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Spiel mir das Lied vom Trek!

Da spitzen nicht nur Vulkanier ihre Ohren und der Ferengi fliegt mit aufgestellten Lauschern davon: Star Trek ist nicht nur Guck, sondern hat auch verdammt viel Hör zu bieten! Höchste Zeit also, um die Musikuntermalung einem freund-schaftlichen Klaps mit dem Dampfhammer zu unterziehen… Pardon, mein Herr? Ist das hier ihr Blechblasinstrument? *Schmetter*

Musik für Star Trek produzieren kann so einfach sein: Man verzehre ein bis zwei Pfund frische Bohnesuppe (So dick, dass sie mit dem Tortenheber serviert werden kann), lasse ein paar Stunden vorübergehen und setze sich dann mit Atemmaske in’s Tonstudio. Voilà und Pfuibà: Die Mucke für mindestens 10 Standardfolgen TNG, DS9, Voy oder ENT ist fix und alle aufgezeichnet!

Denn obwohl die Musik der Vorspänne und Kinofilme nicht ohne Grund gelobt und gehudelt wird, herrscht in der TV-Handlung klangtechnisch eine ziemliche Ebbe. Die allgemeine Vielfalt glänzt höchstens durch Ab-, und sonst eher gar keiner Wesenheit. Flut herrscht nur in den diversen Mundstücken der Trompeten, Tubas und den anderen überdimensionierten Trillerpfeifen… Gegen diese sinnlose Vergeudung von Speichel wirkt mein jährlicher Wasserverbrauch wie ein lächerlicher Versuch, die Aufmerksamkeit der Stadtwerke zu erregen!

Man möge sich nur einmal eine beliebige Folge herausgreifen und mit den von mir herbeigerufenen Vorurteilen lauschen. Dumpfes Getröte (meist bei jedem Wechsel der Location) wird euch umfangen, runtergenudelt in einer Geschwindigkeit, die zur akustischen Untermalung eines Nacktschneckenrennens gerade noch geeignet erscheint! „Tröööööööt!“ macht es, wenn Picard die Brücke inspiziert… „Booohoooph!“ machen die Alphörner, wenn Riker sich dazustellt. Und wenn dann noch Worf im Hintergrund herumschleicht, kennt die musikalische Untermalung kein Halten mehr, höchstens noch ein verhaltenes Pusten in eine Küchenrolle: „Prödelööööh!“

„Worf! Zur Feier ihres 5-jährigen Nicht-Wasch-Jubiläums spiele ich ihnen heute ein ganz besonderes Stück: Den Floh-Walzer, harhar!“ – Hat schon immer gute Noten nach Hause gebracht: Die ST-Pianistin an ihrem hypermodernen Klavier. Leider wurde sie bereits im TNG-Pilotfilm wieder entlassen, da sie versehentlich Beethovens Neunte auf der Materie/Antimaterie-Kontrollkonsole gespielt hatte…

Wer sich in den letzten Monaten auf unserer Seite nicht damit aufgehalten hat, zwischen den Zeilen zu lesen, sondern sich gleich den kompletten polemischen Text zu geben, der kennt meine Meinung wohl schon: Für mich ist die Musik der Serien größtenteils langweilig und uninspiriert! Ein einziger Trauermarsch in der längsten Beerdigung der Welt. – Oder ist es ein Zufall, dass die Experimentierfreudigkeit ziemlich genau mit dem Ende der ersten Staffel TNG aufgehört hat? Als Tasha starb? Und spätestens, als die „Mauern fielen“ (DDR, 1989) war von dem anfänglichen bzw. aufhörlichen Enthusiasmus gar nichts mehr zu spüren.

Dabei hat es zu Beginn mal so ohrwurmig angefangen:

Der Amerikaner Alexander Courage, 1919 geboren und meines Wissens nach immer noch nicht tot, war der TV-Mozart, der neben vielem anderen Schrott auch einen ganz besonders liebenswerten Müll für uns produzierte. – Nämlich die Titelmelodie der ersten Star Trek Serie! Eine sympathische Melodie für alle, die keine Kristallgläser besitzen! Ein Traum in schrill!

Was viele nicht wissen: Gene Roddenberry ließ es sich damals nicht nehmen, einen richtig echten Text zu der Melodie zu komponieren. Allerdings nicht, damit dieser dann auch verwendet werden würde (das konnte ja schließlich jeder), sondern damit Gene zeitlebens die Hälfte der Tantiemen abgreifen konnte (das wünscht sich schließlich jeder). Courage zeigte daraufhin selbige und weigerte sich verärgert, für irgendeine Trekfolge zukünftig auch nur ein feuchtes Pupen zu komponieren.

