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Star Trek IX – Der Aufstand

Unser Leser Crysis ist auch weiterhin eine Wundertüte, deren Boden man nur mit einem schnellen Fahrstuhl zu erreichen vermag… Und noch immer vermute ich, dass wir als Zwillinge voneinander getrennt wurden. Vermutlich musste man uns auseinandernehmen, nachdem ich beklagt hatte, dass meine grandiosen Verbalattacken in Richtung der Hebamme („Prötl! Dötz! Lalalaa!“) von Crysis in sehr ähnlicher Form wiederholt wurden („Prötli! Dööötz! Lalalu!“)


Wer nur das Review lesen will, möge bis zum Abstandbalken runterscrollen.

Klapowskis lange Einleitung (diesmal leider nicht zu vermeiden):

Ich mag Dich, Crysis. Ich mag Deine Artikel. Und unterwürfige Mails. Und ich mag sogar irgendwann Deinen Nicknamen, der mich ganz und gar nicht an ein angekündigtes PC-Actionspiel erinnert, das auf meinen „aktuellen“ PC eh nicht mehr läuft. Du Mistkerl. Ja, ich selber wollte mich ja demnächst ebenfalls in „Daniel Zelda-III-a-link-to-the-past“ umbenennen, um so eine gewisse greisenhafte Zocker-Coolness auszustrahlen.

Aber wenn ich Dich nicht so gern hätte, würde ich Dir viele Deiner Gags, Redewendungen, Meinungen und Ausdrücke, die ich vor Jahren exakt selber benutzt habe, so um die Gummiohren hauen, dass wenigstens das stundenlange Schlackergeräusch halbwegs organischen Ursprungs ist…

Wenigstens beim Satz „Wer schön blöd sein will, muss leiden“ hättest Du mehr als 2 Wochen warten können. Gut, immerhin sind meine folgenden Gags meist deutlich älter als 6 Monate: Implantate, die mit einem „Plop“ aus den Augenhöhlen fallen, Jean-Luc, der in „jedem Kinofilm auf etwas herumklettert“ wie „Spiderman“, Data im „Misthaufen“ sowie Geordie, der „nur über seine Behinderung definiert wird“ (siehe zu allen drei Personen dies hier). Dann die – natürlich – üüüberaus hübsche Dax, „Picard und Data“ als eigentliches „Hochzeitspaar“ in ST 10, Anji als „passionierte Pusteblumenbläserin“, „Bergfrühling in ST IX“, „explosive Gase aus Schiffen“ wie nach einem „Bohneneintopf“, „Polygone“ in Schiffen, für die sich Grafikkarten interessieren, „Gute (P)reise, gute Besserung“, ect., ect., ect…

Dabei poche ich ja noch nicht mal auf § 64 UrhG, wo es heißt: „Der Urheberschutz für Werke endet siebzig Jahre nach dem Tod des Urhebers“, um vorsätzlichen Beendigungsversuchen meiner biologischen Laufzeit durch Außenstehende entgegenzuwirken. Zu Deiner Entlastung: Auch ich verwende die heitere Anekdote „Da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Bevorzugt den von Rick Berman!“ mindestens einmal im Jahr. Nicht umsonst werden wir von Fips Asmussen und einem Bestattungsunternehmen gesponsert.

Dabei glaube ich gar nicht mal, dass Crysis absichtlich klaut. Das ist alles dann doch aus zu vielen alten Artikeln… Nö, er kennt unsere Seite einfach nur auswendig! Das erklärt auch, warum jeder 2. Satz so klingt, als hätte der Gute mit unserem Angebot die Deutsche Sprache erlernt. Sogar Satzfetzen wie „vertagte die Katastrophe auf das Jahr XXXX“ sorgen für mehr Flashbacks als ein Japanisches WM-Publikum mit Nikon-Kameras. Kein Zweifel: Crysis ist hochgradig ST-E-geschädigt und benötigt dringend schriftliche Hilfe. – Natürlich unter keinen Umständen von MIR! Vielleicht genügt bereits eine Durchmischung der Lesegewohnheiten mit Steven King, Tageszeitungen und simplen Werbeplakaten. Die aktualisierte „Sucht“-Broschüre eines jeden Gesundheitsamtes hilft aber eventuell auch schon weiter, da wir teilweise schon eingearbeitet wurden…

Im Ernst: Du hättest noch so viel MEHR Potenzial, wenn Du Dir einen eigenen Stil aneignen würdest…

Sollte diese Webseite inzwischen im Deutschunterricht behandelt werden, lasse ich dies als Entschuldigung aber gelten. Zumal EDV- und Kunstschüler es sowieso schon schwer genug haben dürften, ständig mit einem Expressssionisten (= wahnsinnig schnell arbeitend) namens Sparkiller genervt zu werden.

Als hammerschweres Suchspiel und Test für die Features unserer Seite funktioniert das Review ungeachtet dessen aber hervorragend! So musste ich doch unsere Suchfunktion teilweise sehr quälen, um nur einen kleinen Teil der obigen Beispiele zu lokalisieren. Anbei eine Bitte an Sparkiller: Kann man das Suchfenster so modifizieren, dass man mehrene Worte eingeben kann? Irgendwo wurde hier nämlich schon mal erwähnt, dass „Himmel + Gras“ auf Trekkies „futuristisch“ wirken müssen. Finde nur nicht, wo.

