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Torchwood – Staffel 4 – „Miracle Day“ – Folge 07&08

Komisch: Bei diesen beiden Folgen fühlte ich ganz deutlich, wie auch MEINE Sterblichkeit mit Auswanderung drohte. Vielleicht liegt es daran, dass in den neuesten Episoden mehr diskutiert wird als im Gesundheitsministerium beim Aufflackern der Schweinegrippe bei Galapagosschildkröten? Wirklich Neues erfahren wir nämlich auch heute nicht, dafür aber die Lieblingsfarbe des ganzen Plots: Eine Art durchsichtiges Hellgrau. Passt im Wohnzimmer sehr gut in die Ecke mit der Leere!

Von der Handlung, die einem Ejakulatsfaden gleich in die Länge gezogen wird, bleibt in Episode 7 nachträglich nur eines übrig: Jack hat sich Anno Tobak – wieder mal – mit einem Lustknaben vergnügt und sich um ein Sackhaar breitschlagen lassen, ihn als „Doctor Who“-Anspielung, Pardon: als seinen „Companion“ zu rekrutieren. Dummerweise ist der Schwule schwerst katholisch (Berufskrankheit?) und ist nach einem „Guck, ich lebe wieder“-Trick von Jack felsenfest… nein, sagen wir sandsteinfest davon überzeugt, dass dieser der Teufel ist. Eine Überzeugung, die sich nach etlichen brutalen Ermordungen des Gelfrisurträgers nicht mehr halten lässt. – Warum eigentlich nicht? Hat Gaststar-Boy in dem komischen Buch mit den Vornamen als Kapiteln noch mal genauer nachgeschlagen?

Homoboy rettete damals jedenfalls Jack. Der hatte danach allerdings die Schnauze voll von allen Irren, die er im Spiegel nicht mit „Du“ ansprechen kann und schmiss sich sinnfrei (aber mit dramaturgischem Gespür) vom Dach, um seinem Exlover, Exmörder und Ex-Scheißeerzähler zu entkommen, auf dass dieser wenigstens als schüchterner Stalker eine Zukunft hat.

Während Jack sich das alles durch den Kopf (des Zuschauers) gehen lässt, fährt Gwen ihn kurzerhand zu denen, die ihre Familie gekidnappt haben (äh, in die eigene Wohnung). Lässt man also den viel zu langen Rückblick außen vor und kettet ihn – zu Recht – in der Hundehütte auf dem Hof an, so bleibt an eigentlicher Handlung nur eine Fahrstunde für Russell T. Davies‘ Erzähltalent übrig. Spätestens hier wird klar, dass dieser 10-Teiler ursprünglich auf 5 Episoden ausgelegt war – und dass noch nicht mal auf besonders gute!

„Was ist denn der senkrechte rote Streifen in deinem rechten Auge? Eine geplatzte Ader?“ – „Nein, ein Augapfel-String! Supererotisch, oder?“ – Blas mir die Torchwood-Fackel aus, Honey: Nach dieser Folge konnte der Fischhändler die plattgewalzten Kissen als bunte New-Age-Flunder verkaufen. Immerhin ist die Beziehung halbwegs realistisch geschauspielert, was auch gut ist, solange der Zuschauer nicht zufällig als Homophobie-Darsteller arbeitet.

„Große“ Überraschung am Ende von Folge 7: Der mysteriöse Mann (ohne große Funktion) im Hintergrund ist eben jener penisschwingende Dingsbums. – Da habe ich aber schon bei 19 Grad Zimmertemperatur mehr gebibbert, als vor dieser „krassen“ Auflösung, die „enthüllte“, dass die letzten 50 Minuten doch nicht nur als Zeit-, bzw. Schreibvertreib gedacht waren!

Was dann in Folge 8 passierte, verstand ich nicht. Höchstens mit einer alternativen Logik, anhand derer man kein Spaceshuttle oder ein Hochhaus konstruieren könnte, ohne allen zukünftigen Benutzern eine Heidenangst einzujagen. Gwen und Jack wurden z.B. nicht zu einem „wirklichen“ Geiselaustausch überredet, sondern sollten anscheinend nur von Kira Nerys (DS9) gebeten werden, zum Abendbrot mitzukommen, um sich dann den obigen Homoboy in der faltigen 100-Jahr-Edition anzuschauen. Eher unbefriedigender Twist für die Typen, die zeitgleich bei der Befreiung von Gwens Familie umgelegt wurden?

