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Vier Fäuste gegen Gähn – Bud Spencer & Terence Hill

Wer hier seit einigen Jahren zuliest, hat es sich anhand der Randbemerkungen schon denken können: Unsere Redaktion ist ein riesiger Fan (im Schnitt 1,77m) von Filmen mit Spencer & Hill! Sparkiller, ich, ja, sogar der vor Jahren ausgeschiedene Chefredakteur G.G. Hoffmann war es! Allerdings nicht genug, wie das Wort „ausgeschieden“ ja bereits nahe legt…

Der Grund dafür, dass diese Filme in Deutschland so außergewöhnlich beliebt sind, wird darin begründet liegen, dass es vor ca. 20 Jahren noch kein Großaufgebot an tollen Filmen im Fernsehen gab. Also ungefähr so wie… heute!

1985 nannte man das in den Programmzeitschriften ja noch „Spielfilm“, um unseren Eltern und Großeltern entgegenzukommen, die mit der Umschreibung einer – Achtung! Phonetisch geschrieben! – „Triller-Seins-Fiktäschn-Pa-ro-dieee“ in der aktuellen Ausgabe der „Prisma“ nicht wirklich viel hätten anfangen können. Und ein Wort wie „Grrroteske“ klang irgendwie wie der Russische Rüstungsminister und somit schrecklich furchteinflößend.

Wie auch immer: Wer in dieser harten Zeit aufwuchs – auch wenn man, was das TV-Angebot anging, manchmal selbst dazu keine Lust mehr hatte – hatte meist die Wahl zwischen Rudi Carrell, die Lümmel von der allerletzten Bank (Welche die Dresdner Bank ist, meiner Meinung nach. Aber meine Privaterlebnisse gehören nicht hierher.) und diversen Tatorten, von denen einer gruseliger und durchschlafgefährdender als der andere für Kinder war…

„Du, Dicker? Ich glaub, dem Pagen ist deine Zigarre zu schwer!“ – Schieeebung: Bei weiterhin steigenden Ölpreisen wird man diesen Film in 30 Jahren mal als visionär bezeichnen! Bis dahin könnte man Bud und Terence in ihren Rollen schon als „unorthodox“ beschreiben, aber das würde es nicht richtig treffen. Dann müsste man Jack the Ripper auch „leicht exzentrisch“ nennen… („Zwei bärenstarke Typen“ – 1983)

Doch manchmal, wenn man einige Monate hübsch brav war, seinen Teller mit Bohnensuppe immer artig aufgegessen hatte und das öffentlich-rechtliche Fernsehen mit dem richtigen Bein zuerst aufgestanden war (aufgrund der Menge an kostspieligen Dritten Programmen stelle man sich an dieser Stelle einen Tausendfüßler im Bett vor), konnte es sein, dass abends auf der Glotze Onkel Buddy und Onkel Terence den bösen Buben einen Faustabdruck auf die Omme gaben. – Und ich verwende bewusst die Terminologie „Onkel“, denn zumindest in unserem Haushalt begrüßten wir JEDEN Film der beiden – und sei deren Handlung uns schon bekannter als die des alljährlichen Krippenspiels – inniger als unsere Verwandten aus der Ostzone! Schließlich hätte ein Filmtitel wie „Banana Joe“ (einer der unbekannteren Bud-Filme) für Erich Honecker auch eher weniger gepasst… Bananen gab’s ja nicht.

Apropos, Nicht-Osten: Ich glaube, mein erster S&H-Film war ein Western. Es war wohl „Vier Fäuste für ein Halleluja“, dem ersten wirklich erfolgreichen und gleichzeitig lustigen Film der beiden! Ich erinnere mich daran, als hätte ich ihn eben erst wieder für die Screenshots auf DVD gesehen: Dieses respektlose Gebaren! Diese lustigen Sprüche der beiden Italiener! „Was errrlauube Terrrence?!“ Angst vor nichts und niemandem! Eher nannte man sich noch selber „Nobody“! Und dann diese blauen Augen von Herrn Hügel! – Nur dem gleichzeitigen Anblick von Bud Spencer ist es zu verdanken, dass mir damals nicht schon ein homosexueller Werdegang vorgezeichnet war.

„Autschi! Mit dir spiele ich echt nie wieder ‚Alle … fliegen hoooch’!“ – Die Steigerung von „hauen“ ist „häuten“: Eigentlich wollte Buddy hier nur schnell etwas klären. Aber Scheiße „klärt“ man nun mal am besten, wenn sie sich irgendwo am Boden absetzen kann… Vielleicht hat Bud aber auch die Kopfbedeckung seines Gegenübers nicht so richtig verstanden und glaubte, die Satellitenschüssel neu ausrichten zu müssen… („Die rechte und die linke Hand des Teufels“ – 1969)

Es folgten mit der Zeit die restlichen Filme des Duos. Wobei… Natürlich waren auch die Soloabenteuer der beiden Gesichts-Fister interessant. Wenn auch weniger für meine Mutter, die dann jeweils nur noch einen der beiden Haufdraufs beleidigen konnte und beim Bespucken des Fernsehschirms stets den zweiten Slot ihrer Zielerfassung leer lassen musste. Aus ihrer Sicht war ein Spencer- oder Hillfilm für meine Erziehung ungefähr das, was ein Resetknopf für einen Computer ist (natürlich gab es so etwas wie Computer damals noch nicht). Wenn dann auch noch beide zusammen auftraten, warf mich das in meiner sozialen Entwicklung dann sogar so weit zurück, dass man bereits auf das Konzept einer Wiedergeburt zurückgreifen musste, um nichts von dem möglichen, zurückwerfenden Schaden für meine Seele zu verschwenden…

Als Soloabenteuer sei hier nur die „Der große mit seinem außerirdischen Kleinen“-Duologie genannt. Wobei ich mir bis heute nicht sicher bin, ob mir der Nachfolger („Buddy haut den Lukas“) nicht noch besser gefällt. Kennt da vielleicht jemand ein Online-Forum, wo dieser Streit schon zu Gunsten eines der beiden Filme ausgetragen wurde?

