber total nieder: „Der macht ja so eine Scheiß Musik, der Knirps!“ Armselig!

    • Exverlobter sagt:

      Seit Star Trek 6 waren alle Trek-Filme scheiße. Ausnahmslos!
      7,8,9,10,11 alles Müll. Voll von Plotholes.

      First Contact hatte aber dabei wenigstens noch Spaß gemacht. Das Paradebeispiel von Guilty pleasure.

    • flyan sagt:

      Haha, bitte was? Der elfte Film soll besser sein als die Picard-Filme?

      7. Teil: Ok, kein echter eigenständiger Film. Aber für einen Fan der Serie macht der doch Spaß!
      8. Teil: Gut gemacht, für einen Trek-Film sogar ganz aufregend. Logiklöcher muss man leider großflächig mit Fan-Hingabe überspachteln.
      9. Teil: Schon schwächer, aber immer noch ein bisschen witzig, angemessen Action-haltig und mit einem prägnanten Picard-Dialog
      10. Teil: Hier fehlt mir um diese Uhrzeit die Motivation, die wenigen positiven Seiten rauszufiltern.
      11. Teil: Was? Was bitte? Was bitte soll hier dran besser sein als an den vorherigen Filmen?

      An Effekte und Kameraführung kann man sich gewöhnen(!) und da es mich beim zweiten Beschauen schon nicht mehr ganz so störte, würde ich es als Kritikpunkt sogar weglassen. Aber was soll diese Handlung? Ein geistesgestörter Romulaner-Pumper-Atze möchte Spock an den Kragen. Okeeee. Aber warum folgt ihm seine ganze Crew über jahrzehnte in einen langweiligen, absehbaren und höchst sinnlosen Tod? Das ist ein handlungstragender Widerspruch auf der Ebene der Motive der Protagonisten. Das ist viel schwerwiegender als ein eher technischer Logikfehler.

      Fassungslos war ich dann auch beim Zweitschauen an der Stelle, an der Spock einen Rückblick auf die Zerstörung Romulus gibt:

      Eine galaxiebedrohende Supernova ist los und was macht die bedrohte Galaxie? Sie schickt einen sehr alten Mann, der seit Jahren als Untergrund-Vermittler unterwegs ist, alleine mit einem Schiff los, um da „irgendwie was zu machen“. Und dann passiert auch noch das „Undenkbare“: Die Supernova erreicht Romulus. Undenkbar? Hat man da keine Taschenrechner mehr? Der ganze Rückblick ist so in sich widersprüchlich, dass man besser daran getan hätte, ihn komplett wegzulassen und Neros Motivation für die Vendetta als eine Unbekannte zu belassen.

      Was ist mir an diesem Film trotzdem im Gedächtnis geblieben?

      Der schottische Doktor Carson Beckett (Paul McGillion) aus Stargate Atlantis hat einen zwei-Sekunden-Auftritt.

      Die heiße Orionierin war wohl leider auf einem der Schiffe, die zerstört wurden. Folglich wird sie im nächsten Film nicht mehr dabei sein, schade, sonst hätte ich ihn mir vielleicht sogar gerne angesehen.

  7. DerBeimNamenNennt sagt:

    Ich fand das Interview jetzt irgendwie auch nicht so witzig wie die Texte die „zeitnäher“ zu STXI entstanden sind.
    Ich kann aber nicht begründen, wieso.

    Mir stellt sich allerdings eine Frage, jetzt, wo bereits Spiderman remakt wird, das ja nicht so alt wird, wer garantiert uns eigentlich, dass es nicht sehr bald auch Remakes der Remakes geben wird? ;-) (Sofern man das neue Star Trek überhaupt als Remake bezeichnen kann, wegen der Zeitreisegeschichte.) Dann könnte der nächste ST-Film vielleicht schon die Ereignisse aus dem letzten Film noch mal aus Sicht von Nero beleuchten.

  8. Kasten Weissbrot sagt:

    Man könnte ja nun sagen, das es einem am Arsch vorbei gehen sollte. Aber leider reicht mein Fäkalsprachschatz nicht aus, um die beiden Kommentare von Bolleraner und Exverlobter korrekt zu bewerten. Und da mir auch kein Zitat vom Sakebeer einfällt, verbleibe ich mit lateinischen Grüssen:

    Quomodo anus meus aduno optime?

  9. biermaaan sagt:

    Ich hoffe das endlich mal ne neue 7 staffelige Serie geplannt wird, und ausgestrahlt! Egal wie schlecht er das machen wird, hauptsache mal wieder ST ;)! nach dem 20. mal TNG – ENT durchschauen wirds langsam etwas öde. Langsam.

  10. Halbnerd sagt:

    Ein schönes Fake-Interview. Leider ist es an der Realität zu nah dran. Abrams hat ein einstmals gutes Franchise zum Star Wars-Niveau verholfen.

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