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DS9: Fight Club – Folge 33 – “Der Subraum-Flaschenöffner”

Viel zu tun für Fleischkopf-Müller. Wenn er seinen Untergebenen nicht gerade komplette Reinigungsgeräte in die Nase stopft, oder bei diesen für einen schlanken Hals sorgt, faltet er Sicherheitschef Udo auch schon einmal ordentlich zusammen. Und dies geschieht bei Mondamin NIEMALS im übertragenden Sinne!

Cpt. Fleischkopf-Müller stürzte mit rudernden Armen zu Boden. Dabei ließ er es sich nicht nehmen einen majoranischen Subraumtechniker unter sich zu begraben, der gerade damit beschäftigt war den Anschluß für die Subraum-Bohnerwachsmaschine, die ab und an von den stationseigenen Halbtagsputzen schlürfend und röhrend durch die Zentrale gezogen wurde, neu zu polarisieren. Er wollte gerade den hochempfindlichen Ionisierungsfluxkompensationsverschluß verschließen, als der Captain wie ein abstürzender Jumbo Jet auf ihn niederging.

Der Verschluß knallte dem Mann in die Nase, brach mit dem ploppenden Geräusch einer Flensburger Pils-Flasche ab und durchflutete den Raum mit subatomaren Partikeln. Captain Fleischkopf-Müller erholte sich schnell wieder von dem Schreck. Schon nach dreieinhalb Minuten rappelte er sich auf und fuhr den mit Blut und Gehirnmasse besudelten Subraumtechniker an: „Mann, hast Du Dir den Arsch zugenäht, daß Dir die Scheiße ins Hirn gelaufen ist?! Sieh nur, die ganzen Bildschirme flimmern und die Farbe geht auch verloren. Es hat zwei Stunden gedauert, bis ich herausgefunden habe, wie man die Kanäle einstellt, verdammte japanische Anleitungen. Was glotzt ihr alle so blöde? Gibt es schon Hinweise auf die randalierenden Mördervandalen oder was?“

Während der Captain seine Schimpftirade über die anwesenden Crewmitglieder verteilte blätterte schon an manchen Stellen die Farbe von den Wänden. Die Strahlung breitete sich aus…

„Verdammt, ich habe doch dem spackeligen Neuen, dem Ramsch, gesagt, er sollte den Putz mal wieder erneuern!“ Flex war auf einen Tisch gesprungen, da die unbekannte, pulsierende Masse auf dem Fußboden bedenklich angestiegen war. „Das kommt auch davon, Mondamin! Ich hatte dir doch gesagt, du sollst ihm die herabgefallenen Putzplatten nicht mit einem Bürotacker reparieren lassen!“
Während alle Anwesenden an Kabelsträngen, Monitoren und Kletterstangen (Der Doktor hatte sie im Zuge einer Bewegungstherapie für den Captain an den Wänden der Hops anbringen lassen) emporkletterten, schimpfte, krakelte und blähte der Captain auf die gewohnte Weise um sich, ohne den majoranischen Arbeiter, der eingeklemmt unter seinen schweißigen Achseln vor sich hinstrampelte, zu beachten oder gar von seiner Existenz Kenntnis zu nehmen.
„Bleibt hier, wenn ich was zu sagen habe! Ihr kommt jetzt sofort von da oben herunter! Habe ich schon wieder Sperma im Gesicht, oder was ist es diesmal?? – Ich bin noch lange nicht fertig! Diese verdammte Unordnung hier muß sofort beseitigt werden! Hier liegt ja soviel Fuck-Mist herum, dass man sein eigenes Wort nicht mehr versprechen kann! Soll ich als tauber Mann den Rest meines Lebens dahinvegetieren, ihr Lokustaucher?“
Mit diesem beindruckende Plädoyer für mehr Verständnis im Allgemeinen und Weltfrieden im Besonderen, ließ der Captain den Majoraner unter seinen gewaltigen Achseln hinfortglitschen… Unter einem von Schweiß und Blut gefärbten Geräusch , dem „Ssssssssssschlupppp“ am Nächsten kommt, donnerte der Techniker auf den Boden, um in die transparente, glitzernde Wolke einzutauchen, die schon bald Kniehöhe erreicht hatte…

Mondamin drehte sich entnervt um…
„Noch so ein Affenarsch! Wenn du dich noch mal so an mich anschleichst und fallen lässt, sag` ich`s meinem Papi, der hat mich bei epileptischen Anfällen nachher auch immer verdroschen, Spacko!“ Während der Captain noch weiter wütete und mit dem ausgestreckten Finger mehrmals und drohend auf den vor sich Daliegenden herniederfuhr und diesen wütend in diverse Gesichts- und Kopföffnungen rammte, tat sich etwas… Der Techniker begann, umschlossen von der glitzernden Wolke, subtil vor sich hinzuglühen…
„… Und hör auf mit dieser Blinkerei, Strahlemann! Wenn du Erleuchtung willst, hol ich meinen Schläger, alles andere ist billiger Ersatz!“
Doch der Captain hatte nicht mit dem gerechnet, was mit dem Majoraner sogleich geschehen sollte…