Wie auch immer: Crysis hat wie immer ein sehr schönes, sehr ausführliches, fast fehlerfreies (was ist denn im Moment eigentlich mit unserem User BergH im Forum los? – Gute Besserung an dieser Stelle!) und durchstrukturiertes Review verfasst. Und die Parallelen zu meinen digitalen Emissionen(©) sind ja auch nicht soooo groß, wie’s oben klingt. – Zwar habe ich seinen Text nicht um meine eigene Meinung zum Film ergänzt (wie’s von ihm gewünscht wurde), aber immerhin eingeleitet. Man vergönnt euch ja sonst nichts(©). – Und mit diesem dösigen Satz könnt ihr mich auch gerne zitieren!

– Fast bald…

*Wecker auf 69 Jahre und ein paar Zerquetschte stell*


Von Crysis à la Christoph Weissenborn

„Jetzt in der neuen Men’s Health: Ewiges Leben in 14 Tagen!“ – Wenn Krankenkassen sich mit Nullbeiträgen gegenseitig unterbieten, Rente ein Fremdwort ist und die durchschnittliche Lebenserwartung plötzlich einer umgekippten Acht gleicht kann es nur um eines gehen: Nichts Geringeres als die Unsterblichkeit erwartet euch! (Danke für das HTML, Christoph – Dieser Text ist ja doch noch fast die offizielle Einleitung geworden… Räusper. – Anm. v. Klapo.)

Wir schreiben das Jahr 1998: Zwei Jahre zuvor hatte „First Contact“ nach einer Flaute einen wahren Begeisterungs-Sturm ausgelöst und sogar frischen Wind in die Serie „Voyager“ geweht (Windstärke: 7 of 9). Besser konnte es gar nicht mehr werden! Also wurde es das auch nicht…

Jonathan Frakes hatte in Star Trek 8 so erfolgreich Regie geführt, dass sogar Klapowski beeindruckt war und so ernannte man ihn auch in diesem Film zur Nummer Eins am Set. Den Frakes, nicht Klapowski, obwohl ich die Regieanweisungen wirklich gerne hören würde („Bakula, hör auf mit dem Standbild, guck mal zynisch, hörst du? Züüüünisch“). Der Soundtrack von Jerry Goldsmith lässt das Herzinfarktrisiko des Trekkies zwar durch übermäßigen (Ohren-)Schmalzgenuss stark ansteigen, ist aber trotzdem gut gelungen. Nein, wenn Schmalz mich stören würde könnte ich die TOS-Filme vergessen! Das Drehbuch kam aus der Feder…Tastatur von Michael Piller (Verantwortlich für DS9) und Richard Keith. Pillermanns Anwesenheit ist dabei fast physisch spürbar, alle Szenen des Films hätte ich mir auch sehr gut mit den Charakteren von Deep Space Nine vorstellen können.

Insofern geht der Film praktisch als inoffizieller Film der DS9-Crew durch, es wurden sogar ein paar Szenen mit Quark gefilmt, die leider im fertigen Film fehlen. Zumindest Deanna Troi hätte man ruhig gegen Dax austauschen können. Wie es sich für einen DS9-Autor gehört werden alle Charaktere ein wenig weiterentwickelt, vor allem natürlich – Überraschung! – Picard und Data. Gab’s ansonsten ja auch nur in ST 7, 8 und 10, wo man dann gemeinsam Shinzon und noch einiges mehr auf die Spitze getrieben hat. Habe mich gefragt warum die restliche Crew eigentlich in diesem Film vorkommt, eine Hochzeit zwischen Captain und Vorzeigeandroide hätte eigentlich viel besser ins Bild gepasst.

Auch in ST 9 darf der sichtbar unsichtbare Androide am Beginn des Films „paranoid Android“ spielen und Geiseln nehmen. Gleichzeitig findet auf der Enterprise ein Empfang für ein Volk statt, dass sich der Föderation anschließen möchte. Und gerne Blumen isst. Leider ist das auch schon alles was wir über diese Mission erfahren, dabei könnte ich Picard stuuundenlang beim diplomatieren zugucken und sei es auch nur um vor dem Spiegel den optimalen Politiker-Handshake samt warmen Lächeln einzustudieren.

„Wo hab ich nur den Visor gelassen?“ – Geordi ist auf der Suche nach Erleuchtung.

Picard beschäftigt weit wichtigeres, schließlich ist er Forscher. Hier erforscht er gerade den Popel auf seiner Fingerspitze. Motto: „Das, was du zurücklässt“ („What you leave behind“)

Die politischen Fähigkeiten und Ansichten von Admiral Daugherty sind dagegen…nun ja, den Iran würde ich ihm nicht unbedingt anvertrauen. Eigentlich nicht mal Liechtenstein. Sein Äußeres schreit ja förmlich danach ein Sturschädel und Verräter zu sein. Der Gipfel der sub-subtilen Holzhammervisualisierung ist aber Ru’afos Latexfresse, der mit dieser Maske auch locker in „Die Mumie kehrt zurück“ hätte mitspielen können. Da fehlte nur noch die graue Uniform mit dem Hakenkreuz um die Aussage komplett zu machen: Böser Onkel.