Besonders clever war hier aber keine der Parteien: Der Schwarze und Blondie hatten die „Kontaktlinsen-Kommunikation“ – im Nachhinein logisch – am PC mitbekommen, was die Frage aufwirft, ob die „Nicht-Bösen“ ihre „geheime“ Besuchseinladung nicht auch via Mail hätten verschicken können. Natürlich mit dem bei Geschäftsbriefen üblichen Zusatz: „Sollte dieses Nachricht nicht für Sie bestimmt sein, löschen sie sich… äh, sie bitte!“ – Mal ganz abgesehen davon, dass die Torchwoodies wohl auch gekommen wären, wenn man Gwens Mutter keine Knarre vor die Kauluke gehalten hätte?

„Ah! Gut, dass ihr kommt! Der Grund, warum wir euren Hund vergiftet und Gwens Schwager vergewaltigt haben, ist: Wir haben neue Badezimmerfliesen. Wollt ihr mal vorbeikommen und sie euch anschauen? Wir haben auch Sprudel – mit Kohlensäure!“ – Einge(ver)laden: Wir wussten ja schon immer, dass die Bajoraner etwas rückständig sind, aber bei DIESER Auflösung standen sie zeitlich so weit zurück, dass sie sogar von Adam und Eva hätten begraben werden können.

Und wieso ließen sich Blacky und Blondie doch gleich überreden, ihre Waffen sinken zu lassen und freiwillig zur Villa mitzufahren? Ach ja: Er durfte ein Bild mit seinem Handy machen, das als “Absicherung“ dient, falls das Torchwoodteam verschwinden sollte. Stichwort „Facebook wird mich rächen“? Ja, ich bin sicher, dass dies in einer Geschichte, in der gigantische Konzerne die Menschheit unsterblich machen, für nachhaltige Unantastbarkeit des eigenen Astralkörpers sorgt…

Und um das Verwirrspiel für Vollmeisenträger noch anzuheizen, plante Mister-“Oberschlau“-Rex auch noch, sich vom falschen FBI tracken zu lassen, auf dass dieses auf jeden Fall (was Rex vorher wusste?) unter der Führung seines ehemaligen Chefs (was Rex vorher wusste?) das Anwesen stürmt. – Stürmen, nicht gleich in die Luft sprengt. Rex wusste auch vorher, dass er alleine mit seinem Chef reden würde, dieser unbedacht in die Linsenkameras quakt und zudem noch einen verhärteten Abzugsfinger an der Knarre hat. „Nett“ auch, dass Rex Jack und den kaputten Rest anscheinend nicht eingeweiht hat! Auch im „neuen“ Torchwoodteam macht anscheinend jeder Dödel, was ihm gefällt, in der Hoffnung, durch das Stochern im Wespennest irgendwann von den stechwütigen Biestern in die richtige Richtung getrieben zu werden.

Mal ehrlich: Gibt es einen einzigen Menschen auf der Welt, der diese Spionagewendungen à la „Ich wusste vorher, dass Du wissen würdest, was ich weiß und du dir dann eine vergiftete Hodenkamera implantieren würdest!“ für spannend oder gewieft hält?

Weitere Frage: Musste sich Friedkin unbedingt in die Luft sprengen? Okay, er hatte Angst vor den „Familien“ und wenn ich an Tony Soprano denke, hätte der ihm tatsächlich zur Strafe den Kühlschrank leergefressen. Aber macht es Sinn, sich in einer Welt zerbomben zu lassen, in der man nicht sterben kann (siehe Folge 1)? Ich frage nur, weil dann das Argument wegfiele, dass Friedkin vielleicht Angst vor Tod und Folter hatte.

„Okay, dann eben so: Ich schraube den Schlauch von deinem Katheter raus und du SCHREIBST mit der raussuppenden Flüssigkeit ein paar Antworten auf das Laken? Nein? Morse-Röcheln vielleicht?“ – Leerreiche Fragestunde: Wenn die Krankenschwester mit schwarzen Kapuzenpullis herumläuft und statt der Bettpfanne eine große Sense trägt, sollte man sich von solchen „lieben Liegenden“ keine neuen Informationen erhoffen.