„Wieso zum Geier nennen mich hier alle William Shatner?“ – Willkommen zur Premiere von Buds neuem Film: „4 Haare für ein ‚Nanu-Nana?’ “ – Es ist zwar nett gemeint, dass unser Idol uns an die Vergänglichkeit des Lebens erinnert und dass man jeden Tag so sehr genießen sollte, als wäre er der letzte… ABER: Musste er denn so maßlos übertreiben?!

Onkel Hill drehte z.B. „Mein Name ist Nobody“, aber passend zum Filmtitel blieben diese Filme für mich gedächtnistechnisch ein Niemandsland. Wahrscheinlich habe ich sie einfach nicht oft genug gesehen. Man entwickelt ja schließlich erst mit dem 3 Lebensjahr eine verlässliche Kindheitserinnung, während der ganze Schmonzes davor ja im Unterbewusstsein landet. – Ob mein Zwei-Fäuste-Suchsystem beim Tippen etwas damit zu tun haben könnte? *Auf dezent rauchende Tastatur zeig*

Egal. Die Filme der beiden haben meist einige inhaltliche Elemente, die sich stets so treffsicher wiederholen wie Backpfeifensounds auf einer Single-CD. Viele immer wiederkehrende Motive entlarven diese Filmepen als Spiel mit der menschlichen… Tiefe. Auch psychologisch, nicht nur organisch. – Okay, sicher ist nicht alles Gold, was glänzt. Gerade Bud kennt das Problem mit dem Edelmetall: Oft merkt man manchmal erst nach dem Zuhauen, dass man nur eine stinknormale Amalgamfüllung befreit hat.

Dennoch hier einige Beispiele für wiederkehrende Drehbuchelemente in den Filmen der beiden süßen Schweretöter:

Meister Klopper putzt so sauber…

Was sind Bud und Terence eigentlich für ein Menschenschlag, bzw., WARUM vollziehen sie andauernd selbigen? Diesen Schlag auf Menschen?

Hinter dem scheinbar wahllosen Verdreschen steht auf dem zweiten Blick ein Lehrstück aus der Verhaltensforschung: Die Macht der positiven und negativen Stimulanz. Einfacher ausgedrückt wird gutes Verhalten belohnt und schlechtes bestraft. Was auch bei Experimenten mit Ratten im Käfig schnell zu einer Verhaltensänderung der süßen Kleinen führt, wirkt auch beim Menschen! Bereits nach zwei oder drei Anläufen lernt so das kleine, schmale Menschlein, dass es keine gute Idee ist, dem großen, bärtigen und dicken Menschen einen Stuhl, eine Sitzbank oder gar die Dresdner Bank auf dem Rücken zertrümmern zu wollen. Obwohl, bei der Dresdner wäre das gar nicht sooo… – ach, egal.

„Tritt doch bitte ein kleines Krückchen zurück, mein Freund!“ – Brennholz (ehemalige Kneipe) günstig abzugeben: Wo die beiden zu Mittag essen, steht nachher meist keine Bohne mehr auf der anderen… Es ist übrigens nicht so, dass Bud Spencer in dieser Szene in Bedrängnis wäre. Er möchte mit der völligen Demolierung des Ladens halt nur warten, bis er sein letztes Glas in der Happy Hour bestellen konnte. („Zwei außer Rand und Band“ – 1977)

Die „Faustregel“ lautet hier: Das Wort „Erziehen“ hat nichts mit Zug zu tun, sondern im Gegenteil eher mit Druck. Man spricht daher auch oft von „Erdrücken“ oder auch – etwas länger – von: „Schlag mit einem stumpfen Gegenstand“. So steht es zumindest meist in den Akten der Pathologie, wenn Spencer & Hill schon wieder im Flugzeug sitzen. Auf dem Weg in ein Land, das kein Auslieferungsabkommen wegen Todschlag mit allen restlichen hat. Aber zu der Reiselust der beiden in Dritte-Welt-Länder und/oder internationale Gewässer kommen wir später noch…

Bei der neuronalen Neuprogrammierung bedient sich Verhaltensprofessor Dr. Dr. Phil. Hill jedenfalls oft diverser Hilfsmittel, wenn Handarbeit gerade mal nicht zielführend ist: Dies können Schuhe sein, kleine Geldsäckchen, Kokosnüsse, Bratpfannen oder etliche andere Utensilien aus dem kulinarischen und/oder dem Wohnbereich. Berühmt wurde der „Zeig her deine Finger“-Angriff, bei dem z.B. mit einem Zeigestock auf die Pfoten der üblen Gesellen eingedroschen wird. Ein kulturelles Überbleibsel von der damals (1968-1985) noch üblichen Praxis, die Sauberkeit der Fingernägel von den Eltern oder dem Lehrer überprüfen zu lassen.

Hill zeigte sich auch stets als der Gelenkigere von beiden. So hüpft er leichtfüßig auf Tische, Stühle, Billardtische, Betten und Personen und spielt somit mit Wünschen, die wir schon als Kind hatten: Einfach mal Trampolinspringen auf dem Sofa oder auf der ollen Tante Trude, die immer so komisch roch! – Hill tat es einfach, stellvertretend für uns.