Die Enterprise eilt zur Hilfe und Picard kann mit Allzweckreiniger Worf (was zum Teufel macht der eigentlich schon wieder auf der Enterprise?) Data ruhig stellen. Schön. Nur warum man einen Androiden aus dem Takt bringen kann, indem man ihm in selbigem etwas vorsingt, ist mir noch nicht ganz klar, aber ich komm bestimmt noch drauf…Habt ihr eigentlich schon mal versucht Windows zum Absturz zu bringen, indem ihr eurem PC ein Liedchen trällert? Nein?

Jean Luc spricht mit den Ba’ku im idyllischen Dorf und erfährt, dass diese aller Technologie, die unsere Zivilisation heutzutage so unbedacht einsetzt, abgeschworen haben und in inniger Verbundenheit mit der Natur leben. Hach jaaa… – Wie bitte? Was soll das denn? Freiwillig vom Jack Bauer zum durchschnittlichen Landwirt? Wenn das wirklich so weise ist alles abzulehnen was einem das Leben leichter machen könnte, dann wäre meine Oma ja ein wahrer Philosoph! Hätte auch ich die nächste Stufe der Evolution erreicht, wenn ich in Zukunft alle Artikel nur noch mit Papier und Bleistift schreibe und dann mit einem Maultier zu Klapowski reite? Überhaupt, dass die Ba’ku den ganzen Tag nur furchtbar weise und friedlich aus der Wäsche gucken reicht mir noch lange nicht aus, um sie für die Reinkarnation der Jünger Jesu zu halten. Vielmehr erinnern sie mich an alternde Hippies, durchgezogener Joint inbegriffen – kostet ja eh nicht das Leben. Also wenn DAS Michael Pillers Vorstellung vom Paradies ist, dann wähle ich die Hölle, aber mit Freuden! Khan wartet dort schon auf mich…

Die Grundidee des Films, der Jungbrunnen der Unsterblichkeit, ist eine Science Fiction Idee die älter ist als die Science Fiction selbst. Es dauert auch nicht lange, da hat die verjüngende Strahlung der Planetenringe schon die ersten Auswirkungen: Troi und Riker verhalten sich plötzlich wieder wie Teenager – nämlich powered by Emotion. Guten Freunden gibt man doch ein Küsschen? Wenn die Verjüngung mit dieser Geschwindigkeit weitergeht legt sich Picard bald einen Geländewagen zu und heizt über fremde Wüstenplaneten.

In jedem TNG-Kinofilm wird die ursprüngliche Persönlichkeit der Charaktere weiter ausgehöhlt. Hoffentlich war NEMESIS der Abschied von der TNG-Crew, denn spätestens in Star Trek XI wäre Picard wohl nur noch durch seine Frisur von Janeway zu unterscheiden.

„Scheiß Job. Scheiß Fanpost.“ – Als Sternenflotten-Captain hat man es bestimmt nicht leicht. DAS hier ist allerdings Daniel Klapowski bei seinen Recherchen in der STUS.de Redaktion. Unter dem Tisch: Azubi CrysIs bei der Arbeit. Verdammt, ich meinte beim SCHUHE PUTZEN!

Bei der Entwicklung von Geordi hatten die Autoren nicht nur keine Augen im Kopf, sondern augenscheinlich auch nichts dahinter. War der sympathische Man in Black in der Serie noch stolz auf seine Plastikspange, so fallen ihm hier durch Photonen-Handauflegen die Implantate mit einem einfachen *plop* aus den Augenhöhlen. Jaha, Star Trek macht Blinde wieder sehend und Lahme wieder geh…gähnend. Mal ganz abgesehen davon, dass ich es spätestens seit „First Contact“ nicht mehr sehen kann, dass der Mann nur über seine Behinderung definiert wird. Wolfgang Schäuble ist ja auch nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern nebenbei noch Innen- und Sportminister. Statt sichtbarer Charakterentwicklung für Geordi also nur ein weiterer Blindgänger.

Während Jean Luc in jedem Kinofilm so lange auf irgendetwas herumklettern darf, bis sogar Spiderman neidisch wird, darf Blassnase Data mit schöner Regelmäßigkeit seinen Charakter an den Rand des Wahnsinns treiben, bis dass die Augen einen Bluescreen darstellen und der zuständige Administrator bereits mir der Diskette zum Formatieren wedelt. In „Insurrection“ ist es die fehlende Kindheit, die verarbeitet werden musste, wesentlich lieber wäre mit aber gewesen Data hätte seine Unfähigkeit zu altern bedauert. Das hätte nicht nur einen guten Kontrast zur Umgebung gegeben, die froh ist dass sie gerade mal nicht altert, Data hätte wohl auch für ein paar wirklich komische Momente sorgen können, wenn er sich gemeinsam mit Riker die Haare vom Kopf rasiert hätte. Stattdessen spielt er aber lieber im Misthaufen Strohkopf und arbeitet sich in das komplexe Konzept von „In die Windeln machen“ ein. Der Androide wird in diesem Film aber auch um eine weitere wichtige Eigenschaft seiner Persönlichkeit reicher: Wenn er will kann er nämlich ein prima Rettungsfloß darstellen. Unerwähnt bleiben dagegen Datas Fähigkeiten als Wecker, iPod und Rasenmäher.