Und woher weiß Rex, dass Q, äh… John DeLancie nicht auch ein Verräter ist? Intuition-Injektion direkt ins Hirn? Warum muss Gwen schon wieder nach England fliegen? Gab’s kein Kinderkarussell oder ein „Weight Watcher’s“-Clubtreffen, um die nutzlose Schreitante mal irgendwo abzustellen? Warum hat Blondie nicht noch mal bei Jack nachgebohrt, bevor sie den ziemlich bescheiden aussehenden „Alien-Fußboden“ (sah aus wie ein Spielteppich für sehkranke Autisten) ihrem Chef weiterpetzte? Welchen Sinn hatte Collasanto, wenn der nach eeewig langer Einführung nur noch als „Schnauze, der wusste halt was!“- und „Sterbebett“-Idealbesetzung durchgewunken wurde? Und weshalb hat der Homoerotiker nicht schon zu rüstigeren Zeiten einen Spickzettel mit den drei ungoogelbaren (uiiii!) Familiennamen an Jack weitergegeben?

Weshalb wurde so ein Gewese um die Schwester von Blondie gemacht, da deren Probleme mit Jugendamt und Klapsmühle auch zu 99% in einer nicht unsterblichen Welt hätten passieren können? Welche neuen Informationen brachte das Telefongespräch mit Rhys? „Great Britain ist noch da, Honey. Papa krank, Mutti sagt, dass Du weitermachen sollst. Wir zählen auf dich… äh… und die Zeilen, um diese Drehbuchseite voll zu kriegen!“ – Musste der bescheuerte Sicherheitsfutzi an der Haustür gleich auf Jacks Bauchraum ballern, statt erst zu drohen, einen Warnschuss abzugeben oder auf etwas weniger Gefährliches (was seinen Penis ausschließt) zu zielen?

„Okay, wenn ihr den Startknall hört, rennt ihr einfach los!“ – „Grmpf. Na gut. Ich hoffe, es dauert nicht mehr lange, bis die lahmen FBI-Darsteller im Hintergrund einen fahren lassen…?“ – Stillhalteabkommen: Jack, Rex und Dreck unterhalten sich in einem von der Außenwelt völlig abgeschotteten „Nullfeld“. Vermutlich das Drehbuch dieser Folge, das auf Fußbodengröße breitgeklopft wurde?

Und hatten die Q-Leute kein eigenes Personal oder Motivation, den Zauberboden zu untersuchen? Zumal mir dieses Gesülze um das „Null-Feld“ langsam auf den Zwirn geht. Was soll das denn genau sein? Schallraum für Musiker oder Eltern mit trommelbegeistertem Nachwuchs? Nebenbei eine Stealth-Vorrichtung, wie Jack vermutet (aber keinen unsichtbar macht und daher ziemlich witzlos ist)? Eine Art „Ereignisfeld“ (was auch nicht konkreter ist), das halt die Sterblichkeit verrutschen lässt?

Da hatte ich nach Technobabblefolgen bei Star Trek schon mehr Einblick in fiktionale Technologie bekommen. Apropos Trek: Nana Visitor hatte in ihren „Gib mich Essen, ich nix neue Rollen“-Interviews mit „Treknews.de“ auch schon mal schönere und längere Auftritte.


Fazit: Okay, gelangweilt habe ich mich selten UND die Spannung auf die Auflösung ist immer noch da, doch zerfällt die ganze Geschichte langsam in sinnlose Tagesausflüge, ausufernde Telefongespräche („Ja sie hören richtig: Ein LEBENSLANGER Handyvertrag für nur 50 Billiarden Dollar!“) und krudem Verschwörungsgeschwurbel für alle, die „Alias“ jemals Ernst genommen haben.

Und dass Jack nun – wieder mal – mit dem Tode ringt und von der Wiederherstellung seiner Unsterblichkeit abhängig ist, konnte mich auch nicht begeistern. Darf ich raten? Am Ende muss er allein entscheiden, ob zukünftig nur ER oder wieder die ganze Menschheit stirbt.