“Du. Ich glaub’, der Herr Ober will wissen, ob er dir für ganz wenig Aufwand die Wurst vorschneiden soll!“ – Ich glaube, es hackt: Bevor das Donnerwetter losbricht, sind unsere Helden meist die Ruhe in Persona non grata. Erst wenn die erste Kettensäge im Tisch steckt, erhöht sich ihre Aufmerksamkeitsspanne für das Drumherum auf 2 Sekunden. Wegen dem störenden Benzingeruch! („Zwei wie Pech und Schwefel“ – 1973)

Professor Spencer hingegen verkörperte eine andere Seite von uns Kindern. Nämlich diese, die meist im Kindergartenalter Eisenbahnfahrer werden möchte. Nun denn: Buddy war sichtlich diese Eisenbahn und alle Anwesenden seine Schienen. Berühmt wurde sehr bald der klassische „von oben“-Schlag: In einer vertikalen Abwärtsbewegung befleißigte er sich, den Wichten einen „neuen Scheitel zu ziehen“. Eine eher weiche Seite des korpulenten Professors, der ansonsten nicht sehr viel mit einem Friseur gemeinsam hat.

Sehr beliebt war auch, zwei Menschen in den „Schwitzkasten“ zu nehmen, das heißt, sie während des Kampfes unter die Achseln zu klemmen. In mehr als einer Dokumentation der beiden Verhaltensforscher (bzw. Verhaltensbeender) vergaß dieser dann nach dem Kampf schon mal das organische Überbleibsel unter seinen Armen, was – verzeihen Sie mir die wissenschaftliche Unprofessionalität – sehr amüsant werden konnte. („Willst du den etwa mitnehmen?“ oder „Willst du den einwecken?“)

Noch so’n Bruch, Kieferspruch

Wichtig für einen guten S&H-Film sind auch die Dialoge. Oder, wie die beiden es vermutlich nennen würden: „Alles, was aus der Gesichtsluke so rausfällt!“

„Hey, ich habe noch einen: Nimmst Du mir den Zaster, brauchst Du Aua-Aua-Pflaster!“ – Jeder Reim muss raus: Die deutsche Synchro zeigt deutlich, dass der Film hier für ein Volk der Dichter, Denker und nicht ganz Dichten optimiert wurde. („Zwei sind nicht zu bremsen“ – 1978) – Wie diese Szene hier ausgeht? Nun, Terence kloppt zwar gerne Karten, aber ihre Besitzer eigentlich noch viel lieber…

Spencer und Hill haben in der deutschen Synchronfassung mit dem Original ungefähr so viel gemein wie Mirko Nontschew mit Edmund Stoiber. Dafür sind sie aber fraglos unverschämt lustig! Oft kommt es einem so vor, als wäre das Synchrondrehbuch unter permanentem Brainstorming (ausnahmsweise kein Ausdruck aus der Bud Spencerischen Gehirnchirurgie) geschrieben worden: Munter wird drauflosgeplappert, Peinliches ebenso wie Geniales in Kauf genommen und in einem großen, prallen Geschenkpaket verprüg… verpackt.

Übrigens zeichnen für die Dialoge teilweise die selben Menschen verantwortlich, die schon TOS so lustig gemacht haben! Und das meine ich – im Gegensatz zu vielen anderen – auch gar nicht böse! So synchronisierte man halt damals! Wir hatten den Kalten Krieg und die Judenwitze waren uns Deutschen gerade erst ausgetrieben worden… Da lacht man doch ganz gerne mal über ein „Krokodil und sein Nilpferd“!

„Hauen sie nur kräftig rein, meine werten Gäste!“ – „Nö, den Abschaum bedienen wir später! Jetzt wird erst mal gespachtelt“ – Kleines Wortspiel-Quiz am Rande: Wie nennt man Bud Spencer in einer Doppelrolle? Na, doppelt geMOPPELt, ha-ha-ha! (Räusper) Von den Sprüchen her ist dies mein Lieblingsfilm. Die beiden benehmen sich als reiche Schnösel so derartig daneben, dass sie fast schon links von meinem Fernseher stehen. („Vier Fäuste gegen Rio“ – 1984)

Die Gegenspieler werden meist so charakterisiert, wie es bereits in der 6. Klasse unserer Mittelschule üblich war: Nach besonderen Merkmalen! Da gab es Vornamen (das ungefragte Duzen weist zumindest darauf hin) wie Schnauzbart, Hutständer, Schafottriese, Wurzelzwerg und viele, viele mehr. Doch damit ist noch nicht Schluss: Ich bin sogar der festen Überzeugung, dass Sprüche wie „Du hast Recht und ich hab’ meine Ruhe!“ oder beim Rülpsen „Alles raus, was keine Miete zahlt!“ möglicherweise erst mit diesen Filmen etabliert wurden! Beweisen kann ich es nicht, aber oft fragte ich mich bei einem S&H-Filmmarathon verwundert, ob nicht der eine oder andere Alltagsspruch wirklich aus einem Film der beiden stammt.

Aber was das angeht, sollte man mich vermutlich nicht zu ernst nehmen, war ich doch bis vor wenigen Jahren davon überzeugt, als 6-Jähriger den Begriff „Trinkpäckchen“ (Klassisches [Frucht-]Schulgetränk, mit Neigung zum Zerplatzen im Schulranzen) erfunden zu haben! – Und ich glaube es auch noch heute…

Sofaluder Rainer Brandt (Verantwortlich für die Synchronisation) erzählt auf einer Bonus-DVD sehr gerne, was er inzwischen alles vergessen hat („Weiß ich nicht mehr genau.“) – Toller Bonus, echt! Immerhin hat er vor dem Interview die Fenster geputzt und kann daher prima rausschauen.

„Um Terence Hill zu synchronisieren, musste ich mir immer Unmengen von Teichwasser in die Nase ziehen!“ – Ergiebiger ist das Interview mit Thomas Danneberg: Der hat nämlich NOCH mehr vergessen! („Ach, da kam damals so vieles zusammen“) – Interessant ist aber immerhin die Erkenntnis, dass Wolfgang Hess (Stimme von Bud) sich ernsthaft mit Unmengen Bier und Zigarren auf die Rolle vorbereitet hat.