Genialer Schachzug: Die Zahl an CD’s, Schallplatten und Kassetten zum Thema ST-Musik ist so groß, dass selbst Spock einen Taschenrechner braucht, um die Größe des dafür benötigten Müllwagens auszurechnen. Kirk hingegen ist etwas enttäuscht, dass sein Lieblingsinstrument auf der CD etwas zu kurz kommt. Dabei hat er vorher extra maßangefertigte Backpfeifen im Orchester verteilt!

Das wir mit Roddenberrys Text nicht viel verpasst haben, beweist er am besten einmal selbst:

Beyond
The rim of the star-light
My love
Is wand`ring in star-flight
I know
He`ll find in star-clustered reaches
Love,
Strange love a star woman teaches.
I know
His journey ends never
His star trek
Will go on forever.
But tell him
While he wanders his starry sea
Remember, remember me.

Schmalzig nahe an der Grenze zur Nebenhöhlenvereiterung, nicht wahr? Wenn die Passage „Strange love a star woman teaches” allerdings auch nah an dem dran war, was Kirk stets als seinen eigentlichen Missions- und Bildungsauftrag betrachtete: Poppen, bis die grüne Maus auch ihre letztes Body-Make-up runtergeschwitzt hat.

Die „Sängerin“ des fiepigen, später verwendeten „Textes“ heißt übrigens Loulie Jean Norman. Jedenfalls bis zum Sommer 2005. Ab da hieß sie in ST-Foren nur noch „Wir-werden-sie-niemals-vergessen!“ – Da sie sogar mit Frank Sinatra und Elvis Presley gearbeitet hat, könnte diese Aussage ausnahmsweise sogar mal zutreffen.

Hier ein kleiner Weckruf der zarten Schönen: Ey, was schreist Du?

Die sonstige Musik bei TOS klang selbst in den düsteren Passagen eher nett und harmlos, ja, manchmal sogar nach einem hörbaren Augenzwinkern! Nein, ich meine nicht dieses knarzende Geräusch, das immer bei mir entsteht, wenn ich kräftig auf meine Tränendrüsen drücke! Das ist wohl nur meine ganz persönliche anatomische Besonderheit… Oder könnt ihr das etwa auch? Wenn eure Kollegen nicht auch göbelnd euer Büro verlassen, gilt es nicht!

Jedenfalls waren die stets wiederkehrenden (Kurz-)Sounds schnell ein Markenzeichen bei TOS geworden. Oft konnte man schon Sekunden vorher sagen, mit welchem Sample die Serie gleich wieder Wut, Verwunderung, Kampf, Witz oder Brunftzeit zu untermalen gedachte…

„Wie? Coverfoto? Jetzt?! Aber ich wollte doch vorher noch den alten Diskus in’s Spinnennetz hängen!“ – Und noch’n Gedicht: Bilder solcher Alben findet man im Internet wie Sand am Meer. Dabei sind die TOS-Sounds doch eher durchschnittlich gelungen! Wer genau hinhört, kann den Schnitt auf der Schallplatte sogar ganz deutlich hören.

Doch aus irgendeinem Grund probierte man dann aber für den ersten Kinofilm doch etwas Neues aus, das nicht als Melodie für ein aufziehbares Kinderspielzeug taugen sollte. Etwas Modernes, Ernstes, das nicht mal leicht schmeckt, aber dafür belastet: Ein lustiger Musikant namens Jerry Goldsmith wurde engagiert, um dem Weltraum die volle Dröhnung zu verpassen. – Und man tat gut daran: Schon das Titelthema vom SFX-Spektakel „Star Trek – The Motion Capture“ wurde so schnell zum Markenzeichen von Star Trek, dass alle anderen, nicht-markenzeichigen Trek-Musikstücke prompt in der Schule gehänselt wurden.

Alle waren so begeistert von Jerrys Score, dass sie den Meister nicht mit niedrigen Zahlen verärgern oder beleidigen wollten. Und so wurde er für die Filme 2, 3 und 4 prompt NICHT eingesetzt. Nein, der ernsthafte Grund war, dass das Budget für den zweiten Film einfach viel zu niedrig war, um den smithigen Goldy beauftragen zu können. Denn schon damals gehörte er zu den namhaftesten Komponisten in dem Geschäft, und damit ist garantiert nicht Aldi oder Lidl gemeint!