„Freut mich dich kennen zu lernen. Spot wird sich bestimmt auch freuen“ – Fish & Chips für den Kater und seine 11 Freunde. Frauen haben übrigens größtes Interesse an Data. Wie macht er das nur, dass seine Schminke auch unter Wasser hält?

Picard riecht nun ziemlich schnell Lunte und weil er offensichtlich auch am Klebstoff geschnüffelt hat entschließt er sich seine Karriere in die Tonne zu treten um im Alleingang die Ba’ku zu unterstützen. Nachdem sieben Staffeln lang jedem Romulaner auch noch die andere Warpgondel hingehalten wurde, werden hier nun Pflugscharen zu Plasmagewehren umgerüstet und Data darf „Laden und Schießen“. Tja, die menschliche Eigenschaft der Gewalttätigkeit hat ihn wohl schon immer fasziniert! Versteht mich bitte nicht falsch, so eine Revolution ab und zu ist eine gute Sache, aber gerade für Trekkies einfach ungeeignet – Hört man je, dass dicke Männer einen Aufstand geführt hätten?

Zur Verteidigung des Films muss ich sagen, dass es aber auch viel Positives zu berichten gibt. Gerade die ruhigen Momente sind die besten des Films. Nach dem „Grüner Schlauch im Bauch“-Overkill in Star Trek 8 habe ich mich richtig gefreut als ich hier Picard beim durchqueren der Alpen zugucken konnte – Meister Propper im Bergfrühling, oder „Liebe ist, wenn es Landliebe ist“. Fast meine ich schon Marianne und Michael im Hintergrund erkennen zu können! War dann aber doch nur Michael Dorn. Dabei funktioniert die Handlung auf der Alm sogar gleichzeitig als Science Fiction: „Blauer Himmel“ und „Grünes Gras“ sind eben für den Durchschnitts-Trekkie gleich doppelt futuristisch. Woher ich das weiß? Vor allem weil ich die Sonne seit dem Beginn meiner Ausbildung bei STuS.de selber nicht mehr gesehen habe…

„Haben sie auch bemerkt, dass ihre Brüste straffer geworden sind?“ – „Ich spüre eindeutig aggressive Tendenzen, Sir. Wären Sie nicht der Mann, der Sie sind…Moment, Sie SIND nicht Captain Picard“. Dieser Spin(n)er ist dem Michael ein Dorn im Auge und Worf verspürt plötzlich wieder Blutlust. Wo ist eigentlich Wesley Crusher wenn man ihn mal braucht?

Allerdings war das Grün nicht das einzige in diesem Film, das reichlich „durchwachsen“ war. Den Sinn der Szene in der sich Anij als passionierte Pusteblumenpusterin und Matrix-Fan entpuppt habe ich zum Beispiel nicht verstanden, aber ich liege bei so was ja eh auf B4-Niveau. Oder hat sie schlicht Picards Aufforderung zum „blasen“ missverstanden? Dennoch: Wäre dieses Drehbuch von Rick Berman und Brannon Braga geschrieben worden, dann hätten wir wohl noch reichlich mehr Actionelemente gesehen. Nur dank Michael Piller wurde die Katastrophe auf das Jahr 2002 verschoben. Ihr glaubt mir nicht? Dann ratet mal wie der Film ursprünglich mal heißen sollte: „Nemesis“!

Das holografische Maschinengewehr aus Teil 8 war ja noch halbwegs glaubwürdig, aber irgendwie kotzt es mich langsam an, dass in jedem Film die Waffen gefährlicher werden müssen und die ehemaligen Forschungsschiffe mit Fahrradcharme immer mehr dem Panzerkreuzer Potemkiin ähneln. Bei TOS war die Maxime noch „Menschen statt Maschinen“, heute sind wir beim exakten Gegenteil angekommen: „Vorsprung durch Technik“. Wenn das so weitergeht sehen wir demnächst noch Picard in einem Jäger durch die Gänge eines Raumschiffes heizen. Gut, SO bescheuert sind Berman und Braga dann vielleicht doch nicht…

Gerade bei meinem chronischen Angstgegner NEMESIS hatte ich doch sehr das Gefühl, dass sich Berman mit der SFX Crew in „Pimpy my Ride“-Manier an einen Tisch gesetzt hat:

„Yo, er heißt Shinzon und will die Erde zerstören. I.L.M., was habt ihr für uns?“

„Yeah, ich baue ihm in seinen Raubvogel zwei extrabreite Flügel und einen fetten Vernichtungsstrahl, gegen den jeder Todesstern alt aussieht. Dazu dann noch ein dutzend 21 Zoll Verdunkelungslampen…“

Dagegen wirkt der Raketenworfer in Insurrection direkt wie ein Friedensangebot, erst recht weil die Explosion, die das Ding erzeugt, einfach nur noch lächerlich ist. Da habe ich ja schon Silvesterböller mit mehr Sprengkraft erlebt!

„Assimiliert DAS“ – Dieses Phallussymbol ist ein echtes Dumm-Dumm-Geschoss. Vor allem weil Worf die Waffe offensichtlich nur mit Wachsmalstiften geladen hat. Oder ist es doch Product Placement für übergroße Nivea–Lippenstifte?