Sing mein Ding

Es ist eine Tatsache: Vor allem Väter lieben die Musik der beiden Filmabenteurer! Wer jemals Nachwuchs zeugen durfte, ist aus irgendwelchen hormonellen Gründen besonders Anfällig für den wummernden Akustik-Kult! Und selbst, wenn das alles Quatsch sein sollte, so treibt zumindest mein Vater die Statistik hoch: Ich erinnere mich noch gut an seine geselligen Abende hinter’m Bierglas, wenn seine Lieblings-CD noch ein paar Runden um den Block drehte und mein Alter einem interessanten Mix aus Ohrwurm und Heinz Ehrhardtscher Dichtkunst erlag: „Flying through the Aaair!“, sang mein Dad, „is’ doch gaaar nöcht schwööör!“…

Wer sich ein wenig auskennt, hat bestimmte Erwartungen an die Musikuntermalung der beiden: Einerseits muss sie die Prügeleien mit fröhlichen Refrains über die Themen Freiheit, Fliegen, Männlichkeit, Weite und einem gewissen Land(?) namens „La-La-Lalalala!“ untermalen. Wer einen S&H-Film sieht, muss sich darauf gefasst machen, mindestens eine Woche lang mit wippenden, schnippenden Füßen und mit vor Verzücken gekräuselten Zehnägeln durch die Welt zu gehen. Die italienischen Popgesänge der 70er und 80er sind derartig unverwechselbar wie Werke von ABBA oder Dieter Bohlen. Nur dass die Italiener noch ein etwas reichhaltigeres Sortiment anbieten. Namentlich die „Oliver Onions“.

Bereits im Vorspann, wenn es im Tiefflug über Wüsten, Straßenschluchten, tropische Urwälder oder die Zahnruinen der Gegenspieler geht, schreien einen die Spaßakustiker ein derartiges Wohlfühlgrinsen zwischen sämtliche Backen, dass es für 10 Jahre Karneval in Kölle reichen würde. – Jupiterjahre!

Den Segen eingeprügelt…

Der Glauben hat einen ganz besonderen Stellenwert bei S&H-Filmen. Glaube ich zumindest. Das begann bei „Vier Fäuste für ein Halleluja“ ging über „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ und hörte erst mit „Zwei Missionare“ auf, wobei aber auch in anderen Filmen diverse Randbemerkungen über die Kirche zu vernehmen waren.

“Wenn du an uns vorbeikommen willst, musst du uns erst vorsingen, ob du das Ave Santa Maria noch drauf hast!” – Wir unterbrechen den Gagbetrieb für die kurze Erklärung dieses kleinen Insiderscherzes: „Santa Maria“ ist ein weiterer Ohrwurm der Oliver Onions… – Bud und Terence laufen in der Mönchskutte gleich zur Höchstform auf. Die Gauner hingegen laufen einfach nur auf. Ohne was dazu. („Vier Fäuste für eine Halleluja“ – 1971)

Hier machte sich eine gewisse atheistische Grundeinstellung der beiden bemerkbar: Der Gedanke eines göttlichen Kreationismus schien ihnen immer ein wenig fremd zu sein. Eine Einstellung, die heute wertvoller denn je ist, wo in den USA ja momentan gegen die Unterrichtung von Darwins Lehren an Schulen vorgegangen wird! Gerade in den ersten beiden Fun-Western der beiden zeigt sich eine erfrischende Unbefangenheit mit dem Thema Glauben: „Kommt doch zu uns, Brüder!“ – „Woher weiß der, dass wir Brüder sind?“

Mein absoluter Lieblingsdialog entwickelte sich jedoch einen Film später im Beichtstuhl:

„Nur der Herr da oben wird von deinen Taten erfahren!“

„Ich weiß nicht, wer da über dir wohnt, aber wenn du dem sagst, was ich Dir erzählt habe, dann …!“

Ja, da klimpern die Zähne im Klingelbeutel und das Taufwasser wird auf den Alkoholgehalt hin überprüft. Ein herrlicher Spaß, auch und gerade für die private DVD-Sammlung des neuen Papstes!

Da bebt die Dritte Welt

Sie sind typische Kandidaten für die Abendnachrichten, in irgendeiner Art und Weise verbunden mit dem Halbsatz „… auf der Richterskala“: Die Wirkungsgebiete von Bud Spencer und Terence Hill. Diese erstrecken sich meist auf Länder, die etwas unterbelichtet sind. Brasilien, Kolumbien, Afrika, hinterwäldlerische Inseln, Amerika zur Gründerzeit und noch einige mehr. Nur mein Ruf nach einem Film in der Nazizeit wurde bis heute leider nicht erhört! Dabei kann ich es mir gut vorstellen, wie die beiden mit einer „geborgten“ SS-Uniform bis zu dem Schreibtisch des Führers vordringen und ihn dann dazu auffordern, ihnen sofort ihren „roten Buggy mit gelbem Häubchen“ zu ersetzen, ansonsten „darfst Du gleich Deinen Schnurrbart essen, Schmalzlöckchen!“ – „Schließlich heißen Deine Truppen doch auch ESS-ESS, gelle?“

„Kein Wunder, dass der Jungen nicht mehr laufen kann! Der hat ja schon seit mindestens 20 Minuten nichts mehr gegessen!“ – Nepper, Schlepper, Bauerntölpel: Von wegen, „untragbare Verhältnisse“ in Afrika! Bud ist immer für seinen guten Freund da! Wenn man eine gewisse Größe erst mal erreicht hat, ist es allerdings auch schwierig, irgendwo nicht immer DA zu sein! („Das Krokodil und sein Nilpferd“ – 1979)

Jedenfalls „schlagen“ sich die beiden Überlebenskünstler meist in annähernd anarchistischen Gefilden durch. Sie verdingen sich als fliegende „Himmelhunde“, Doppelgänger geistig beschränkter Multimillionäre oder schlicht als:

Die Gangster mit der sanften Hand

Wer so kräftige Hände hat, kann natürlich auch so einiges wegstecken. Fremde Brieftaschen zum Beispiel! Und so ergibt es sich, dass die beiden nicht selten als Bank-, Straßen-, Zeiträuber oder immerhin als kleine Betrüger unterwegs sind. Gerade Bud braucht nur in seinen Bart zu greifen und jedermann ist überzeugt, dass er gleich ein großkalibriges Schießeisen aus der „Gesichtsmatratze“ (Terence über den Wuschel) zieht.