Bei „Star Trek II: Der Zorn des Khan“ durfte also James Horner ans Notenbrett. Was auch immer das sein soll. – James war ein Mann, der bereits vorher schon für unbekannte SF-Filmchen komponiert hatte. Die Bekanntesten davon waren… immer noch zu unbekannt, um hier genannt werden zu müssen. Das Hauptthema war sogar wieder deutlicher an die TV-Serie angelehnt, was dem Ganzen etwas den Schwermut nahm und den Tränenfluss positiv regulierte.

“So, jetzt noch ein bisschen mehr Tiefe rein! Das hallt in einem leeren Kinosaal besonders gut, wirst schon sehen!“ – Der Wiskey-Mixer mischt Musik am Musikmixer: Der NEMESIS-Soundtrack erhält soeben den letzten Schliff…

Auch beim 3. Film, Pardon: – beim III. Film war Horner dabei. Die Stücke wurden länger und alter Krempel wurde noch mal variiert. Insgesamt betrachtet waren Horners Engagements aber recht erfolgreich und eingängig und fanden viel Zuspruch in den Kegelclubs und an den Stammtischen. Schade nur, dass er wegen „kreativer Differenzen“ mit Leonard Nimoy (sprich: Die beiden hatten so’n Hals aufeinander, dass es für zwei Cardassianer gereicht hätte) aus dem Franchise ausschied. Denn mit „Aliens“, „Braveheart“ und nicht zuletzt „Titanic“ katapultierte er sich später in den Dudel-Olymp und durfte stolz wie Oskar auch mal selbigen nach Hause tragen… Gerade Titanic war natürlich sein Meisterwerk! – Und wer GANZ genau hinhört, bringt vielleicht sogar etwas durcheinander und sieht bei diesen Tönen Leonardo de Nimoy im Eiswasser des Reaktorkühlsystems versinken…

Passend zu all den hier genannten Leonards, Leonarden und Leonardessen erscheint nun hier der Komponist von ST IV: Leonard Rosenman, der vor allem durch einen James-Dean-Film bekannt geworden war, wurde nun für den Plot um die Walsonde angeheuert. Ein übler Fehler, wenn man Trek-Veteranen und Wal-Veterinäre fragt: Zu viel Jazz, zu viel anders… Dass die Handlung größtenteils in den 80ern spielt, wurde als Entschuldigung nicht geduldet und Rosenmans Schreie verhallten wenig später in einem Haifischbecken irgendwo in Kalifornien… Derartig verstümmelt entwickelte er eine Liebe zu anderen Verstümmelungsopfern und schrieb somit 4 Jahre später, 1990, schon wieder die Musik zu Robocop 2. Nur, um dann 1975 und 1976 endlich je einen Oscar überreicht zu bekommen. Denn Rosenmans Karriere entwickelte sich qualitativ entgegengesetzt zum Zeitstrahl…

“… und als anspruchsvoller Künstler erwarte ich selbstverständlich, dass von mir nur Schwarzweiß-Fotos im Internet zu finden sind, klar?” – Grauer Panther: Rosenman hat dem Franchise ebenfalls seinen Stempel aufgedrückt. Kein Wunder, dass die Mucke da oft ein bisschen bürokratisch und uninspiriert klang…

Vermutlich, weil Star Trek nun so populär wie nie zuvor war, holte man sich für den 5. Film doch wieder Jerry Goldsmith zurück. Auch wenn die Produzenten dies bis heute leugnen. Die Existenz des Films, nicht den Soundtrack. Letzterer bekam grandiose Kritiken und hob das Filmchen um „Gott“ im Tacka-Tucka-Land immerhin auf das Qualitätsurteil „Muss man gehört haben“ an, wenn es schon nicht für’s „gesehen haben“ reichte…

Für Star Trek VI wurde nun wieder jemand neues ausprobiert: Cliff Eidelman, ein junger Künstler, der noch ziemlich jung war und ein Künstler noch dazu. Viel mehr gab es damals noch nicht über ihn zu sagen… Heute können wir immerhin vermelden, dass er auch noch „Free Willy 3“ und „My Girl 2“ akustisiert hat. Was ein wenig enttäuschend ist, denn beim unentdeckten Land hatte er sich gleich literweise mit Ruhm bekleckert… Was später irrtümlich für schwebendes Klingonenblut gehalten wurde.