Unterdessen hat es Riker auf der Enterprise mit dem Zorn der So’na zu tun: Die Enterprise befindet sich in einem Nebel, in dem sie von der Kommunikation mit der Sternenflotte abgeschnitten ist und wird genau hier von ihren Feinden angegriffen – Hallo NEMESIS! Ganz recht, Star Trek ist so armselig, die klauen schon im nächsten Film wieder was sie erst im letzten gebracht haben. Aber gut, dass es in unserem Lieblingsfranchise massenhaft Nebel gibt, die von so unsinnigen Dingen wie „Gaußscher Normalverteilung“ und „Gravitation“ nichts halten, wissen wir ja nicht erst seit heute.

Die entkernte Enterprise steht kurz vor ihrer Zerstörung, da kommt Commander Riker die rettende Idee: Wenn er sich am Joy-Stick spielt kann er dem Feind vielleicht explosive Gase ins Gesicht schleudern… wie gut, dass es gestern Abend Bohneneintopf gab! Die So’na-Schiffe beugen sich den Regieanweisungen und zeigen uns aus wie vielen Polygonen sie wirklich bestehen. Die Schiffchen sind – nVidia wird’s freuen – nämlich erstmals komplett im Computer entstanden.

Auf dem Planeten werden Captain und weiblicher Anhang von diesen fliegenden Sonden getroffen und in den Straf-Raum von Ru’afos Schiff gebeamt. Die folgende Szene zwischen Picard und Daugherty ist die moralische Schlüsselszene des Films. Und da war schon wieder DS9-Feeling mit dabei: Nicht nur dass Picards Wutausbruch eher zu Benjamin Sisko gepasst hätte, auch die Antwort auf die Frage „Wie viele Menschen?“ hätte ich sehr gerne mal von Mathegenie Sisko gehört

„Wie viele Menschen?“ – Tja, Jean Luc, was ist die Moral von der Geschicht? Dürfen die Ba’ku dieses Paradies wirklich nur für sich beanspruchen? Klar, man muss sie ja nicht gleich umbringen, aber wäre es nicht richtig in die Lebensumstände von 600 Ba’ku einzugreifen um Billionen Lebewesen vor Krankheit und Tod zu retten? „Ich denke ich würde es tun“ hat Jonathen Frakes bei der Premiere auf diese Frage geantwortet! Auch die Kommentare von Patrick Stewart und Brent Spiner lassen ähnlich tief blicken, auch wenn man bei ihnen etwas zwischen den Zeilen lesen muss. Kein Wunder dass die heitere Atmosphäre des Films irgendwie gestelzt wirkte – Wer kann sich schon für eine Sache begeistern deren Ergebnis dem eigenen Gerechtigkeitsempfinden widerspricht? Ich habe mir schließlich auch nur das Rauchen abgewöhnt, weil ich mich weigere die Bundeswehr in Afghanistan zu finanzieren.

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Jean Luc diese Entscheidung nur getroffen hat, weil er bereits unsterblich in Anij verliebt war. Da wäre er ja nicht der erste Mann, der für eine Frau seine gesamten Moralvorstellungen über Bord wirft. Vielleicht wäre der Titel „Star Trek: In erection“ also passender gewesen? Jedenfalls hätte er mehr Männer ins Kino gelockt, genau so wie die „Suche nach Mr. Cock“…

Dafür beweist Daugherty in der folgenden Szene seine Intelligenz, indem er Ru’afor in dessen Schönheitskammer stellt. Allein. Wirklich schlau.

„Quälen Sie sich nicht, Admiral. Das übernehme ich schon für Sie“ – Wer schön blöd sein will muss leiden: Ru’afo Haut richtig rein und bringt Spannung in die Handlung, indem er eine Schönheits-OP für Daugherty improvisiert. Sieht danach bestimmt todschick aus, der Admiral.

Schließlich folgt der seit Star Trek V unvermeidliche Showdown mit dem Oberbösewicht. War ja auch so ein großer Erfolg damals – wenn man mal Zuschauerzahlen, Drehbuch und Special Effects außen vor lässt.

Mir ist auch nicht ganz klar wie Ru’afo so einfach wieder die Kontrolle über das Holoschiff übernehmen konnte. Oder hat da ein simpler Reboot genügt? Gut, auch ich verfahre ja seit Jahr und Tag mit meinem PC nur nach dem altbewährten AEG–Prinzip: Ausschalten, Einschalten, Geht wieder.

Eh man sich’s versieht ballert Picard in der Gegend rum und wird in letzter Sekunde von der Enterprise zurück gebeamt. Was mir daran nicht gefällt ist die Bedeutungslosigkeit der ganzen Sache. Als TNG noch als Serie lief wurden die meisten Probleme durch Jean Lucs „Die andere Meinung ganz doll respektieren“ und diplomatisches Händeschütteln gelöst, statt dessen schüttelt der Zuschauer hier nur noch den Kopf. Am besten gleich den von diesem Richard Keith. Die Auflösungen damals waren logisch und glaubhaft, weil intelligente Lösungen gefunden wurden. Stattdessen wird hier nur noch munter an Picard vorbeigeschossen und es scheint eher so als hätte Jean Luc einfach bloß Glück gehabt. Lucky Strike. Sonst nichts.