Lichtblicke: Oswald Danes kantige Nuttenstory und John DeLancies große Klappe. Auch wenn ich bei ersterem vermute, dass der ganze „Kindermörder hilft beim Masterplan, da tolles Vorbild“-Kram keinen Sinn ergibt. Es scheinen ihm ja immer noch genug Leute den Tod zu wünschen…?

Bewertung Folge 7:

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

Bewertung Folge 8:

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Brokeback Captain
Folge 7:

Ich habe es jetzt schon im Ohr: „Aber, Spaaark, das ist doch toll, daß Homosexuelle endlich auch einmal im Fernsehen vertreten sind.“

Ist es ja auch. Gerne doch. Aber bitte in Maßen und nicht derart übertrieben, daß man sich nach dieser Folge glatt ein ganzes Album der Village People anhören will! So wirkte jeder andere Storyfaden schließlich nur wie ein nötiges Übel, um mit Jack und seinen Lover die schweren Zeiten des Schwulseins zu demonstrieren. Persönlich vermute ich ja, daß diese Episode auf eine Vertragsklausel seitens Russel T. Davies zurückzuführen ist. („Okay, okay, i will machen this Serie, but i verlange one episode to demonstrieren the underpushing of my kind. People have to learn to akzeptieren a lot of nackte Pobacken!“)

Trotzdem, das Drumherum des alten New York war schön gemacht und wirkte authentisch. Auch der kleine Handlungsrahmen um die Schmuggler von Aliengeschleim und die gottesfürchtigen Einwanderer plus Captain-Folter wußten zu gefallen. Nur machten diese leider einen viel zu kleinen Anteil aus, triefigen Ohrflüster- und Hintergrabschszenen sei „Dank“.

Fazit: Eine zu offensichtliche „Gleichberechtigungsfolge“, welche ansonsten nicht viel zu bieten hat. Zumal ich weiterhin der Meinung bin, daß schwule Beziehungen durch so eine übermäßige „Romantisierung“ sehr schlecht dargestellt werden. Genau wie bei Heteros wird’s da wohl auch mehr Abwechslung geben. Dort mögen dann z.B. sogar BEIDE Partner blutige Actionfilme?! Note: 3 von 10 Punkten

Folge 8:

Der Alleskönner unter’m Bett spart den Drehbuchmann.

Auch in der achten Folge kam die Handlung mal wieder nicht in Gang. Jack sein alter Lover, welchem immerhin eine ganze Episode gewidmet wurde, stirbt schon am Anfang, während seine Enkelin praktischerweise direkt danach auch noch aus dem Weg geräumt wird. Und was hat uns das ganze Manöver gebracht? Ein Anti-„Alles“-Kraftfeld (!) unter dem Krankenbett. Ganz nett, aber für’s Erste nicht wirklich relevant. Zumal ich nun befürchte, daß man dieses Teil für eine SEHR faule Möglichkeit zur Lösung des Unsterblichkeitsproblems nutzen wird. („Ich hab die Tachyonen rekalibriert. Knopp drücken und alles ist wieder erste Sahne!“)

Mit Oswald dem Kinderschreck scheint man zudem auch nicht mehr viel anfangen zu können, so daß dieser sich eigentlich nur wieder eklig verhält und dies halt von anderen Leuten ins Gesicht gesagt bekommt. Würde langsam ja doch gerne erfahren, was überhaupt seine Rolle in der großen Verschwörung ist. Tippe ja auf den großen Sinneswandel gaaaanz am Schluß.

Fazit: Mit nur fünf Folgen, wie schon bei „Children of Earth“, wäre diese Staffel defintiv besser drangewesen. Hätte man doch auf eine Menge lahmes Lückenfüller-Material verzichten können. Aber hoffentlich stellt nur die Mitte einen Tiefpunkt dar, welchen wir nun eigentlich überwunden haben müssten. Note: 6 von 10 Punkten


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von Klapowski am 30.08.11 in TV-Review

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Kommentare (18)