Für das Klassentreffen unter den ST-Filmen, „Star Trek VII – Generations“, stoppte das Glücksrad diesmal bei dem Namen Dennis McCarthy, dem Haupt-Dudelator von TNG und Schöpfer der DS9-Titeluntermalung. Doch als alter TV-Hansel verwechselte er „episch“ mit „eingängig“ und holte den Einheitsbrei aus der ST-Suppenküche auf die große Bühne. Fans guter Filmmusik verkrochen sich angewidert in ihrem ganz persönlichen Nexus (einer alten Hundedecke) und spielten so laut das letzte Weihnachtsfest nach, bis sie den Track nicht mehr hören konnten. Na ja, immerhin hat McCarthy 90 Folgen TNG mit seinen Werken gefüllt. Vermutlich aber die langweiligeren, von denen ich oben bereits abschätzig sprach… Das TNG-Titelthema ist ihm allerdings wirklich gut gelungen, auch wenn es „nur“ eine Abwandlung von Jerrys Kultmucke aus dem ersten Film ist…

„Hihi! Meine Achselhaare kitzeln!“ – Wa(h)re Musik: Opa Dennis war lange Zeit der kreative Fließbandarbeiter des Franchise. Hier steht er normalerweise vor dem Orchester und überwacht die Aufnahmen. Bei der Musik für Voyager übernahm diese Aufgabe dann allerdings der Sicherheitsdienst, was keinerlei qualitative Einbußen zur Folge hatte.

Womit wir auch wieder bei Herrn Goldsmith wären! Auch in den treklosen Jahren war der Komponist nicht der Wohlfahrt zur Last gefallen und konnte so gut genährt für „First Contact“ antreten. Und er trat genau richtig! Die Untermalung von ST VIII ist bis heute meine absolute Lieblingsmusik, da es hier viele neu klingende Stücke gibt und auch die langsameren, gefühlvollen Sounds so überzeugend wirken wie eine Drückerkolonne mit Baseballschlägern! Diesmal half sogar Sohnemann, Joel Goldsmith, der Hauptkomponist einer recht unbekannten und erfolglosen Serie namens „Stargate SG-1“ war und irgendeine alberne Frau namens „Emmy“ angraben konnte.

Da ST VIII so erfolgreich war, ließ man Goldsmith auch den 9. Film (er)tragen. Obwohl dieser eher mittelmäßig eingestuft wird, ist die Musik einfach gut gelungen! Trotz dass der Eingangssoundtrack im Dorf die Schmalzpreise durch Überproduktion rapide fallen ließ, sind die ruhigen Momente die besten des Films. Obwohl ich „Insurrection“ gar nicht soooo oft gesehen habe, kann ich mich recht gut an so manche Melodie erinnern. Und das ist schon erstaunlich, weiß ich doch die meiste Zeit nicht mal, wo zum Geier ich hier eigentlich bin und warum man mich jeden Morgen zum Baden aus dem Bett hebt.

Bei Jerrys „Nemesis“ geistern dann die Scheiden, Pardon, scheiden sich die Geister: Während man allgemein auch hier nur Gutes zu berichten weiß, finde ich den dortigen Soundtrack einfach grau-en-voll. Und ich bitte dabei um besondere Beachtung der Bindestriche mitten im Wort! Beim ersten Sehen des Films wurde mir bei ein bis zwei Stücken sogar regelrecht übel (was vorher noch nie geschehen war) und ich benötigte Blut- und Speicheltransfusionen von mindestens vier vorsorgliche gezüchteten Klapowski-Klonen! Nemesis ist lieblos und düster runtergedudelt, ohne Highlights. Ja, teilweise sogar völlig ohne lights. Aber für die grottige Beleuchtung kann Herr Goldsmith ja nun wirklich nichts.

“Tiefer! Verdammt! Tiiiefer! Es hat schon wieder aufgeholt!“ – Bei Nemesis lieferte sich das Filmniveau ein Wettrennen mit den verwendeten Tönen. Ja, das alles wirkt sogar noch stumpfer als Shinzons Fischmesser… Immerhin ist das Cover geschmackvoll angerichtet. Man hofft direkt mit den eingeblendeten Gesichtern! Nämlich, dass der grüne Nebel hochgradig giftig sein möge und alle Beteiligten das Elend schnell hinter sich haben werden.