„Guten Tag, mein Name ist Johna…Jean Luc Picard“ – The Arch Effect: Aaaaand Action! Durch solche diplomatischen Momente ist Picard berühmt geworden. Fehlt nur noch ein passendes Shakespeare-Zitat. Aber vielleicht hätte man ihm doch vorher sagen sollen, dass er hier nur Anijs Vibrator in der Hand hält…

Warum hat Riker eigentlich nicht auch Ru’afo zurück beamen lassen? Kein Bock? In der Eile ganz vergessen? Böser Onkel hin oder her, das ist unterlassene Hilfeleistung! Wo kommen wir denn da hin wenn jeder zurückgelassen wird, der einem auf die Nerven geht? Da fällt mit ein, hat jemand Reginald Barclay gesehen?

Der arme Ru’afo, dabei war er doch So’na dran! In der ursprünglich geplanten Szene sollte er sogar mit einer Rettungskapsel in die Ringe des Planeten rasen und dort immer jünger werden. Obwohl in den Endcredits immer noch ein „junger Ru’afor“ geführt wird wurde die Szene dann aber raus geschnitten. Ist auch besser so. Die Schönheitsoperierten werden ohnehin immer jünger heutzutage.

Schlussendlich ist die Revolution also im Oktobernebel versickert und dank einer Hand voll Phaserschüsse auf das letzte So’na-Schiff ergibt sich dessen komplette Crew gleich dazu – tja, O2 can do. Dafür ist die Abschlussszene im Dorf wieder schön friedlich und Jean Luc darf noch einen Insiderwitz platzieren: „Ich habe noch 150 Tage Urlaub und ich gedenke sie zu nutzen“ – Ich verwette meinen Androiden dass Jean Luc nie wieder reinschaut! Mit Sprüchen wie diesem haben doch schon McGyver, Michael Knight und Co in den Achtzigern am Ende jeder Folge ihre aktuellen Betthaserl abgebügelt!

Jedenfalls bin ich froh dass ich aufgrund meines Alters diesen Film erst im Fernsehen sehen konnte. Nicht nur weil mir das eine unnötige Investition erspart hat, meine Schnarchgeräusche wären im Kino sicherlich auch negativ aufgefallen. Aber gut, das sind wir von den ungeraden Filmen ja langsam gewöhnt. Nur gut, dass als nächstes wieder ein Film mit gerader Produktionsnummer kommt. Hat einer von euch dieses „Nemesis“ eigentlich schon gesehen?

„Ru’afo, es wird Zeit für ein paar unsterbliche letzte Worte, denn nicht nur die Zeit ist das Feuer, in dem wir verbrennen“ – „Boah, du bist Son’ A…“ – Schrei’n oder nicht schrei’n? Bei Picard brennt es am Ende der Röhre. Hämorriden sind in seinem Alter aber ganz normal. Nur vielleicht hätte Ru’afo sein Schiff doch nicht auf den Namen „Hindenburg“ taufen sollen…

Fazit:

TNG meets Staffel-7-DS9. Dass bei so einem „Joint Venture“ auch schon mal Drogen rumgereicht werden, verwundert da wenig. Eigentlich eine gelungene Serienepisode, für einen abendfüllenden Kinofilm aber etwas mau. Trotz oder gerade wegen der Handlung um die Unsterblichkeit merkt man, dass die TNG-Crew langsam in das Alter kommt, in dem die TOS-Crew ihren Abschied gefeiert hat. Weil Klapowski vor Urzeiten Paramount versprochen hat, den Kauf jeder DVD zu empfehlen, sehe ich mich dennoch an diese Anweisung gebunden. Also: DVD kaufen. Gute Preise. Und gute Besserung, Star Trek! Du hast sie nämlich langsam echt nötig.



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Artikel

von Klapowski am 22.06.06 in Gastbeitrag

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Kommentare (12)

  1. paranoid android sagt:

    Wo wir hier schon beim Urheberrecht sind: Was kriege ich eigentlich für die unautorisierte Verwendung meines Benutzernamens? Oder gehen die Lizenzgebühren für die nächsten 65 Jahre noch an die Witwe von Douglas Adams? Mist…

  2. Dr.Best (der mit dem Schwingkopf) sagt:

    Tja, was soll man dazu sagen? Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass CrysIs das absichtlich getan hat. Wer längere Zeit einen bestimmten Humorstil aufsaugt, wird zwangsläufig auf die ein oder andere Weise beinflusst. Ich meine mich noch dunkel zu erinnern, dass ich Voyager bei der Erstausstrahlung ganz ansprechend fand. Gut, bei der letzten Wiederholung auf Kabel 1, hab ich's dann nicht mehr geschafft auch nur eine Folge ganz zu Ende zu sehen und dann irgendwann aufgegeben. Man kann also durchaus von einer Konditionierung sprechen.
    Vielleicht sollte ich einfach mal ein halbes Jahr Pause machen und nur noch Treknews Episodenkritiken lesen. Oder mich bei bringbackkirk.com für die Rückkehr von William Shatner zu Star Trek stark machen. Hach…

    *Mit glasigem Blick ST-Enterprise.de aus der Favoritenliste lösch und benommen in den Sonnenuntergang stolper*

  3. Flutschfinger sagt:

    *irgend etwas in Sternchen schreib und mich dadurch den Humor dieser Seite anpass*

  4. nakedtruth sagt:

    *Klapowski und seine Fans bei Seite schieb*

    Also der FILM der hier besprochen wird, war wohl der letzte den ich in Minden in der Birke gesehen habe (schöne Grüsse und ein fröhliches LMAA an einen gewissen Angestellten diese Lichtspielhauses)

    Zum Film : Wurde damals im voraus über den grünen Klee gelobt, wie alle TNG-Filme.