  1. Raketenwurm sagt:

    „Spätestens hier wird klar, dass dieser 10-Teiler ursprünglich auf 5 Episoden ausgelegt war – und dass noch nicht mal auf besonders gute!“ – das ist exakt das, was ich mir nach Folge 8 auch dachte. Selbst wenn man aus den Zweierpaaren an Folgen immer jeweils eine stricken würde, käme da trotzdem keine gute Miniserie heraus. RTD versprach, dass am Ende alle Fäden zusammenlaufen und was ganz Tolles ergeben. Aber nachdem ja nun schon 1-2 dieser Fäden in Folge 8 auf eine für die Gesamtstory völlig unrelevante Weise aufgelöst wurden, ist das nicht nur nicht mehr möglich, es lässt einem auch wirklich daran zweifeln, dass der ganze andere Quark, der uns in den Folgen davor präsentiert wurde, noch irgendeinen Sinn hat. Wenn da in Folge 10 Oswald Danes, das Blut von Jack aus Folge 7 und die Alienplatte aus Folge 8 im Hochofen von Folge 5 zu einer Bombe verschmolzen werden, mit der Gwen den bösen Ort in Shanghai aus Folge 6 hoch jagt, um das Miracle zu beenden, dann können wir wirklich noch froh sein. Wahrscheinlicher ist aber, dass am Ende von Folge 9 nochmal ein neuer Bösewicht aus dem Schrank springt, der dann im Finale besiegt und der Miracle Day damit beendet wird. Und alles andere hatte dann eben doch nichts mit dem Wunder zu tun – trotzdem Danke für die Aufmerksamkeit und Tschüss bis zur nächsten Staffel ! *schnelles Weglaufgeräusch von RTD*

  2. Doctor64 sagt:

    Interessant ist das die Serie nie auf nur 5 Folgen ausgelegt wurde.

    RTD wollte 13 Folgen haben und der amerikanische Sender hat ihn auf „Nur“ 10 Folgen heruntergeredet.

    Die Geschichte zeiht sich einfach und ich bin mal gespannt wie RTD es schaffen wird das er am Ende alles zerstört hat was er mit Captain Jack aufgebaut hat.

  3. Raketenwurm sagt:

    Nope ! Genauer gesagt hatte RTD damals im Torchwood-Magazin erklärt, dass er das Konzept für eine weitere Mini-Serie im Stil von CoE bereitliegen hat, sollte die BBC aber wieder 13 unzusammenhängende Folgen wie früher wollen, wäre das auch okay für ihn. Und die komische Autoren-Verteilung, dass Espenson Folge 3,5,7 + Co.Autorin 8 u. 10 ist, verdichtet den Verdacht, dass als RTD sich dann bei Fox vorgestellt hat, da die Scripts schon fertig waren; Folge 1 geschrieben von RTD, Espenson 2-4, Folge 5 beide. Und erst, als man dann bei STARZ vorstellig wurde, und die 10 Folgen forderten, hat man die Espenson-Folgen mit Hilfe der restlichen Autoren gedehnt.

  4. flyan sagt:

    Premiere!

    Zum ersten mal in meiner Seriensuchtgeschichte habe ich eine Episode vorgespult. Nichts gegen schwule Liebesszenen, die finde ich in einer ursprünglich mal auf SF ausgelegten Serie genauso überflüssig wie alle anderen Liebesszenen, aber hier wurde es einfach übertrieben in einer Form, die der bisherigen Nutzung des Wortes „übertrieben“ lediglich eine Beitrittserlaubnis erteilt.

    Ich zweifle, dass diese Serie wirklich von vornherein durchdacht und so geplant war.

  5. Anubiz sagt:

    ja das Bettgeflüstert hätte es nicht gebraucht, aber danach wurde die Folge richtig gut!
    Folge 8 dann wieder, ojeoje …
    zumal sie im nachhinein diese ganze „Gwens Familie kidnappen“-Story als total hirnrissig hinstellt, weil man Jack auch einfach hätte anrufen können und sagen, daß sein Stecher noch lebt!

  6. Donald D. sagt:

    Torchwood war ja schon immer Schrott. Aber wenigstens waren Staffel 1 – 3 von der Art von Schrott, mit dem man z. T. noch was anfangen konnte. Diese Schwulelei hat mich daneben immer gestört, aber „Une Rammelagé“ zwischen Gwen und der Japsetussi wäre mir z. B. sympathisch gewesen. Es bleibt dabei: nur ein Homo hat jemals wirklich etwas tolles hingekriegt. Freddie Mercury, der wohl beste Musiker des 20. Jahrhunderts.
    Und wieso sterben denn jetzt wieder Leute hier? Ich dachte, es kann keiner mehr sterben! Also, entweder Klapos Zusammenfassung ist so verworren oder aber die ganze Serie ist dermaßen dämlich, daß man sie nicht mehr vernünftig zusammenfassen kann. Warum sonst kapiere ich seit Episode 5 nix mehr? Bei den anderen Serien blieb ich doch auch nicht auf der Strecke.