Dies könnte auch schon fast die ganze Geschichte der Trek-Musik sein, wenn ich nicht noch kurz erläutern würde wollen, warum ich beispielsweise die erste Staffel von ST musikalisch so innovativ finde. Ganz einfach: Schätzungsweise 90% aller Filmmusik ist üblicherweise Klassik. Ich erwähne das nur noch mal, um befriedigt zu sehen, dass selbst der coolste Hip-Hopper mit Erschrecken feststellen muss, dass er eigentlich auch ein schwuler Mozart-Bengel ist. Zumindest wenn er irgendwann schon mal eine Filmmusik klasse fand (und wer fand das noch nicht?), ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich dort um das Genre der Klassik handelte: Geige, Klavier, ein wenig Triangel und zum Schluss hau’n wir auf die Pauke. Klassik halt, ein echter Klassiker!

Dies aber nur, um festzuhalten, dass natürlich auch ich nichts gegen Klassik habe! Aber meine Schätzung von 90% besagt ja nach Adam Riese auch, dass es 10% geben kann, wo anderes angebracht wäre. Vom Techno-Beat bis hin zum choralen Engelschor. Und dieses leisten eigentlich nur die ersten TNG-Folgen! So schlecht stehen der Serie die gelegentlichen Synthesizer-Rhythmen nämlich gar nicht mal. Damit ich euch nicht schon wieder mit meiner grundlosen Verehrung für die Episode „Die schwarze Seele“ nerven muss, greife ich hier jetzt mal als Beispiel „Illusion oder Wirklichkeit“ heraus. Zumal ich hier auch einen billigen MIDI-Track gefunden habe, aus dem man sogar noch etwas vom Original heraushören kann: Hui Buh (25 lächerliche KB). – Dies soll keine große Kunst sein, ist aber wirklich mal etwas anderes als alles, was danach kam… Ich finde, man horcht da schon irgendwie entgeistert auf und denkt: „Huch?! Ja, wo bastelt er denn, der McGyver?“ Ich meine speziell die Passage nach der 35. Sekunde.

“Ich hab’ zwar eigentlich keine Zeit, aber nun gut: Ich habe mir gerade Knoppers gekauft, weil es für die Mittagspause eben genau das Richtige ist! So, nun muss ich aber weiter!“ – Soll auch nicht leben wie ein Hun… Mayweather: Wenigstens EIN Bild mit Jerry Goldsmith zum Abschluss gehört für mich natürlich zur absoluten Bürgerpflicht!

Der Rest der Geschichte ist: Jerry Goldsmith komponierte den Voy-Titelsound und erhielt dafür einen Emmy-Award, bevor er im letzten Jahr dann starb.

Für DS9 zeichnete z.B. David Bell für 60 Episoden verantwortlich. Wer des Englischen mächtig ist, kann auf seiner Homepage einiges über seinen Beruf erfahren: Viel zu viel Text. Russell Watson hingegen wurde für seine ENTERPRISE-Titelarbeit mit einer neuen Sammlung an faulen Eiern an der Hauswand bezahlt. Aber wenn wir ehrlich sind, hatten wir uns inzwischen sogar daran gewöhnt: „I can reach any staa-haaa-haaaar!“

Dass Gene Roddenberry hier im Grabe rotieren würde (was er angeblich ja sehr oft tut), will ich aber mal bezweifeln. Denn inhaltlich erinnert das schon ein bisschen an seine unveröffentlichte TOS-Mucke („My love Is wand`ring in star-flight“).

Und was ist die Moral von der Geschicht?

Von Star Trek hört man…

erst mal nicht.

(Mehr MIDIS gibt es Hier)


Weitersagen!

Artikel

von Klapowski am 18.12.05 in Star Trek

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Kommentare (27)

  1. Kaba sagt:

    Die Bilder sind mal wieder der Abschuss, geiler Artikel – um das zu toppen kann als nächstes nur noch die Firefly-Serien-Besprechung mitsamt Kinofilm kommen und das in einer mindestens 18teiligen Ausgabe von jeweiligs über 1000 Wörtern *hoffnungsvollhust*.

    Btw: ERSTÖR!

  2. Gast sagt:

    Ähem, was ist mit Enterprise? In der Serie wurde endlich mal wirklich gute Musik für die Folgen komponiert, allein 3 und 4 Staffeln sind doch musiktechnisch einwandfrei untermalt. Da sollte aber mal ein dickes Lob her…
    -Hace

  3. Klapowski sagt:

    Mir ist da nix Dolles aufgefallen.