Doch wie es bei Prügelknaben nun mal Brauch ist, schlägt selbst das Herz irgendwann zurück. Und zwar am rechten Platz: Nicht selten verschenkt Onkel Hill den gerade geraubten Zaster einem gebrechlichen Mütterchen mit gesetzlicher Krankenversicherung, woraufhin Bud die Augen verdreht, aber dann der Alten sogar noch einen aufmunternden Schulterklopfer mit auf den Weg gibt und sie so 3 Straßenzüge weiter transportiert.

Spätestens beim zweiten Fun-Western, dem „Halleluja“-Streifen, werden die Bösen dann auch nicht mehr er- oder angeschossen, sondern kindgerecht mit kinetischer Muskelkraft massakriert. Wie gut, dass es ab da immer einen aufgesetzten Grund für die wahren Bösenwichte gibt, ihre Schießeisen abzulegen. Und sei es auch nur aus Spaß am Freud: Immerhin wirken Faustkämpfe ja viel archaischer und männlicher als so eine unpersönliche Bleikugel. Und Spencers Dampfhammer geht schließlich auch irgendwie als annähernd rundes Massivmetall durch, wenn mal großzügig ist!

Mit dem Glück gespielt

Es ist fast nicht mehr zu zählen, wie oft Bud und Terence in Casinos oder allgemein beim Glücksspiel zu sehen sind. Will jemand von euch eine Wette über 100 Dollar abschließen, dass es mehr als 5 Gelegenheiten waren? In „Zwei sind nicht zu bremsen“ wurde sogar ein ganzer Film dem Thema gewidmet. Terence ist nicht umsonst als grandioser Kartenspieler bekannt! Da wird gezockt und gezinkt und die Farbe durch Schallwellenbearbeitung vor den Karten gequatscht, dass es eine wahre Wonne ist. Nein Bud, gaaanz ruhig, ich habe „Wonne“ gesagt, nicht „Wanne“!

Charakterwerte

Brüderlich (aus)geteilt: Die Ähnlichkeit der beiden liegt nicht selten daran, dass sie schlichtweg Brüder sind! Oder zumindest deren Väter… Ein Running Gag der Filmreihe, der fast einen zwanzigjährigen Marathonlauf hinter sich hat.

„Ich könnte dich jedes mal ungespitzt in den Boden rammen, wenn du das tust!“ – „Was denn?“ – „So viel dünner als ich zu sein, natürlich!“ – Immer auf die Seinen: Im Moment streiten die beiden darüber, ob man eine auftreffende Kraft nun in Newton oder doch besser in Elefantentritten berechnen sollte. Tja, so ist das nun mal, wenn der Intellekt „durchschlägt“. („Zwei Himmelhunde gibt auf dem Weg zur Hölle“ – 1972)

Bud heißt meist Charlie, ist im Oberstübchen etwas langsam, wenn es nicht mit ausreichend Schmalzbroten geschmiert wird und ist glückmäßig ein wenig als der Donald Duck der Reihe zu betrachten. Terence käme in dem Vergleich dann eher nach Gustav Gans, der deutlich mehr Glück bei Frauen, Zaster und Kanaster hat.

Aber bitte mit Motor!

Die beiden Bohnenverwerter lassen gerne mal einen fahren! Und zwar sich gegenseitig Trucks, Luftkissenboote, Buggys, Ralleywagen, Motorräder, Flugzeuge, und Hubschrauber. Nur ein Heißluftballon war wohl aus Coolnessgründen noch nicht dabei. Wobei ich mir gerade dies sehr lustig vorstelle, wenn Terence relaxt an der Außenseite des Korbs in einer selbstgemachten Tragevorrichtung döst, während Bud aufgeregt hin und her läuft: „Ich dachte, DU wüsstest, wie man den Holzhobel fliegt, als wir eingestiegen sind! Verdammt, ich bin einfach zu fett zum Sterben!“ – Man spürt wohl wieder an dieser Stelle meinen Berufswunsch von Kindesbeinen an: Dialog- und Drehbuchschreiber für Buddy-Filme werden!

Vielleicht werde ich ja noch mal gefragt, denn wie meldete die renommierte Prügelrowdy-Fanseite www.budspencer.de vor ein paar Tagen in den News?

“In einem Interview in der Il Tempo vom 2.1.2006 hat Terence Hill gesagt, dass er mit seinem Langzeitpartner Bud Spencer einen neuen Streifen drehen will. Bud wurde dazu auch telefonisch befragt und die Zeichen stehen scheinbar gut.“

Auch wenn das 1994er-Spätwerk „The Troublemaker“ eher „Plattfuß im Komaland“ hätte genannt werden müssen, so würde ich mich doch über einen letzten Film der beiden rüstigen Rentner freuen! Auch wenn die Prügeleien inzwischen im Altersheim um eine Packung Gebissreiniger (mit Bohnengeschmack) stattfinden müssten. Bud ist immerhin heute 76 Jahre alt (Terence: 66) und hat inzwischen eine Hüfte wie andere Planeten Äquatoren.

Außerdem drängt die Zeit, da der mit bürgerlichem Namen Carlo Pedersoli heißende Star immer noch gerne frisst und Rotwein säuft, dass man Angst haben muss, dass dieser Mensch erst mit 130 Jahren und 290 Kilo seinen letzten Film drehen wird. Eilt ja nicht! Rotwein hält das Herz ja bekanntlich jung und gesund!