    • Mieze sagt:

      Öhmm .. ich will jetzt zwar nicht mit der Regenbogenflagge ausholen, aber: woher weißt Du denn, daß nur EIN Homosexueller was Tolles hingekriegt hat? Von wie vielen bedeutenden Persönlichkeiten in der Geschichte ist denn überhaupt die sexuelle Ausrichtung bekannt? Denk auch an Zeiten und Gesellschaften, in denen man sich nicht dazu bekennen kann/konnte, ohne mit massiven Nachteilen zu rechnen …

    • Raketenwurm sagt:

      http://www.puuchica.net/MeinWeb/JesusSchwuleundLesben.htm

      Mein Lieblingshomo ist übrigens Thomas Mann. Wobei ich glaube dessen Neigungen würden heutzutage schon vereinzelt als Pädophil definiert werden. So mit >an den Strand gehen und halbnackte Jungs beobachten<. Aber schreiben konnte der…boah, Alda !

  7. Donald D. sagt:

    @ Mieze: Eben! Freddie ist mir als einziger Homo/Bii bekannt, der wirklich genial war. Vielen anderen wird es nachgesagt (Alexander d. Große, Tschaikowsky, sogar Franz Schubert). Aber endgültig hat man das bis jetzt nicht klären können. Und vom 20. Jahrhundert fallen mir auch keine Homos weiter ein, die wirklich große Künstler, Ingenieure usw. sind. Ich laß mich gern eines Besseren belehren, aber das alten historischen Persönlichkeiten nachzuweisen, wird verdammt schwierig.

    • das obst sagt:

      donald, ich hab dich bisher ja für einen der intelligenteren kommentarschreiber hier gehalten. aber nach deinem statement über homos und ihre leistungen, weiß ich nicht mehr wie lange ich eigentlich noch mit dem kopf schütteln soll, um diesen schwachsinn zu verdauen. gratulation! damit hast du tatsächlich einen der dümmsten kommentare abgeliefert, die ich jemals im internet gelesen habe. und das will schon was heißen.

      ich find’s ziemlich erbärmlich, dass einige hanswürste hier die kritik an „torchwood“ als deckmäntelchen für ihr kleingeistiges weltbild verwenden müssen. ja, die neue staffel ist scheiße, aber was hat das mit homosexuellen o.a. bevölkerungsgruppen zu tun? werden hier demnächst vielleicht auch negerwitze gerissen, weil rex matheson so ein uninteressanter charakter ist? sorry, aber das was ihr hier von euch zeigt, erinnert mich an die assie-jugendlichen, über deren sprachdurchfall man sich sonst hier so gern lustig macht. für die ist nämlich auch alles „irgendwie voll schwul“, was nicht in ihren beschränkten horizont passt.

    • Klapowski sagt:

      Rrrichtig! Der Schwule an sich ist aufgrund seiner sprichwörtlichen Unkreativität und Verstocktheit nicht geschaffen für künstlerische Ausnahmeleistungen! Bei Bisexuellen ist das sogar noch schwieriger: Die WISSEN oftmals nicht, ob sie sich Mühe geben sollen oder sowieso alles für die Katz ist.

      Ich habe persönich gute Erfahrungen mit Objektophilen gemacht (machen gute Bratwürste in der Bude gegenüber) und lasse nichts auf die großen Pädophilen der Menschheitsgeschichte kommen (Michael Jackson, Helmut Kohl, Mutter Theresa…).

      Wer diese Diskussion noch vertiefen möchte, kann mich gerne Zuhause besuchen. Bitte aber den eigenen Kotzbeutel mitbringen, ich bin gerade etwas klamm diesbezüglich.