    Das was für mich das selbe nichtssagende Gebrummel wie die Jahre davor…

  4. Gast sagt:

    Brodken Bow
    Similtude
    Harbinger
    Affliction
    Azati Prime

    usw, das war doch alles mit guter Musik unterlegt? Für eine TV-Produktion, wo der Zeitdruck ja noch enormer ist, waren da manche spannende Sachen dabei. Sonst nenn mir mal ein Serien-Beispiel, wo es besser ist. Selbst Stargate hat immer nur dieselben Tracks aus dem Pilotfilm wiederholt.
    -Hace

  5. mungomunk sagt:

    serie mit guter musik?
    bitte sehr: the lone gunmen

    auch wenn da größtenteils geklaut wurde… is aber egal, da die atmosphäre stimmt

  6. Gast sagt:

    Guter Artikel. Muss jetzt nur noch den üblichen Senf dazugeben, und damit meine ich:

    "The Inner Light" -> m.M.n. die beste Musik in einer Serie (nicht nur Star Trek)

    Und natürlich auch- vor allem die Titelmusik (aber nicht nur)-
    von "ST VIII", kann da Klapowski nur zustimmen.

    Ich weiß, keine besonders originelle Meinung, aber trotzdem meine eigene…

  7. Gast sagt:

    hm … es fehlt aber noch das Schauspielergetröte und gefiedel, was Riker, Data und Kim so verbrochen haben…

  8. hoki sagt:

    Ich muss sagen, das ich das Enterprise Theme durchgehend geil finde. Da ist halt nichts futuristisch-schrilles drin` wie in TOS, dafür ist die Enterprise in den ersten Folgen aber eben auch so unfuturitisch "oldschool" das nichteinmal die Türen von selber aufgehen (und das Geld hätte die Sternenflotte doch wohl noch bei Conrad Elektronik ausgeben können). Wirklich mies wurde es nur, als die bekanntermassen vollstrahligen Produzenten das Thema zur letzen Staffel mit irgendwelchem Gitarrenschrott unterlegt haben. DAS empfinde ich eigentlich nachträglich als Legitimation für die Xindi-Sonde.

  9. bergh sagt:

    tach auch !
    Ein Klaposki-Zustimm-Artikel.

    Die Musik von Firefly ist voll cool
    und passt hervorragend zur Gesamtstimmung.

    Ansonsten sollte man Stanley Kubrik heute noch eine verpassen, daß er die Klassik als Science Fiction Musik eingeführt hat.
    Nichts gegen Klassik, aber sie gehört nur bedingt und auch nicht ausschließlich in SciFi Filme.
    Heißt :Ich will sie da nicht mehr hören.

    Gruss BergH

  10. Gast sagt:

    Nichts für ungut, aber wer behauptet, die Musik von "Odyssee im Weltraum" passe nicht zum Film, der… Naja der… Der spinnt! ;)

  11. Sparkiller sagt:

    Gegen Klassik in Sci-Fi-Filmen habe ich ebenfalls nichts, im Gegenteil. Keine Probleme mit der Trek'schen Musik hatte ich bis ca. zur vierten Staffel von TNG.

    Denn bis dato hatte man noch wirklich das Gefühl, dass extra ein ganzes Orchester-Team auf die Roddenberry-Ranch gekarrt wurde, um die neuesten Space-Abenteurer unserer Crew passend zu unterstreichen.

    Nehmen wir doch nur die schööööööne Szene aus dem ersten Kinofilm, wo Kirk schmachtend am Fenster seines kleinen Fähren-Fensters klebt, und wir uns minutenlang die neue alte Enterprise von allen Seiten angucken durften. Im Ernst, ich fand das super. Keine Explosionen, keine Faustkämpfe, einfach nur eine tolle "Aaaaaaach jaaaaa… *schnief*"-Szene.

    Später wurde mir das Ganze zu einfallslos aus dem Sythesizer gedudelt, mit vielleicht zwei-drei Ausnahmen, wo man wohl mal die Porto-Kasse für einen jungen Musik-Studenten geplündert hat.

  12. bergh sagt:

    tach auch !

    Ihr habt mich falsch verstanden, glaube ich.

    Ich mag Klassik in SciFi Filmen und 2001 ist genial nicht nur wegen der Musik.
    Nur muß man alles was Meister wie Kubrik machen IMMER nachmachen?
    Und NUR Klassik als die einzig wahre Musik für SciFi Filme ? Nö !
    Ich verlange nach Abwechslung.