Die Bonus-DVD in der “Collectors Box” enthüllt grausame Bilder von dem „Bud Spencer & Terence Hill Fantreffen“ im Jahre 2003: Hässliche Menschen (laut, männlich, jung), die mit Bierflaschen und aufgesetzter guter Laune durch ein Schmuddelkino ziehen und dabei mit der Kamera wackeln, als würde Terence gerade jemanden damit verprügeln. Da muss ich fairerweise zugeben, dass ich den Star Trek Conventions sehr viel Unrecht getan habe!

Abschließend noch ein paar Anekdötchen über unsere Hammerpfötchen, die es genau so auch in der Deutschen Wikipedia nachzulesen gibt! Bud Spencer…

– hat sich im realen Leben nur zweimal geprügelt (Nämlich einmal zwischen 1967 bis 1973 und einmal 1975 bis 1986)

– wurde mit 13 im Brustschwimmen italienischer Meister in der Erwachsenenklasse (er hat sich mit seinem gefälschten Schinder-Ausweis Einlass verschafft – Kleines Wortspiel am Rande)

– war in einem Boxclub (und erhielt erst Jahrzehnte später den wohlverdienten Musik-Oscar für die Untermalung im Boxfilm „Der Bomber“: „Faaaantaaasyyy!“ – Grandiose Mucke!)

– betreibt zwei Air-Taxi-Unternehmen und eine Fast-Food-Kette namens Bud Food (Berühmt ist der Bohnen-Burger mit ganzen Zähnen)

– entwirft eine eigene Kleidermarke (und wenn’s in der anziehenden Branche schlecht läuft, verkauft er den Krempel als Zelte)

– besitzt zwölf Patente, u. a. für eine elektrische Spielzeugmaus, eine Einwegzahnbürste mit integrierter Zahncreme, einen Spazierstock mit eingebautem Stuhl und Tisch (und er ließ sich 32.489 seiner genialsten Sprüche patentieren und bekommt seitdem massig Lizenzgebühren von Deutschen Schulhöfen)

„Hmm… Ein bisschen stumpf, das Ding. Aber für meine demnächst anlaufende Pfirsich-Diät wird es wohl reichen.“ – Film-Crossover, wohin man blickt: Bud ist der Herr der Klinge, wohingegen dieser Pirat gleich die „Klinik unter Palmen“ sucht… Dieser Streifen ist sicherlich das albernste, was die beiden je zusammen gemacht haben. Knapp hinter dem Rohrkrepierer „zusammen älter werden“ („Zwei Asse trumpfen auf“ – 1981)

– Bud erhielt 1951 vom ägyptischem König Faruk eine Medaille als Schwimmer (ein Schnitzel in dreifacher Größe hätte sicherlich weniger zäh geschmeckt)

– beherrscht sechs Sprachen: Italienisch, Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch und Französisch (sowie die leider bei seinem Gegenüber nicht sehr beliebte „Körpersprache“)

– mag brasilianische Musik und klassischen Jazz (zu sehen in „Vier Fäuste gegen Rio“ – Nein, das ist tatsächlich kein Witz)

– hat seit 2003 eine künstliche Hüfte aus Metall (beschreibt das schöne Wort „Anekdötchen“ über dieser Aufzählung denn nicht eigentlich, dass es sich um ÜBERRASCHENDE Einsichten handeln sollte? Oder zumindest um schwule?)

– verlor 2003 wegen einer Entzündung im Auge fast sein Augenlicht (… und wurde bereits seit Mitte der 70er wegen seiner zunehmend schlitziger werdenden Non-Augen am Set mit dem Getränkeautomaten verwechselt. – Man hielt das in seinem Gesicht für den Münzeinwurfschacht)

– drehte unter dem Namen Bud Spencer 104 Filme (wenn ihr Jungs jetzt komplette Rezensionen von mir fordert, sind wir geschiedene Meute!)

– wog bis zu 160 Kilogramm (bevor er wieder mehr Zeit für’s Essen hatte)

– hat bei einer Wohltätigkeits-Gala 1992 in Deutschland fast 5 Döner innerhalb von 30 Minuten gegessen und so viel Geld für einen guten Zweck sammeln können (nämlich für die Döner 6 bis 10)

– hat einen Faustumfang von 33 cm (Mag jemand den Radius ausrechnen? Formel: Pi mal Daumen)

– ist zwischen 1,92 und 1,94 m groß (bis er dann irgendwann aufsteht und man dann für eine genauere Schätzung rückwärts rennen müsste…)

– sieht in (seiner) Schauspielerei nichts besonderes und meint, dass das selbst ein Affe könnte, da jede Szene ja 25 mal wiederholt wird (Somit hat „Unser Charlie“ ja direkt noch Potenzial! Zumindest wenn er endlich lernt, seine Kelle richtig einzusetzen)

„Ohne Bart fühle ich mich nackt… Und der farbliche Aspekt meines Leberleidens wird auch irgendwie mehr betont!“ – Da schwillt einem ja die Faust in der Puppe an: Deutschland wird immer wieder mit Billigen Bud-Spencer-Kopien aus dem Ostblock überschwemmt! Dabei erkennt man doch ganz leicht, dass dies nicht unser Bud ist: Wer sich in sein Büro ein Schild hängt, auf dem er sich selber ausgelassen begrüßt, hat Probleme mit seinem Selbstwertgefühl!