    Denkwürdig die Satz von Deanna Troi "nach dem die Föderation unter Präsident Schorsch Geher Doppelbusch Krieg gegen alles und jeden führt was nicht bei drei sein gesamtes Delizum freiwillig rausrückt, nehmen die auch kleine Völker auf, was aber wenig Sinn macht da nur die Menschen auf den Raumschiffen dienen, kämpfen und sterben, während der Rest in der Nase bohrt" bzw. "nach dem etc. etc. ist man nicht mehr so wählerisch mit den Verbündeten (So'na..)"

    Der letzte Satz macht besonders viel Sinn in Verbindung mit dem Ende / der Auflösung des Films. Die So'na sind die Baku (Aserbaidschan, wenn ich nicht ihre) die es trotz mangelnder Technologie geschafft haben von dem Dreckhaufen runter zu kommen und ein eigenes Volk samt Flotte zu bauen, die stark genug ist das funkelnagelneue, borgbesiegende Flaggschiff der Föderation fast zu Klump zu hauen. So weit, so doof. Den wieviele sind den abgehauen wenn nur noch 600 Inzest geschädigte da hocken? Und macht dann der letzte das Licht aus?

    *Literaturnobelpreis von Auswurf entgegennehm (versuche demnächst wieder Einzeiler, wenn mich ein Thema mal nicht so erregt, versprochen)*

  5. paranoid android sagt:

    Wirklich eine treffende Kritik. Bringt das Gefühl von damals zurück, diese seligen Gedanken: "Noch so ein dummer Gag und ich beiße in die Armlehne"…

    Die erste Mitternachtspremiere meines Lebens, und dann so eine Schnarchnummer!

  6. crysis sagt:

    So schmerzlich das für mich ist: Der Anklage wird in allen Punkten statt gegeben. Ich kann sehr gut verstehen, dass dieses Review so wirken muss, als hätte ich mir meine Meinung mutwillig aus alten Artikeln zusammengeschraubt. Ich muss Klapowski und Dr. Best Recht geben, auch in dem Punkt dass ich das vollkommen ohne Absicht mache! Bis auf "Dem Michael ein Dorn im Auge" ist das alles vollkommenunbewusst geschehen! Beängstigend. Seit dem März 2005(!) habe ich diese Seite so in- und auswendig kennen gelernt, dass es nicht mehr die guten Gags sind, die ich von Klapowski gelernt habe. Es ist der Weg zu denken. Noch einmal: Beängstigend.

    Trotzdem ist das keine Entschuldigung, dass so ein dahergeschriebener Bub, noch Grün hinter den Ohren, einfach so deinen hart erarbeiteten Stil annimmt! Unverzeihlich von mir! Da könnte ja jeder kommen! Ich werde also die Konsequenzen ziehen:

    1. Urlaub machen. 4 Wochen, oder noch besser: 4 Jahre

    2. Ein Review schreiben und mich bei jedem Satz fragen: "Kennst du das?"

    3. Die Suchfunktion von STUS.de nutzen um sicherzustellen, dass der von mir verwendete Satzfetzen noch nicht so oder in ähnlicher Form hier vorgekommen ist, nicht in allen 5 Jahren. Nie.

    4. Ich freue mich daher besonders euch dieses Review schon jetzt hier präsentieren zu können. Es beinhaltet alles was sich zu Star Trek in meinem Hirn befindet, wenn ich den Kram von Klapowski mal weg lasse:

  7. Dr.Best (der mit dem Schwingkopf) sagt:

    Guten Abend zusammen!
    Mein halbjähriger Wiederfindungstrip, ist nun doch schon etwas früher vorbei als geplant. Der Grund: Die Fanatiker von Bringbackkirk werden wohl auch erst Ruhe geben wenn Shatner James Doohan im All Gesellschaft leistet. Und dann las ich bei TREKNews das: Wird Matt Damon der neue Kirk?

    Also steh ich 24 Stunde später wieder hier und was ist? Wir haben ein neues Mitglied (schönen Gruß an Dixon Hill an dieser Stelle) und CrysIs will Urlaub machen. Um das mal klar zu machen: Der Artikel war gut. Es ist ja nicht so dass das Teil mit Copy&Paste erstellt worden wär. Aber anders als bei Kommentaren ist bei einem Artikel halt etwas mehr Sorgfalt nötig. Lange Rede kurzer Sinn: Schreib ja weiter. Es muss ja nicht jede Woche ein Neuer sein. Früher kamen die Gastartikel ja auch höchstens jährlich raus.

    Gruß Dr.Best

    PS: Was haltet ihr von Matt Damon als Kirk?