    Gruss BergH

  13. hotzenplotz sagt:

    Naja, gibts denn soviel Klassik in SF Filmen? Musik mit Geigen und Trompeten und Schrumm-Schrumm ja, aber das is ja deswegen nicht gleich Klassik…
    hotz'

  14. Gast sagt:

    Okay, klar, NUR Klassik in neu erscheinenden Sci-Fi-Movies hielte ich auch für eine ziemlich schlechte Wahl. Man kennt ja einige dieser neuartigen Machwerke, und das mit Klassik zu unterlegen, wäre eine Beleidigung eben dieser… Ach, was sag´ ich, es wäre BLASPHEMIE! Hab dich tatsächlich falsch interpretiert BergH, sorry… Dachte du findest die Musik in "2001" unpassend, aber schön, dass du sowohl den Film, als auch die Musik genial findest, dann sind wir uns ja einig…

    Glaube im Übrigen auch nicht daran, dass recht viele Sci-Fi-Regisseure ausgerechnet die Klassik als DEN Musikstil für ihre Filme (neu)entdecken werden.

  15. Gast sagt:

    Gut geschrieben, Klapo, wenn auch z.T. Schwachsinn:
    1. Rechtschreibung: ein Dauerglotzer wie Du, solltest eigentlich wissen, daß "McGyver" de facto so geschrieben wird "MacGyver". Die Show gehört ja eigentlich z.T. ebenfalls in die Sci-Fi Sparte.
    2. Was ist mit der TNG Borgfolge "Best of both worlds"? Die Musik ist bisher von keiner Trek Show überboten worden und Du nennst alles was nach der 1.Staffel kam zum Gähnen?
    3. Leonard Rosenman hat einen guten Job gemacht. Allein die 1 1/2 Minuten Musik, die die Krankenhausjagd untermalt ist genial und die veränderte Titelmusik ebenfalls.
    4. Nun gut, "Nemesis" war Schrott, aber die Enterprise E und Goldsmith waren noch die größten Leistungsträger dieses Filmes. Die Musik, besonders der Eingangsmarsch, ist so richtig schön düster und martialisch.
    4. Und was ist mit DS9? Da gab es auch schöne Stückchen, besonders im Pilotfilm?

  16. Gast sagt:

    P.S.:
    Schöne Weihnachten Euch allen und ein gesundes neues Jahr (zum Glück mal ohne Trek)und zieht schön weiter über Trek her, denn, obwohl ich die Show (zumindest die ersten drei Serien) liebe, muß ich immer recht herzlich über Eure tollen Charakterzeichnungen, besonders von Charakteren lachen, deren Alter Egos zur Zeit mehr von sich geben, als in der ganzen Serie.

  17. Klapowski sagt:

    Zu 1.) Sehe ich ein. Es heißt wirklich "MacGyver". Zu meiner Ehrenrettung: Das vergessene "a" hat er sich übrigens erst in der dritten Folge aus einer alten Büroklammer gebastelt!

    Zu 2.) Leider habe ich nicht alle tollen Musiken im Kopf. Aber alle Folgen zu nennen (=Ausnahmen), die von der Regel abweichen, ist ja auch etwas viel verlangt. Sicher mag sogar 30% der Mucke phantastisch gewesen sein, doch 70% war es garantiert nicht. Darauf verwette ich meinen Hörsinn!

    Zu 3.) Ich habe ja persönlich nichts gegen Rosenman. Zumindest nichts Wirksames. Dass er mit seiner Musik nun nicht sooo den Vogel abgeschossen hat (Tierschützer mögen mir den Vergleich verzeihen), ist aber nun mal vorherrschende Web-Meinung.

    Zu 4.) Gerade den Eingangsmarsch fand ich schrecklich langweilig, nichtssagend und auf-Shinzon-komm-raus auf düster getrimmt. Aber über Geschmack soll man hier ja gerne streiten.

    Zu 4.(b): Das habe ich höflich übergangen, weil ich mich einfach nicht daran erinnern konnte. Singt doch bitte mal ein kurzes Stück an, ja?

  18. Gast sagt:

    Laaalaaaa LAAAAAAA laa lallllaaaa….
    Oder so ähnlich…

  19. Gast sagt:

    Hm, klingt jetzt aber eher wie Voyager…

  20. bergh sagt:

    tach auch !