Der drahtige Terence Hill ist nicht ganz so spannend:

– Er schwimmt ebenfalls gerne. Terence gewann mit seiner Mannschaft „Lazio“ – zu der auch Bud Spencer zählte – eine Bronzemedaille bei den italienischen Jugendmeisterschaften (und ich dachte immer, Draht geht unter)

– gewann später auch die Silbermedaille im Rudern (und mit seinem Paddel die Medaille im Boxen. Der alte Hilfsmittelprügler konnte es einfach wieder nicht lassen)

– wurde im Alter von zwölf Jahren beim Schwimmen vom Regisseur Dino Risi entdeckt (ist ja auch einfach: Wasser ist durchsichtig)

– hat drei Jahre Literatur an der Universität in Rom studiert (bis er merkte, dass die Feder zwar schärfer ist als das Schwert, aber gegen eine ordentliche Kelle nicht wirklich anstinken kann)

– führte Regie in einigen seiner Filme wie „Keiner haut wie Don Camillo“ oder auch „Die Troublemaker“ (Bud, könntest du ihn dafür bitte verhauen?)

„Ich werd wohl jetzt unseren letzten Film drehen!“ – Er wurde missverstanden: Er meinte die DVD-Hülle zu „The Troublemaker“, dessen Cover er auf dem Tisch mit dem Bild nach unten drehen wollte. Aus Scham. – Wie wir sehen, ist auch Terence nicht jünger geworden. Doch noch immer hat er diese charakteristischen blauen Augen! Er nimmt sie auch immer in einem Einmachglas auf die Conventions mit…

Na dann: Freuen wir uns auf den angekündigten letzten Film der beiden! Denn mag er auch noch so schlecht und deplaziert sein wie Uderzos nächstes Asterix-Abenteuer mit Spielort bei der FORMEL 1: Spencer und Hill sind nun mal einfach Schicht!

Pflicht! Ich meinte PFLICHT!

Diese verdammten Freudschen Versprecher…


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Artikel

von Klapowski am 29.01.06 in All-Gemeines

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Kommentare (19)

  1. Kaba sagt:

    Endlich mal wieder nen schöner langer Artikel – wurd aber auch Zeit.
    Hätts sonst mal kräftig Kloppe abbekomm, nichwa Junge.

    (ERST=R)

  2. nakedtruth sagt:

    Dienstags gibt es in den Tele 5 Italowestern regelmäßig ein Wiedersehen mit dem Lieblingsprügelknaben der beiden, so ein grauhaariger Typ mit Bart, Kenner werden wissen wenn ich meine, der auch in den Solofilmen immer was auf die Papiere kriegt.

    Doch irgendwie ist es nicht dasselbe wenn er dann im Showdown erschossen wird statt vorher nur 6mal weichgeklopft.

  3. bergh sagt:

    tach auch !

    Hat Carlo nicht sogar einen Doktor in Chemie ?
    Blöd waren die beiden nicht, nur ihre Filme teilweise etwas infantil.

    Motto :
    Augen blau und Spass dabei.

    @Klapowski
    Nette Rezension.
    (Ich sollte mir die BOX auch kaufen.)

    Gruss BergH

  4. Dark Helmet sagt:

    Hehe, endlich mal was über meine "lieblings-" Westernhelden…
    Ich hab den Kram gehaßt seit dem ich anno ´92 das erste mal so ein Machwerk gesehen habe.

  5. Dark Helmet sagt:

    Ps: sollte heißen: anno 1992 (Mozilla spinnt)

    MfG, Pete

  6. Ranma sagt:

    Die beiden waren eigentlich fast immer unterhaltsam, gibts eigentlich ne maxi von der Pprobe für den Chor aus dem strandbuggiestreifen?

  7. Roonie sagt:

    Was soll ich sagen, mit diesen beiden Gesellen bin ich aufgewachsen (mit ihren Filmen halt). Und ich schau mir diesen Klamauk auch heute noch gern an.

    Wobei heutzutage eigentlich so gut wie jedes Kind mit diesen Filmen aufwächst, oder? Werden ja ständig wiederholt…

    "Türen sind zum Aufmachen da, sind ja schließlich keine Windmühlenflügel"

    "Er will dir die Qualle aus´m Drömel hauen"

    "Wie wollen die uns die Hirse denn servieren, im Vogelkäfig oder am Fensterbrett?"

    Sprüche wie diese lassen mich immer wieder schmunzeln, da einfach nur albern.

    Albern 4 Life

  8. Raketenwurm sagt:

    Was kaum einer weiß; es gibt ein Computerspiel namens "Carlos", dessen Spielfigur wie Carlo aussieht:
    http://www.lemonamiga.com/games/screenshots/full/carlos_01.gif

  9. albernerNickname sagt:

    Auch wenn die Synchronisatoren bei diesen Streifen viel (un)freiwilligen Humor selbst dazugedichtet haben, erreichen die Kommentare nicht ganz das TOS-Niveau. Mal sehen was der neue Streifen bringen wird.

  10. E. Ellert sagt:

    Der Typ aus dem Amigaspiel sieht eher aus wie Dom deLuise aus "auf dem Highway ist die Hölle los". :)

    http://www.jeremiahtheatricals.com/images/OpniteMullDeLuise.jpg

  11. Pellaeon sagt:

    Legt die Friedensgabel ins Gemüse.
    Dialoge 1A und die Essgewohnheiten der beiden sind auch ganz nach meinem Geschmack, geschmacklos.

  12. Captain Botter sagt:

    Hach ja… diese Filme sind ein 1a Beispiel dafür, wie man aus (k)einer absolut sinnfreien Story, billigen Kulissen und drittklassigen Darstellern (Bud und Terence sind da natürlich aussen vor) einen guten Streifen machen kann.

    Da kommt mir gleich eine Eingebung: Hätte ENTERPRISE vielleicht durch einen Gastauftritt der beiden vor der Absetzung gerettet werden können?

    Darüber sollten wir nachdenken…

  13. Sparkiller sagt:

    Unterhaltsamer als die meisten Folgen wär das bestimmt. Muss ja nicht der Bud sein, aber zumindestens ein ähnlicher Charakter.