    • Mieze sagt:

      Ach Donald .. nur, weil DU nur einen kennst und für genial hältst, heißt das doch nicht, daß es keine anderen gibt. Was ist das denn für ne Logik?
      Ich werf auch mal spontan David Bowie in den Raum, meines Wissens bi. Ich selbst bin kein großer Fan, aber er ist unbestritten ein bedeutender Künstler.
      Und warum soll es keine großen, schwulen Ingenieure geben? Die tragen nicht alle ein rosa Tütü und bewerfen sich mit Wattebäuschchen, die leben ihr Leben genauso wie alle anderen auch, völlig unauffällig. Da kriegt doch keiner mit, ob die nun auf Jungs oder Mädels stehen. Geht auch keinen was an. Und interssiert eigentlich auch keinen ..

  8. Donald D. sagt:

    @ Mieze: Na, darum geht´s doch! Mich würd´s interessieren, wer so alles vom anderen Ufer ist und tolle Sachen macht! Den Barrowman zähle ich z. B. nicht dazu und Wowi auch nicht. David Bowie wäre neu für mich! Ich hätte aber gedacht, der ist verheiratet!?!?

    • Mieze sagt:

      Jo, der is meines Wissens verheiratet. Trotzdem kann er doch bi sein. Geht bei mir doch auch ;) .. wobei es bei David Bowie wohl nicht so sicher ist. Vielleicht wars nur ne Marketingmasche, vielleicht stimmts, es gab Gerüchte, dann wieder Dementi .. who knows ..

      Die Sache ist die, daß es für „tolle Sachen“ nunmal völlig wurscht ist, zu welchem Geschlecht man sich hingezogen fühlt. Deinen Aussagen nach gehst Du spontan erstmal davon aus, daß alle „bedeutenden Persönlichkeiten“ heterosexuell sind. Und die statistische Wahrscheinlichkeit, daß die meisten es sind, ist ja auch sehr hoch. Aber es sind nunmal nicht 100%, von daher ist Deine Aussage „Es gibt nur einen“ einfach .. Blödsinn ;) .. dabei ist es völlig irrelevant, ob die Sexualität bekannt ist oder nicht. Eine Menge X von Künstlern wird immer eine Menge Y von Homos enthalten^^

  9. das obst sagt:

    mieze, führst du diese pseudo-diskussion mit donald jetzt wirklich ernsthaft weiter? wer will, kann per suchmaschine doch ohne große mühe selbst rausfinden, wieviele schwule und lesbische persönlichkeiten es allein in kunst und kultur gibt.

    aber davon mal abgesehen: warum sollte man für donald überhaupt diese rechtfertigungsliste zusammentragen? werden für ihn dadurch aus entarteten plötzlich artige menschen? und dürfen wir dann im gegenzug auch erfahren, welche wertvollen leistungen der dolle donald selbst schon erbracht hat? oder trägt er als „echter kerl“ bereits mit seinem großzügigen konsum an hetero-pornos dazu bei, ein wichtiges (mit)glied unserer konsumgesellschaft zu sein?

    ok, jetzt hab ich mich aber tief genug auf donalds niveau runtergebeugt. wuäääh, ekelhaft. kommen wir lieber mal wieder zurück zu harten fakten. nüchtern betrachtet sehe ich bei dieser „diskussion“ letztlich zwei möglichkeiten:
    1) donald tut nur so doof und hat mangels anderer lebenserfüllender tätigkeiten momentan jede menge spaß daran, hier den plumpen provokateur zu spielen.
    2) donald ist tatsächlich so doof und merkt es nicht.

    sucht euch eine aus. ;-)

    • Mieze sagt:

      Hmm .. ich denke, ich bin einfach naiv und glaube an das Gute im Menschen ;) .. ich hab aus Donalds Postings gar keinen großartigen Schwulenhass rausgelesen .. ich tippe daher auf eine Art von 2 ;)
      … und manchmal hab ich auch einfach Langeweile^^

  10. Raketenwurm sagt:

    Ich tippe auf…

    3) hinter Donald steckt Günter Wallraff, der nun total traurig ist, weil ihm hier niemand zugestimmt und er damit nun kein Material für sein nächstes Buch hat

    • das obst sagt:

      donald mit wallraff zu vergleichen grenzt schon an blasphemie. ;-)
      ich tendiere deshalb eher zu
      4) donald = nupi

      …schließlich dürfen homosexuelle auch nicht am harmagedon teilnehmen.

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