    Voyager wäre
    Täääää Täröhm.
    [SCNR]

  21. Gast sagt:

    @ Klapo
    Bei DS9 ist es so, daß es da sehr wunderbare Melodien gab, die aber leider z.T. recht schwierig vom Aufbau und Arrangement waren, daß es sehr schwer ist, die Dinger nachzupfeifen, geschweige denn zu singen. Aber versuche Dir mal vom DS9 Pilotfilm den Track "Passage Terminated" zu organsieren (ist auf dem Soundtrack zur DS9 Pilotfolge "The Emissary" und auf der allerersten "Best of Star Trek" drauf zu finden) und sage mir dann, ob Dir das Stück gefällt oder nicht. Ich persönlich finde es toll, obwohl da gar nicht so viel los ist (bißchen E-Piano, spacige Sounds u.a.), aber gut gemixt klingt das wirklich toll und das DS9 Thema ist doch auch super, oder? Auch die Musik von Voyager war, im Gegensatz zur Serie recht ordentlich, da da auch mal neue Komponisten zum Zuge kamen. Beim "Generations" Soundtrack scheiden sich die Geister. Ich mag ihn, ist zwar nicht so gut, wie z.B. "The Motion Picture", "Undiscovered Country" oder "First Contact", aber es gibt schlimmeres. Und noch was: daß ich den "Nemesis" Eingangsmarsch so mag, liegt wahrscheinlich daran, daß ich US-Märsche (ob Navy oder Marines Märsche) oder auch Filmmärsche (Raiders March, Imperial March, usw.) mag. Die sind laut und flott und krachen richtig ein.

  22. Gast sagt:

    P.S.: noch zu Rosenman:
    ich glaube aber, daß für seinen Score zu Star Trek IV immerhin eine Oscarnominierung heraussprang.
    Und: Klar, 70% der Musik mögen ja langweilig sein, aber sie soll ja nur die Folgen untermalen. Wenn von 700 Trek Folgen 30% einen tollen Soundtrack haben, ist das mehr als genug, um hundert CDs herauszubringen. Aber ehrlich, mir reichen die, die ich habe.

  23. Gast sagt:

    Jaaa genau, der Imperial March ist echt ein Klassiker! Die Filme schon zig-mal gesehen, trotzdem immer wieder ein kalter Schauer, wenn Darh Vader und der Imperator, untermalt mit dem Imperial March, auf dem Bildschirm erscheinen…

    Ja, ich bin ein Nerd²

  24. Jonas Wagner sagt:

    Richtig klasse finde ich eigentlich den neuen Galactica Soundtrack. Wohlgemerkt den der Serie, was Richard Gibbs mit der Pilot-Serie abgeliefert hat fand ich enfallslos und oft wiederholend.
    Bear McCrearys Mischung aus asiatischen Kodo-Trommeln, aber auch europäischen (teilw. keltischen) Einflüssen fand ich sehr klasse.
    Auch die zwei Klassik-Themas, die er für die Kobol Folgen schrieb fand ich passen.

    Sehr gut war natürlich auch die bereits erwähnte Musik zu Firefly. Wobei ich allerdings Serenity (also den Film, nicht die Pilotfolge) eher als einen Rückschritt.

    Bei TNG muss ich Dany recht geben, die Synhties fand ich sehr erfrischend. Die klassische Stücke, welche die folgenden Staffeln dann ausschmückten waren ja leider immer nur Variationen. Da hatte sich irgendwie nie jemand getraut mal etwas anderes einzubringen.
    Dies könnte man aber so ziemlich jeder Serie vorwerfen. Hätte man bei Buffy nicht irgendwann den Komponisten ausgetauscht, würde die Serie auch keinerlei musikalische Veränderung durchmachen. Oder z.B. 24 hat IMHO einen sehr eintönigen Soundtrack. Lost sage ich das gleiche Schicksal voraus. Die musikalische Untermalung ist schon passend, aber irgendwie immer gleich.

  25. Jonas Wagner sagt:

    Also ich sollte mir echt mal angewöhnen das was ich so schreibe noch mal korrektur zu lesen, was ich da wieder an Fehlern verbrochen habe….

  26. Gast sagt:

    James Horner hat eindeutig den Besten aller Soundtracks abgeliefert. Goldsmith halte´ich mit ausnahme von "Motion Picture" überschätzt. Rosenman hat einen gutes Theme abgeliefert der Rest war schrott. Eidelman kann sich mit fast mit HORNER messen. Und ´Dennis McCarthy. Naja, an der hat wohl den ganzen Mist aus der Serie in den Film eingebunden.

  27. Gast sagt:

    gute musik in sci-fi? battlestar galactica (die neue)!

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