Er glühte immer stärker und dann war er einfach verschwunden nur eine Aschesiluette blieb zurück. „Sapperlot noch mal. Was war denn das jetzt? Vor der Arbeit drücken und einfach blau machen, was? Na warte Bürschchen, wenn ich Dich erwische…“ Captain Fleischkopf-Müllers Kritik wurde plötzlich von einem eigenartigen Hintergrundgeräusch überlagert, dann begann sein Körper damit sich aufzulösen, überall um ihn herum schimmerte die Luft, bis alles zu einem unkenntlichen Brei wurde und dann stand er plötzlich im Transporterraum auf der Beam-Plattform. Um ihn herum die Crew der Hops. Hinter dem Schaltpult stand ein nervös dreinblickender Lt. Ramsch. Ramsch öffnete den Mund und schloß ihn wieder, denn sogleich wurde er vom Captain akustisch überrollt.

„Mann Sie Arsch, was denken Sie sich eigentlich? Warum haben Sie uns mit dieser Höllenmaschine von der Hops geholt? Wie ich sehe haben Sie alle hierherge…ge…gestrahlt, genau gestrahlt. Sie haben uns möglicherweise verseucht, Sie alte Pottsau! Und was ist wenn wir jetzt angegriffen werden? Niemand ist auf der Hops um die anderen zu warnen. Das gibt eine Degradierung und keinen Nachtisch heute, das haben Sie jetzt davon. Erklären Sie endlich! Los Mann, machen Sie´s Maul auf!“ Fleischkopf-Müller hatte den zitternden Ramsch angesprungen und würgte jetzt an dessen dürren Hals. Der Leutnant konnte nur noch Würgegeräusche äußern. Mondamin sah rot: „Was soll das heißen? Glglglglglglglglgl? Mann drücken Sie sich gefälligst deutlich aus, Sie Lappen! Ist das vielleicht ein Geheimcode oder gar eine fremde Sprache?! He, was ist mit ihrem Gesicht, das wird ja ganz blau…aha! Ich verstehe endlich. Sie sind der randalierende Mördervandale und Sie waren es, der versucht hat mich per Gedankenkontrolle zu beherrschen. Ich habe Sie überführt, Sie Ausgeburt der Hölle. Klar jetzt sieht man´s ja auch ganz deutlich mit so einer ungesunden Gesichtsverfärbung kann man einfach kein Mensch sein. Mit dieser komischen Stimme wollten Sie versuchen mich erneut zu kontrollieren, aber ich bin dagegen immun mein Junge. Sie sind überführt, Sie Saboteur. HA! Triumph!“. Endlich ließ der Captain sein Opfer los.

Ramsch war mittlerweile ohnmächtig geworden. „So und jetzt noch schnell das Problem mit der Unordnung auf der Hops lösen… Flex, Dr. Bleibhier, Udo. Bei Fuß.“ Die drei trabten unheilvoll von der Plattform. „So, ihr anderen ab zurück zur Hops und saubermachen… wartet ihr braucht nicht gehen, ich strahle euch da hin.“. Noch bevor irgendjemand reagieren konnte hatte der Captain auch schon den Auslöser gedrückt und die 7 Majoraner zurück in die von Subraum-Gas durchflutete Hops geschickt.
„Na also, war doch gar nicht so schwer. Meine Arbeit hier ist getan.“ Fleischkopf-Müller klatschte begeistert mit den Händen. „Udo, führen Sie dieses Subjekt ab, er ist überführt. Auf zu neuen Taten.“

„Äh, Sir ich denke er wollte uns nur retten. Wir währen doch fast alle aufgelö…“ weiter kam Udo nicht mehr, denn Captain Fleischkopf-Müller hatte seine gewaltigen Pranken noch einmal zusammenfahren lassen, diesmal mit Udo´s Kopf dazwischen. „Das hätte ich ja niemals von Ihnen gedacht, Udo. Sie haben mich zutiefst enttäuscht. Sie sind ein Kolaborateur! Sie stecken mit diesem Abschaum unter einer Decke. Dabei haben Sie sich unter meiner doch immer so wohl gefühlt. Na, das wird Folgen haben…“. Mit wässrigen Augen drehte sich der Captain um und verließ brummend den Raum. Zurück blieben eine hysterisch gackernde Flex, ein komatöser Ramsch, der von Dr. Bleibhier nach Hirnschäden untersucht wurde und der sich langsam verflüssigende Rumpf von Udo.

Wie konnte diese Krise überwunden werden?

von Fabian und Klapowski, entstanden zwischen dem 28.02. und 01.03.2000.


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Artikel

von Sparkiller am 04.11.02 in Fight Club

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