  8. Kaba sagt:

    Mal ganz abgesehen davon, dass ich ohne Klapowskis freundlichen Kurzhinweis am Anfang wohl höchstens das mit dem Gras und dem Himmel gemerkt hätte:
    Selbst mit Hinweis war der Anteil an (direkt) von Klapowski geklauten Klassikern ja höchstens bei 10-15%.
    Und damit weit unter dem, was Picard während des Aufstands wohl mit Wasser verwechselt hat. So Volumenprozentmäßig.

  9. Auswurf sagt:

    Habe ich ja schon mal geschrieben. Aber natürlich in einem toten Kommentarfeld, damit es auch jaaaa keiner liest. Zitat:

    Alles gut geschrieben, CrysIs. ABBBBer (die Bs bitte mitlesen;-) in Zukunft vielleicht etwas weniger Klapowskismus, dafür mehr CrysIsmus. Ich fände es denn doch ganz gut, wenn man eure Schreibstile unterscheiden könnte.

    Abgesehen davon, dass ich mich immer Wahnsinnig schlau finde, wenn ich mich selbst zitiere, hat sich an meiner Meinung seit letzten Sonntag nichts geändert. Es wäre wirklich schön, wenn ich eure Schreibstile noch unterscheiden könnte, denn sonst weiß ich dank Jung-Heimer (oder wie heißt das bei Leuten unter 30?) in 2 Wochen nicht mehr wer von euch diesen Artikel geschrieben hat. Eigentlich halb so schlimm, denn spätestens in einem Monat weiß ich nicht ein mal mehr, dass dieser Artikel geschrieben wurde.

    Genauso geht es mir auch mit Star Trek. Spätestens nach einem Jahr sind alle vorhergehenden Staffeln und Serien in meinem Gedächnis zu einem großen matschigen Klumpen SciFi zusammen gebacken. Der sanfte Übergang zwischen Voyager und ENT ist mir ebenfalls entgangen……………….

    Worau wollte ich eigentlich hinaus? *grübel* Ach jaa!
    Sparkyyy! Ich hab wieder mein Passwort vergessen. Sobalt ich meine eMail Adresse wiederfinde sag ich dir dann wohin du es schicken sollst.

    Gruß
    Auswurf, der ähhh…???

  10. Klapowski sagt:

    @CrysIs:

    Um das Ganze mal abzuschließen, zu vergeben, zu vergessen und somit der Obhut des unterschwelligen Weitergärens zu übergeben, will ich nur noch folgendes sagen: Die Zeit ist nicht nur das Feuer, in dem wir verbrennen (Dieser einst als mein Lieblingszitat ausgewiesener Satz scheint es Dir besonders angetan zu haben. Den hast Du nämlich schon im Forum mal benutzt – Okay, ich hör' jetzt auf…), sondern die verstreichenden Wochen sind auch der Schmelztiegel, der den Grünspan der Hörigkeit aus dem Schädel brennt.

    Schreib also ruhig weiterhin Artikel, aber lass Dir vielleicht vor dem nächsten ein wenig Zeit. Bitte ausnahmsweise die Unverbrannte. – Lese bis dahin aber KEINES der Bücher, die ich Dir kürzlich in einem Kommentarfeld empfohlen habe! Auch wenn es furchtbar schwer fällt. Auch ein anderer Musik-, Klamotten-, Film- und Admingeschmack wird Dir helfen, Dich von mir zu lösen. – Im Moment sind z.B. erweiterte Versionen von Sparkiller-JPG's auf dem schwarzen Kunstmarkt ein Renner!

    Ich empfehle Dir zur geistigen Abgrenzung von der ST-E.de-Crew außerdem
    – Hip-Hop und jegliche Musikform, in der innige Mutterliebe über das Wort "Motherfucker" praktiziert wird
    – Hosen, deren Länge problemlos einen unachtsamen Schuhputzer verschwinden lassen kann
    – Amerikanische Sitcoms (alle!) und deutsche Soaps, die dafür sorgen, dass der Quanten-Dienstleister freiwillig wieder rauskommt

    Vielleicht entwickelst Du Dich sogar zu unserem NEUEN Angstgegner, sobald ich das Berman-Karma endlich aus meinen Gedanken verscheucht habe (Ich plane im Moment etwas mit Räucherstäbchen zwischen rituell ausgerolltem Klopapier)…

    Wenn das so wäre, hätte ich Dich NOCH lieber!

    @Der Aufstand:

    Dich wollte ich eigentlich auch in den nächsten Monaten mal reviewen. Aber Du siehst ja, was hier los ist! Aber kriegst schon noch die Schnauze voll, sobald ich das Gefühl habe, mein Dampfhammer würde kein Plagiat von "Was-auch-immer" werden, am wenigsten von mir selber.

  11. Auswurf sagt:

    Und falls das nicht Funktioniert, dann ändert halt der Klapowski seinen Schreibstil. ;-)

  12. bergh sagt:

    tach auch !

    @Klapo
    Was soll los ein ?
    Ich habe Urlaub und deswegen wenig Zeit für den Computer und das INdternetz.

    BTW: ETC. schreibt man so wie ich und nicht wie Du. ;)

    Ansonsten :
    Schöne Review ! Und daß der Herr Crysis ein paar Zitate bei Klapowski gelut hat,
    sei ihm verziehen. (Dem Klapowski ;-) )

    Weiterhin:
    Happy Sonnenschein, ich geh jetzt das Massakre von Berlin schauen.

    Gruss BergH

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