    "Nimm gefälligst die Griffel von der Strahlenpistole, sonst beam ich Dir mit meiner Faust mal ein Lächeln ins Gesicht. Und jetzt was zum happern her, aber nicht den Replikanten-Fraß. Bin schliesslich noch im Wachstum." – "Ja, aber um die Taille rum, eure oberste Verschlinglichkeit."

    "Quanten-Fluktu… fluxion? Meine sind das aber nicht, die hab ich letzten Monat erst gewaschen!"

    "Kapla? Ja, werd mal nicht frech, sonst muss ich hier die Wildsau rauslassen. Und sagt Graf Kronos mal, er soll mit den Beisserchen zum Zahnarzt gehen. Sieht ja aus wie der klingonische Picasso."

    Mehr Gag-Folgen (die gab es bei den anderen Serien ja noch regelmäßiger) hätte ich mir eh gewünscht. Enterprise war ja humortechnisch wie ein Ausflug in die Bielefelder Stadtverwaltung.

  14. wallace sagt:

    @ Sparkiller

    Genau. Ein so richtig lustiger Vogel hat der Serie gefehlt. Gewissermaßen ein Han Solo oder so. Nie um ein Witz oder nen coolen Spruch verlegen, selbst dann nicht wenn die restliche Crew schon eingeäschert ist. Aber nein, es musste ja fast alles auf ernst getrimmt werden. "Höhepunkt" bzw. für mich der Tiefpunkt der Serie war die 3. Staffel. Einfach furchtbar und unlustig.

    mfg

    wallace

  15. Captain Botter sagt:

    Gerüchteweise war vorgesehen, Mayweather für diese Rolle als Bordkomiker einzusetzen, aber diese Idee ist leider schiefgelaufen, weil Porthos immer dessen Zettel mit den luschtigen Textstellen gefressen hat (quasi eine filmtechnische Variante von "Mein Hund hat meine Mathehausaufgaben gefressen!").

  16. Anonymus (Bosch) sagt:

    Ich seh mir den ganzen Schmock auch immer wieder gern an…
    Hab übrigens ne Heidenachtung vor Bud Spencer!
    Passiert nicht jeden Tag, das jemand, der alles im Leben erreicht hat sich dem verprügeln häßlicher Schnauzbartträger widmet.
    Wußtet ihr übrigens, dass hinter Oliver Onions auch wieder der Buddy steckte? Dr hat all ihre Hits selbst geschrieben!!!
    Bei all dem Talent (das über die Jahre seinen Körper auch ganz schön ausgedehnt hat um noch reinzupassen)
    sollte der olle Nichtskönner Hawking doch vor Neid erblassen (nicht Erb-lassen!), oder nicht?

  17. DJ Doena sagt:

    Wobei "Synchronisation" das falsche Wort ist. "Vertonung" trifft es eher. Denn einen O-Ton im eigentlichen Sinne gibt es bei diesen Filmen ja gar nicht.

  18. buddy/terence girl sagt:

    Also ich finde diesen Artikel einfach nur schrecklich (und auch die ganzen Bewertungen)!!! Man weiss einfach nicht ob ihr jetzt Bud Spencer & Terence Hill Fans seit oder nicht!? Ich finde der Artikel ist total widersprüchlich geschrieben. Am Anfang schreibt der Autor (wer auch immer das ist) das er ein riesiger Fan sei, später aber verarscht er Buddy & Terence und ihre Filme nur noch und macht sie total schlecht! So macht er sich ständig lustig über Buddy´s Gewicht, wie alt sie jetzt schon sind und wie sie heute aussehen (is ja klar das sie heute nicht mehr so wie früher aussehen, jeder wird mal älter)! Und diese ganzen blöden Kommentare unter den Bildern nerven auch total, da wären die Original-Sprüche viel besser und lustiger gewesen!
    Oder das es früher nun mal nichts besseres gab als Spencer/Hill Filme und sie heute nicht so erfolgreich wären, finde ich blödsinn! Früher gab es auch viele gute Filme und Buddy & Terence waren trotzdem die besten von den 60er – 80er Jahren! Es kann natürlich auch sein das der Autor ein richtiger Fan von den beiden ist, aber dann sollte er sie nicht so verarschen und sich nicht dauernd widersprechen! Außerdem ist der Artikel viel zu lang (deshalb ist halt auch meine Bewertung etwas länger geworden)! Jedenfalls hab ich jetzt keine Ahnung wer hier ein Fan ist oder nicht (ich denke ich bin wohl der einzige Bud Spencer & Terence Hill Fan auf dieser Seite)!?
    Sie sind und bleiben für immer die besten, ich liiiiiiiiiiebe die zwei!!!

  19. Dr.Best (der mit dem Schwingkopf) sagt:

    @buddy/terence girl:

    Um mal eins vorweg zu schicken: Der Autor (Daniel Klapowski, für den richtigen Namen, siehe Impressum) ist ein absoluter Fan des Duos Spencer/Hill. Das Selbe gilt übrigens auch für die meisten Leser hier.
    Aber eines sollte ich dir vielleicht verraten: Das hier ist eine Satire-Seite. Und das heißt, nicht alles was hier geschrieben steht ist auch so wörtlich zu verstehen. Das hat was mit Humor zu tun.
    Die Art und Weise, wie du argumentierst (Text zu lang, Bildkommentare) legen nahe, dass du noch nicht allzu alt bist und das Ziel dieses Reviews noch nicht verstehst. Das macht nichts, das wird schon noch.
    Also für dich: Klapowski liebt die beiden seit seiner Kindheit, und sie sind ihm offenbar wichtig genug, um so einen langen Text über sie zu schreiben. Du bist also hier unter Fans und in ein paar Jahren wirst du diese Art von Text dann sicher auch zu schätzen wissen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr.Best

    PS: Solltest du allerdings schon deutlich über 14 Jahre alt sein, würde ich mir, an deiner Stelle, langsam Sorgen machen.

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